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Sonntag, 04.10.2026

Die zweite Woche in Folge unter meinem im Mai angepeilten Gewichtsziel geblieben: Die Waage zeigte heute morgen nur noch 88,5kg an. Das sind seit dem 22.05. -7,1kg. Yay!
Ich habs geschafft, die Menge an aufgenommenen Kalorien sanft zu reduzieren ohne großartig Verzicht zu üben. Ganz im Gegenteil denke ich öfter (bzw. sehe ich es in Yazio), dass ich mir ziemlich häufig einen snackity snack gönne– da gibt es definitiv noch Reduzierungs-Potential.

Das ganze übrigens ohne die verbrannten Kalorien signifikant zu erhöhen. Ganz im Gegenteil waren die Monate August aus Sportperspektive betrachtet furchtbar, weil ich kaum Sport gemacht habe.
Zuletzt war ich so leicht, als ich Weihnachten 2023 wg. Grippe/Lungenentzündung kaum etwas gegessen habe, davor… ich weiß es nicht. Wenn ich mich recht erinnere, müsste das so um 2015 herum gewesen sein, da bin ich viel gelaufen. Auf dem Selfie aus 08/15 seh ich jedenfalls recht schlank aus.
Nächstes Ziel sind 84,5kg, ich lass mir dafür Zeit. Jedes Kilo weniger ist Gold für Rücken, Fersensporn und Klimmzugübungen.


Goldener Moment am Vormittag: M lernte Englisch, die Zwillinge spielten über eine halbe Stunde lang gemeinsam mit ihren Teddybären (die Bären waren Kinder und mussten in die KiTa). Das war sehr harmonisch und schön.


Die nachmittägliche D&D-Session fand statt, ich habe ambivalente Gefühle dazu. Es machte unheimlich Spaß, die Handlungsbrücke vom Homebrew-Schwarzrain-Abenteuer zu „Die verlorene Mine von Phandelver“ vorzubereiten, aus den Kindern Wünsche und Vorstellungen zu ihren Charakteren herauszukitzeln und diese anschließend zu erstellen und zu optimieren (minmaxing is a thing). Den Kindern beim gemeinsamen Erzählen und Besprechen zuzuhören war auch toll, selbst wenn das sehr quatschig war und sie nicht so recht wussten was sie machten. Nicht so schön war es zu bemerken, wie nach ungefähr 30 Minuten und mitten im Kampf die Luft bei zwei von drei Kindern raus war, die Köpfe auf den Tisch sanken und es super albern und wuselig wurde weil sie eigentlich keine Lust mehr hatten.

Was nehm ich daraus mit:

  • Mal grundlegend besprechen was Rollenspiel bedeutet und ob sie Lust darauf haben ODER ob sie ihre Spielfiguren eher als 3rd person Abenteurer unterwegs sein lassen wolen
  • So Rollenspiel gewünscht: Gemeinsam überlegen und ausarbeiten, wie ein entsprechender Charakter handeln und sprechen würde.
  • Vereinfachen, vereinfachen und nochmal vereinfachen. Handlungen rausstreichen, weniger würfeln, Regeln und Vorgaben streichhen und die Kinder mehr erzählen lassen.
  • Viel mehr grafisches Material. Ich hatte zwar Bilder aus den Büchern bzw. am Laptop sowie einen schlechten s/w Ausdruck für die Szene, als die Charaktere von Goblins überfallen wurden. Das ist zu wenig, die Kinder brauchen mehr Visualisierung und vor allem deutlichere Hinweise. Der sprichwörtliche wink mit dem Zaunpfahl bzw. mit der Nase drauf stupsen.
  • Stärkeres Railroading/Lenken, so gewünscht.
  • Meine Erwartungen prüfen und adjustieren.
  • Als Spielleiter ausarbeiten wie NPCs charakterisiert werden können, Phrasen/Sätze/Effekte zusammenstellen.
  • Vielleicht mal ’ne Recherche betreiben wie man kindgerechter rollenspielen kann. Vielleicht hat ja auch ben_ eine Idee?

Mit Jott Abends weiter Downton Abbey geschaut. Wir hörten mit S03E05 auf und hatten beide die ganze Zeit einen Kloß im Hals und sehr feuchte Augen. Die Folge hat uns beide voll erwischt. Das Haushaltsmitglied das sich am meisten für die Überwindung von Standesgrenzen einsetzte stirbt, weil besagte Standesgrenzen die Meinung des nicht-adligen Arztes nicht so hoch gewichten wie die des adligen Arztes.

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Samstag, 03.10.2026

Chillo-Tag. Vormittags wuselten wir noch etwas rum, nach dem Mittagessen stellten wir das ein und entspannten hart. Alles im Zeichen der Schonung und Infektbekämpfung, versteht sich.


Die Kinder wollen morgen D&D spielen, ich trieb daher das Abenteuer voran. Aus dem eigenen Setting „Schwarzrain“ leite ich über zu „Die verlorene Mine von Phandelver“, das hab ich nämlich als PDF inklusive Unmengen an Kartenmaterial auf dem Rechner.
Damit die Kinder es nicht zu schwer haben, wird eine von mir gespielte Zauberin die Gruppe begleiten. Da sie bereits ein höheres Level als die Kinder hat, hat sie genügend Mittel um gefährliche Situationen schnell zu meistern.


Los, opfer dich jetzt!, sagt ein KI-Agent zu einem anderen
Exzellent geschriebener, sehr gut verständlicher Artikel über den Angriff der Agenten auf Hugging Face. Auch dieser Artikel klingt sehr nach Kontrollverlust. Die ich rief, die Geister
werd’ ich nun nicht los…


Heiko und Dirk waren auf der Prüf-Demo (Forderung: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“) Mitte September in München und schreiben sehr kluge Gedanken zur Prüfung eines AFD-Verbotsantrags und über die Wichtigkeit, FÜR etwas zu demonstrieren. Irre wichtig, meiner Meinung nach– ein großes Dankeschön nach München.

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Freitag, 02.10.2026

Morgens virtuell zwischen Tür und Angel (zwei Meetings) vom Chef abgefangen worden. Ich bekomme rückwirkend ab Oktober eine Gehaltserhöhung. Damit hatte ich nun so gar nicht gerechnet. Als Begründung wurde mein Einsatz genannt, das freute mich sehr.


Auch das anschließende Kundentelefonat lief besser als erwartet. Wir (die Account Managerin und ich) bereiteten den Kunden schonend darauf vor, dass wir für bestimmte Leistungen mehr bzw. überhaupt mal Geld sehen wollen. Wir hätten mit vielem gerechnet, aber nicht mit einem sinngemäßen „Ja, versteh ich, ich seh ja was Paul macht, schickt mal ein Angebot.“ Am Dienstag sprechen wir nochmal.


Zwei von drei Kindern waren am Nachmittag außer Haus. G brachte ich zum Schwimmtraining, J wurde von seiner Oma zum Fußball gebracht. M blieb zu Hause, er fühlte sich noch ein bisschen erkältet.
Auf dem Rückweg Obst und Gemüse eingekauft (ein Teil unserer Rewe-Lieferung wurde vergessen) und gestaunt, was die Leute für Panikkäufe auf Grund des morgigen Feiertags tätigten.


Abends Downton-Abbey mit Jott. Wir waren ganz verwegen und schauten drei statt der üblichen zwei Folgen– mit dem Ergebnis, dass ich gegen Ende der dritten Folge kaum noch die Augen aufhalten konnte.


Sehr gelacht und über die Liebe zum Detail gestaunt (die Kreatin-Dose! „Muss net schmecke, muss wirke“! „Do not Crossfit“!): Tatort, aber alle sind trainierte Fitness-Maschinen (via)

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Donnerstag, 01.10.2026

Gemeinsames Home Office mit Jott, ich verzichtete erkältungsbedingt auf Büro und den VHS-Kurs am Abend. Hätte nichts gebracht, im Büro hätten sie mich nach spätestens einer Stunde Geschniefe und Gehuste rausgeschmissen und ob ich Abends noch fit genug für Italienisch gewesen wäre, war fraglich. Ärgert mich total, die beiden Male wo ich bislang teilnehmen konnte waren wirklich toll.


Auch heute Nachmittag mit den Kindern geübt. Es lief besser als die letzten beiden Tage, ich hoffe das ist schon ein Zeichen einer Trendwende.


Was ist der Eisbär ohne Eis?

Er ist ein Symbol der Klimakrise, denn seine Heimat schmilzt. Erstaunlich ist nur: Vielen Bären geht es gut. Folgt man der Bärin N23980 auf Spitzbergen, versteht man, welchen Preis das hat. 


Interessiert gelesen. Viel gelernt (u.a. die Herkunft der Eisbären, wie sie sich dem Klimawandel zumindest kurzfristig anpassen), im Laufe des Artikels wandelte sich meine Stimmung von hoffnungsvoll (yay, Eisbären trotzden Klimawandel!) zu niedergeschlagen:

Aars hält es für wahrscheinlich, dass die Eisbären in einigen Gebieten der Welt aussterben werden.

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Mittwoch, 30.09.2026

Farbenfroher Start in den Tag.


Immer noch komplett verschnupft/verhustet, es NERVT.


Wieder etwas früher Feierabend gemacht um mit den Kindern Schulaufgaben zu erledigen/zu üben. Auch heute großes Drama, ich hab schon jetzt keine Lust mehr. Ich hoffe, es zahlt sich irgendwann aus.


Afro-Eurasia at the Time of Jesus of Nazareth’s Crucifixion – Solche Karten find ich super spannend. Laut Kommentaren im Thread ist sie nicht zu 100% genau, aber für einen Eindruck reichts allemal. Von vielen Reichen/Völkern aus dem asiatischen Großraum habe ich noch nie etwas gehört– unser Geschichtsbild ist wirklich sehr eurozentrisch geprägt.

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Dienstag, 29.09.2026

Beim Frühstück auf einen ruhigen Tag gefreut, es standen keine Termine an. Kurz nach 9 Uhr kam allerdings ein Anruf mit dem Tenor „Wieso geht das nicht?“ rein, danach wars dann erstmal nicht mehr so ruhig… Es brauchte ein bisschen, bis das geregelt war. Zum Glück bestand die Lösung lediglich aus einem Knopfdruck (bzw. Anstoßen eines automatisierten Releases auf die Live-Umgebung) und einer „Jetzt gehts“-E-Mail.

Den Rest des Arbeitstages bliebs dann aber ruhig, ich kam dazu ein paar aufgeschobene Aufgaben abzuarbeiten und pünktlich Feierabend zu machen.


Nachmittags Hausaufgaben/Schulaufgaben mit den Kindern. Zwei von drei Kindern lassen sich leidlich gut animieren, das dritte Kind geht schnell in die Totalverweigerung und sieht nicht ein, weshalb es (Recht-)Schreibübungen machen soll. Das ist sehr, sehr enervierend.


Sehr gern dieses Interview mit den beiden langsamsten Läufern des Berlin-Marathons gelesen. Definitiv Originale.


Die Geschichte Berlins von 1180 bis 1780 sowie von 1800 bis 1979 in wunderschön gezeichneten Karten von Illustrator Werner Kruse (via).

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Montag, 28.09.2026

Back to business. Arbeit und Haushalt im Gleichklang, Nachmittags Hausaufgabenbetreuung und Unterstützung bei der Berichtigung zweier Tests. Kleines Erfolgserlebnis: Die heutigen Mathe-Aufgaben konnte ich alle lösen.


Die Zwillinge starten mit anderen Noten als erhofft ins neue Schuljahr, wir müssen gegensteuern und uns Nachmittags wohl doch mit ihnen hinsetzen und kontinuierlich Schulstoff wiederholen/üben. Mein Plan ists, an meinen Home-Office-Tagen etwas weniger zu arbeiten und so mehr Zeit für Hausaufgaben zu haben. Die verlorene Zeit gleiche ich an den Bürotagen aus.


J (und seine Oma) kamen sehr happy vom Fußballtraining zurück. Wenn man den beiden zuhört scheint es genau das richtige für sie zu sein. Schön, dass das nun möglich ist :)
G und M blieben heute noch zu Hause und nahmen nicht am Schwimmtraining teil, sie sollen sich noch ein bisschen erholen.


Fix und alle am Abend. Was am meisten schmerzte waren die lediglich 30 Minuten Me-Time– der Rest bestand aus Haushalt, Schulbegleitung, Arbeit und noch mehr Haushalt.

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Sonntag, 27.09.2026

Fieberfrei und deutlich klarer aufgewacht, die Garmin zeigte eine zu 90% gefüllte Body Battery an. Das hielt ich für ein bisschen (sehr) übertrieben, ich hätte heute statt Bäumen maximal Grashalme ausreißen wollen.


Für den Tag war nichts geplant, niemand kam zu Besuch, das tat uns allen sehr gut. Ich hatte Nachmittags die Muße, Js Dungeons und Dragons Charakter nach seiner Anleitung zu erstellen und eine Spielanleitung in einfachen Worten zu schreiben. Dabei fiel mir wieder mal auf, wie komplex das alles ist und wieviel MATHE drinsteckt.


Mit Jott Abends das Finale der zweiten Staffel Downton Abbey geschaut und sehr bezuckert gewesen, dass Matthew und Mary nun doch und ENDLICH heiraten werden.

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Samstag, 26.09.2026

Etwas besser geschlafen die Nacht, morgens nicht komplett zerstört aufgewacht. Ich werte das als gutes Zeichen.


Auch heute wieder viel gelegen und piano gemacht. Sehr gefreut, dass das Fieber zum Abend nicht zurückkam.


G gings heute besser als gestern, M sah auch lebendiger aus, klingt aber noch ziemlich gruselig wenn er hustet.

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Freitag, 25.09.2026

Morgens hatte G Halsschmerzen und blieb gemeinsam mit M zu Hause.


Keine Besserung zu gestern bei mir, erneut krank gemeldet und das selbe Tagesprogramm wie gestern durchgezogen– beinahe zumindest. Vormittags kam Rewe und Nachmittags mussten ein paar Dinge (Hausaufgabenbetreuung, Wäsche legen, Essensbestellung der Kinder) erledigt werden. Aber davor, dazwischen und danach gelegen, geschlafen, Podcast gehört.


… mich nervt, dass der Alltag immer und immer und immer weitergeht. Egal was ist.


Nachmittags Lagebesprechung mit meinen Eltern, morgen wollten wir einen runden Geburtstag meiner Mama feiern. Schweren Herzens abgesagt. Ich glaube nicht an eine Blitzgenesung der Kinder und mir, außerdem sind wir mit Sicherheit hochgradig ansteckend– das kann man niemandem zumuten.


Heute Abend nicht ganz so hohes Fieber, nur 38.7°C