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Elternzeit 2016

Journal Sonntag, 3.7.2016

Es zeigt sich wieder einmal: Wird Herr Schnuffke ausgelastet- gestern war es der Besuch bei seinen Großeltern-, dann schläft er durch. Das war sehr schön, denn nach dem extrem langen Fußballspiel war die störungsfreie Nacht sehr angenehm und sehr erholsam.

Nach dem Frühstück zogen Herr Schnuffke und ich los zum Müggelsee. Sonntag morgen um Neun sind die Straßen erstaunlich leer und die Stadt angenehm ruhig. Herr Schnuffke nutzte den Weg für ein Schläfchen, ich holte mir ein Eis in der Bölschestraße und musste ausnahmsweise mal nicht teilen.
Am Spielplatz am Spreetunnel war bei unserer Ankunft kurz nach Zehn schon Hochbetrieb. Herr Schnuffke wachte auf, sobald die Räder des Buggys still standen, guckte erstmal vergnügt in die Runde und, nach einer guten halben Stunde Eingewöhnung in die Situation, krabbelte durch die Gegend.

Müggelsee

Heute wurden Enten und Boote angeguckt, geschaukelt, geklettert- seit ein paar Tagen ist Stufen hoch und runter klettern ganz angesagt- und mit Sand um sich geschmissen.

Kurz vor 12 fuhren wir mit der Straßenbahn zurück nach Hause, aßen Mittag und zogen uns anschließend ins Kinderzimmer zum Spielen zurück, um Jott ein ungestörtes Mittagschläfchen machen zu lassen. Herr Schnuffke wollte sich dem nicht anschließen, er war zwar müde, spielte aber lieber mit seinen zum Geburtstag geschenkten Holzbausteinen (er schmiss von mir gebaute Türme um).

Am Nachmittag trafen wir uns im Innenhof mit unseren Nachbarn von oben zu Kaffee und Kuchen. Die Kinder spielten im Sand und mit einer Aquaplay-Wasserbahn (ich will das auch, in GROSS!), Jott und ich erzählten und drückten die Daumen, dass die höchstschwangere Nachbarin möglichst noch vor Donnerstag entbinden kann, um um eine Einleitung herumzukommen.

Gegen 17 Uhr wurde Herr Schnuffke immer ruhiger, kuschelte sich irgendwann an Jott an und schlief kurz darauf auf ihr ein. Meine Befürchtung, dass er deshalb Abends lange wach bleiben würde, bestätigte sich zum Glück nicht. Nach Baden und Abendessen schlief er schnell wieder ein- es scheint, als ob ihn dieser Tag auch ordentlich ausgepowert hat.

Aus Gründen (Herr Schnuffke hat mich beim Tragen komplett von oben bis unten vollgepullert) stieg ich mit dem Kind in die Wanne. Das war schön, wenn auch ein wenig beengt. Wir müssen das idealerweise mal bei Jotts Papa wiederholen, der hat eine 2×1-Meter-Badewanne und da sollten das Kind und ich genug Platz drin finden, ohne das der Großteil meines Körpers aus dem Wasser guckt.

Was schön war: Das Zähneputzen heute morgen lief nicht ganz furchtbar ab. Herr Schnuffke steckte zumindest die Zahnbürste mitsamt Zahnpasta in den Mund und erlaubte mir, sie ein bisschen auf und ab zu bewegen.

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Elternzeit 2016

Journal Samstag, 2.7.2016

Herrn Schnuffkes Timing ist supertoll: Als ich gestern Abend beginnen wollte, mich bettfertig zu machen, fing er an zu weinen und ließ sich nur durch Körperkontakt, also getragen werden, beruhigen. Die Challenge „Zähne putzen mit nur einer Hand“ habe ich nun auch erfolgreich gemeistert.
Nach dem Hinlegen kletterte das Kind noch eine ganze Weile auf mir herum, ehe er endlich auf meiner Brust einschlief und sanft runtergerollt werden konnte.

Ich mach drei Kreuze, wenn das endlich wieder besser wird.

Am Vormittag fuhren wir zu meinen Eltern ins Brandenburgische. Nach dem Essen ließen wir Herrn Schnuffke bei meinen Eltern und fuhren Kirschen pflücken.
Regenwetter
Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, selber pflücken in nassen Bäumen wollten wir nicht. Also kauften wir stattdessen Kirschen und sind nun für die nächsten Tage eingedeckt.

Abends #gerita.

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Elternzeit 2016

Journal Freitag, 1.7.2016

Und da isses rum, das erste halbe Jahr. Wahnsinn, wie schnell es vergangen ist. Gefühlt war letzte Woche erst Neujahr.

Herr Schnuffke gehts wieder gut, bis auf gelegentliches Husten und Rumschnoddern. Er ist zwar immer noch ein wenig anhänglich und auch etwas dünnhäutiger als sonst, aber das vergeht hoffentlich auch in den nächsten Tagen. Derzeit bricht er nämlich wieder regelmäßig in Tränen aus, wenn Jott ihn absetzt, den Raum verlässt oder ihm den Rücken zudreht. Von mir lässt er sich dann nur ungern trösten.

Wir versuchen, dem Kind nach dem Frühstück und dem Abendessen die Zähne zu putzen so gut es geht. In den letzten Tagen läuft das eher schlecht, trotz Erdbeer-Fluorid-Zahnpasta: Herr Schnuffke öffnet seinen Mund nur ein einziges Mal und nur ein winziges Stückchen, nämlich um die Zahnpasta von der Bürste zu lutschen. Danach presst er die Lippen zusammen und windet sich, um der Zahnbürste zu entgehen.
Mein bester Trick, den Mund aufzumachen und laut „Aaaaahh“ zu sagen, funktioniert nicht mehr. Während er noch vor ein, zwei Wochen fasziniert davon war, meine Zähne anfasste und dabei vor Staunen seinen Mund offen ließ, ist ihm das inzwischen egal.
Die elektrische Zahnbürste zu nutzen bringt auch nichts: Er lässt sie sich nämlich nur im bereits eingeschalteten Zustand in den Mund stecken, und das saut mit Zahnpasta enorm rum- ganz zu schweigen davon, dass durch den rotierenden Kopf die Zahnpasta abfliegt.

In diversen Threads in Elternforen fand ich den Tipp, zusammen mit dem Kind die Zähne zu putzen. Das probiere ich morgen früh aus und hoffe, dass es funktioniert. Falls nicht, bin ich ratlos.

Frau Rabe hat vor Ewigkeiten einige Fragen gestellt, deren Beantwortung ich bislang aufschob. Bis heute.

1. Meer oder Berge?
Ich kann mich nicht entscheiden. Ich find eigentlich beides ganz ok.

2. Fast-Food oder 3-Gänge-Menü?
Solange ich nicht kochen/ bezahlen muss, ist mir alles recht.

3. Wahrheit oder Pflicht?
Wahrheit.

4. Haus oder Wohnung?
Hat beides seine Vor- und Nachteile, ich versuche noch das gegeneinander abzuwägen.

5. Auto oder Fahrrad?
Fahrrad. Am besten so ein schicker E-Flitzer.

6. In der Disko: Theke oder Tanzfläche?
Ich gehe nicht in Diskos.

7. Netflix oder Buch?
‚Ne Runde am Rechner zocken schlägt Buch schlägt Netflix. TV und so ist nicht unbedingt meines, das ist mir zu passiv.

8. Geld oder (Frei-)Zeit?
Ab einem gewissen Lebensstandard eher (Frei-)Zeit.

9. Delegieren oder selber machen?
Selber machen. Springt mehr für mich raus.

10. Kochen oder Abwaschen?
Mal so, mal so. Wenn ich zusammen mit Jott in der Küche steht, hat es sich bewährt, dass sie kocht und ich ihr zuarbeite und aufräume.

11. Offline-Urlaub: „bwaaahaha, nee!!!“ oder „oh, ja, endlich!!!“?
Stelle ich mir interessant vor, gerade im Rückblick auf die anderthalb Wochen in denen ich unterwegs kein mobiles Internet hatte. Das war eigentlich sehr entspannend.

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Elternzeit 2016

Journal Donnerstag, 30.6.2016

Herrn Schnuffke geht es besser. Heute morgen hatte er kein Fieber mehr, über den Tag blieb seine Temperatur konstant. Ich habe ihn dennoch für den Rest der Woche im Kindergarten abgemeldet, soll er sich noch ein wenig zu Hause erholen.
Verblüffend, wie schnell das alles bei ihm geht. Wenn ich am Dienstag 40° Fieber gehabt hätte, hätte ich heute nicht so herumhüpfen können wie er.

Da spielt man nichtsahnend mit dem Kind und was passiert? Jott instagramt ein Video.
Frauen.

Twitter war heute sehr lehrreich: Unter dem Hashtag #stevelsguidetothegalaxy erklärte Twitterer @stinkstevel die Größe unseres Sonnensystems. Sehr interessant und Ausgangspunkt für einige weitere Recherchen.

Im Kabelnetz von Vodafone gab es heute Abend wieder einen Ausfall: Weder Internet über Kabel noch Telefonie funktionierten. Das ist der zweite Ausfall binnen zehn Tagen- das wird doch nicht zur Regel?

Wirklich getroffen hat es zumindest mich nicht- zum einen aßen wir in der Zeit Abendbrot, zum anderen kämpfte Herr Schnuffke trotz Müdigkeit mit dem Schlaf und ließ sich erst nach langen Bitten und Betteln überzeugen, doch endlich mal still zu liegen und die Augen zu schließen.

Auf der Hochzeit am letzten Samstag gabs Bonbons aus der Bonbonmanufaktur bolchen in Magdeburg als Gastgeschenk. Geschmacksrichtung Himbeere – Schwarze Johannisbeere. Schmecken super & machen süchtig, deswegen empfehle ich das.

In der kommenden Woche bin ich mehrere Tage mit Herrn Schnuffke alleine, Jott ist außer Haus. Das hatten wir über so einen langen Zeitraum noch nicht, es wird spannend.

Was schön war: Während Jott und Herr Schnuffke ein Vormittagsnickerchen hielten, konnte ich in Ruhe (zumindest die erste Viertelstunde, ab da war Herr Schnuffke wach und nölig) das Mittagessen kochen. Das hab ich länger nicht gemacht und genoss es daher sehr.

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Journal Mittwoch, 29.6.2016

Die Entscheidung, nicht in die Kinderrettungsstelle zu fahren, erwies sich als richtig. Die Temperatur stieg die Nacht über zwar wieder etwas an und lag am Morgen bei ~39°, aber Herr Schnuffke schlief die Nacht über ruhig und ohne größere Unterbrechungen durch. Er war sogar so fit, dass er für den Weg zum Arzt in den Buggy gesetzt werden konnte und nicht getragen werden musste.

Die Kinderärztin stellte sowohl stark gerötete Gehörgänge als auch einen stark geröteten Rachen fest und empfahl uns, zur Senkung des Fiebers beim Mix aus Zäpfchen und Fiebersaft zu bleiben und zusätzlich noch verschiedene Nasentropfen zu verabreichen. Außerdem sollen wir Herrn Schnuffke Zwiebelsäckchen auf die Ohren packen. Falls sich bis Freitag keine Besserung einstellt, wird sie uns Antibiotika verschreiben, wollte aber vorerst darauf verzichten.
Vermutlich hat Herr Schnuffke, geschwächt durch die Imfung, einen Infekt eingefangen. Allein die Reaktion auf die Impfung fällt anders aus, mit weniger hohen Fieber und ohne Hals- und Ohrenschmerzen.

Zu Hause schlief Herr Schnuffke, spielte etwas und machte danach mit mir zusammen ausgiebig Mittagschlaf. Den Rest des Tages verbrachte er im Wechsel Schlafen – Spielen. Seine Temperatur stieg kurzzeitig noch einmal auf 39.6°, ließ sich aber durch Fiebersaft und Zäpfchen regulieren. Zur Zubettgehzeit war sie sogar auf unter 38° gefallen. Das und der viele, über den Tag verteilte Schlaf, sorgten dafür dass das Kind am Abend mopsfidel war, nicht schlafen wollte und lange aufblieb.
Kinder sind schon komisch: Am Vorabend apathisch mit 40° Fieber darniederliegen und 24 Stunden später das blühende Leben sein.

Beim Warten auf unseren Termin beim Arzt spazierten Herr Schnuffke und ich heute durch das Märchenviertel. Das Viertel wirkt eher kleinstädtisch: Die Straßen bestehen teils noch aus Kopfsteinpflaster, die Häuser haben relativ große Grundstücke, sind maximal zwei Stockwerke hoch und haben dem Aussehen nach den Zweiten Weltkrieg und die Bauwut der 50er und 60er Jahre unbeschadet überstanden. Ich finds dort sehr hübsch, und die Lage ist auch bombig. 10 Minuten bis zur S-Bahn, 10 Minuten bis in den Wald.
Was man wohl tun muss, um dort ein Häuschen zu haben?

Was schön war: Herrn Schnuffke geht es besser.

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Journal Dienstag, 28.6.2016

Harte Nacht. Herr Schnuffke wachte im Abstand von 90 Minuten auf und musste in den Schlaf begleitet werden. Zwischendurch maß ich wiederholt Fieber, die Temperatur war relativ konstant bei 39°. Am Morgen gabs ein fiebersenkendes Zäpfchen, danach schliefen Herr Schnuffke und ich ein Weilchen, während Jott zu einem Termin außer Haus war.

Krankenlager
Bis zum Nachmittag verbrachten Kind und ich die meiste Zeit liegend auf- und aneinandergekuschelt, Herr Schnuffke schlief den größten Teil und ich machte mich zu hohen Fieber bei Babys und Kleinkindern schlau.

Nach einer kurzen Spiel- und Faxenpause stieg das Fieber im Laufe des Nachmittags weiter an, als wir gegen 18:00 Uhr die Temperatur maßen lag sie bei minimal über 40°. Ein Anruf bei unserer Kinderärztin erfolgte eine Viertelstunde zu spät, die heutige Sprechstunde endete bereits 18 Uhr, um 18:15 Uhr erwischte ich dort niemanden mehr.

Ich brach daraufhin auf, um in der Apotheke Fiebersaft und etwas gegen die Halsschmerzen zu kaufen und fragte meine Twitter-Timeline/ meine Mama, ab wann man denn eigentlich mit dem Kind zum Arzt fährt. Jott versorgte Herrn Schnuffke in der Zwischenzeit mit noch einem Zäpfchen und tröstete ihn.
Danach sank das Fieber wieder auf 39° ab, Herr Schnuffke wurde etwas munterer und trank und aß etwas.

Basierend auf dem Feedback von vielen Menschen entschieden Jott und ich uns, vorerst nicht in die Kinderrettungsstelle zu fahren, sondern noch etwas abzuwarten und ggf. den Fiebersaft zu verabreichen. Als Herr Schnuffke anderthalb Stunden nach dem Einschlafen wieder aufwachte, bekam er eine Dosis und durfte mit Jott, die in der Zwischenzeit ebenfalls mit Unwohlsein ins Bett gegangen war, in unserem Bett kuscheln. Nochmal eine Stunde später wachte Herr Schnuffke auf, wurde von mir gewickelt und nach Absprache mit Jott aus dem Schlafzimmer umgebettet- ihr ging es zu schlecht, als dass sie das Kind hätte großartig zum Einschlafen animieren können.
Das tat ich dann im Wohnzimmer. Jetzt liegt Herr Schnuffke neben mir auf der Couch und schläft bei geöffneter Balkontür. Seine Temperatur ist nach Fiebersaft und Schwitzen auf ~38° gesunken. Er schläft bereits wesentlich ruhiger, ich hoffe das bleibt die Nacht so. Falls nicht, habe ich für Herrn Schnuffke und mich Notfalltaschen für einen Klinikaufenthalt gepackt.

Morgen früh gehen wir zur Kinderärztin und lassen Herrn Schnuffkes Zustand von fachkundigen Personal untersuchen.

Ich habe heute einen Haufen neuer Nummern für Notfälle beim Kind kennen gelernt. Beim nächsten Mal bin ich besser vorbereitet.

Was schön war: Ganz viel Feedback auf meine Fragen zum kranken Kind (1, 2) bei Twitter.

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Journal Montag, 27.6.2016

Herr Schnuffke ist krank. Er hat hohes Fieber und einen bösen Husten, der ihn immer wieder aus dem Schlaf reißt und scheinbar auch ziemlich im Hals weh tut. Ob es die Nebenwirkungen der MMR-Impfung sind, ein Infekt aus der KiTa oder aber einfach eine wetterbedingte Erkältung (große Hitze vs. Klimaanlage vs. Schlafen ohne Decke) ist, wissen wir nicht.
Er ist total k.o., hat dicke fette Augenränder, hustet und schnieft, isst wenig und musste auch sehr stark zum Trinken animiert werden. Sehr unschön, was der kleine Spatz da durchmachen muss.

Jott und ich wechseln uns mit dem Herumtragen und Bekuscheln ab. Das ist allerdings etwas problematisch, weil Herr Schnuffke, sobald er Jott sieht, zu ihr will, und bei Nichterfüllung seines Willens schreit und weint und versucht, aus meinen Armen zu entkommen.

Ansonsten: Rückfahrt aus Magdeburg, Berlin hat uns wieder. Am Nachmittag trug ich Herrn Schnuffke zwei Stunden in der Trage herum, während sich Jott ausruhte; sein Gewicht von fast 13 Kilo macht sich langsam bemerkbar. Als Jott wieder einigermaßen fit war, ging ich einkaufen. Eigentlich hatte ich überlegt, Herrn Schnuffke mitzunehmen, davon nahm ich allerdings Abstand als das Kind bereits bei den Einkaufsvorbereitungen nur getragen werden wollte.

Beim Abendessen verschmähte Herr Schnuffke sogar seine heißgeliebte Banane- es muss ihm wirklich dreckig gehen. In weiser Voraussicht hatte ich aber beim Einkaufen Birnenkompott gekauft, das ist schön weich und saftig und süß und daher die perfekte Nahrung bei Fieber und Halsschmerzen. Zum Trinken animierten wir ihn einerseits mit einem Schuss Apfelsaft im Wasser, zum anderen durch warme Milch mit Honig. Davon hatten meine Eltern bereits öfter geschwärmt (das war wohl bei mir DAS Zaubermittel, wenn es mir nicht gut ging als Baby/ Kleinkind), so dass wir neugierig waren was wohl Herr Schnuffke dazu sagt (nichts, weil er zu beschäftigt war die Flasche leer zu nuckeln).

Morgen bleibt der kleine Spatz zu Hause und soll sich ausruhen.

Was schön war: Heute kam der Hausmeister vorbei und hat unser Türschloss ausgetauscht. Das alte war total ausgenudelt und ließ sich mit meinem Schlüssel teilweise nicht mehr öffnen. Diesem Zustand wurde heute ein Ende bereitet. Nach dem Einkaufen war es daher ein sehr erhebendes Gefühl, ohne Ruckeln und Wackeln und Fluchen die Haustür öffnen zu können.

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Journal Sonntag, 26.6.2016

Trotz späten Einschlafen wachte Herr Schnuffke pünktlich gegen 6 Uhr morgens auf. Ich war sehr froh, am Vorabend relativ zeitig im Bett gewesen zu sein, und am Vorabend noch alle zum Wickeln und Anziehen benötigten Utensilien in Herrn Schnuffkes und mein Zimmer verfrachtet zu haben. Die Wickelstation befindet sich nämlich im Schlafzimmer von Jotts Mama, und da es zum einen eben ihr Schlafzimmer ist und sie zum anderen mit dem Rest der Familie erst gegen 3 Uhr von der Hochzeit zurück kehrte, wäre mir sehr unwohl gewesen dort um halb Sieben reinzuplatzen. So konnte ich Herrn Schnuffke in „unserem“ Zimmer wickeln und anschließend mit ihm Brötchen holen gehen.

Den heutigen Sonntag verbrachten wir zu großen Teilen bei Jotts Papa und seiner Frau. Wir waren, zusammen mit Jotts Schwester und ihrem Mann, zum Grillen und Kuchen essen eingeladen. Herr Schnuffke schlief auf der Anfahrt im Auto ein und war bei Ankunft erholt und hungrig. Da traf es sich sehr gut, dass die Kohlen im Grill bereits glühten und Würstchen und Fleisch recht schnell fertig waren.

Ansonsten war der Besuch für das Kind (und mich, und bestimmt auch Jott) toll: Viele Menschen, ein Garten zum Erkunden, Johannisbeerbäumchen mit in kleinstkindgreifweite befindlichen fruchtbeladenen Zweigen, Erdbeerkuchen…
Läufer

Auf der Rückfahrt schlief Herr Schnuffke wieder, ich konnte mich gerade so wachhalten und bemerkte bei der Fahrt durch Magdeburg sehr, sehr viele alte Häuser in erbarmungswürdigen Zustand. In Berlin würden die vermutlich binnen eines Jahres saniert und zu Mondpreisen vermietet/ verkauft werden, nicht so in Magdeburg (zum Teil kenne ich die Häuser schon seit Jahren).

Am Abend guckten wir mit Jotts Mama das Fußballspiel Deutschland – Slovakei. Herr Schnuffkes Matrosenbody erinnert an ein Fußballtrikot, das musste als Fanschmuck ausreichen.
#gersvk

Was schön war: Ein Stündchen Ruhe in der Küche von Jotts Mama. Herr Schnuffke schläft, Jott und ihre Mama gucken im Wohnzimmer TV und ich schaue den Schwalben beim Abendessen erjagen zu.

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Elternzeit 2016

Journal Samstag, 25.6.2016

Der Grund für unseren Besuch in Magdeburg war die heute stattfindende kirchliche Trauung und Hochzeitsfeier von Jotts Cousin J. mit seiner Frau L..
Gegen Mittag fuhren wir los zur Dorfkirche, in der auch Jott und ich vor einigen Jahren geheiratet hatten. Beim Blick auf den Trauspruch, der in den Programmheftchen abgedruckt war, mussten wir grinsen: Das war „unser“ Trauspruch. Wir scheinen damals gut vorgelegt zu haben, wenn sowohl Kirche als auch Trauspruch wiederverwendet wurden.
Die Trauung an sich war sehr schön, nach gut zwei Dritteln- da ging der spannende Teil los mit selbst erdachten Trauversprechen und Organisationshinweisen- mussten Herr Schnuffke und ich allerdings raus und drei Schritte laufen. Das Kind hatte genug davon, nur die zweite Geige zu spielen und brauchte jemanden, der ihm seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkte und ein wenig betüdelte.

Nach dem nachkirchlichen Fotoshooting fuhren wir schonmal vor zum Festsaal, in dem die Feier stattfinden sollte. Das Brautpaar kam in einem himmelblauen Trabbi-Cabriolet nach.

Hochzeitstrabbi

Das Festprogramm bestand im wesentlichen aus essen, erzählen, mit Herrn Schnuffke tanzen und schwitzen (die vom Wetterbericht angekündigten Gewitter und die daraus resultierende Abkühlung blieben aus, wir zerflossen bei annähernd 30°). Wie das auf Hochzeiten eben so ist.
Das Kind selbst hielt, völlig irre, bis nach dem Abendessen um 21 Uhr durch, hatte bis zum Schluss gute Laune und hopste zur Musik herum. Herr Schnuffke scheint den Trubel tatsächlich zu brauchen.
Als wir uns nach der Verabschiedung vom Brautpaar ins Auto setzten, schlief er allerdings binnen fünf Minuten ein und wachte auch nicht auf, als wir ihn aus dem Kindersitz abschnallten, in die Wohnung trugen und ins Bett legten (große Begeisterung von Jott und mir, wir sind nämlich beide auch k.o., weil seit 6 Uhr wach und immer in Bewegung).

Was schön war: Die erste Hochzeit mit eigenen Kind zu erleben. Das ist nochmal was ganz anderes.

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Essensplan

Essensplan KW 25/26 2016

Tag Gericht
Samstag
Sonntag
Montag Nudeln mit Tomatensauce
Dienstag Eierkuchen mit Apfelmus
Mittwoch Tomatensalat mit Pecorino
Donnerstag Griechische Reispfanne mit Feta
Freitag Gemüseröstis mit Quark