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Freitag, 05.07.2024

Jott brach am Vormittag auf, erst zu Ikea und anschließend zur Beerdigung ihrer Oma aufs Dorf bei Magdeburg.


Den Arbeitstag größtenteils mit dem Scrum-Team verbracht, heute war Sprint-Abschluss. Unsere Sprint Retrospective entwickelte sich zu einer Auskotzrunde des Teams, ich ließ nach anfänglichen Steuerungsversuchen die Zügel locker– wir sind gerad in der Abschlussphase des Projekts und sie schienen das heute zu brauchen. Nebenbei natürlich trotzdem Notizen gemacht, auf die wir später zurückkommen können.


Nach Feierabend mit den Kindern durch den Haushalt gewuselt; am Wochenende wird uns die Zeit dafür fehlen. Ich musste gar nicht soviel Antreiben und Überreden wie ich gedacht hatte. Vielleicht wars aber auch nur die Aussicht auf Sprite und Pizza beim Fußballgucken für Kinder, die gut mithelfen, die sie überzeugte…


Beim Spiel selbst quasselten die Kinder ständig rein, offenbar können sie nur folgen wenn sie kommentieren und sich austauschen.

Während J, G und ich auf Grund des 2:1 für Spanien Trübsal bliesen, freute sich M und feierte nach Abpfiff– er war für Spanien. Das war nicht ganz so einfach auszuhalten…


Rückkehr von Jott gegen 23 Uhr, ich war noch wach geblieben damit wir zusammen schlafen gehen können, konnte dann aber nicht einschlafen während sie leise neben mir schnarchte.

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Donnerstag, 04.07.2024

Bürotag, heute dann doch. Ich vergrub mich bis in den frühen Nachmittag in unser Projektmanagement- und Zeiterfassungstool, da gabs nämlich einen Fehler beim Berechnen von Mahlzeitenabzügen bei Pauschalbeträgen für Dienstreisen in Italien. Viel über genau dieses Thema gelernt und dann auch über die Funktionsweise unseres Tools, am Ende hatte ich die Fehlerquelle gefunden und konnte die korrekten Daten eintragen.
Mittendrin kurz davor gewesen, zwei andere Kolleg:innen im Großraumbüro anzufauchen damit sie endlich ihre Klappe halten– sie schnatterten beinahe ohne Ende. Kurz vor Ausbruch strich ich die Segel und ging einfach allein in einen Meetingraum.

Weiß nicht ob ich bei sowas durch die Ruhe im Home Office verwöhnt bin, ich mit zunehmenden Alter dünnhäutiger werde (Musik mit Text hören geht ja auch nicht mehr nebenbei) oder ich einfach einen schlechten Vormittag hatte.


Abends mit Jott in Kaulitz und Kaulitz reingeschaut, das wurde mir als sehr wholesome und seichte Kost angepriesen. War es auch, aber ich verpasse nichts wenn ich es nicht schaue.


Den letzten, 33., Brunetti-Band ausgelesen, ich bin nun wieder up to date. Jetzt reichts auch wieder erstmal, die letzten paar Bände begeisterten mich nicht mehr ganz so sehr. Die Handlungsstränge waren nicht mehr so gut verflochten wie noch bei den ersten Büchern, teils zerfaserten die einzelnen Storylines doch stark und wirkten sehr bemüht zusammengeführt. Das Nebencharaktere (Vianello, Pucetti) sang- und klanglos ausgetauscht wurden, fand ich auch nicht so toll; insgesamt blieben mir alle Nebencharaktere zu flach und unbeleuchtet– irgendwo las ich „holzschnittartig“, das trifft es ganz gut. Generell entwicklen sich die Figuren einfach viel zu wenig, und wenn doch dann nur in Ultra-Slomo. Hier eine Andeutung, da eine Andeutung, und das über sieben Bände verteilt.

Nächstes Leseprojekt: Die Dragonball-Mangas von M.

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Mittwoch, 03.07.2024

Eigentlich hatte ich für heute einen Bürotag eingeplant, mich dann aber spontan umentschieden weil ich keine Lust hatte. Rückblickend betrachtet hätte ich mich einfach aufraffen sollen und in die Stadt fahren sollen.


„Auf Arbeit“ eher unkonzentriert rumgedödelt, heute hing mir die Absage vom Freitag besonders nach.


Bestätigung durch ChatGPT und Gemini; ich gab eine aktuelle Projektsituation (anonymisiert) ein und fragte, welche Sorgen, Nöte und Befürchtungen der Kunde haben könnte und wie ich denen am besten begegnen könnte. Beide Tools spuckten ungefähr das selbe aus, was sich mit meinen Überlegungen deckte. Offenbar denke ich (noch) zumindest nicht schlechter als LLMs. Yay!


Sport am Abend, trotz akuter Unlust. G war mit Jott und ihrer Mama in deren neuer Wohnung zum Streichen, die Jungs blieben zu Hause. M kochte J auf dessen Wunsch Schokoporridge und aß selbst Toast, anschließend gingen beide allein Duschen. Ich freute mich sehr, dass das so gut funktionierte.

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Dienstag, 02.07.2024

Aufgemacht mit dröhnenden Kopfschmerzen. Gegen 5 Uhr war noch alles in Ordnung, eine Stunde später beim Weckerklingeln dachte ich, dass mir gleich der Schädel zerspringt. Erstmal eine Tasse Espresso mit Zitrone probiert, das half aber nichts; eine gute Stunde später dann eine Paracetamol. Beim Wegbringen der Kinder merkte ich richtig, wie sie zu wirken begann und der Schmerz nachließ– ein schönes Gefühl.
Die nächsten Stunden sehr beduselt gefühlt. Als dann irgendwann starke Schläfrigkeit und starkes Hungergefühl (das durch nichts zu stillen war) dazu kam, kapierte ich endlich das das offenbar eine Migräne-Attacke war– das sind beides Symptome, die ich immer nach Migräne habe.


Als ich mit den Kindern zum Schwimmen fuhr, gings dann schon beinahe wieder, vielleicht lags aber auch an tassenweise Espresso.

Überraschenderweise war es im Vorraum der Schwimmhalle angenehmer, also nicht so warm, wie draußen– ich zerfloss also beim Arbeiten nicht.


Ziemlich depri nach dem Anprobieren kürzlich bestellter Klamotten. Zum einen waren die Größen mal wieder gewürfelt (danke für nichts, About-You-Größenberater!) und zum anderen ist die Diskrepanz zwischen „Klamotten am Model“ und „Klamotten an Paul“ sehr groß. Vielleicht sollte ich mir einfach ein Set Mönchskutten kaufen.


Jott brachte am Abend von der Elternversammlung von Gs Klasse die Info mit, dass die 2. Klassen– also auch J– gemeinsam für eine Woche auf Klassenfahrt fahren. Begeisterungsstürme bei den Zwillingen, starker Neid bei M– seine Klassenlehrerin unternimmt keine Klassenfahrten, er wird frühestens in der 4. Klasse mit seiner neuen Klassenlehrerin eine unternehmen.

Ich freu mich für die beiden, muss aber dann mal schauen aus welchem Budgettopf des Haushaltsbuchs wir die ~500 EUR in Q1/2025 zusätzlich herbeizaubern.

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Montag, 01.07.2024

Guter Monat, startet ordentlich am Montag. So muss das.


Der Arbeitstag stand im Zeichen des Monatsabschlusses. Zeitbuchungen von Teammitgliedern prüfen und freigeben, Budget-Checks, sowas. Parallel errreichten mich in meiner Rolle als Tool-Verantwortlicher diverse Fragen rund um die Erfassung und Freigabe von Spesen. Standard-Kram halt.


Jott traf sich Abends mit ehemaligen Kolleginnen aus einem früheren Job, ich sportelte auf dem Hof herum. Die Kinder versorgten sich derweil selbst, M kochte eine große Portion Porridge für alle die sie dann beim Löwenzahn-Gucken aßen.


Die nächsten Wochen werden ganz schön knackig. Schuljahresendtermine, der Umzug von Jotts Mama, die Beerdigung von Jotts Oma… Außerdem sind wir ziemlich urlaubsreif, müssen aber noch bis Anfang/Mitte August durchhalten.

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Sonntag, 30.06.2024

Mal kein Wecker, sondern ausgeschlafen. Direkt bereut, weil ich so unvermittelt in den Tag zu 5. starten musste– die Pufferzeit, die ich mir durch das frühe Aufstehen erkaufe, war weg.


Direkt angefressen nach dem Frühstück: Alle springen vom Frühstückstisch auf, lassen alles stehen und liegen und gehen ihrem Vergnügen nach– und ich steh halt da und räume und tue und mache, weils mich stört wenn das Geschirr noch ewig rumsteht und ich auch gern zumindest einmal die Woche Staub wischen und ordentlich (nicht nur schnell das gröbste) durchsaugen möchte.


Anschließend mit den Kindern auf den Merian-Sportplatz gegangen, Frisbee und Fußball-Spielen bis zum Mittagessen.
A, S und E kamen heut zum ersten Mal nach drei Wochen vorbei, das war schön. Wir spielten Rommé, am Nachmittag schnappte ich mir dann die Kinder und ging nochmal ’ne Runde raus mit ihnen. Die anderen wollten nicht mit, das fand ich ziemlich blöd– wenn das Wetter es hergibt, möcht ich schon gern das sich die Kinder draußen auspowern, auch wenn man dazu mitkommen muss.


Abends ließ ich mich von M zu einem Yu-Gi-Oh-Duell bequatschen. Anfangs lief es gut, aber irgendwann zog er nur noch Killer-Karten, ich verstand die Mechanik nicht mehr und dann kamen immer mehr und mehr Effekte ins Spiel. Hilfe! Das ist total irre, wie viele Synergie-Effekte es gibt und wie viele Zustände die Karten haben können, und alles muss man wissen/auswendig können…


Abends mit Jott Spanien gegen Georgien geschaut. Bei mir ist seit langer Zeit wirklich mal wieder das Interesse an der EM da, bei den letzten Gelegenheiten war das nicht so.

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Samstag, 29.06.2024

Eine schnelle Runde Sport am Morgen während die Kinder schliefen/schon vor den Tablets hingen.

Als ich wieder rein kam, hingen die Jungs wie erwartet am Tablet- G überraschte mich jedoch, sie saß in der Küche, hörte Musik und bastelte.


Nach dem üblichen Samstags-Vormittags-Programm (Schulsachen vorbereiten für die nächste Woche, Haushalt, die Rewe-Lieferung in Empfang nehmen und nochmal fehlende Artikel einkaufen) fuhren wir am Nachmittag alle zusammen zum Habermann-See zum Baden. Wir kamen gegen 16 Uhr an und bekamen nur mit Glück einen Platz in Ufernähe. Während die Kinder sofort ins Wasser stürmten, baute ich unser Lager auf und legte mich anschließend, die Kinder beobachtend, in die Sonne.

Zwischendrin kam von Jott die Info, dass sie wieder gut zu Hause angekommen war; kurz darauf folgte eine Nachricht das sie Gs Schlüssel gefunden hatte. Gott sei Dank, ich sah uns in Admin-Krams (Hausverwaltung, Versicherung) versinken weil die Schließanlage ausgetauscht werden muss.

Gegen 19 Uhr mahnte ich zum Aufbruch, die Kinder kamen nur widerwillig mit– einzig die Aussicht, dass Jott zu Hause war, konnte sie überzeugen den See zu verlassen.


Auf dem Weg zum Habermann-See aßen wir bei Das kleine Eiswerk am Hultschiner Damm ein Eis. Da waren wir bislang noch nicht, was eine Schande ist– das Eis ist nämlich unfassbar gut. Ich aß eine Kugel Erdbeereis und eine Kugel Limette-Gurke-Minze und war danach erfrischt und glücklich.


Freude am Vormittag: Von Rebuy kam ein Paket mit den letzten drei Brunetti-Bänden von Donna Leon. Ich bin somit im aktuellen Jahr angekommen.


Abends mit den Kindern das Deutschland-Spiel geschaut. Die Jungs hielten wieder durch, G ließ sich von Jott überzeugen in der Mitte der ersten Halbzeit ins Bett zu gehen.


Rückblickend betrachtet hätten wir sie alle ins Bett stecken sollen, um wenigstens noch ein paar Minuten Ruhe zu haben– so quasselten sie uns die Ohren voll…

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Freitag, 28.06.2024

Kurz nach 6 Uhr schon 25°C und 59% Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer. Ich startete mit einem starken Widerwillen in den Tag.


Krasser Guss am Mittag. So einen starken Regen habe ich hier noch nicht erlebt, die Berliner Wasserbetriebe schrieben das Regen in dieser Intensität statistisch nur einmal alle 30 Jahre auftritt (irgendwas um die 34 l/qm).
Ich sprintete mittendrin raus, um einer Nachbarin beim Festhalten ihres Pavillons zu helfen, und wurde wie sie ordentlich nass. Immerhin hielt der Pavillon die murmelgroßen Hagelkörner von uns ab.

Eine Dreiviertelstunde später schien die Sonne als wäre nichts passiert.


M hatte nach Heimkehr Hunger und fragte, ob er sich eine Kleinigkeit zu Essen machen könne… Ich hatte nichts dagegen, wurde dann aber doch davon überrascht das er sich fünf (5!) Eier in die Pfanne gehauen hatte. Er kennt wirklich kein Maß. Daraufhin gabs erstmal ’ne Ansage– er kann sich gern noch Toast oder Brot zum Sattessen dazu machen, aber doch nicht 5 Eier (vor allem, weil uns zwei davon nun am Wochenende fehlen werden und nochmal einer einkaufen gehen muss).


Eine geniale Jobchance bei einem sehr großen öffentlichen Akteur brach heute unverhofft weg. Wir hatten schon diverse Gespräche und Termine hinter uns, ich hatte eine mündliche Zusage… und erhielt dann heute die Info, dass auf Grund der kritischen Haushaltslage aktuell diverse Projekte gestoppt werden müssen und die dafür vorgesehenen Neubesetzungen gestrichen sind. Danke, Ampel!

Die Info traf mich tatsächlich sehr unvorbereitet und zog mich unfassbar runter; das war ein richtiger Downer. Nicht nur, dass ich mich wirklich sehr gefreut hätte und mich tatsächlich ab Herbst in einem ziemlich coolen Umfeld gesehen hätte, nein– jetzt beginnt der ganze Bewerbungsscheiß wieder vor vorne.


Schreck am Abend: Gs Schlüssel war nicht mehr auffindbar. Weder in der Wohnung noch auf dem Weg zur Schule noch im Klassenraum (ich fuhr ’ne Runde…). G weiß natürlich nicht, wo er sein könnte.


Ich hätte vermutlich einfach im Bett bleiben sollen.

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Donnerstag, 27.06.2024

Für Jotts Mama begann heute der Mietvertrag für ihre erste eigene Wohnung. Wie schnell dann doch alles ging!
Dementsprechend rödelte sie dann auch vor Ort herum, während ich im Home Office auch rödelte.


Jott brach am Mittag zu einer „Dienstreise“ auf. Gänsefüßchen weil es zum Sommerfest ihrer Firma nach Nürnberg geht, gearbeitet wird da nicht. Samstagabend kommt sie zurück.


Kein Schwimmen für M: Sein Training wurde auf 17 bis 18 Uhr gelegt, das war mir zu spät bzw. wollte ich nicht mit den Zwillingen eine Stunde im Schwimmhallenvorraum warten. So blieb M stattdessen zu Hause mit Jotts Mama, die Zwillinge und ich fuhren allein zum schwimmen.


Meine Trink- und Taschengeldbox (gefüllt mit 1- und 2-Euro-Münzen, die ich mir immer mal wieder wechseln lasse) rettete heute einen Tag: Der Parkscheinautomat hinterm Haus ließ sich nämlich nur mit Münzen bezahlen (wie in der Steinzeit)– und die gewünschte Menge gabs dann nur in der Box.


Das Wetter ist irre, die Wärme in Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit saugen uns jegliche Energie aus. Die Kinder gingen ohne maulen früher ins Bett und schliefen super schnell ein; ich tat es ihnen etwas später nach.


Ich beneide Menschen, die zweisprachig aufgewachsen sind. Wie toll muss das sein, in zwei Sprachen zu Hause zu sein?
Aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen las ich ein bisschen über Gebiete, in denen die Menschen mit unterschiedlichen Regional- und Amtssprachen aufwachsen (Südtirol z.B.) und bin dezent neidisch.

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Mittwoch, 26.06.2024

Saure-Gurken-Zeit im Büro. Ich muss wieder aktiv nach sinnvollen Aufgaben suchen und drücke mich so auch ein bisschen vor langweiligen Kram, den ich in dieser Ruhephase auch machen könnte…


Nachmittags fand das Sommerfest von Js Klasse statt. Ich hatte im Vorfeld überlegt, Tortellini-Spieße mit Mini-Mozzarella, Tomaten und grünen Pesto mitzubringen, switchte aber anbetrachts der hohen Temperaturen auf Eis um, dass Jott dann auf dem Rückweg ihrer Arbeit organisierte. Das kam gut an, aber da unangekündigt (wie wir auch, soviel Ehrlichkeit muss sein) noch eine andere Mutter ebenfalls Eis mitbrachte war es ein bisschen viel des Guten– M, J und G wollten später zu Hause jedenfalls nur noch sehr wenig Abendbrot essen, weil sie soviel Eis gegessen hatten.