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Mittwoch, 22.07.2026

Bürotag. In Anbetracht des schmerzenden Arms und des Wetterberichts die Bahn genommen. Ich tröste mich damit, dass ich nach dem Urlaub (bzw. Jotts Dienstreise-Woche Mitte/Ende) August einfach ganz oft ins Büro fahre.


Termin mit meinem Kunden in dem ich meine Idee, wie ich weniger Angebote schreiben muss, präsentierte. Kam gut an, machen wir so.
Aktuell schreibe ich aus historischen Gründen ein Angebot für das Design zu einem neuen Feature. Nach durchgeführter Feedbackschleife zur Design-Umsetzung erstelle ich ein zweites Angebot für die Umsetzung des Designs. Hat den Hintergrund, dass unsere Entwickler ohne fertiges Design keine Aufwandsschätzung des Features durchführen. Früher kam es dann wohl teilweise vor, dass es keine Beauftragung für die technische Umsetzung gab weil die Gesamtkosten insgesamt zu hoch waren– daher eben zwei Angebote.
Das nervte mich nun schon einige Zeit, heute lösten wir diesen Schmerz auf. Ich setze nun einen Text auf in dem wir uns einigen, dass wir mit Anforderungsmanagement und Design in Vorleistung gehen und der Kunde diese Aufwände auch dann bezahlt, wenn es aus egal welchen Gründen keine technische Umsetzung gibt.
Ich verstehe nicht, wieso ich in der langjährigen Kundenbeziehung der erste bin, der auf diese Idee kommt, aber sei es drum.


Ein weiterer Deep Dive in die Logik eines Kreditrechners, heute kam nämlich noch eine Anpassungsanfrage. Um diese zu verorten musste ich herausfinden, wo diverse Zahlenwerte herkommen, wie diese aktualisiert werden, welches Team zuständig ist und wie wir teamübergreifend zum zum gewünschten Ergebnis kommen. Dabei lernte ich den Tag über mehr über das Tool als im vergangenen Jahr und schlug innerlich die Hände über dem Kopf zusammen. Die notwendigen Anpassungen müssen in vielen unterschiedlichen Dateien in mehreren Systemen gemacht werden. Nichts geht mal eben so, alles zieht einen Rattenschwanz nach sich. Es ist schon zum Mäusemelken. Im Kopf überlegte ich mir in Grundzügen eine Lösung, in der der Kunde alles selbst machen kann und wir raus sind. Das sorgt zwar langfristig für weniger Umsatz, erhöht aber die Qualität für das Produkt und sorgt für eine Verschiebung des Risikos von Fehlkonfiguration von uns auf den Kunden.

Grundlegendes Problem bei diesen ganzen Anfragen: Ich weiß nicht, was ich nicht weiß. Die Leute, die meine Fragen beantworten, beantworten sie buchstabengetreu und geben nur wenig Kontext. Ggf. stelle ich die falschen Fragen oder erkläre selbst nicht gut genug, was ich möchte.
Zu wichtigen Erkenntnissen kam ich dann nur zufällig beim DSA-Spielen mit unserem Principal Software Developer– der erzählt nämlich bei Fragen dann auch ein bisschen drumherum, stellt von sich aus Gegenfragen und nimmt einen mit in die Historie.


Abends DSA gespielt und einen Heidenspaß gehabt. Wir waren immer noch quatschig drauf, aber nicht ganz so schlimm wie beim letzten Mal– es waren aber auch ungefähr 15°C weniger und unsere Hirne nicht so weichgekocht.

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Dienstag, 21.07.2026

Morgens die FSME-Impfung auffrischen lassen. Wie schnell vier Jahre vergehen. Jetzt bin ich aber wieder eine Weile safe.

Eine generelle Empfehlung, Sport zu pausieren, gabs nicht. Ich solle einfach schauen wie ich mich fühle. Also keine „offizielle“ Erlaubnis, faul zu sein.


Ich freu mich: Nach ein bisschen hin und her kenn ich jetzt meine Hemdengröße (Slim Fit, M) bei Charles Tyrwhitt und kann dort schicke Leinenhemden bestellen, wenn sie mal wieder die „3 für 99 EUR“-Aktion am Start haben.


Den Tag über die Anfragen der letzten Tage sortiert und herauszufinden versucht, was genau gemacht werden muss. Das war erstaunlich komplex, da ich tief in die Systemarchitektur einsteigen und von verschiedenen Teams Informationen einholen musste. Gegen Ende des Tages kristallisierte sich heraus, das die eigentlichen Änderungen offenbar darin bestehen müssen, einzelne Werte in Konfigurationszeilen zu ändern. Das war ziemlich mühsam erkauftes Wissen.

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Montag, 20.07.2026

Nur noch eine Woche bis zum Urlaub. Ich freu mich und bin sehr urlaubsreif.


Während es gegen Ende letzter Woche noch so aussah, als ob während meines Urlaubs nichts passiert und meine Urlaubsvertretung eine ruhige Kugel schieben kann, scheint sich das Blatt mit dem heutigen Tage zu wenden. Ich drück uns beiden die Daumen, dass ich das bis Donnerstag gelöst kriege und sie nichts machen muss.


Ich muss mal wieder kürzer treten: Die letzten Tage und Wochen häuften sich die Griffe zum Smartphone, das Aufrufen von Zeit Online und das Spielen in jeder freien Minute. Das stört mich, vor allem weil die ersten beiden Punkte oft anlasslos geschehen.
Maßnahmen sind also, das Smartphone eine Weile außer Griffreichweite liegen zu lassen, ablenkende Seiten zu blockieren und Abends nicht den Spielerechner rauszuholen sondern z.B. mal wieder ein Buch, idealerweise sogar das Italienisch-Buch (das vernachlässige ich nämlich geradezu sträflich!).


Jott ist krank, die arme Süßmuschel.


Nachmittags Sport. Ich genierte mich ein bisschen als ich mehrfach an einer Familie vorbei am Klettergerüst entlang hangelte– aber das gehört halt zum Training dazu… Vielleicht hätte ich es nicht unmittelbar nach ihren misslungenen Versuchen machen sollen.


Entscheidungen.

You’ll never feel ready because feeling ready isn’t a feeling, but a decision.

Ich möchte das sehr fühlen, aber ich fürchte es ist noch ein bisschen Weg zu gehen. Ich glaube aber, dass es die richtige Einstellung für ziemlich vieles ist.

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Sonntag, 19.07.2026

Durchwachsene Nacht, auf dem Parkplatz neben dem Haus war mehrfach Action/Krach.


Vormittags die Wohnung geputzt, pünktlich zum Besuch von A, S und E war ich fertig. Leider musste S nach dem Essen weg, die sonntägliche Spielrunde entfiel daher. Dafür quatschten Jott und A den ganzen Nachmittag über Gott und die Welt, es war sehr beeindruckend.


Mit den Kindern Abends das Finale geschaut. Ich fands unterhaltsam und gegen Ende sehr nervenaufreibend (ich war für Spanien): Wenn zwei Weltklasse-Mannschaften gegeneinander spielen, ist es doch eher unrealistisch das am laufenden Band Torchancen produziert oder Tore geschossen werden.

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Samstag, 18.07.2026

Eigentlich dachte ich, dass heute ein Faulitag war, aber rückblickend ist dem nicht ganz so– neben diversen Tätigkeiten im Haushalt fuhr ich heute J zu einem Kindergeburtstag und holte ihn wieder ab, außerdem absolvierte ich die übliche samstägliche Sporteinheit.


Den Abend in kompletter Ruhe vor dem Rechner verbracht und gespielt (Jott war aushäusig)– immer noch die beste Freizeitbeschäftigung.


Interessant, dass Jens Spahn auf Grund der Leihmutterschaft bzw. seiner Bigotterie zurücktritt und nicht auf Grund der diversen davor stattgefundenen Skandale.
Ich freue mich auf einer persönlichen Ebene für jede Familie, die Nachwuchs bekommt. Auf einer politischen Ebene bin ich sehr angefressen. Wasser predigen und Wein aus dem güldenen Kelche trinken.

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Freitag, 17.07.2026

Aus gegebenen Anlass: Keine Angst

Wunderschöne Sticker kann man übrigens bei No Borders, Kein Bock auf Nazis und Black Mosquito kaufen.


Den Tag wie üblich zwischen Rewe-Lieferung, Arbeit und Kinderbetreuung verbracht.


Jott und ich schauten Abends auf meinen Wunsch bei Clarksons Farm rein. Nach 15 Minuten schaute nur noch ich, Jott schienen die wunderschönen Landschaftsbilder ungemein zu entspannen– sie lag eingemummelt neben mir und schlief wie ein Baby.
Demnächst also wieder Action & Spannung (schade).

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Donnerstag, 16.07.2026

Anlässlich meines Jahres-Feedbackgesprächs mit der Bahn und nicht dem Rad ins Büro gefahren, sonst hätt ich kurz vor Sieben starten müssen um halb Neun einigermaßen frisch und entspannt im Gespräch zu sein– und das war dann doch ein bisschen zu früh.
Das Gespräch war entspannt. Ich mache das was ich mache gut und richtig. Das ich im eigenen Saft koche und mir mehr Feedback und Input zu möglichen Verbesserungen wünsche wurde aufgenommen. Wir sprachen zudem noch ein bisschen über die bevorstehende Umstrukturierung und die damit einhergehenden Möglichkeiten. Ich möchte gern auf größeren Projekten auf einer etwas höheren Flughöhe arbeiten und nicht mehr dauerhaft in Tickets unterwegs sein, das könnte bei entsprechender Positionierung durch meinen aktuellen Chef und mich selbst machbar sein. Das Umfeld, in das ich hineinkomme, könnte sich ebenfalls als sehr geeignet dafür erweisen. Schauen wir mal. Ich habe heute jedenfalls sehr deutlich und direkt gesagt, was ich möchte, damit da Klarheit herrscht.


Donnerstag ist Schnitzeltag.

Jott und die Kinder waren beim Erzählen am Abendbrottisch angemessen neidisch.


Die Kinder speichern YouTube Shorts/Videos per Bildschirmaufnahme und gucken sie sich an, sobald ihre YouTube-Zeit aufgebraucht ist und die Website/App gesperrt ist. Wie heißt es so schön? I’m not even mad. Ärgert es mich? Sehr. Find ichs verdammt schlau und gewieft? Total.


Jott bereitete heute heldenhaft die Schulmappen vor und sortierte die bestellten Schulsachen komplett ein. Ich war angemessen dankbar und erfreut, dass dieser Kelch an mir vorübergegangen ist.

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Mittwoch, 15.07.2026

Morgens in der Schule ein kurzer Termin mit Jott und G, in dem sich das Personal bei G entschuldigte. Dafür, dass wir gestern sehr genau gesagt hatten WAS wir WIE hören wollten, lief es nicht ganz so gut– aber bei G kam es hoffentlich richtig an. Hoffen wir, dass die Sache nun erledigt ist.


Im Anschluss ins Büro zur Advanced Prompting Tagesschulung. Key Takeaway: Ich prompte offenbar am Puls der Zeit und bin bereits advanced. Bei komplexen Themen bzw. Outputs die über Sparring und Lernen hinausgehen, hilft mehr Struktur. Merk ich mir für wenns relevant ist.


Zu Hause mein Fahrrad-Notfall-Paket zusammengestellt. Heute kamen eine große Rahmentasche, eine elektrische Pumpe (kein Bock im Nieselregen bei 5°C im Dunkeln auch noch händisch zu pumpen) und ein Ratschenringschlüssel. Damit und mit meinem restlichen Equipment bin ich für den wahrscheinlichsten Notfall ausgerüstet- meinen Überlegungen nach ist das ein Platten bzw. ’ne rausspringende Kette. Ich sollte nun in der Lage sein, angemessen darauf zu reagieren.
Demnächst teste ich das mal, damit ich auch sicher sein kann alles dabei zu haben.


Außerdem kam Druckluftspray, mit dem ich unsere drei Turmventilatoren entstaubte. Gruselig, was da raus kam- sollte ich vielleicht öfter machen.


Heute dann tatsächlich kein Sport, ich war sehr k.o. nach dem Tag. Nach anfänglichen Vorwürfen und Zweifeln an meiner Entscheidung kam die Akzeptanz und die Freude.

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Dienstag, 14.07.2026

Gemeinsamer Termin mit Jott in der Schule mit Hortleitung & Gs Erzieher. Sehr deutlich unsere Sichtweise dargelegt und was wir nun erwarten. Es wurden Maßnahmen auf Seiten des Schulhorts versprochen, zudem haben wir morgen einen weiteren Termin mit G in dem sich das Personal bei ihr entschuldigen wird.
Wir sind uns unsicher wie aufrichtig die gezeigte Einsicht ist, aber mehr können wir mE aktuell nicht machen.


Abends das Halbfinale Spanien gegen Frankreich geschaut und wieder die Jungs dazugeholt (G schlief). Sehr beeindruckt wie sehr Spanien jegliche Initiative Frankreichs unterdrückte und sie an die Wand spielte.


Beim Einschlafen von den Balzrufen eines riesigen Heupferds am Rollo aufgeschreckt worden. Das die Viecher so laut sein können!
Ich schnippte es todesmutig weg, danach war zum Glück Ruhe.

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Montag, 13.07.2026

Die Reparatur von Gs Rad kostet im Fahrradladen voraussichtlich ~100 EUR. Zitat Fahrradladen-Mitarbeiter am Telefon „Das ist so mit das blödeste, was passieren kann.“ Offensichtlich.
Mein Provisorium bleibt somit dran, wenns nicht mehr hält reparier ichs richtig. Werkzeug & Ersatzteil kosten ca. ~40 EUR, aber aktuell hab ich keinen Nerv dafür.

Ggf. ist das eine Konzeptlücke im Plan „Nur gebrauchte Räder für die Kinder weils viel günstiger ist und sie die eh nicht lange fahren“– man muss ständig irgendwas reparieren und hat Arbeit damit.


Sport am Abend. Es war zu warm, alles fühlte sich anstrengend an… Still showed up, did my thing.
Mittendrin socializing mit einem der anderen dort regelmäßig trainierenden. Eigentlich nicken wir uns nur freundlich zu, heute schwatzten wir ein bisschen und tauschten Namen aus. Das war nett (und schwierig weil ich permanent schnaufte– ich kann nicht großartig reden wenn ich mein Körpergewicht pushe oder pulle).