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WMDEDGT? Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 5.11.2016 – WMDEDGT 11/16

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Ein kindfreies Wochenende, das bedeutet zwei unterbrechungsfreie Nächte und Ausschlafen. In meinem Fall bis ~9 Uhr, Jott ist schon früher wach. Der zusätzliche Schlaf tat gut und war dringend nötig, gestern Abend fühlte ich mich etwas sehr unwohl ob der aufkommenden Erkältung, das ist heute morgen besser.
Vitaminbombe
Zur Feier des Tages haben wir Lebensmittel bestellt, der Rewe-Liefermensch kommt noch vor dem Frühstück. Nach dem Frühstück wasche ich also erstmal diverses Obst und sortiere es weg. Wobei „wegsortieren“ reichlich euphemistisch ist, ich packe es aufs Fensterbrett und hoffe, dass Herr Schnuffke nach Rückkehr nicht sofort alles runterreißt.

Kaffee
Außerdem reinige ich die Kaffeemühle und befülle sie mit neuen Kaffee. Der wurde gestern geliefert, und weil Jott ihn in Empfang nahm, steht in der Sendungsverfolgung „Ihr Paket liegt bei Ihrer Nachbarin Jott“. So schnell kanns gehen- gerade noch verheiratet, und dann nur noch Nachbarn.
Auf den Kaffee freue ich mich jedenfalls, morgen wird er ausprobiert.

Apfel-Zimt-Schnecken
Als diverser Kleinkram in Küche und Wohnung erledigt ist, backen Jott und ich Apfel-Zimtschnecken. Morgen habe ich zur Babyparty eingeladen, die Schnecken sind eine von drei geplanten Leckereien.

H&M
Danach legen wir kurz die Füße hoch. Ich könnt‘ jetzt ein Mittagschläfchen einlegen, aber das kollidiert mit unseren Rausgeh-Plänen. Also reiße ich mich hoch, treibe ein bisschen Jott an und kurz darauf laufen wir Hand in Hand und Bauch neben Bauch ins Forum Köpenick. Bei H&M kaufe ich mir eine zweite Jeans und beim Fleischer Hackepeter für das Wochenendessen.

Fotobücher
Auf dem Rückweg holen wir bei DM Fotobücher ab. Eigentlich war nur ein Exemplar geplant, das meine Eltern als Dankeschön für das Wohnungshüten während unseres Dänemark-Urlaubs bekommen sollten, aber Jotts Mama hat sich auch eines gewünscht und ein Fotobuch brauchen wir natürlich auch für uns.
Die Qualität des Drucks und des gesamten Buches ist echt gut, ich bin positiv beeindruckt- andererseits sollte das bei knapp 30 Euro schon so sein.

Schmorkohl
Wieder zurück zu Hause, legt Jott erstmal die Füße hoch. Sie ist geschafft, mit zunehmender Länge der Schwangerschaft werden selbst solche kleinen Ausflüge immer beschwerlicher.
Ich räume derweil die Küche vom Backen auf und bereite das Abendessen vor- es gibt Schmorkohl.

Den Abend verbringen wir auf der Couch und gucken Drachenzähmen leicht gemacht 2.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Seit dem 1.11.2016 ist der Kältebus der Berliner Stadtmission wieder im Einsatz. Unter der Nummer 0178/523 58-38 ist er erreichbar.

Köpenicker Flüchtlingshilfe: Wie der Türöffner e.V. den Flüchtling Suleiman Ibrahim in Lohn und Brot brachte und ihm zu einem neuen Leben verhalf.

Pixar hat einen neuen, sehr niedlichen Kurzfilm veröffentlicht: Piper.

Was schön war: Lange und ruhig schlafen.

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Journal Freitag, 4.11.2016

Eine durchwachsene Nacht. Herr Schnuffke zog irgendwann nachts zu uns ins Bett, irgendwann später zogen er und ich ins Wohnzimmer um- er zappelte einfach zu sehr und schlief nur auf Jott. Im Wohnzimmer gings dann einigermaßen, am Morgen waren wir beide trotzdem hundemüde.

Von 9:45 Uhr bis 10:00 findet jeden Tag ein kurzes Statusmeeting der Projektmanager meines Projektverbundes statt. Gestern und heute war eine weitere Kollegin, sonst nicht beteiligt, anwesend- und die äußerte nach dem heutigen Statusmeeting erstaunt (oder beeindruckt?), wie professionell & kompetent ich doch wirke.
Ich nehm‘ das mal als Lob. Und freu mich.

Auch im Büro laufen die Vorbereitungen auf die Zwillingsgeburt an: Ich hatte heute ein Gespräch mit meinem Chef, in dem ich nochmals die bekannten Daten (Geburtstermin, noch offener Urlaub, Termin zur Geburtsplanung) aufschlüsselte, ihm erklärte wie ich mir die Zeit nach der Geburt vorstellte (Urlaub verbraten, ggf. Home Office), wann ich Elternzeit nehmen möchte (nächstes Jahr im Herbst, ggf. Elternzeit Plus) und mit ihm besprach, wer meine Aufgaben übernehmen könnte.
Passt soweit, ich muss nur noch meine Tätigkeiten samt Informationen dazu aufgliedern und an meine Vertretungskollegen kommunizieren.

Herr Schnuffke wurde heute von seiner Großmutter abgeholt und verbringt das Wochenende im Brandenburgischen. Jott und ich genossen einen kindfreien Abend: Wir besorgten uns Pizza, Limo und Eis und guckten Deadpool (herrje, Morena Baccarin ist unglaublich heiß).

Am Dienstag nach dem missglückten Lichterfest wurden Herr Schnuffke und ich von meiner Mama im Auto von Mitte nach Köpenick gefahren- mitten im abendlichen Berufsverkehr. Auf der heutigen Heimfahrt, entspannt lesend in der S-Bahn, fiel mir einmal mehr auf, wie irre mich das Autofahren jeden Tag machen würde. Die vollen Straßen, das ständige Stop and Go, die Parkplatzsuche, die anderen Autofahrer…

Im Tierpark Berlin sind Zwillings-Eisbär-Babys zur Welt gekommen. Wenn alles gut geht, sollen sie im nächsten Frühjahr ihre Wurfhöhle verlassen. Das erste größere Ausflugsziel mit den Zwillingen steht somit fest.

Ein längerer Artikel über die Abkehr von Google und Google-Diensten in mehreren Schritten. Nach Lesen (des Artikels, der Kommentare, der Links darin) bleibt eigentlich nur festzustellen, dass die Lage hoffnungslos ist und Datenschutz/ Anonymität im Netz unglaublich schwer zu erreichen, zeitaufwändig, mehr hohen technischen Hürden verbunden ist. snafu eben.

Der Utopia-Artikel über sechs pflanzliche Hausmittel gegen eine Erkältung kommt zum richtigen Zeitpunkt. In den vergangenen Tagen habe ich mir wohl wieder einen Schnupfen eingefangen, die ich ungern in eine Erkältung übergehen lassen möchte.

Was schön war: Das sage ich an Arbeitstagen ja nicht so oft, aber heute war tatsächlich ein rundum schöner Tag. Davon kann es gern mehr geben.

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Journal Donnerstag, 3.11.2016

Terminabsprachen mit der Zahnarztpraxis meines Vertrauens sind immer ein großes Vergnügen: Die Empfangsdame hat ’ne Berliner Schnauze wie aus’m Bilderbuch, ich amüsiere mich alle halbe Jahr wunderbar bei Terminvereinbarungen zur Zahnkontrolle.

Herr Schnuffke ist gerissen: Wenn er- im Schlaf!- mitbekommt, dass gegen 23 Uhr die Wohnung ruhig wird und das Licht ausgeht, beginnt er zu knuckern und nicht selten auch direkt zu jammern und erreicht so, dass er bei uns im Bett mitschlafen darf- ich habe nämlich keine Lust, vor dem eigenen Schlafengehen nochmal neben seinem Bett zu liegen, und hole ihn direkt zu uns. Die vergangenen Wochen schliefen wir also alle im Familienbett.

Jott war heute Nachmittag in einer KiTa in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und hat die Lage sondiert. Herr Schnuffke könnte zum nächsten KiTa-Jahr dort hinwechseln, die Zwillinge allerdings nicht. Die KiTa nimmt erst Kinder ab 2 Jahren auf, d.h. die Zwillinge könnten erst im Dezember 2018- oder, wenn tatsächlich nur zu Beginn des KiTa-Jahres eingewöhnt wird, Spätsommer 2019- dort eingewöhnt werden.

Ich seh mich schon mit drei Kindern nach Mitte fahren.

Kiki schreibt über Radio: In The Air Tonight. Hab ich gern gelesen, die Faszination der verschiedenen Sprachen und Dialekte kann ich gut nachvollziehen, das ging und geht mir immer noch so. Ansonsten ist Radio inzwischen kein Medium mehr für mich. So sehr nerven mich Moderatoren und die ewig gleiche Musik, das ich nicht einmal mehr nach Alternativen suchen möchte, sondern lieber gleich Podcasts oder eigene Musik höre.

Seit ich vor einiger Zeit auf The true size of… stieß, interessiert mich das Thema „Karten“ ein wenig mehr. Ich las danach viel über die Mercator-Projektionsmethode und ihre Problematiken. Darum las ich heute gespannt über die neue AuthaGraph-Kartenprojektionsmethode. Ich würde diese neue Karte gern mal in echt sehen, mal schauen wann es bei Amazon etc. die ersten Plakate gibt.

Was schön war: Im Büro ordentlich was wegarbeiten und in einem großen Chaos-Projekt Struktur und Ordnung reinbringen.

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Journal Mittwoch, 2.11.2016

Auf Twitter ging neulich ein Tweet rum, der sinngemäß aussagte, dass der Mensch das einzige Säugetier sei, das seine Kinder weckt. Ob das nun stimmt oder nicht, ist mir egal- ich weiß nur, das die anderen Säugetiere da mächtig was verpassen. Herr Schnuffke lacht uns nämlich jeden einzelnen Morgen beim Wecken an, und das ist das erste Highlight des Tages.

Vielleicht sind wir aber auch nur besonders talentierte Aufwecker.

Jott war heut beim Frauenarzt. Den Zwillingen geht es wunderbar. ER hat sich gedreht und liegt jetzt, wie SIE, mit dem Kopf nach unten. Beim Ultraschall haben die beiden wohl gekuschelt.
Ansonsten: Beide um die 42cm lang, ER: ~1900g, SIE: 1700g, beide wuschelhaarig wie Herr Schnuffke. Jotts Ärztin war begeistert von Jott als Bilderbuchschwangerer und möchte am liebsten bei der Entbindung dabei sein.

Wir besprechen das noch.

Im Büro viel an der Umstrukturierung und Neu-Organisation eines Projektes gearbeitet und dabei viel gelernt und zusätzlich noch Spaß gehabt.

Herr Schnuffke zahnt offenbar wieder. Er fasst sich dauernd in den Mund, sabbert viel und ist nochmal weinerlicher als die letzten Tage.

Das heutige Lichterfest in der KiTa fiel leider ins Wasser. Pünktlich zu Beginn um 16:30 Uhr fing es an zu regnen. Wir (meine Eltern, Herr Schnuffke und ich) verzichteten auf einen Regenspaziergang und setzten uns nach kurzer Beratung ab- keiner von uns war sonderlich erpicht darauf, bei 7°C nassgeregnet zu werden.

Gern gelesen: Senminuten. Pizza ist das tollste Essen der Welt- und verbindet.

Gegen Einwegbecher: Die Berliner S-Bahn verkauft neben Fahrdienstleistungen nun auch Mehrwegbecher. Gute Idee, aber leider trägt der Becher nicht die klassischen S-Bahn-Farben.

Was schön war: Das zum Großteil von Jott zubereitete Mittagessen für morgen. Während ich Herrn Schnuffke ins Bett brachte und dabei mit einschlief, buk sie Kürbis und Maronen, schnitt Salat klein und räumte die Küche auf. Toll.

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Journal Dienstag, 1.11.2016

Mit der letzten Rate diesen Monat- gerade überwiesen- ist unser Auto abbezahlt. Yay! Jetzt müssen wir uns die Daumen drücken, dass wir keinen Unfall damit haben, niemand reinfährt, es nicht abgefackelt wird- Berlin, Du raues Pflaster- oder generell irgendwas passiert, das großartige Reparaturen notwendig macht. Wir sind darauf angewiesen, dass das Auto irgendwann in nicht ganz so ferner Zukunft einen guten Preis erzielt, damit wir mit dem erlösten Geld ein neues, größeres Auto anzahlen können.

In der unbezahlten Spotify-Version wird häufig Werbung abgespielt. Daran habe ich mich gewöhnt, das ist nicht weiter wild. In den letzten Tagen/ Wochen gab es allerdings immer wieder sehr nervige Werbung, die erheblich lauter als normal war oder wo mit einem Mal furchtbare Musik anging (irgendwas elektronisches kaputt klingendes). Es ist maximal unschön, wenn ich beim Arbeiten mit einem Mal hochschrecke, weil mich die Werbung erschreckt.
Ich verstehe es vor allem nicht- die haben doch meine Daten, wieso spielen sie nicht einfach schlaue Werbung ab die zu mir passt?

Zum Glück lässt sich relativ einfach Abhilfe schaffen- man muss nur die Adressen der Ad-Hoster in die hosts-Datei eintragen.

Selbstverständlich tue ich so etwas verwerfliches nicht…

Bei der Kaltmamsell las ich vor Ewigkeiten mal was über Meyer-Zitronen. Verlinkt war darin der Beitrag kulinarisches wunder: meyer zitronen im handel, und darin verlinkt wiederum heureka! schönbrunner gold. Und wie ich diese beiden Beiträge so las, freute ich mich sehr über die sehr nerdige Zitrusfrüchtebegeisterung der Autorin Katharina Seiser.

Jedenfalls sind mir seitdem Meyer-Zitronen ein Begriff, und als ich heute in unserem Denns-Supermarkt eben jene Zitronen sah, habe ich daher vier Stück gekauft und werde sie möglichst bald ihrer Verwendung zuführen- vermutlich in Form von Pancakes, die will ich eh schon seit ’ner Weile machen.

Der Arbeitstag war heute richtig gut: Schön abwechslungsreich mit mir liegenden Aufgaben, relativ wenigen Störungen, immer mal wieder kurzen produktiven Feedbackschleifen und dem Gefühl, dass meine Arbeit sehr geschätzt wird. So kann es gern häufiger sein.

Jott hat die Vermutung, dass Herr Schnuffkes derzeitiges, teils etwas anstrengendes, Verhalten mit einem neuen Entwicklungsschub einhergeht. Das würde auch erklären, weshalb er seit kurzem wieder gelegentlich krabbelt (obwohl er inzwischen schon sehr gut läuft), wieder ab und an nuckelt und noch lieber als sonst getragen werden möchte.
Klingt für mich einleuchtend, ich lass mich überraschen was raus kommt.

Herr Schnuffke entdeckt die Musik. In einem seiner Bücher ist ein Sandmännchen abgebildet, und sobald er es sieht beginnt er das Sandmännchenlied zu „singen“ (in etwa „lalalala lalala la“), schaut uns auffordernd an und freut sich wie ein Schneekönig, wenn wir ihm das Sandmann-Lied vorsingen.
Sehr niedlich, das.

Was schön war: Auf der Rückfahrt von der Arbeit ganz viel lesen- meine Mama hatte Herrn Schnuffke abgeholt.

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Journal Montag, 31.10.2016

Schreck am Morgen: Als ich Jott und Herrn Schnuffke weckte, bekam Jott einen starken Krampf im Bein und litt erst einmal. Herrn Schnuffke wars allerdings egal, der schlief weiter und ließ sich lange und ausgiebig bitten, doch endlich aufzustehen.

Beim Aufbruch zur KiTa/ ins Büro vergaß ich Herrn Schnuffkes Buggy-Beutel mit Wechselklamotten, Brotbüchse und seinen Büchern. Vor allem letztere sollte ich am Abend schmerzlich vermissen. Die Anfahrt zur KiTa war dadurch nur bedingt stressiger, Herr Schnuffke ließ sich gut ablenken. Und Frühstück lässt sich ja in der Friedrichstraße gut kaufen.

Im Büro nicht eine Minute auf einer eigentlich geplanten Aufgabe gearbeitet, sondern stattdessen drumherum rotiert: Mal hier eingesprungen, mal da eingesprungen.
Nächste, spätestens übernächste Woche sollte es wieder ruhiger und entspannter werden, da unser halbjährliches Software-Paket dann ausgeliefert wurde.

Auf dem Heimweg gerieten wir vom Regen (nicht nur metaphorisch, es regnete tatsächlich) in die Traufe. Halloween- und feiertagsbedingt waren die Bahnen voller als voll, am Bahnhof Friedrichstraße mussten wir die erste S-Bahn davonfahren lassen und konnten uns nur mit viel Glück in eine zweite S-Bahn quetschen. In der Bahn selbst hattet Herr Schnuffke, müde und hungrig wie er war, einen Trotzanfall, weil wir weder Bücher noch sonstige Ablenkung dabei hatten. Als ich ihn gerade beruhigt hatte- das dauerte seine zehn Minuten-, stieß er sich beim Herumhampeln im Buggy den Kopf und weinte. Da half dann nur noch, ihn aus dem Buggy zu nehmen und auf meinen Arm zu setzen. Und dann mit Kind aufm Arm, Rucksack nur halb drauf und Buggy am Ostkreuz aus der Bahn raus… Das war vielleicht ein Akt.
Herr Schnuffke wollte dann selbstredend nicht zurück in den Buggy, sondern auf meinem Arm bleiben. Das wäre aber viel zu umständlich gewesen, so dass beim Versuch, ihn wieder rein zu setzen, der nächste Wutanfall folgte.

In der Bahn nach Erkner wollte er nochmal eines seiner Bücher haben und machte seinem Unmut über ihr Fehlen erneut lautstark Luft.
Als wir in Köpenick ankamen, waren wir beide fertig.

Morgen früh der doppelte Check, ob alles dabei ist.

Was schön war: Mit Jott die neue Folge Gotham gucken.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 30.10.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 29./30. Oktober 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Uhrumstellung
Die Nacht verläuft zum Glück anders als der Vorabend. Wir schlafen bis um 8 Uhr, frühstücken entspannt und dann obliegt mir die rituelle Aufgabe, alle Uhren umzustellen.

Zimmerpflanzen
Danach gehen Herr Schnuffke und ich in den Hof. Dort übersommerten unsere Zimmerpflanzen, die ich heute endlich mal umtopfe und für ihre Rückkehr in die Wohnung vorbereite. Herr Schnuffke rutscht in der Zwischenzeit und stapft durch die Gegend.

Blattwerk
Leider teilt er meine Freude am Herumlaufen in Laubhaufen nicht- ein eigens für ihn aufgeschichteter Blätterberg scheint ihm eher unheimlich zu sein. Schade. Ich kann ihn immerhin dazu überreden, ein paar Blätter durch die Gegend zu schmeißen.

Spielzeug
Nachdem die Zimmerpflanzen wohnungsfest gemacht sind, räume ich das im Hof verteilt liegende Kinderspielzeug zusammen. Es soll alles in den Keller, um dort den Winter zu überdauern und im nächsten Frühjahr wieder herausgeholt werden zu können.

Laubzilla
Bevor wir wieder in die Wohnung gehen und Jotts Kürbis-Curry-Nudeln essen, rascheln Herr Schnuffke und ich noch ein bisschen herum. Das Kind ist (im Gegensatz zu mir) nur mäßig begeistert.

Muße
Nach’m Essen legen sich Jott und Herr Schnuffke für ein Mittagschläfchen hin. Ich räume derweil auf und suche im Anschluss im Berliner Familienpass nach Aktivitäten und schaue mir die Gewinnspiele auf der dazugehörigen Website an.

Zumindest, bis mir einfällt dass wir im Dezember höchstwahrscheinlich besseres zu tun haben.

Ausflug
Am Nachmittag fahren wir alle zusammen nach Friedrichshagen. Der Plan war, ins im Sommer eröffnete Mokkafee zu gehen, einen Kaffee zu trinken und danach zum Spielplatz am Spreetunnel weiterzulaufen. Als wir noch in der Straßenbahn merken, dass es bereits dämmert, streichen wir den Spielplatz-Part, steigen dafür ein paar Stationen früher aus und spazieren durch die Bölschestraße. Wobei spazieren das falsche Wort ist, wir stop-and-go-en hauptsächlich- Herr Schnuffke findet nämlich geradeaus laufen doof und muss sich unbedingt ALLES am Wegesrand anschauen.

Buchhandlung
Im Kaffee rotiere ich vor allem um Herrn Schnuffke, der Hummeln im Hintern hat, nicht lange stillsitzen möchte und das lautstark kundtut. Das sorgt dafür, dass wir recht schnell wieder aufbrechen.

Nach Kaffee und Kuchen (das Kaffee war leergekauft, es gab nur noch zwei einsame Cookies, die nahmen wir) gings zurück nach Hause. Kurz nach diesem Bild wurde Herr Schnuffke in seinen Wagen gesetzt, ansonsten wären wir jetzt noch nicht da.

Exodus
Zu Hause dann Kind baden, Abendessen, Kind ins Bett bringen (heute lief es zum Glück besser als gestern) und den Abend gemeinsam mit Jott vor dem Fernseher ausklingen lassen. Wir guckten Exodus: Götter und Könige. Ein sehr bildgewaltiger und beeindruckender Film über den Auszug der Israeliten aus Ägypten, der an vielen Stellen allerdings sehr grausam und gewalttätig ist- eben so wie die Bibel auch.

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Der Ausflug mit Jott und Herrn Schnuffke.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 29.10.2016

Bäcker
Der Tag beginnt klassisch: Herr Schnuffke und ich holen Frühstücksbrötchen vom Bäcker. Wir sind etwas spät dran: Weil Herr Schnuffke nachts schlecht schlief, ewig bei Jott und mir im Bett rumzappelte und uns alle vom Schlafen abhielt, und er und ich daraufhin ins Wohnzimmer umziehen mussten, sind wir erst viertel Neun aufgestanden.

Kleine Fabriek
Nach dem Wocheneinkauf fahren wir alle zusammen nach Schöneberg in die Kleine Fabriek. Herr Schnuffke mutiert im Auto zu Dr. Schnuffkyl und Mr. Schnyde: Mal nörgelt, ningelt, quengelt und beschwert er sich langanhaltend, dann wiederum macht er Faxen und freut sich. Sehr anstrengend, vor allem weil der Verkehr heute fordernd ist und sich Jott konzentrieren muss.

Im Laden angekommen, geben wir nach der finalen Abstimmung unseren Zwillingskinderwagen in Auftrag. Zum Glück gibt es Zwillingsrabatt… Wir lassen trotzdem eine ordentliche Stange Geld im Laden. In ein paar Wochen wird der Wagen geliefert.

Herr Schnuffke darf währenddessen Laufräder und Dreiräder ausprobieren.

Papalacup
Nach dem Kinderwagenkauf haben wir Hunger. Uns wird das Papalacup 100 Meter weiter empfohlen. Wir laufen hin, bestellen Essen und… warten. Und warten und warten und warten. Eine Stunde lang. Eine Stunde, in der Herr Schnuffke mitunter lautstark seinen Willen durchsetzen möchte und kundtut, dass er alles doof findet. Wir können ihn nur mit gut zureden, Knabbersalzstangen und Blaubeeren beruhigen.

Als das Essen schließlich kommt (Wiener Schnitzel für Jott, Pancakes für Herrn Schnuffke, Käsespätzle für mich) schmeckt es uns allen hervorragend. Die Stunde Wartezeit hätte trotzdem nicht sein müssen. Immerhin werden uns als Zeichen des guten Willens die Getränke erlassen, das ist eine nette Geste. Wer weiß, was da in der Küche los war.

Auf dem Rückweg schläft Herr Schnuffke zum Glück bald ein und gönnt uns so etwas Ruhe.

Klo-Strumpfhose
Wieder zu Hause treffen wir die letzten Vorbereitungen für die Halloween-Kinderparty bei unseren Nachbarn von oben, auf die wir eingeladen sind.
Herr Schnuffke signalisiert recht bald, dass er „Aa Aa“ (er sagts tatsächlich genau so) muss, und kippt nach Töpfchenbenutzung mit großer Freude den Töpfcheninhalt ins Klo. In einem halbwegs unbeobachteten Moment folgen erst seine Strumpfhose und danach die Windel.
Immerhin spült er nicht.

Kotzender Kürbis
Während ich mich um Herrn Schnuffke kümmere, bastelt Jott einen Guacamole-kotzenden Kürbis zusammen.

Stehender Drache
Als wir eintreffen, ist die Party in vollen Gange. Eine ganze Menge Menschen sorgen für ordentlich Trubel. Unser kleiner gelb-grüner Drache muss das Treiben erstmal vom Sofa aus begutachten, bevor er auftaut.

Sitzender Drache
Nach ein paar Stunden Party hängen auch dem stärksten Drachen die Flügelchen durch. Wir verabschieden uns gegen 19:15 Uhr. Ich freue mich auf ein k.o.-es Kind, das schnell schlafen wird.

Das war natürlich total dämlich.

Deko
Halloween-Party-Deko. Unsere Nachbarn von oben haben sich superviel Mühe gegeben.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Herr Schnuffke brauchte eine geschlagene Stunde Einschlafbegleitung. In dieser Stunde wurde ich begrabbelt, gekniffen, gehauen, angestupst und mit „Da? DA? DAAA?“ genervt. Zusätzlich lag er natürlich nicht still, sondern drehte sich alle drei Minuten um, wollte sein Trinken haben, seine Hände unter mir verstecken und sich auf meinen Arm legen. Und wenn ich Anstalten machte, mich zu bewegen, ging das Gejammere los.
Ich hasse es so unglaublich. Wenn es eine Sache gibt, die ich gern auslagern möchte, dann dieses elende Schauspiel am Abend. Jeden verdammten Abend ist es dasselbe. Unter 40 Minuten komme ich nie raus, und im Endeffekt zieht das Kind jedes Mal die selbe Show ab, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt.

Das schlimmste daran ist aber: Das Kind quält sich. Herr Schnuffke ist müde und kaputt und schafft es aber nicht, runterzukommen. Er muss sich scheinbar immer erst so verausgaben, bevor er einschlafen kann.

Nachdem das Kind endlich eingeschlafen war (nach gut 50 Minuten hatte Jott auf meine Bitte hin übernommen) räumte ich die Küche auf, war damit 22 Uhr fertig, setze mich an den Rechner… Und eine halbe Stunde später wachte das Kind durch einen Hustenanfall auf und das Einschlafspiel begann von vorn. Zum Glück nur 15 Minuten.

Ich hoffe, die Zwillinge sind in der Hinsicht einfacher zu handhaben.

Was schön war: Eine nette Twitter-DM á la „Du bist nicht allein“.

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Journal Freitag, 28.10.2016

Wir sind in Sachen Namensfindung einen großen Schritt weitergekommen. Für IHN stehen erster und zweiter Name fest, für SIE zumindest der erste Name (beim zweiten muss ich noch ein bisschen überlegen).

Hurra!

Nun fehlen nur noch die Blog-Namen. Aber da muss ich ja niemanden fragen, sondern kann mein eigenes Süppchen kochen.

Herr Schnuffke ist gerad wieder in einer Phase, in der er etwas nöliger ist. Also viel Gequengel, viel Kuscheln, niedrigere Frustrationsgrenze. Die letzte Phase dieser Art begleitete einen Entwicklungsschub, mal gucken was die nächsten Tage und Wochen diesbezüglich bringen.

In der S-Bahn, auf dem Heimweg, sprach uns eine etwas ältere Frau an.

Sie: „So ein hübscher Junge! So toll! So niedlich!“
Ich: „Jo, danke.“
Sie: „Wird sicher mal ein schöner Mann.“
Ich: „Bestimmt. Dauert aber noch’n bisschen.“
Sie: „Wird genau mein Typ, ich steh auf blond.“

W-T-F?!

Im Büro konnte ich heute direkt ein weiteres Vorstellungsgespräch führen, diesmal zusammen mit einer Kollegin. Hat auch Spaß gemacht, und aus dem Vorgehen und der Art und Weise der Kollegin konnte ich noch was lernen.

Mein Unterbewusstsein kann den Wecker morgens ausschalten, ohne das ich wach werde oder beim Aufwachen anderthalb Stunden später auch nur den Hauch einer Erinnerung an das Weckerklingeln oder das Ausschalten habe. Es wird also mal wieder Zeit für einen neuen Weck-Ton, der noch nicht verbraucht ist.

What I learned about languages just by looking at a Turkish typewriter ist ein langer, wunderbar nerdiger Post über Schreibmaschinen-Tastatur-Layouts.

Was schön war: Die Namensfindung.

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Journal Donnerstag, 27.10.2016

Die aktuellen Bauarbeiten auf der Stadtbahn sind (bislang) gut für Herrn Schnuffke und mich: Da offenbar eine große Anzahl an Pendlern auf Ausweichrouten/ andere Verkehrsmittel umsteigt, sind die Bahnen morgens und abends wesentlich leerer als normalerweise. Dadurch erwische ich sogar gelegentlich einen Sitzplatz, was für ein Luxus.

Eines der in den USA bestellten Bücher wurde die Woche geliefert. Beim Durchblättern fiel ein Scheck heraus: 16 Jahre alt, über 320$. Ob man den noch einlösen kann?

Im Büro vertrat ich heute spontan eine Kollegin in einem Vorstellungsgespräch. Nur der Bewerber und ich, das war merkwürdig. Vorstellungsgespräche kenne ich bislang nur aus Bewerberrolle, dementsprechend merkwürdig war es, einmal auf der anderen Seite zu sitzen. Nach einer guten Stunde hatte ich im lockeren Gespräch alles erfahren, was ich wissen wollte, und hoffentlich auch ein gutes Bild von der Firma gezeichnet.

Das hat durchaus Spaß gemacht, mal schauen ob sich das wiederholen lässt.

Das Herr Schnuffke immer größer wird, ist schön, stellt mich aber vor immer neue Herausforderungen. Beim Abendessen griff er plötzlich nach einem Gegenstand, der bislang außer Reichweite lag- so dachte ich zumindest. Inzwischen aber nicht mehr, und so hielt er mit einem Mal ein sauscharfes Messer in der Hand. Mir stockte kurz das Blut in den Adern, dann war ich mit einem großen Satz bei ihm und hatte es ihm weggenommen, eh er sich damit weh tun konnte.
Gerade nochmal gut gegangen. Und die Messer lege ich in Zukunft ganz woanders hin.

Am Abend hatten Jott und ich einen Termin mit unserem Finanzberater (klingt toll, oder? Ein alter Bekannter von Jotts Mama, der sich aus Nettigkeit mit uns hinsetzt- ansonsten wären wir kein sonderlich attraktiver Partner). Wir lassen uns beraten hinsichtlich Immobilienkauf, Kredit, Kredithöhe und allem was damit zusammenhängt.

Ich sags mal so: Ein Lottogewinn- mindestens 50.000 Euro- würde die ganze Chose stark vereinfachen. Denn dann hätten wir immerhin nennenswertes Eigenkapital (andere Wege, da ran zu kommen, sehe ich ehrlich gesagt nicht- klar könnten wir erben, aber das kann ruhig noch ein paar Jahrzehnte auf sich warten lassen).

Immerhin sind Jott und ich- wir machen unsere Hausaufgaben- schon etwas schlauer als noch vor drei Monaten. Die Entscheidungen, ob Eigentumswohnung oder Häuschen und Berlin oder Brandenburg sind mehr oder weniger pragmatisch gefällt- das Häuschen im (erweiterten) Speckgürtel ist immerhin noch haaaaalbwegs realistisch (unter bestimmten Voraussetzungen).

Was schön war: Mit Jott offenbar einen großen Schritt kommen bei der Namensfindung.