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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 10. April 2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 9./10. April 2016 verlinkt.]

Hafenblick

Samstag Morgen und von unserem Balkon können wir auf ein Kitschpostkartenszenario gucken. Hat man auch nicht alle Tage.

Herrn Schnuffke ist das aber egal, er hat Hunger und sagt das auch. „Nannananan“ heißt soviel wie „Entweder ich krieg jetzt was zu futtern oder es wird unschön“. Und so lassen wir das Kitschpostkartenszenario Kitschpostkartenszenario sein, machen uns zurecht und gehen frühstücken.
Das reichhaltige Frühstücksbuffet ergänze ich um eine Kopfschmerztablette, und als sie zu wirken beginnt kann ich noch viel mehr genießen.
Herr Schnuffke wird durch die ungewohnte Umgebung und die vielen Menschen abgelenkt und is(s)t dadurch etwas aufgekratzter. Das resultiert in einem erhöhten Krümelradius rund um seinen Kinderstuhl. Wir sind etwas peinlich berührt, die beiden einzigen anderen Kinder im riesengroßen Saal können schon mit Messer und Gabel essen oder werden noch gestillt. Vielleicht hätten wir um eine Plane bitten sollen, die wir rund um unserem Tisch auslegen?

Spazieren

Am Vormittag spazieren wir in den Ortskern Boltenhagens, nachdem wir auf den verschiedenen Spielplätzen der Hotelanlage rutschten und schaukelten. Herr Schnuffke hat gute Laune, Jott eher weniger. Sie hat neue Schuhe mitgenommen und Blasen an den Füßen. In den nächsten Urlaub nehme ich sie nur mit ausgelatschten, bequemen Schuhen mit.

Küste

Unterwegs mache ich eine ganze Reihe Fotos von der Landschaft…

Promenade

… und uns. In der Sonne sehen Herr Schnuffkes Haare noch heller aus, und ein leichter Rotschimmer ist auch drin. Er wird doch wohl nicht, wie sein Vater, im Sommer einen Rotstich kriegen?

Meer

In Boltenhagen essen wir Mittag und lagern im Anschluss den inzwischen müden und nöligen Herrn Schnuffke vom Buggy in die Trage um. Weil er nicht zur Ruhe kommt- es ist alles so unfassbar spannend- klappe ich seine Mütze über die Augen. Eine Minute später (keine Übertreibung) schnarcht er. Manchmal muss man eben mit sanften Druck nachhelfen.

Auf der Seebrücke ist es windig und kalt, also laufen wir lieber noch ein Stückchen an der geschützten Uferpromenade entlang und anschließend durch Boltenhagen wieder zurück zur Seebrücke. Dort sah ich gestern ein niedliches kleines Cafe, in dem ich mit Jott und Herrn Schnuffke einkehren möchte.

Kaffee und Kuchen

Machen wir auch. Der Kaffee ist klasse, der Kuchen auch. Ich spreche also hiermit eine Empfehlung für das Kaffee Einraum in Boltenhagen aus.

Schlüsselkind

Herr Schnuffke ist trotz Nachmittagsbrei begierig darauf, von unserem Kuchen mitzuessen. Da wir natürlich nur um das Kindswohl bemüht sind, wollen wir ihn nicht der süßen Versuchung aussetzen und lassen ihn sich lieber beschäftigen.

Nach Kaffee und Kuchen gibts noch ein Eis (wenn schon, denn schon), dann wirds Zeit für den Rückweg. Im Hotel entdecken wir, dass Herr Schnuffke Sand in der Windel hatte und sein Po nun wundgescheuert ist. Weil wir für die Reinigung lieber keine Feuchttüchter nutzen wollen, spülen wir ihn im riesengroßen Waschbecken im Bad unseres Hotelzimmers ab. Dabei gibt es das ein oder andere Malheur und schlussendlich duschen Herr Schnuffke und ich- das ist am einfachsten. Herr Schnuffke ist sehr irritiert vom von oben kommenden Wasser, das kennt er noch nicht. Normalerweise baden wir ihn.

Tragekind

Alle Versuche, Herr Schnuffke ins Bett zu bringen, scheitern kläglich. Der Tag war einfach zu aufregend… Letztendlich hilft nur noch die Trage, und selbst darin kämpft er eine Weile erfolgreich gegen den Schlaf an.
Diesen Wesenszug verstehe ich absolut nicht- er ist hundemüde, will aber partout nicht schlafen.

Zeitreise

Als das Kind endlich schläft, bemerke ich das unser Zimmertelefon bereits in der Zukunft „lebt“. Fünf Minuten später fällt mir auf, dass es nicht „2043“ heißt, sondern „20:43 Uhr“. Naja. Impulsdummheit.

Nachthafen

Ich bin super begeistert von meiner Kamera. Es ist dunkel und sie macht solche Fotos! Der Wahnsinn. Das kannte ich von bisherigen Kameras und Handys nicht.

Nachtbier

Jotts und mein Abendausklang. Eigentlich wollten wir auf dem Balkon sitzen, aber dafür ist es zu kalt. Nach dem Radler gehen wir ins Bett, müde, k.o. und angetüddelt.

Kurz bevor wir endgültig einschlafen, hat Herr Schnuffke einen Alptraum, aus dem er scheinbar nicht rauskommt. Erst als ich ihn an die offene Balkontür halte und er die kalte Luft bemerkt, beruhigt er sich. Wirklich wach wird er aber nicht, schläft aber ruhig weiter.

Morgenkind

Der nächste Morgen. Das Zimmerpersonal wird uns hassen für die ganzen Babyhandabdrücke.

Autobahn

Nach dem Auschecken fahren wir zurück nach Berlin. Herr Schnuffke meckert eine ganze Weile rum und schläft erst ein, als ich ihm vorsinge. Zum Ausgleich wacht er erst kurz vor der Ankunft wieder auf und hat einigermaßen gute Laune.

Aufräumkind

Nach der Ankunft gibts „Nannananan“ fürs Baby, wir räumen etwas auf. Nachmittags laufe ich mit Herrn Schnuffke nach Friedrichshagen, esse Sesam- und Zimteis bei Da Dalt und gönne so Jott ein wenig Freizeit.

Abends couch-en wir.

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