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Journal Donnerstag, 22.9.2016

Jott war gestern beim Frauenarzt. Den Zwillingen geht es gut: Sie sind altersgerecht entwickelt und putzmunter. SIE liegt etwas weiter unten und auch mit dem Kopf nach unten und wird bei einer natürlichen Geburt zuerst zur Welt kommen, ER hat sich innerhalb der letzten beiden Wochen gedreht und liegt wieder mit dem Kopf nach oben.

Wir haben Herrn Schnuffke zur besseren Eingewöhnung in die KiTa Pferdinand und Murmel mitgegeben. Als „Anker“, so nannte ich es- die beiden begleiten ihn durch den kompletten Tag. So hatte er immer seine vertrauten Kuscheltiere bei sich, ob er nun zu Hause war oder in der KiTa. Herr Schnuffke nahm das auch dankbar an und lief die meiste Zeit mit Pferdinand in der einen und Murmel in der anderen Hand herum. Wenn sie nicht da waren, suchte er sie und verlangte nach ihnen.

Seit ein paar Tagen ist es damit vorbei- er kuschelt gern mit ihnen, aber sie sind nicht mehr essentiell wichtig. Er kommt inzwischen ohne die beiden klar. Auf dem Weg in die KiTa verbringen sie die meiste Zeit in der Ablage, und in der KiTa warten sie in der Garderobe auf Herrn Schnuffke.

Beim Abholen erhielt ich Informationen zum Schlafverhalten von Herrn Schnuffke, die mich umwarfen. Scheinbar ist das Kind, das fast jeden Abend lange gegen das Einschlafen kämpft, beim Mittagschlaf in der KiTa ein Lämmchen. Eine Erzieherin berichtete heute, dass er normalerweise innerhalb weniger Minuten schläft. Kein K(r)ampf, kein ewiges herumdrehen, kein wegkrabbeln, nein. Er legt sich hin, dreht sich in Position und schläft ein.
Wir müssen wohl Abends mal ein ernstes Wörtchen mit ihm reden.

Wir hatten heute Nachmittag einen Termin bei einer KiTa umme Ecke, in die Herr Schnuffke und die Zwillinge ab dem Spätsommer des nächsten Jahres gehen sollte. Um einen möglichst guten Eindruck zu machen, tauchten wir dort zu dritt auf. Beinahe der erste Satz der KiTa-Leiterin war „Machen Sie sich keine Hoffnungen, eigentlich sind wir auf Grund der vielen Geschwisterkinder schon für 2017 voll.“. Yay! Wir halten unsere Anmeldung aktiv und hoffen. Mit drei Kindern möchte ich nämlich eher ungern durch die Stadt gurken.

Auf der Fahrt zum Termin erbrach sich Herr Schnuffke in der S-Bahn. Einfach so. Mir nichts, dir nichts. In der einen Sekunde zeigte er auf irgendwas, und in der nächsten bespuckte er sich, den Buggy und die Bahn. Zum Glück haben wir immer Taschentücher und Feuchttücher dabei, so dass die Reinigung schnell von der Hand ging. Ich habe trotzdem Blut und Wasser geschwitzt, das war eine eher unschöne Situation. Herrn Schnuffke schien sie allerdings nicht nachhaltig beeindruckt zu haben, nur wenige Minuten später lachte und freute er sich als ob nichts gewesen war.

Nach dem Termin in der KiTa wollten wir eigentlich zur Sommerparty der Firma einer Bekannten fahren. Auf dem Weg dorthin machte uns Herr Schnuffke allerdings einen Strich durch die Rechnung: Er erbrach sich erneut in der Bahn. Also stiegen wir aus, fuhren nach Hause und bepuschelten das Kind. Fieber hat er nicht, er verhält sich auch ganz normal. Es könnte also alles gut sein, wenn nicht jeder kleine Krümel Nahrung erbrochen würde.

Was schön war: Zeit vertrödeln am Abend dank eines halben Urlaubstages.

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