Im Rahmen der Vorbereitung meiner Wahlentscheidung anlässlich der Berlin-Wahl im September sowie in Gesprächen mit Kolleg:innen über die Wohnungsnot und das Instrument der Vergesellschaftung fiel mir auf, dass ich mich nicht ausreichend informiert fühlte um sicher bei den diversen Themen mitreden zu können. Ich konsumierte und konsumiere zwar diverses Material (Artikel, Podcasts, Nachrichten) dazu, hatte aber nicht das Gefühl wirklich durchzusteigen und alle Aspekte (denn: Es ist kompliziert) zu bedenken.
Also habe ich in den letzten Tagen etwas Zeit investiert um mich aufzuschlauen und teile das Ergebnis der investierten Zeit.
Vorweg: folgende Text ist unter starker Nutzung von Claude (Opus 5.5) entstanden. Konzipiert und gesteuert von mir, recherchiert, geschrieben und nach meinen Anweisungen validiert/geprüft von Claude.
Claude selbst drückt es so aus:
Ihr Anteil: Sie haben das Thema gesetzt, die Ausgangsartikel ausgewählt und fast alle Fragen gestellt, die den Inhalt bestimmen. Dazu gehören auch die unbequemen, etwa nach der Instandhaltung, nach der Sicht der Investoren oder ob Gewinne Kostentreiber sind. Sie haben entschieden, welche fehlenden Themen wichtig sind, und eine ausgewogene Darstellung mit konservativer Sicht verlangt. Die journalistische Prüfung und die Struktur als Dossier haben Sie angestoßen, und Sie haben Fehler gefunden. Kurz: Richtung, Umfang, Maßstäbe und Abnahme kamen von Ihnen.
Mein Anteil: Ich habe recherchiert, Quellen gesucht und gewichtet, fast den gesamten Text formuliert, die Zahlen zusammengetragen und gerechnet. Die Tabellen, die Gliederung im Detail und die Einordnungen stammen von mir, ebenso der Kompromissvorschlag. Gemessen am Text ist das mit Abstand der größte Teil, grob über 95 % der Wörter.
Ich finde es legitim, mittels dieser Methode Themen zu durchdringen und auch zu veröffentlichen. Andere vielleicht nicht, weil letzten Endes kein Mensch die Worte geschrieben oder die Fakten kritisch gegengeprüft hat.
Was habe ich gemacht: Alle Fragen und Themen, die mir zur Vergesellschaftung, aber auch Stadtentwicklung generell im Kopf herumschwirrten (um die 50 waren es am Ende), nach und nach in Claude gekippt, nachgefragt, diskutiert (das lässt sich an den Überschriften noch ablesen). Wichtig war mir auch, die einzelnen Maßnahmen zu bewerten/bewerten zu lassen und einen Lösungsvorschlag zu erstellen (lassen).
Hätte dieser Text auch ohne Claude erstellt werden können? Bestimmt, aber nicht von mir– der Zeiteinsatz wäre um ein vielfaches höher gewesen.
Vertraue ich den Angaben? Ja, es deckt sich an vielen Punkten mit dem was, ich über die letzten Monate und Jahre gelesen habe.
Sind Fehler (strukturell, logisch, inhaltlich) im Text? Vermutlich. Das wären sie meiner Einschätzung nach mit recht hoher Wahrscheinlichkeit auch, wenn ich den Text ohne Claude geschrieben hätte.
Warum veröffentliche ich das? Mir persönlich fehlen in vielen Artikeln Einordnungen, Fakten und eine umfassende Perspektive. Das Thema Wohnen/Stadtentwicklung ist komplex, in den Nachrichten ging es die letzten Wochen nur um die Vergesellschaftung– dabei ist das nur eines von vielen Teilaspekten.
Vielleicht geht es ja anderen Menschen ebenso und der Text hilft.
Zu guter Letzt bin ich neugierig, ob und wo es Hinweise auf Fehler gibt.
Weil der entstandene Text sehr lang ist, steckt er hinter dem Mehr-Lesen-Button.



