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Journal Donnerstag, 27.10.2016

Die aktuellen Bauarbeiten auf der Stadtbahn sind (bislang) gut für Herrn Schnuffke und mich: Da offenbar eine große Anzahl an Pendlern auf Ausweichrouten/ andere Verkehrsmittel umsteigt, sind die Bahnen morgens und abends wesentlich leerer als normalerweise. Dadurch erwische ich sogar gelegentlich einen Sitzplatz, was für ein Luxus.

Eines der in den USA bestellten Bücher wurde die Woche geliefert. Beim Durchblättern fiel ein Scheck heraus: 16 Jahre alt, über 320$. Ob man den noch einlösen kann?

Im Büro vertrat ich heute spontan eine Kollegin in einem Vorstellungsgespräch. Nur der Bewerber und ich, das war merkwürdig. Vorstellungsgespräche kenne ich bislang nur aus Bewerberrolle, dementsprechend merkwürdig war es, einmal auf der anderen Seite zu sitzen. Nach einer guten Stunde hatte ich im lockeren Gespräch alles erfahren, was ich wissen wollte, und hoffentlich auch ein gutes Bild von der Firma gezeichnet.

Das hat durchaus Spaß gemacht, mal schauen ob sich das wiederholen lässt.

Das Herr Schnuffke immer größer wird, ist schön, stellt mich aber vor immer neue Herausforderungen. Beim Abendessen griff er plötzlich nach einem Gegenstand, der bislang außer Reichweite lag- so dachte ich zumindest. Inzwischen aber nicht mehr, und so hielt er mit einem Mal ein sauscharfes Messer in der Hand. Mir stockte kurz das Blut in den Adern, dann war ich mit einem großen Satz bei ihm und hatte es ihm weggenommen, eh er sich damit weh tun konnte.
Gerade nochmal gut gegangen. Und die Messer lege ich in Zukunft ganz woanders hin.

Am Abend hatten Jott und ich einen Termin mit unserem Finanzberater (klingt toll, oder? Ein alter Bekannter von Jotts Mama, der sich aus Nettigkeit mit uns hinsetzt- ansonsten wären wir kein sonderlich attraktiver Partner). Wir lassen uns beraten hinsichtlich Immobilienkauf, Kredit, Kredithöhe und allem was damit zusammenhängt.

Ich sags mal so: Ein Lottogewinn- mindestens 50.000 Euro- würde die ganze Chose stark vereinfachen. Denn dann hätten wir immerhin nennenswertes Eigenkapital (andere Wege, da ran zu kommen, sehe ich ehrlich gesagt nicht- klar könnten wir erben, aber das kann ruhig noch ein paar Jahrzehnte auf sich warten lassen).

Immerhin sind Jott und ich- wir machen unsere Hausaufgaben- schon etwas schlauer als noch vor drei Monaten. Die Entscheidungen, ob Eigentumswohnung oder Häuschen und Berlin oder Brandenburg sind mehr oder weniger pragmatisch gefällt- das Häuschen im (erweiterten) Speckgürtel ist immerhin noch haaaaalbwegs realistisch (unter bestimmten Voraussetzungen).

Was schön war: Mit Jott offenbar einen großen Schritt kommen bei der Namensfindung.

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