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Journal Donnerstag, 24.11.2016

Noch vier Wochen bis Weihnachten. Herrje. So langsam sollte ich mir Gedanken machen, was ich Jott schenke- von meinem Hinweis, dass sie ja zwei wunderbare Kinder von mir austragen darf, hat sie sich wenig beeindruckt gezeigt.

Herr Schnuffke schlief zum ersten Mal seit Wochen in seinem Bett die Nacht durch. Vermutlich müssen wir von diesem Wunder eine ganze Weile zehren, bis es wieder vorkommt.

Heute morgen schien die Bindehautentzündung besiegt zu sein. Beide Augen waren normalfarbig, nur minimal verklebt und nicht mehr verquollen. Wir frohlockten und fuhren guten Mutes zur KiTa/ ins Büro.

Kurz nach 11 Uhr dann der Anruf: Bitte abholen, Herr Schnuffke habe verklebte Augen, Durchfall und sei allgemein nicht auf’m Damm- er habe nichtmal mit seiner Lieblingsfreundin* gespielt!

Mhm ja. In den Augen war tatsächlich etwas Sekret, sie waren auch etwas geröteter. Der Rest… Naja. Ich vermute, Herr Schnuffke war nach der langen Zeit allein mit Jott und mir etwas überfordert von seiner KiTa-Gruppe. Als ich ihn nämlich nach dem KiTa-Mittagessen abholte, war er supergut gelaunt und fröhlich, wenngleich etwas müde. Er schlief dann auch in der Bahn ein und ließ sich zu Hause aus dem Buggy heraus in sein Bett legen (der Tag ist im Kalender angekreuzt, ja).

* Die Gruppenjüngste. Wohl ein superfröhliches Kind, alle Kinder mögen sie. Sobald Herr Schnuffke die KiTa sieht, sagt er ihren Namen.

Am Nachmittag liefen wir wieder zum Arzt. Diesmal wurde ein Augen-Abstrich gemacht, dessen Ergebnis uns am Montag mitgeteilt wird. Ich ließ mir vorsorglich schon einmal eine Gesundschreibung für die KiTa geben, ich rechne nämlich damit das die Bindehautentzündung über das Wochenende vollends verschwinden wird.

Nach dem Arztbesuch spazierten wir durch das Märchenviertel zurück, guckten Bagger (Herr Schnuffke) und Häuser (ich) an und machten allerlei Faxen (Herr Schnuffke, ich). Als das Kind keine Lust auf Laufen mehr hatte, setze ich es mir auf die Schultern und merkte nach ein paar Minuten nur noch, wie Herr Schnuffke sanft von links nach rechts und zurück schwankte- er döste da oben.

Mit dem Büro habe ich die Regelung getroffen, dass ich mich für den angebrochenen heutigen Tag nicht aufs Kind krank schreiben lasse, sondern erst morgen. Die fehlenden Stunden für den heutigen Tag arbeite ich einfach Abends/ ganz früh morgens raus. Stundenweises Home Office.

Die Hausverwaltung hat uns schon wieder eine Mieterhöhung geschickt. Im Anschreiben der gleiche Wortlaut wie beim letzten Mal.

Morgen geht unsere Antwort- diesmal als Einschreiben mit Rückschein- raus… Mal gucken, was passiert.

Von Nachbarn von uns, deren Miete vor kurzem auch erhöht wurde, erfuhren wir, dass die Eigentümerin von den Mieteinnahmen wohl die Pflegekosten ihrer Mutter bezahlen muss. Deshalb habe sie die Hausverwaltung wohl angewiesen, soviel wie möglich aus dem Haus zu holen…

Was schön war: Der Spaziergang mit Herr Schnuffke.

4 Antworten auf „Journal Donnerstag, 24.11.2016“

Hallo, nur kurze Info, für einen angebrochenen Arbeitstag bedarf es gar keiner Krankschreibung. Diese muss sowieso erst ab dem
Folgetag eingeholt werden (hier ganz kurz zusammengefasst aus Sicht des Arbeitgebers und der Krankenkasse, gibt aber auch Urteile dazu). Die Stunden im Homeoffice waren also unnötig. Aber es wird ja sicherlich irgendwann nochmal passieren mit 3 Kindern…

Hallo & willkommen Stephanie! Danke für den Hinweis, das ist eine wertvolle Information. Ob das Home Office so unnötig war, weiß ich nicht- manchmal geht es ja einfach auch darum, den guten Willen zu demonstrieren…

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