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Freitag, 20.05.2022

Früh morgens nach Aachen zum Sommerfest meiner Firma aufgebrochen. Die anvisierte S-Bahn fiel aus, rückblickend betrachtet war das ein Omen für den Rest der Reise. Weil ich natürlich nicht nur eine S-Bahn zur Sicherheit einplane, sondern mehrere, lief am Hauptbahnhof trotzdem alles reibungslos- ich hatte sogar noch Zeit, mir ein Frühstück zu kaufen.

Die Fahrt nach Aachen war bis ca. Bielefeld unkompliziert. Wir waren zu viert, saßen sehr bequem in der ersten Klasse, unterhielten uns, arbeiteten, spielten UNO (ich hatte Karten mitgenommen), guckten besorgt die Unwetterwarnungen (Sturm- und Starkregenwarnungen + Open Air Sommerfest sind keine gute Kombination) oder guckten in die Landschaft (bin ich großer Fan von). Ab Bielefeld sammelten sich die Verspätungsminuten an, in Köln kamen wir bereits mit einer Stunde Verspätung an und verpassten unseren Anschlusszug. Prinzipiell kein Thema, es gab genügend Alternativen- die hatten aber auch (große) Verspätung. Im ersten Regio nach Aachen kam kurz nach Anfahrt die Durchsage, dass der Zug nicht bis Aachen fahren würde, wie weit insgesamt konnte leider auch nicht gesagt worden. Also schnell geschaltet und in Ehrenfeld wieder ausgestiegen; von dort fuhr kurz darauf ein völlig überfüllter Regio in den wir uns hinein zwängten.

In Aachen kamen wir mit zwei Stunden Verspätung an, meine Stimmung war trotzdem noch ganz gut- ich hatte Gesellschaft und bis zum Sommerfest der Firma war noch massig Zeit. Schnell das Gepäck ins Hotel gebracht, anschließend kurz an und im Dom vorbei geschaut und bei einem kleinen Italiener in Domnähe ein spätes Mittagessen gegessen.

Nach dem Essen ging’s zurück ins Hotel, uns sollte ein Bus abholen. Am Treffpunkt sammelten sich mehr und mehr Kollegen aus allen möglichen Standorten der Firma- aber es kam und kam kein Bus, der uns hätte abholen können. Parallel gab es immer wieder starke Regenschauer, wir kamen mehr schlecht als recht irgendwo unter. Nach und nach verbreitete sich dann die Info, dass die Busse an uns vorbei gefahren seien- Wartezeit bis zum erneuten Eintreffen unbekannt. Nach etwas mehr als einer Stunde warten wurden wir dann doch abgeholt und zur Aachener Niederlassung der Firma gebracht, wo das Fest stattfand.

Das war… für mich überwältigend. Bestimmt 400 Menschen, später dann sehr laut Livemusik. Ich kannte bis auf ein paar Leute niemanden, besorgte mir erst mal was zu essen und trinken (war richtig super, mehrere Food Trucks waren vor Ort, es gab Getränkestände und eine Cocktailbar) und schaute mich um- erstmal beschäftigt sein.

Nach und nach stellte ich dann fest, dass mir das alles zuviel war- zu laut, zu viel, mit dem Tag in den Knochen. Mich wie eine Klette an die Kollegen von der Anreise hängen oder mich zu fremden Grüppchen stellen wollte ich auch nicht. Als dann eine Kollegin, die noch am selben Abend weiterreisen musste, sich ein Taxi bestellte, nutzte ich die Gunst der Stunde und setzte mich ab. Im Hotel dann runterkommen, ein bisschen Star Wars gucken und dann schlafen.

3 Antworten auf „Freitag, 20.05.2022“

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