Kategorien
Journal

Journal Dienstag, 27.10.2015

Vielleicht sollte ich zum Buddhismus konvertieren, ein gutes Leben führen und im nächsten Leben als Faultier reinkarniert werden. Dann könnte ich das, was ich am besten kann- schlafen- länger machen.

Das Weckerklingeln um 5.47 Uhr (das ist ein Tick von mir- es müssen ungerade Uhrzeiten ohne Zahlendopplungen sein) dezent überhört, ’ne gute Stunde später aufgestanden, in Rekordzeit fertig gemacht, Frau und Kind je einen dicken Schmatzer aufgedrückt und zur Arbeit gefahren. Brötchen und unfassbar schlechten Kaffee gekauft, dann gearbeitet (quelle surprise).

Dieses „Paul lernt Programmieren“-Ding läuft unsagbar schlecht. Die Aufgaben der letzten Woche liegen immer noch rum, ich habe nur noch drei Tage Zeit sie zu bearbeiten und weiß nicht wann ich das tatsächlich machen soll. Mache ich das eine, bleibt das andere liegen. Es nervt.

Nach der Arbeit der langersehnte Termin beim Barbier in den Hackeschen Höfen. Den Menschen der das dort macht, kenne ich schon von früheren Besuchen aus seinem Salon Der Schaumschläger in Friedrichshagen und war sehr erfreut, als ich im Vorfeld bemerkte dass ich nach der Arbeit nicht noch weiter gen Osten fahren musste sondern dass ich mich auch in Mitte rasieren lassen konnte.
Falls Sie einen Bart haben und sich gern mal für ’ne gewisse Weile betüdeln lassen möchten, gehen Sie dahin. Das ist auf alle Fälle ein Erlebnis, je nach gebuchten Paket wird nämlich auch höchst professionell mit einem Rasiermesser rasiert und man bekommt warme und kalte Tücher ins Gesicht geklatscht und riecht danach super.

Ich habe den Besuch jedenfalls sehr genossen und das Ergebnis lässt sich auch sehen, ich muss mal ein Foto davon machen.

Zu Hause hatte das Kind mit dem Einschlafen auf mich gewartet, was nur halb so schön ist wie es sich anhört. Herr Schnuffke war nämlich völlig übermüdet und musste erstmal durch Herumtragen davon überzeugt werden, dass es nun aber wirklich Schlafenszeit war. Heute immerhin gab es einen Fortschritt zu vermelden, und zwar musste Jott das Kind nicht in den Schlaf stillen sondern ich konnte ihn nach dem Tragen hinlegen und er schlief weiter (das hört sich einfacher an als es war: Ich musste mich quasi auf ihn drauf legen, so dass er immer Körperkontakt hatte, und musste dann in Zeitlupe ein Körperteil nach dem anderen wegziehen. Nennen Sie mich Meister der Körperbeherrschung!)

Klischee Idiot Dad samt Kommentaren gelesen. Ich finde das Thema natürlich hochspannend, muss mir aber erstmal selbst Gedanken machen bevor ich dazu etwas schreibe. Das ist nämlich viel zu kompliziert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.