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Journal Montag, 18.4.2016

In anderthalb Jahren fährt die S3 wieder auf der Stadtbahn. Ich sehne diesen Tag herbei- dann entfällt das Umsteigen am Ostkreuz.

Das verlinkte Ostkreuz-Blog begleitet sehr ausführlich die Umbaumaßnahmen am Ostkreuz. Das ist ganz praktisch, denn oft frage ich mich beim Durchfahren der Baustelle, was da eigentlich gerade gemacht wird. Im Ostkreuz-Blog lese ich es später nach.

Jetzt ists Mitte April, Herr Schnuffke ist zehn Monate alt und somit länger auf der Welt als im Bauch. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht.

Nachdem wir letzten Donnerstag beim Unterschreiben des KiTa-Vertrags auch von Schließzeiten der KiTa erfuhren, habe ich heute Abend meinen restlichen Jahresurlaub verplant und werde ihn morgen beantragen. Für mein Urlaubstagekonto ist die Elternzeit klasse, unseren langen Sommerurlaub nehmne wir in diesem Zeitraum. So spare ich Urlaubstage, die ich dann im Herbst bei Kind-Krank-Tagen und ähnlichem nehmen kann.

Was schön war: Die gute Laune von Herrn Schnuffke am Abend.

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Journal Sonntag, 17.4.2016

Das Sonntag-Nachmittag-Programm:
Tafel
Mit von der Partie waren die Nachbarn von oben und ein befreundetes Paar, beide mit Kind. So viel Trubel hatten wir schon lange nicht mehr in der Wohnung.

Herr Schnuffke war Abends so geschafft, dass er fast beim Anziehen des Schlafsacks einschlief. Wir müssen ihm eindeutig mehr Action bieten.

Als Herr Schnuffke schlief, schauten Jott und ich die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 an. Den konnte wir letztes Jahr aus Gründen nicht im Kino gucken und holten das heute über Amazon Video nach. Ein guter Abschluss der Reihe.

Was schön war: Der Sonntag.

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Journal Samstag, 16.4.2016

Der gestrige Tag kam mir in der Rückschau sehr entspannt vor. Ich war auch am Abend nicht so k.o. wie normalerweise. Beim Nachdenken über die Gründe fiel mir auf, dass die fehlende Pendelei gar nicht unbedingt ausschlaggebend war- ich schalte beim Bahnfahren in der Regel ab und höre Podcasts, so gehts eigentlich-, sondern etwas ganz anderes: Ich habe gestern fokussiert eine Aufgabe bearbeiten können und musste nicht alle Viertelstunde im Kopf umswitchen auf ein anderes Thema. Das passiert im Büro normalerweise, weil immer irgendein Telefon klingelt, jemand mich anspricht, ich etwas absprechen muss, ein Meeting ansteht und unser Großraumbüro generell sehr unruhig ist.

Heute morgen wurden Jott und ich durch das Babyphone geweckt. Herr Schnuffke plapperte „Papapapapapapa“ vor sich hin. Klar, wer da aufstehen und zu ihm gehen muss :)

Nach dem üblichen Samstagseinkauf fuhren wir zu meinen Eltern, um mit ihnen Jotts Geburtstag nachzufeiern. Während Herr Schnuffke gestern noch stark fremdelte und sich erst wieder an seine Großeltern gewöhnen musste, war dies heute kein Problem. Offenbar reicht die Erinnerung bis gestern zurück.

Vielleicht hat aber auch ein Greif-Rassel-Spielzeugdings beim Erinnern geholfen, dass er dort immer intensiv bespielt.

Während sich Jott, als wir wieder zu Hause waren, für einen Abend mit ihren Freundinnen aufhübschte, übten Herr Schnuffke und ich stehen und nicht-umfallen. Ich kann das inzwischen ganz gut, das Kind muss seine Fähigkeiten noch ausbauen. Er scheint den Dreh langsam raus zu haben und weiß, dass er die Arme zum Ausbalancieren ausstrecken kann und das er sich nicht erschrecken muss, wenn er ein wenig hin und her wippt.

Auch heute wieder große Freude während der Stehversuche. Überhaupt hat Herr Schnuffke seit zwei, drei Tagen sehr gute Laune, sogar das Wickeln am Abend geht einigermaßen gut über die Bühne. Am Abend lag Herr Schnuffke sogar ruhig da, was mich kurzzeitig irritierte („Wie jetzt, Kind, was ist los? Stimmt was nicht?“).

Herr Schnuffke hat ein neues Lieblingsspielzeug: (S)Eine elektronische Zahnbürste. Sie brummt und vibriert und kitzelt im Mund und am Rest des Körpers und vollbringt wahre Wunder beim Beruhigen des Kindes. Als er gestern auf dem Arm seiner Großmutter weinte und schrie, genügte es die Zahnbürste anzuschalten und ihm in die Hand zu geben, schon war Ruhe.

Schade, dass durch das häufige Zähneputzen der Reiz der Zahnbürste schnell verfliegen wird.

Während Jott außer Haus war, veranstalteten Herr Schnuffke und ich einen Männerabend. Musik lief nicht, zu trinken gab es Wasser, zu Essen ein paar Stullen und ’ne halbe Banane für jeden und um 20 Uhr war Feierabend für die Hälfte der Teilnehmer. Früher war das irgendwie anders.

„Irgendwann wird das Kind schon müde und hört auf“ ist ein sehr, sehr naiver Gedanke. Herr Schnuffke krabbelte nämlich während Jotts Aufhübschung neben seinen Stehübungen immer wieder zu Jott ins Bad. Unermüdlich und in einem Affenzahn.

Was schön war: Der Samstag.

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Journal Freitag, 15.4.2016

Bestimmte Teile von Köpenick gehören zu den zwölf Stadtquartieren, die der Senat ausbauen möchte. Zumindest das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick ist in guter Lage, wenn man- wie wir- in Köpenick wohnt, aber innerhalb des Ringbereichs arbeitet.
Ich bin gespannt, welche Bebauungskonzepte es geben wird- und ob auf diesen Gebieten tatsächlich bezahlbarer Wohnraum für Familien entstehen wird. Damit meine ich Vier- und Fünfzimmerwohnungen, die bei den meisten Neubauprojekten so gut wie nicht geplant und gebaut werden.

Die Gebiete in Pankow sehen auch interessant aus. Da sollten wir tatsächlich mal am Ball bleiben und immer mal wieder Infos einholen.

Auf Grund eines Arzttermins von Jott arbeitete ich heute von zu Hause aus. Keine Fahrerei, hurra! Als Jott dann weg war, ging ich mit Herrn Schnuffke einkaufen- nebenbei arbeiten ist nicht möglich, Herr Schnuffke würde am Stuhl stehen und an mir zerren- und wartete auf Jotts Rückkehr. Und wartete. Und wartete. Und bekam irgendwann die Meldung, dass sie auch wartete. Trotz Termin wurde sie nämlich nicht aufgerufen. Das war einerseits unschön für sie- wer wartet schon gern stundenlang beim Arzt-, andererseits auch für mich- ich hatte mit einer ungefähr 90-minütigen Arbeitspause gerechnet. Die wäre in Anbetracht des gestern begonnenen, sehr eiligen Projekts noch vertretbar gewesen, aber da eben nicht absehbar war wie lange sich diese Arbeitspause noch verlängern würde, musste ich umdisponieren (im Büro anrufen und Bescheid geben, damit jemand anderes aus dem Team kurzfristig einspringen konnte). Zum Glück war das problemlos möglich, da fiel mir tatsächlich ein Stein vom Herzen.

Irgendwann war Jott wieder zu Hause, aus anderthalb waren drei Stunden geworden. Die mussten dann natürlich Abends rangehangen werden, was aber in Anbetracht des späteren Tagesverlaufs kein Problem mehr war. Weil Jott nach ihrem Arztbesuch etwas stärker mitgenommen war als von uns beiden vorher angenommen, sprangen meine Eltern spontan als Kinderbetreuung ein, was mir dann ein sehr konzentriertes Arbeiten ermöglichte, Jott ein wenig Ruhe verschaffte und Herrn Schnuffke den ganzen Nachmittag auf Trab hielt.


(Großer Gedankenstrich)


MEIN BABY KANN STEHEN. Noch nicht super lange und es sieht auch noch sehr wackelig aus, aber: Herr Schnuffke steht. Er fällt nicht mehr sofort um, sondern hält das Gleichgewicht und setzt sich, wenn es ihm zu unheimlich wird, relativ elegant auf den Hintern oder geht in die Knie.
Ich war tatsächlich ein wenig ergriffen, als ich das gesehen habe. Quasi gestern war er noch ein kleines Etwas, das nur herumgetragen werden konnte und nur lag und mit einem Mal steht er und hangelt sich an allen möglichen Kanten entlang. Der Wahnsinn.

„Sie werden so schnell groß“- ich beginne, diesen Satz zu verstehen.

Christian schreibt voller Begeisterung über eine Band und die neue Platte (!), die er sehr gern hört. Und ich las diesen Beitrag unglaublich gern, wie ich alle Beiträge/ Werke gern lese/ höre/ anschaue in denen Menschen über etwas berichten, dass sie lieben.

Was schön war: Vieles. Das Herr Schnuffke stehen kann. Das es nach meinem Anruf im Büro hieß „Ist ok, kriegen wir hin“. Das meine Eltern unkompliziert aushelfen konnten. Das ich über einen längeren Zeitraum ruhig arbeiten konnte.

Guter Tag.

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Essensplan

Essensplan KW 15/16 2016

Tag Gericht
Samstag
Sonntag Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer
Montag Vegetarischer Bauerntopf
Dienstag Selbstgemachte Burger
Mittwoch Caprese-Auflauf mit Gnocchi
Donnerstag Burritos
Freitag Döner
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Journal Donnerstag, 14.4.2016

Hurra, wir haben einen KiTa-Platz! Jetzt auch mit Brief und Siegel.

Jott und ich waren heute Vormittag in der Mitte-KiTa, haben den Vertrag unterschrieben und uns noch Details zur Eingewöhnung angewöhnt. Je nach Urlaubsfreigabe für mich (die Eingewöhnung beginnt vor meiner Elternzeit) werde ich die komplette Eingewöhnung übernehmen können. Für Jott ist das leider nicht möglich, weil sie nach Beendigung ihrer Elternzeit wieder arbeiten geht und uns von einem Wechsel der Bezugsperson während der Eingewöhnung relativ eindringlich abgeraten wurde.
Nun heißt’s also Daumen drücken für eine Woche Urlaub für mich im Sommer.

Vor dem Termin arbeitete ich im Home Office und ärgerte mich über Apple-Geräte. Bei diversen MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modellen liegt eine sehr ominöse Fehlfunktion im USB-Port vor. Apple-USB-Tastaturen funktionen von heute auf morgen nicht mehr (die Tastatur ist nachweislich in Ordnung), wenn jedoch die Tastatur über ein USB-Verlängerungskabel angeschlossen wird, dann doch wieder. Die übliche Herangehensweise bei dieser Art von Problemen ist das Leeren/ Löschen/ Zurücksetzen von bestimmten Systemkomponenten, das brachte keinen Erfolg. Und auch der Einsatz eines USB-Verlängerungskabels nicht.
So saß ich denn wie so ein wildes Tier vor dem MacBook und musste auf der integrierten Tastatur herumtippen.

Immerhin habe ich scheinbar die Fehlerquelle gefunden: Über die Zeit leiern anscheinend die USB-Ports leicht aus, was zur Folge hat das die Kontakte nicht mehr richtig aufeinander sitzen. Ein leichtes Zusammendrücken des USB-Steckers soll das Problem wohl lösen.

Es ist schon erstaunlich: Auf dem billigsten Microsoft-Gerät ist mir so ein Fehler bislang nicht vorgekommen, aber auf schweineteuren Apple-Computern tritt er gehäuft auf.

Im Büro konnte ich an einer Microsite für einen unserer Kunden arbeiten. Ich hatte mir gewünscht, wieder etwas verstärkter Code schreiben zu können- das muss ich scheinbar im regelmäßigen Abstand machen, ansonsten nimmt der Orga-Projektmananger-Wasauchimmer-Kram überhand-, und diesem Wunsch wurde heute ganz spontan entsprochen. Das lief ungefähr so, dass ich einen Anruf erhielt, dass die Microsite morgen fertig sein muss und der Kunde heute noch einen Blick auf einen schon halbwegs vorzeigbaren Stand werfen wolle und das das eingetaktet werden müsse.

Wurde es, am späten Nachmittag erhielt der Kunde einen Zwischenstand, freute sich und sagte, dass er da morgen raufschaue. Sehr praktisch, so besteht morgen früh die Gelegenheit den Zwischenstand zu erweitern.

Was schön war: Das Unterschreiben des KiTa-Vertrags. Jetzt ist die Suche beendet und ab Sommer beginnt das große Abenteuer Kindergarten für uns.

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Journal Mittwoch, 13.4.2016

Was schön war: Ausschlafen bis um 7. Neue Podcast-Folgen anhören in der Bahn. Sonnenschein tagsüber. Herrn Schnuffke baden. Eine Viertelstunde in der Küche sitzen, nachdem das Kind eingeschlafen war, und nichts machen.

(Ich brauch da heute viel von)

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12 von 12

Journal Dienstag, 12.4.2016 – #12von12 im April

Heute war wieder ein #12von12-Tag. Informationen zu #12von12 gibts im Kännchenblog.

S-Bahn
Der Tag beginnt unschön: Ich muss eine Hose anziehen und in eine S-Bahn steigen.

Straßenbahn
Am Alex steig ich aus und lauf den Rest der Strecke ins Büro. Es ist dreiviertel Acht und noch ist der Alex relativ leer. So mag ich die Gegend am liebsten.

Schleusen-Brücke
Mein Arbeitsweg führt mich über zwei Brücken über die Museumsinsel. Die Rathausbrücke mag ich, weil sie einen relativ breiten Teil der Spree überbrückt und man außerdem die ganze Spreeseite des Neuen Marstall überblicken kann. Wenn man im Sommer die Brücke überquert, kann es sein das aus den geöffneten Fenstern der Hanns-Eisler-Musikhochschule Musik klingt und man sich wie im Film fühlt.
Die Schleusenbrücke überquere ich gern, weil man von ihr auf einen Mini-Wasserfall (ich glaube, das sind die Reste einer ehemaligen Schleuse) am Auswärtigen Amt gucken kann.

Frühstück mit Pagode
Ich komme seit ein paar Wochen unglaublich schwer aus dem Bett und döse auch heute bis ungefähr halb Sieben vor mich. Daher reicht die Zeit nicht mehr für ein ruhiges Frühstück am Morgen. Mein Oat nehme ich daher mit und esse es während des Mail-Checkens im Büro.

Mittagessen
Die Zeit bis zum Mittag vergeht wie im Fluge, es gibt viel zu tun. Weil ein Kunde ein Dokument mit Zeitschätzungen bis spätestens halb Drei benötigt, verschiebe ich die Pause nach hinten und bin völlig ausgehungert.
Weil wir gestern Abend Halloumi-Döner aßen und die sich nicht zum mitnehmen eignen, gibt es vegane Linsensuppe von DM. Sie schmeckt ok, ein wenig Zucker und Essig hätten ihr gut getan.

Mischmasch
Nach dem Mittag schnappe ich mir eine Limo und gehe in das wöchentliche Entwicklermeeting. Ich komme auf Grund der Fertigstellung des Dokuments etwas später, verpasse aber anscheinend nichts.

Nachmittagskaffee
Nach dem Meeting eskalieren Dinge und Sachen vor sich hin, so das ich erst halb Fünf meinen Nachmittagskaffee trinken kann. Es wird auch höchste Zeit, ich werde schon wieder müde.

Ostkreuz
16:30 Uhr, zur regulären Feierabendzeit, ruft einer unserer Kunden an und hat Rückfragen zu einigen Themen. Kaum lege ich auf, klingelt das Telefon erneut und ein anderer Kunde hat einen Notfall. Das eine führt zum anderen und so kann ich mich erst mit einer guten Stunde Verspätung auf den Weg machen. Mich nervt das, die Tage an denen ich in letzter Zeit pünktlich raus kam kann ich an einer Hand abzählen.
Am Ostkreuz möchte ich ein Bild von der einfahrenden S3 machen. In genau diesem Moment fährt der auf dem Bild zu sehende Transporter vorbei. D’oh!

Graffitti
Ein Nachbarhaus wurde „verschönert“. Das ist besonders bitter, weil vor einem halben Jahr erst die Fassade gestrichen wurde.

Was schön war: Während ich Herrn Schnuffke ins Bett brachte, machte Jott mir ein Oat für morgen fertig. So musste ich nicht mehr in der Küche stehen.

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Journal Montag, 11.4.2016

Herr Schnuffke krabbelte mir heute morgen im Flur nach. Zur Arbeit gehen war nie schwerer.

Den ganzen Tag über furchtbar müde, trotz Kaffee und frischer Luft zwischendurch. Das besserte sich erst am späten Nachmittag. Mit zusammengebissenen Zähnen ging das Arbeiten so vor sich hin, aber wirklich flüssig lief es nicht.

Am Donnerstag ist im Büro ein Quartals-Abschluss- und Vorschau-Meeting. Dazu wurden wir Angestellten nach unserer Lieblingsmusik gefragt, wohl um das ganze aufzulockern. Ich weiß nicht, ob „meine“ Musik auflockernde Wirkung auf andere hat, werde das aber am Donnerstag erfahren wenn die ganze Agentur finnischen Folk Metal hört.

Herr Schnuffke ist derzeit sehr anhänglich und hat, zu unserer großen Verblüffung, wieder begonnen an uns zu saugen und herumzulabbern. Vor allem Jott trifft es schwer, bei ihr ist Herr Schnuffke extrem auf die Brust fixiert. Bei mir beschränken sich die Saugversuche auf Arme und Hals, aber bei Jott wird teilweise auch sehr rabiat an Oberteilen gezerrt um eben an der Brust saugen zu können.
Laut dem „Oh je, ich wachse“-Buch geht so ein Verhalten einem Schub vorher. Hoffentlich kommt der Schub bald/ ist er bald vorüber, das Leben ohne Baby-Knutschflecke war auch ganz schön.

Das Vorlesen pausiert momentan. Zwar sind wir im Hobbit an der spannende Stelle angelangt, an der Thorin über die Ankunft von Smaug und die Zerstörung von Dal erzählt, aber der gewünschte Effekt des Vorlesens- das Kind sollte ruhiger werden- wird nicht erzielt. Ganz im Gegenteil, vielmehr scheint es Herrn Schnuffke aufzuputschen wenn er mit mir allein im abgedunkelten Zimmer ist und ich mit ihm erzähle (dafür hält er das Vorlesen vermutlich).

Heute Abend ließ ich den Hobbit stecken, gab stattdessen einen Nuckel und hielt Herrn Schnuffke im Sessel sitzend im Arm. Das funktionierte besser.

Was schön war: Die Wartezeit auf die S3 überbrückte ich mit Dasitzen und Podcast hören auf dem Regiobahnsteig. Der S3-Bahnsteig liegt im Erdgeschoss und wird von allen anderen Bahnsteigen überführt. Infolgedessen ist er dunkel und zugig. Der Regiobahnsteig hingegen bildet das Obergeschoss, und dort saß ich auf einer Bank, hörte vor mich hin und sah der aus Rummelsburg kommenden S3 beim Einfahren zu.

Apropos Ostkreuz: Im Tagesspiegel entdeckte ich heute eine Bilderstrecke vom Ostkreuz. Kaum zu glauben, wie kaputt der Bahnhof mal war. Tagtäglich fuhr ich seit 2007 über das Ostkreuz, aber so marode habe ich es nicht in Erinnerung.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 10. April 2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 9./10. April 2016 verlinkt.]

Hafenblick

Samstag Morgen und von unserem Balkon können wir auf ein Kitschpostkartenszenario gucken. Hat man auch nicht alle Tage.

Herrn Schnuffke ist das aber egal, er hat Hunger und sagt das auch. „Nannananan“ heißt soviel wie „Entweder ich krieg jetzt was zu futtern oder es wird unschön“. Und so lassen wir das Kitschpostkartenszenario Kitschpostkartenszenario sein, machen uns zurecht und gehen frühstücken.
Das reichhaltige Frühstücksbuffet ergänze ich um eine Kopfschmerztablette, und als sie zu wirken beginnt kann ich noch viel mehr genießen.
Herr Schnuffke wird durch die ungewohnte Umgebung und die vielen Menschen abgelenkt und is(s)t dadurch etwas aufgekratzter. Das resultiert in einem erhöhten Krümelradius rund um seinen Kinderstuhl. Wir sind etwas peinlich berührt, die beiden einzigen anderen Kinder im riesengroßen Saal können schon mit Messer und Gabel essen oder werden noch gestillt. Vielleicht hätten wir um eine Plane bitten sollen, die wir rund um unserem Tisch auslegen?

Spazieren

Am Vormittag spazieren wir in den Ortskern Boltenhagens, nachdem wir auf den verschiedenen Spielplätzen der Hotelanlage rutschten und schaukelten. Herr Schnuffke hat gute Laune, Jott eher weniger. Sie hat neue Schuhe mitgenommen und Blasen an den Füßen. In den nächsten Urlaub nehme ich sie nur mit ausgelatschten, bequemen Schuhen mit.

Küste

Unterwegs mache ich eine ganze Reihe Fotos von der Landschaft…

Promenade

… und uns. In der Sonne sehen Herr Schnuffkes Haare noch heller aus, und ein leichter Rotschimmer ist auch drin. Er wird doch wohl nicht, wie sein Vater, im Sommer einen Rotstich kriegen?

Meer

In Boltenhagen essen wir Mittag und lagern im Anschluss den inzwischen müden und nöligen Herrn Schnuffke vom Buggy in die Trage um. Weil er nicht zur Ruhe kommt- es ist alles so unfassbar spannend- klappe ich seine Mütze über die Augen. Eine Minute später (keine Übertreibung) schnarcht er. Manchmal muss man eben mit sanften Druck nachhelfen.

Auf der Seebrücke ist es windig und kalt, also laufen wir lieber noch ein Stückchen an der geschützten Uferpromenade entlang und anschließend durch Boltenhagen wieder zurück zur Seebrücke. Dort sah ich gestern ein niedliches kleines Cafe, in dem ich mit Jott und Herrn Schnuffke einkehren möchte.

Kaffee und Kuchen

Machen wir auch. Der Kaffee ist klasse, der Kuchen auch. Ich spreche also hiermit eine Empfehlung für das Kaffee Einraum in Boltenhagen aus.

Schlüsselkind

Herr Schnuffke ist trotz Nachmittagsbrei begierig darauf, von unserem Kuchen mitzuessen. Da wir natürlich nur um das Kindswohl bemüht sind, wollen wir ihn nicht der süßen Versuchung aussetzen und lassen ihn sich lieber beschäftigen.

Nach Kaffee und Kuchen gibts noch ein Eis (wenn schon, denn schon), dann wirds Zeit für den Rückweg. Im Hotel entdecken wir, dass Herr Schnuffke Sand in der Windel hatte und sein Po nun wundgescheuert ist. Weil wir für die Reinigung lieber keine Feuchttüchter nutzen wollen, spülen wir ihn im riesengroßen Waschbecken im Bad unseres Hotelzimmers ab. Dabei gibt es das ein oder andere Malheur und schlussendlich duschen Herr Schnuffke und ich- das ist am einfachsten. Herr Schnuffke ist sehr irritiert vom von oben kommenden Wasser, das kennt er noch nicht. Normalerweise baden wir ihn.

Tragekind

Alle Versuche, Herr Schnuffke ins Bett zu bringen, scheitern kläglich. Der Tag war einfach zu aufregend… Letztendlich hilft nur noch die Trage, und selbst darin kämpft er eine Weile erfolgreich gegen den Schlaf an.
Diesen Wesenszug verstehe ich absolut nicht- er ist hundemüde, will aber partout nicht schlafen.

Zeitreise

Als das Kind endlich schläft, bemerke ich das unser Zimmertelefon bereits in der Zukunft „lebt“. Fünf Minuten später fällt mir auf, dass es nicht „2043“ heißt, sondern „20:43 Uhr“. Naja. Impulsdummheit.

Nachthafen

Ich bin super begeistert von meiner Kamera. Es ist dunkel und sie macht solche Fotos! Der Wahnsinn. Das kannte ich von bisherigen Kameras und Handys nicht.

Nachtbier

Jotts und mein Abendausklang. Eigentlich wollten wir auf dem Balkon sitzen, aber dafür ist es zu kalt. Nach dem Radler gehen wir ins Bett, müde, k.o. und angetüddelt.

Kurz bevor wir endgültig einschlafen, hat Herr Schnuffke einen Alptraum, aus dem er scheinbar nicht rauskommt. Erst als ich ihn an die offene Balkontür halte und er die kalte Luft bemerkt, beruhigt er sich. Wirklich wach wird er aber nicht, schläft aber ruhig weiter.

Morgenkind

Der nächste Morgen. Das Zimmerpersonal wird uns hassen für die ganzen Babyhandabdrücke.

Autobahn

Nach dem Auschecken fahren wir zurück nach Berlin. Herr Schnuffke meckert eine ganze Weile rum und schläft erst ein, als ich ihm vorsinge. Zum Ausgleich wacht er erst kurz vor der Ankunft wieder auf und hat einigermaßen gute Laune.

Aufräumkind

Nach der Ankunft gibts „Nannananan“ fürs Baby, wir räumen etwas auf. Nachmittags laufe ich mit Herrn Schnuffke nach Friedrichshagen, esse Sesam- und Zimteis bei Da Dalt und gönne so Jott ein wenig Freizeit.

Abends couch-en wir.