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Journal Montag, 26.9.2016

Der Vorteil an einer KiTa, die in Arbeitsplatznähe liegt: Keine langen Extra-Wege.
Der Nachteil: Wenn man nicht arbeiten geht, muss man doppelt fahren. So auch ich heute. Ich brachte nach dem Aufstehen Herrn Schnuffke in die KiTa, fuhr zurück, aß eine Kleinigkeit, schlief komatös, holte Herrn Schnuffke wieder aus der KiTa ab und fuhr mit ihm nach Hause. Die Unterwegs-Zeit belief sich heute also auf gute viereinhalb Stunden, das haut schon ganz schön rein mit so einem abschwellenden Magen-Darm-Infekt.
Immerhin konnte ich heute wieder halbwegs normal essen und trinken und eben auch eine längere Schlafpause am Tag einlegen, das hilft ja ungemein.

Jetzt trotzdem früher ins Bett.

Was schön war: Herr Schnuffke, wie er heute morgen „Papa? Papa? Papa?“ rufend durch die Wohnung irrte, weil er mich unbedingt sehen wollte.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 25.9.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 24./25. September 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Wieder eine ruhige Nacht. Zumindest, nachdem Herr Schnuffke und ich ins Wohnzimmer umgezogen sind. Jott ist immer noch ordentlich angeschlagen und kann nicht schlafen, während das Kind ihr heiß in den Nacken atmet und sie im Schlaf piekst und bufft.

Im Wohnzimmer werde ich halb Acht von Kinderlachen geweckt. Herr Schnuffke findet den Anblick seines schlafenden Papas offenbar witzig.
Nach dem ausgiebigen Sonntagsfrühstück spielen Jott und ihre Freundin im Wohnzimmer mit Herrn Schnuffke.

Gulasch

Ich bereite das Mittagessen vor. Es gibt heute Gulasch mit Spätzle. Für mich ists eine Premiere- ich habe noch nie Gulasch gemacht.
Jott, ihre Freundin und Herr Schnuffke gehen derweil in den Innenhof, so kann ich in Ruhe kochen und schaffe es nebenbei sogar noch, ein bisschen zu lesen.

Weihnachtsjoghurt

Nachdem wir Jotts Freundin verabschiedet haben, essen Herr Schnuffke und ich Mittagessen. Zum Nachtisch essen wir Joghurt aus dem Saisonbecher von Lobetaler Bio. Deren Joghurts kann ich uneingeschränkt empfehlen, die schmecken immer super.

Jott hat sich hingelegt, sie hat mit den Folgen des Magen-Darm-Infekts zu geben. Um ihr Ruhe zu gönnen, verlassen Herr Schnuffke und ich das Haus.

03-kastanie

Unterwegs sammeln wir eine Kastanie. Wobei sammeln das falsche Wort ist: Die Kastanie hängt halb geöffnet am Baum, zusammen mit hunderten ihrer Artgenossen- die allerdings noch komplett verschlossen sind.

04-nashorn

An einem Ahorn kommen wir auch vorbei und ich verwandle mich in ein Nashorn. Herr Schnuffke findet den Anblick gruselig und weint fast. Erst, als ich das Ahorndingsi abmache, beruhigt er sich.

Entenpublikum

Wir laufen, wie fast immer, zum Spielplatz am Spreetunnel am Müggelsee. Herr Schnuffke läuft vor Entenpublikum auf und ab…

Trampolin

… hüpft auf in den Boden eingelassenen Trampolinen, balanciert über aufgespannte Taue und vertilgt mit mir je ein Stück von Jotts Kirsch-Marzipanstreusel-Kuchen.

Nach Hause

Nach ein paar Stunden auf dem Spielplatz sind wir beide müde und k.o. und fahren nach Hause zurück.

Nach Baden und Abendessen meldet sich bei mir der Magen-Darm-Infekt. Mist.

Was schön war: Ein Nachmittag auf dem Spielplatz mit Herrn Schnuffke. Anstrengend, aber schön.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 24.9.2016

Ein Standard-Samstag, zumindest bis zum Mittag. Jott wurde von einer langjährigen Freundin aus Leipzig besucht und war ab 13 Uhr außer Haus. Die Kindsbetreuung oblag bis zum Abend mir.

Die beiden letzten Wochenenden fotografisch festzuhalten hat Spaß gemacht und viele schöne Bilder hervorgebracht, sowohl fürs Blog als auch für das private Fotoalbum. Die Teilnahme an der Wochenende-in-Bildern-Aktion ist ein guter Antrieb.

Zum Bäcker, Kameraden
Der Tag startet etwas früher als wir es gern hätten. Dreiviertel Sieben sind Herr Schnuffke und ich auf der Jagd dem Weg zum Bäcker. Weil er quengelt, bekommt er bereits auf dem Rückweg ein Cranberry-Brötchen, ist daher zum Frühstück schon satt und zappelt herum.

Die Herzdame backt

Unsere eigene Version von „Die Herzdame backt„. Gekennzeichnet durch mangelnde Ausleuchtung und fehlende hübsche Kleider, aber mit mindestens genauso tollen Ergebnissen. Jott backt nach dem Frühstück einen Kirsch-Marzipanstreusel-Kuchen für das Wochenende, ich beschäftige Herrn Schnuffke.

Auto Auto Auto

Während ich Duschen bin, passt Jott auf ihn auf, aber leider nicht auf die Autos. Ich muss daher, mit Taschenlampe und Nudellöffel bewaffnet, erst einmal eine Rettungsaktion starten.
Unter dem Sofa ist übrigens niemand gestorben und zu Staub gefallen- das ist der normale Altbaustaub nach ungefähr drei Monaten.

Nachdem alle Autos gerettet sind, gehen Herr Schnuffke und ich einkaufen…

Feigen

… und bringen Feigen mit. Zehn Stück konnte ich ergattern, das ist einer der Vorteile wenn wir frühzeitig zum Einkauf loskommen. Zwei von Zehn gibts als Vorspeise, während Jott das Mittagessen vorbereitet.

Statt eines Einkaufszettels kam heute die Bring-App zum Einsatz. Die App funktionier super, aber mich stört, dass ich während des ganzen Einkaufs das Handy vor der Nase habe.
Aber vielleicht muss ich mich einfach nur umgewöhnen.

Aus Tief und Kühl

Es gibt Reis mit Scheiß. Jott hatte alle angebrochenen Tiefkühlpackungen vergemüst verwurstet. Der „Scheiß“ besteht unter anderem aus grünen Bohnen, Brokkoli, Blumenkohl und Möhren.

Nach dem Essen versuche ich, Herrn Schnuffke zu einem Mittagschlaf zu überreden. Leider mit mäßigen Erfolg: Während ich im Bett sitze, krabbelt er 20 Minuten lang um mich herum und freut sich. Als ich mir die Sinnlosigkeit meines Unterfangens eingestehe, schnappe ich mir das protestierende Kind- 20 Minuten um Papa krabbeln waren offenbar nicht genug-, verabschiede Jott und räume zusammen mit Herrn Schnuffke die Küche auf.

Spielstunde

Seine Hilfe besteht vor allem darin, mir nicht im Weg zu sitzen, stehen oder liegen. Das macht er auch ganz gut.
Nach’m Aufräumen gehen wir erneut einkaufen. Heute Vormittag bei Netto gab es nicht alles was wir brauchen, also müssen wir nun zu Denns, zum Fleischer, zu Rewe und zu DM.
Vielleicht wäre es doch schlauer, zu Kaufland o.ä. zu gehen und dort in einem Rutsch alles zu kaufen.

Kleiner Helfer

Beim Veräumen der Einkäufe hilft Herr Schnuffke fleißig mit. Auf meine Bitte hin trägt er Deo-Stick und Flüssigseife ins Badezimmer und große Taschentücher ins Kinderzimmer. Ich bin überrascht, wie gut er das macht und das er tatsächlich versteht, wenn ich sage „Kannst Du bitte das Deo ins Badezimmer bringen“.

Dann gibts Kaffee (für mich) und Kuchen (für mich und ihn), wir laufen noch ein wenig durch die Wohnung und gehen schließlich nochmal spazieren.
Auf dem Rückweg vom Bäcker haben wir Kastanien gesammelt, nun gehen wir Eicheln sammeln.

Eicheln

Großer Junge

Herr Schnuffke ist Feuer und Flamme. Wir bewegen uns mit einer Geschwindigkeit von 20m/h fort, weil er die größte Zeit mit dem Auflesen und in den Wagen legen von Eicheln beschäftigt ist. Wir sind daher ziemlich lange unterwegs, kommen aber nur eine S-Bahn-Station weit.

Abendessen

Als wir wieder zu Hause ankommen, sind Jott und ihre Freundin bereits da. Ich bereite Abendessen für uns alle vor, bringe das Kind ins Bett und räume auf.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Herr Schnuffkes Kotzerei am Donnerstag hat anscheinend doch nicht am verdorbenen Magen oder einer Lebensmittelunverträglichkeit gelegen. Jott ließ sich am heutigen Abend mehrmals ihr Essen erneut durch den Kopf gehen.
Die nächsten 24 Stunden werden spannend.

Herr Schnuffke ist seit gestern schwer verletzt. Er hat sich beim Herumpulen im Mund auf den Finger gebissen, dabei ein wenig Haut abgefetzt und hält nun wiederholt den Finger hoch und erheischt Aufmerksamkeit tut seinen Schmerz kund.

Nochmal Herr Schnuffke: Er kann auf seine Körperteile zeigen, wenn wir ihn fragen wo sie sind! Das sieht so aus: Ich frage „Herr Schnuffke, wo ist Deine Nase?“ und dann zeigt er auf seine Nase. Und das funktioniert mit einer ganzen Reihe von Körperteilen.

Was schön war: Der Moment, als ich mich Abends nach getaner Arbeit an den Rechner setzen konnte.

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Journal Freitag, 23.9.2016

Herr Schnuffke schlief tief und fest in der Nacht und übergab sich nicht. Die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen erwiesen sich also glücklicherweise als unnötig.
Vermutlich hat sich Herr Schnuffke am Mittwoch Abend oder Donnerstag Morgen also „nur“ den Magen verdorben.

Auf der Fahrt in die KiTa vermisste Herr Schnuffke Murmel und Pferdinand dann doch. Wir hatten die beiden heute testweise zu Hause gelassen. Es gab zwar weder Tränen noch Geschrei, aber sehr eindeutig auffordernde Handbewegungen in Richtung Ablage, auf der Murmel und Pferdinand immer sitzen.
Am Montag sind sie wieder dabei.

Herr Schnuffke hat ein neues Hobby: Er hängt kopfüber aus dem Buggy raus und sieht die Welt verkehrt herum an. Das bietet mir die Möglichkeit, zum einen seine Zähne im Oberkiefer zu bewundern, und zum anderen ihn am Kinn zu kitzeln. Ein großer Spaß.

Ein etwas chaotischer Tag im Büro. Es begann nach dem morgendlichen Statusmeeting. Eigentlich war der Plan, einen der ToDo-Listen-Einträge zu bearbeiten. Kaum damit angefangen, klingelte das Telefon, einer unserer Ansprechpartner beim Kunden war dran. Also erstmal telefoniert, dann aufgelegt, das Telefon in die Ladeschale gesteckt, die Ergebnisse des Telefonats notiert, kurz an den ToDo-Listen-Eintrag gedacht und ZACK, klingelte es wieder. Ein anderer Ansprechpartner beim gleichen Kunden. Der meldete eine Fehlfunktion, die sich aber sehr schnell als Fehler auf Kundenseite erwies und nur von deren Systemadministratoren bearbeitet werden konnte. Auch hier: Aufgelegt, Telefon in die Ladeschale gesteckt- nein, soweit kam ich gar nicht. Ich hatte das Ding noch in der Hand, als es erneut klingelte und wieder der erste Ansprechpartner dran war.
Nach diesem Telefonat fand mein monatliches Feedbackgespräch statt (Tenor: Ich leiste gute Arbeit und alle sind zufrieden mit mir, das höre ich sehr gern), und danach konnte ich mich ENDLICH dem ToDo-Listen-Eintrag widmen. Zumindest eine halbe Stunde, dann war es Zeit für die Mittagspause.
Und als ich aus der zurück kam, rief nochmal der allererste Gesprächspartner vom Vormittag an und hatte eher schlechte Nachrichten, die ein sofortiges Umschwenken und interne Absprachen bedeuteten.
Und so ging das weiter.

Wirklich Ruhe hatte ich erst am Abend im Home Office. Da konnte ich endlich das machen, was ich mir am Vormittag vorgenommen hatte, und versackte dabei auch prompt. Wenn ich denn dann mal konzentriert bin und rumtüfteln kann…

Was schön war: Herrn Schnuffkes Sitztanz im Buggy, als wir am Bahnhof Friedrichstraße vorbei kamen. Die Sprachnachricht vom zweijährigen Sohn unserer Nachbarn, der gern mit Herrn Schnuffke auf Karls Erdbeerhof fahren möchte: „Herr Schnuffke… Herr Schnuffke… ERDBEERHOF!“ Lustig durch die KiTa laufen mit Herrn Schnuffke: Wir beide watschelnd und stampfend und trampelnd und schnaufend und schnaubend und lachend und zur Erheiterung von Eltern und Erziehern beitragend.

Heute war ein guter Tag.

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Journal Donnerstag, 22.9.2016

Jott war gestern beim Frauenarzt. Den Zwillingen geht es gut: Sie sind altersgerecht entwickelt und putzmunter. SIE liegt etwas weiter unten und auch mit dem Kopf nach unten und wird bei einer natürlichen Geburt zuerst zur Welt kommen, ER hat sich innerhalb der letzten beiden Wochen gedreht und liegt wieder mit dem Kopf nach oben.

Wir haben Herrn Schnuffke zur besseren Eingewöhnung in die KiTa Pferdinand und Murmel mitgegeben. Als „Anker“, so nannte ich es- die beiden begleiten ihn durch den kompletten Tag. So hatte er immer seine vertrauten Kuscheltiere bei sich, ob er nun zu Hause war oder in der KiTa. Herr Schnuffke nahm das auch dankbar an und lief die meiste Zeit mit Pferdinand in der einen und Murmel in der anderen Hand herum. Wenn sie nicht da waren, suchte er sie und verlangte nach ihnen.

Seit ein paar Tagen ist es damit vorbei- er kuschelt gern mit ihnen, aber sie sind nicht mehr essentiell wichtig. Er kommt inzwischen ohne die beiden klar. Auf dem Weg in die KiTa verbringen sie die meiste Zeit in der Ablage, und in der KiTa warten sie in der Garderobe auf Herrn Schnuffke.

Beim Abholen erhielt ich Informationen zum Schlafverhalten von Herrn Schnuffke, die mich umwarfen. Scheinbar ist das Kind, das fast jeden Abend lange gegen das Einschlafen kämpft, beim Mittagschlaf in der KiTa ein Lämmchen. Eine Erzieherin berichtete heute, dass er normalerweise innerhalb weniger Minuten schläft. Kein K(r)ampf, kein ewiges herumdrehen, kein wegkrabbeln, nein. Er legt sich hin, dreht sich in Position und schläft ein.
Wir müssen wohl Abends mal ein ernstes Wörtchen mit ihm reden.

Wir hatten heute Nachmittag einen Termin bei einer KiTa umme Ecke, in die Herr Schnuffke und die Zwillinge ab dem Spätsommer des nächsten Jahres gehen sollte. Um einen möglichst guten Eindruck zu machen, tauchten wir dort zu dritt auf. Beinahe der erste Satz der KiTa-Leiterin war „Machen Sie sich keine Hoffnungen, eigentlich sind wir auf Grund der vielen Geschwisterkinder schon für 2017 voll.“. Yay! Wir halten unsere Anmeldung aktiv und hoffen. Mit drei Kindern möchte ich nämlich eher ungern durch die Stadt gurken.

Auf der Fahrt zum Termin erbrach sich Herr Schnuffke in der S-Bahn. Einfach so. Mir nichts, dir nichts. In der einen Sekunde zeigte er auf irgendwas, und in der nächsten bespuckte er sich, den Buggy und die Bahn. Zum Glück haben wir immer Taschentücher und Feuchttücher dabei, so dass die Reinigung schnell von der Hand ging. Ich habe trotzdem Blut und Wasser geschwitzt, das war eine eher unschöne Situation. Herrn Schnuffke schien sie allerdings nicht nachhaltig beeindruckt zu haben, nur wenige Minuten später lachte und freute er sich als ob nichts gewesen war.

Nach dem Termin in der KiTa wollten wir eigentlich zur Sommerparty der Firma einer Bekannten fahren. Auf dem Weg dorthin machte uns Herr Schnuffke allerdings einen Strich durch die Rechnung: Er erbrach sich erneut in der Bahn. Also stiegen wir aus, fuhren nach Hause und bepuschelten das Kind. Fieber hat er nicht, er verhält sich auch ganz normal. Es könnte also alles gut sein, wenn nicht jeder kleine Krümel Nahrung erbrochen würde.

Was schön war: Zeit vertrödeln am Abend dank eines halben Urlaubstages.

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Journal Mittwoch, 21.9.2016

Während Herr Schnuffke gestern in der KiTa sehr anhänglich war und viel an der Hand herumgeführt werden musste, war er heute sehr entdeckungslustig und versuchte sich beim Abholen mit einem Bobby Car fortzubewegen. Wie so ein großes Kind.

Dazu passt, dass Herr Schnuffke in seiner KiTa-Gruppe zu den „Großen“ gehört, die schon viel selbstständig machen sollen. Momentan wird Anziehen geübt, und das merken wir zu Hause auch: Wenn er nicht mitmachen darf, dann ist er ungehalten.

In der KiTa beißt Herr Schnuffke nicht, wie ich heute morgen im Gespräch mit einer der Erzieherinnen erfuhr. Glück gehabt.
Wir wurden in unseren Maßnahmen gegen das Beißen bestätigt. Im Netz fand ich noch zwei interessante Ansätze: Zum einen soll man dem Gebissenen mehr Aufmerksamkeit als Herrn Schnuffke gewähren, damit er nicht etwa Beißen mit Aufmerksamkeit verknüpft. Und zum anderen kann das Lachen nach dem Ermahnen eine Übersprungshandlung sein: Er weiß vielleicht, dass das gerade nicht in Ordnung war, kann sich aber nicht richtig verhalten. Eventuell müssen wir ihm also aus der Situation hinaus helfen.

Zu „Ball“ gesellte sich heute „Oma“. Da wird demnächst jemand dahinschmelzen.

Jott hat heute die Kinderzimmerdekoration entschieden voran gebracht.

Blumen

Sind das nicht schöne Blumen? Herr Schnuffke und ich würdigten das Werk gebührend.

Es ist beruhigend zu sehen, dass andere Menschen mit dem gleichen Schlaf-Rhythmus vor dem selben Problem stehen. I feel you, Frau Rabe.

Am Abend schaute ich, was eine meiner langjährigen Lieblingsbands, Schandmaul, inzwischen so treibt. Die habe ich lange Jahre rauf und runter gehört, aber vor drei, vier Jahren endete das nach einem meiner Meinung nicht ganz so gelungenen Album.
Jedenfalls entdeckte ich, dass vor anderthalb Wochen ein neues Album erschien, hörte rein und fands ganz gut- zumindest besser als das vorletzte. Das Highlight des neuen Albums ist die vertonte Geschichte von Tjark Evers. Das hörte ich nebenbei, sprang zurück, sprang nochmal zurück, googlete Tjark Evers, hörte das Lied nochmal und fands mit jedem Hören besser. Sehr traurig, sehr mitnehmend, aber gleichzeitig auch sehr schön.

Was schön war: Herrn Schnuffke beim Hüpfen auf seinem Hüpfpferd. Wie er strahlen kann!

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Journal Dienstag, 20.9.2016

Der Morgen hatte ordentlich Luft nach oben: Ich verschlief und vergaß mein Frühstück und Herrn Schnuffkes KiTa-Windelpaket zu Hause. Aber zum Glück ist das ja nicht wild: Mein Mittagessen- heute auch Stullen- hatte ich bei und konnte ich als Frühstücksersatz essen und in der KiTa haben sie eh genug Windeln von anderen Kindern. Und die halbe Stunde, die morgens fehlte, konnte ich Abends ranhängen. Von daher: Alles gut gegangen.

Die nächsten zwei Tage gibt es im Büro zum Mittag Gnocchi-Salat mit Oliven, getrockneten Tomaten, Walnusskernen und Parmesam-Mozzarella-Mischung. Ich freu mich jetzt schon drauf und muss mich zusammenreißen, nicht immer mal wieder zu kosten…

Herr Schnuffke hat in den letzten Wochen eine Eigenart entwickelt, die wir absolut nicht gutheißen können. Beim Kuscheln beißt er Jott und mich. Teilweise sehr stark, mit seinen vier bzw. sechs Mausezähnen vorne kann er sich schön in Haut und Speck reinbohren.
Aus der KiTa habe ich noch nichts dergleichen gehört, also scheint er dort nicht zu beißen (ich hoffe, es ist tatsächlich so).
Wir wissen momentan nicht so recht, was wir machen sollen. Sobald er zubeißt, rufen wir „Au“ (im seltensten Fall gespielt, es tut tatsächlich schweineweh- das Kind hat die Beißkraft einer Schnappschildkröte), setzen wir ihn auf den Boden- im Normalfall saß er zum Beiß-Zeitpunkt auf unserem Arm- und erklären einerseits, dass er uns gerade weh getan hat, dass er sich das Beißen doch bitte verkneifen soll, und dass er stattdessen Streicheln soll.
Leider scheint er nicht zu verstehen, was wir damit aussagen- er lacht dann nämlich und freut sich.

Weil er ausschließlich beim Kuscheln- also in ruhigen, friedlichen, liebevollen Momenten- zubeißt, glaube ich, dass es eine Art Liebesbeweis sein könnte. Die Frage ist nur: Wie kriegen wir das abtrainiert? Es nervt ungemein, und die genannten Reaktionen bringen nichts.

Jott hat gestern ein Zucchini-Walnuss-Brot (nach diesem Rezept) gebacken, das 1a ist. Fluffig, mit knuspriger Rinde, nicht zu weich und nicht zu fest. Das kann sie öfter machen. Vor allem, weil uns die Brote vom nahe gelegenen Bäcker inzwischen aus den Ohren rauskommen.
Beim heutigen Abendbrot war ich allerdings ein bisschen überrascht, dass wir zu Dritt am Tag ein halbes Brot (~1/4 Kilo) verputzen. Mit drei Kindern landen wir vermutlich bei einem Brot am Tag. Herrje.

Auf dem Heimweg saß Herrn Schnuffke und mir heute eine Frau in der Bahn gegenüber, die zunehmend genervt immer mal wieder ihre Zeitung senkte und seufzte, während Herr Schnuffke und ich uns ein Bilderbuch anschauten. Ich war kurz davor, sie zu fragen weshalb sie a.) nicht mit dem Auto fährt, wenn sie doch scheinbar ihre Ruhe haben möchte, und b.) nicht einfach aufsteht und sich wegsetzt.
Leute gibts.

Was schön war: Herr Schnuffke kann jetzt „Ball“ sagen. Das haben wir auf der Heimfahrt nämlich mit dem Bilderbuch geübt.

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Journal Montag, 19.9.2016

Eigentlich bestand mein Tagesziel darin, 21:30 Uhr im Bett zu liegen und spätestens 21:45 Uhr zu schlafen.

Da ich mit dem Schreiben für diesen Beitrag 22:35 Uhr beginne, ist das wohl gescheitert. Unter der Woche ausschlafen ist schwerer als man denken sollte.

Der Alltag ist derzeit überwältigend alltäglich. Ich stehe auf, bringe Herrn Schnuffke in die KiTa, arbeite ein paar Stunden, hole Herrn Schnuffke wieder ab, spule die Abendroutine ab und gehe schlafen. Zwischendrin passiert nichts.

Im Büro besuchten uns heute einige Kunden. Der Termin war nicht ganz alltäglich, sondern ging eher in Richtung „was besonderes“. Am Wochenende hatte ich mir noch vorgenommen, mich etwas schicker zu machen, Hemd und dunkle Lederschuhe. Heute morgen bzw. gestern Abend beim Klamotten rauslegen vergaß ich das natürlich und fuhr normal bekleidet (Jeans, T-Shirt mit ausgeleierten Kragen vom ständig dran ziehenden Kind, abgelatschte Schuhe und verwaschene Pulloverjacke- klassischer IT-Fuzzi halt) ins Büro. Uncool. Für den nächsten Termin dieser Art stelle ich mir einen Kalendereintrag mit mehrmaliger Erinnerung ein.

Die beste Aktion des heutigen Tages war die Erhöhung der Cursorgröße um das mindestens dreifache. Endlich kein Suchen und wildes Mausgewackel mehr, nein: Der Cursor ist nun so groß das ich ihn mit einem Blick finde.
Die halb fragenden, halb spöttischen Blicke von Dritten ignoriere ich- ich muss ja damit arbeiten.

Die normale Kaffeeration (eine größere Tasse, ~300ml) reicht nicht mehr. Vor nicht allzu langer Zeit trank ich zwei Tassen: Morgens zum Frühstück eine, am Nachmittag die andere. Das reichte, um halbwegs wach durch den Tag zu kommen.
Mittlerweile bräuchte es am Vormittag und idealerweise am frühen Abend noch eine Tasse. Mit anderen Worten: Vier Tassen, also ungefähr 1 Liter, am Tag. Früher habe ich die Kaffee-Junkies belächelt, mittlerweile bin ich scheinbar selbst einer.

Herr Schnuffke schläft seit dem Ende des Dänemark-Urlaubs wieder bei uns im Bett. Die Einschlafbegleitung funktionierte bei mir nur noch dort im Liegen, und irgendwann waren wir es auch leid, Abend für Abend und Nacht für Nacht mehrmals aus dem Schlaf gerissen zu werden vom hustenden/ kranken/ schlecht schlafenden Kind. Der Umzug zu uns verbesserte die Situation, zumindest Herr Schnuffke und ich schliefen nach einigen Tagen wieder besser (Jott sagt immer „Geht schon“, aber ich glaube ihr das nicht so ganz).
So ganz glücklich sind wir allerdings nicht- ein Familienbett ist nichts für uns. Sobald wir also für Herrn Schnuffkes Bett einen Rausfallschutz und eine zusätzliche Matratze zum vors Bett legen gekauft haben, versuchen wir ihn wieder umzulagern.

Was schön war: Einen meiner Ansprechpartner auf Kundenseite nach gut zwei Jahren zum ersten Mal persönlich treffen und beim gemeinsamen Mittagessen ein wenig erzählen.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 18.9.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 17./18. September 2016 verlinkt.]

My little Pony

Sonntag. Nach einer eher durchwachsenen Nacht sind wir alle müde und k.o.. Herr Schnuffke klebt an Jott und mir und lässt uns nicht zusammenpacken. Wir wechseln uns also mit der Kindsbespaßung ab und landen irgendwann vor dem Fernseher. Manchmal heiligt der Zweck die Mittel.

Nachdem wir fertig sind, brechen wir zu Jotts Schwester auf. Die ist mit ihrem Mann vor kurzem jobbedingt umgezogen und hat zum Wohnung gucken eingeladen. Neben uns kommen Jotts Mamas und ihr Bruder.

Kirche

Die Aussicht von der Türschwelle ist nett. Auf jeden Fall schöner als bei uns zu Hause.

Pokémon

Nachdem wir die Wohnung angeguckt und Mittag gegessen haben, gehen wir in den Innenhof. Jotts Bruder und Schwester zeigen Herrn Schnuffke, wie mit Kreide gemalt werden kann: Sie verschönern den Hof mit Pokémon.

Pokémon-Begutachtung

Herr Schnuffke ist interessiert und legt selbst Hand an: Mit pinker und hellblauer Kreide verschönert er die Pokémon (und sorgt für ein interessantes Muster auf meiner Jeans).

Xyolophon

Jotts Schwester ist Gemeindepädagogin und zeigt uns einen Teil ihren Arbeitsortes. Herr Schnuffke ist vom Gemeindehaus wenig begeistert. Das ändert sich erst, als Jotts Schwester ein großes Xyolophon herausholt und Herrn Schnuffke zeigt, wie man darauf musiziert.

Geschwisterratgeber

Ich schaue mir derweil das Bücherregal an und entdecke diesen Ratgeber von 1976. Ob der noch aktuell ist und uns auf die Zwillinge vorbereiten kann?

Schiefes Haus

Da das Wetter unerwartet schön ist, spazieren wir durch den Ort. Es gibt unglaublich viele kleine alte Fachwerkhäuser. Die meisten krumm und schief, einige wenige restauriert.

Andere Kirche

Unter den Türmen der zweiten Kirche des Ortes befindet sich ein großer Spielplatz. Herr Schnuffke schaukelt und rutscht und hat viel Spaß.

Nach einer guten Stunde kommen wir wieder an der Wohnung von Jotts Schwester an. Es gibt Kaffee und Kuchen, und dann müssen wir auch schon wieder nach Berlin zurückfahren. Das ist immer der Nachteil nach Familienbesuchen: Die lange Rückfahrt.

Babybauch-Friseurin

Zum Glück kommen wir gut durch und sind in etwas weniger als zwei Stunden in Berlin. Herr Schnuffke verschläft fast die gesamte Fahrt und ist gut gelaunt und erholt, als wir zu Hause ankommen. Jott beschließt daher, das längst überfällige Haare schneiden nachzuholen. Herrn Schnuffkes gute Laune schwindet schnell, mit vereinten Kräften schaffen wir es aber, ihm eine schöne Frisur zu verpassen.

Der Rest des Abends ist Routine: Kind baden, aufräumen, alles für morgen vorbereiten.

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Journal Samstag, 17.9.2016

Doofer Tag. Das Wetter war schlecht, Herr Schnuffke war anstrengend, das Haus von Jotts Papa erfordert ständiges Beaufsichtigen des Kindes damit nichts passiert, das Familientreffen war zu laut und zu warm und zu viele Menschen und jetzt kann ich, obwohl hundemüde, nicht schlafen gehen sondern muss auf Jott warten, die keinen Schlüssel bei sich hat und daher ohne mich nicht ins Haus kommt.