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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 18.9.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 17./18. September 2016 verlinkt.]

My little Pony

Sonntag. Nach einer eher durchwachsenen Nacht sind wir alle müde und k.o.. Herr Schnuffke klebt an Jott und mir und lässt uns nicht zusammenpacken. Wir wechseln uns also mit der Kindsbespaßung ab und landen irgendwann vor dem Fernseher. Manchmal heiligt der Zweck die Mittel.

Nachdem wir fertig sind, brechen wir zu Jotts Schwester auf. Die ist mit ihrem Mann vor kurzem jobbedingt umgezogen und hat zum Wohnung gucken eingeladen. Neben uns kommen Jotts Mamas und ihr Bruder.

Kirche

Die Aussicht von der Türschwelle ist nett. Auf jeden Fall schöner als bei uns zu Hause.

Pokémon

Nachdem wir die Wohnung angeguckt und Mittag gegessen haben, gehen wir in den Innenhof. Jotts Bruder und Schwester zeigen Herrn Schnuffke, wie mit Kreide gemalt werden kann: Sie verschönern den Hof mit Pokémon.

Pokémon-Begutachtung

Herr Schnuffke ist interessiert und legt selbst Hand an: Mit pinker und hellblauer Kreide verschönert er die Pokémon (und sorgt für ein interessantes Muster auf meiner Jeans).

Xyolophon

Jotts Schwester ist Gemeindepädagogin und zeigt uns einen Teil ihren Arbeitsortes. Herr Schnuffke ist vom Gemeindehaus wenig begeistert. Das ändert sich erst, als Jotts Schwester ein großes Xyolophon herausholt und Herrn Schnuffke zeigt, wie man darauf musiziert.

Geschwisterratgeber

Ich schaue mir derweil das Bücherregal an und entdecke diesen Ratgeber von 1976. Ob der noch aktuell ist und uns auf die Zwillinge vorbereiten kann?

Schiefes Haus

Da das Wetter unerwartet schön ist, spazieren wir durch den Ort. Es gibt unglaublich viele kleine alte Fachwerkhäuser. Die meisten krumm und schief, einige wenige restauriert.

Andere Kirche

Unter den Türmen der zweiten Kirche des Ortes befindet sich ein großer Spielplatz. Herr Schnuffke schaukelt und rutscht und hat viel Spaß.

Nach einer guten Stunde kommen wir wieder an der Wohnung von Jotts Schwester an. Es gibt Kaffee und Kuchen, und dann müssen wir auch schon wieder nach Berlin zurückfahren. Das ist immer der Nachteil nach Familienbesuchen: Die lange Rückfahrt.

Babybauch-Friseurin

Zum Glück kommen wir gut durch und sind in etwas weniger als zwei Stunden in Berlin. Herr Schnuffke verschläft fast die gesamte Fahrt und ist gut gelaunt und erholt, als wir zu Hause ankommen. Jott beschließt daher, das längst überfällige Haare schneiden nachzuholen. Herrn Schnuffkes gute Laune schwindet schnell, mit vereinten Kräften schaffen wir es aber, ihm eine schöne Frisur zu verpassen.

Der Rest des Abends ist Routine: Kind baden, aufräumen, alles für morgen vorbereiten.

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Journal Sonntag, 11.9.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 10./11. September 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Leuchtdingsi
Während Jott sich für einen gemeinsamen Ausflug mit Herrn Schnuffke fertig macht, marschiert Herr Schnuffke mit einem Leucht- und Musikdingsi durch den Flur und freut sich.

Home Office

Als die beiden weg sind, hole ich die verpasste Stunde Arbeit vom Freitag Abend nach. Das war der Nachteil vom Einschlafen beim Kind ins Bett bringen- die Arbeit blieb liegen. Aber in der ruhigen Wohnung geht die Arbeit gut von der Hand und stört mich auch nicht wirklich.
Mein Home Office ist eine Kammer mit ~1,3qm Grundfläche, in die mir Jott und ihr Papa einen eigens zurecht gebauten Tisch eingebaut haben. Man muss den Platz zu nutzen wissen.

Wischen

Nachdem ich fertig bin, räume ich die Wohnung auf, sauge, und wische die Küche. Sich über die dreckige Wohnung beschweren kann jeder, etwas dagegen tun aber auch. Und da ich unter der Woche prioritätenbedingt selten etwas mache, nutze ich nun die Zeit und sorge für ein wenig Sauberkeit. So kann Jott sich am Montag vielleicht ein wenig mehr ausruhen. Die Schwangerschaft wird allmählich beschwerlich, Jott wird zunehmend immobiler und muss sich öfter ausruhen.

Gewusel

Am Nachmittag treffen wir uns mit unseren Nachbarn von oben und fahren mit der Straßenbahn nach Friedrichshagen an den Müggelsee. Eigentlich war geplant, ein Eis bei Da Dalt zu essen, aber die lange Schlange schreckt uns ab. Eine Viertelstunde für etwas zu essen anstehen muss nicht sein, wenn es nicht sein muss.

Auf dem Spielplatz beim Spreetunnel ist ordentlich was los, wir sind nicht die einzigen die bei dem schönen Wetter herkommen. Vor lauter Spielen schieße ich nicht ganz so viele Fotos wie ich möchte, aber es reicht für die beiden Beitragsbilder und zusätzlich noch das niedlichste Bild aller Zeiten (oder zumindest bis zum nächsten niedlichsten Bild aller Zeiten). Während ich mit dem Kind herumhample, wird mir wieder einmal klar, dass ich mir auch gut ein Leben als Latte-Macchiato-Papa vorstellen könnte, der kaffeetrinkend am Spielplatzrand sitzt und liest und nur gelegentlich mal hochguckt.

Vögel gucken

Einer der wenigen Momente der Ruhe, Herr Schnuffke steht für anderthalb Minuten neben mir und guckt Schwänen, Enten und Möwen an der Uferbefestigung zu.

Granola

Nachdem das Kind sehr fix eingeschlafen ist (er wurde gründlichst k.o-gespielt), bereite ich neues Granola zu. Das Rezept wandle ich diesmal ab und lasse die Pinienkerne weg. Die hinterlassen bei mir immer einen leicht „fischigen“ Nachgeschmack, egal ob die günstigen von Ja! kaufe oder die teureren von Rapunzel.

Git Workshop

Während das Müsli im Ofen vor sich hin trocknet, bereite ich ein Meeting für morgen vor. Im Büro ist für so etwas eigentlich nie Zeit, also nutze ich die Wartezeit einigermaßen. Das Bild auf der rechten Monitor-Hälfte ist ein xkcd-Comic. Ich hoffe, der Witz zündet.

Was schön war: Jott, wie sie beim Nacherzählen einer Filmszene vor Lachen fast in die Hose pinkelt von der Couch fällt.

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Journal Samstag, 10.9.2016

Ich habe lange nicht mehr beim Wochenende in Bildern mitgemacht, die Kamera setzt schon Staub an. Zeit, das zu ändern.

Tassenkind

Hoch die Hände, Wochenende! Nach Ausschlafen und Brötchen holen essen wir erstmal Frühstück. Herr Schnuffke übt das Trinken aus seiner Tasse. Er ist ganz begeistert von unseren Gläsern und möchte auch gern aus ihnen trinken. Bevor wir ihm aber schwere Gläser in die Hand drücken, soll er sich erst einmal an einer Plastetasse ausprobieren. Immerhin ist das ja ein enormer Wechsel, von so einer Babynuckelflasche zu einer Große-Kinder-Tasse, da muss man erstmal ausprobieren wie das geht.

Prinzipiell klappt das Trinken daraus auch schon ganz gut, aber Herr Schnuffke wird nach einigen Schlucken immer etwas übermütig und setzt die Tasse dann zu steil an…

Einkaufszettel

Nach dem Frühstück vervollständige ich den Einkaufszettel und ordne ihn entsprechend der Gänge im Supermarkt an. Herr Schnuffke wird derweil von Jott bespaßt. Er hat Hummeln im Hintern und muss sich bewegen. Sein Aktivitätsdrang und Energielevel ist auf einen normalen KiTa-Tag ausgelegt, und zu Hause ist einfach viel zu wenig los um dem gerecht zu werden.

Muh macht die Kuh

Zurück vom Einkauf, bereitet Jott das Mittagessen zu. Herr Schnuffke und ich spielen miteinander und üben Tiergeräusche.

Falafelburger

Obligatorisches Hipser-Essens-Foto. Es gab Falafelburger mit Tomaten-Dip. Sehr empfehlenswert.

Nach dem Essen möchte Herr Schnuffke nicht schlafen, sondern lieber nervig sein. Nachdem Jott und ich unser Glück versucht haben, geben wir beide auf. Herr Schnuffke darf stattdessen zur zweiten Einkaufsrunde mitkommen.

Wir kämpfen uns durch Fußballfans und Einschulungsspaziergänger und kommen mit den restlichen Gütern und Kuchen für alle zurück.

Sandrutsche

Nach Kaffee und Kuchen verkrümeln Herr Schnuffke und ich uns in den Hof. Ich hänge Wäsche auf, das Kind „spielt“ mit den Wäscheklammern. Er schmeißt sie ins Gebüsch und freut sich. Die Bereitschaft, mir Klammern zu reichen, ist heute nicht vorhanden.

Zwischendurch werden wir immer mal wieder von Böllern erschreckt, die in der Nachbarschaft hochgehen. Herr Schnuffke nimmt sie deutlich gelassener hin als ich, er ist wohl einfach cooler als sein Papa.

Das neue Lieblingsspiel ist es übrigens, die Rutsche nach dem Rutschen hochzulaufen. Hoch- runter. Hoch- runter. Das kann Herr Schnuffke stundenlang machen, und ich gezwungenermaßen auch. Er kommt nämlich auf der Rutschfläche nicht allein hoch, zu steil und zu glatt ist sie. Also muss ich helfen.
Irgendwann hat er genug davon und schaufelt Sand auf die Rutsche. Ich darf mich währenddessen hinsetzen.

Zwillingsbodys

Nach Abendbrot und Kind ins Bett bringen muss die zweite Fuhre Wäsche aufgehängt werden. Es sind vor allem Bodys und Jäckchen für die Zwillinge. Ich bin einerseits fasziniert von der Winzigkeit, andererseits nostalgisch bei Stücken, die Herr Schnuffke anhatte.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was man auf den Bildern alles nicht sieht: Die dreckige Wohnung. Die Quengelei vom Kind. Meine Laune. Die Müdigkeit, weil kein Mittagschlaf, aber immer auf Achse.
Aber das will man ja auch nicht zeigen.

Was schön war: Die 20 Minuten am Vormittag und am Nachmittag, in denen Herr Schnuffke sich selbst beschäftigt hat und ins Spiel vertieft war.

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Journal Sonntag, 10. April 2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 9./10. April 2016 verlinkt.]

Hafenblick

Samstag Morgen und von unserem Balkon können wir auf ein Kitschpostkartenszenario gucken. Hat man auch nicht alle Tage.

Herrn Schnuffke ist das aber egal, er hat Hunger und sagt das auch. „Nannananan“ heißt soviel wie „Entweder ich krieg jetzt was zu futtern oder es wird unschön“. Und so lassen wir das Kitschpostkartenszenario Kitschpostkartenszenario sein, machen uns zurecht und gehen frühstücken.
Das reichhaltige Frühstücksbuffet ergänze ich um eine Kopfschmerztablette, und als sie zu wirken beginnt kann ich noch viel mehr genießen.
Herr Schnuffke wird durch die ungewohnte Umgebung und die vielen Menschen abgelenkt und is(s)t dadurch etwas aufgekratzter. Das resultiert in einem erhöhten Krümelradius rund um seinen Kinderstuhl. Wir sind etwas peinlich berührt, die beiden einzigen anderen Kinder im riesengroßen Saal können schon mit Messer und Gabel essen oder werden noch gestillt. Vielleicht hätten wir um eine Plane bitten sollen, die wir rund um unserem Tisch auslegen?

Spazieren

Am Vormittag spazieren wir in den Ortskern Boltenhagens, nachdem wir auf den verschiedenen Spielplätzen der Hotelanlage rutschten und schaukelten. Herr Schnuffke hat gute Laune, Jott eher weniger. Sie hat neue Schuhe mitgenommen und Blasen an den Füßen. In den nächsten Urlaub nehme ich sie nur mit ausgelatschten, bequemen Schuhen mit.

Küste

Unterwegs mache ich eine ganze Reihe Fotos von der Landschaft…

Promenade

… und uns. In der Sonne sehen Herr Schnuffkes Haare noch heller aus, und ein leichter Rotschimmer ist auch drin. Er wird doch wohl nicht, wie sein Vater, im Sommer einen Rotstich kriegen?

Meer

In Boltenhagen essen wir Mittag und lagern im Anschluss den inzwischen müden und nöligen Herrn Schnuffke vom Buggy in die Trage um. Weil er nicht zur Ruhe kommt- es ist alles so unfassbar spannend- klappe ich seine Mütze über die Augen. Eine Minute später (keine Übertreibung) schnarcht er. Manchmal muss man eben mit sanften Druck nachhelfen.

Auf der Seebrücke ist es windig und kalt, also laufen wir lieber noch ein Stückchen an der geschützten Uferpromenade entlang und anschließend durch Boltenhagen wieder zurück zur Seebrücke. Dort sah ich gestern ein niedliches kleines Cafe, in dem ich mit Jott und Herrn Schnuffke einkehren möchte.

Kaffee und Kuchen

Machen wir auch. Der Kaffee ist klasse, der Kuchen auch. Ich spreche also hiermit eine Empfehlung für das Kaffee Einraum in Boltenhagen aus.

Schlüsselkind

Herr Schnuffke ist trotz Nachmittagsbrei begierig darauf, von unserem Kuchen mitzuessen. Da wir natürlich nur um das Kindswohl bemüht sind, wollen wir ihn nicht der süßen Versuchung aussetzen und lassen ihn sich lieber beschäftigen.

Nach Kaffee und Kuchen gibts noch ein Eis (wenn schon, denn schon), dann wirds Zeit für den Rückweg. Im Hotel entdecken wir, dass Herr Schnuffke Sand in der Windel hatte und sein Po nun wundgescheuert ist. Weil wir für die Reinigung lieber keine Feuchttüchter nutzen wollen, spülen wir ihn im riesengroßen Waschbecken im Bad unseres Hotelzimmers ab. Dabei gibt es das ein oder andere Malheur und schlussendlich duschen Herr Schnuffke und ich- das ist am einfachsten. Herr Schnuffke ist sehr irritiert vom von oben kommenden Wasser, das kennt er noch nicht. Normalerweise baden wir ihn.

Tragekind

Alle Versuche, Herr Schnuffke ins Bett zu bringen, scheitern kläglich. Der Tag war einfach zu aufregend… Letztendlich hilft nur noch die Trage, und selbst darin kämpft er eine Weile erfolgreich gegen den Schlaf an.
Diesen Wesenszug verstehe ich absolut nicht- er ist hundemüde, will aber partout nicht schlafen.

Zeitreise

Als das Kind endlich schläft, bemerke ich das unser Zimmertelefon bereits in der Zukunft „lebt“. Fünf Minuten später fällt mir auf, dass es nicht „2043“ heißt, sondern „20:43 Uhr“. Naja. Impulsdummheit.

Nachthafen

Ich bin super begeistert von meiner Kamera. Es ist dunkel und sie macht solche Fotos! Der Wahnsinn. Das kannte ich von bisherigen Kameras und Handys nicht.

Nachtbier

Jotts und mein Abendausklang. Eigentlich wollten wir auf dem Balkon sitzen, aber dafür ist es zu kalt. Nach dem Radler gehen wir ins Bett, müde, k.o. und angetüddelt.

Kurz bevor wir endgültig einschlafen, hat Herr Schnuffke einen Alptraum, aus dem er scheinbar nicht rauskommt. Erst als ich ihn an die offene Balkontür halte und er die kalte Luft bemerkt, beruhigt er sich. Wirklich wach wird er aber nicht, schläft aber ruhig weiter.

Morgenkind

Der nächste Morgen. Das Zimmerpersonal wird uns hassen für die ganzen Babyhandabdrücke.

Autobahn

Nach dem Auschecken fahren wir zurück nach Berlin. Herr Schnuffke meckert eine ganze Weile rum und schläft erst ein, als ich ihm vorsinge. Zum Ausgleich wacht er erst kurz vor der Ankunft wieder auf und hat einigermaßen gute Laune.

Aufräumkind

Nach der Ankunft gibts „Nannananan“ fürs Baby, wir räumen etwas auf. Nachmittags laufe ich mit Herrn Schnuffke nach Friedrichshagen, esse Sesam- und Zimteis bei Da Dalt und gönne so Jott ein wenig Freizeit.

Abends couch-en wir.

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Journal Sonntag, 3. April 2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 02./03. April 2016 verlinkt.]

Samstag war die Kamera leer und dann hab ich sie zu Hause vergessen und deswegen gibts nur Bilder vom Sonntag.

Frühstück
Wir starten den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Gut zu erkennen ist die ungefähre Reichweite von Herrn Schnuffke- alles was sich in Griffweite seiner Hände befindet, hat gute Chancen angelabbert und auf den Boden geschmissen zu werden.

Seifenblasen
Nach dem Frühstück werden Herr Schnuffke und ich ins Wohnzimmer geschickt, Jott will backen und dabei ihre Ruhe haben. Ok.
Im Wohnzimmer pusten wir Seifenblasen und spielen mit Holzklötzen und dem Lauflernwagen, bis Herr Schnuffke müde wird und sein Vormittagsschläfchen macht. In der Zeit bestelle ich neuen Kaffee, ein Verdunkelungsrollo für das Kinderzimmer und eine Puppe für Herrn Schnuffke. Mal gucken, ob er schon was damit anfangen kann.
Müggelsee
Am Nachmittag fahren wir nach Friedrichshagen. Wir wollen die Bölschestraße runter zum Müggelsee laufen und im Da Dalt ein Eis essen. Leider haben viele, viele Menschen die selbe Idee- die Eis-Ansteh-Schlange reicht fünf Hausnummern weiter. Gut, so wichtig ist uns das Da-Dalt-Eis dann doch nicht.
Drei Meter weiter hat ein Kaisers offen, der Florida-Eis verkauft, da schlagen wir zu und spazieren weiter Richtung Müggelsee.
Am Wasser gibts als Snack für zwischendurch eine Bratwurst für Jott und mich, Herr Schnuffke knabbert noch an einem Brötchen vom Kaisers. So muss ich nicht teilen.
Shopping
Irgendwann haben wir genug davon und fahren zurück nach Köpenick. Jott zieht es noch zu H&M, sie braucht eine Hose und wird sogar relativ schnell fündig.
Abendessen
Gegen 18 Uhr sind wir wieder zu Hause. Dort startet das Abendprogramm für Herrn Schnuffke: Baden, Abendessen, aus dem Hobbit vorgelesen bekommen, im Bett stehend erzählen und gestikulieren, und auf meinem Arm einschlafen.
Jott hat in der Zwischenzeit türkischen Bulgur-Salat nach Ottolenghi gemacht- genau das richtige Essen für so einen Tag.

Was schön war: Jott, wie sie mit Herrn Schnuffke im Arm durchs Wohnzimmer tanzte.

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Journal Samstag, 19.3.2016, und Sonntag, 20.3.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 19./20. März 2016 verlinkt.]

Die Nacht zum Samstag im Wohnzimmer verlief ruhig und störungsarm. Herr Schnuffke lag zwar irgendwann quer auf der Couch und buffte mich mit seinem Kopf an, schlief aber ansonsten sehr gut.

So gut, dass er um 6:30 Uhr putzmunter ist.

Beim anschließenden Kuscheln- nur weil ich nun auch wach bin, muss ich ja nicht gleich unter der warmen Decke hervorkommen- überlege ich, welche Ironie des Schicksals es ist, dass mein Kind ein Frühaufsteher ist. Die mütterlichen Gene sind in dieser Hinsicht übermäßig stark im Kind präsent.

Insgeheim bin ich aber froh, dass ich immerhin bis halb Sieben ausschlafen konnte.

Kaffee

Nach dem Brötchenholen gibts erstmal Kaffee, beim Frühstück verblüfft uns Herr Schnuffke durch seinen Appetit. Er verdrückt die Hälfte seines Körpergewichts in Grießbrei und Wurstbrötchen- sehr zu Jotts Verdruss, die das Brötchen eigentlich selbst essen wollte.

Erstmal zu Netto

Dreiviertel Neun laufen Herr Schnuffke und ich zum einkaufen zu Netto, Jott räumt in der Zwischenzeit die Wohnung auf.

Mausefraß

Weil Herr Schnuffke sich im Einkaufswagen dauernd nach links und rechts lehnt, um die vielen Artikel anzufassen, darf er zur Ablenkung meinen Einkaufszettel halten. Bevor der Zettel komplett angeknabbert und spuckedurchweicht ist, greife ich ein- ich muss schließlich noch lesen können, was ich einkaufen soll.

Eispause

Zurück zu Hause machen wir eine kurze Eispause, …

Bücherwurm

… und während ich den Einkaufszettel aktualisiere, stöbert Herr Schnuffke in meinen Büchern. Dann brechen wir zu Teil 2 der Einkaufsrunde auf. Diesmal gehts ins Forum Köpenick zu Kaisers, um dort die restlichen Lebensmittel zu besorgen die es bei Netto nicht gibt.

Wieder zu Hause gehe ich duschen (kein Bild davon) und wir brechen im Anschluss zu meinen Eltern auf. Wir sind am Nachmittag bei einer ehemaligen Kollegen von mir verabredet, die im Dezember ein Baby bekommen hat, und schauen davor zum Mittagessen bei meinen Eltern vorbei.

Mehrgenerationenreh

Herr Schnuffke spielt dort mit dem Mehrgenerationenreh, auf dem bereits seine Großmutter und ich herumgekaut haben. Ohren und Nase des Rehs sind vom vielen Rumnuckeln daran deutlich heller als de Rest, ansonsten hat es die vielen, vielen Jahre erstaunlich gut überstanden.

Spielstunde

Am Nachmittag fahren wir weiter zur ehemaligen Kollegin, trinken Kaffee und essen Kuchen, erzählen viel über Kinder und Familie. Herr Schnuffke sieht erstmals im Leben einen Hund von nahem und ist anfangs sehr zurückhaltend. Nach einiger Zeit muss ich ihn nicht mehr hochnehmen, wenn der Hund in seine Nähe kommt, und nochmal einige Zeit später traut sich Herr Schnuffke sogar den Hund vorsichtig anzufassen.
Ich finds supergut, endlich auch mal in meinem Bekanntenkreis mit jemandem über Kinder, Elternschaft und das Leben drumherum zu sprechen.

Zurück zu Hause gibt es Abendbrot, dann räumen Jott und ich das Bad auf und legen gegen 20:30 Uhr die Füße hoch.

Sonntagsfrühstück

In den ganz frühen Morgenstunden des Sonntags ziehe ich mit Herrn Schnuffke nicht ins Wohnzimmer um, sondern hole ihn zu uns ins Schlafzimmer. Eine gute Stunde später wird er trotzdem endgültig wach. Zum Glück erbarmt sich Jott und steht auf, um das Kind zu bespaßen. So kann ich noch etwas länger schlafen und werde erst wieder zum Frühstück geweckt.

Kuchen

Nach dem Frühstück beginnt Jott mit den Vorbereitungen für die heute bei uns stattfindende Tupperparty. Eine Freundin von Jott ist Tupper-Beraterin und wird die Ware mitbringen und verkaufen.
Als wir letztens beim Geburtstag einer Bekannten waren, kam das Thema auf, und als Jott herumfragte wer denn bei so einer Veranstaltung mitmachen möchte war der Zuspruch rege. Einige Gäste haben zwar leider abgesagt, aber trotzdem werden später acht oder neun Frauen zu Besuch kommen.

Zwei, Drei, Vier

Ich schnappe mir derweil den quengelnden Herrn Schnuffke und gehe ins Wohnzimmer, damit er Jott nicht im Weg herumkriecht. Nachdem wir ein wenig gespielt haben, wird Herr Schnuffke immer ruhiger und möchte gern kuscheln. Ich ahne, wo das hinführt- wer seit 6 Uhr morgens wach ist, darf um halb Zehn das erste Nickerchen machen.
Wir legen uns zusammen auf die Couch, und binnen zwei Minuten schläft das Kind. Und schläft. Und schläft.
Ich lese in der Zwischenzeit in Zwei, Drei, Vier: Wie ich eine Familie wurde von Maximilian Buddenbohm, dem Herzdamengeschichtenautoren. Das Buch kenne ich schon, aber Herr Schnuffke hat es beim Durchstöbern des Bücherregals auf den Boden geworfen und so habe ich es eben zufällig in der Hand, als wir uns hinlegen.

Herrn Schnuffkes Vormittagsschläfchen dauert, ich schaffe es das Buch durchzulesen. Zwischendurch kommen Jotts Tupper-Freundin und eine weitere Freundin, die mit „Pschhh- das Kind schläft“ willkommen geheißen werden.

Mittagessen

Die drei Frauen gehen Burger essen und bringen mir einen Barbecue-Burger mit. Ich füttere derweil das inzwischen wache Kind.

Tupper

Irgendwann sind alle Gästinnen da und unser Flur ist mit Schuhen und Taschen vollgestellt. Ich muss bei einigen der Schuhe an Kinderschuhe denken, weil sie so putzig klein sind. Das ist vermutlich aber nur eine Macke von mir- im Gegensatz zu meinen Schuhen sehen alle anderen Schuhe immer klein aus…

Badezeit

Nachdem alle Gästinnen wieder weg sind, wird Herr Schnuffke gebadet und bettfertig gemacht. Er hat sich wacker gehalten und ist inzwischen seeehr müde vom Herumspielen mit den Gästinnenkindern und dem Schäkern mit vielen, vielen Frauen.

Heiße Zitrone

Letzte Amtshandlung des heutigen Tages: Ich mache heiße Zitrone für Jott und mich und hoffe, dass das mich seit Tagen begleitende Kratzen im Hals davon verschwindet.

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Journal Sonntag, 29.11.2015 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 28./29. November 2015 verlinkt.]

Faust. Nicht von Goethe, sondern von Schnuffke
Ich könnte das schlafende Kind stundenlang angucken. Mache ich aber nicht, weil es schon kurz vor Acht ist und diverse Sachen im Haushalt anstehen. Also reiße ich mich los, stehe auf und räume direkt die Wohnung auf. Das hat sich als am sinnvollsten erwiesen: Einfach losmachen und nicht erst noch hinsetzen und Internet lesen.

Frische Datteln
Am Vormittag gehe ich mit Herrn Schnuffke für die kommende Woche einkaufen. Zu meiner Begeisterung gibt es frische Datteln, die ich so noch nie gegessen habe- bislang gab es in der Weihnachtszeit immer getrocknete Datteln. Frische Datteln schlagen die getrockneten Datteln um Längen.

Brokkoli
Zu den Einkaufsmitbringseln gehört auch Brokkoli, der zu Brei verarbeitet und ans Kind verfüttert wird. Kommt nicht wirklich gut an, nach ein paar Bissen ist Schluss und wir müssen in Ermangelung an Alternativen auf Zwieback mit Obst ausweichen. Das ist dem Kind sehr recht, Süßes ist eh besser als so’n olles Gemüse.

Hipstereinkaufsbeute
Nachdem Herr Schnuffke aufgegessen hat, schnappe ich mir die Trage, stecke das Kind rein und mache mich zu einem Einkaufsbummel auf. Eine Kollegin hat mir ein Kaffeehaus mit Rösterei und eine Getränkefeinkostladen in Friedrichshain empfohlen, die ich beide abklappere. Die Ausbeute lässt sich sehen: Sowohl Kaffee als auch Limonaden schmecken hervorragend.

Kaffee und Kuchen am Samstag
Statt Kuchen gibt es Lebkuchen und Dominosteine. Herr Schnuffke bekommt einen Obstbrei.

Abendessen: Schupfnudeln mit Sauerkraut
Nach dem Kaffeetrinken gehen wir einkaufen, als wir wiederkommen ist es für Herrn Schnuffke Zeit ins Bett zu gehen. Jott und ich wechseln uns beim Kind-fertig-machen und bei der Zubereitung des Abendessens ab. Es gibt Schupfnudeln mit Sauerkraut.

Vorwärts!
Am Sonntag Morgen spielen wir ein bisschen mit diversen Bällen. Herr Schnuffke kann inzwischen immer besser und gezielter nach Gegenständen greifen und reckt und streckt sich, wenn sie außer Reichweite sind.

Gespenst
Nach dem Frühstück/ Vormittagssnack müssen wir uns beeilen: Wir sind zum Adventsbesuch bei meinen Eltern verabredet. Herr Schnuffke knuckert im Kindersitz ein wenig rum, erliegt auf der Fahrt aber dem Schlaf und kommt ausgeruht und fröhlich bei seinen Großeltern an.

Kaffee und Kuchen am Sonntag
Obligatorisches Kaffee-und-Kuchen-Bild.

Adventskranz
Wieder zu Hause: Während ich Herrn Schnuffke bade, abtrockne, anziehe und mit seinem Milchbrei füttere, bastelt uns Jott einen Adventskranz zusammen. Die Kerzen haben wir vergessen, die müssen noch gekauft werden.

Vorleselektüre
Ich probiere aus, ob sich Herr Schnuffke auch von mir ins Bett bringen lässt. Das Vorlesen scheint ihm zu gefallen, er freut sich und quietscht währenddessen vor sich hin. Ans Einschlafen ohne seine abendliche Milch- und Kuschelration denkt er aber nicht, und so muss Jott wieder ran. Wir werden das noch üben.

Kinderzimmer-Deko
Das weihnachtlich dekorierte Kinderzimmer. Ohne Kind, das schläft selig in seinem Kinderbett in unserem Schlafzimmer.

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Journal Sonntag, 22.11.2015 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“ auf dem Geborgen-Wachsen-Blog von Frau Mierau. Die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 21./22. November 2015 verlinkt.]

Das Wochenende war zwangsläufig sehr ruhig, Jott und Herr Schnuffke sind immer noch in Magdeburg und so hatte ich zwei Tage nur für mich. Da ich am Freitag Abend genug mit Menschen interagiert hatte, stand mir der Sinn nach viel Ruhe.

Spoiler: Die gab es. Ich habe, bis auf den Wocheneinkauf, keinen Fuß vor die Tür gesetzt und, bis auf ein Telefonat mit Jott, mit keiner Menschenseele geredet.

Die erste Stolle des Jahres
Nach dem Erledigen einiger Haushaltspflichten gab es am Nachmittag die erste Mohnstolle des Jahres. Wir haben einen ausgezeichneten Bäcker in der Nachbarschaft, der die beste Mohnstolle backt die ich kenne. Und weil mich beim Wocheneinkauf am Vormittag zwei Stücken angelacht haben, habe ich meine Regel, keine Stolle vor dem ersten Advent zu essen, einfach etwas aufgeweicht. Eine Woche vor dem ersten Advent geht auch in Ordnung.

System-Administration
Am Abend wurde mein alter Spiele-Laptop auf Windows 10 aktualisiert. Das ging wieder Erwarten richtig gut, die Kiste läuft genauso flott wie vorher und ist nach dem Ruhemodus sogar schneller wieder verfügbar. Windows 10 ist wirklich hübsch und optisch ein großer Sprung von Windows 7. Das Update hat sich gelohnt.

Am Abend ausprobiert, ob Windows 10 Auswirkungen aufs Spielen hat (durch erhöhten Ressourcenverbrauch des Betriebsystems, oder irgendwelche Treibergeschichten). Nach zwei Stunden „Testen“ dann die Feststellung, dass es keine Auswirkungen gibt und alles stabil läuft.

Wenig Schnee
Am Sonntag Nachmittag schneite es. Hurra! Schnee ist toll, vor allem wenn man ihm von drinnen im warmen beim Runterrieseln zugucken kann.
Viel Schnee
Zehn Minuten später, immer noch Schnee. Aber mit unglaublich großen Flocken.
Arbeit, Arbeit!
Symbolfoto: Den Tag verbrachte ich zu einem großen Teil mit dem Herumbasteln an einem kleinen Webprojekt für mich. Große Überraschung: Wenn man bestimmte Dinge nicht regelmäßg macht, dauert es etwas länger bis man wieder reinkommt. Sachen gibts.

Das Wochenende war sehr erholsam. Ich bin trotzdem froh, dass solche Tage mehr Ausnahme als Regel sind. Morgen sehe ich Jott und Herrn Schnuffke wieder, ich freue mich schon drauf.

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Journal Sonntag, 1.11.2015 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“ befinden sich bei Frau Mierau auf dem Geborgen-Wachsen-Blog]

MützenselfieSamstagmorgen. Herr Schnuffke hat die Nacht wieder durchgeschlafen. Wir wachen alle zusammen gegen halb Neun auf, holen das muschelige Baby ins Bett, ziehen ihm dem Schlafsack aus und kuscheln noch ein wenig. Dann ziehe ich das Kind für den Tag an und werde beim Windeln wechseln angepinkelt. Im Anschluss wird Herr Schnuffke gestillt, ich mache mich selbst fertig und binde mir danach die Trage um, damit ich mit dem Kind zum Bäcker Brötchen holen gehen kann.
Als ich wiederkomme, gibts erstmal- das Kind ist immer noch in der Trage, weil ich eigentlich nach dem Frühstück mit ihm Einkaufen gehen möchte- einen Kaffee und Frühstück.
Kaffee-IroAus dem Vorhaben wird leider nichts, denn weil wir rumtrödeln verstreicht etwas Zeit und Herr Schnuffke hat schon wieder Hunger und nörgelt rum. Also ändere ich meinen Plan, denn mit schreienden Kind einkaufen muss nicht sein. Während Jott das Kind stillt und anschließend als Schlafunterlage dient, gehe ich einkaufen.
Der Essensplan für die kommene Woche ist bereits von Jott aufgestellt worden, den Einkaufszettel habe ich am Vorabend vorbereitet, so dass ich das nicht mehr machen muss.
Einkaufsausbeute
Wieder zurück vom Einkaufen verstaue ich die Kühlprodukte und dann gehen Jott, Herr Schnuffke und ich ins Forum, um die noch fehlenden Produkte zu kaufen und ein Päckchen wegzubringen.
Herr Schnuffke hat gute Laune, die Sonne scheint, es ist frisch aber nicht kalt und der Weg ist mit bunten Blättern gesäumt. Schön!
Schattenbaby
Als wir zurück kommen, sind Herr Schnuffke und ich müde (wenn die Wirkung des Kaffees doch nur länger halten würde…). Ich schnappe mir das Kind, lege mich auf die Couch und hoffe, dass er ein wenig schläft und ich entspannen kann. Macht er aber nicht, auf Papa rumklettern und rumnölen ist scheinbar viel toller (dusseliges Kind). Und Hunger hat er inzwischen auch wieder. Irgendwann gebe ich genervt auf, Jott muss ran. Weil er nach dem Stillen immer noch nicht schlafen möchte, wir aber noch einiges im Haushalt zu erledigen haben- morgen kommt Jotts Mama für eine Woche zu uns- beschließe ich, das Kind in die Trage zu packen und mit der Trage die Wohnung aufzuräumen. Jott kocht in der Zwischenzeit das Chili con Jamie.
Auf und an Papa
Prinzipiell geht das ganz gut, nur das vornüberbeugen ist schwierig.
Irgendwann sind sowohl Jott als auch ich fertig. Als ich das mittlerweile eingeschlafene Kind abschnalle, wacht es auf, meckert rum und lässt sich auch durch Obstbrei und Stillen nicht so recht besänftigen. Stattdessen nölt es lieber weiter rum (dussliges Kind) und möchte sowohl Körperkontakt als auch Bespaßung. Das schlaucht.
Zwischendurch schaffen wir es gerade so, zu Abend zu essen. Herr Schnuffke wird immer ungnädiger: Er ist müde, will aber nicht schlafen. Weil uns langsam die Ideen ausgehen, schnalle ich mir wieder die Trage um und laufe durch die Nachbarschaft.
Herr Schnuffke schläft nach fünf Minuten ein. Weil es bis zur regulären Schlafenszeit noch etwas hin ist und ich Jott ein wenig Ruhe gönnen möchte, gehe ich weiter spazieren. Als ich zurück komme, hat sie die Wohnung gesaugt und fertig aufgeräumt (dusslige Frau).
Bildungsfernsehen
Das Kind wird gestillt, schläft nicht wirklich ein und braucht etwas mehr Zuwendung als sonst. Irgendwann schläft es jottseidank (beachten sie dieses tolle Wortspiel). Ich setze mich ein gutes Stündchen an die „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe, verzweifle ein wenig und komme zu der Überzeugung, einfach zu dumm dafür zu sein. Irgendwann reichts mir und ich verkriech mich zu Jott auf die Couch, um das Duell um die Welt zu gucken. Bildungsfernsehen ftw!


Der Sonntag beginnt etwas früher: Herr Schnuffke wacht um halb Acht auf und ist munter. Ich schnappe mir das Kind, wickle es, werde angekackt und hole Brötchen. Als wir wiederkommen, ist Jott gerade aufgewacht und wir essen nach dem Stillen Frühstück. Ich esse den Apfelbrei der Bekannten von Jott, den Herr Schnuffke nicht isst.
Breifrühstück
Danach brechen wir ins Forum auf, dort ist heute Babyflohmarkt und wir möchten uns das gern angucken. Als wir dort sind, erkennen wir dass wir die Dimensionen unterschätzt haben: Es ist unglaublich voll und wuselig. Weil wir eh zum Mittagessen bei meinen Eltern angekündigt sind, halten wir unsere Runde durch die Stände kurz, machen aber trotzdem ein Schnäppchen: Eine dicke Winterjacke, einen Pullover und Schuhe für nur sechs Euro.
Babyflohmarkt
Bei meinen Eltern gibts Kartoffel-Möhre-Brei für das Kind und danach ein paar Krabbelübungen. Jott und ich genießen es, dass Herr Schnuffke von seinen Großeltern bespaßt wird und wir kurzzeitig durchschnaufen können.
Krabellübungen
Zur Kaffeezeit fahren wir weiter zu einer Bekannten von mir, die an diesem Wochenende hochschwanger in ihr neues Haus gezogen ist. Wir bewundern den großen Babybauch und das Haus, essen Kuchen und erzählen. Herr Schnuffke wird zwischenzeitlich gestillt und ist hundemüde, möchte aber wieder nicht schlafen. Auf dem Rückweg schlägt sich das in seiner Stimmung nieder: Er heult und schreit und macht Theater. Um das zu verhindern, sitze ich im Auto extra hinten bei ihm, doch alle Beruhigungsversuche scheitern. Ich bin genervt und überfordert davon, das Kind zu besänftigen. Nichtmal das Nuckeln an meinen Fingern hilft. Die Fahrt zieht sich gefühlt ewig, obwohl es nur 30 Minuten sind.

Dass er Abends so übermüdet ist und schlechte Laune hat, kotzt mich an, ich weiß nämlich nicht was ich dagegen machen kann außer ihn rumzutragen.

Zu Hause muss Jott das Kind eine ganze Weile stillen, bis es sich beruhigt. Zwischenzeitlich kommt Jotts Mama, und ich überlasse Herrn Schnuffke den beiden Frauen und räume die Wohnung auf.