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Journal Montag, 6.3.2017

Am Mittwoch habe ich einen Termin bei einem Anwalt wegen der Mieterhöhungsgeschichte. Ich bin gespannt.

Ganz schön krass, wie viele Anwälte so um einen herum tätig sind. Und wie schlecht Anwaltswebsites teilweise sind. Wobei: Gefunden werden sie trotzdem, und ihr Geld verdienen werden sie auch.

M. ging heute freudestrahlend in die KiTa, ich atmete auf. Eigentlich dachte ich, dass er nach der Woche zu Hause klammert, aber dem war nicht so.

Beim Abholen den (derzeit) unterirdischen Betreuungsschlüssel bemerkt: Die Windel war mit Sicherheit seit dem Mittag nicht gewechselt worden, dementsprechend schwierig gestaltete sich die Säuberung (Hammer und Meißel waren noch nicht nötig, aber viel fehlte nicht).

Frau Brüllen über Zucker. Kleiner Chemie- und Ernährungs-Exkurs, sehr lehrreich. Mich würde noch interessieren, ob unterschiedlich Zuckerarten tatsächlich besser aufgenommen/ verwertet werden können und ob das für den Körper eine Rolle spielt.

Ein schöner Artikel in der Zeit über ein Gastronomen-Ehepaar, das seit 31 Jahren zusammen einen Imbiss betreibt.

Was schön war: Mit M. in der Bahn Dr. Brumm lesen. Er kennt zumindest eines der Bücher auswendig und ahmt die Spezialgeräusche- beispielsweise ein „Aaaauuuuiooouu“ (als Dr. Brumm seine Bärentatze in einen heißen Milchtopf steckt)- supergut nacht. Totales Gold, wenn da so ein laufender Meter in der Bahn steht und sich vor Lachen über sein eigenes Geräusch kaum auf den Beinen halten kann.

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WMDEDGT? Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 5.3.2017 – WMDEDGT 3/17 – Wochenende in Bildern

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 04./05. März 2017 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

M. hat heute seinen ersten 3-Wort-Satz gesagt: „Anderer Fuß auch?“- er wollte einen zweiten Schuh angezogen bekommen haben. Generell macht seine sprachliche Entwicklung gerade Quantensprünge, er spricht uns inzwischen sogut wie alles nach, merkt sich das meiste und baut es in sein Spiel und in Gespräche ein.

Aber zum WmDedgT-Teil.

Kurz nach Sieben gings raus aus den Federn, da schlich Jott ins Kinderzimmer und suchte Klamotten für die Zwillinge. Drei Minuten später setzte sich M. im Bett auf, rieb sich die Augen und sagte „Auch?“. Keine Ahnung, was „auch“, aber da war er wach.
Kurz vor Acht kam Jott vom Bäcker zurück, wir frühstückten und dann passierte bis zum Mittagessen gegen 12 Uhr nicht viel. Ich trug im Wechsel die Zwillinge vor mir her, spielte mit M. Duplo, rasierte und duschte mich, und pusselte in der Wohnung herum.

Nach dem Mittagessen fuhr Jott mit M. auf einen Kindergeburtstag. Jotts Mama, die Zwillinge und ich blieben zurück, vergnügten uns (naja… Die Zwillinge machten sich keine Freunde…), und nach der Nachmittagsfütterung gegen 14 Uhr ging ich mit J. und G. spazieren. Wir liefen durch die Mittelheide nach Friedrichshagen, dort die Bölschestraße runter, machten einen Zwischenstop bei Da Dalt (im Verbinden vom Angenehmen mit dem Nützlichen bin ich GROSS) und liefen weiter zum Müggelsee, wo ich ausnahmsweise keine Bratwurst aß (dabei lachten mich die Merguez-Würstchen so an…). Eigentlich wollte ich mich dort ein bisschen ans Ufer setzen, daraus wurde aber nichts. G. zappelte nämlich herum und verlangte nach geschaukelt werden. Da der Wind außerdem recht frisch war, war ich gar nicht mal sonderlich unerfreut darüber, sondern lief die Bölschestraße wieder hoch zum S-Bahnhof Friedrichshagen und fuhr mit der S-Bahn nach Hause.
Dort kam ich so gegen viertel Sechs an, Jott traf eine Viertelstunde später ein. Während Jott und ihre Mama die Zwillinge fütterten, badete ich M.. Nach Baden, Trocken föhnen und Anziehen aßen wir Abendbrot (~18:30 Uhr), schauten das aufgenommene Sandmännchen von heute, und dann schnallte ich mir G. in die Trage, räumte mit ihr vor dem Bauch die Küche auf und bereitete Flaschen für die Nacht und den Frühstückstisch für morgen früh vor.

Seit 20:30 Uhr habe ich Freizeit. Hurra! Abgesehen vom Verfassen dieses Blogbeitrags werde ich aber nicht mehr viel machen und dafür zeitig ins Bett gehen. Man weiß ja nie, wie lang die Nächte mit drei Kindern werden.

Duplo und ein Schuh.
Ein gewisser junger Herr hat beim Frühstück rumgemäkelt und kann das Mittagessen nun kaum erwarten.
Nochmal von Nahen, weils so toll ist: Schweinebraten, Honigmöhrchen mit Schalotten, Kroketten, und dazu eine Portweinsauce.
Quark-Maracuja und Joghurt-Waldbeere.
Schlafender J. vor Müggelsee. G. steckte in der Trage.
Was geben eigentlich andere Eltern ihren Kindern für das KiTa-Frühstück mit? M. bekommt ein oder mehrere Stullen mit Zeug (keine Wurst, kein Fleisch- das isst er Abends immer) drauf- heute Erdbeermarmelade und Kräuter-Frischkäse- und dazu Obst (heute: Birne) und Gemüse (Gurke, alles andere isst er bislang nicht).

Was schön war: Von Jott so supergut bekocht zu werden.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 4.3.2017

Die Zwillinge sind immer noch verschnupft und anstrengend, ich verbrachte den Tag meist tragend. M. muss dringend wieder in die KiTa, damit er ausgelastet ist. Unser Vermieter will vor Gericht eine Mieterhöhung durchsetzen, ich muss also am Montag mit der Rechtsschutzversicherung telefonieren. Drei Stunden schönstes Frühlingswetter genossen. Sehr oft zwei Kinder gleichzeitig getragen- und nicht immer nur die kleinen, leichten Zwillinge… Das erste Eis der Saison gegessen. Abends kurzzeitig Zeit zum Computerspielen gehabt.

Hat Jott nicht wunderbäre Babyklamotten besorgt?
Satte, trockene und zufriedene Babys können ruhig ein bisschen Schlafen. Und wenn sie nicht wollen, dann muss Papa mit der Trage ran. Kurz nach diesem Foto wollte ich J. ins Bett legen, das scheiterte leider.
Während die Zwillinge ihre Vormittagsflasche bekommen, darf M. Dr. Brumm gucken. Eine sehr angenehme Buch-Umsetzung, im Endeffekt werden nur die Buchseiten gezeigt und ein Erzähler erzählt die Geschichte.
Während Jott, ihre Mama und die Zwillinge unterwegs sind, spielen M. und ich. Hier versteckt er sich hinter dem Vorhang…
… und hier hat er einen Heidenspaß, in meinen Schuhen durch die Wohnung zu laufen. Kinder ¯\_(ツ)_/¯
Die Post war da und bringt uns einen Brief vom Amtsgericht Köpenick. Unser Vermieter möchte vor Gericht eine Mieterhöhung durchsetzen.
Einer der Gründe für die höhere Miete soll der „liebevoll angelegte und gepflegte Spielplatz“ sein. Doof nur: Das ist alles unser Kram. Bank, Rutschdino, Spielsachen… Alles zusammen mit den Nachbarn von oben angeschafft.
Auf den Schreck- und weil ich das schöne Wetter genießen möchte- gehts eine Runde spazieren mit den Zwillingen. Während J. recht fix im Wagen einschläft, gelingt das G. nicht. Als sie übermüdet zu weinen beginnt, wird sie in die Trage gesteckt. Kurz darauf meckert auch J. herum und möchte getragen werden. Schlussendlich trage ich G. in der Trage, J. auf dem Arm, während in den Babywannen im Wagen nur noch meine Jacke liegt.
Ich treffe den Rest der Familie bei Da Dalt in der Bölschestraße. Mit einem Eis in der Hand laufen wir zum Müggelsee, wo M. Enten, Schwänen und Blässhühnern zuschaut und ein wenig herumrennt.
Wir kommen rechtzeitig zur Abendflasche der Zwillinge wieder nach Hause. G. ist davon aber noch unbeeindruckt, sie hat die letzten zwei Stunden in der Trage vor meinem Bauch verbracht und wird selbst beim Herausnehmen aus der Trage und beim Ausziehen nicht wach.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Das erste Eis der Saison bei Da Dalt in Friedrichshagen. Tartufo und Zimt.

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Journal Freitag, 3.3.2017

Eine halbe Stunde vor Weckerklingeln (lies: Kurz nach 5) aufgewacht und nicht wieder einschlafen können. Ich Anfänger.

Am Morgen mit allen drei Kindern gekuschelt. Gerade M. ist ultraputzig, wenn er noch ganz verschlafen im Bett sitzt und verschlafen lächelt.

Nicht mehr lange, und es ist morgens wieder hell beim Aufstehen! Früher hat mich das genervt, inzwischen freue ich mich über das Licht. Muss wohl das Alter sein.

In der S-Bahn nebenbei gehört, dass Da Dalt in Friedrichshagen ab März wieder geöffnet hat. Ich weiß, wer am Wochenende an-eisen wird…

Beim Musikhören im Büro entdeckt: Es gibt A Capella Metal. Hört sich ziemlich cool an, vor allem wenn man die gecoverten Lieder kennt.

Abends trug ich J. zum Einschlafen umher und ärgerte mich, dass er nach einer Dreiviertelstunde immer noch unruhig war, hochschreckte und nicht in den Tiefschlaf abgleiten wollte konnte. Beim Zubereiten der Flaschen für die Nacht aber, oh Wunder, wurde er immer ruhiger und war danach tief und fest eingeschlafen. Weil das heute nicht zum ersten Mal passierte, überlegte ich etwas und habe, glaube ich, des Rätsels Lösung gefunden: Ich bereite zehn Flaschen zu, in jede kommen sechs Löffel Milchpulver. Ich mache also mindestens 60 Mal die selben Bewegungen und muss dabei konzentriert mitzählen. Dabei werde ich zwangsläufig irgendwann ruhiger als vorher- und das muss J. spüren. So wird er ebenfalls ruhiger und wird zusätzlich noch durch die Bewegungen hin- und her geschaukelt.

M. sieht mit seinen kurzen Haaren wie ein kleiner, frecher Junge aus (ist er ja auch). Die neue Frisur macht ihn älter- das Riesenwuschelbaby, dass er noch vor einer Woche war, ist verschwunden.

Auf dem Heimweg geriet ich in viele, viele Fußballfans, die alle zum Union-Spiel wollten. Das war so stressig, dass ich einen geplanten Jackenkauf verschob, direkt vom Bahnhof nach Hause lief und mir vornahm, in Zukunft zur Not am Bahnhof auf eine leerere Bahn zu warten.

Wer hätte das gedacht: Es fehlen KiTa-Plätze. Unsere und die angrenzenden Ortslagen sind mit „3+“ kennzeichnet, d.h. theoretisch gibt es noch einige wenige KiTa-Plätze. Insofern haben wir tatsächlich ganz großes Glück, dass M. und die Zwillinge einen KiTa-Platz in unserer Gegend erwischt haben.

Heute Abend noch gewundert, dass ich lange nichts von ihm gelesen habe… Und dann beim Aufruf der Adresse die Meldung, dass das Blog gelöscht wurde. Man ey. Tschüß, Kiezneurotiker!

Was schön war:

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Journal Donnerstag, 2.3.2017

Blöde Erkältung. Beide Zwillinge schniefen um die Wette und haben arge Schlafprobleme. Sowohl J. als auch G. schliefen nach Nachlassen der Wirkung vom Otriven nur mit Körperkontakt (leider soll man das Otriven bei Säuglingen nur drei Mal am Tag geben, eine erneute Verabreichung nach Nachlassen schied so aus), G. sogar nur wenn sie getragen wurde. Das war für Jott schwierig, sie musste sich nämlich um J. kümmern. Als ich zufällig beim Pinkeln gehen hörte, wie sich Jott abmühte, beendete ich gegen 4:30 Uhr meine Nacht, nahm ihr G. ab und trug sie im Wohnzimmer herum- immer darauf bedacht, dass sie nicht jammerte, denn sonst hätte sie eventuell M. geweckt, der die Nacht mit mir im Wohnzimmer verbrachte.
Diesmal legte ich mich nicht wieder hin, als sie schlief, sondern hielt mich wach bis zur regulären Fütterungszeit gegen 6 Uhr morgens. Als G. dann satt und zufrieden war, nahm ich sie zum Duschen mit- der warme Wasserdampf war gut für sie.

Beim G.-Tragen und Wachhalten sehr über einen fehlenden Nachtmodus für Android geärgert. Es gibt zwar diverse Apps, die die Bildschirmhelligkeit senken oder die Farbtemperatur anpassen, aber das was ich suchte- ein dunkles Theme ohne Weiß- nicht. Zumindest nicht ohne andere Android-Launcher zu installieren. Und darauf habe ich nun absolut keine Lust, ich muss im Büro mit Technikkram rumfrickeln und wünsche mir beim Smartphone eine „Einmal klicken, alles geht“-Lösung (vielleicht doch ein iOS-Gerät als nächstes Smartphone?).

Nachdem ich beide Zwillinge ins Bett brachte- okay okay, nacheinander, nicht gleichzeitig, das wäre nochmal einen Zacken schärfer- arbeitete ich Abends noch ein Stündchen im Home Office und verzweifelte an langsamen Diensten und ständigen Verbindungsabbrüchen. Ich muss morgen im Büro mal unseren Admin fragen, was da los ist.

Am Nachmittag kam Jotts Mama wieder zu Besuch. Das ist aus mehreren Gründen toll, und unter anderem weil wir dadurch M. den Rest der Woche zu Hause lassen können. Die Bindehautentzündung haben wir offenbar im Entstehen geheilt, aber er hustet und schnieft furchtbar herum, so das ihm zwei zusätzliche Tage zu Hause sicher gut tun werden.

Was schön war: Am Abend von allen drei Kindern angelacht worden sein.

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Journal Mittwoch, 1.3.2017

Die Ersatz-Hosen kamen an, diesmal in 33/32. Nun passen sie auch. Zwei hab ich behalten, eine geht zurück (die teuerste).

Mein Smartphone gibt allmählich den Geist auf: Anrufer bekommen inzwischen in 2 von 3 Fällen die Meldung, dass ich nicht erreichbar bin, dabei ist das Smartphone angeschaltet, der Akku ist voll, die Signalstärke des Netzes ist ok… Das ist sehr ärgerlich und bedeutet, dass Ersatz her muss. Ich überlege nun, ob ich noch bis April warte- da würde ich Jotts derzeitiges Smartphone, ein Samsung Galaxy S6, bekommen- oder selbst Geld investiere und mir entweder das One Plus One 3T oder ein halbwegs aktuelles iPhone kaufe.

M. bunkert Nuckel in seiner Schatzkiste. Sobald wir einen der Nuckel der Zwillinge liegen lassen, reißt ihn sich M. unter seine Nägel. Wenn uns also die Nuckel ausgehen, wissen wir inzwischen, wo wir nachgucken können. 3 oder 4 Nuckel finden sich immer in der Kiste.

Und das, obwohl er seinen eigenen Nuckel hat…

Nach dem verunglückten Frisier-Besuch vor ein paar Tagen war Jott heute mit M. beim Friseur. Es war ein ziemlicher Reinfall. Die Friseurin hat es zwar geschafft, eine einigermaßen okaye Frisur zu zaubern, aber M. hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, so dass an gleichmäßiges Kürzen nicht zu denken war. Auch Jott scheiterte beim Versuch, noch etwas auszubessern- zu stark wehrte sich das Kind.

Aber immerhin hängen ihm nun keine Haare mehr in die Augen und der (mit viel guten Willen als solcher zu identifizierende) Sidecut ist auch Geschichte.

Was passiert, wenn man mit Kind in der Trage Abendbrot ist und nicht ganz aufpasst? Man findet ’ne Stunde später Schnittlauch in den Haaren des entsprechenden Trage-Kindes. G.s Kopf riecht nun etwas würzig…

Was schön war: Alle Kinder schliefen ~20:15 Uhr, ich konnte noch zu erledigenden Kram erledigen und kann nun früh ins Bett gehen. Das ist auch bitter nötig, die vergangenen 3 Tage mit allen 3 Kindern und der Erkältung waren unglaublich anstrengend.

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Journal Dienstag, 28.2.2017

Liebe Internetmenschen, vor einigen Tagen erreichte uns dann doch ein Care-Paket. Ohne zu viele Worte zu verlieren: Haben Sie vielen, vielen Dank- wir haben uns sehr gefreut.

Und machen Sie das bitte nicht noch einmal (warum, steht hier).

So ein Tag mit drei Kindern ist ganz schön fordernd… Die Zwillinge waren heute noch am einfachsten zu handhaben, sie sind ja inzwischen recht berechenbar. Stattdessen war M. ziemlich anstrengend. Er wird durch die Bindehautentzündung nicht beeinträchtigt und ist einerseits höchst aktiv und wetzt durch die Gegend, andererseits aber auch sehr nähebedürftig nach Jott (ich bin derzeit abgeschrieben, er klebt an seiner Mamma). Dazu kommt, dass er seinen eigenen Kopf hat und den auch unbedingt durchsetzen möchte- was aber der Umstände wegen nicht immer funktioniert. Und dann ist er bockig oder er weint und greint.

Wir haben am Wochenende die Ernährung der Zwillinge geändert: Statt Milasan-Pulver nutzen wir nun Humana-Pulver für die Flaschenmilch (weil 1, 2). Die Zwillinge haben es gut vertragen, sie pupsten lediglich etwas mehr. Das hat sich aber inzwischen auch gelegt.

Die Verabreichung der Augentropfen gegen die Bindehautentzündung an M. ist weiterhin ein Drama. Mittlerweile habe ich alle Überredungsversuche aufgegeben, schnappe mir das Kind, halte es fest, verabreiche die Tropfen und gebe ihm danach ein paar Gummibärchen, um das Gebrüll schneller zu beenden.

Die Zwillinge haben seit ein paar Tagen einen neuen Rhythmus: Nach der letzten Mahlzeit des Tages (zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr) schlafen beide mindestens vier (J.), teilweise sogar sechs bis sieben Stunden (G.. Jott füttert also nachts nur noch ein einziges Mal und dann am nächsten Morgen gegen 6 Uhr wieder. Tagsüber behalten wir einen ungefähren 4-Stunden-Abstand bei, d.h. gefüttert wird 6 Uhr, 10 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr und dann halt irgendwann zwischen 0 Uhr und 3 Uhr.
Inzwischen hat sich auch ihr Stoffwechsel angepasst: Ihr großes Geschäft verrichten sie nachts so gut wie gar nicht mehr, und sie pullern auch weniger als noch vor zwei Wochen.

Zusammen mit M.s Schlafenszeit (zwischen 19:45 Uhr und 20:45 Uhr) waren die letzten paar Abende recht entspannt. Während Jott M. ins Bett bringt, kann ich mich um die Befüllung der Flaschen für die Nacht kümmern und alle möglichen Vorbereitungen treffen, so dass wir mitunter tatsächlich bereits 21 Uhr ins Bett gehen können.

Wer hätte das noch vor vier Wochen gedacht.

Was schön war: Jott aus dem neuen „Dr. Brumm„-Buch (danke, Care-Paket-Menschen!) vorlesen hören.

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Journal Montag, 27.2.2017

Aus purer Angst lagen Jott und ich gestern Abend 21 Uhr im Bett. Alle drei Kinder wirkten nicht so, als ob sie sonderlich gut schlafen würden. Daher hatten wir beschlossen, jede Sekunde Schlaf mitzunehmen und eben so früh wie möglich schlafen zu gehen.
Heute morgen dann die Überraschung: Sowohl die Zwillinge als auch M. schliefen bis auf kleinere Aussetzer sehr gut, Jott und ich waren recht erholt (für Eltern von 3 Kindern unter 2 Jahren).

M. hat eine beginnende Bindehautentzündung. Wir haben antibiotische Tropfen verschrieben bekommen, die wir über 5 Tage hinweg 5 Mal täglich verabreichen sollen. Eigentlich ist das ein riesiges Problem: In die KiTa darf M. nicht gehen, solange er Antibiotika bekommt, und die Erzieherinnen dürfen ihm auch keine Medikamente geben. Er muss also fünf Tage lang zu Hause bleiben. Theoretisch ich auch, denn Jott kann sich schwer bis gar nicht um so viele Kinder kümmern. Wir haben aber Glück: Diese Woche kommt Jotts Mama wieder zu Besuch, und aus einer glücklichen Fügung heraus bereits am Donnerstag. Ich bin also bis Mittwoch auf M. krank geschrieben (das sind die Kind-Krank-Tage 5, 6 und 7 in diesem Jahr, und es sind gerade mal 2 Monate um…). Am Donnerstag kommt die Mütterpflegerin etwas früher und ich fahre etwas später ins Büro, sodass Jott nur ungefähr eine Stunde lang mit drei Kindern zu Hause ist. Und Freitag ist Jotts Mama da, sodass sich die beiden um die drei Mausketiere kümmern können.

Zusätzlich zur Bindehautentzündung ist M. verrotzt, hustet stark und bekommt Zähne (eigentlich müsste er bald alle haben, ich muss mal einen Blick in seinen Mund werfen). Das volle Programm mal wieder.

Ansonsten war der Tag so turbulent, wie er mit zwei Säuglingen und einem Kleinkind eben sein kann. So ab 16 Uhr haben Jott und ich die Minuten bis zum Abendbrot gezählt, und jetzt könnten wir beide schon wieder früh ins Bett gehen.

Jott war mit den Zwillingen beim 2. Ostheopathie-Termin. G. schlief während der Behandlung ein (ist das gut oder schlecht?), J. war etwas angespannt. Weil G.s Behandlung heute etwas intensiver war, wurde Jott vorgewarnt dass G. nach der Behandlung etwas anstrengend sein könnte, aber bislang haben wir davon noch nichts gemerkt.

Überhaupt: Die Zwillinge sind inzwischen etwas pflegeleichter. Wir wissen nicht, woran genau es liegt, aber seit ungefähr einer Woche ist die Lage nicht mehr komplett trostlos. Sie schlafen besser, schreien weniger, lassen sich einfacher beruhigen, sind aktiver, nehmen ihre Umwelt besser wahr und lachen uns teilweise richtig schön an.

Es ist trotzdem noch furchtbar anstrengend, gerade wenn dann doch mal wieder alle beide Schreien oder Aufmerksamkeit benötigen. Aber daran gewöhnen wir uns sicherlich über kurz oder lang.

Was schön war: Mit M. Bagger gucken und sich über die Freude und Faszination des Kindes freuen.

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Sonstiges

Unser Beitrag zum Equal Care Day

Am 29.2. (bzw. in Nicht-Schaltjahren am 1.3.) ist der Equal Care Day. Bis vor ein paar Tagen wusste ich nicht, was das ist, las aber dann bei Frau Rabe drüber und habe beschlossen, in Zusammenarbeit mit Jott die Fragen der Initiatoren zu beantworten. Hier also ein Einblick in unser Familienleben bzw. unsere Aufteilung der anfallenden Arbeit in einer Familie mit zwei Säuglingen und einem Kleinkind.

Aktuelle Berufstätigkeit

Jott: Assistentin der Geschäftsführung im Mutterschutz (Festanstellung)

herrpaul_: Webentwickler/ Technischer Projektleiter (Festanstellung) (Übersetzung: Ich arbeite an der Erstellung und Betreuung von Websites in einem Team mit mehreren Leuten und berate Kunden/ koordiniere Projekte).

Verhältnis der Erwerbstätigkeit und der Familienarbeit

Jott: Familienarbeit 24/7 (Mutterschutz/ Elternzeit), ansonsten 40h/Woche

herrpaul_: Ich habe meine Wochenarbeitszeit auf 35h reduziert, was auch so ziemlich der tatsächlichen Arbeitszeit entspricht. Durch den langen Arbeitsweg und das Bringen und Abholen von M. aus der KiTa bin ich allerdings im Schnitt mindestens 10 Stunden am Tag außer Haus. Wenn ich zu Hause bin, ist Familien(arbeits)zeit angesagt.

  1. Wie ist die Care-Arbeit bei Euch zuhause auf die Erwachsenen verteilt? Gibt es feste Zuständigkeiten?

    Jott: Da ich gerade den Großteil meines Tages zu Hause verbringe, weiß ich was an Arbeit anfällt, was besorgt oder erledigt werden muss. Daher koordiniere ich viele Dinge und teile die Aufgaben auf bzw. zu – herrpaul_ und ich hatten mal ein Gespräch über Schlafsäcke. Ich meinte wir bräuchten für M. noch einen zweiten / einen Ersatzschlafsack. Er hatte das gar nicht auf dem Schirm.
    Die hauptsächliche Zwillings-Care-Arbeit liegt bei mir (7:00 – 18:00 und 22:00-6:00).
    Ansonsten bin ich der M.-An-und-Auszieher (unsere Mama-Kind-Zeit) und seit Kurzem Ins-Bett-Bringer.
    Essen bestellen, Wochenend-Mittagessen zubereiten, Betten beziehen und Wäsche zusammenlegen sind auch meistens die Hausarbeiten, die mir so noch einfallen und in meinen Zuständigkeitsbereich fallen – da fällt mir auf: ich mach` ganz schön viel :)
    Alles andere macht herrpaul_ oder macht der, der gerade Zeit hat oder sich nicht gerade um eines der Kinder kümmert – außer den Müll, den bringt immer herrpaul_ runter

    herrpaul_: Festgelegte Zuständigkeiten gibt es an sich nicht. D.h. beide können den Haushalt auch allein schmeißen. Weil Jott allerdings die letzten Jahre zu Hause war (Arbeitsverbot in Schwangerschaft/ Mutterschutz/ Elternzeit), hat sie nach und nach wesentlich mehr Aufgaben im Haushalt und für die Familie übernommen. Wenn ich zu Hause bin, erledige ich meinen Teil der anfallenden Arbeiten (Wäsche, Aufräumen, Kinderpflege).

    Da M. und ich den gleichen Weg zur KiTa/ ins Büro haben, übernehme ich zu 99% das Bringen und Abholen, kümmere mich um seine Wechselklamotten, stelle seine Frühstücksdose zusammen und stehe im Austausch mit den Erzieherinnen (tatsächlich alles Frauen in seiner Gruppe).
    Außerdem schlafe ich bei ihm im Zimmer und bin, wenn er Nachts aufwacht (meist mehrmals die Nacht, inzwischen manchmal öfter als die Zwillinge…) für ihn da.
    Die Zwillinge werden nahezu ausschließlich von Jott betreut. Meist beschränken sich meine Tätigkeiten auf einen schmalen Zeitkorridor zwischen 6 und 7 Uhr morgens und nach meiner Rückkehr am Abend, d.h. von ~17-30 Uhr bis ~22 Uhr. Dann wickle ich, gebe Flaschen, ziehe Schlafanzüge an, helfe beim Einschlafen, kümmere mich um die Nacht-Vorbereitungen (Flaschen waschen, neu befüllen, Thermoskannen bereit stellen, etc.) und erledige eben alles, was anfällt. Ziel-Zustand ist, dass Jott, nachdem die Kinder im Bett sind (derzeit ~20 Uhr/ ~20:30 Uhr), nichts mehr machen muss, sondern Zeit für sich hat. Das klappte die letzten Tage meines Erachtens recht gut.

  2. Warum teilt Ihr Euch anfallende Care-Arbeit untereinander auf? Welche Vorteile habt Ihr dadurch?

    Jott: Jeder macht das, was er am besten kann oder der, der Zeit hat. Dadurch sparen wir Zeit (herrpaul braucht ewig um die Wäsche zusammen zu legen), es gibt dadurch tagsüber keine
    unnötigen Pausen bzw. Wartezeiten (die man eh nicht für Erholung nutzen kann, da es ja gleich wieder mit irgendeiner anderen Aufgabe weiter geht) und letztendlich haben wir beide
    früher „Feierabend“.

    herrpaul_: Weil wir zwei Leute mit je einem gesunden Paar Händen sind und es daher keinen Grund gibt, warum wir uns die anfallenden Arbeiten im Haushalt nicht teilen. Jeder kann und macht alles. Alles andere wäre unfair.
    Und so toll sind die meisten Haushaltsaufgaben eben nicht, als das man den Partner allein "leiden" lassen möchte.

  3. Welche Nachteile und Schwierigkeiten gibt es, welche Hürden?

    Jott: Es gibt viel zu besprechen und zu organisieren – aber mit kleinen Hilfsmitteln (gemeinsamer
    Google-Kalender, Einkaufs-App) geht das alles ganz gut.

    herrpaul_: Unterschiedliche Ansichten, wann beispielsweise etwas schmutzig ist, oder wann etwas wie erledigt werden soll. Wir haben auch verschiedene Mentalitäten: Jott sprint gern aus dem Bett auf, legt sofort mit dem Hausputz los und zieht das Zimmer für Zimmer an einem Vormittag durch. Ich gehe das eher gemächlich an, mache mehr durcheinander und mit Pausen für andere Dinge.
    Da hilft aber in der Regel Kommunikation, entweder direkt oder mittels technischer Hilfsmittel (gemeinsamer Kalender, Einkaufs-App.).

  4. Wäre es nicht praktischer, eine Person des Haushalts würde sich alleine darum kümmern und so auch den Überblick und die Verantwortung behalten?

    Jott: Nicht nur praktisch. Es gibt oft den Moment, wo ich mir denke, dass mir das auch echt Spaß macht (gehen wir mal davon aus, dass die Kinder mindestens 5 Stunden in der Kita wären), nur ist es leider auf Dauer nicht so erfüllend.

    herrpaul_: Nein. Wenn die Person ausfällt- warum auch immer- ist der andere aufgeschmissen. Eigentlich muss jederzeit gewährleistet sein, dass auch bei Ausfall eines Partners der Haushalt/ die Familie funktioniert.

  5. Wodurch / Wann stoßt Ihr an Grenzen der fairen Aufteilung?

    Jott: Durch bestehende Gegebenheiten (Elternzeit [wenn beide gleich viel Zeit nehmen, fehlt eben Geld in der Haushaltskasse], Kita-Bring-und-Hol-Dienst [Kita in Mitte und der nahe
    Arbeitsplatz von herrpaul_ und die Unvereinbarkeit von Zwillingen, Kita-Weg und Öffentlichen
    Verkehrsmitteln]) und Vorlieben/ Zwänge (Ich zitiere gern Frau rabe: „Orga-Mensch“ und „Kontrollzwang“ ;)

    herrpaul: Am unterschiedlichen Zeiteinsatz, den wir momentan für die Care-Arbeit aufbringen können.

  6. Leben Kinder in Eurem Haushalt? Hat sich die Verteilung der Care-Arbeit verändert im Vergleich zur Zeit ohne Kinder?

    Jott: Ja. Sogar 3 unter 2! Dadurch muss die Care-Arbeit (Wer hat sich dieses Wort nur ausgedacht?!) strukturierter
    und durchorganisierter sein. Wir können nicht mehr so in den Tag leben und die Achseln zucken und sagen „machen wir dann einfach morgen“

    herrpaul_: Ja, dreie. Wir haben dadurch deutlich weniger Zeit zur Verfügung (d.h. es ist effektiver, wenn Jott die Wäsche zusammenlegt und ich in der Zeit etwas anderes mache) und müssen uns wesentlich stärker absprechen/ auf den anderen verlassen können.

  7. Was hat sich verändert mit dem Älterwerden der Kinder? Musste die Aufteilung in Frage gestellt und evtl. neu verteilt werden?

    Jott: In der Elternzeit war/bin ich hauptsächlich die, die für das Leben Zuhause zuständig ist. Wie es mit 2 arbeitenden Elternteilen aussieht, wird sich dann 2018 herausstellen.

    herrpaul_: Das wird sich zeigen, sobald Jott wieder ins Berufsleben zurückkehrt.

  8. Welche Reaktionen bekommst Du von anderen für Dein Tun als Mann bzw. als Frau?

    Jott: Keine sonderlich besondere Reaktion. Es ist ja doch eher noch die Normalität, dass die Frau den hauptsächlichen Teil der Elternzeit nimmt.

    herrpaul_: Das es eine ganz normale Sache ist. Wenn ich allerdings Jott von ihren Freundinnen und deren Partnern reden höre, ahne ich, dass wir in einer Filterblase leben.

  9. Erzähle von einer Situation, einem Gespräch, in dem Du eine positive und eine, in dem Du eine negative Reaktion erfahren hast.

    Jott: Oft bekomme ich fragende und unverständliche Blicke oder Kommentare, wenn ich erwähne, dass ich gern Vollzeit oder mit 35 Stunden in meinen Beruf zurück möchte. Wie ich das denn
    mit DREI kleinen Kindern machen möchte?! Ich sehe kein Problem darin, wenn wir uns weiterhin die Care-Arbeit teilen.

    herrpaul: Der Klassiker: Ältere Frauen, die ganz begeistert sind, wenn der Papa allein mit Kindern unterwegs ist. Ansonsten krieg ich gar nicht viele Reaktionen mit.

  10. Was würdest Du Deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben, das weder Kinder hat noch in einer Partnerschaft lebt, wie es mit dazu beitragen kann, dass Equal Care gelingen kann?

    Jott: Bleib weiterhin stark, lass dich nicht unterkriegen und stehe für dich, deine Ziele und Wünsche ein!
    UND
    Such dir einen gebildeten Mann aus der Stadt! (Wenn ich mir die Beziehungen und Rollenverteilungen meiner Freundinnen ansehe, die eher ländlich wohnen [geblieben sind], bin ich oft verwirrt, wie eigentlich starke und emanzipierte Frauen so ein altbackenes
    klassisch konservatives Rollenverhalten leben [können].)

    herrpaul_:

    • Lerne frühzeitig, allein einen kompletten Haushalt zu schmeißen.
    • Guck immer hin, was Dein Partner macht, und mache mit.

  11. Was wünschst Du Dir von Politiker*innen?

    Jott: Einen stärkeren Ausbau des Kitanetzes unter Einhaltung eines deutlich höheren Ausbildungsniveaus der Erzieher.
    Und aus aktuellem Grund: Die kostenfreie Nutzung von Angeboten der Familienhilfe (Stichwort Schreiambulanz).

    herrpaul_: Was Jott sagt. Zusätzlich: Beitragsfreiheit für KiTas + Übernahme von Materialkosten in KiTa/ Schule/ Studium durch den Staat (von mir aus auch mit Abschaffung des Kindergeldes), 100% Elterngeld bei 50:50-Aufteilung, Belohnung von familienfreundlichen Betrieben, ein schnell agierendes und kostenloses Notfall-Netz wenn Eltern/ Kinder krank sind, …

  12. Was wünschst Du Dir von anderen Entscheidungsträger*innen?

    Jott: Dass ich meine Ehe oder meine Kinder in Bewerbungen nicht mehr „verheimlichen“ muss, weil ich sonst nicht einmal einen Gesprächstermin bekomme und das verheiratet und 3 Kinder
    nicht automatisch bedeutet: oft Krank, unpünktlich, macht keine Überstunden,…
    Denn Equal Care bedeutet eben auch, dass der Partner sich auch da gleichberechtigt einbringt.
    Und dazu benötigt es auf anderer Seite flexiblere Arbeitszeiten und –modelle (für Männer und Frauen).

    herrpaul_: Falls damit beispielsweise Arbeitgeber gemeint sind: Erleichterung von Home Office, familienfreundliche Meetingzeiten, Vertrauen in Eltern-Arbeitnehmer

  13. Was wünschst Du Dir konkret für Deinen Alltag anlässlich des Equal Care Day 2017?

    Jott: Anregungen und Inspirationen von anderen Familien(-modellen) und das Umdenken einiger Firmen hinsichtlich Home Office und gleitender Arbeitszeit.

    herrpaul_: Mehr Familienzeit durch weniger Arbeitszeit bei gleichbleibenden Gehalt (der Wunsch muss nicht realistisch sein, oder?).

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Journal Sonntag, 26.2.2017 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 25./26. Februar 2017 verlinkt.]

Offenbar verkrafteten die Zwillinge das Umräumen des Schlafzimmers nicht so recht- beide waren sehr, sehr früh wach und beendeten unsere Nacht zeitig (Jott: 3 Uhr, ich: 4:30 Uhr). Immerhin hatten wir dadurch viel Zeit, um alle möglichen Dinge zu erledigen. Der heutige Tag war daher wieder recht arbeitsreich, und im Gegensatz zu gestern wollten beide Zwillinge gern viel Körperkontakt- ob das nun einfach eine Laune oder ihrer Erkältung geschuldet war, weiß ich nicht. Am Ende des Tages fühlte ich mich wie ein Känguru. Wie ein genervtes Känguru- ich trage gern, aber nicht ständig.
Seit dem späten Nachmittag war M. wieder bei uns, der Tag wurde dadurch in den letzten Stunden nochmal anstrengender und stressiger- M. war nämlich überdreht…
Ich brauche übrigens ganz viele gedrückte Daumen- M. kam heute mit einem vermatschten Auge bei uns an. Wir hoffen, dass er einfach nur Zug bekommen hat und es keine Bindehautentzündung ist.

Weil J. nicht mehr schläft und ich keine Lust auf weitere Einschlafversuche habe, mache ich Frühstück. Wenig später stößt Jott zu uns, G. schläft ebenfalls nicht mehr.
G. guckt zu J.
… und J. zu G..

Müdes Spuckbaby.
Chicorée-Salat. Nicht zu sehen, weil direkt vor mir in der Trage: J..
Ein sehr müder Milchvampir, der aber nicht allein schlafen kann.
Also zeigt Papa, wie das geht. Alle Augen zugemacht, wir schlafen jetzt die ganze Nacht! Haha, schön wärs. Fünf Minuten hats geklappt.
Seit ein paar Tagen können wir sie manchmal zusammen ablegen, ohne das sie sofort zu heulen beginnen.

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Eine Dreiviertelstunde Ruhe am Vormittag, in der uns die Zwillinge- in ihren jeweiligen Tragen- zumindest kurz sitzen ließen.