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Journal Freitag, 16.9.2016

Ein kurzer Tag im Büro, powered by Überstundenabbau. 14 Uhr ließ ich den metaphorischen Stift fallen, holte Herrn Schnuffke aus der KiTa ab und fuhr mit ihm nach Hause. Dort hielten wir uns gar nicht erst großartig auf, sondern schnappten uns Jott und fuhren in die sachsen-anhaltinische Provinz zu ihrem Papa und seiner Frau. Morgen ist nämlich ein Familientreffen von Jotts Familie, und um den Samstag zu entzerren reisten wir eben heute an.

Heute kam die Bestätigung der IHK: Ich bin ab sofort offiziell Ausbilder in meinem Betrieb. Hurra!

Was schön war: Herrn Schnuffkes gute Laune nach dem Abholen. Am frühen Nachmittag sind die Energiespeicher merklich voller als am späten Nachmittag und die Laune ist erheblich besser.

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Journal Donnerstag, 15.9.2016

Dieses „Zubettbringen des Kindes einschlafen“ sollte verboten werden. Heute passierte es schon wieder: Herr Schnuffke war an mich gekuschelt, es war dunkel, warm, ich schloss nur kurz die Augen… und wachte erst eine Dreiviertelstunde später auf, als Jott ins Zimmer guckte. Meh.

Prinzipiell ist das ja nicht schlimm, aber dadurch verschiebt sich alles am Abend (Home Office, Haushalt) nach hinten.

Herr Schnuffke hat heute in der Bahn einer fremden Frau an den Po gefasst. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, wie die Hand ausgestreckt war. Zum Glück nahm die Frau es nach dem ersten Schreck mit Humor.
Das war mir etwas unangenehm. Ich finde es schon nicht gut, wenn Herr Schnuffke in der Bahn die Gegenstände anderer Leute anfasst und versuche, ihn abzulenken sobald er Anstalten macht, etwas anzufassen. Das funktioniert nicht immer, ich kontrolliere das Kind ja nicht sekündlich. Aber bislang waren es eben nur Gegenstände, Menschen waren noch nie in Reichweite. Die Frau heute schon.

Das Abgeben und Abholen im Kindergarten funktioniert inzwischen super. Keine Tränen mehr, stattdessen geht Herr Schnuffke am Morgen gut gelaunt in seinen Gruppenraum und läuft beim Abholen am Nachmittag freudestrahlend auf mich zu. Das Feedback der Erzieherinnen ist auch durchweg positiv, er macht sich richtig gut: Ist fröhlich, isst fröhlich, schläft gut, beschäftigt sich selbstständig, sucht nicht mehr andauernd die Nähe der Erzieherinnen…
Das macht es leichter, ihn über so eine lange Zeit fremdbetreuen zu lassen.

Was schön war: Ein Männerabend mit Herrn Schnuffke. Jott war außer Haus.

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Journal Mittwoch, 14.9.2016

Nüscht los heute.

Was schön war: Lesend und Pflaumen-Pfirsich-Kompott essend am Küchentisch sitzen, während Jott Herrn Schnuffke ins Bett brachte.

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Journal Dienstag, 13.9.2016

Herr Schnuffke blieb heute bei Jott, er hatte einen Impf-Termin bei der Kinderärztin. Ich konnte also alleine losfahren und nutzte die Zeit zum Lesen. Das war auch mal wieder schön.

Herr Schnuffke ist in den letzten Wochen kräftig gewachsen. In den letzten Tagen hörten wir des Öfteren, dass er auf zwei Jahre geschätzt wird (ich, von anderen Eltern in der Bahn- mit Kind kommt man ja doch gelegentlich ins Gespräch). Die Kinderärztin sagte heute das selbe zu Jott- Größe und Gewicht passen eher zu einem Zweijährigen als zu unserem fast 15 Monate alten Riesenbaby.
Ich freu mich da drüber, aber für Jott ist es hart- ihn hochzuheben geht inzwischen kaum noch.

Abends Großeinsatz in der Küche. Ich kochte schon etwas matschige Pflaumen und Pfirsiche ein und bereitete einen orientalischen Linsensalat zu. Seitdem Herr Schnuffke und ich tagsüber außer Haus sind, wird bei uns nur noch am Wochenende gekocht. Um aber unter der Woche im Büro nicht nur mitgebrachten Stullen zu essen, koche ich mir jeweils am Dienstag Abend (bis dahin reichen normalerweise die Reste vom Wochenende) etwas für die nächsten beiden Tage zum Mittagessen. In den letzten Wochen waren es mediterraner Kartoffelsalat und mediterraner Nudelsalat, diesmal eben der orientalische Linsensalat.
Ich bin sehr gespannt, wie er schmeckt- sowas gabs bislang noch nicht. Gerochen hat es beim Kochen schon verführerisch, vor allem nachdem ich noch ein Löffelchen Ras el-Hanout rangemacht habe.

Großer Schreck am Nachmittag: Jott schrieb, dass sie bei der Rückkehr vom Arzttermin Murmel verloren habe. In den folgenden Stunden telefonierte sie alle Läden, in denen sie mit Herrn Schnuffke vorbei kam, ab. Auch rief sie in dem kleinen Bergdorf in Thüringen an, aus dem Herr Schnuffkes Onkel Murmel vor einiger Zeit mitbrachte (als sie mir das schrieb, verliebte ich mich spontan wieder mal in sie). Lediglich bei TK Maxx wurde ihr gesagt, dass ein Stofftier in der Fundkiste aufgetaucht war, es aber nicht unbedingt zu Jotts Beschreibung passe. Also lief ich auf dem Heimweg dort vorbei, schaute in die Fundkiste und konnte das Stofftier einwandfrei als Murmel identifizieren. Glück gehabt.

Die Ursache des Fiebers letzten Mittwoch wurde identifiziert. Herr Schnuffke ist nämlich seit ein paar Tagen ein Sechs-Zahn-Kind.

Die Einkaufszettel-Erstellung dauert bei uns immer ziemlich lange: Jott braucht was, ich brauch was, dann wird ein Einkaufszettel geschrieben der noch nicht das Vorkommen der benötigten Lebensmittel und Gebrauchsmittel im Laden berücksichtigt und dann muss er eben dafür nochmal angepasst werden.
Um in Zukunft weniger Zeit für die Einkaufszettelerstellung zu verschenken, nutzen Jott und ich ab sofort ein gemeinsames Google Doc. In das schreibt über die Woche jeder alles rein, was er braucht, am Freitag Abend sortiere ich und drucke das Dokument aus. Das sollte eigentlich wesentlich schneller gehen als die vorherige Vorgehensweise.

Auf xkcd wurde gestern (?) eine Timeline of Earth’s average Temperature veröffentlicht. Nach Angucken und Lesen stellt sich bei mir ein „Wow. Ach herrje.“-Effekt ein. Dass es den Klimawandel gibt und das er von Menschenhand drastisch beschleunigt wird, ist ja schon seit längerem bekannt, aber das in dieser Form zu sehen war dann doch sehr beeindruckend- im negativen Sinne.

Auf Zeit Online erschien ebenfalls gestern ein Interview mit einem ehemaligen Produktmanager von Facebook. Das fand ich auch sehr spannend, vor allem wie er über den Enthusiasmus der Mitarbeiter berichtet. Klingt sehr sektenartig und für mich schwer verständlich. Aber da geht mir vermutlich das entscheidende Begeisterungs-Gen ab.

Was schön war: Murmel wiederzufinden. Abends bei Musik kochen. Kurzes Einschlafkuscheln mit Herrn Schnuffke. Bei Herbstlicht und Sommertemperaturen durch Berlin zu laufen. Viel zu lesen.

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12 von 12

Journal Montag, 12.9.2016 – #12von12 im September

Heute war wieder ein #12von12-Tag. Informationen zu #12von12 gibts bei Draußen nur Kännchen!.

Aufstehn

Wir stehen halb Sieben auf. Herr Schnuffke war nachts ’ne ganze Weile wach und ich mit ihm, so dass ich den Wecker eine Stunde später klingeln lasse.

Goldjunge

Am Bahnhof bescheint uns die aufgehende Sonne. Herrn Schnuffkes Haare sehen sehr goldig aus, ich bin wie immer fasziniert.

Galeries Lafayette

Nachdem ich das Kind in die KiTa gebracht habe, laufe ich vorbei an den Galeries Lafayette zum Büro. Das vertikale Beet finde ich super.

Meetingsnack

Der Tag beginnt mit mehreren Meetings. Das viele Mitdenken macht hungrig, da trifft es sich gut, dass es Snacks gibt.

Veganer Schoko-Himbeer-Kuchen

Ein Kollege hat zum Ende seiner Probezeit einen veganen Schoko-Himbeer-Kuchen mitgebracht. Schmeckt großartig, schön fruchtig und schokoladig.

Fahrstuhlselfie

Jetzt aber flink! Ich habe beim Arbeiten ein bisschen die Zeit vergessen und komme etwas später los als sonst. Für ein Fahrstuhlselfie reicht die Zeit aber noch.

Ab nach Hause

Herr Schnuffke ist happy, als ich ihn abhole, und läuft Arme wedelnd und fröhlich erzählend vor mir her.

KiTa-Mitbringsel

Zu Hause leere ich erst einmal die Schuhe aus. Seitdem ich das mal vergessen habe und mehrere Tonnen Sand in der Wohnung verteilte, hat sich mir das eingebrannt.

Vor der Wahl

Weil wir zur Wahl am 18. nicht in Berlin sind, hat Jott für uns Briefwahl beantragt. Wir machen unsere Kreuzchen…

Nach der Wahl

… und tüten die Wahlzettel ein.

Und das wars dann auch schon. Mitzählenden Lesern wird aufgefallen sein, dass das nur zehn Bilder waren. Der Abend gab einfach nicht mehr genügend her, die Kombination aus Home Office, Ausräumen und zu müde zum irgendwas machen sein ist keine gute Kombi.

Aber vielleicht beim nächsten Mal?!

Was schön war: Die Nachricht von der Geburt der Tochter einer guten Bekannten zu bekommen.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 11.9.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 10./11. September 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Leuchtdingsi
Während Jott sich für einen gemeinsamen Ausflug mit Herrn Schnuffke fertig macht, marschiert Herr Schnuffke mit einem Leucht- und Musikdingsi durch den Flur und freut sich.

Home Office

Als die beiden weg sind, hole ich die verpasste Stunde Arbeit vom Freitag Abend nach. Das war der Nachteil vom Einschlafen beim Kind ins Bett bringen- die Arbeit blieb liegen. Aber in der ruhigen Wohnung geht die Arbeit gut von der Hand und stört mich auch nicht wirklich.
Mein Home Office ist eine Kammer mit ~1,3qm Grundfläche, in die mir Jott und ihr Papa einen eigens zurecht gebauten Tisch eingebaut haben. Man muss den Platz zu nutzen wissen.

Wischen

Nachdem ich fertig bin, räume ich die Wohnung auf, sauge, und wische die Küche. Sich über die dreckige Wohnung beschweren kann jeder, etwas dagegen tun aber auch. Und da ich unter der Woche prioritätenbedingt selten etwas mache, nutze ich nun die Zeit und sorge für ein wenig Sauberkeit. So kann Jott sich am Montag vielleicht ein wenig mehr ausruhen. Die Schwangerschaft wird allmählich beschwerlich, Jott wird zunehmend immobiler und muss sich öfter ausruhen.

Gewusel

Am Nachmittag treffen wir uns mit unseren Nachbarn von oben und fahren mit der Straßenbahn nach Friedrichshagen an den Müggelsee. Eigentlich war geplant, ein Eis bei Da Dalt zu essen, aber die lange Schlange schreckt uns ab. Eine Viertelstunde für etwas zu essen anstehen muss nicht sein, wenn es nicht sein muss.

Auf dem Spielplatz beim Spreetunnel ist ordentlich was los, wir sind nicht die einzigen die bei dem schönen Wetter herkommen. Vor lauter Spielen schieße ich nicht ganz so viele Fotos wie ich möchte, aber es reicht für die beiden Beitragsbilder und zusätzlich noch das niedlichste Bild aller Zeiten (oder zumindest bis zum nächsten niedlichsten Bild aller Zeiten). Während ich mit dem Kind herumhample, wird mir wieder einmal klar, dass ich mir auch gut ein Leben als Latte-Macchiato-Papa vorstellen könnte, der kaffeetrinkend am Spielplatzrand sitzt und liest und nur gelegentlich mal hochguckt.

Vögel gucken

Einer der wenigen Momente der Ruhe, Herr Schnuffke steht für anderthalb Minuten neben mir und guckt Schwänen, Enten und Möwen an der Uferbefestigung zu.

Granola

Nachdem das Kind sehr fix eingeschlafen ist (er wurde gründlichst k.o-gespielt), bereite ich neues Granola zu. Das Rezept wandle ich diesmal ab und lasse die Pinienkerne weg. Die hinterlassen bei mir immer einen leicht „fischigen“ Nachgeschmack, egal ob die günstigen von Ja! kaufe oder die teureren von Rapunzel.

Git Workshop

Während das Müsli im Ofen vor sich hin trocknet, bereite ich ein Meeting für morgen vor. Im Büro ist für so etwas eigentlich nie Zeit, also nutze ich die Wartezeit einigermaßen. Das Bild auf der rechten Monitor-Hälfte ist ein xkcd-Comic. Ich hoffe, der Witz zündet.

Was schön war: Jott, wie sie beim Nacherzählen einer Filmszene vor Lachen fast in die Hose pinkelt von der Couch fällt.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 10.9.2016

Ich habe lange nicht mehr beim Wochenende in Bildern mitgemacht, die Kamera setzt schon Staub an. Zeit, das zu ändern.

Tassenkind

Hoch die Hände, Wochenende! Nach Ausschlafen und Brötchen holen essen wir erstmal Frühstück. Herr Schnuffke übt das Trinken aus seiner Tasse. Er ist ganz begeistert von unseren Gläsern und möchte auch gern aus ihnen trinken. Bevor wir ihm aber schwere Gläser in die Hand drücken, soll er sich erst einmal an einer Plastetasse ausprobieren. Immerhin ist das ja ein enormer Wechsel, von so einer Babynuckelflasche zu einer Große-Kinder-Tasse, da muss man erstmal ausprobieren wie das geht.

Prinzipiell klappt das Trinken daraus auch schon ganz gut, aber Herr Schnuffke wird nach einigen Schlucken immer etwas übermütig und setzt die Tasse dann zu steil an…

Einkaufszettel

Nach dem Frühstück vervollständige ich den Einkaufszettel und ordne ihn entsprechend der Gänge im Supermarkt an. Herr Schnuffke wird derweil von Jott bespaßt. Er hat Hummeln im Hintern und muss sich bewegen. Sein Aktivitätsdrang und Energielevel ist auf einen normalen KiTa-Tag ausgelegt, und zu Hause ist einfach viel zu wenig los um dem gerecht zu werden.

Muh macht die Kuh

Zurück vom Einkauf, bereitet Jott das Mittagessen zu. Herr Schnuffke und ich spielen miteinander und üben Tiergeräusche.

Falafelburger

Obligatorisches Hipser-Essens-Foto. Es gab Falafelburger mit Tomaten-Dip. Sehr empfehlenswert.

Nach dem Essen möchte Herr Schnuffke nicht schlafen, sondern lieber nervig sein. Nachdem Jott und ich unser Glück versucht haben, geben wir beide auf. Herr Schnuffke darf stattdessen zur zweiten Einkaufsrunde mitkommen.

Wir kämpfen uns durch Fußballfans und Einschulungsspaziergänger und kommen mit den restlichen Gütern und Kuchen für alle zurück.

Sandrutsche

Nach Kaffee und Kuchen verkrümeln Herr Schnuffke und ich uns in den Hof. Ich hänge Wäsche auf, das Kind „spielt“ mit den Wäscheklammern. Er schmeißt sie ins Gebüsch und freut sich. Die Bereitschaft, mir Klammern zu reichen, ist heute nicht vorhanden.

Zwischendurch werden wir immer mal wieder von Böllern erschreckt, die in der Nachbarschaft hochgehen. Herr Schnuffke nimmt sie deutlich gelassener hin als ich, er ist wohl einfach cooler als sein Papa.

Das neue Lieblingsspiel ist es übrigens, die Rutsche nach dem Rutschen hochzulaufen. Hoch- runter. Hoch- runter. Das kann Herr Schnuffke stundenlang machen, und ich gezwungenermaßen auch. Er kommt nämlich auf der Rutschfläche nicht allein hoch, zu steil und zu glatt ist sie. Also muss ich helfen.
Irgendwann hat er genug davon und schaufelt Sand auf die Rutsche. Ich darf mich währenddessen hinsetzen.

Zwillingsbodys

Nach Abendbrot und Kind ins Bett bringen muss die zweite Fuhre Wäsche aufgehängt werden. Es sind vor allem Bodys und Jäckchen für die Zwillinge. Ich bin einerseits fasziniert von der Winzigkeit, andererseits nostalgisch bei Stücken, die Herr Schnuffke anhatte.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was man auf den Bildern alles nicht sieht: Die dreckige Wohnung. Die Quengelei vom Kind. Meine Laune. Die Müdigkeit, weil kein Mittagschlaf, aber immer auf Achse.
Aber das will man ja auch nicht zeigen.

Was schön war: Die 20 Minuten am Vormittag und am Nachmittag, in denen Herr Schnuffke sich selbst beschäftigt hat und ins Spiel vertieft war.

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Journal Freitag, 9.9.2016

Beim Kind ins Bett bringen eingeschlafen. Ich lass dann für heute alles liegen und schlafe durch bis Sonntag.

Herr Schnuffke ist über Nacht genesen. Heute morgen, ich saß bereits am Schreibtisch und arbeitete, hüpfte und sprang er durch die Wohnung, erzählte und war fröhlich. Wir änderten unsere Pläne: Ich klappte den Laptop zu, Jott machte Herrn Schnuffke fertig und dann fuhren er und ich in den Kindergarten respektive ins Büro. Und dann blieben wir beide da- den ganzen Tag, wie an normalen Tagen eben auch.

Eine wichtige Sache haben wir also gelernt: Immer bis zum nächsten Morgen warten, ehe wir davon ausgehen, dass das Kind krank ist.

Was schön war: Herr Schnuffke lief von selbst in die Arme der Erzieherin und weinte heute zum allerallerersten Mal überhaupt nicht. Schampus für alle!

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Journal Donnerstag, 8.9.2016

Der Tag startete nach der schlimmsten Nacht seit seeeehr langer Zeit. Effektiv schlief ich vielleicht vier Stunden, die Schätzung ist schon hoch gegriffen. Herr Schnuffke schlief äußerst unruhig, schnarchte und quietschte und hustete vor sich hin und war am Morgen genauso fertig wie ich.

Jott und ich hatten gestern beschlossen, dass sie mit Herrn Schnuffke heute zum Arzt geht. Nach dem Atemwegs-Infekt vor dem Dänemark-Urlaub sind wir, was das anbelangt, etwas vorsichtiger.
Bei Herrn Schnuffke wurde eine Sommergrippe diagnostiziert, die geht gerade um. Kein Wunder bei dem Wetter. Krank geschrieben ist er nicht, aber da er heute Abend 39,5° Fieber hatte, sehr matt ist, dauerkuschelt und zu nichts recht zu gebrauchen ist, lassen wir ihn auch morgen noch zu Hause. Bringt ja nichts.
Ich konnte kurzfristig Home Office vereinbaren und kann den beiden so tagsüber zur Hand gehen.

Mittags fuhr ich aus dem Büro nach Hause, um die Betreuung von Herrn Schnuffke zu übernehmen. Jott hatte einen ihrer Routine-Termine beim Frauenarzt, abgesehen davon schafft sie es schwangerschaftsbedingt nicht mehr, Herrn Schnuffke den ganzen Tag allein zu betreuen.

Den Zwillingen geht es gut. Sie sind genauso groß wie „Einlinge“ und nicht etwa kleiner, wie das bei Zwillingen oft der Fall ist. Sieht wieder nach Riesenbaby aus.

Abends holte ich die fehlenden Stunden nach, gegen Ende musste ich mir Streichhölzer zwischen die Augenlider klemmen. Ich hoffe, ich habe keine Fehler eingebaut.

Was schön war: In der Bahn in Ruhe lesen können, da ohne Kind unterwegs.

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Journal Mittwoch, 7.9.2016

Bisschen durcheinander heute, ich muss mich beeilen weil ich früh ins Bett will. Herr Schnuffke schläft furchtbar, da zählt jede zusätzliche Minuten Schlaf.

Ich hab im Büro und Abends im Home Office viel Gelegenheit zum Musik hören. Dank Spotify und den Künstlerradios entdecke ich auch immer mal wieder neues. Momentan fahr ich beispielsweise sehr auf Irie Révoltés ab. Die machen eine Mischung aus Ska, Punk und ein bisschen Rap-Krams, und da ist superviel Schwung drin. Außerdem gefallen mir die Texte ganz gut, zumindest der Teil den ich verstehe.

Wieder was gelernt: Im Englischen gibt es eine Adjektiv-Reihenfolge: opinion, size, age, shape, colour, origin, material, purpose. Wusste ich nicht, muss ich mal drauf achten.

Die Namensfindung für die Zwillinge gestaltet sich schwierig. Wir hatten recht schnell Favoriten, denen wir aber inzwischen etwas kritisch gegenüber stehen.
Bei Herrn Schnuffke waren wir uns zu diesem Zeitpunkt schon einig, da ging die Namensfindung schneller von statten.

Und zusätzlich zum Namen im echten Leben brauche ich auch noch Namen fürs Blog, Lösungen wie K1/ K2/ K3 etc. finde ich doof. Das wirkt so unpersönlich.

Immerhin können wir uns aus dem Namensfundus für beide Geschlechter bedienen, an mangelnder Auswahl sollte es nicht scheitern.

Sehr erfreuliche organisatorische Dinge im Büro geregelt, die demnächst in Sack und Tüten gebracht, sprich: Verschriftlicht, werden, und dann auch ins Blog dürfen.

Überhaupt, Büro: Der heutige Tag war eine sehr angenehme Mischung aus Phasen mit einerseits sehr viel Abwechslung und Rotieren und andererseits genug ruhigen Momenten, um auch etwas länger konzentriert arbeiten zu können. So darf das gern öfter sein.

Die Übergabe heute verlief wieder fast tränenfrei. Erst, als ich zur Tür hinaus ging, weinte Herr Schnuffke ein bisschen, das hörte aber auf sobald ich aus seinem Sichtfeld verschwunden war.

Der Grund fürs extrem schlechte Schlafen des Kindes ist wieder mal der elende Husten. In der KiTa-Gruppe geht ein Infekt um, den Herr Schnuffke mitgenommen hat. Er hustet und schnieft vor sich hin. Das ist in der Bahn sehr schön, wenn er sehr effektvoll niest und danach das halbe Gesicht mit Schnodder bedeckt ist. Er und ich haben ein Spiel daraus gemacht, wer schneller mit dem Abwischen ist: Er mit seinen Händen und Kuscheltieren oder ich mit dem Tempo. Momentan führt er, ich hole allerdings auf.

Unnötig zu erwähnen, dass meine Shirts an den Schultern glitzern wie nach einer Schneckeninvasion.

Jedenfalls quält ihn der Husten sehr und weckt ihn auch nachts, weswegen er tagsüber natürlich sehr k.o. ist. Wenn es morgen genauso schlimm ist, gehen wir mal mit ihm zum Arzt, nach dem Atemwegs-Infekt vor dem Urlaub sind wir da etwas vorsichtig.

Was schön war: In Ruhe zusammen Abendbrot essen, dabei herumalbern und Grimassen ziehen.