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Journal Donnerstag, 24.11.2016

Noch vier Wochen bis Weihnachten. Herrje. So langsam sollte ich mir Gedanken machen, was ich Jott schenke- von meinem Hinweis, dass sie ja zwei wunderbare Kinder von mir austragen darf, hat sie sich wenig beeindruckt gezeigt.

Herr Schnuffke schlief zum ersten Mal seit Wochen in seinem Bett die Nacht durch. Vermutlich müssen wir von diesem Wunder eine ganze Weile zehren, bis es wieder vorkommt.

Heute morgen schien die Bindehautentzündung besiegt zu sein. Beide Augen waren normalfarbig, nur minimal verklebt und nicht mehr verquollen. Wir frohlockten und fuhren guten Mutes zur KiTa/ ins Büro.

Kurz nach 11 Uhr dann der Anruf: Bitte abholen, Herr Schnuffke habe verklebte Augen, Durchfall und sei allgemein nicht auf’m Damm- er habe nichtmal mit seiner Lieblingsfreundin* gespielt!

Mhm ja. In den Augen war tatsächlich etwas Sekret, sie waren auch etwas geröteter. Der Rest… Naja. Ich vermute, Herr Schnuffke war nach der langen Zeit allein mit Jott und mir etwas überfordert von seiner KiTa-Gruppe. Als ich ihn nämlich nach dem KiTa-Mittagessen abholte, war er supergut gelaunt und fröhlich, wenngleich etwas müde. Er schlief dann auch in der Bahn ein und ließ sich zu Hause aus dem Buggy heraus in sein Bett legen (der Tag ist im Kalender angekreuzt, ja).

* Die Gruppenjüngste. Wohl ein superfröhliches Kind, alle Kinder mögen sie. Sobald Herr Schnuffke die KiTa sieht, sagt er ihren Namen.

Am Nachmittag liefen wir wieder zum Arzt. Diesmal wurde ein Augen-Abstrich gemacht, dessen Ergebnis uns am Montag mitgeteilt wird. Ich ließ mir vorsorglich schon einmal eine Gesundschreibung für die KiTa geben, ich rechne nämlich damit das die Bindehautentzündung über das Wochenende vollends verschwinden wird.

Nach dem Arztbesuch spazierten wir durch das Märchenviertel zurück, guckten Bagger (Herr Schnuffke) und Häuser (ich) an und machten allerlei Faxen (Herr Schnuffke, ich). Als das Kind keine Lust auf Laufen mehr hatte, setze ich es mir auf die Schultern und merkte nach ein paar Minuten nur noch, wie Herr Schnuffke sanft von links nach rechts und zurück schwankte- er döste da oben.

Mit dem Büro habe ich die Regelung getroffen, dass ich mich für den angebrochenen heutigen Tag nicht aufs Kind krank schreiben lasse, sondern erst morgen. Die fehlenden Stunden für den heutigen Tag arbeite ich einfach Abends/ ganz früh morgens raus. Stundenweises Home Office.

Die Hausverwaltung hat uns schon wieder eine Mieterhöhung geschickt. Im Anschreiben der gleiche Wortlaut wie beim letzten Mal.

Morgen geht unsere Antwort- diesmal als Einschreiben mit Rückschein- raus… Mal gucken, was passiert.

Von Nachbarn von uns, deren Miete vor kurzem auch erhöht wurde, erfuhren wir, dass die Eigentümerin von den Mieteinnahmen wohl die Pflegekosten ihrer Mutter bezahlen muss. Deshalb habe sie die Hausverwaltung wohl angewiesen, soviel wie möglich aus dem Haus zu holen…

Was schön war: Der Spaziergang mit Herr Schnuffke.

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Journal Mittwoch, 23.11.2016

Herr Schnuffke und ich blieben auch heute noch zu Hause. Das linke Auge war noch ziemlich lädiert. Im Laufe des Tages besserte sich das etwas, die regelmäßige Verabreichung von Augentropfen zeigt Wirkung.
Morgen geht er wieder in die KiTa und ich kann mich im Büro erholen.

Nachdem die erste Tageshälfte katastrophal verlief (sowohl Herr Schnuffke als auch ich schliefen die Nacht nicht so viel, deswegen waren wir am Vormittag beide sehr schlecht drauf), wurde der Tag nach dem (Vor-)Mittagschlaf des Kindes besser. Wir sangen viel zusammen- auch mit Jott-, spazierten wie an den vergangenen Tagen lang und ausgiebig durch die Mittelheide und pflegten das entzündete linke Auge.

Was schön war: Beim Abendessen zu dritt in wechselnder Besetzung Mah Nà Mah Nà singen. Herr Schnuffke war voll dabei und ging voll ab.

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Journal Dienstag, 22.11.2016

Meine Google-Suchanfragen derzeit:

  • bindehautentzündung tropfen kleinkind wie
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Appelle an die Kooperationsbereitschaft des Kindes verhallen ungehört, Ablenkungsmanöver verlaufen im Sande, Selbermach-Angebote enden in Umherschmeißen der verschriebenen Augentropfen. Es hilft nur Zwang. Ich fixiere den äußerst unwilligen Herrn Schnuffke, Jott hilft dabei und verabreicht die Augentropfen. Ob das wirklich was bringt, wissen wir nicht- das Kind weint danach nämlich.

Es ist zum Mäuse melken.

Bislang funktionierte die Verabreichung exakt ein einziges Mal wunderbar: Da schlief Herr Schnuffke mit halb aufwärts gerichteten Oberkörper und geraden Kopf im Buggy. Alle anderen Versuche waren furchtbar.

 

Jott hats böse erwischt, sie hat sich heute während meiner Anwesenheit freiwillig hingelegt. Das ist in etwa so, als ob sich ein Tier in eine dunkle, abgeschiedene Höhe zurückzieht…

Am Abend hatte Herr Schnuffke erstmals Fieber und offenbar Bauchschmerzen, er krümmte sich und weinte mehrmals (ich mach drei Kreuze wenn er sowas endlich mit Worten kommunizieren kann).

Die Bindehautentzündung hat auf das linke Auge übergegriffen. Auf dem ist es aber nicht ganz so schlimm, wobei ich nicht weiß ob das an der Behandlung mit den Augentropfen oder am noch frühen Krankheitsverlauf liegt.

Mal schauen, ob Herr Schnuffke morgen früh tatsächlich KiTa-bereit ist. Ich würds mir wünschen, so ein Tag im Büro ist wesentlich entspannter.

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Journal Montag, 21.11.2016

Ein Tag, so recht für die Tonne. Herr Schnuffke schlief schlecht, demzufolge auch ich. Am Morgen, nach dem Blick in die Augen des Kindes, die Entscheidung: Nicht in die KiTa, sondern erstmal zum Arzt. Das rechte Auge war noch verquollener und zugeklebter, es sah nicht schön aus- zumindest, bis wir es vorsichtig mit einem weichen Lappen und warmen Wasser gesäubert hatten. Dann gings, aber zum Arzt wollte ich trotzdem- lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Und so ein bisschen hatte ich die Hoffnung, dass die Ärztin Herrn Schnuffke gesund schreibt.

Also disponierte ich um, schrieb eine Mail und mehrere Chatnachrichten ins Büro und arbeitete bis zum Arzttermin aus dem Home Office. Jott hatte derweil das zweifelhafte Vergnügen, während dieser Zeit Spielball von Herrn Schnuffkes schlechter Laune zu sein.

Die Ärztin lobte uns während der Untersuchung fürs vorbei kommen, schrieb Herrn Schnuffke mit einer Bindehautentzündung bis Mittwoch krank und mich für morgen gleich mit. Da ging er hin, der zweite Kind-Krank-Tag. Den heutigen Tag, bzw. die noch fehlenden Stunden- von 6:30 Uhr an hatte ich im Home Office gearbeitet- wollte ich im Laufe des Tages im Home Office zusammenstückeln. Das gestaltete sich schwerer als gedacht. Herr Schnuffke hat zwar eine Bindehautentzündung, aber das ist ihm egal: Er ist genauso agil und Aktivitäten- und Nähe-fordernd wie eh und je. Meine naive Vorstellung von einem viel schlafenden, einfach zu versorgenden Kind war grundfalsch.

Nachdem Jott am frühen Nachmittag irgendwann wie der Tod auf Latschen aussah (sie ist zusätzlich zur Schwangerschaft gerade wieder gesundheitlich angeschlagen), schnappte ich mir das Kind, setzte ihn in seinen Buggy und machte mit ihm die Umgebung unsicher- bis wir kurz nach 18 Uhr wieder zu Hause ankamen.

Nachdem das Kind im Bett war, erneut Home Office.

Was schön war: Herr Schnuffke schlief heute recht fix und ohne größere Kämpfe ein.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 20.11.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 19./20. November 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Wieder so ein entspannter Tag. Wir schliefen aus, frühstückten in Ruhe…
Deko
… und dann räumte ich etwas auf und brachte in Jotts Auftrag Sterne in den Fensterbögen an. Ich habe ihr nämlich verboten, auf die Leiter zu klettern und das selbst zu machen. In Wohnzimmer und Küche hielt sie sich nicht an das Verbot, aber zumindest im Kinderzimmer und im Schlafzimmer.

Am Nachmittag fahren wir zu Besuch zu meinen Eltern ins Brandenburgische. Sie und Herr Schnuffke freuen sich sehr, uns zu sehen.

Herr Schnuffkes rechtes Auge ist etwas verklebt, außerdem hat er Durchfall, sabbert viel und knabbert verstärkt auf seinem Beißring herum. Das könnten alles Anzeichen für ein Durchbrechen des rechten oberen Eckzahnes sein. Das der auch Augenzahn genannt wird und tatsächlich Augenprobleme verursachen kann, erfahre ich von meinen Eltern.
Laut Wikipedia brechen Eck- oder Augenzähne so ungefähr mit 18 Monaten durch. Ich hoffe, das es tatsächlich der Zahn ist und keine Bindehautentzündung.

Nach Kaffee und Kuchen bauen wir im Auto unsere zweite Isofix-Station ein und ich probiere, wie ich so ins Auto komme. Auf dem Beifahrersitz ist der Reboarder für Herrn Schnuffke befestigt, hinter dem Fahrersitz wird ein Zwilling im Maxi-Cosi sitzen und hinter dem Beifahrer der andere Zwilling. Mein Platz ist zwischen den Zwillingen in der Mitte. Ich denke, das wird so gehen- aber über kurz oder lang brauchen wir wohl tatsächlich ein größeres Auto. Spätestens, wenn die Zwillinge größere Kindersitze benötigen, denn dann sind die größeren Sitze fest montiert und nicht mehr ohne weiteres abnehmbar.

Internethilfe
Außerdem schaue ich mir noch einmal das Computerproblem meiner Mama an. Das Internet über Ethernet funktioniert trotz Treiberaktualisierungen und diverser softwareseitiger Lösungsversuche immer noch nicht. Also schließe ich den Laptop direkt an den Router an. So funktioniert alles. Die Fehlerursache scheint also das laaaaange Ethernet-Kabel vom Keller ins Dachgeschoss zu sein.

Am frühen Abend fahren wir zurück. Herr Schnuffke ist müde und findet Autofahren im Dunkeln immer noch doof, deswegen quengelt er die ganze Fahrt über. Nur, wenn er Jotts Hand halten kann, ist er ruhig- was beim Autofahren allerdings nicht so ganz funktioniert…

Ofenkäse
Zurück zu Hause gibt es Abendessen. Diesmal mit Ofenkäse, ich war beim Einkaufen von der Werbung angefixt. Zu Dritt schaffen wir mit Müh und Not zwei Drittel des Käses, danach können wir alle nicht mehr.

Müsli
Während Jott nach dem Abendessen Herrn Schnuffke ins Bett bringt, bereite ich mein Frucht-Skyr-Müsli für morgen früh vor und erledige danach Büro-Kram am Computer.

Was schön war: Wie Jott beim Frühstück ein Lied aus König der Löwen gesungen hat.
Auf Bitten einer liebreizenden jungen Frau die Klarstellung: Natürlich könnte ich Jott beinahe jeden Tag im Bereich „Was schön war“ nennen. Ich erwähne sie nur deshalb nicht, damit es nicht zu eintönig wird.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 19.11.2016

Wir verbrachten den Tag im Ruhemodus. Mein Muskelkater/ die Gliederschmerzen- weiß der Geier, wo die herkommen- war schlimmer geworden, so das ich mich kaum bewegen konnte (sehr zum Amüsement von Jott).
Frühstück
Nach dem Ausschlafen starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag. Nebenbei diskutierten wir über Autos und was wir eigentlich mit drei Kindern für eines brauchen. Wir einigen uns darauf, dass es zumindest nicht zwangsläufig ein Siebensitzer sein muss- solange sich auf der Rückbank drei vollwertige Sitze befinden, sollte das ausreichen.

Danach ging ich zum Friseur. Dort musste ich eine ganze Weile warten, „meine“ Friseurin war krank geworden und ihre beiden Kollegen mussten das auffangen. So kam ich dazu, die Anzahl der ungelesenen Beiträge im Feedreader stark zu reduzieren.

Einkäufe
Als ich wiederkam, lungerten Jott und ich ein wenig auf der Couch herum. Irgendwann schlief Jott ein, und ehe ich es ihr gleich tat, ging ich einkaufen.

Nudelpfanne
Am Nachmittag besorgten Jott und ich die restlichen Dinge, die wir so brauchen, im Forum Köpenick. Bevor es losging, hatte ich die Schnauze voll von den Muskel- und Gliederschmerzen und den Begleiterscheinungen (Schüttelfrost, bleierne Müdigkeit) und nahm eine Schmerztablette. Damit gings für den Rest des Tages.
Wieder zu Hause bereiteten wir unser Abendessen, eine Nudel-Gemüse-Pfanne mit überbackenen Mozzarella, zu, und schauten die letzten beiden Folgen Gotham.

Adventskranz
Am Abend bastelte Jott unseren Adventskranz. Sie bereitet bereits seit einigen Wochen alles für die Advents- und Weihnachtszeit vor, damit wir im Dezember Ruhe haben und uns voll und ganz um die Geburt der Zwillinge kümmern können.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Viel Zeit mit Jott auf der Couch verbracht, viel Zeit allein vorm Rechner verbracht. So wie früher.

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Journal Freitag, 18.11.2016

Ich dachte immer, ich habe einen weiten Anfahrtsweg zur KiTa… Es geht noch weiter: An den Bahnhöfen Ostkreuz und Friedrichstraße sehe ich gelegentlich ein Paar mit ihrem Kind im Fahrradanhänger. Heute fuhren wir zufällig zusammen im Fahrstuhl im Bahnhof Friedrichstraße ins Erdgeschoss, und so blieb Zeit für etwas Small Talk.
Die drei kommen aus Schöneiche und müssen erst mit dem Bus zum S-Bahnhof Rahnsdorf fahren, bevor sie mit der S3 weiterfahren können. Das schlägt den KiTa-Weg von Herrn Schnuffke und mir locker um nochmal 20 bis 30 Minuten.

Wobei mir da einfällt, gelegentlich auch eine Mutter mit ihrem Kind zu sehen, die wohl irgendwo an der Strecke der S5 lebt- jedenfalls fährt sie jeden Morgen mit dieser Linie in die Stadt. Mit der kam ich allerdings noch nicht ins Gespräch, sie wirkt recht unnahbar.

Ich kann mich nicht erinnern, mich gestern großartig anders bewegt zu haben als normalerweise- aber irgendwas muss ich gemacht haben, denn ich habe heute sowohl in den Armen als auch den Beinen Muskelkater. Komisch.

Herr Schnuffke wurde heute von seiner Großmutter abgeholt und verbringt das Wochenende im Brandenburgischen. Auf dem Heimweg fiel mir auf, wie sehr ich mir auf das Abholen aus der KiTa freue- Herr Schnuffke läuft immer freudestrahlend auf mich zu und ruft „Paaaapaaa“.
Naja. Montag wieder.

Supertolles Interview mit einem Jungen, der einem fallenden Faultier das Leben gerettet hat.

Erneut großartig amüsiert über die Handwerker-Soap. Der Dialekt! Die Art und Weise! Toll.

The Most Influential Images of All Time

Beim Angucken hatte ich kurzzeitig eine Szene aus „Das 5. Element“ vor Augen. Soviel Leid und Elend, festgehalten.

Was schön war: In Ruhe, ohne „Daaa?“ und auffordernder Geste zu unserem Essen, mit Jott Abendbrot essen. Döner, man gönnt sich ja sonst nichts.

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Journal Donnerstag, 17.11.2016

Was man nicht sehen möchte, wenn man in den Keller geht:


Tja. Offenbar wurde bei der Umwandlung von Geschäftsräumen in Wohnräume in unserem Haus vor einem guten Jahr geschlampt. Wenn die Nachbarn unter uns duschen, läuft das Wasser in unseren Keller.
Der Hausmeister ist informiert, morgen kommt hoffentlich ein Klempner.

Unter den tropfenden Stellen stehen inzwischen alte Ikea-Mülleimer. Gut, dass wir die nicht weggeschmissen haben.

Gestern Abend implodierte mein Herz: Gegen 23:30 Uhr meckerte Herr Schnuffke etwas. Ich also hin ans Bett und erstmal geguckt. Was passiert? Das Kind setzt sich im Dreiviertelschlaf auf, tastet mit geschlossenen Augen nach seinem Trinkbecher in der Bettecke, setzt an, trinkt, fällt um und… beginnt mit dem Becher zu kuscheln und leise zu schnarchen. Ein bisschen merkwürdig, aber sehr sehr sehr niedlich.

Ich war heute von 9 Uhr bis 16:30 Uhr durchgängig in Terminen. Einer dauerte ~1h, der andere ~6h. So krass hatte ich das noch nie. Anstrengend war vor allem der Umstand, dass ich bzw. wir uns im ~6h-Termin die ganze Zeit auf eine Sache fokussieren mussten. Im normalen Arbeitsalltag mache ich das nie, weil ich ungefähr 100 Sachen auf dem Tisch habe und schnell umschalten muss, wenn das Telefon klingelt, jemand mich anspricht, eine wichtige Mail reinkommt.
Aber gut wir sind fertig geworden und ich glaube, die beiden anderen Teilnehmer am Termin waren danach genau so gerädert wie ich.

Kam mir da was ins Auge? Natürlich nicht.

Jemanden, der seine Wahlentscheidung aufgrund von aluhütigen Facebookposts oder Breitbart anstatt der Berichterstattung der New York Times trifft, darf ich mit Fug und Recht dumm nennen. Und bösartig noch dazu.

Ich will kein Verständnis aufbringen für Annahmen wie „Die bösen Flüchtlinge nehmen uns alles weg“, ich will nicht mit Leuten diskutieren, die „Lügenpresse“ schreien.

Eigentlich möchte ich den ganzen Beitrag zitieren, weil er so wunderbar ist. Mache ich aber nicht, stattdessen sag ich nur: Jo, so isses. Seh ich genauso.

Was schön war: Schoko-Zimt-Puderzucker-Mandeln naschen. Ich bin ein einfacher Mann.

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Journal Mittwoch, 16.11.2016

Das hat man von seiner Fürsorge: Als ich nachts nach dem Klogang nach Herrn Schnuffke schaute (ich sorge mich ja immer, dass er sich abdeckt, friert, eine Lungenentzündung bekommt und furchtbar leidet), wurde er durch das Öffnen der Tür wach (die Tür hängt etwas und geht nicht lautlos auf) und steckte mir gleich die Arme entgegen. Also ab ins Wohnzimmer…

Auf dem Weg zur KiTa von einer älteren Frau gelobt worden. Sie sähe Herrn Schnuffke und mich öfter in der Bahn, ich mache das so toll mit ihm (vermutlich meint sie das gemeinsame Bücher angucken/ Sachen erklären/ das Kind anraunzen wenn es zum vierten Mal in Folge absichtlich seine Bücher runterschmeißt).

Ok, danke.

Wie reagiert man da? Also auf ein Lob, das eine Selbstverständlichkeit in den Mittelpunkt stellt?

Einer der Kaktusfeigensplitter, den ich nicht herausbekam, hat sich entzündet. Nachdem der Splitter nicht herauseiterte (jajaja, ieh bäh), wird er nun eingekapselt. Hoffentlich geht das fix, ich würd den Finger gern recht bald wieder richtig benutzen können.

Blöde Kaktusfeigen.

Jott hatte heute wieder einen Frauenarzttermin. Den Zwillingen gehts es gut, sie sind weiterhin mopsfidel und wachsen und gedeihen. Inzwischen schon etwas langsamer, aber sie werden wohl nicht wesentlich kleiner als Einlinge werden. Derzeit liegen Größe und Gewicht jenseits der 50%-Perzentile, d.h. sie sind etwas größer und etwas schwerer als der Einlings-Durchschnitt.

Beide liegen weiterhin mit dem Kopf nach unten, theoretisch stünde einer natürlichen Geburt zumindest dahingehend nichts im Wege.

Quickdraw
Ich bin der Welt besser Affenzeichner (unten rechts). Beeindruckend und ein bisschen gruselig, dass der Algorithmus hinter Quick, Draw! das sogar erkennt (und durch die vielen Spieler sogar neu lernt).

Testweise bestellte ich heute bei MyMüsli einen Müsli-Mix für mich, das letztens zubereitete Granola wird nächste Woche zur Neige gehen. Ich bin gespannt- MyMüsli ist etwas teurer, allerdings muss ich weder Zutaten kaufen noch irgendwas zubereiten (Faulheit lass nach).

Ich bin fame!
Fav

Tatsächlich sensibilisiert die gemeinsame Zeit mit Herrn Schnuffke für Baustellenfahrzeuge und Autos. Noch bleibe ich nicht davor stehen, aber ich murmle gelegentlich tatsächlich „Auto!“ oder „Bagger!“ vor mich hin.

Was schön war: Ein langes, aber sehr effektives und produktives Meeting im Büro.

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Journal Dienstag, 15.11.2016

Diese Nacht sind Herr Schnuffke und ich direkt ins Wohnzimmer umgezogen, als er sich gemeldet hat. Bislang holte ich ihn in der Hoffnung auf ruhiges Weiterschlafen zu Jott und mir, aber nach einigen Nächten voller Rumgezappel hat es sich ausgehofft. Es lief auch prompt besser. Er war nicht ganz so aktiv, sondern legte sich recht schnell in seine derzeit bevorzugte Schlafposition (Kopf an der Sofa-Rückenlehne, Füße an meinem Bauch) und schlief schnell wieder ein.

Schlimmes Meckerkind am Morgen. Herr Schnuffke scheint wirklich in der Autonomie-Phase zu stecken- wenn etwas gegen seinen Willen läuft, wird er laut. Das Problem: Er kann seinen Willen noch nicht ausreichend verbal kommunizieren (wenn man von einem „mal!“ absieht, wenn er nochmal am Bauch gekitzelt werden möchte). Jott und ich üben uns also einerseits in Geduld (ich glaube, nach drei Kindern sind wir Zen-Meister) und andererseits im Erkennen von nonverbalen Willensäußerungen. Wir fragen beispielsweise ganz viel „Herr Schnuffke, willst Du …?“ und „Herr Schnuffke, soll Papa/ Mama …?“ und hoffen, das richtige zu erwischen.
Das ist gar nicht mal so einfach und geht oft noch schief. Außerdem haben wir natürlich unsere Vorstellungen, die wir gern umsetzen möchten. Gerade morgens gibt es einen recht straff getakteten Zeitplan, der es selten zulässt das wir noch eine oder mehrere Extra-Viertelstunden herumhampeln. Aber erklär das mal einem 17 Monate alten Kind…
Beim abendlichen Zähneputzen- das funktioniert gerade wieder weniger- probiere ich es immer wieder: Ich bitte Herrn Schnuffke, mich anzugucken (macht er nach ein oder zwei Mal Aufforderungen), und dann erkläre ich ihm, weshalb ich nochmal die Zähne nachputzen möchte und das er viel besser essen kann mit gesunden Zähnen. Nur: Ich erkenne da noch kein Verstehen. Er will in dem Moment nicht Zähneputzen und das wars, da kann ich mich auf den Kopf stellen und noch so freundlich erklären. Das höchste der Gefühle ist, dass er zu mir kommt, sich auf mein Knie setzt (ich sitze immer vor/ neben ihm), einmal kurz den Mund aufmacht (dann freue ich mich, sage ihm das er das gut gemacht hat) und nach Reinstecken der Zahnbürste sofort wieder abhaut. Sobald ich ihn festhalten/ mit Nachdruck die Zähne putzen möchte, ist das Geschrei groß. Das Ende vom Lied ist dann ein trotziges, bockendes Kind (kann ich verstehen, im Endeffekt missachte ich seinen Willen und zwinge ihn zu etwas, das er nicht möchte – andererseits: Ich will halt, dass er gesunde und saubere Zähne hat) und ungeputzte Zähne.

Es ist kompliziert.

Beim Einsteigen am Alex hörte ich zufällig wieder einmal genauer hin, als ein Regio abfuhr. Bestimmte Züge erzeugen beim Anfahren eine Melodie, heute googlete ich das endlich mal und bin jetzt schlauer:

Beim Aufschalten aus dem Leerlauf ist ein Geräusch zu vernehmen, das an das Durchspielen einer Tonleiter auf einem Tenorsaxophon erinnert. Es entsteht in den Drehstrommotoren durch die Ansteuerung der Stromrichter. Das hörbare Geräusch ist dabei die doppelte Taktfrequenz der Pulswechselrichter, welche stufenweise angehoben wird.

(Was Drehstrommotoren, Stromrichter und Pulswechselrichter sind, recherchiere ich nicht…)
Es gibt diverse Videos dazu:

Eine schöne Sache.

Immer dieses unnötige Gefühl, vor lauter Meetings nicht zum Arbeiten zu kommen- dabei sind die Meetings ein (meist) wichtiger Teil der Arbeit…

Eines der Zwillingseisbärbabys im Berliner Tierpark scheint gestorben zu sein. Schade.

Because if you’re worrying about yourself—if you’re thinking: ‘Am I succeeding? Am I in the right position? Am I being appreciated?’ – then you’re going to end up feeling frustrated and stuck. But if you can keep it about the work, you’ll always have a path. There’s always something to be done.

Beeindruckende Einstellung.

Was schön war: Wie mich Herr Schnuffke „Papa? Papa? Papa! PAPA!“ rufend und durch den Flur stürmend begrüßte.