Doofer Bürotag, Kind an Großeltern verkauft, mir ist kalt- ich schnapp mir jetzt was zu lesen und leg mich mit ’ner heißen Zitrone ins Bett.
Autor: herrpaul_
[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 08./09. Oktober 2016 verlinkt.]
Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.
Wir waren heute mit unseren Nachbarn von oben in Karls Erlebnisdorf in Elstal.

Auch wenn es auf diesem Bild nicht so aussieht: Wir hatten Glück mit dem Wetter. Bei Aufbruch und während der Fahrt herrschte strömender Regen, der tatsächlich in dem Moment aufhörte als wir auf den Parkplatz einfuhren. Glück muss der Mensch haben.

Zuerst besuchten wir die Eiszeit und froren bei -10°C. Erster Gedanke bei Betreten der Halle war „*******, ist das kalt“- und das trotz Warmhalte-Poncho, der uns vor dem Betreten empfohlen wurde. Die Sand- und Eisskulpturen waren sehr beeindruckend und wir hätten sie uns bestimmt auch länger angeguckt, wenn wir nicht so gefroren hätten. Herbstklamotten und diese Kälte vertragen sich nicht so wirklich.

Als wir wieder draußen waren, gab es Mittagessen im Burger-Restaurant. Jott und ich aßen je einen Burger, Herr Schnuffke vertilgte mehrere Handvoll Pommes.
Ich war von der Qualität des Burgers überrascht- der war echt gut, das kriegen viele Burgerläden nicht so hin.
Früher™ dachte ich ja immer: „Wer isst denn um dreiviertel Zwölf schon Mittag?!“- jetzt, mit einem Kleinkind, weiß ich es. Wer zwischen sechs und acht Uhr frühstückt, hat eben auch früher wieder Hunger…

Nach’m essen gings Hand in Hand nach draußen…

… zum Trecker fahren (Herr Schnuffke lenkte begeistert)…

… und Tiere bestaunen.
So Ponys und Schafe müssen aus Kleinkindperspektive wirklich Eindruck schinden- sind sie doch ungleich größer als das sie bestaunende Kind. Herr Schnuffke war ganz fasziniert und streichelte sowohl Ponys als auch Schafe begeistert.

Zwischendurch tobten wir herum und hopsten auf einem großen Luftkissen. Das ist großartig, das brauchen wir im Innenhof. In noch größer und noch praller.
Nach einem halben Tag im Erlebnisdorf fuhren wir wieder nach Hause. Herr Schnuffke hing zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön schief in den Seilen im Buggy, im Auto schlief er schnell ein.

Wieder zu Hause entspannten sich Jott und Herr Schnuffke auf der Couch und sahen sich die neusten Snapchat-Filter an. Immer, wenn sie besonders laut lachten, guckte ich nach und machte mit- ansonsten räumte ich etwas auf, denn Jotts Mama, die die nächste Woche bei uns zu Besuch ist, sollte am frühen Abend ankommen.

Zwischen Aufräumen und Snapchat gucken versuche ich, Fehlfunktionen am Laptop meiner Mama zu beheben. Internet über LAN geht nicht, und meine ersten Versuche der Fehlerbehebung sind Software- und Treiberupdates.
Mal gucken, ob ich den Fehler beheben kann- ich bin schon seit Jahren nicht mehr auf Windows unterwegs. Aber im Endeffekt ists ja immer dasselbe: Fehler googlen, Sachen ausprobieren, und dann klappt irgendwas schon.

Weil Jotts Mama es sich nicht hat nehmen lassen, Herrn Schnuffke zu baden und ins Bett zu bringen, kann ich früher als sonst aufräumen und mein Frühstück für morgen vorbereiten. Inzwischen gibt es keine Overnight Oats mehr, sondern Overnight Granolas (auf dem Bild: 80g TK-Himbeeren, 100g Skyr, 5g geschrotete Leinsamen, 5g Agavendicksaft, 80g Granola- und nein, natürlich wiege ich das nicht grammgenau ab, garantiert nicht, und ich bin auch nicht übermäßig erfreut wenn die Grammzahl natürlich nur rein zufällig stimmt…).
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Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.
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Was schön war: Der Schnuffke-Wecker um fünf vor Acht. Und mit Schnuffke-Wecker meine ich das „Lalalala Bababababa Papa Papa Mama papapapapa“.
Journal Samstag, 8.10.2016
In Kurzform, weil müde: Aufstehen, im Bett herumhopsen (Herr Schnuffke), mit der neuen Talerbox (Margarinebüchse mit Schlitz und Pappscheibchen) spielen, Erledigungen machen, Äpfel und Pflaumen beim Obstbauern kaufen, bei meinen Eltern Geburtstag nachfeiern, nach Hause fahren, beim Kind ins Bett bringen einschlafen.









Journal Freitag, 7.10.2016
Große Überraschung heute Nacht: Gegen 4 Uhr wachte ich auf, weil das Babyphone ansprang und nicht so ganz eindeutig identifizierbare Geräusche durchkamen. Es klang nach einem wachen Kind, das aber nicht weinte, sondern eher beschäftigt wirkte.
Aus der Angst heraus, dass Herr Schnuffke aus seinem inzwischen gitterlosen Bett über den Rausfallschutz klettert und fällt, schlich ich also nachsehen. Und tatsächlich: Herr Schnuffke war wach und hatte sich bereits zur Hälfte auf das neben seinem Bett stehende Luftbett (da legen Jott oder ich uns beim Zubettbringen Abends rauf) gezogen. Gut, dass das Bett da steht, und noch besser das ich nachgeschaut hatte- das Luftbett ist höher als Herr Schnuffkes Bett, wenn er da runtergefallen wäre hätte er sich ordentlich wehtun können. Des Schlafsackes wegen ist er nicht ganz so agil wie ohne, das versteht er aber noch nicht.
Ich hab ihn dann rübergeholt und zwischen Jott und mich gelegt, nach fünf Minuten schlief er wieder und wir auch.
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Ich hab mich ja am Mittwoch über den lästigen, ewig langen Einschlaf-Kampf aufgeregt. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille: Sobald Herr Schnuffke am Abend schläft, schläft er erstmal. Wir hatten schon seit längerer Zeit das unverschämte Glück, Abends tatsächlich nicht mehr zu ihm gehen zu müssen weil er wach wird und weint. Das ist total schön.
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Herr Schnuffke mäkelt derzeit am Frühstück herum. Er isst weder sein Kinder-Müsli noch mein Müsli noch warmen Milchreis mit Apfelmus und Zimt. Stattdessen beharrt er seit ein paar Tagen auf „Apa“ (Apfel) und is(s)t erst zufrieden, wenn er mindestens einen halben Apfel gegessen hat.
In der KiTa aß er die Woche morgens ebenfalls kaum etwas, die Brotbüchse kam kaum angetastet nach Hause zurück (außer heute).
Dafür haut er Abends rein wie ein Scheunendrescher und isst mindestens genauso viel wie Jott oder ich.
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Die Haushaltshilfe war heute das zweite Mal da. Bereits die beiden Besuche haben uns unglaublich viel Arbeit abgenommen und tragen erheblich zu unserer Entspannung bei. Ich hoffe, sie bleibt uns noch eine Weile erhalten.
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Weil wir das Wochenende nur Morgens und Abends zu Hause sein werden, bestellten wir gestern Abend erstmals beim neuen Kaufland-Lieferservice. Der liefert seit Donnerstag in Berlin Lebensmitteleinkäufe aus, wir gehören also zu den Versuchskaninchen.
Eigentlich wollten wir, wie immer, bei Rewe bestellen- deren Lieferservice kennen wir, das ist ’ne solide Sache und eigentlich immer ganz gut. Donnerstag Abend allerdings war mindestens die Hälfte der von uns benötigten Artikel nicht vorrätig, sodass wir nicht über den Mindestbestellwert kamen. Da erinnerte ich mich an die Kaufland-Lieferautos, die ich in der vergangenen Woche mehrmals sah, und so kam es eben über einiges Recherchieren zur Kaufland-Bestellung.
Laut Jott lief es gut, der Kaufland-Liefermensch war zuvorkommender als der Rewe-Liefermensch, trug Jott die Taschen in die Küche und nahm außerdem noch die Pfandflaschen mit- beides wird bei einer Rewe-Lieferung nicht gemacht.
Preislich ist Kaufland etwas günstiger als Rewe, die Eigenmarken machens. Auch ein Pluspunkt.
Da die ersten drei Bestellungen bei Kaufland kostenlos geliefert werden, probieren wir das noch mindestens zwei Mal aus. Mal gucken, ob es wieder so gut läuft.
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Im Büro war es heute etwas chaotisch: Deadlines, spontan abgesagte Meetings, überraschende Telefonate… Nicht schön und einer guten Entwicklungsarbeit nicht zuträglich.
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Die ständige Einbeziehung Herrn Schnuffkes in alle möglichen Tätigkeiten in der KiTa und zu Hause bewirkt, dass er erstaunlich selbstständig ist und im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viel allein oder zumindest mit nur wenig Hilfe erledigen kann. Er hält seine Windel beim Wickeln, zieht sich selbst an und aus (Schuhe, Socken, Jacken, die Hosen kann er runter und hoch ziehen), läuft auf Bitten hin in die entsprechenden Räume, kann sich die Hände waschen und Dinge und Sachen wegräumen.
Das macht vieles einfacher, und ich habe das Gefühl das ihm das sehr viel Spaß bereitet und Befriedigung verschafft.
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Was schön war: Zusammen mit Jott Gotham gucken und die Ruhe genießen.
Journal Donnerstag, 6.10.2016
Herr Schnuffke wurde in der KiTa von einem anderen Kind in den Zeigefinger der rechten Hand gebissen. Offenbar so böse, dass die Erzieherinnen einschreiten (trösten, kühlen) mussten und ein Eintrag ins Unfallbuch der Gruppe notwendig war.
Der Finger ist noch leicht gerötet, Herr Schnuffke hat aber anscheinend keine Schmerzen- er bewegt den Finger ganz normal und lässt ihn auch anfassen und begutachten.
Morgen werde ich auf die Herausgabe des Namens des Beißer-Kindes drängen UND GRAUSAME RACHE FÜR DEN ANGEKNABBERTEN ZEIGEFINGER MEINES KLEINEN UNSCHULDIGEN BABYS NEHMEN.
Eventuell übertreibe ich etwas. Aber nur eventuell.
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Jott war wieder beim Frauenarzt. Die Zwillinge sind mopsfidel, groß und schwer und eifern ihrem Bruder Herrn Schnuffke nach. Der war während der Schwangerschaft auch mopsfidel, groß und schwer und kam am Ende mit 4000g auf 56cm zur Welt.
Jott ist etwas beunruhigt, sie sieht sich schon in Schwangerschaftswoche 38 mit zwei vier Kilo schweren Kindern im Bauch auf die Geburtseinleitung warten.
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Wir konnten Herrn Schnuffkes Kinderwagen losschlagen. Wir brauchen ihn ja nicht mehr, für die Zwillinge kaufen wir einen Zwillingskinderwagen.
Der „alte“ Kinderwagen (anderthalb Jahre alt, sogar noch mit Garantie) war seit einigen Wochen bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt, wurde aber trotz Preisreduzierung nicht gekauft. Heute Vormittag kontaktierte jemand Jott, kam am Nachmittag vorbei und kaufte den Kinderwagen.
Was lange währt, wird gut- endlich steht das Ding nicht mehr im Wohnzimmer.
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In der KiTa fand der erste Elternabend statt. Es wurde aus dem KiTa-Alltag der Gruppe berichtet (die Kinder essen und schlafen die meiste Zeit), über die pädagogischen Ziele informiert (hauptsächlich die Anleitung zur Selbstständigkeit), Elternvertreter und Kassenwart gewählt (ich bins nicht) und Organisatorisches geklärt (keine Lebensmittel für die Gruppe mitbringen, die eine ununterbrochene Kühlkette erfordern; an Geburtstagen dürfen die Eltern ruhig Deko- KEIN! Konfetti- mitbringen; es gibt ein Kind dessen Nahrung halal sein sollte und ein Kind, das sich vegetarisch ernährt, weswegen idealerweise mitgebrachte Speisen kein Schweinefleisch/ Gelatine/ etc. enthalten und noch idealererweise rein pflanzlich sind; und noch einiges mehr).
Das war insgesamt spannend, interessant und vor allem kurz und prägnant gehalten. Nach nicht ganz einer Stunde war der Elternabend vorbei und ich konnte nach Hause zu Jott und Herrn Schnuffke (wurde heute nochmal von meiner Mama abgeholt) fahren.
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Gestern war erstmalig die Haushaltshilfe hier und ging Jott zur Hand. Jott ist zufrieden, ich demzufolge auch.
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Was schön war: Herr Schnuffke schlief heute bereits nach einer halben Stunde. Das Herumzappeln und Drehen hielt sich einigermaßen in Grenzen.
[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]
Wir schlafen lange, nämlich bis halb Sieben. Weil am heutigen Abend ein verpflichtendes Meeting in der Agentur stattfindet, habe ich beschlossen später loszufahren. Daher können wir alle etwas länger schlafen, und Herr Schnuffke und ich können uns entspannt fertig machen und müssen uns nicht beeilen um in die KiTa/ ins Büro zu kommen.
Beim Frühstück mäkelt Herr Schnuffke eine ganze Weile rum, er isst letztlich den Kanten von Jotts Kürbisbrot- ohne Belag, ohne alles. Nach dem Frühstück putze ich ihm die Zähne, das funktioniert inzwischen auch halbwegs gut. Wir üben spielerisch das Zeigen der Zähne, damit die Putzerei für Jott und mich einfacher wird.
Kurz nach Acht fahren Herr Schnuffke und ich los. Während Herr Schnuffke schön dick eingepackt ist, friere ich etwas- es sind nur 11°C, die Pulloverjacke reicht nicht aus.
Kurz vor Neun kommen wir in der KiTa an. Herr Schnuffke zieht sich größtenteils selbst aus, ich helfe nur noch bei Kleinigkeiten. Danach läuft er freudestrahlend und seine Frühstücksdose vor sich hertragend an den Frühstückstisch im Gruppenraum und würdigt mich keines Blickes mehr. Treuloses Kind.
Nach Einweisung der Erzieherinnen in die Abholmodalitäten- auf Grund des Agenturmeetings am Abend holt ihn heute wieder meine Mama ab- laufe ich weiter ins Büro.
Dort angekommen, bespreche ich mit einem Kollegen das „kleine“ Projekt, an dem wir seit der letzten Woche arbeiten und in das immer mehr Änderungswünsche und neue Inhalte einfließen. Als wir fertig sind, eile ich zum täglichen Statusmeeting der Projektmanager meines Projektverbundes und nehme danach am täglichen Statusmeeting des gesamten Teams teil.
Als wir damit fertig sind, bespreche ich mit zwei Kollegen einige Details zu meiner Ausbildertätigkeit. Das zieht sich auf Grund einiger Unklarheiten, die wir aber alle ausräumen können.
Mittlerweile ist es 11 Uhr. Ich arbeite nun ToDos von meiner Liste ab, kläre Sachverhalte zu neuen Anforderungen/ Fehlermeldungen unserer Kunden und organisiere die Bearbeitung mehrerer dieser Anforderungen/ Fehlermeldungen. Zwischendurch telefoniere ich mit einer unserer Ansprechpartnerinnen beim Kunden und kann sie von der Optimierbarkeit bestimmter Teilaspekte eines von uns betreuten Websiteprojekts überzeugen. Mit meiner Teamleiterin bespreche ich danach, wie ich diese Optimierungen intern richtig vorantreiben kann.
Danach erledige ich viel organisatorischen Kleinkram, und dann ist es mit einem Mal ~13:15 Uhr und ich habe Hunger. Heute gibts Reste vom Chili con Carne vom Sonntag.
Nach dem Mittag arbeite ich weiter an dem „kleinen“ Projekt, das ich heute morgen mit meinem Kollegen besprochen habe, und projektmanage für andere Projekte im Wechsel. So vergeht die Zeit bis zum großen Agenturmeeting um 17 Uhr.
In diesem Meeting finden sowohl ein Rückblick auf das letzte Quartal statt als auch ein Ausblick auf das kommende Quartal. Gegen 18 Uhr ist alles besprochen und es gibt Flammkuchen für alle- perfekt zur Abendbrotzeit.
Als mein Hunger gestillt ist, mache ich mich gegen 18:30 Uhr auf den Heimweg. Ich laufe durch Nieselregen zum Alex, steige in die S-Bahn und fahre den restlichen Weg nach Köpenick. Ich habe Glück, sowohl am Alex als auch am Ostkreuz muss ich nicht auf die S-Bahn warten.
Zu Hause bringt Jott Herrn Schnuffke ins Bett. Ich biete mich an, das zu übernehmen. Zusammen legen wir uns hin. Dann findet das Kind nicht in den Schlaf und dreht sich eine geschlagene Stunde von links nach rechts, krabbelt mir am Arm herum, schreckt wiederholt hoch und schläft einfach nicht ein. Nach der besagten Stunde, es ist so gegen 20:30 Uhr, habe ich keine Lust mehr und übergebe an Jott. Noch geht das ja.
Danach: Krimskrams im Haushalt machen, die heute angekommene Kindernotfallbox begutachten und das beigelegte Infoheftchen lesen, mit Jott erzählen, Blogbeitrag schreiben.
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Was schön war: Der entspannte morgendliche Ablauf. Nicht das es sonst superstressig ist, aber wenn man weiß das es nicht auf eine halbe Stunde ankommt macht das schon mehr Spaß.
Journal Dienstag, 4.10.2016
Manchmal macht mich das Kind wahnsinnig. So auch in der Nacht zu heute. Als Jott und ich nämlich gerade zu Bett gehen wollten, wachte Herr Schnuffke auf und wurde von mir in unser Bett geholt. Dort gings dann los: Er drehte sich alle Nase lang, wälzte sich von Jott zu mir und wieder zurück, versuchte seine Hände unter uns zu stecken und betatschte, krabbelte und kniff unsere Arme.
Jott ist da sehr duldsam, mich macht es wahnsinnig. Ich finde diese Angewohnheit furchtbar nervig, und wenn ich müde bin und schlafen möchte umso mehr. Es gibt nämlich kein wirkliches Mittel dagegen, das Rumgefummel hört erst auf wenn Herr Schnuffke eingeschlafen ist. Und das dauert natürlich, weil er sich durchs drehen, wälzen und anfassen selbst wach hält und nicht in den Schlaf findet.
Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und bin ins Wohnzimmer ausgewichen- allein, Jott wollte Herrn Schnuffke nach der langen Trennung bei sich behalten. Ich war nicht sonderlich traurig drüber.
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Wieder emsiges Arbeiten im Büro, nur unterbrochen von einem sehr langen Telefonat mit einem unserer Kunden sowie der anschließenden Nachbearbeitung des Telefonats. Irre, wie fix anderthalb Stunden vergehen können.
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Dienstag ist im Büro Meeting-Tag, der letzte Termin endet normalerweise 17 Uhr, sodass ich erst zwischen 17:15 Uhr und 17:30 Uhr aus dem Büro komme. Damit Herr Schnuffke am Dienstag nicht so ewig lange in der KiTa ist, wird ihn in Zukunft meine Mama abholen und zu Jott bringen. So muss ich nicht aus dem Büro hetzen, Herr Schnuffke sieht seine Großmutter regelmäßig und kann zur normalen Abholzeit mit ihr nach Hause fahren.
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Ich habe vor, die Zwillinge nach Möglichkeit viel zu tragen. Leider scheint der Markt für Zwillingstragen sehr überschaubar zu sein. Wobei „überschaubar“ schon arg euphemistisch ist- ich fand nur eine einzige Trage. Und zu der steht in den meisten Reviews, dass sie nur für kleine Kinder bzw. wenige Wochen nach der Geburt hilfreich war, weil die Gewichtsverteilung ungünstig und die Schultergurte zu dünn sind.
Die meisten Zwillingstrageeltern benutzen Tücher oder Slings, und das ist absolutes Neuland für mich. Ich hatte eigentlich gehofft, wieder sowas tolles wie die Bondolino zu finden, aber scheinbar gibt es die nicht für Zwillinge.
Ich bin nun am Überlegen, ob ich nicht einfach mal eine Trageberatung mitmache und je nach Ergebnis Tücher ausprobiere. Bislang schreckt mich nämlich die Wickeltechnik, vielleicht kann die Trageberatung die ja ausräumen.
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Die Namensfindung für die Zwillinge macht Fortschritte. Mittlerweile sind wir bei ~20 Namen pro Geschlecht gelandet, die Listen werden überschaubarer.
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Ich wünschte, das ganze Jahr wäre ein Wetter wie heute. Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite: 15°C, ein bisschen Wind, Sonne und Wolken im Wechsel. Total toll.
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Heute gern gelesen: Den Kiezneurotiker zur Frauenquote beim Firmenfußballturnier und Anke Gröners Fangirl-Beitrag zu YouTuber Casey Neistat (mit den Videos bin ich allerdings noch nicht durch).
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Was schön war: Von der Geburt des kleinen Frischlings lesen. Alles Gute, lieber ben_!
Journal Montag, 3.10.2016
So ein zusätzlicher freier Tag ist schon toll. Wir nutzten die Zeit, um entspannt und in Ruhe Kuchen und Brot zu backen, Granola zusammenzumischen, im Kinderzimmer nochmal zu streichen, die Wohnung flott zu machen und nochmal die Füße hochzulegen.
Am Nachmittag brachten meine Eltern Herrn Schnuffke zurück zu uns und blieben noch auf Kaffee und Kuchen, bevor sie wieder nach Hause fuhren.
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Zum Glück ist der September vorbei. Finanziell gesehen war es nämlich hart: Im August gab es kein Elterngeld mehr, sodass das halbe reguläre Gehalt aus dem August für einen vollen Monat reichen musste. Sparkonto/ meinen Rücklagen sei Dank funktionierte das, aber mit dem vollen Gehalt ists doch einfacher.
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Was schön war: Mit Herrn Schnuffke und Jott rumalbern.
[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 01./02. Oktober 2016 verlinkt.]
Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Nach Ausschlafen und Frühstück bereite ich Chili con Carne für das Abendessen zu. Jott hat sich das fürs Wochenende gewünscht, daher gibt es das heute. Beim Kochen muss ich nur darauf achten, nicht zu scharf zu würzen, Jott ist da etwas empfindlich. Es gelingt mir aber, als sie kostet findet sie es genau richtig.

Während das Chili vor sich hin köchelt, prüfe ich, ob die Stockflecken auf der Tapete im Kinderzimmer tatsächlich Stockflecken sind oder aber Schimmel. Wir haben Glück, es sind wirklich nur Stockflecken. Herrn Schnuffkes Husten in der letzten Woche scheint also auf Grund der Erkältung so schlimm zu sein und nicht wegen eventueller Schimmelsporen.
Zusätzlich entferne ich die schmalen Streifen Tapete neben dem Fenster. Dort werde ich mit Spezialfarbe für Bad und Küche, die schimmelvorbeugend sein soll, streichen.

Nachdem die Arbeiten im Kinderzimmer abgeschlossen sind, fahren wir zu Freunden nach Friedrichshain, die vor drei Wochen ein Baby bekommen haben. Wir essen fantastischen Käsekuchen, bestaunen ein zuckersüßes kleines Mädchen und erzählen viel.
Ich darf das Baby auch mal halten, das ist ein komisches Gefühl. So klein und so zart… Außerdem weiß ich schon gar nicht mehr, wie ich so ein Baby richtig halten soll, das ist schon wieder so lange her bei Herrn Schnuffke. Zum Glück schläft die kleine Maus in meinen Armen ganz ruhig.
Am frühen Abend fahren wir durch den Sonnenuntergang zurück nach Hause. Während Jott uns durch die sich leerenden Straßen steuert, …

… kann ich ein, zwei Kitschfotos machen.

Zu Hause gibts das Chili, dann gucken wir als Tagesausklang Das erstaunliche Leben des Walter Mitty.
Journal Samstag, 1.10.2016
HALB ZEHN. Ich schlief heute bis halb Zehn. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt so lange geschlafen habe. Nach dem Aufstehen musste ich mich zwar einmal auseinanderfalten und recken und strecken, weil ich das lange Liegen nicht mehr gewohnt bin, aber hey, nach fast zehn Stunden Schlaf ist da schon ok.

Nach Duschen und Fertigstellung des Einkaufszettels- weiterhin virtuell, wie auf dem Bild zu sehen- gehe ich Einkaufen. Ohne Herrn Schnuffke, der mir im Laden alle Einkäufe in den Wagen packt, ist das sehr viel umständlicher. So ein Kind ist schon echt praktisch.
Zurück zu Hause- so gegen halb Zwölf- frühstücken wir und besprechen den Tag. Wir wollen heute zum einen Autos angucken und zum anderen am Nachmittag auf einem Zwillingsflohmarkt in Steglitz gehen.

Bei unserem Auto zeigt Jott neue Lackkratzer. Vor kurzem ist scheinbar wieder jemand gegen unser Auto gefahren- und natürlich abgehauen. Die Kratzer sind zwar nur klein, aber es ist trotzdem ärgerlich. Mit ein bisschen Glück brauchen wir die Stellen lediglich mit einem Lackstift zu übermalen, damit der Schaden zumindest optisch behoben wird.

Wir schauen uns heute die Siebensitzer von verschiedenen Autoherstellern an. Über kurz oder lang werden wir vermutlich ein neues, größeres Auto benötigen, und da kann es nicht schaden sich mal anzugucken was es auf dem Markt gibt.

Danach gehts über die Stadtautobahn nach Steglitz. 15 Uhr soll der Zwillingsflohmarkt losgehen, doch als wir kurz nach 14:30 Uhr eintreffen, herrscht schon reges Treiben. Wir essen Kuchen und schauen uns danach die einzelnen Stände an.
Das Angebot ist hauptsächlich auf Bekleidung für eineiige Zwillinge ausgerichtet, es gibt unglaublich viel im Doppelpack. Und leider hauptsächlich schön unterteilt in Jungen oder Mädchen. Neutrale Sachen gibt es kaum.

Da wir, was Bekleidung anbelangt, schon ganz gut aufgestellt sind und eher nach anderen nützlichen Sachen (z.B. Fußsäcken für den Maxi Cosi, Überzüge für den Kinderwagen) suchten, sind wir recht schnell wieder draußen. Eine Kleinigkeit kauften wir trotzdem: Zwei wunderschöne Strickjacken in 74 und weder in hellblau noch in rosa.

Auf der Rückfahrt besorgen wir im Forum Köpenick den restlichen Kram, den wir brauchen, und fahren anschließend nach Hause. Als wir ankommen, haben wir beide Hunger und bereiten unser Abendessen, Blumenkohlgratin, zu.

Beim Einkaufen schlug ich bei den True Fruits Smoothies zu. Eine Kollegin von mir schwört darauf, und da sie im Angebot waren, suchte ich mir von jeder Sorte einen aus.
Den roten teilen Jott und ich uns als Appetitanreger vor dem Abendessen. Er schmeckt ganz gut, nur der enthaltene Sellerie trifft nicht unbedingt unseren Geschmack.

Nach dem Abendessen ist noch Zeit für einige Partien Hearthstone. Nachdem ich vier oder fünf Mal verloren habe, vergeht mir die Lust und wir planen die weitere Abendgestaltung. Da wir beide einen entspannten Abend auf der Couch wünschen, durchsuchen wir die Amazon-Videothek und landen schließlich bei…

… Warcraft – The Beginning. Popcornkino und ein guter Tagesausklang.