„Kennt ihr euch mit Vögeln aus?“ war von der Wortwahl her nicht unbedingt geschickt gewählt, aber was soll man machen: Heute Vormittag knallte eine etwas merkwürdig aussehende Taube gegen die Scheibe der Balkontür und saß danach regungslos auf den Balkonmöbeln. Nach einem ersten Schreck erfolgte die Erkundigung bei Kollegen & der Familie, wie man am besten vorgeht. Tipp #1: In Ruhe lassen, damit sie sich berappeln kann. Das tat sie dann auch zu meiner großen Erleichterung, denn Tipp #2 (im Falle eines ohnmächtigen Vogels) bestand darin, das Viech in einen Handtuchring in einen Karton zu setzen– und anfassen (auch mit Handschuhen) wollte ich sie eher nicht (hätte ich aber gemacht, wenn es notwendig gewesen wäre).
Die Taube hatte einen Ring am Fuß, leider konnte ich die Kennung nicht entziffern. Durch Recherche lernte ich, dass es sich um eine Zuchttaube handelte und noch ein, zwei Dinge über Tauben und was man machen soll wenn einem ein Tier vor die Füße fällt.
Im Laufe des Vormittags bekam sie ein paar Haferflocken, Körner und kleingeschnittene Apfelstücken sowie Wasser, das reichte ihr offenbar um wieder fit zu werden und ihre Reise fortzusetzen.
Die Zwillinge, vor allem J, waren sehr traurig das sie die Taube nicht streicheln durften– aber das Tier sollte sich ja ausruhen und das geht in der Nähe der Zwillinge (ich spreche aus Erfahrung) nicht so gut.
Pünktlich Schluss gemacht, schön wie lang der Nachmittag dann noch ist :)
Nachmittags shoppen mit G, das hatte sie sich die letzten Tage gewünscht. Da sie keine konkreten Wünsche hatte, nahm ich sie einfach zum Einkaufen mit. Sie profitierte davon: Für sie fielen Quarkkeulchen, neue Tintenkiller und ein neuer Labello (mit rosa Glanz!) an.
J & M erfanden im Ferienhort eine eigene Währung („Draken“), mit der sie spielten (Dönerbude, Kaufmannsladen). Das Wochenende verbrachten sie zu einem nicht unerheblichen Teil damit, Geldscheine für Draken zu basteln und in einer großen Schatzkiste zu deponieren. Sehr niedlich und ein bisschen unerwartet, so ein Spiel– ich dachte, sie sind schon zu alt und zu cool dafür.
Heute bekam ihre Spielzeugwährung eine unerwartete Wendung: G möchte ein von J nicht mehr benötigtes Fußballheft haben. J möchte es aber nicht verschenken, sondern verkaufen… Und da kommen die Draken ins Spiel: G erledigt für J Aufgaben und wird in Draken bezahlt (eine Flasche Sprudelwasser zubereiten: 100 Draken – Beim Zimmeraufräumen helfen: 300 Draken). Die Draken wiederum kann sie benutzen, um das Fußballheft (Kosten: 2000 Draken) zu kaufen.
So ein Fuchs (und Kapitalistenschwein)!
Vanessa schreibt sehr warmherzig und weise über die Jugend von heute.
Ich bin sehr gespannt, wie meine Beurteilung in ein paar Jahren ausfällt. Noch sinds ja eher die Kinder von heute, mit denen ich lebe.
Markus nimmt uns auf seine Reise zu digitaler Souveränität mit:
[My own private digitale Souveränität- Teil 1]
[My own private digitale Souveränität – Teil 2]
Das Thema treibt mich ebenfalls um, allerdings noch nicht genug um selbst aktiv zu werden. Aber es kann nie schaden, Augen und Ohren offen zu halten und im Zweifel schon ein, zwei Anbieter zu kennen.
Wichtigster Punkt für mich nach dem Lesen von Markus’ Artikeln ist es allerdings erstmal, eine Inventur durchzuführen. Welcher Bereich verdient am meisten Aufmerksamkeit weil er am kritischsten ist?


