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Journal Montag, 9.11.2015

Skyfall war gestern Abend spannender als Bloggen. Und nach dem ganzen Rumgelaufe an Stränden und Promenaden auch deutlich weniger fordernd.

Herr Schnuffke besteht auf sechs Mahlzeiten binnen 24 Stunden- und wenn er die nicht tagsüber bekommt, dann halt Nachts. Darum war es dann auch keine große Überraschung, als er heute Nacht gleich zweimal nach Milch verlangte.

Aber gut, Rumtoben und Baby-Yoga machen halt hungrig…

Herr Schnuffke beim täglichen Yoga-Training. Hier zu sehen: Die umgedrehte Brücke.
Herr Schnuffke beim täglichen Yoga-Training. Hier zu sehen: Die Brücke Der herabschauende Hund.

Das Kind hatte am Wochenende unglaublich gute Laune und war von Tag zu Tag fröhlicher. Er braucht Action und viele Leute, die ihn bespaßen, dann gehts ihm gut (wo hat er das nur her…). Hoffentlich fällt er in kein Loch, wenn Jott in der kommenden Woche tagsüber wieder allein mit ihm ist. Und Jott hoffentlich auch nicht, denn wenn sich vier Erwachsene um das Kind kümmern bedeutet das zwangsläufig etwas mehr Ruhe für den Einzelnen- und diese Ruhe ist jetzt wieder vorbei.

Ich hadere gerade. Ich hätte lieber mehr Zeit für das Kind und Jott und meine Eltern und überhaupt wäre es viel toller wenn dieses ganze Arbeitsding nicht so unglaublich zeitintensiv wäre. Leider heißt das im Umkehrschluss aber, dass dann weniger Geld zur Verfügung stände. Wieso kann man nicht Zeit und genug Geld haben?

Nachdem wir heute Vormittag Heringsdorf und der Ostsee tschüss sagten und schon überlegten, nächstes Jahr wieder zu kommen, ging es heute Nachmittag zurück nach Berlin. Herr Schnuffke pöbelte die erste Stunde müdigkeitsbedingt herum, erlag aber schlussendlich dem Kampf mit dem Schlaf und verweilte bis eine halbe Stunde vor Berlin im Land der Träume. Als er aufwachte, war es aber fast dunkel, und das mag er ja, wie festgestellt, nicht. Heute ließ er sich aber leichter beruhigen: Wir hatten noch eine leere Plasteverpackung, die beim Zusammenkrumpeln schön raschelte. Die Ecken waren vielleicht etwas spitz und die Kanten etwas scharf, aber immerhin war das Kind ruhig.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir ihm „Eisgekühlter Bommerlunder“ vorsangen, als uns nach einer Million Wiederholungen „Der Kuckuck und der Esel“ auf die Nerven ging.

Zurück in Berlin gings noch fix mit Herrn Schnuffke in der Trage zum Netto, um den leeren Kühlschrank für die Woche aufzufüllen, und dann ab auf die Couch (nach Aufräumen und Wäsche abnehmen und aufhängen), um endlich das Staffelfinale von Gotham zu gucken.

Wie schaffe ich es, ab 21.9.2016 ganz viel Zeit zum Zocken zu haben?

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Journal Samstag, 7.11.2015

Wir schliefen und schliefen und schliefen. Acht Stunden lang, neun Stunden lang, zehn Stunden lang, el- naja, zehneinhalb Stunden lang. Bis kurz nach Acht. Das war unglaublich erholsam.

Der Blick von der Dachterasse auf Teile von Heringsdorf und die Ostsee: Für uns ist auch die dritte Reihe noch gut genug
Der Blick von der Dachterasse auf Teile von Heringsdorf und die Ostsee: Für uns ist auch die dritte Reihe noch gut genug

Nach dem Frühstück mit meinen Eltern in deren Wohnung zwei Stockwerke über uns brachen wir auf, um uns Heringsdorf anzugucken. Meine Eltern und ich waren vor ungefähr zehn Jahren schon einmal anlässlich eines Geburtstages hier, und so war es ganz spannend zu sehen an was ich mich noch erinnern konnte und was sich alles in der Zwischenzeit geändert hat.
Wir haben das Touri-Programm mit Flanieren an der Strandpromenade, Seebrücken-Begehung und Eisessen in der Einkaufs“meile“ (eher 50 Meter) durchgezogen, ehe wir zurück in unsere Villa gingen und Herrn Schnuffke fütterten.
Danach brauchen wir in die andere Richtung nach Ahlbeck auf, ließen uns unterwegs von meinen Eltern zum Essen einladen, bewunderten die Ahlbecker Seebrücke und spazierten in der Dämmerung am Strand zurück zum Quartier.
Fast im Wasser

Bis zum Baden und Stillen wurde Herr Schnuffke intensiv von uns vier Erwachsenen bespaßt und war dementsprechend k.o. Inzwischen schläft er der Schlaf der Gerechten und lässt Jott und mich in Ruhe Harry Potter und der Orden des Phoenix gucken.

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Essensplan

Essensplan KW 45/46

Tag Gericht
Samstag
Sonntag
Montag Nudelpfanne
Dienstag Herzhafte Kartoffelpuffer mit Kräuterquark
Mittwoch Bohnensuppe
Donnerstag Pizza
Freitag Döner
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Journal Freitag, 6.11.2015

Urlaub! Die nächsten Tage wohnen Jott, Herr Schnuffke, meine Eltern und ich in einer alten Villa im Bäderstil in Heringsdorf an der Ostsee und lassen den Alltag Alltag sein.

Jott und ich sind uns relativ sicher, herausgefunden zu haben weshalb Herr Schnuffke auf manchen Autofahrten Theater macht: Er mag es nicht, wenn es draußen dunkel ist. Mit zunehmender Dämmerung wurde Herr Schnuffke immer unruhiger, als es dann dunkel war hat er bitterlich geweint. Zum Glück waren wir kurz nach Einbrechen der Dunkelheit am Ziel angekommen. Für die Rückfahrt am Montag haben wir uns vorgenommen, etwas früher aufzubrechen damit wir eine ruhige Fahrt haben.

Sehr uncool: Jott und ich haben beide jeweils nur Edge auf dem Smartphone. Hoffentlich ist die Netzabdeckung außerhalb der Villa besser. Auf das zusätzliche Wlan-Paket für zehn Euro am Tag haben wir auf Grund des unverhältnismäßigen Preises verzichtet. Dank Tethering kann ich aber zumindest am Laptop schreiben und bin nicht auf die Mini-Tastatur des Smartphones angewiesen. Bilder hochladen ist so allerdings nicht möglich.

Die Seeluft macht uns müde: Noch nichtmal halb Zehn und wir können kaum noch die Augen offen halten.

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WMDEDGT?

Journal Donnerstag, 5.11.2015 – WMDEDGT 11/15

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Der Wecker klingelt um 5.47 Uhr (Sie erinnern Sich, mein Tick), drei Minuten später stehe ich in der Dusche und 15 Minuten später produziere ich ungeplant Überraschungsrührei für Jott und Jotts Mama (ich ess keine Eier).
Überraschungsrührei

Heute habe ich Home Office, deswegen war eigentlich abgemacht mit den beiden Damen zu frühstücken. Ich hab aber Hunger, weil ich inzwischen an so frühes Essen gewöhnt bin. Also doch allein gefrühstückt, etwas später Jott und Herrn Schnuffke einen guten Morgen gewünscht und festgestellt, dass das Kind ganz schön warm ist. Scheint die gestrige Impfung also doch anzuschlagen. Das Fiebermessen beim Wickeln ergibt 38,5°. Das Kind scheint allerdings nicht nach mir zu kommen, es verhält sich nämlich wie immer und erzählt (quietscht, gluckst, lacht und blubbert) beim Wickeln und anschließenden Frühstück mit Jott und Jotts Mama von seinen Träumen. Ich gehe derweil an den Rechner und beginne mit der Arbeit (just kidding, ich lese erstmal die Twitter-Nacht-Timeline nach, das mache ich normalerweise morgens in der Bahn und darauf möchte ich nicht verzichten). Danach gehts aber los mit der Arbeit.

Zu den ersten Aufgaben gehört das Anlegen von aussagekräftigen ToDos für die Kollegen. Im Büro befinden sich gerade mehrere Projekte in der heißen Phase und zu meinen Aufgaben gehört es, den Überblick über noch offene Aufgaben zu behalten und die Arbeit im Team aufzuteilen.
Nachdem das erledigt ist, setze ich meine eigene Entwicklungsarbeit fort. Eines unserer Projekte sieht das Redesign eines sehr großen Portals vor. Ich arbeite seit ein paar Wochen daran, hatte die letzten zehn Tage allerdings kaum Zeit dafür und möchte die Ruhe im Home Office nutzen um einige Fehler zu beseitigen. Dafür muss ich relativ ungestört sein, und das bin ich im Büro sehr selten.

Zwischendurch nölt Herr Schnuffke rum. Er ist heute sehr kuschelbedürftig und möchte ständig bei Jott angelegt werden. Von mir lässt er sich nur kurzzeitig beruhigen. Irgendwann am späten Vormittag bemerke ich, dass es im Wohnzimmer sehr ruhig geworden ist, sehe nach und entdecke, dass Herr Schnuffke neben Jott schläft. Das macht er normalerweise nicht, er muss also wirklich ziemlich angeschlagen von der Impfung sein. Jott nutzt die Zeit, um Pizza für sich zu bestellen, während ich mir die Reste vom gestrigen Blumenkohl-Linsen-Curry warm mache.

Nach dem Mittag geht es weiter mit den Arbeiten am Redesign des Portals. Die Fehler konnte ich zum größten Teil beheben, so dass die Nutzung der Website auf dem Smartphone wieder möglich ist. Eine Funktion ist allerdings weiterhin kaputt. Da sie meiner Meinung nach nur mit Programmier-Kenntnissen zu lösen ist die ich noch nicht habe, schreibe ich ein Ticket und eine Erinnerung, einen Kollegen um Hilfe zu bitten. Danach beginnt das Testen der verschiedenen Seiten des Portals: Ungefähr 100 Unterseiten müssen in verschieden großen Browserfenstern angeschaut werden. Dabei entdecke ich einige alte Fehler, die auch auf der momentan in Nutzung befindlichen Portal-Website bestehen, und behebe diese. Das soll ich zwar eigentlich nicht, weil es nicht zum Kern der Redesign-Aufgabe gehört, aber ich kann diese Fehler einfach nicht ignorieren.

Gegen 16 Uhr unterbreche ich die Arbeit. Jott und ich fahren mit Herrn Schnuffke zu einer KiTa-Besichtigung in der etwas entfernteren Nachbarschaft. Auf der Fahrt stehen wir im Stau, so dass wir zu Fuß vermutlich genau so schnell gewesen wären. Naja.
Die KiTa-Führung ist recht kurz, danach wissen Jott und ich dass wir Herrn Schnuffke dort nur betreuen lassen möchten wenn wir keinen anderen KiTa-Platz bekommen.

Jott fährt im Anschluss zu ihrem Rückbildungskurs, ich laufe mit Herrn Schnuffke in der Trage durch die Dämmeung nach Hause. Unterwegs treffen wir Jotts Mama, die uns entgegen kommt. Zusammen gehen wir noch Kartoffeln für den Babybrei kaufen.

Zu Hause nutze ich die Zeit bis zu Jotts Rückkehr, um mit Herrn Schnuffke zu spielen. Inzwischen scheint das Fieber verschwunden zu sein, er ist wieder normal kühl und putzmunter. Das Baden lassen wir trotzdem ausfallen.

Ab halb Sieben quengelt Herr Schnuffke rum, er ist müde und hat Hunger. Weil wir nicht genau wissen, wann Jott wieder da ist, versuchen wir ihn mit Obstbrei zu trösten, den mag er allerdings nicht. Also schnappt sich Jotts Mama das Kind und läuft in der Wohnung auf und ab. Ich lege zum ersten Mal heute die Füße hoch und lese ein paar Rss-Feeds. Zum Glück kommt Jott kurz darauf zurück, so dass wir Herrn Schnuffke bett- und stillfertig machen und das Abendessen für uns zubereiten können.

Nach dem Essen ziehe ich mich für ’ne gute Stunde nochmal an den Rechner zurück und überprüfe die Code-Einspielungen der Kollegen zu den ToDos von heute morgen. Dann organisiere ich meine eigene Arbeit für morgen, erfasse meine Zeiten und schaue auf The Wirecutter nach, ob es ein Update im Kamera-Bereich für Fotografie-Anfänger gibt. Ich glaube, ich hätte ganz gern eine Kamera, und mache mich daher ein wenig schlau diesbezüglich.

Zwischendrin weint Herr Schnuffke im Schlafzimmer. So wie es aussieht, hat er noch Hunger. Also muss Jott wieder einspringen, da Abends noch gestillt wird und wir das so beibehalten möchten. Das Weinen und Schreien wiederholt sich noch mehrere Male, bis wir selbst ins Bett gehen.

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Journal Mittwoch, 4.11.2015

So. Müde.

Langer Tag im Büro, zum Teil wegen der „WIR WERDEN ALLE STÖÖÖRBEN!!“-Eskalation von gestern, zum Teil wegen Deadlines die nicht gerissen werden sollten. Ordentlich was geschafft, um den Preis das Kind heute nur schlafend gesehen zu haben. Morgen ist Home Office, da hol ich das nach.

Früh mit der Arbeit beginnen ist in der Hinsicht übrigens doof: Niemand sieht, dass man länger da ist. Bei uns beginnen die meisten Kollegen irgendwann zwischen 9 und 10 Uhr, wenn ich also um 18:30 Uhr noch sitze wird das als normale Arbeitszeit wahrgenommen und nicht als dritte Überstunde.

Heute kam die Bewilligung für unseren Antrag auf einen Kita-Platz an, mitsamt der Bekanntgabe der Höhe unseres Eigenanteils. Herr Schnuffke hat ab Sommer 2016 Anspruch auf mehr als 9 Stunden Betreuung am Tag- für schlappe Zweihundertnochwas Euro im Monat (stellen Sie Sich hier den Seufzer „Alle wollen mein Geld“ vor).

In der Mittagspause darüber geredet, entsetzte Blicke und Sprüche einer Kollegin à la „Ihr wollt euer Kind so lange abgeben?“. Nein, wollen wir nicht- aber wenn wir beide arbeiten gehen, wird vermutlich nichts anderes übrig bleiben.
Aber warten wir mal ab, wie die Lage in 2016 aussieht.

Ein neuer Flix-Comic-Strip! Und es gibt einen Waschbären darin (Waschbären sind cool)! Da ist es ein bisschen besser zu verschmerzen, dass die Schöne-Töchter-Reihe vorerst nicht fortgesetzt wird. Ich bin auch gespannt, was Marvin Clifford– den lese ich auch sehr gern- als Nachfolger zeichnet.

Hehehehe. Das fanden wir heute im Büro sehr, sehr witzig, weil zutreffend. Nur unser Teilzeit-Admin konnte nicht so ganz drüber lachen.

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Journal Dienstag, 3.11.2015

Super Morgen: Als ich vor dem Verlassen der Wohnung nochmal nach der schlafenden Jott und Herrn Schnuffke sah, wachte eben jener gerade auf und blinzelte mich fröhlich an. Das Kind freut sich beim Aufwachen immer sehr, uns zu sehen, und diese Freude ist unglaublich ansteckend. Also hab ich das pünktliche Ankommen im Büro nach hinten verschoben, mir das sich freuende Kind über die Schulter geworfen und ihn noch fix gewickelt, bevor ich zur Arbeit los bin. 20 Minuten Kind am Morgen, das ist doch was- normalerweise steht der feine Herr nämlich so gegen Achte auf und da bin ich ja schon weg.

Herrje, war das kalt heute morgen! Es wird wohl doch mal Zeit für eine etwas längere und dickere Jacke.

Bei der „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe Hilfe vom Kollegen erbeten. Bringt ja nichts, wenn ich da stundenlang rumrätsel. Der hat einen Blick drauf geworfen, mir gesagt weshalb ich das so und so machen muss und dann gings. Es war tatsächlich genau so einfach wie ich angenommen habe, aber drauf gekommen wär ich trotzdem in hundert Jahren nicht.

Dank dieses Tweets gelernt, dass man Kennzeichen auch im Internet bestellen kann. Ich wusste das nicht! Jott und ich melden nämlich irgendwann demnächst unser Auto offiziell auf uns um, wir können nämlich die Prozente von Jotts Mama mitnehmen. Und da sparen wir dank des heute gelernten richtig viel Geld. Ich habe nämlich direkt unser Wunschkennzeichen reserviert (das geht kostenlos online auf dem berlin.de-Portal) und unmittelbar danach für sagenhaft wenig Geld (im Vergleich zu den Banditen die direkt bei den Zulassungsstellen tätig sind) bei Die Kennzeichenprofis zwei neue Nummernschilder bestellt.
Schöner Nebeneffekt: Geld sparen UND noch was gutes tun- die Nummernschilder werden in einer Behindertenwerkstatt hergestellt. Wenn es doch immer nur so einfach wäre.

Wie Sie vielleicht merken, bin ich sehr begeistert.

Wegen einer unvorhergesehenen Wendung im Büro (ESKALATION! WIR WERDEN ALLE STÖÖÖRBEN!!) später nach Hause gekommen und das Kind nur noch für fünf Minuten vor dem Stillen halten können. Damit beläuft sich die Zeit mit Kind heute auf ungefähr 30 Minuten.

Bevor das wieder in Selbstmitleid ausartet, noch ein spannender Link: The flow towards Europe visualisiert die Flüchtlingsströme. Das vermittelt ein besseres Gefühl über die unglaublichen Mengen an Menschen auf der Flucht als schnöde Zahlen. Und es zeigt auch sehr gut, wie gering der Anteil der Flüchtlinge ist, die überhaupt nach Europa kommen im Vergleich zu denen, die in den Nachbarländern bleiben.

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Journal Montag, 2.11.2015

Baby-Fressmaschine
Scheinbar haben wir eine kleine Raupe Nimmersatt als Kind.*

Beim Frühstück Frau Diener und Holgi bei ihren Erzählungen über Frau Dieners Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn zugehört. Danach die Preise für eine Fahrt recherchiert, kurz traurig gelacht und mich auf den Weg ins Büro aufgemacht.
Beim Podcast-Hören sollten Sie Sich unbedingt Frau Dieners Fotos der Reise ansehen, da kriegt man fast das Gefühl mitgefahren zu sein.

Niedergeschrieben gibts das ganze auch, nämlich als Artikel in der FAZ.

Der Reisebericht hat mich tatsächlich ziemlich begeistert, wobei ich mich doch frage was man so lange im Zug macht. Irgendwann muss es doch langweilig werden?

Im Büro ein ruhiger Tag. Nicht etwa langweilig oder unproduktiv, sondern gefüllt mit entspannten Runterarbeiten. Meine Teamleiterin war im Home Office und so lag es an mir, Telefonate zu führen, Informationen einzuholen, Arbeit zu organisieren und Dinge und Sachen zu koordinieren.

Abends mit Jott und Jotts Mama Babyfutter gekauft, Essen gemacht und dann an die „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe gesetzt. An der selben Stelle wie am Samstag verzweifelt. Vermutlich ist die Lösung ganz einfach, ich komm aber nicht drauf und kann mir auch nichts herleiten. Unschön.

* Natürlich nennen wir das Kind unter uns nicht Herr Schnuffke. Ich hab das so hingebastelt. Inklusive Schreibfehler.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 1.11.2015 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“ befinden sich bei Frau Mierau auf dem Geborgen-Wachsen-Blog]

MützenselfieSamstagmorgen. Herr Schnuffke hat die Nacht wieder durchgeschlafen. Wir wachen alle zusammen gegen halb Neun auf, holen das muschelige Baby ins Bett, ziehen ihm dem Schlafsack aus und kuscheln noch ein wenig. Dann ziehe ich das Kind für den Tag an und werde beim Windeln wechseln angepinkelt. Im Anschluss wird Herr Schnuffke gestillt, ich mache mich selbst fertig und binde mir danach die Trage um, damit ich mit dem Kind zum Bäcker Brötchen holen gehen kann.
Als ich wiederkomme, gibts erstmal- das Kind ist immer noch in der Trage, weil ich eigentlich nach dem Frühstück mit ihm Einkaufen gehen möchte- einen Kaffee und Frühstück.
Kaffee-IroAus dem Vorhaben wird leider nichts, denn weil wir rumtrödeln verstreicht etwas Zeit und Herr Schnuffke hat schon wieder Hunger und nörgelt rum. Also ändere ich meinen Plan, denn mit schreienden Kind einkaufen muss nicht sein. Während Jott das Kind stillt und anschließend als Schlafunterlage dient, gehe ich einkaufen.
Der Essensplan für die kommene Woche ist bereits von Jott aufgestellt worden, den Einkaufszettel habe ich am Vorabend vorbereitet, so dass ich das nicht mehr machen muss.
Einkaufsausbeute
Wieder zurück vom Einkaufen verstaue ich die Kühlprodukte und dann gehen Jott, Herr Schnuffke und ich ins Forum, um die noch fehlenden Produkte zu kaufen und ein Päckchen wegzubringen.
Herr Schnuffke hat gute Laune, die Sonne scheint, es ist frisch aber nicht kalt und der Weg ist mit bunten Blättern gesäumt. Schön!
Schattenbaby
Als wir zurück kommen, sind Herr Schnuffke und ich müde (wenn die Wirkung des Kaffees doch nur länger halten würde…). Ich schnappe mir das Kind, lege mich auf die Couch und hoffe, dass er ein wenig schläft und ich entspannen kann. Macht er aber nicht, auf Papa rumklettern und rumnölen ist scheinbar viel toller (dusseliges Kind). Und Hunger hat er inzwischen auch wieder. Irgendwann gebe ich genervt auf, Jott muss ran. Weil er nach dem Stillen immer noch nicht schlafen möchte, wir aber noch einiges im Haushalt zu erledigen haben- morgen kommt Jotts Mama für eine Woche zu uns- beschließe ich, das Kind in die Trage zu packen und mit der Trage die Wohnung aufzuräumen. Jott kocht in der Zwischenzeit das Chili con Jamie.
Auf und an Papa
Prinzipiell geht das ganz gut, nur das vornüberbeugen ist schwierig.
Irgendwann sind sowohl Jott als auch ich fertig. Als ich das mittlerweile eingeschlafene Kind abschnalle, wacht es auf, meckert rum und lässt sich auch durch Obstbrei und Stillen nicht so recht besänftigen. Stattdessen nölt es lieber weiter rum (dussliges Kind) und möchte sowohl Körperkontakt als auch Bespaßung. Das schlaucht.
Zwischendurch schaffen wir es gerade so, zu Abend zu essen. Herr Schnuffke wird immer ungnädiger: Er ist müde, will aber nicht schlafen. Weil uns langsam die Ideen ausgehen, schnalle ich mir wieder die Trage um und laufe durch die Nachbarschaft.
Herr Schnuffke schläft nach fünf Minuten ein. Weil es bis zur regulären Schlafenszeit noch etwas hin ist und ich Jott ein wenig Ruhe gönnen möchte, gehe ich weiter spazieren. Als ich zurück komme, hat sie die Wohnung gesaugt und fertig aufgeräumt (dusslige Frau).
Bildungsfernsehen
Das Kind wird gestillt, schläft nicht wirklich ein und braucht etwas mehr Zuwendung als sonst. Irgendwann schläft es jottseidank (beachten sie dieses tolle Wortspiel). Ich setze mich ein gutes Stündchen an die „Paul lernt Programmieren“-Aufgabe, verzweifle ein wenig und komme zu der Überzeugung, einfach zu dumm dafür zu sein. Irgendwann reichts mir und ich verkriech mich zu Jott auf die Couch, um das Duell um die Welt zu gucken. Bildungsfernsehen ftw!


Der Sonntag beginnt etwas früher: Herr Schnuffke wacht um halb Acht auf und ist munter. Ich schnappe mir das Kind, wickle es, werde angekackt und hole Brötchen. Als wir wiederkommen, ist Jott gerade aufgewacht und wir essen nach dem Stillen Frühstück. Ich esse den Apfelbrei der Bekannten von Jott, den Herr Schnuffke nicht isst.
Breifrühstück
Danach brechen wir ins Forum auf, dort ist heute Babyflohmarkt und wir möchten uns das gern angucken. Als wir dort sind, erkennen wir dass wir die Dimensionen unterschätzt haben: Es ist unglaublich voll und wuselig. Weil wir eh zum Mittagessen bei meinen Eltern angekündigt sind, halten wir unsere Runde durch die Stände kurz, machen aber trotzdem ein Schnäppchen: Eine dicke Winterjacke, einen Pullover und Schuhe für nur sechs Euro.
Babyflohmarkt
Bei meinen Eltern gibts Kartoffel-Möhre-Brei für das Kind und danach ein paar Krabbelübungen. Jott und ich genießen es, dass Herr Schnuffke von seinen Großeltern bespaßt wird und wir kurzzeitig durchschnaufen können.
Krabellübungen
Zur Kaffeezeit fahren wir weiter zu einer Bekannten von mir, die an diesem Wochenende hochschwanger in ihr neues Haus gezogen ist. Wir bewundern den großen Babybauch und das Haus, essen Kuchen und erzählen. Herr Schnuffke wird zwischenzeitlich gestillt und ist hundemüde, möchte aber wieder nicht schlafen. Auf dem Rückweg schlägt sich das in seiner Stimmung nieder: Er heult und schreit und macht Theater. Um das zu verhindern, sitze ich im Auto extra hinten bei ihm, doch alle Beruhigungsversuche scheitern. Ich bin genervt und überfordert davon, das Kind zu besänftigen. Nichtmal das Nuckeln an meinen Fingern hilft. Die Fahrt zieht sich gefühlt ewig, obwohl es nur 30 Minuten sind.

Dass er Abends so übermüdet ist und schlechte Laune hat, kotzt mich an, ich weiß nämlich nicht was ich dagegen machen kann außer ihn rumzutragen.

Zu Hause muss Jott das Kind eine ganze Weile stillen, bis es sich beruhigt. Zwischenzeitlich kommt Jotts Mama, und ich überlasse Herrn Schnuffke den beiden Frauen und räume die Wohnung auf.

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Journal Freitag, 30.10.2015

Jott und ich haben heute Sleepy Hollow geguckt. Dazu muss gesagt werden, dass wir beide absolute Schisser sind und bei Gruselszenen gleich reagieren: Ohren zuhalten, Augen zukneifen und darauf warten das die schlimmen Szenen vorbei gehen. Leider verpassen wir so jede Menge Handlung, weil wir das Ende der Gruselszenen selten genau abpassen. Aber sei’s drum, Sleepy Hollow ist ganz nett und nimmt uns auch in der zweiten Folge mit. Von der Komplexität und der Länge her ist das genau richtig für den Freitag Abend, wo wir beide wie gestrandete Wale auf der Couch liegen.

Was passiert an einem Freitag Nachmittag um halb Vier? Richtig, ein Kunde ruft an und wünscht die eigentlich erst für die kommende Woche avisierte Auslieferung eines Software-Pakets. Große Freude. Aber schnell geschaltet, zum Telefon gegriffen und mit dem Kollegen im Home Office, der Teamleiterin und dem Qualitätstester alles abgekaspert, so dass wir recht schnell liefern konnten und sich die Zusatzzeit im Büro nur auf eine Stunde belief.

Leider die Stunde, die normalerweise zum Spielen mit Herrn Schnuffke bleibt, bevor er ins Bett geht.

Besagter Herr Schnuffke hatte heute bemerkenswert gute Laune. Die letzten Tage war er nölig und weinerlich, jedoch nicht heute. Ich kam gerade noch rechtzeitig zum Schlafanzug anziehen nach Hause und wurde davor, währenddessen und danach angelacht und angequietscht. Das war schön.

Im Tagesspiegel ist ein schöner Artikel über den Berliner Wald (Achtung, Druckansicht- ansonsten funktioniert die Darstellung auf einer Seite nicht) erschienen.
Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass ich zwar im grünsten aller Bezirke Berlins lebe, das aber praktisch keinen Einfluss auf mein Leben hat. Ich war noch nie in den im Artikel nur kurz erwähnten Köpenicker Wäldern, obwohl doch ungefähr die Hälfte der Bezirksfläche aus Wald besteht. Eigentlich sehr schade, denn früher haben wir öfter Radtouren durch die Wälder gemacht.

Vor einiger Zeit erschien schon einmal ein Artikel über Bernd Posselt, vor kurzem wieder. Dachte ich nach dem ersten Artikel noch „Komischer Kauz“, so hat sich das mit dem zweiten Artikel hin zu so etwas wie Anerkennung geändert. Scheint ein okayer Mensch zu sein, von dessen Schlag es ruhig ein paar mehr geben darf.