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Journal Dienstag, 15.3.2016

Der Tag war so lala, das beste (vor dem nach Hause kommen natürlich) waren fast noch die Bahnfahrten mit Podcast hören (weiterhin Resonator, so wie gestern) und Zeitung lesen (DER SPIEGEL Wissen – Weniger ist mehr).

Morgen geh ich mit meinen ehemaligen Kollegen Abends essen, ich freu mich drauf.

Was schön war: Fünfe gerade sein lassen und mit Jott auffe Couch Hellboy gucken.

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Journal Montag, 14.3.2016

Düdelü. Jott hat irgendwo gelesen dass es ganz gut ist wenn man die Tür vom Kinderzimmer ein bisschen offen lässt, damit sich das Kind beim Schlafen noch ein paar Geräusche hört und sich nicht allein fühlt. Das probieren wir heute Abend aus und es kommt uns beiden unabhängig voneinander so vor, als ob Herr Schnuffke etwas ruhiger schläft. Sonst seufzt er viel und dreht sich, heute ist das nicht der Fall.

Mal gucken ob sich das bestätigt.

Beim Rumpuzzeln in der Küche am Abend hörte ich erstmals eine Episode des Resonator-Podcasts. Ich hatte da ein wenig Berührungsängste weil ich dachte, dass ich da eventuell zu doof für bin, aber zumindest beim Thema Biodiversität komme ich gut mit und lerne noch etwas.

Yay! Es gibt einen neuen Beitrag bei „Was machen die da?„. Und es geht um Essen, was ja eh immer gut ist: Hervé Kerourédan, Crêperie Ti Breizh

Die Crêperie Ti Breizh steht jetzt jedenfalls auf meiner Hamburg-Liste.

Was schön war: Ich habe heute ausgeschlafen. Also, bis halb Sieben. Und dann hab ich mir gedacht, ach, was solls, frühstückste mal noch was zu Hause mit Jott und Herrn Schnuffke, und das hab ich ganz entspannt gemacht.

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Journal Sonntag, 13.3.2016

Ich sollte am Abend öfter denken, dass ich in der kommenden Nacht nicht viel schlafen werde. Denn gefühlt jedes Mal, wenn ich das bislang tat, gewährte Herr Schnuffke uns eine ruhige Nacht. So auch heute.
Nur an der Aufstehzeit können wir noch arbeiten (6:30 Uhr am Sonntag ist definitiv zu früh), aber das wird vielleicht noch.

Den Vormittag verbrachten wir bei Jotts Papa, zum Mittagessen fuhren wir zu Jotts Mama und blieben dort noch bis zur Kaffeezeit, die auf Grund des langen Mittagschlafs von Herrn Schnuffke etwas später anbrach.
Danach fuhren wir mit einem ausgeschlafenen und zufriedenen Kind zurück nach Berlin.

Was schön war: Das Vormittagsschläfchen mit Kind auf dem Bauch.

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Journal Samstag, 12.12.2016

Kein 12 von 12 heute, es ergab sich nicht.

Eine eher unschöne Nacht. Herr Schnuffke ist dermaßen verrotzt, dass wir einen neuen Richtwert auf der Verrotztheits-Skala haben, daher schlief er heute Nacht sehr schlecht. Inklusive stundenlanger Wachphase in den sehr frühen Morgenstunden. Da wir nicht zu Hause waren, konnte ich leider nicht mit ihm umziehen, was zur Folge hatte das Herr Schnuffke Jott und mich wach- und sich selbst vom Einschlafen abhielt.
Um sechs Uhr war die Nacht vorbei, das Kind war wach. Dankenswerter Weise erbarmte sich Jott und nahm das Kind mit, so das ich noch etwas schlafen konnte.

Bis zum frühen Nachmittag gehörte Herr Schnuffke Jotts Papa, seiner Frau und mir- Jott war mit Freundinnen brunchen.
Herr Schnuffke und ich waren auf Grund der gestörten Nachtruhe ziemlich unleidlich, Herr Schnuffke war krankheitsbedingt sehr anhänglich. Keine gute Mischung, erst als wir nach dem Mittagessen zu einem Spaziergang um das Dorf aufbrachen und Herrn Schnuffke in der Trage mitschleppten, beruhigte sich der etwas.
Zum Glück war Jott nach der Rückkehr wieder da, das entspannte das Kind.

Beim Spazierengehen sahen wir Graureiher, Silberreiher, Nilgänse, Graugänse und, zum ersten Mal in meinem Leben, Biberfraß, aber leider keinen Biber.

Am Nachmittag trafen Jotts Geschwister und deren Lebensparter zum Geburtstag nachfeiern von Jotts Papa ein. War schön, auch durch den Umstand dass das Kind dadurch von mehreren anderen Personen bespaßt wurde.

Abends in die Dorfkneipe zum Abendessen. Jott und ich traten frühzeitig den Heimweg an, um das Kind ins Bett zu bringen. Nach ein paar Eskapaden von Herrn Schnuffke wechselten Jott und ich uns ab, beim Liegen im Bett schliefen das Kind und ich zusammen ein. Zum Glück wachte nur ich ungefähr eine halbe Stunde später erneut auf.

Den Rest der Familie lass ich jetzt Guardians of the Galaxy gucken und lege mich dafür wieder hin. Den Film möchte ich zwar auch gern schauen, aber die halbe Stunden schlafen vorhin war sehr angenehm und wer weiß, wie kurz die kommende Nacht wird.

Was schön war: Am Vormittag schnarchten Jotts Papa mit Herr Schnuffke in der Trage auf der Couch im Wohnzimmer um die Wette. Ein tiefes, bäriges Schnarchen und ein sanftes, helles, verrotztes Schnarchen.

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Essensplan

Essensplan KW 10/11 2016

Tag Gericht
Samstag
Sonntag
Montag Hähnchen mit Käse-Pesto-Füllung
Dienstag Kartoffel-Möhren-Rösti mit Rahmspinat
Mittwoch Caesar Salad mit Tofu
Donnerstag Scharfer Gemüse-Bulgur
Freitag Schmorkohl
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Urlaubstag. Jott hatte einen Termin in Potsdam, war seit kurz nach sechs Uhr außer Haus und kam erst gegen Mittag wieder. Herr Schnuffke und ich schliefen aus, frühstückten in Ruhe, brachten die Wohnung halbwegs auf Vordermann und dann war der Vormittag rum. Nach dem Mittagessen fürs Kind fuhren wir zu IKEA, kauften einen Antilop für Herrn Schnuffke für das Wochenende bei Jotts Papa, aßen eine Kleinigkeit (die Grönsaksbullar sind überraschend gut, sehr viel besser als die Kötbullar) und fuhren anschließend zu Jotts Papa.

Herr Schnuffke braucht ein Kissen. Heute Nacht schlief er unruhig, bis ich ihm ein sehr kleines, relativ flaches Kissen unterschob. Danach war Ruhe.

Was schön war: Nach dem Mittagschlaf im Auto war Herr Schnuffke sehr gut gelaunt, und als ich dann noch wieherte wie ein Pferd (da fährt er voll drauf ab, keine Ahnung weshalb) gab es kein Halten mehr- er lachte aus tiefstem Herzen und kringelte sich.

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Journal Donnerstag, 10.3.2016

Herr Schnuffke weihte heute zu unserer großen Überraschung sein Töpfchen ein. Momentan kann man echt täglich zusehen, wie das Kind etwas neues kann oder macht.

Abends spontan alle Essenspläne umgeschmissen und im Burgerschuppen umme Ecke Burger für uns geholt. Gute Sache.

So you just assumed I was in hell?! – Ich lachte. Sehr.

Was schön war: Das Seifenblasen jagende Kleinkind auf dem Alexanderplatz. Soviel Freude, soviel Begeisterung.

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Journal Mittwoch, 9.3.2016

Ich telefonierte heute im Büro mit einer Kundin, die im Normalfall um 6 Uhr mit der Arbeit beginnt und 14 Uhr Feiernachmittag Feierabend macht. Prinzipiell ist das ja supertoll, den ganzen Nachmittag frei zu haben, aber wann die Dame wohl aufstehen muss? Und wann sie zu Bett geht? Ich Murmeltier müsste um 4 Uhr aufstehen, was bedeutet das ich gegen 20:30 Uhr ins Bett gehen müsste. Und schon klingt das ganze nicht mehr so toll.
Aber vielleicht ist besagte Kundin auch einer dieser glücklichen Menschen, die mit wenig Schlaf auskommt. Oder sie macht Mittagschlaf und spart so etwas am Nachtschlaf.

Ganz großes „Hä?“ beim derzeit von mir betreuten Projekt, dem Relaunch einer Website.
Für diesen Relaunch gibt es eigentlich eine Art Baukasten, der Website-Bereiche in einem bestimmten Stil und mit einer bestimmten Funktionalität bereit stellt. Man könnte also annehmen, dass dieser Baukasten bereits für die Erstellung der Designvorlagen für den Website-Relaunch genutzt wurde, um eine möglichst realistische Basis zu schaffen. Möp- wurde er nicht. Stattdessen wurde ein komplett neues Design erstellt auf Basis eines anderen Baukastens.
Die beiden Baukästen und Designs sind in den meisten Belangen sehr unterschiedlich: Schriftgrößen, Rasterbreiten, verwendete Seitenbereiche… Und trotzdem ist die Aufgabe eine „Verheiratung“ der beiden Baukastensysteme und Designs, mit der Maßgabe dass bei zu starken Unterschieden pro Seitenbereich/ Websiteelement eine Beratung mit dem Kunden und Festlegung auf eine Lösung stattfindet.

Und jetzt bin ich ziemlich unsicher, wie das anzustellen ist. Einfaches und effizientes runterarbeiten (gut, das funktioniert derzeit bei mir durch diverse Störungen eh nicht) ist dadurch nicht möglich, stattdessen muss immer wieder verglichen und abgewägt werden was besser ist beziehungsweise muss wesentlich stärker Rücksprache gehalten werden als gedacht.

Was schön war: Herr Schnuffke ging es heute Abend bereits wesentlich besser als gestern, sein Fieber ist gesunken und er konnte heute bereits wieder fröhlich mit seinen Laufhilfen (Wäschekorb, Wohnzimmertisch…) durch die Wohnung flitzen.

Gern gelesen: An Open Letter to Anyone Who Thinks They’re Fat (From Someone Who Is). Ist der Schreibweise nach eher an Frauen gerichtet, nichtsdestotrotz fand ich den Ansatz- „Ey Keule, dann hast Du halt keine klassische Normalfigur, get over it und mach was draus“ ganz interessant.

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Journal Dienstag, 8.3.2016

Im Büro jemandem nicht vorsichtig auf die Füße getreten, sondern mit vollem Kampfgewicht drauf gesprungen. Das hatte zur Folge, dass seit zwei Wochen herumliegende Aufgaben binnen zwei Stunden erledigt wurden. Das man immer erst drängeln muss…

Herr Schnuffke ist krank. Er hat Halsschmerzen und Fieber und scheinbar eine Baby-Version des Infekts, der die letzten Wochen hier rumging. Armer kleiner Spatz. Er ist ganz matschig und will nur kuscheln und schlafen.

Was schön war: Der Dönermann fragt inzwischen nur noch „Wie immer“ und dann krieg ich wie immer einen normalen Döner mit Kräuter und Salat komplett und einen vegetarischen Döner mit Schafskäse, Kräuter-Scharf und ohne Zwiebeln.

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Journal Montag, 7.3.2016

Standard-Arbeitstag mit Tendenz zum „Ich schmeiß alles hin und werd Pokémon-Trainer“.

Fast wäre ich in die Kalendermonat-Lebensmonat-Falle beim Elterngeld getappt. Elterngeld wird nämlich abhängig vom Lebensmonat des Kindes gezahlt. Da Herr Schnuffke ungefähr Mitte Juni 2015 geboren wurde, endet der gemeinsame Elterngeldanspruch von Jott und mir folglich 14 Monate später (wir fahren das 12+2-Modell). Die Elternzeit wird davon nicht berührt.
Eigentlich wollte ich aus organisatorischen Gründen vom 1.7. bis 31.8. in Elternzeit gehen und auch für diesen Zeitraum Elterngeld beziehen. Geplant war daher, dass Jott von ungefähr Mitte Juni bis Ende Juni zwar Elternzeit nimmt, aber kein Elterngeld. Das geht allerdings nicht.
Ab ungefähr Mitte August beginnt nämlich der 15. Lebensmonat von Herrn Schnuffke und somit erlischt ab diesem Zeitpunkt der Elterngeldanspruch, wir bekommen von da an kein Geld mehr.
Nun müssen wir schauen, wie wir das alles hinbiegen. Die KiTa-Eingewöhnung beginnt nämlich auch Mitte August, also genau dann wenn ich kein Elterngeld mehr bekomme, aber noch Elternzeit nehmen müsste.

Ganz schön geschluckt bei „Warten auf das Meer“.

Vor einiger Zeit hörte ich jemanden sagen, dass man als Elternteil wesentlich stärker von tragischen Ereignissen bei denen Kinder/ Jugendliche involviert sind, mitgenommen wird. Das ist in meinem Fall absolut wahr. Während ich früher ein gefühlloser Klotz war, könnte ich inzwischen Rotz und Wasser heulen wenn mir sowas unterkommt (beide Satzteile sind zu Veranschaulichungszwecken übertrieben).

Herr Schnuffke fiebert rum und ist matschig. Hoffentlich hat er sich gestern nicht noch mehr erkältet.

Vielleicht kommt ja auch ein dritter Zahn? Jott und ich sind jedenfalls im „Oh je, das arme kleine Baby“-Modus.

Was schön war: Kurz bevor ich heute morgen ins Büro musste, wachte Herr Schnuffke auf und wir konnten noch etwas kuscheln. Und ein Wuschelselfie schießen. Und auf dem Heimweg brach die Sonne durch die Wolkendecke, so das ich vom Büro an bis zur Ankunft in Köpenick die Sonne im Rücken hatte und mich beim Umdrehen über das Abendrot freuen konnte.