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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 1.11.2015 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“ befinden sich bei Frau Mierau auf dem Geborgen-Wachsen-Blog]

MützenselfieSamstagmorgen. Herr Schnuffke hat die Nacht wieder durchgeschlafen. Wir wachen alle zusammen gegen halb Neun auf, holen das muschelige Baby ins Bett, ziehen ihm dem Schlafsack aus und kuscheln noch ein wenig. Dann ziehe ich das Kind für den Tag an und werde beim Windeln wechseln angepinkelt. Im Anschluss wird Herr Schnuffke gestillt, ich mache mich selbst fertig und binde mir danach die Trage um, damit ich mit dem Kind zum Bäcker Brötchen holen gehen kann.
Als ich wiederkomme, gibts erstmal- das Kind ist immer noch in der Trage, weil ich eigentlich nach dem Frühstück mit ihm Einkaufen gehen möchte- einen Kaffee und Frühstück.
Kaffee-IroAus dem Vorhaben wird leider nichts, denn weil wir rumtrödeln verstreicht etwas Zeit und Herr Schnuffke hat schon wieder Hunger und nörgelt rum. Also ändere ich meinen Plan, denn mit schreienden Kind einkaufen muss nicht sein. Während Jott das Kind stillt und anschließend als Schlafunterlage dient, gehe ich einkaufen.
Der Essensplan für die kommene Woche ist bereits von Jott aufgestellt worden, den Einkaufszettel habe ich am Vorabend vorbereitet, so dass ich das nicht mehr machen muss.
Einkaufsausbeute
Wieder zurück vom Einkaufen verstaue ich die Kühlprodukte und dann gehen Jott, Herr Schnuffke und ich ins Forum, um die noch fehlenden Produkte zu kaufen und ein Päckchen wegzubringen.
Herr Schnuffke hat gute Laune, die Sonne scheint, es ist frisch aber nicht kalt und der Weg ist mit bunten Blättern gesäumt. Schön!
Schattenbaby
Als wir zurück kommen, sind Herr Schnuffke und ich müde (wenn die Wirkung des Kaffees doch nur länger halten würde…). Ich schnappe mir das Kind, lege mich auf die Couch und hoffe, dass er ein wenig schläft und ich entspannen kann. Macht er aber nicht, auf Papa rumklettern und rumnölen ist scheinbar viel toller (dusseliges Kind). Und Hunger hat er inzwischen auch wieder. Irgendwann gebe ich genervt auf, Jott muss ran. Weil er nach dem Stillen immer noch nicht schlafen möchte, wir aber noch einiges im Haushalt zu erledigen haben- morgen kommt Jotts Mama für eine Woche zu uns- beschließe ich, das Kind in die Trage zu packen und mit der Trage die Wohnung aufzuräumen. Jott kocht in der Zwischenzeit das Chili con Jamie.
Auf und an Papa
Prinzipiell geht das ganz gut, nur das vornüberbeugen ist schwierig.
Irgendwann sind sowohl Jott als auch ich fertig. Als ich das mittlerweile eingeschlafene Kind abschnalle, wacht es auf, meckert rum und lässt sich auch durch Obstbrei und Stillen nicht so recht besänftigen. Stattdessen nölt es lieber weiter rum (dussliges Kind) und möchte sowohl Körperkontakt als auch Bespaßung. Das schlaucht.
Zwischendurch schaffen wir es gerade so, zu Abend zu essen. Herr Schnuffke wird immer ungnädiger: Er ist müde, will aber nicht schlafen. Weil uns langsam die Ideen ausgehen, schnalle ich mir wieder die Trage um und laufe durch die Nachbarschaft.
Herr Schnuffke schläft nach fünf Minuten ein. Weil es bis zur regulären Schlafenszeit noch etwas hin ist und ich Jott ein wenig Ruhe gönnen möchte, gehe ich weiter spazieren. Als ich zurück komme, hat sie die Wohnung gesaugt und fertig aufgeräumt (dusslige Frau).
Bildungsfernsehen
Das Kind wird gestillt, schläft nicht wirklich ein und braucht etwas mehr Zuwendung als sonst. Irgendwann schläft es jottseidank (beachten sie dieses tolle Wortspiel). Ich setze mich ein gutes Stündchen an die „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe, verzweifle ein wenig und komme zu der Überzeugung, einfach zu dumm dafür zu sein. Irgendwann reichts mir und ich verkriech mich zu Jott auf die Couch, um das Duell um die Welt zu gucken. Bildungsfernsehen ftw!


Der Sonntag beginnt etwas früher: Herr Schnuffke wacht um halb Acht auf und ist munter. Ich schnappe mir das Kind, wickle es, werde angekackt und hole Brötchen. Als wir wiederkommen, ist Jott gerade aufgewacht und wir essen nach dem Stillen Frühstück. Ich esse den Apfelbrei der Bekannten von Jott, den Herr Schnuffke nicht isst.
Breifrühstück
Danach brechen wir ins Forum auf, dort ist heute Babyflohmarkt und wir möchten uns das gern angucken. Als wir dort sind, erkennen wir dass wir die Dimensionen unterschätzt haben: Es ist unglaublich voll und wuselig. Weil wir eh zum Mittagessen bei meinen Eltern angekündigt sind, halten wir unsere Runde durch die Stände kurz, machen aber trotzdem ein Schnäppchen: Eine dicke Winterjacke, einen Pullover und Schuhe für nur sechs Euro.
Babyflohmarkt
Bei meinen Eltern gibts Kartoffel-Möhre-Brei für das Kind und danach ein paar Krabbelübungen. Jott und ich genießen es, dass Herr Schnuffke von seinen Großeltern bespaßt wird und wir kurzzeitig durchschnaufen können.
Krabellübungen
Zur Kaffeezeit fahren wir weiter zu einer Bekannten von mir, die an diesem Wochenende hochschwanger in ihr neues Haus gezogen ist. Wir bewundern den großen Babybauch und das Haus, essen Kuchen und erzählen. Herr Schnuffke wird zwischenzeitlich gestillt und ist hundemüde, möchte aber wieder nicht schlafen. Auf dem Rückweg schlägt sich das in seiner Stimmung nieder: Er heult und schreit und macht Theater. Um das zu verhindern, sitze ich im Auto extra hinten bei ihm, doch alle Beruhigungsversuche scheitern. Ich bin genervt und überfordert davon, das Kind zu besänftigen. Nichtmal das Nuckeln an meinen Fingern hilft. Die Fahrt zieht sich gefühlt ewig, obwohl es nur 30 Minuten sind.

Dass er Abends so übermüdet ist und schlechte Laune hat, kotzt mich an, ich weiß nämlich nicht was ich dagegen machen kann außer ihn rumzutragen.

Zu Hause muss Jott das Kind eine ganze Weile stillen, bis es sich beruhigt. Zwischenzeitlich kommt Jotts Mama, und ich überlasse Herrn Schnuffke den beiden Frauen und räume die Wohnung auf.

2 Antworten auf „Journal Sonntag, 1.11.2015 – Wochenende in Bildern“

Guten Abend,
Ich weiß, das hilft Ihnen jetzt nicht, aber das mit dem nicht-schlafen-wollen-und-dann-rumbrüllen ist nur eine Phase. Und ganz typisch für das Alter. Außer rumtragen hat zumindest bei uns auch nix geholfen, leider kann ich da also keine weiteren Geheimtips geben. Es dauert nicht ewig (wenn ich mich recht erinnere warens bei uns damals so ca. eineinhalb bis zwei Wochen), das kann man sich vor Augen halten, vielleicht hilft das ein bisschen.

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