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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 25.2.2017

Ich bin fix und alle. Der Tag war unerwartet arbeitsreich und dank Erkältung ziemlich anstrengend. Ein Glück, dass die Zwillinge heute Muster-Babys waren.

Während Jott am Vormittag zu IKEA fuhr, um Babybetten, Zubehör und anderen Kram zu kaufen, stiefelte ich mit den Zwillingen los. Der Plan war, eine anständige, halbwegs wetterfeste Übergangsjacke zu kaufen, und das ginge nur, wenn beide Babys tief und fest im Wagen schliefen.
Trotz langem Spaziergang funktionierte das nur so halb, denn G. wollte partout nicht im Kinderwagen einschlafen (J. schon, den setzen wir in den Wagen, schieben drei Minuten und er schläft ). So musste ich sie in die Trage nehmen. Während ich das tat, wachte J. auf (anhalten mag er nicht) und war ab diesem Zeitpunkt eher unleidlich. So verzichtete ich auf den Jackenkauf, besorgte nur noch fix Zutaten fürs Sonntagsessen und den geplanten Kuchen und kam nach gut zwei Stunden wieder zu Hause an.

Nachmittags bauten wir das Schlafzimmer um: Um zusätzlich zwei Babybetten unterbringen zu können, müssen wir den vorhandenen Platz besser ausnutzen. Dafür müssen der Kleiderschrank und das Bett verschoben werden. Und weil der Kleiderschrank eh überquoll, sortierten Jott und ich Klamotten aus (wir haben insgesamt drei große blaue Müllsäcke vollbekommen…). Mich hat ein wenig erschreckt, wie viele Hemden und Hosen mir inzwischen deutlich zu weit sind- selbst wenn ich sie erst vor einem Jahr gekauft habe. Es ist allerdings ein sehr gutes Gefühl, deutlich weniger, dafür aber auch nur passende und gefallende, Kleidung zu besitzen.
Während wir rumwerkelten, schliefen die Zwillinge friedlich.

Abends dann Babys füttern, während der Wachphase mit ihnen spielen, Blogbeitrag schreiben und frühzeitig ins Bett.

Da versuche ich um kurz vor Sieben- wir sind seit einer Stunde wach-, J.s Lachen zu fotografieren, während ich seine Wangen streichle und mit ihm erzähle. Klappt aber nicht.
Doppelmoppel: Beide sind satt und zufrieden und werden kurz darauf schlafen.
Hier schläft G., während wir frühstücken. Auf dem Kopf ist eine Serviette, damit ich sie nicht vollkrümel/ volltropfe. Nicht schön, aber wenn ich nicht noch eine halbe, dreiviertel Stunde auf das Essen warten möchte (möchte ich nicht), geht es nicht anders.
Sprung zum Nachmittag: Wir backen einen Drømmekage nach Frische Brise .
Danach wird der Schlafzimmer-Umbau eingeleitet. Dazu zählt für Jott auch Knopf-Dingsis sortieren. Wir verrücken Bett und Kleiderschrank, um den Platz besser auszunutzen. Über kurz oder lang sollen nämlich zwei Babybetten ins Schlafzimmer kommen.
Sortieren und fotografieren machen hungrig. Wir stärken uns bei Kaffee und Kuchen und sammeln Energie für den kurz danach startenden Schlafzimmer-Arbeitseinsatz.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Sachen aussortieren.

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Journal Freitag, 24.2.2017

Ganz kurz, ich will ins Bett (eine Erkältung ist im Anmarsch + ich will im Gewünschtestes-Wunschkind-Buch lesen): Heute Home Office, daher keine Pendelei (wohoo!). Mittags hatte ich einen Einzeltermin bei der Schrei-Ambulanz (das ist wohl für Väter sehr selten, sagte die Schrei-Ambulanz-Frau, normalerweise kommen nur die Mütter oder aber beide Eltern zusammen), das war interessant und lehrreich und ich gucke mal, wie ich das gelernte (in erster Linie: Mehr mit Jott kommunizieren, Kontrollverlust akzeptieren, Routinen festigen, auf Entspannungsmomente hinarbeiten) anwenden kann. Mit der Post kam heute das Gewünschtestes-Wunschkind-Buch, in dem ich schon nach den ersten Seiten etwas lernte, was mir hoffentlich bei Trotzanfällen von M. helfen kann.

Abends so ungefähr nach der Ivy-Lee-Methode Wochenendpläne gemacht.

Was schön war: Abends ’ne Folge Gotham mit Jott gucken, als die Zwillinge schliefen.

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Journal Donnerstag, 23.2.2017

Am Mittwoch war übrigens eine Sozialpädagogin bei uns. Sie wird uns bei diversen Anträgen helfen, die zu bearbeiten und auszufüllen Jott die Zeit fehlt. Dadurch kann Jott Aufgaben delegieren und hat den Kopf hoffentlich für andere Sachen frei.

Seit ein paar Tagen werden die Zwillinge etwas pflegeleichter. Sie weinen nicht mehr soviel, sind wacher und nehmen ihre Umgebung und uns besser wahr. Das geht soweit, dass sie uns beide anlachen, wenn wir sie beispielsweise im Gesicht streicheln. Sie können sich zwar immer noch nicht selbst beruhigen und brauchen dazu weiterhin Hilfe von uns, aber (gefühlt) inzwischen weniger als noch vor drei Wochen. Auch Jott, die die beiden ja nun weitaus länger sieht als ich, bestätigt eine Tendenz zum Besseren.

🎊 Ab der kommenden Woche wird uns an fünf Tagen die Woche eine Mütterpflegerin unterstützen. 🎉

M. wird die nächsten Tage wieder bei meinen Eltern im Brandenburgischen verbringen. Der heutige Abend war dadurch wesentlich entspannter- es sind eben nur zwei Kinder zu versorgen (außerdem haben wir beim Inder bestellt, Abendessen zubereiten und alle damit verbundenen Aufbau- und Aufräumarbeiten entfielen also).

J. war auf Grund seiner Erkältung die vergangene Nacht offenbar fast stündlich wach. Arme Jott. Mein Angebot, ihn heute Nacht zu mir zu nehmen, winkte sie nur müde (ja, doppeldeutig) ab- ich muss morgen halbwegs fit für die Arbeit sein. Gerade weil ich aus dem Home Office arbeiten werde, muss ich was schaffen- es soll ja niemand Grund zum Klagen haben.

Weil ich beim Arbeiten die Zeit vergaß und zu allem Überfluss kurz vor knapp noch dachte „Ach, das machste noch fix“, kam ich später als vereinbart nach Hause. Normalerweise kein Problem, aber gerade heute dann doch: Am Abend stand die wöchentliche Lebensmittellieferung an, und Jott war mit den Zwillingen mehr als ausreichend beschäftigt. Und wie es so kommt, stand der Lieferwagen natürlich diesmal überpünktlich- also 5 vor 6- vor der Tür… Zu dem Zeitpunkt fuhr meine Bahn gerade in den Bahnhof ein. Jott musste also mit vor Hunger brüllenden Kindern im Wohnzimmer die Lebensmittel in Empfang nehmen.

Zum Glück hat sie meine Entschuldigung fürs Zuspätkommen und sie im Stich lassen akzeptiert und sich mit einer Einladung für Essen bestellen beim Stamm-Inder besänftigen lassen.

Ich habs ihr bereits gesagt, und ich sags auch öffentlich: Ich habe eine Hochachtung vor Jott, ihrer Arbeit mit den Zwillingen, und ziehe meinen Hut. Ich habe derzeit eindeutig den einfacheren Job.

Im Büro fällt mein Lieblingsprojekt, auf dem ich die letzten Monate und Jahre hauptsächlich arbeitete, hinten runter. Es begann mit meiner Abwesenheit vor und nach Weihnachten und verschlimmerte sich während der Kind- und Paul-krank-Tage ab Mitte Januar bis Anfang Februar. Das ärgert mich, ich habe viel Energie, Gehirnschmalz und Zeit reingesteckt und möchte natürlich nicht, dass diese Arbeit leidet. Mal gucken, was da gemacht werden kann- zur Not muss ich, wenn ich wieder fehle, irgendwie Zeit zu Hause freischaufeln, damit keine Arbeit mehr liegen bleibt.

Morgen habe ich einen Einzeltermin bei der Schrei-Ambulanz. Ich in gespannt, wie das wird.

Ein langer, sehr erhellender Artikel über junge Trump-Wähler, über ein sehr bekanntes Imageboard, über eine verlorene Generation, über Gender… Der Artikel deckt unglaublich viel ab.

Was schön war: In der Bahn die Zeit haben, besagten Artikel lesen zu können.

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Journal Mittwoch, 22.2.2017

Die Ohropax-Ohrstöpsel haben sich heute auch im Büro bewährt. Mir war die letzten Tage aufgefallen, dass ich mich leicht durch Geräusche ablenken lasse- eine im Großraumbüro sehr unpassende Eigenheit. Als Gegenmittel stöpselte ich mir daher heute Ohropax ein, stellte noisli auf weißes Rauschen und arbeitete tatsächlich konzentrierter als in den vergangenen Tagen.

Als zusätzliches Mittel zur Produktivitätssteigerung teste ich derzeit die Ivy-Lee-Methode. Ich bin ja furchtbar unorganisiert und verpeilt und glaube daher, dass das Definieren von sechs Aufgaben für den nächsten Tag sowie das Setzen von Prioritäten gut helfen kann. Für die Zeit der Bearbeitung nutze ich weiterhin die Pomodoro-Technik, die hat sich bewährt für mich.

M. hatte heute Nacht wohl einen Nachtschreck. Das war keine schöne halbe Stunde.

Meine Hosen-Bestellung vom Wochenende kam an. Offenbar habe ich tatsächlich inzwischen eine Hosengröße abgenommen- die Hosen sind alle zu weit.
Zum Glück sind Rückversand und Neu-Bestellung kostenlos, so kann ich mir die Hosen einfach ’ne Nummer kleiner bestellen, anprobieren und dann hoffentlich behalten.

J. ist ordentlich verrotzt und kriegt schwer Luft durch die Nase. Wir haben also ein hypernervöses Baby, das zusätzlich röchelt und schnarcht und noch leichter schläft. Meh.

Seit dieser Woche bringt Jott Abends M. zu Bett, ich übernehme in dieser Zeit die Zwillinge. Wenn ich Glück habe- so wie gestern- schlafen sie beide schnell ein und ich kann mich frei (d.h. ohne Trage) bewegen.
Heute hatte ich nicht ganz so viel Glück: G. schlief schnell ein und ließ sich gut ablegen, aber J. brauchte eine gute Dreiviertelstunde in der Trage, bevor er sich soweit beruhigt hatte, dass ich ihn ins Bett legen konnte.

Mir fällt es derzeit sehr schwer, in solchen Momenten ruhig zu bleiben. J. zappelte und schnaufte und zuckte ständig zusammen und kam einfach nicht zur Ruhe, und ich hatte nur vor Augen was noch alles erledigt werden musste und das ich mich ja auch ganz gern ’ne halbe Stunde hinsetzen würde, und sah das alles vor meinem inneren Auge zerplatzen.
Da muss ich noch Mittel und Wege finden, um gelassener zu werden und mich selbst zu beruhigen.

Was schön war: Beide Zwillinge lächeln uns inzwischen an, wenn wir mit ihnen reden oder sie streicheln. Das war heute morgen sehr schön, im Doppelpack angestrahlt zu werden.

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Journal Dienstag, 21.2.2017

Mit drei Kindern lernt man jeden Tag dazu. Beispiel heute: Die Nacht endete halb Fünf, als G. Bauchschmerzen hatte. Um Jott ein bisschen Ruhe zu gönnen, schnappte ich mir das Kind, packte sie in die Trage, stapfte durch die Wohnung und konnte G. nach einer halben Stunde wieder ablegen. Dann machte ich den entscheidenden Fehler: Anstatt mich einfach schon in aller Ruhe fertig zu machen- bis zu meiner normalen Aufstehzeit waren es nur noch 20 Minuten- legte ich mich nochmal auf die Couch und drusselte ein bisschen vor mich hin. Das führte dann dazu, dass kurz nach Sechs viele Sachen gleichzeitig gemacht werden mussten und das ein bisschen stressig war.
Beim nächsten Mal bin ich schlauer.

Ein Learning aus dem Wochenende ist auch: Weniger vornehmen/ die eigenen Ansprüche senken. Mit allen drei Kindern rauszugehen war zu viel. Als M. schlief, hätte ich in aller Ruhe allein mit den Zwillingen spazieren gehen sollen.

Eigentlich wollte ich den heutigen Beitrag in feinstem märkisch/ berlinerisch schreiben- immerhin ist heute Tag der Muttersprache/ des Dialekts. Ich schaff’s aber nicht tatsächlich so zu schreiben wie ich spreche. Es ist kein Hochdeutsch, aber auch kein Berlinerisch- es ist ein wilder Mix, der mal mehr, mal weniger in die eine oder andere Richtung schwappt. Und immer, wenn ich es aufschreibe, sieht es falsch aus und klingt beim lauten Vorlesen sehr unauthentisch. Also lass ichs lieber.

Eingtlich wollt ich den heutjn Beitrag in feinstn märkisch/ berlinerisch schrei’m- immahin ist heut Tach der Muttasprache/ des Dialekts. Ich schaffs aba nich tatsächlich so zu schrei’m wie ich spreche. Es is kein Hochdeutsch, aba auch kein Berlinerisch- es is ein wilder Mix, der mal mehr, mal wenjer in die ein oda andre Richtung schwappt. Und imma, wenn ichs aufschreibe, siehts falsch aus und klingt beim lauten Vorlesen sehr unauthentisch. Als lassichs lieber.

Nee, klappt nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich beim Schreiben anders formuliere als beim Sprechen und alle Versuche deswegen unecht klingen.

M. trug am Wochenende erstmals Boxershorts ohne Windeln. Und natürlich funktionierte das Bescheid geben vor dem Pullern genau an diesem Wochenende schlecht bis gar nicht. Die Boxershorts waren jedenfalls im Nu nass (und Omas Jeans auch…).
Wir probieren das an den Wochenenden weiter. Mal gucken, wann der Groschen bei M. fällt.

In der KiTa kann auf Grund von Personalmangel gerade nicht darauf eingegangen werden, wenn die Kinder angeben aufs Klo zu müssen. Sehr ärgerlich…

M. gibt uns seit ein paar Tagen einen schönen Ausblick auf die Trotzphase: Sobald etwas nicht nach seinem Willen geschieht, krakeelt er los. Teilweise greint er mehr rum, als das er erzählt, und das will was heißen.
Es ist etwas anstrengend.

Was schön war: ALLE Kinder schliefen ab ~20:15 Uhr. Ich konnte in aller Ruhe M.s Brotbüchse und mein Müsli vorbereiten, Chicorée-Salat zubereiten und die Küche aufräumen.

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Journal Montag, 20.2.2017

In der Nacht bekam ich einen heftigen Migräne-Anfall, in den sehr frühen Morgenstunden wachte ich mit Kopfschmerzen aus der Hölle auf. Zum Glück habe ich immer noch die Tropfen, die mir die Ärztin zum Fiebersenken während der Grippe verschrieb- die sind nämlich in erster Funktion ein Schmerzmittel. Nachdem das Mittel wirkte, fiel ich in einen komatösen Tiefschlaf, aus dem mich M. gegen halb Acht weckte. Da waren die Kopfschmerzen nicht mehr ganz so schlimm und erlaubten Aufstehen, Kind KiTa-bereit machen & in die KiTa bringen. Alle Nebeneffekte der Migräne waren allerdings noch nicht behoben- ich konnte nicht richtig scharf gucken (unterschiedliche „Schärfen“ pro Auge) und mir war, wohl als Folge davon, übel. Das besserte sich erst, nachdem ich, wieder zu Hause, noch ein paar Stunden schlief.
Am Nachmittag vertrieb ein langer Spaziergang mit den Zwillingen die restlichen Kopfschmerzen.

Was schön war: Nach dem Spaziergang fuhr ich mit der S-Bahn nach Hause. J. und G. schliefen im Kinderwagen, und ich hatte ein halbes Stündchen Ruhe zum Durchatmen.

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Journal Sonntag, 19.2.2017 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 18./19. Februar 2017 verlinkt.]

Nachts war heute der Wurm drin. M. wachte bis halb Drei nahezu stündlich auf, während J. nach der Nachtfütterung um 2 Uhr Einschlafprobleme hatte und die Nacht um 6 Uhr für beendet erklärte. Lediglich G. war wohl halbwegs pflegeleicht.

Bis nach dem Mittagessen genossen wir noch die Gesellschaft von Jotts Mama. Die Betreuungssituation von drei Kindern auf drei Erwachsene war recht entspannt, vor allem Jott freute sich: Sie kam endlich mal wieder dazu, ausgiebig mit M. zu spielen. Unter der Woche fehlt dazu die Zeit, und an den bisherigen Wochenenden war M. meist bis Sonntag Nachmittag bei meinen Eltern.

Nach dem Mittagessen brachte Jotts Mama M. ins Bett, bei ihr schlief er ohne Anstalten zu machen ein. Da die Zwillinge zeitgleich ebenfalls schliefen, hatten Jott und ich eine gute Dreiviertelstunde Ruhe, das war schon fast erholsam.

Nachdem M. wieder wach war, aßen wir Kuchen, tranken Kaffee/ Caramel Macchiato/ Kakao und spazierten anschließend zu einem nahegelegenen Spielplatz. Die Zwillinge waren anfangs recht pflegeleicht, auf dem Spielplatz angekommen begann G. allerdings zu weinen und ließ sich nicht beruhigen. Das wir kurz darauf die Regen-Bezüge aufziehen mussten, weil uns ein Schauer überraschte, machte es nicht besser.

Wieder zu Hause trug ich die Zwillinge zur Beruhigung durch die Wohnung (G. in der Fräulein Hübsch, J. auf dem Arm), während Jott versuchte, M. die Haare zu schneiden. Das scheiterte an der Gegenwehr des Kindes, daher trägt er nun auf der rechten Seite einen halben Sidecut (mit viel Wohlwollen als solcher zu identifizieren).

Während Jott M. nach dem Abendessen zu Bett brachte, trug ich J. durch die Wohnung, räumte die Küche auf und hoffte inständig, dass G. nicht aufwachte.

Der Kiwikopf nach dem Gang zum Bäcker.
Kostümanprobe: Zum KiTa-Fasching geht M. als Giraffe.
Kiwi-Kopf, andere Ansicht.
Während MIttags alle Kinder schliefen, bestellte ich Hosen. Zum Einkaufen im Laden komme ich ja nicht (leider/ zum Glück).
Kaffee und Kuchen. M. bewundert unsere Obst-Ecke am Fenster.
Wer seine Geschwister liebt, der schiebt.

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Zusammen mit Jott und den Kindern draußen sein.

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Journal Samstag, 18.2.2017

M. ist wieder da, ab dem Nachmittag waren wir wieder vereint. Morgen wird also ein spannender Tag- alle drei Kinder sind gleichzeitig da; und ab Mittag ist auch Jotts Mama wieder weg.

J. sieht von oben aus wie eine Kiwi- ihm wachsen endlich Haare.

Den Großteil des Tages verbrachte ich tragend. Ich freu mich, wenn auch G. in die Bondolino passt. Die hat nämlich einen breiteren und sehr stabilen Hüftgurt und stabilere Träger, d.h. die Last wird besser verteilt. Das trägt sich bei großen, schweren Kindern besser.

Dank eines ausgedehnten Spaziergangs von Jott und ihrer Mama mit den Zwillingen hatte ich genügend Zeit für die Bartpflege. Vermutlich bin ich nach dem Stutzen nun noch ein Kilo leichter.

Kein Bild von gemeinsam schlafenden Zwillingen heute- sie schliefen nämlich nicht gemeinsam nebeneinander, sondern versetzt/ auf verschiedenen Trägern.

Da fahre ich gleich mit G. los, um eine ausgeliehene Milchpumpe zur Apotheke zurück zu bringen.
Granola ohne Nüsse. Damit auch M. morgens mitessen kann.
Nach dem Spaziergang schläft G. exakt 5 Minuten weiter, ehe sie quengelt. Ihr Bruder hält noch zwei Stunden länger durch.
Kaffee und Kuchen gabs auch. Mit Papageienkuchen <3
Weil mich das Kindergeschrei stark stresst und dafür sorgt, dass ich am liebsten weglaufen möchte, hat mir Jott Ohropax mitgebracht. Funktioniert gut, die Geräusche werden auf ein halbwegs erträgliches Maß gedämpft.
Vorbereitungen für die Nacht und den folgenden Morgen.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: M. und Jott sangen im Duett Barbara Ann (M.: „Bababa bababa bababa – ‚mal [Nochmal]?“)

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Journal Freitag, 17.2.2017

Heute war ein sehr unspektakulärer Tag. Ich arbeitete im Home Office, sparte mir die Fahrzeit und konnte in der dadurch gewonnenen Zeit zum Arzt gehen und Jott minimal bei der Betreuung der Zwillinge zur Hand gehen.

Abends kam Jotts Mama zu Besuch, sie wird uns das Wochenende unterstützen.

Ich habe einen Einzeltermin bei der Schrei-Ambulanz und eine Überweisung für einen Psychologen. Man muss ja gucken, wo man bleibt- bzw. wo man hingeht, wenn man eventuell doch Hilfe benötigt.

Das heutige „Awwwww des Tages“: Fans of Love | Love has no labels.

Wie man wütende Menschen beruhigt. Find ich hilfreich.

Eine spannende Idee, das demokratische System zu optimieren: Statt gewählten Politikern sitzen zufällig ausgeloste Menschen im Parlament und stimmen ab. Gerade in Zeiten, in denen „die da oben“ die Geschicke des Volkes lenken, ein interessanter Ansatz.

Was schön war: Keine Fahrerei heute. Ich fühl mich direkt erholt.

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Journal Donnerstag, 16.2.2017

Ein Morgen allein. Nach einer ruhigen Nacht- M. ist ja nicht da und weckt mich infolgedessen nicht zwei bis drei Mal die Nacht- hatte ich meine Ruhe. Jott, ihr Bruder und die Zwillinge schliefen noch, und so konnte ich in ungestört duschen, mich fertig machen und frühstücken. Was für ein Luxus.

In der S-Bahn kam ich sogar dazu, mir das Wochenend-Mittagessen auszudenken (Kartoffel-Blumenkohl-Gratin, Kürbis-Curry) und die Einkaufsliste zu vervollständigen, so das Jott am Nachmittag bei Kaufland bestellen konnte. Klasse.

Wir steigen auf Avent-Flaschen um. Aus denen können beide Zwillinge einfacher und schneller trinken. Die bislang genutzten Medela-Flaschen wollen wir verkaufen, vielleicht gibts ja dafür Abnehmer.

Im Büro weiter entspanntes Runterarbeiten (ernsthaft- was sollte mich da noch stressen?).

Beim Heimkommen konnte ich direkt von Jotts Gesicht ablesen, wie der Tag war (schlimm).

Jott hatte heute einen abwechslungsreichen Tag: Sie war mit den Zwillingen beim Ostheopathen und ließ die beiden untersuchen und bekneten/ massieren.
Sowohl J. als auch G. haben Blockaden und sind verspannt, G. stärker als J..
Jott wurde gewarnt, dass beide heute nochmal einen schlimmen Tag haben können, bevor sie ggf. entspannter werden.

Nach ihrer Rückkehr kam eine Frau von den Frühen Hilfen vorbei und besprach mit Jott mögliche Maßnahmen und Hilfen. Am Montag soll wohl, wenn alles gut geht, ein Sozialpädagoge (?) zu uns kommen und unterstützend tätig werden.

Zusätzlich besuchte uns- also Jott, ihren Bruder und die Zwillinge, die Mütterpflegerin von Alu von Große Köpfe. Die kommt ausnahmsweise (danke, Alu!) zu uns nach Köpenick, obwohl das gar nicht ihr Wirkungsgebiet ist. Bis Ende Februar wird sie uns unterstützen.

Am Abend fuhr Jotts Bruder wieder nach Hause, sichtbar gezeichnet von dieser Woche. Das war doch ein bisschen anstrengender als in seinem FSJ im Kindergarten.

Eine Kollegin führte heute ihren Mützenschal vor. Ich kannte sowas noch nicht und war begeistert. Das ist ein großer Schal mit einer Kapuze dran, so das der Nacken immer warm ist und es keinen Spalt zwischen Mütze und Schal gibt, wo der Wind reinpfeifen kann. Super Sache für eine Frostbeule wie mich, so einen Schal werde ich mir als Vorbereitung für den kommenden Herbst und Winter kaufen.

Verdammte Impfgegner. Die Zwillinge lassen wir erst nach ihrer MMR-Impfung vor die Tür.

Der Tagesspiegel schreibt über einen freundlichen S-Bahn-Fahrer auf der S3, mit dem ich auch schon unterwegs war. Es ist eine echte Überraschung, wenn man fröhlich und freundlich in der Bahn begrüßt wird, und auch eine nette Abwechslung.

Was schön war: Das wunderbare Gefühl, dass niemand etwas von mir will, am Morgen.