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Journal Freitag, 1.1.2016

2016 begann für mich in inniger Nähe zum Kind. Herr Schnuffke wurde gegen 22:30 Uhr am Silvesterabend von einem besonders lauten Böller geweckt, und als alle anderen Versuche des Zurück-in-den-Schlaf-wiegens fehlschlugen, schnallte ich mir die Trage um, steckte das müde, aber nichtsdestotrotz wache Kind hinein und lief durch die abgedunkelte Wohnung. Die Hoffnung, Herrn Schnuffke vor Mitternacht zum Einschlafen bewegen zu können, schwand ziemlich schnell, denn das sich verstärkende Geböllere schreckte das Kind immer wieder auf.
Auch der Dachterassenbesuch nach Mitternacht- ich wollte das Feuerwerk über den Dächern von Magdeburg angucken- war eine schlechte Idee. Die bunten Lichter der vorbeifliegenden und explodierenden Raketen faszinierten Herrn Schnuffke, aber die Explosionen waren ihm so unheimlich, dass er es nur kurz aushielt und dann zu weinen begann. Also kehrten wir beide in die Wohnung zurück und beschauten das Feuerwerk, dass der Rest der Familie veranstaltete, von drinnen.

Gegen halb drei Uhr morgens ließ der Krach nach, so dass an Schlaf zu denken war. Zumindest für mich, Jott hatte die Nacht einige Probleme das übermüdete und schreckhafte Kind immer wieder zurück in den Schlaf zu begleiten. Dementsprechend gerädert waren beide heute morgen.

Neujahrsspaziergang
Nach dem Frühstück spazierte ich mit Herrn Schnuffke durch das noch recht ruhige Magdeburg zum berühmten Dom und der Elbe. Kaum in die Trage gesetzt, schlief das Kind auch schon.
Am Dom machten wir das erste Selfie des Jahres, an den Elbtreppen guckten wir an wie die Sonne sich in den Mini-Stromschnellen spiegelte und auf dem Rückweg begegneten wir unglaublich vielen Menschen, die ebenfalls einen Neujahrsspaziergang unternahmen.
Die auf dem Bild zu sehende Zeit von 2:33 Stunden haben wir locker unterschritten, inklusive Selfie- und Sitzpausen waren wir nach 1:45 Stunden wieder zurück. Das war gut so, denn Herr Schnuffke war gegen Ende der Runde so hungrig das er alles anknabberte was in seine Reichweite kam.

Am Nachmittag spielten drei Erwachsene nacheinander mit Herr Schnuffke, der das sichtlich genoss und zeigte, dass es nicht mehr lange dauern kann bis er loskrabbelt. Seine Versuche sehen zwar noch etwas unkoordiniert aus, aber wenn der Anreiz groß genug ist kann er sich schon vorwärts bewegen.

Trotzdem (oder weil?) er so intensiv bespaßt wurde, fiel Herrn Schnuffke das Einschlafen schwer. Erst stillte Jott ’ne ganze Weile, dann trug ich ihn in der Trage umher, dann musste Jott nochmal ran. Darum großes Aufatmen, als wir durch das Babyphone nichts mehr hörten.

Zum Tagesausklang guckten wir alle zusammen den Minions-Film. Im Nachhinein bin ich froh, ihn nicht im Kino gesehen zu haben- der taugte maximal was zum nebenbei gucken. Wobei das am Neujahrsabend, wenn alle platschig sind, an sich eine gute Sache ist.

Wie gut es uns doch allen geht, wird aus Geschichten wie dieser erneut deutlich.

2 Antworten auf „Journal Freitag, 1.1.2016“

Frohes Neues erstmal!
Weil wir von Dir auch schon so viele tolle Tips bekommen haben (Dieses Skwish-Ding! Die Rossmann-Windeln!!!) hier auch mal einer von uns:
Für nächstes Silvester und alle anderen lauten Sachen: Peltor Kids Kopfhörer. Super Dinger. Zum Schlafen vielleicht etwas unbequem, aber was da gut geht sind diese Silikonohrpröppel mit dem Stirnband für Kinder mit Paukenröhrchen.
Ich wünsche euch allen, dass die Böllerei bald ganz zu Ende ist!
Liebe Grüße –
R.

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