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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 4.12.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 03./04. Dezember 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Adventskalender: Sonntag
Der Tag beginnt mit einem geöffneten Türchen. Danach legt sich Jott, die wie das Leiden Christi aussieht, wieder auf die Couch, ich pussel in der Küche herum.

Granola
Unter anderem bereite ich aus dem Müsli von MyMüsli, das vor anderthalb Wochen ankam, Granola zu. Beim Bestellen dachte ich noch, „Ach, Müsli, das ist ja mal eine schöne Abwechslung zum Granola“, aber beim Testen in der letzten Woche fiel mir auf- Nein, ist es nicht. Also wird das Müsli umgewandelt.

Während das Granola im Ofen vor sich hin granolat backt, bereite ich außerdem das Mittagessen für Montag und Dienstag im Büro zu. Dadurch habe ich am Abend Ruhe, so die Überlegung.

Kurz nach 14 Uhr kommen meine Eltern zu Besuch und bringen Herrn Schnuffke mit. Hurra! Die nächsten anderthalb Stunden kuscheln wir viel. Herr Schnuffke freut sich, Jott freut sich, ich freue mich.
Gegen halb Vier beschließen wir, dass es eine gute Idee ist, das Kind und uns auszulüften und noch ein wenig herum zu laufen solange es hell ist. Aus meiner Idee, einfach eine Runde um den Block zu laufen, macht Jott einen Abstecher ins Forum Köpenick und zu DM. Warum auch nicht, so können wir an den Buden vor dem Forum einen Crêpe essen.
Auf das Wickeln vor dem Anziehen hat Herr Schnuffke keine Lust, es entspinnt sich eine längere Diskussion zwischen ihm und mir. Er lässt sich schlussendlich wickeln, aber nur unter Protest.

Weil Herr Schnuffke inzwischen supergut läuft- wenn er will-, lassen wir auf mein Insistieren den Buggy im Hausflur stehen und laufen Hand in Hand durch die Gegend. Jott rechts, Herr Schnuffke in der Mitte, ich links.

Im Forum selbst ist es ein wenig stressig. Herr Schnuffke läuft zwar mit viel guten Zureden auch in die Richtung, in die wir wollen, entdeckt dann aber die Rolltreppen und ist nicht mehr zu halten (er LIEBT Rolltreppen). Mit zwei schweren Tüten und meiner Jacke über den Arm geworfen ist es gar nicht so einfach, so ein agiles kleines Kerlchen einzufangen und hochzuheben… Vor allem, da er natürlich nicht auf meinen Arm, sondern Rolltreppe fahren möchte.

Einkaufen
Bei DM darf Herr Schnuffke einen Kinder-Einkaufswagen schieben und ist im 7. Himmel. Soll uns recht sein, es ist schon praktisch die Einkäufe in seinen Wagen packen und von ihm schieben lassen zu können.

Auf dem Heimweg hat Herr Schnuffke keine Lust mehr auf Laufen und möchte getragen werden. Leider von Jott, die dazu nicht mehr in der Lage ist… Das nächste Drama bahnt sich an. Denn ich soll das Kind nicht tragen, das findet er doof und schreit die Nachbarschaft zusammen. Selber laufen will er aber auch nicht- ein klassisches Dilemma. So kann ich also, die beiden Einkaufsbeutel rechts und das schreiende und tobende Kind links, den restlichen Heimweg antreten. Zu Hause bin ich ziemlich bedient, ohne Buggy werde ich vorerst nicht losziehen.

Papaya
Während Jott und Herr Schnuffke im Wohnzimmer spielen, schlachte ich eine Papaya. Die soll es als Leckerbissen für alle zum Abendbrot geben. Soweit die Theorie. In der Praxis muss Herr Schnuffke würgen, als er ein Stücken in den Mund nimmt, und Jott erklärt sich solidarisch mit ihm und möchte auch nichts. Gut, mehr für mich.

Nach dem Abendessen gucken wir das Sandmännchen, dann bringe ich Herr Schnuffke ins Bett. Gerade, als er sich hingelegt hat und ich das Licht ausschalte, hört er Jott aus dem Wohnzimmer schnauben. Das hat ihn irgendwie getriggert, sofort setzt er sich auf, klettert aus dem Bett und flitzt ins Wohnzimmer zu Mama. Supertoll. Danach bringt ihn Jott ins Bett.

Montagsmüsli
Währenddessen bereite ich mein Morgenmüsli für den Montag zu. Danach registriere ich unseren Kinderwagen, um ein Extrajahr Herstellergarantie zu bekommen, und lasse den Tag beim Lesen von Blogbeiträgen ausklingen.

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Herrn Schnuffke zum ersten Mal seit einer Woche im Arm halten.

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Journal Samstag, 3.12.2016

Der Samstag in drei Worten: Wocheneinkauf, Adventsfestessen, chillaxing (ok, letzteres ist eine ziemlich doofe Wortzusammensetzung, die aber wunderbar den Tag nach Wocheneinkäufen und Adventsfestessen beschreibt).

Der Samstag in ein bisschen mehr als drei Worten: Nach Frühstück, dem ersten Teil des Wocheneinkaufes- mit der Menge an Zitrusfrüchten kommen wir eine Weile hin- und der Inempfangnahme meines neuen Headsets (diese … Verpackungen), fuhren Jott und ich ins Brandenburgische zu guten Bekannten, aßen Reh und Pute mit Klößen und Rot-, Grün- und Rosenkohl, bewunderten auf dem Rückweg die farbenfrohe Abendämmerung, kauften die restlichen Vorräte ein, schalteten die Weihnachtslichter ein und guckten am Abend zusammen die wöchentliche Folge Gotham.

Adventskalender

Paketlieferung

Zitrusfrüchte

Tafel

Abenddämmerung

Deko

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Morgen kommt Herr Schnuffke wieder. Wir freuen uns sehr.

Was schön war: Zwischen den Gängen des Adventsfestessens auf das Gewusel blicken und sich über die vielen Menschen und Kinder freuen.

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Journal Freitag, 2.12.2016

Im Büro präsentierten ein Kollege und ich heute dem gesamten Team unsere Optimierungen an mehreren Prozessen, die wir uns in den letzten Wochen ausgedacht und in enger Abstimmung mit vielen Beteiligten verfeinert hatten. Ich war davor etwas nervös, denn Neuerungen sind ja immer so eine Sache. Nach der Präsentation gab es aber viel positives Feedback und eine rege Diskussion im Team, wir konnten genau die Punkte, an denen der Kollege und ich noch nicht hundertprozentig zufrieden waren, zur Zufriedenheit aller festzurren.
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die neuen Prozesse sich in der Praxis bewähren.

Herr Schnuffkes Bindehautentzündung ist offenbar überstanden. Meine Mama berichtete heute fröhlich, dass erstmals seit gut zwei Wochen beide Augen wieder klar waren. Die Augensalbe scheint also besser anzuschlagen als die Augentropfen. Wir werden sie zur Sicherheit noch ein paar Tage weiter auftragen und dadurch hoffentlich ausschließen, dass die Bindehautentzündung wiederkehrt.

Das überlebende Eisbärbaby im Berliner Tierpark wächst und gedeiht. Das sind gute Nachrichten, ich hoffe ja ihm mit drei Kindern im Frühjahr 2017 einen Besuch abstatten zu können.

Als Prügel zur Schule gehörten – Ein Artikel über Schule in den 50er. Seitdem hat sich einiges getan- zum Glück.

Oben und unten – Über Perspektiven.

Was schön war: Den Abend mit Jott couchen und bei „Küss den Frosch“ mit den Zehen im Takt wackeln zu „Ganz nah dran“ (Almost there).

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Journal Donnerstag, 1.12.2016

Der Trockner ist da, Jott und ich sind unangemessen stark begeistert.
Trockner
Jott wusch direkt nach Aufbau eine Ladung 60°-Wäsche (Socken, Unterwäsche, Bettwäsche), stopfte sie danach in den Trockner und freute sich. Ich mich auch.
Etwas schockiert waren wir lediglich, als wir das Flusensieb des Trockners nach dem ersten Durchgang direkt ausleeren konnten- es war übervoll.

Einerseits vermisse ich Herrn Schnuffke sehr, andererseits genieße ich es, beim nachmittäglichen Arbeiten nicht zwangsläufig auf die Zeit achten zu müssen. Auch das Lesen in der Bahn ist schön, mein Feedreader hat schon lange nicht mehr so wenige ungelesene Beiträge angezeigt.
Ab Sonntag ist das Kind wieder da, ich freu mich jedenfalls jetzt schon drauf.

Die nächste Woche wird vom Arbeitsweg her anstrengend. Die Bahn nimmt auf der Strecke der S3 bzw. den daneben verlaufenden Gleisen der Regionalbahn ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb, deswegen fährt die S3 die gesamte kommende Woche nicht zwischen Köpenick und Ostkreuz. Der Ersatz-Busverkehr soll ungefähr eine halbe Stunde für die Strecke brauchen, das ist meiner Erfahrung nach gerade im Berufsverkehr etwas wenig.
Ich werd mir das mit Herrn Schnuffke am Montag mal angucken und ansonsten vermutlich auf die Straßenbahn ausweichen und über Adlershof oder Schöneweide fahren.

Mein Körper schaltet auf Wintermodus um und unterstreicht das mit Heißhungerattacken auf Fleisch, fettiges und kalorienreiches. Jetzt heißt es durchhalten bis zur normalen Weihnachtsfresserei.

Ich kaufte heute ein günstiges Mono-Headset von Panasonic. Alles ist besser als weiterhin verrenkt beim Telefonieren tippen zu müssen.

Mir gefallen die Monats-Start-Beiträge von Carola. Drum überlege ich mal, was bei mir so im Dezember ansteht.

Im Dezember werde ich…

  • … höchstwahrscheinlich Vater von Zwillingen werden (ins neue Jahr wird Jott sie vermutlich nicht mitnehmen)
  • … Weihnachten vermutlich zu fünft feiern
  • … hoffentlich an der Firmenweihnachtsfeier teilnehmen
  • … mich mit vielen langjährigen Bekannten zum Adventsessen treffen
  • … vor Silvester aus Berlin flüchten
  • … Herrn Schnuffke die Weihnachtsgeschichte vorlesen
  • … Geschenke für Jott kaufen
  • … Nikolaus für Jott und Herrn Schnuffke sein
  • … zusammen mit Jott alles für eine ruhige und besinnliche Zeit zwischen den Jahren vorbereiten
  • …. mich um Geschenke für Januar-Geburtstagskinder im Bekanntenkreis kümmern
  • … Weihnachten relativ ungeplant auf mich zukommen lassen- derzeit wissen wir schlicht nicht, wie die Festtage ablaufen werden. Das ist ein Novum.
  • … den üblichen Jahres-End-Koller hoffentlich nicht aufkommen lassen.

Eine deutsche Mittelschichtsfamilie hat folglich derzeit kaum eine Chance, selbst wenn sie sehr sparsam lebt, aus eigener Kraft ein Haus oder eine Wohnung in mittelguter Lage in einer der großen deutschen Städte zu kaufen. Es sei denn, sie gewinnt a: im Lotto, b: gründet ein Start-up und verkauft es sehr gewinnbringend oder c: sie erbt.

Unsere Hoffnungen liegen auf dem Lottogewinn. Der eventuell geplante Eigenheimzuschuss (mit drei Kindern könnten wir tatsächlich 20.000 Euro beanspruchen…) würde, genau wie in der Beispielrechnung, nur einen minimalen Bruchteil der tatsächlichen Kosten decken.

Was schön war: Viel mit Jott erzählen. Es ist ja doch etwas ruhiger gerade.

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Journal Mittwoch, 30.11.2016

Ich telefoniere im Büro recht häufig und muss mir nebenbei des Öfteren Notizen machen. Das geschieht direkt am Rechner, weil ich so direkt in meine ToDo-Liste/ ein Ticket-System/ das Firmenwiki/ die Notizapp reinschreiben kann. Bislang klemmte ich mir dazu das Telefon zwischen Ohr und Schulter und tippte halb verrenkt mehr schlecht als recht.

Dieser Zustand sollte ein Ende haben, und so suchte ich heute Abend nach einem Headset. Mein Wunschgerät erfüllt die folgenden Kriterien:

  • Verwendung mit DECT-Telefon möglich, d.h. EINEN 2,5mm-Klinken-Anschluss. Notfalls auch EINEN 3,5mm Klinken-Anschluss, dann bräuchte ich einen zusätzlichen Adapter.
  • Kein separater Mikrofon-/ Kopfhörer-Klinkenstecker
  • Bügel-Halterung, nix In Ear oder Nackenbügel
  • Stereo (beide Ohren), damit ich im Großraumbüro nicht ein Ohr zuhalten muss
  • Idealerweise mit Noise Canceling
  • Vernünftiger Preis, ich dachte an ~50 Euro (die Schmerzgrenze wären ~70 Euro für ein Gerät, das ALLES kann)
  • Kein China-Indien-NoName-Hersteller

Eigentlich ging ich davon aus, dass das kein Problem sei. Ich meine, hey, ein Büroheadset eben. Das kann ja nicht so kompliziert sein.

Nachdem ich eine Weile suchte, wurde mir klar, dass es doch kompliziert ist. Es gibt nämlich meinen Recherchen zu Folge schlichtweg keine bezahlbaren Büroheadsets, die das können was ich möchte. Nur schweineteure Profi-Geräte ab ~150 Euro- und das ist mir dann doch etwas zu viel (ich rechne nicht damit, das Geld vom Arbeitgeber wiederzubekommen).

Nun heißt es, Abstriche machen…

Die beste Entscheidung der beiden vergangenen Tage war das Anziehen von langen Unterhosen. Es ist doch etwas frisch geworden?

Jott war heute beim Frauenarzt. Die Zwillinge sind ordentlich groß und schwer geworden:
SIE: ~48cm, ~2500g
ER: ~49cm, ~2700g
Es geht ihnen gut, sie liegen weiterhin richtig und gucken sich an.

Am kommenden Montag findet die Geburtsplanung statt, in der Jott auf eine Geburts-Einleitung um die 38. Woche herum insistieren wird (außer, der Krankenhaus-Ultraschall entspricht wider Erwarten nicht den bisherigen Messungen und die Zwillinge sind doch noch itzibitzi miniklein und brauchen noch Zeit). Die Beschwerden werden allmählich zu groß- angefangen beim nicht mehr lange schlafen können über nicht mehr liegen/ sitzen/ stehen können bis hin zu Problemen beim Anziehen von Hosen, Strümpfen und Schuhen…

Wenn also alles nach Plan verläuft, sind wir noch ungefähr zweieinhalb Wochen zu Dritt. Das ist irgendwie merkwürdig.

Derzeit liste ich im Büro meine Aufgaben auf. Nicht die theoretischen laut Jobbeschreibung, sondern die tatsächlichen. Zumindest versuche ich es, denn das ist ziemlich schön schwer. Ich bin zwar den ganzen Tag im Büro und arbeite, aber beim Um- und Beschreiben dieser Tätigkeiten tue ich mich schwer- zumindest mit einigen. Am einfachstes ist es noch, zu beschreiben was ich als technischer Ansprechpartner für die Kunden leiste, oder was ich als Entwickler mache. Aber ansonsten? Wie beschreibe ich die Mischung aus „Augen und Ohren offen halten, Sachen wissen, Probleme (mit Lösungsvorschlag) an die richtigen Leute herantragen, Informationen filtern/ verarbeiten/ weitergeben, Abläufe optimieren, Terminierungen eintakten“?

Heute Abend gab es Nuckelsuppe.

Nuckelsuppe

Vorbereitungen auf und für die Zwillinge.

Irgendwo™ im Internet stieß ich vor kurzem auf 40 Stunden. Auf der Seite werden Interviews mit Leuten zu ihren Berufen geführt. Bislang war jedes Interview, das ich gelesen habe, superspannend und interessant und teilweise auch lehrreich (beispielsweise mit Pfarrerin Johanna Thode, das hat bei mir einen Aha-Effekt ausgelöst).
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Interview mit Undine de Rivière (Domina) und Ralph Mundt (Müllmann). Da schwingt bei beiden, obwohl sie grundverschiedene Jobs haben, so eine Zufriedenheit mit durch- das beides so komplett und total in Ordnung ist. Und das in Berufen, die für mich gar nicht so „normal“ wirkten (das verrät vermutlich einiges über mich).

Was schön war: Ganz viel im Internet lesen.

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Journal Dienstag, 29.11.2016

Auf dem Arbeitsweg das wunderschöne Licht der Morgendämmerung bewundert, in einem ersten Gedanken daran gedacht, dass es gut wäre eine anständige Kamera dabei zu haben und in einem zweiten, dass das der Fall ist- ich hatte vergessen, die Kamera nach dem Wochenende aus dem Rucksack zu nehmen.

So ergab sich die Chance, morgens ein paar Schnappschüsse zu machen.
Fernsehturm

The struggle is real: Jotts Oberteile haben kapituliert. Der Zwillingsbabybauch ist zu groß. Nachdem wir uns gestern vor Saturn begrüßt hatten, waren ihre ersten Worte die Bitte, doch mal ihr Oberteil kräftig nach unten zu ziehen. Ihre Arme seien zu kurz und kämen nicht mehr bis ganz unter den Bauch…

Herr Schnuffke war heute beim Arzt. Er hat tatsächlich nur eine Bindehautentzündung. Laut Ärztin wird die durch seine Dauererkältung beeinflusst, zusätzlich hat er sich vermutlich beim Augenreiben nochmals infiziert. Unschön.
Statt Augentropfen, die nicht gewirkt zu haben scheinen, bekam er Augensalbe und Nasentropfen verschrieben, und soll die Woche noch nicht in die KiTa gehen.

Kaum hat man Morgens und Abends in der Bahn Zeit zum Lesen, schon nimmt die Anzahl der ungelesenen Einträge im Feedreader drastisch ab. Irre.

Schreck am Abend: Jott berichtete von periodisch wiederkehrenden Rückenschmerzen und einem komischen Allgemeingefühl. Ich war mental sofort bei „DIE ZWILLINGE KOMMEN“. Bis jetzt ist allerdings noch nichts passiert, und Jott hat auch keine Rückenschmerzen mehr. Puh. Etwas Zeit können sich die Zwillinge ruhig noch lassen.

Auf columbuseye.uni-bonn.de/live/ werden in Echtzeit Bilder von der die Erde überfliegenden ISS gestreamt.

Über Anarchosyndikalismus, die Mehrheitsgesellschaft, Alternativen und irgendwie auch Rotwein schreibt der Kiezneurotiker und trifft dabei einen wunden Punkt. Denn die Welt verbessere ich im Beruf nichtmal ansatzweise, eher im Gegenteil… Aber immerhin kann ich dank des Berufs arschteuren Kaffee kaufen und so ein wenig die Menschen unterstützen (oder mir das zumindest einreden), die an einer besseren Welt arbeiten.

Was schön war: Das 2014er-Weihnachtskonzert des Kings College Choir anzuhören. Erwähnte ich, dass ich Weihnachtslieder mag?

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Journal Montag, 28.11.2016

Habemus Trockner! Jott und ich trafen uns heute nach der Arbeit vor der Köpenicker Saturn-Filiale, legten uns eine Mini-Strategie zurecht, wendeten die an und erwarben unser Wunschmodell samt Transport und Installation nochmals reduziert. Hurra!
Am Donnerstag wird der Trockner geliefert, wir freuen uns auf die erste Fuhre Wäsche, die trocknerweich aus der Maschine kommt.

Endlich wieder Weihnachtslieder! Seit letzten Freitag schwirrte mir Hark! The Herald Angels sing als Ohrwurm im Kopf herum, am Sonntag kam Oh Holy Night hinzu. Und da die Adventszeit nun offiziell begonnen hat, kann ich spöttisch-fragende Blicke von Jott ignorieren und weiter Weihnachtslieder vor mich hin summen.

Am vergangenen Samstag kam endlich jemand, um das leckende Wasserrohr in unserem Keller abzudichten. Der ganze Vorgang hatte sich gezogen, weil die Sachlage kompliziert war: Die Eigentümerin des Hauses hatte im Sommer des vergangenen Jahres an der Hausverwaltung vorbei eine Firma beauftragt, Geschäftsräume im Erdgeschoss in Wohnraum umzuwandeln. Im Zuge dessen wurden neue Abwasserrohre im Keller verlegt.
Bei einem dieser Abwasserrohre war eine Dichtung falsch herum gesetzt- fragen Sie nicht-, und das führte dazu das ein und ein Viertel Jahr später mit einem Mal das Dusch-Abwasser der Nachbarn unter uns in unseren Keller lief (zum Glück war es die Dusche und nicht das Klo- so roch es immer nett nach Shampoo).
Weil der damals tätigen Firma wohl das Recht auf Nachbesserungen zugebilligt werden musste, die sich aber nicht meldeten, und die Hausverwaltung nicht involviert war, passierte eine ganze Weile nichts. Ich musste erst ein wenig beim Hausmeister drängeln, bevor der Haus- und Hof-Sanitärbetrieb eingreifen durfte. Und eben das passierte am vergangenen Samstag.

Für ein Kinderbett war es da allerdings schon zu spät- das hatte einen Tag lang in der Wasserpfütze gestanden, bevor wir über das laufende Wasser informiert wurden und es retten konnten. Die Beine waren da schon aufgequollen, nachdem ich es in Sicherheit gebracht hatte bildete sich in den feuchten Stellen Schimmel. Das wird uns die Hausverwaltung ersetzen müssen…

Ich betrieb die letzten Tage ein wenig Frustshopping und habe nun ein Bartöl, Beard Balm, eine Wildschweinborstenbartbürste (was für ein wunderschönes Wort!) und Nagelhautcreme (die ist bei mir immer trocken und lädt dadurch zum Herumfitzeln und -pulen ein).
Vor allem in Bartöl, Beard Balm und Wildschweinborstenbartbürste setze ich große Hoffnungen: Vielleicht wird der Bart mit regelmäßiger Anwendung mal nicht-struppig, sondern geschmeidig und glatt. Die Testphase starte ich nach dem Scheren Stutzen morgen früh.

Herr Schnuffke entspannt sich bei meinen Eltern. Leider ist keine Besserung der Augen in Sicht, daher wird meine Mama morgen zu meiner ehemaligen Kinderärztin gehen und ihn untersuchen lassen. Mal schauen, was die rausfindet.
Ich mache mir jedenfalls Sorgen, dass wir dem Kind zu viel zumuten (lange Fahrtzeiten zur und von der KiTa, lange Zeit in der KiTa, nicht genügend Zeit zur Stressverarbeitung) und es das durch diese Bindehautentzündung kompensiert.

Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil meine Mama eingesprungen ist und das kranke Kind betreut, während ich im Büro bin. Ich sollte mich doch um das kleine kranke Mäuschen kümmern…

Mein Tag startete heute morgen wie zu Ausbildungszeiten: Mit einer gut 90-minütigen Bahnfahrt nach Berlin rein. Es ist fast zehn Jahre her, dass ich diese Fahrten regelmäßig auf mich nahm, aber die Pendler-Bahn-Atmosphäre ist immer noch die selbe: Gespenstisch still für so viele Menschen, alle sind mit ihren Zeitungen/ Büchern/ elektronischen Endgeräten (da hat sich die Zahl sehr zugunsten letzterer verschoben in den letzten zehn Jahren) beschäftigt.
Ich genoss die ruhige Fahrt ohne Umsteigen sehr und las meinen Feedreader beinahe leer.

Was schön war: Wieder bei Jott sein.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 27.11.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 26./27. November 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Nachdem ich gestern Abend sehr spät ins Bett ging, wurde ich heute morgen gegen halb Zehn zum Frühstück geweckt. Herr Schnuffke hatte die Nacht gut geschlafen und kuschelte seit einer halben Stunde mit meinen Eltern.

Rüssel
Am Vormittag spielten wir im Wohnzimmer und guckten uns die Rüssel-Bücher an. Herr Schnuffke lauscht inzwischen sehr gebannt, wenn man um die Bilder herum eine Geschichte erzählt, und freut sich sehr wenn man das mit seinem Alltag vergleicht. Zum Bäcker beispielsweise geht er auch regelmäßig.

Mandarine
Zum Nachtisch nach dem Mittagessen gab es Mandarine. Herr Schnuffke schälte sie selbstständig, nachdem ich den Anfang gemacht hatte.

Trockner
Soviel Eigeninitiative machte müde, und während Herr Schnuffke und mein Papa Mittagschlaf machten, nutzte ich die Gunst der Stunde und recherchierte zusammen mit Jott nach einem Wäschetrockner. Ein geeignetes Modell ist inzwischen gefunden, wir müssen nur noch Details zu Liefer- und Installationskosten abklären.

Friedhofspaziergang
Nachmittags spazierten wir ein bisschen durch die Gegend. Nur eine kleine Runde, ab 15:30 Uhr begann es langsam zu dämmern. Herr Schnuffke trug zum ersten Mal seinen Schneeanzug und sah damit wunderhübsch niedlich aus.

Friedhofskatze
Beim Spaziergang über den Friedhof begegnete uns eine schwarze, zutrauliche Katze. Herr Schnuffke war sofort hin und weg, maunzte vor sich hin und lief der Katze nach. Die spielte ein wenig Haschen mit uns und rannte mal von links nach rechts, dann von rechts nach links, sehr zum Entzücken des Kindes.
Irgendwann war dann aber auch genug Katzen gejagt und wir liefen nach Hause weiter. Die Katze folgte uns ein wenig, verschwand dann aber irgendwann (zum Glück, es wurde gerade unheimlich).

Sterne
Auf dem Rückweg bestaunten wir die Adventsdekorationen in den Gärten, den Fenstern und an den Häusern. In der Gegend ist eher dezente Dekoration angesagt, und das sieht daher wunderschön aus.

Adventskranz
Im Wohnzimmer ließen wir den Tag ausklingen. Herr Schnuffke spielte mit Duplo und Spielzeugautos und schlief irgendwann fast im Sitzen ein.

Die Bindehautentzündung ist immer noch nicht ausgestanden. Tagsüber sind die Augen klar, aber morgens und abends sammelt sich immer noch Sekret in den Augenwinkeln. Ich bin sehr gespannt, was die Auswertung des Augenabstriches vom Donnerstag morgen bringt.

Meine Mama hat angeboten, dass sie und mein Papa noch ein paar Tage auf Herrn Schnuffke aufpassen und ihm die Gelegenheit zur Erholung bieten (und vielleicht nochmal zum Kinderarzt gehen)- sie hat genügend Gleittage angesammelt, um nicht Urlaub nehmen zu müssen. Herr Schnuffke bleibt also noch ein paar Tage im Brandenburgischen, während ich morgen früh um halb Sieben nach Berlin zurück fahre.

Was schön war: Ein sehr entspannter Sonntag.

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Journal Samstag, 26.11.2016

Gestern Abend dachte der vorsorgende Paul „Ok Paul, stell Dir für Samstag den Wecker auf Viertel Acht, dann haste genügend Zeit um Dich fertig zu machen, den Einkaufszettel zu schreiben, den Spüler auszuräumen und das Kind nach’m Aufstehen zu versorgen.“. Das schien mir eine gute Idee zu sein, also stellte ich den Wecker.

Heute morgen dachte der verschlafene Paul „Ach, wird schon alles werden, stell den Wecker aus und schlaf weiter“.

Natürlich wurde es irgendwie am Vormittag, aber es war nicht wirklich entspannt.

Der verschlafene Paul ist ein Arsch.

Auf Grund von Änderungen im Betriebsablauf nur wenige Bilder.

Kartoffelpuffer
Nach dem obligatorischen Samstags-Einkauf (zu dem wir viel zu spät starteten- danke, verschlafener Paul!)- gabs Kartoffelpuffer. Die fertigen aus’m Tiefkühlregal, die schmecken gut und sind fix gemacht.

Schnuffpete
Während die Puffer brutzeln, trötet der völlig übermüdete und hungrige Herr Schnuffke auf einer leeren Küchenrolle und vergisst für den Moment, dass er völlig übermüdet und hungrig ist.

Danach die Änderung im Betriebsablauf. Ich hatte Jott gestern, glaube ich, vorgeschlagen, dass Herr Schnuffke und ich über das Wochenende zu meinen Eltern fahren. Das wurde abgelehnt mit „Aber deine Mama war krank, die soll sich erholen“ und „Ich bin nicht gern allein“. Heute Mittag bat sie uns, doch zu fahren- mit uns beiden im Haushalt könne sie sich nicht guten Gewissens erholen. Was immer das heißen soll.

Nach einigen Diskussionen und dem „Hallo Mama, können wir spontan vorbei kommen?“-Anruf fuhren Herr Schnuffke und ich also ins Brandenburgische.

Das war ein rechtes Abenteuer, auf der eigentlichen S-Bahn-Strecke bestand Ersatzverkehr mit Bussen. Weil der den Weg locker um 30 bis 40 Minuten verlängerte, wollte ich den umgehen. Herr Schnuffke und ich fuhren also mit der S3 nach Ostkreuz, von dort nach Lichtenberg und von dort mit dem Regio nach Küstrin weiter gen Osten.
Der Regio war hoffnungslos überfüllt, das wir noch rein und raus kamen war ein Wunder. Außerdem war er verspätet, wodurch wir vor der Abfahrt bei geradezu arktischen Temperaturen am Bahnhof Lichtenberg warten mussten. Das war aber nicht das schlimmste: Durch die Verspätung verpassten wir unsere Anschluss-Straßenbahn und mussten improvisieren (ein Stück rennen und in die zufällig in einer Minute fahrende S-Bahn reinspringen). Die Alternative wäre eine Wartezeit von 20 Minuten bei noch arktischeren Temperaturen gewesen.
Die S-Bahn bekamen wir noch, der Zielbahnhof war allerdings wesentlich weiter vom Haus meiner Eltern entfernt als die eigentlich angedachte Straßenbahnstation. So konnten wir letzten Endes nochmal 20 Minuten durch Dunkelheit und Nieselregen spazieren. Am Ende brüllte Herr Schnuffke nur noch, er hatte nicht geschlafen, war gestresst durch die Bahnfahrt und wusste nicht, was der Scheiß eigentlich sollte.

Als wir endlich bei meinen Eltern ankamen, wurde alles besser. Warm, freundliche Menschen, Spielzeug und Mandarinen- unsere Launen besserten sich erheblich.

Den Rest des Nachmittages- viel war es nicht mehr, durch den verspäteten Regio und den nicht eingeplanten Fußmarsch waren wir gute zwei Stunden und somit 30 bis 40 Minuten länger als geplant unterwegs gewesen- verbrachten wir im Wohnzimmer beim Erzählen und Spielen.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Abendgestaltung
Am Abend arbeitete ich aus der Küche meiner Eltern weiter, um die letzte fehlende Stunde für den Donnerstag rauszuarbeiten. Das gelang mir ganz gut, ich hatte sogar die nötige Ruhe und Konzentration um den vorhandenen Code in einem unserer sehr großen Projekte zu optimieren.

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Journal Freitag, 25.11.2016

23:54 Uhr, ich arbeite seit gut zweieinhalb Stunden im Home Office. Selten war ein Feierabend und das Bett wohler verdient als heute.