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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 19.3.2016, und Sonntag, 20.3.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 19./20. März 2016 verlinkt.]

Die Nacht zum Samstag im Wohnzimmer verlief ruhig und störungsarm. Herr Schnuffke lag zwar irgendwann quer auf der Couch und buffte mich mit seinem Kopf an, schlief aber ansonsten sehr gut.

So gut, dass er um 6:30 Uhr putzmunter ist.

Beim anschließenden Kuscheln- nur weil ich nun auch wach bin, muss ich ja nicht gleich unter der warmen Decke hervorkommen- überlege ich, welche Ironie des Schicksals es ist, dass mein Kind ein Frühaufsteher ist. Die mütterlichen Gene sind in dieser Hinsicht übermäßig stark im Kind präsent.

Insgeheim bin ich aber froh, dass ich immerhin bis halb Sieben ausschlafen konnte.

Kaffee

Nach dem Brötchenholen gibts erstmal Kaffee, beim Frühstück verblüfft uns Herr Schnuffke durch seinen Appetit. Er verdrückt die Hälfte seines Körpergewichts in Grießbrei und Wurstbrötchen- sehr zu Jotts Verdruss, die das Brötchen eigentlich selbst essen wollte.

Erstmal zu Netto

Dreiviertel Neun laufen Herr Schnuffke und ich zum einkaufen zu Netto, Jott räumt in der Zwischenzeit die Wohnung auf.

Mausefraß

Weil Herr Schnuffke sich im Einkaufswagen dauernd nach links und rechts lehnt, um die vielen Artikel anzufassen, darf er zur Ablenkung meinen Einkaufszettel halten. Bevor der Zettel komplett angeknabbert und spuckedurchweicht ist, greife ich ein- ich muss schließlich noch lesen können, was ich einkaufen soll.

Eispause

Zurück zu Hause machen wir eine kurze Eispause, …

Bücherwurm

… und während ich den Einkaufszettel aktualisiere, stöbert Herr Schnuffke in meinen Büchern. Dann brechen wir zu Teil 2 der Einkaufsrunde auf. Diesmal gehts ins Forum Köpenick zu Kaisers, um dort die restlichen Lebensmittel zu besorgen die es bei Netto nicht gibt.

Wieder zu Hause gehe ich duschen (kein Bild davon) und wir brechen im Anschluss zu meinen Eltern auf. Wir sind am Nachmittag bei einer ehemaligen Kollegen von mir verabredet, die im Dezember ein Baby bekommen hat, und schauen davor zum Mittagessen bei meinen Eltern vorbei.

Mehrgenerationenreh

Herr Schnuffke spielt dort mit dem Mehrgenerationenreh, auf dem bereits seine Großmutter und ich herumgekaut haben. Ohren und Nase des Rehs sind vom vielen Rumnuckeln daran deutlich heller als de Rest, ansonsten hat es die vielen, vielen Jahre erstaunlich gut überstanden.

Spielstunde

Am Nachmittag fahren wir weiter zur ehemaligen Kollegin, trinken Kaffee und essen Kuchen, erzählen viel über Kinder und Familie. Herr Schnuffke sieht erstmals im Leben einen Hund von nahem und ist anfangs sehr zurückhaltend. Nach einiger Zeit muss ich ihn nicht mehr hochnehmen, wenn der Hund in seine Nähe kommt, und nochmal einige Zeit später traut sich Herr Schnuffke sogar den Hund vorsichtig anzufassen.
Ich finds supergut, endlich auch mal in meinem Bekanntenkreis mit jemandem über Kinder, Elternschaft und das Leben drumherum zu sprechen.

Zurück zu Hause gibt es Abendbrot, dann räumen Jott und ich das Bad auf und legen gegen 20:30 Uhr die Füße hoch.

Sonntagsfrühstück

In den ganz frühen Morgenstunden des Sonntags ziehe ich mit Herrn Schnuffke nicht ins Wohnzimmer um, sondern hole ihn zu uns ins Schlafzimmer. Eine gute Stunde später wird er trotzdem endgültig wach. Zum Glück erbarmt sich Jott und steht auf, um das Kind zu bespaßen. So kann ich noch etwas länger schlafen und werde erst wieder zum Frühstück geweckt.

Kuchen

Nach dem Frühstück beginnt Jott mit den Vorbereitungen für die heute bei uns stattfindende Tupperparty. Eine Freundin von Jott ist Tupper-Beraterin und wird die Ware mitbringen und verkaufen.
Als wir letztens beim Geburtstag einer Bekannten waren, kam das Thema auf, und als Jott herumfragte wer denn bei so einer Veranstaltung mitmachen möchte war der Zuspruch rege. Einige Gäste haben zwar leider abgesagt, aber trotzdem werden später acht oder neun Frauen zu Besuch kommen.

Zwei, Drei, Vier

Ich schnappe mir derweil den quengelnden Herrn Schnuffke und gehe ins Wohnzimmer, damit er Jott nicht im Weg herumkriecht. Nachdem wir ein wenig gespielt haben, wird Herr Schnuffke immer ruhiger und möchte gern kuscheln. Ich ahne, wo das hinführt- wer seit 6 Uhr morgens wach ist, darf um halb Zehn das erste Nickerchen machen.
Wir legen uns zusammen auf die Couch, und binnen zwei Minuten schläft das Kind. Und schläft. Und schläft.
Ich lese in der Zwischenzeit in Zwei, Drei, Vier: Wie ich eine Familie wurde von Maximilian Buddenbohm, dem Herzdamengeschichtenautoren. Das Buch kenne ich schon, aber Herr Schnuffke hat es beim Durchstöbern des Bücherregals auf den Boden geworfen und so habe ich es eben zufällig in der Hand, als wir uns hinlegen.

Herrn Schnuffkes Vormittagsschläfchen dauert, ich schaffe es das Buch durchzulesen. Zwischendurch kommen Jotts Tupper-Freundin und eine weitere Freundin, die mit „Pschhh- das Kind schläft“ willkommen geheißen werden.

Mittagessen

Die drei Frauen gehen Burger essen und bringen mir einen Barbecue-Burger mit. Ich füttere derweil das inzwischen wache Kind.

Tupper

Irgendwann sind alle Gästinnen da und unser Flur ist mit Schuhen und Taschen vollgestellt. Ich muss bei einigen der Schuhe an Kinderschuhe denken, weil sie so putzig klein sind. Das ist vermutlich aber nur eine Macke von mir- im Gegensatz zu meinen Schuhen sehen alle anderen Schuhe immer klein aus…

Badezeit

Nachdem alle Gästinnen wieder weg sind, wird Herr Schnuffke gebadet und bettfertig gemacht. Er hat sich wacker gehalten und ist inzwischen seeehr müde vom Herumspielen mit den Gästinnenkindern und dem Schäkern mit vielen, vielen Frauen.

Heiße Zitrone

Letzte Amtshandlung des heutigen Tages: Ich mache heiße Zitrone für Jott und mich und hoffe, dass das mich seit Tagen begleitende Kratzen im Hals davon verschwindet.

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