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Elternzeit 2016

Journal Donnerstag, 28.7.2016

Wir haben ein neues Haus! Nach einem kurzen Telefonat und einer anschließenden Hausbesichtigung zogen wir am Nachmittag um. Das neue Ferienhaus ist weitaus besser ausgestattet als das alte Ferienhaus und liegt in der Nähe von Vedersø Klit. Nachdem wir alles ausgepackt hatten, fuhren wir nach Vedersø Klit zum Strand. Der ist vom Parkplatz aus über einen breiten Dünenweg aus zu erreichen und total schön (kaum Steine, breiter Sandstrand, sauber, flacher Einstieg ins Wasser). Perfekt also für uns mit unseren kind-bedingten Unmengen an Gepäck.

Und, noch ein Pluspunkt: Das neue Haus ist mit einer Breitbandinternetverbindung ausgestattet. Herz, was willst Du mehr?

Direkt am Strand von Vedersø Klit steht ein alter, verfallener Bunker des Atlantikwalls. Es ist einerseits merkwürdig, etwas mehr als 70 Jahre nach der Erbauung an diesem für den Krieg gedachten Ort Ferien zu machen. Andererseits aber ist es auch großartig, dass wir im tiefsten Frieden (zumindest hierzulande) hier Urlaub machen können, und dass der Bunker zerfällt und irgendwann von der Nordsee verschluckt wird.

Die Nacht war schlimm. Herr Schnuffke schlief extrem unruhig, weinte gelegentlich, hustete alle Nase lang, zappelte, trat im Halbschlaf um sich und kletterte auf Jott und mich rauf. Besserung trat erst ein, als ich ihn mir irgendwann schnappte, ihn im Sitzen im Wohnzimmer zur Ruhe kommen ließ und anschließend in „sein“ Schlafzimmer umzog. Dort ließ der Husten nach kurzer Zeit nach und er schlief ruhig ein.

Hoffentlich läuft es heute Nacht besser.

Mir fällt es momentan sehr schwer, keinen Groll gegen das Kind zu entwickeln. Es ist ja nur eine Phase und er macht nichts absichtlich, aber… trotzdem. Seit ungefähr vier Wochen verhält sich das Kind zum Teil sehr unsymphatisch, und ich merke wie meine Nerven dünner werden.

Was schön war: Herrn Schnuffkes Begeisterung, als er immer wieder aus dem Wasser raus und wieder rein marschierte und sich über die Wellen freute, die über seine Füße spülten.

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Elternzeit 2016

Journal Mittwoch, 27.7.2016

Und da hab ich doch gestern glatt übersehen, dass dieses Blog gestern ein Jahr alt geworden ist. Mit der ersten Anmoderation startete die „Paul veröffentlicht jeden Tag mindestens einen Beitrag und nennt es „bloggen““-Challenge. Was es damit auf sich hatte, steht in der zweiten Anmoderation.

Auf das Jahr kann man ja nun wunderbar zurückblicken, herausragende Momente würdigen, witzige Geschichtchen hochleben lassen und in Erinnerungen schwelgen. Mache ich aber nicht.

Oder halt, doch. Teilweise. Ich schrieb ja vor einem Jahr:

Zu guter Letzt scheint es mir eine ganz gute Idee zu sein, so ein wenig vom Leben als frisch gebackener Vater zu schreiben. Damit ich, so das hier tatsächlich über längere Zeit geht, vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten oder Jahren nachlesen kann wie die ersten Wochen, Monate und Jahre mit einem kleinen und immer größer werdenden Kind so sind.

Nun, es ist anders als alles, was ich mir hätte vorstellen und beschreiben können. Und es stimmt (aus meiner Sicht als unflexibler, spießiger, verquerer, verträumter, seine Ruhe, Stille und Routinen liebender Mensch), was Jeff Atwood in seinem (ausgezeichneten!) Artikel „On Parenthood“ schreibt: „choosing to become a parent is the hardest thing I have ever done“. Und das Diagramm, ach ja, es ist so furchtbar akkurat: Zu 49% ist Vater sein eine „incredible pain in the ass“, zu 51% die „most sublime joy you’ve ever felt“. Manchmal- derzeit- sind es auch schonmal 49,9% zu 50,1%. Aber insgesamt gesehen ist es eine gute Sache.

Aber: Was weiß denn ich schon. Ich hab ja gerade mal ein Kind und das auch erst ein gutes Jahr.

Daher ist nun Schluss mit dem Mist. Ich kann sowas nicht.

Kleiner Nachtrag: Mich erreichte gerad ein Hinweis auf Twitter auf dieses Bild, dass die Elternschaft beschreibt. Jo, passt.

Heute: Wetter oll, daher wieder ein Relax-Tag. Wir haben gekniffelt, ge-rommé-t, Pizza gegessen, waren in Søndervig Softeis essen und haben geplant, dass wir morgen nach Hvide Sande zum Hafen fahren, wenn das Wetter wieder so unschön wird.

Der erste größere (verbale) Zusammenstoß von zwei anderen Mitreisenden. Erst an Tag 4/5! Ich hätte das bereits am Montag erwartet- zu unterschiedlich sind die Charaktere, die miturlauben.

Ich erfuhr heute nebenbei, dass es hier relativ viele Kreuzottern gibt. Das Eidechsen-Huschen (?) in den Heckenrosen, als Herr Schhnuffke und ich gestern Blüten zerfledderten, sehe ich seitdem mit anderen Augen.

Die Abende und Nächte sind momentan arg unschön. Herr Schnuffke schläft verweigert sich seinem Schlafsack, schläft schlecht ein, schläft dann unruhig und schreit in der Nacht teilweise das ganze Haus zusammen, wenn wir ihn beruhigen wollen. In 3 von 4 Fällen habe ich dazu keine Chance und muss an Jott übergeben.
Das schlaucht.

Was schön war: Mit Herrn Schnuffke ums Haus ziehen und die örtliche Flora erkunden (der Kreuzottern-Hinweis kam erst danach). Herr Schnuffke übt nun „Blume“, „Blüte“, „Blatt“ und „Hagebutte“.

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Elternzeit 2016

Journal Dienstag, 26.7.2016

Keine weiteren Magen-Darm-Infizierten. Ich habe die dunkle Vermutung, dass eventuell Jott, Herr Schnuffke und ich die Viren mitgebracht haben. Können die zwei Wochen überleben?

Stranddackel

Heute ein viertel Strandtag nach ausruhen und entspannen. Weil der Weg zum Strand vom Ferienhaus aus durch ein größeres Dünenlabyrinth führt und der Strand außerdem enorm steinig ist, fuhren wir heute mit den Autos ein Viertelstündchen. Die Anfahrt lohnte sich, der Strand war vom Parkplatz aus über einen breiten, ausgestreuten Weg sehr gut zu erreichen und nahezu steinfrei.

Steinstrand

Herr Schnuffke hat heute erstmalig „Auto“ perfekt ausgesprochen.

Abends Grillen mit Pølser, danach viele Runden Rommé.

Man merkt, dass wir viel weiter nördlich als Berlin sind- es wird morgens früher hell und Abends später dunkel.

Unser Tagesrhythmus- inklusive Herrn Schnuffkes- hat sich schon nach hinten verschoben. Wir schlafen bis halb Neun, Neun, essen später Frühstück, lassen das Mittagessen meist ausfallen (außer für das Kind) und essen zwischen 18:30 und 20 Uhr Abendbrot.

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Elternzeit 2016

Journal Montag, 25.7.2016

Jepp, Jotts Mama hatte sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen. Heute fielen drei weitere Miturlauber deswegen aus- zum Glück weder Jott noch Herr Schnuffke noch ich. Hoffentlich bleiben wir verschont.

Heute war deswegen- und auch weil das Wetter nicht so schön war- ein Ausruhtag, mit Spielen und langen Mittagschlaf und Nichtstun.

Jott rief heute bei der deutschen Servicenummer unseres Ferienhausanbieters an und erreichte, dass der Vor-Ort-Mitarbeiter vom Samstag heute noch einmal vorbei kam. Diesmal war er ein wenig freundlicher und lösungsorientierter, so ist der relativ zeitnahe eventuelle Umzug in ein anderes Haus nun doch eine Option. Wir sollen ihn morgen anrufen und erfahren dann mehr.

Herr Schnuffke lehnt mich seit ein paar Wochen in vielen Situationen ab. Das sieht so aus, dass er die Hände über den Kopf wirft, den Rücken zum Hohlkreuz krümmt, den Kopf nach hinten schmeißt, sich anschließend versteift und schreit wie am Spieß. Wenn es soweit ist, kann ihn nur noch Jott beruhigen, jegliche Versuche meinerseits sind aussichtslos.

Die Situationen sind alltäglich: Wickeln, Schlafanzug anziehen, Schuhe anziehen, Zudecken, Ausziehen… Das macht es so schlimm.

Die ersten paar Tage dachte ich noch, das geht fix vorbei. Nach zwei Wochen war ich zermürbt, nach drei Wochen wütend, nach vier Wochen hatte ich Angst vor diesen Momenten, und inzwischen bin ich beim ersten Schreiton auf 180 und möchte einfach nur weg. Ich weiß nicht, was ich machen soll, bin hilflos und angenervt und überfordert.
Heute hat mir Jott einen Artikel geschickt, in dem einige Lösungsansätze gegeben werden. Ich hoffe, sie erweisen sich als hilfreich.

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Elternzeit 2016

Journal Sonntag, 24.7.2016

Der gestrige Tag war etwas anstrengend. Nach einer sehr kurzen Nacht (Kind, warm, Aufregung) brachen wir um 3 Uhr morgens in Richtung Norden auf.

Da wir zu dieser Zeit keinen Verkehr erwarteten, übernahm ich die erste Etappe bis 5 Uhr, zum stressfreien Reinkommen in die Tour. Ohne andere Verkehrsteilnehmer war die Fahrt sehr entspannt und angenehm.
Auf dem als Zielpunkt der ersten Etappe festgelegten Rastplatz trafen wir auf den Rest von Jotts Familie (insgesamt sieben weitere Erwachsene), wechselten die Fahrer (Jotts Bruder stieg zu uns ein und fuhr das Auto) und begannen die nächste Etappe. Diese führte uns in anderthalb Stunden näher an Dänemark heran. Nach dieser Zeit übernahm Jott das Steuer, fuhr uns über die Grenze und die ersten paar Kilometer nach Dänemark rein.
Danach war ich wieder dran mit Fahren: Über Autobahnen und Landstraßen ging es immer weiter Richtung Ringkøbing.
Die dänischen Landstraßen fuhren sich sehr entspannt- das Tempolimit von 80 km/h und moderat fahrende andere Autos sorgten dafür.

Nachdem wir in Søndervig noch eine gute Stunde Zeit vertrödeln mussten, bis uns der Schlüssel zum Ferienhaus ausgehändigt wurde, kamen wir gegen 15:30 Uhr endlich an unserem Ferienhaus an.

Die Fahrt verlief für mich besser, als ich es mir vorgestellt habe- die Fahrstunden mit Jott erwiesen sich als sehr hilfreich.

Unser Ferienhaus ist ein dreckiges, heruntergekommenes Haus, dass nicht einmal ansatzweise den Produktbeschreibungen- und fotos aus dem Internet entspricht (schimmlige Matratzen, pekige Bäder, kaputter Kühlschrank, Wasserschäden an Decken und Böden, Glasscherben auf dem Küchenboden, Zigarettenstummel und weiterer Unrat in den Außenanlagen, Dreck der Vorbewohner in der Wohnung). Nach der Ankunft und dem ersten Schock riefen wir unverzüglich den Vermieter an, schilderten dem die Lage und erreichten, dass jemand vorbeikommen und sich das Haus ansehen wolle.
Derjenige kam auch vorbei, spielte alles herunter („Kein Schimmel“, „Ist die günstigste Hauskategorie“, „Stellen Sie Sich nicht so an“, „Jo, ist halt so“) und stellte uns beim Betreten des Hauses- da hatten wir uns 30 Sekunden gesehen- vor die Option, entweder in dem Haus zu bleiben oder aber wieder nach Hause zu fahren. „Dänemark ist ausgebucht, wir können da nichts machen“, sagte er.
Nachdem wir etwas herumdiskutiert hatten, erreichten wir immerhin das ein Reinigungsteam vorbei kam und die schimmligen Matratzen/ Betten ausgetauscht wurden.

Nach dieser Ernüchterung arrangierten wir uns erst einmal mit der Situation- was hätten wir auch sonst machen können. Die Service- und Supportnummern unseres Ferienhausanbieters waren nicht mehr besetzt, und mit neun sehr müden Erwachsenen und einem kränkelnden, muffligen Kleinkind hätten wir nichtmehr auf Haus- oder Hotelsuche gehen können.

Jott wird am Montag mit dem deutschen Service unseres Ferienhausanbieters telefonieren. Mal gucken, was dabei rauskommt.

Zehn Personen essen ganz schön was weg. Heute Abend haben wir aus drei Kilo Kartoffeln Bratkartoffeln zubereitet, es reichte gerade so.

Dänemark ist teurer, als ich es in Erinnerung habe. Für einen relativ kleinen Einkauf bei Lidl bezahlten wir 609 Kronen (~81 Euro), und somit gut 30 Euro mehr als ich im Laden veranschlagt hätte.
In Verbindung mit den horrenden Mengen, die wir verfressen, wird das spannend.

Heute war ein Strandtag. Mit Kind und Kegel. Wir aalten uns in der Sonne, badeten, bauten Sandburgen und Kultstätten für die Burgbewohner, spazierten am Strand entlang*, ließen die Seele baumeln und verbrannten uns tüchtig.

Meer

from where I stand

Burg und Heiligtum

Heiligtum

Es ist unglaublich, wie feucht die Luft an der Küste ist. Wir hingen am Abend unsere fast trockenen Badehandtücher und Badeklamotten an die frische Luft, nur um zwei Stunden später festzustellen, dass sie nicht die Bohne trockener, sondern richtiggehend klamm geworden war.

Jotts Mama hat scheinbar einen Magen-Darm-Infekt. Ich bin ein wenig beunruhigt.

* Um das nölende, müde Kind zum Schlafen zu bewegen.

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Elternzeit 2016

Journal Samstag, 23.7.2016

Wohlbehalten in Dänemark angekommen.

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Elternzeit 2016

Journal Freitag, 22.7.2016

Letzter Tag vor dem Urlaub. In viereinhalb Stunden klingelt der Wecker. Herr Schnuffke ist, dank Mittagschlaf und Fieberzäpfchen, quietschfidel und hält uns vom Schlafen ab.

Weil Herr Schnuffkes Fieber heute morgen wieder auf fast 40° anstieg, waren wir noch einmal beim Arzt. Nach einem Blutbild stand fest, dass er einen bakteriellen Infekt hat und ab sofort Antibiotika nehmen muss.

Jott und ich standen vor der schweren Frage, zu entscheiden was wir machen: Mit dem kranken Kind zu Hause bleiben oder mit ihm nach Dänemark fahren? Sehr, sehr viel Geld in den Wind blasen (wir haben eine Reiserücktrittsversicherung, aber da wir mit der ganzen Jott-Familie fahren, greift die natürlich nicht wenn nur wir drei Pappnasen nicht mitfahren) oder eine noch stressigere Zeit als ohnehin schon haben?

Wir haben uns dazu entschieden, die Fahrt auf uns zu nehmen. Das Fieber haben wir mit Zäpfchen/ Fiebersaft im Griff, das Klima an der See wird ihm mit Sicherheit besser bekommen als der furchtbare schwülwarme, wechselhafte Berliner „Sommer“, und außerdem sind dort ganz viele Leute die sich um ihn kümmern können.

Und zur Not gibt es in Dänemark auch Ärzte und Krankenhäuser.

Was schön war (nicht das ich es wieder vergesse…): Ich fuhr heute zu meinen Eltern, um Haus- und Wohnungsschlüssel zu übergeben, und machte während der Rückfahrt einfach mal gar nichts. Nur in die Gegend gucken.
Das war sehr erholsam.

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Elternzeit 2016

Journal Donnerstag, 21.7.2016

Diese vermaledeiten Viren und Bazillen, die das Kind heimsuchen… Herr Schnuffke hatte am Abend fast 40° Fieber, sein Husten klingt immer noch schlimm und ich mache mir ernsthaft Sorgen, wie das auf der Autofahrt nach Dänemark und in Dänemark selbst werden soll.

Gestern sah die Lage besser aus, da hustete er seltener und Fieber hatte er auch nicht. Dementsprechend bin ich etwas überrascht, dass es ihm heute offenbar schlechter ging.

Meine Pläne für heute- zum Spielplatz spazieren gehen, unterwegs ein Eis essen und am Müggelsee spielen- hatten sich somit schnell erledigt. Herr Schnuffke verbrachte den Großteil des Tages an uns gekuschelt und schlafend und war in den wachen Momenten sehr anhänglich, vor allem bei Jott.

Wenn Herr Schnuffke gesund ist, weiß ich was ich mit ihm machen kann: Rumalbern, spazieren gehen, auf den Spielplatz gehen, eben aktiv sein. Aber wenn er krank ist? Dann möchte er am liebsten auf uns rumliegen und nicht viel machen. Und das ist für mich ein großes Problem, ich weiß nicht was ich so lange im Liegen machen soll. Selbst wenn ich nebenbei lese oder surfe habe ich nach spätestens einer Stunde keine Lust mehr und möchte aufstehen. Der Großteil der Dinge, die ich gern tue, verlangt außerdem mindestens nach Sitzen- aber dann kann das Kind wieder nicht auf mir liegen und jammert herum…

Außerdem weiß ich einfach nicht, was ich machen kann damit es dem Kind besser geht. Kuscheln und Medizin geben, schön und gut. Aber sonst? Es nervt mich, so hilflos zu sein und nicht zu wissen was mit ihm los ist.

Jott kränkelt ebenfalls herum, sie klagte heute über Halsschmerzen und Mattigkeit. Am besten steckt man uns alle in Quarantäne. 

Gerade ist das Kind aufgewacht und hat sich übergeben, das Fieber- nach einem Zäpfchen am Abend auf 38° gesunken- kratzt wieder an der 40, und gelegentlich schreckt er unkontrolliert aus seinem eh unruhigen Schlaf auf und fiepst hilflos.

Alles kacke.

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Elternzeit 2016

Journal Mittwoch, 20.7.2016

Herrn Schnuffke geht es schon wieder so gut, dass er frühmorgens fröhlich aufstehen kann. Heute: Zehn vor Sechs.

Die Koffer sind größtenteils gepackt, die Wohnung ist sauber wie lange nicht mehr, morgen wird der Proviant gekauft. Es scheint, als könnte der Urlaub kommen.

Was ich morgen noch machen muss: Fahrt-Unterhaltung für Herrn Schnuffke auf das Kindle Fire ziehen. Mein Freund K. hat uns dankenswerter Weise sein Tabletdingsi ausgeliehen, da werde ich morgen den Minions-Film (Herr Schnuffke mag Minions) und noch ein paar Kinderserien runterladen. Im Idealfall müssen wir das Tablet nicht einsetzen, aber falls Herr Schnuffke während der Fahrt ungehalten wird und sich nicht besänftigen lässt, möchte ich gern eine Notfall-Bespaßung dabei haben.

Wieviel Bücher/ Zeitungen ich wohl mitnehme? Derzeit liegen noch eine GEO Epoche und drei Ausgaben der brand eins herum, die ich lesen möchte. Und elf Bücher.
Ich schwanke zwischen „Ich pack einfach alles ein“ und „Ach, mit Kind und Familie komm ich eh nicht zum Lesen, da reicht die GEO Epoche“.

In der KiTa fand heute der erste Elternabend statt. Den anwesenden Eltern wurden die Gruppenumstrukturierungen erklärt. Herr Schnuffkes Gruppe wird demnächst in andere Räume ziehen, außerdem wechselt das Betreuerteam. Ich bin sehr gespannt, wie er das nach der langen Auszeit von der KiTa mitmacht. Während der Zeit unseres Urlaubs sowie in der Woche danach bietet die KiTa nämlich nur eine eingeschränktes Betreuungszeit an (Sommerschließzeit) an. Herr Schnuffke ist somit also fast fünf Wochen aus der KiTa raus.
So ganz optimal läuft das nicht, hoffentlich erwachsen uns daraus keine Probleme. Nochmal Eingewöhnen ist danach nicht möglich, meine Elternzeit endet kurz nach dem Urlaub.

Die Zahl der Pokéstops und Arenen ist innerhalb des Ring-Bereichs mindestens dreimal so hoch wie bei uns in Köpenick. Faszinierend. Dadurch artet das Spiel in Mitte fast schon in Arbeit aus- ständig „muss“ ein Pokémon eingefangen oder ein Pokéstop besucht werden.
Es hat sich aber gelohnt, ich bin schon fast auf Level 10 und habe mein erstes Pokémon auf die dritte Evolutionsstufe weiterentwickeln können (ein Tauboss). Das sollte so langsam auch stark genug für einen ersten Kampf sein.

Und ach ja, direkt an der KiTa ist ein Pokéstop. Was für ein schöner Zufall.

Wir haben Lucifer fertig geguckt. Binnen einer Woche, Sachen gibts. Das war ein netter, seichter Zeitvertreib.

Nach dem Urlaub können wir uns die fünfte Staffel von Game of Thrones vornehmen, die wollten wir eigentlich auch noch gucken.

Was schön war: Ungestört Pokémons fangen- mit Jott und/ oder Herrn Schnuffke zusammen funktioniert das nicht so recht.

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Elternzeit 2016

Journal Dienstag, 19.7.2016

Herr Schnuffke und ich waren heute beim Arzt, des Hustens wegen. Er hat zum Glück noch keine Bronchitis, aber einen ähnlichen Infekt mit viel Schleim und Eiter in seinen Atemwegen.
Der Kindergartenbesuch hat sich daher für diese Woche erledigt. Vielleicht wäre er am Donnerstag wieder fit genug, aber wir möchten ungern das Risiko eingehen das er sich in den zwei Tagen vor dem Urlaub nochmal etwas einfängt.

Hoffentlich helfen ihm die zusätzlichen Tage zu Hause, sich etwas zu erholen. Ein krankes Kind im Urlaub wäre unschön.

Und noch viel hoffentlicher ist das kein Ausblick auf die Zeit nach meiner Elternzeit. Wenn er so oft krank ist, weiß ich nicht wie wir das handhaben sollen.

Wir haben meine Eltern mit dem Magen-Darm-Infekt angesteckt. Meine Mama, die uns am Samstag unterstützt hatte, lag heute flach. Vielleicht bleibt wenigstens mein Papa davon verschont.

Herr Schnuffke hat eine neue, unglaublich nervige Angewohnheit: Ein schrecklich hohes quietschiges Kreischen, das in den Ohren nachklingt. Immer wenn er ungehalten ist- und das ist er momentan unglaublich oft- kreischt er herum und verkündet so seine schlechte Laune. Jott sagte, dass er sich das bei einer Sandkastenfreundin abgeschaut hat. Wenn dem tatsächlich so ist, sieht er dieses Mädchen nie wieder. Wer weiß, was er sich sonst noch anguckt.

Bei Pokémon Go sind sämtliche Arenen in unserer Gegend von Spielern besetzt, die viele, viele Level über mir stehen. Ich frage mich, wie sie so schnell so hochleveln konnten und wie ich in diesen Arenen trainieren soll, wenn ich dafür erst die gegnerischen Pokémon bekämpfen muss. Aber gut, die nächsten zwei Wochen kann mir das eh egal sein- ich glaube nicht, dass es am Nordseestrand Pokémons zu fangen und Duelle auszufechten gibt.

Was schön war: Fernsehgucken mit Jott. Lucifer schaffen wir noch vor dem Urlaub :)