Diese Nacht sind Herr Schnuffke und ich direkt ins Wohnzimmer umgezogen, als er sich gemeldet hat. Bislang holte ich ihn in der Hoffnung auf ruhiges Weiterschlafen zu Jott und mir, aber nach einigen Nächten voller Rumgezappel hat es sich ausgehofft. Es lief auch prompt besser. Er war nicht ganz so aktiv, sondern legte sich recht schnell in seine derzeit bevorzugte Schlafposition (Kopf an der Sofa-Rückenlehne, Füße an meinem Bauch) und schlief schnell wieder ein.
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Schlimmes Meckerkind am Morgen. Herr Schnuffke scheint wirklich in der Autonomie-Phase zu stecken- wenn etwas gegen seinen Willen läuft, wird er laut. Das Problem: Er kann seinen Willen noch nicht ausreichend verbal kommunizieren (wenn man von einem „mal!“ absieht, wenn er nochmal am Bauch gekitzelt werden möchte). Jott und ich üben uns also einerseits in Geduld (ich glaube, nach drei Kindern sind wir Zen-Meister) und andererseits im Erkennen von nonverbalen Willensäußerungen. Wir fragen beispielsweise ganz viel „Herr Schnuffke, willst Du …?“ und „Herr Schnuffke, soll Papa/ Mama …?“ und hoffen, das richtige zu erwischen.
Das ist gar nicht mal so einfach und geht oft noch schief. Außerdem haben wir natürlich unsere Vorstellungen, die wir gern umsetzen möchten. Gerade morgens gibt es einen recht straff getakteten Zeitplan, der es selten zulässt das wir noch eine oder mehrere Extra-Viertelstunden herumhampeln. Aber erklär das mal einem 17 Monate alten Kind…
Beim abendlichen Zähneputzen- das funktioniert gerade wieder weniger- probiere ich es immer wieder: Ich bitte Herrn Schnuffke, mich anzugucken (macht er nach ein oder zwei Mal Aufforderungen), und dann erkläre ich ihm, weshalb ich nochmal die Zähne nachputzen möchte und das er viel besser essen kann mit gesunden Zähnen. Nur: Ich erkenne da noch kein Verstehen. Er will in dem Moment nicht Zähneputzen und das wars, da kann ich mich auf den Kopf stellen und noch so freundlich erklären. Das höchste der Gefühle ist, dass er zu mir kommt, sich auf mein Knie setzt (ich sitze immer vor/ neben ihm), einmal kurz den Mund aufmacht (dann freue ich mich, sage ihm das er das gut gemacht hat) und nach Reinstecken der Zahnbürste sofort wieder abhaut. Sobald ich ihn festhalten/ mit Nachdruck die Zähne putzen möchte, ist das Geschrei groß. Das Ende vom Lied ist dann ein trotziges, bockendes Kind (kann ich verstehen, im Endeffekt missachte ich seinen Willen und zwinge ihn zu etwas, das er nicht möchte – andererseits: Ich will halt, dass er gesunde und saubere Zähne hat) und ungeputzte Zähne.
Es ist kompliziert.
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Beim Einsteigen am Alex hörte ich zufällig wieder einmal genauer hin, als ein Regio abfuhr. Bestimmte Züge erzeugen beim Anfahren eine Melodie, heute googlete ich das endlich mal und bin jetzt schlauer:
Beim Aufschalten aus dem Leerlauf ist ein Geräusch zu vernehmen, das an das Durchspielen einer Tonleiter auf einem Tenorsaxophon erinnert. Es entsteht in den Drehstrommotoren durch die Ansteuerung der Stromrichter. Das hörbare Geräusch ist dabei die doppelte Taktfrequenz der Pulswechselrichter, welche stufenweise angehoben wird.
(Was Drehstrommotoren, Stromrichter und Pulswechselrichter sind, recherchiere ich nicht…)
Es gibt diverse Videos dazu:
Eine schöne Sache.
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Immer dieses unnötige Gefühl, vor lauter Meetings nicht zum Arbeiten zu kommen- dabei sind die Meetings ein (meist) wichtiger Teil der Arbeit…
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Eines der Zwillingseisbärbabys im Berliner Tierpark scheint gestorben zu sein. Schade.
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Because if you’re worrying about yourself—if you’re thinking: ‘Am I succeeding? Am I in the right position? Am I being appreciated?’ – then you’re going to end up feeling frustrated and stuck. But if you can keep it about the work, you’ll always have a path. There’s always something to be done.
Beeindruckende Einstellung.
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Was schön war: Wie mich Herr Schnuffke „Papa? Papa? Papa! PAPA!“ rufend und durch den Flur stürmend begrüßte.


