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Journal Mittwoch, 4.11.2015

So. Müde.

Langer Tag im Büro, zum Teil wegen der „WIR WERDEN ALLE STÖÖÖRBEN!!“-Eskalation von gestern, zum Teil wegen Deadlines die nicht gerissen werden sollten. Ordentlich was geschafft, um den Preis das Kind heute nur schlafend gesehen zu haben. Morgen ist Home Office, da hol ich das nach.

Früh mit der Arbeit beginnen ist in der Hinsicht übrigens doof: Niemand sieht, dass man länger da ist. Bei uns beginnen die meisten Kollegen irgendwann zwischen 9 und 10 Uhr, wenn ich also um 18:30 Uhr noch sitze wird das als normale Arbeitszeit wahrgenommen und nicht als dritte Überstunde.

Heute kam die Bewilligung für unseren Antrag auf einen Kita-Platz an, mitsamt der Bekanntgabe der Höhe unseres Eigenanteils. Herr Schnuffke hat ab Sommer 2016 Anspruch auf mehr als 9 Stunden Betreuung am Tag- für schlappe Zweihundertnochwas Euro im Monat (stellen Sie Sich hier den Seufzer „Alle wollen mein Geld“ vor).

In der Mittagspause darüber geredet, entsetzte Blicke und Sprüche einer Kollegin à la „Ihr wollt euer Kind so lange abgeben?“. Nein, wollen wir nicht- aber wenn wir beide arbeiten gehen, wird vermutlich nichts anderes übrig bleiben.
Aber warten wir mal ab, wie die Lage in 2016 aussieht.

Ein neuer Flix-Comic-Strip! Und es gibt einen Waschbären darin (Waschbären sind cool)! Da ist es ein bisschen besser zu verschmerzen, dass die Schöne-Töchter-Reihe vorerst nicht fortgesetzt wird. Ich bin auch gespannt, was Marvin Clifford– den lese ich auch sehr gern- als Nachfolger zeichnet.

Hehehehe. Das fanden wir heute im Büro sehr, sehr witzig, weil zutreffend. Nur unser Teilzeit-Admin konnte nicht so ganz drüber lachen.

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Journal Dienstag, 3.11.2015

Super Morgen: Als ich vor dem Verlassen der Wohnung nochmal nach der schlafenden Jott und Herrn Schnuffke sah, wachte eben jener gerade auf und blinzelte mich fröhlich an. Das Kind freut sich beim Aufwachen immer sehr, uns zu sehen, und diese Freude ist unglaublich ansteckend. Also hab ich das pünktliche Ankommen im Büro nach hinten verschoben, mir das sich freuende Kind über die Schulter geworfen und ihn noch fix gewickelt, bevor ich zur Arbeit los bin. 20 Minuten Kind am Morgen, das ist doch was- normalerweise steht der feine Herr nämlich so gegen Achte auf und da bin ich ja schon weg.

Herrje, war das kalt heute morgen! Es wird wohl doch mal Zeit für eine etwas längere und dickere Jacke.

Bei der „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe Hilfe vom Kollegen erbeten. Bringt ja nichts, wenn ich da stundenlang rumrätsel. Der hat einen Blick drauf geworfen, mir gesagt weshalb ich das so und so machen muss und dann gings. Es war tatsächlich genau so einfach wie ich angenommen habe, aber drauf gekommen wär ich trotzdem in hundert Jahren nicht.

Dank dieses Tweets gelernt, dass man Kennzeichen auch im Internet bestellen kann. Ich wusste das nicht! Jott und ich melden nämlich irgendwann demnächst unser Auto offiziell auf uns um, wir können nämlich die Prozente von Jotts Mama mitnehmen. Und da sparen wir dank des heute gelernten richtig viel Geld. Ich habe nämlich direkt unser Wunschkennzeichen reserviert (das geht kostenlos online auf dem berlin.de-Portal) und unmittelbar danach für sagenhaft wenig Geld (im Vergleich zu den Banditen die direkt bei den Zulassungsstellen tätig sind) bei Die Kennzeichenprofis zwei neue Nummernschilder bestellt.
Schöner Nebeneffekt: Geld sparen UND noch was gutes tun- die Nummernschilder werden in einer Behindertenwerkstatt hergestellt. Wenn es doch immer nur so einfach wäre.

Wie Sie vielleicht merken, bin ich sehr begeistert.

Wegen einer unvorhergesehenen Wendung im Büro (ESKALATION! WIR WERDEN ALLE STÖÖÖRBEN!!) später nach Hause gekommen und das Kind nur noch für fünf Minuten vor dem Stillen halten können. Damit beläuft sich die Zeit mit Kind heute auf ungefähr 30 Minuten.

Bevor das wieder in Selbstmitleid ausartet, noch ein spannender Link: The flow towards Europe visualisiert die Flüchtlingsströme. Das vermittelt ein besseres Gefühl über die unglaublichen Mengen an Menschen auf der Flucht als schnöde Zahlen. Und es zeigt auch sehr gut, wie gering der Anteil der Flüchtlinge ist, die überhaupt nach Europa kommen im Vergleich zu denen, die in den Nachbarländern bleiben.

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Journal Montag, 2.11.2015

Baby-Fressmaschine
Scheinbar haben wir eine kleine Raupe Nimmersatt als Kind.*

Beim Frühstück Frau Diener und Holgi bei ihren Erzählungen über Frau Dieners Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn zugehört. Danach die Preise für eine Fahrt recherchiert, kurz traurig gelacht und mich auf den Weg ins Büro aufgemacht.
Beim Podcast-Hören sollten Sie Sich unbedingt Frau Dieners Fotos der Reise ansehen, da kriegt man fast das Gefühl mitgefahren zu sein.

Niedergeschrieben gibts das ganze auch, nämlich als Artikel in der FAZ.

Der Reisebericht hat mich tatsächlich ziemlich begeistert, wobei ich mich doch frage was man so lange im Zug macht. Irgendwann muss es doch langweilig werden?

Im Büro ein ruhiger Tag. Nicht etwa langweilig oder unproduktiv, sondern gefüllt mit entspannten Runterarbeiten. Meine Teamleiterin war im Home Office und so lag es an mir, Telefonate zu führen, Informationen einzuholen, Arbeit zu organisieren und Dinge und Sachen zu koordinieren.

Abends mit Jott und Jotts Mama Babyfutter gekauft, Essen gemacht und dann an die „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe gesetzt. An der selben Stelle wie am Samstag verzweifelt. Vermutlich ist die Lösung ganz einfach, ich komm aber nicht drauf und kann mir auch nichts herleiten. Unschön.

* Natürlich nennen wir das Kind unter uns nicht Herr Schnuffke. Ich hab das so hingebastelt. Inklusive Schreibfehler.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 1.11.2015 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“ befinden sich bei Frau Mierau auf dem Geborgen-Wachsen-Blog]

MützenselfieSamstagmorgen. Herr Schnuffke hat die Nacht wieder durchgeschlafen. Wir wachen alle zusammen gegen halb Neun auf, holen das muschelige Baby ins Bett, ziehen ihm dem Schlafsack aus und kuscheln noch ein wenig. Dann ziehe ich das Kind für den Tag an und werde beim Windeln wechseln angepinkelt. Im Anschluss wird Herr Schnuffke gestillt, ich mache mich selbst fertig und binde mir danach die Trage um, damit ich mit dem Kind zum Bäcker Brötchen holen gehen kann.
Als ich wiederkomme, gibts erstmal- das Kind ist immer noch in der Trage, weil ich eigentlich nach dem Frühstück mit ihm Einkaufen gehen möchte- einen Kaffee und Frühstück.
Kaffee-IroAus dem Vorhaben wird leider nichts, denn weil wir rumtrödeln verstreicht etwas Zeit und Herr Schnuffke hat schon wieder Hunger und nörgelt rum. Also ändere ich meinen Plan, denn mit schreienden Kind einkaufen muss nicht sein. Während Jott das Kind stillt und anschließend als Schlafunterlage dient, gehe ich einkaufen.
Der Essensplan für die kommene Woche ist bereits von Jott aufgestellt worden, den Einkaufszettel habe ich am Vorabend vorbereitet, so dass ich das nicht mehr machen muss.
Einkaufsausbeute
Wieder zurück vom Einkaufen verstaue ich die Kühlprodukte und dann gehen Jott, Herr Schnuffke und ich ins Forum, um die noch fehlenden Produkte zu kaufen und ein Päckchen wegzubringen.
Herr Schnuffke hat gute Laune, die Sonne scheint, es ist frisch aber nicht kalt und der Weg ist mit bunten Blättern gesäumt. Schön!
Schattenbaby
Als wir zurück kommen, sind Herr Schnuffke und ich müde (wenn die Wirkung des Kaffees doch nur länger halten würde…). Ich schnappe mir das Kind, lege mich auf die Couch und hoffe, dass er ein wenig schläft und ich entspannen kann. Macht er aber nicht, auf Papa rumklettern und rumnölen ist scheinbar viel toller (dusseliges Kind). Und Hunger hat er inzwischen auch wieder. Irgendwann gebe ich genervt auf, Jott muss ran. Weil er nach dem Stillen immer noch nicht schlafen möchte, wir aber noch einiges im Haushalt zu erledigen haben- morgen kommt Jotts Mama für eine Woche zu uns- beschließe ich, das Kind in die Trage zu packen und mit der Trage die Wohnung aufzuräumen. Jott kocht in der Zwischenzeit das Chili con Jamie.
Auf und an Papa
Prinzipiell geht das ganz gut, nur das vornüberbeugen ist schwierig.
Irgendwann sind sowohl Jott als auch ich fertig. Als ich das mittlerweile eingeschlafene Kind abschnalle, wacht es auf, meckert rum und lässt sich auch durch Obstbrei und Stillen nicht so recht besänftigen. Stattdessen nölt es lieber weiter rum (dussliges Kind) und möchte sowohl Körperkontakt als auch Bespaßung. Das schlaucht.
Zwischendurch schaffen wir es gerade so, zu Abend zu essen. Herr Schnuffke wird immer ungnädiger: Er ist müde, will aber nicht schlafen. Weil uns langsam die Ideen ausgehen, schnalle ich mir wieder die Trage um und laufe durch die Nachbarschaft.
Herr Schnuffke schläft nach fünf Minuten ein. Weil es bis zur regulären Schlafenszeit noch etwas hin ist und ich Jott ein wenig Ruhe gönnen möchte, gehe ich weiter spazieren. Als ich zurück komme, hat sie die Wohnung gesaugt und fertig aufgeräumt (dusslige Frau).
Bildungsfernsehen
Das Kind wird gestillt, schläft nicht wirklich ein und braucht etwas mehr Zuwendung als sonst. Irgendwann schläft es jottseidank (beachten sie dieses tolle Wortspiel). Ich setze mich ein gutes Stündchen an die „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe, verzweifle ein wenig und komme zu der Überzeugung, einfach zu dumm dafür zu sein. Irgendwann reichts mir und ich verkriech mich zu Jott auf die Couch, um das Duell um die Welt zu gucken. Bildungsfernsehen ftw!


Der Sonntag beginnt etwas früher: Herr Schnuffke wacht um halb Acht auf und ist munter. Ich schnappe mir das Kind, wickle es, werde angekackt und hole Brötchen. Als wir wiederkommen, ist Jott gerade aufgewacht und wir essen nach dem Stillen Frühstück. Ich esse den Apfelbrei der Bekannten von Jott, den Herr Schnuffke nicht isst.
Breifrühstück
Danach brechen wir ins Forum auf, dort ist heute Babyflohmarkt und wir möchten uns das gern angucken. Als wir dort sind, erkennen wir dass wir die Dimensionen unterschätzt haben: Es ist unglaublich voll und wuselig. Weil wir eh zum Mittagessen bei meinen Eltern angekündigt sind, halten wir unsere Runde durch die Stände kurz, machen aber trotzdem ein Schnäppchen: Eine dicke Winterjacke, einen Pullover und Schuhe für nur sechs Euro.
Babyflohmarkt
Bei meinen Eltern gibts Kartoffel-Möhre-Brei für das Kind und danach ein paar Krabbelübungen. Jott und ich genießen es, dass Herr Schnuffke von seinen Großeltern bespaßt wird und wir kurzzeitig durchschnaufen können.
Krabellübungen
Zur Kaffeezeit fahren wir weiter zu einer Bekannten von mir, die an diesem Wochenende hochschwanger in ihr neues Haus gezogen ist. Wir bewundern den großen Babybauch und das Haus, essen Kuchen und erzählen. Herr Schnuffke wird zwischenzeitlich gestillt und ist hundemüde, möchte aber wieder nicht schlafen. Auf dem Rückweg schlägt sich das in seiner Stimmung nieder: Er heult und schreit und macht Theater. Um das zu verhindern, sitze ich im Auto extra hinten bei ihm, doch alle Beruhigungsversuche scheitern. Ich bin genervt und überfordert davon, das Kind zu besänftigen. Nichtmal das Nuckeln an meinen Fingern hilft. Die Fahrt zieht sich gefühlt ewig, obwohl es nur 30 Minuten sind.

Dass er Abends so übermüdet ist und schlechte Laune hat, kotzt mich an, ich weiß nämlich nicht was ich dagegen machen kann außer ihn rumzutragen.

Zu Hause muss Jott das Kind eine ganze Weile stillen, bis es sich beruhigt. Zwischenzeitlich kommt Jotts Mama, und ich überlasse Herrn Schnuffke den beiden Frauen und räume die Wohnung auf.

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Journal Freitag, 30.10.2015

Jott und ich haben heute Sleepy Hollow geguckt. Dazu muss gesagt werden, dass wir beide absolute Schisser sind und bei Gruselszenen gleich reagieren: Ohren zuhalten, Augen zukneifen und darauf warten das die schlimmen Szenen vorbei gehen. Leider verpassen wir so jede Menge Handlung, weil wir das Ende der Gruselszenen selten genau abpassen. Aber sei’s drum, Sleepy Hollow ist ganz nett und nimmt uns auch in der zweiten Folge mit. Von der Komplexität und der Länge her ist das genau richtig für den Freitag Abend, wo wir beide wie gestrandete Wale auf der Couch liegen.

Was passiert an einem Freitag Nachmittag um halb Vier? Richtig, ein Kunde ruft an und wünscht die eigentlich erst für die kommende Woche avisierte Auslieferung eines Software-Pakets. Große Freude. Aber schnell geschaltet, zum Telefon gegriffen und mit dem Kollegen im Home Office, der Teamleiterin und dem Qualitätstester alles abgekaspert, so dass wir recht schnell liefern konnten und sich die Zusatzzeit im Büro nur auf eine Stunde belief.

Leider die Stunde, die normalerweise zum Spielen mit Herrn Schnuffke bleibt, bevor er ins Bett geht.

Besagter Herr Schnuffke hatte heute bemerkenswert gute Laune. Die letzten Tage war er nölig und weinerlich, jedoch nicht heute. Ich kam gerade noch rechtzeitig zum Schlafanzug anziehen nach Hause und wurde davor, währenddessen und danach angelacht und angequietscht. Das war schön.

Im Tagesspiegel ist ein schöner Artikel über den Berliner Wald (Achtung, Druckansicht- ansonsten funktioniert die Darstellung auf einer Seite nicht) erschienen.
Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass ich zwar im grünsten aller Bezirke Berlins lebe, das aber praktisch keinen Einfluss auf mein Leben hat. Ich war noch nie in den im Artikel nur kurz erwähnten Köpenicker Wäldern, obwohl doch ungefähr die Hälfte der Bezirksfläche aus Wald besteht. Eigentlich sehr schade, denn früher haben wir öfter Radtouren durch die Wälder gemacht.

Vor einiger Zeit erschien schon einmal ein Artikel über Bernd Posselt, vor kurzem wieder. Dachte ich nach dem ersten Artikel noch „Komischer Kauz“, so hat sich das mit dem zweiten Artikel hin zu so etwas wie Anerkennung geändert. Scheint ein okayer Mensch zu sein, von dessen Schlag es ruhig ein paar mehr geben darf.

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Essensplan

Essensplan KW 44/45

Tag Gericht
Samstag Chili con Jamie
Sonntag
Montag Gnocchi-Pfanne mit Feta-Cracker-Dip
Dienstag Blumenkohl-Linsen-Pfanne
Mittwoch Kürbissuppe
Donnerstag Falafel-Burger mit Tomaten-Dip
Freitag
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Journal Donnerstag, 29.10.2015

Hurra, es ist wieder Geld auf dem Konto! Dank diverser nicht ganz so geplanter Ausgaben (neuer Autoreifen, I’m looking at you!) endet der Oktober mit einem leichten Minus und das verursacht bei mir sehr schlimme Ängste. Ich bin nämlich eigentlich furchtbar geizig mehr oder weniger sparsam und würde am liebsten gar kein Geld ausgeben (jaja, das geht natürlich nicht). Gelegentlich scherze ich zu Jott, dass ich als Fabeltier ein Drachen wäre, der auf seinem Hort voller Gold und Geschmeide liegt und jeden röstet und auffrisst der auch nur eine kleine Kupfermünze davon klaut (eventuell ist mein Humor etwas speziell). Jedenfalls gebe ich also eher ungern Geld aus.

Der Arbeitstag brachte heute eine gewisse Unannehmlichkeit mit sich: Ich hatte Anfang Oktober ignoriert vergessen, meine Arbeitszeiten für ungefähr anderthalb Wochen zu erfassen. Da der Monat sich dem Ende zuneigt, benötigte meine Projektmanagerin aber genau diese Zeiten, weshalb ich heute der Großteil des Vormittags mit dem rekonstruieren eben jener verbrachte. Dank Mails, Kalender, Chat und Commit Messages und der ein oder anderen Nachfrage bei Kollegen ist das nicht unbedingt schwer, aber eben nervig und in Summe zeitaufwändig. Wir müssen nämlich unsere Zeiten ziemlich kleinteilig erfassen, weshalb der Großteil meiner Tage so aussieht wie dieser Screenshot aus meiner Zeiterfassungs-App.
Zeiterfassung mit Tyme
Ich habe mir jedenfalls einen Serientermin eingestellt, der mich pünktlich 15 Minuten vor Schluss daran erinnert diese Zeiten in das offizielle Firmentool einzutragen, damit sowas nicht wieder passiert.

Ansonsten war ab Mittag die Luft raus- ich weiß nicht wie das in anderen Berufen ist, aber zumindest in meinem Metier ist es tatsächlich so dass einfach nichts vernünftiges rumkommt weil die Gedanken wandern, man nicht klar denken kann, immer gestört wird oder auch einfach mal keinerlei Motivation da ist (gut, letzteres wird es wohl überall geben). Das wird vermutlich in allen mehr oder weniger kreativen Berufen so sein.

Nach der Arbeit kaufte ich Kümmelöl, nur um zu Hause von Jott zu erfahren dass wir das in Form von einer Bauchweh-Creme schon haben. Hm. Vielleicht sollten wir uns doch gelegentlich unterhalten.

Durch die Verkürzung meiner Mittagspause entgeht mir viel Büro-Tratsch und ich befürchte, mich dadurch in sozialer Hinsicht auszumanövrieren. Andererseits möchte ich halt gern Zeit mit dem Kind verbringen… Es ist ein Kreuz.

Wenn Sie heute nur einen Text lesen, dann bitte Das Böse ist Tabu von Frau Meike.

Pegida, AfD, die besorgten Bürger, von denen einige immerhin so besorgt sind, dass sie zu Molotow-Cocktails greifen – wir müssen versuchen zu verstehen, welche Umstände zu diesem Hass geführt haben, wir müssen, wenn wir jemals auch nur den Hauch einer Chance haben wollen, ihn zu beenden. Verstehen heißt nicht relativieren, sondern es ist der einzige Weg, jemals eine Lösung für das Problem zu finden. Eine Lösung für das Problem, nicht nur für die Symptome.

Schlimmer Ohrwurm heute: The Jaws of Oblivion. Dicht gefolgt von Oo-de-lally (Kontrastprogramm, quasi).

Hach, den Film könnt ich glatt nochmal gucken.

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Journal Mittwoch, 28.10.2015

Das Kind hat schlimme Bauchschmerzen (so mit Schreien und sich winden und sogar im Schlaf das Gesicht verziehen) und das ist unglaublich furchtbar, weil ich quasi den ganzen Abend über im „Oh je, mein armes kleines Baby“-Modus war. Morgen werd ich aus der Apotheke Kümmelöl besorgen, das soll wohl helfen.

Ansonsten: Ich war heute tatsächlich gegen halb Sechs zu Hause. Halb Sechs! Das ist ja fast noch früher Nachmittag! Es blieb also noch genug Zeit, mit dem Kind zu spielen, mit Jott Essen zu kochen UND ein Stündchen an der aktuellen „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe zu arbeiten. Deren Abgabe ist glücklicherweise auf die kommende Woche verschoben worden, das kommt mir sehr gelegen.

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Journal Dienstag, 27.10.2015

Vielleicht sollte ich zum Buddhismus konvertieren, ein gutes Leben führen und im nächsten Leben als Faultier reinkarniert werden. Dann könnte ich das, was ich am besten kann- schlafen- länger machen.

Das Weckerklingeln um 5.47 Uhr (das ist ein Tick von mir- es müssen ungerade Uhrzeiten ohne Zahlendopplungen sein) dezent überhört, ’ne gute Stunde später aufgestanden, in Rekordzeit fertig gemacht, Frau und Kind je einen dicken Schmatzer aufgedrückt und zur Arbeit gefahren. Brötchen und unfassbar schlechten Kaffee gekauft, dann gearbeitet (quelle surprise).

Dieses „Paul lernt Programmieren“-Ding läuft unsagbar schlecht. Die Aufgaben der letzten Woche liegen immer noch rum, ich habe nur noch drei Tage Zeit sie zu bearbeiten und weiß nicht wann ich das tatsächlich machen soll. Mache ich das eine, bleibt das andere liegen. Es nervt.

Nach der Arbeit der langersehnte Termin beim Barbier in den Hackeschen Höfen. Den Menschen der das dort macht, kenne ich schon von früheren Besuchen aus seinem Salon Der Schaumschläger in Friedrichshagen und war sehr erfreut, als ich im Vorfeld bemerkte dass ich nach der Arbeit nicht noch weiter gen Osten fahren musste sondern dass ich mich auch in Mitte rasieren lassen konnte.
Falls Sie einen Bart haben und sich gern mal für ’ne gewisse Weile betüdeln lassen möchten, gehen Sie dahin. Das ist auf alle Fälle ein Erlebnis, je nach gebuchten Paket wird nämlich auch höchst professionell mit einem Rasiermesser rasiert und man bekommt warme und kalte Tücher ins Gesicht geklatscht und riecht danach super.

Ich habe den Besuch jedenfalls sehr genossen und das Ergebnis lässt sich auch sehen, ich muss mal ein Foto davon machen.

Zu Hause hatte das Kind mit dem Einschlafen auf mich gewartet, was nur halb so schön ist wie es sich anhört. Herr Schnuffke war nämlich völlig übermüdet und musste erstmal durch Herumtragen davon überzeugt werden, dass es nun aber wirklich Schlafenszeit war. Heute immerhin gab es einen Fortschritt zu vermelden, und zwar musste Jott das Kind nicht in den Schlaf stillen sondern ich konnte ihn nach dem Tragen hinlegen und er schlief weiter (das hört sich einfacher an als es war: Ich musste mich quasi auf ihn drauf legen, so dass er immer Körperkontakt hatte, und musste dann in Zeitlupe ein Körperteil nach dem anderen wegziehen. Nennen Sie mich Meister der Körperbeherrschung!)

Klischee Idiot Dad samt Kommentaren gelesen. Ich finde das Thema natürlich hochspannend, muss mir aber erstmal selbst Gedanken machen bevor ich dazu etwas schreibe. Das ist nämlich viel zu kompliziert.

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Journal Sonntag, 25.10.2015

Herbstlaub
Lange geschlafen, mit Erkältungssymptomen aufgewacht und den Tag außer Haus geplant. Wir wollten beim Obstbauern Äpfel kaufen, die Wohnung meines Bruders angucken und mit meinen Eltern Kaffee trinken und auf einen Herbstspaziergang gehen.
Haben wir alles gemacht, war schön- davon zeugen auch die Bilder.
Nur die Zeitumstellung hat etwas genervt, denn Herr Schnuffke war die natürlich egal und so war er nicht ganz so begeistert, eine zusätzliche Stunde aufs Essen und Schlafen gehen warten zu müssen.
Sonnenuntergang
Straussee-Fähre