Pünktlich zur letzten Arbeitswoche stellt sich eine Erkältung ein. Um die idealerweise bereits im Keim zu ersticken, versuch ich an Schlaf rauszuholen was geht…
Autor: herrpaul_
[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 08./09. Juli 2017 verlinkt.]
Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.
–
Beide Zwillinge sind seit ein paar Tagen erkältet, das schlägt sich arg auf die Schlafqualität nieder. Die Nasen sind nämlich vor allem Nachts mal wieder bombendicht verstopft, dazu quält sie ein fieser Husten. Heute Nacht war’s besonders schlimm, gegen 4 Uhr fing G an zu husten und zu schniefen und fing irgendwann so zu weinen an, dass Jott schlussendlich mit ihr ins Wohnzimmer ging, damit sie nicht auch noch den sehr unruhig schlafenden J weckte. Der Krach hatte allerdings gereicht, Jotts Mama zu wecken, die schlussendlich G mit zu sich ins Bett nahm und Jott und mir noch ein bisschen Ruhe ermöglichte (sonst hätte ich mich erbarmt, G übernommen und Jott wieder ins Bett geschickt). G schlief zum Glück kurz darauf wieder ein.
Drum stand ich heute dann auch nicht kurz nach Fünf mit dem Wecker auf, sondern drusselte noch ein bisschen vor mich hin und schlich mich erst gegen 6 Uhr aus dem Schlafzimmer. Jott ließ ich noch ein bisschen schlafen, die ist momentan, auch mit normalen Nächten, sehr k.o. und braucht die zusätzliche Ruhe.
–
Vormittags nutzten Jott und ich die Anwesenheit von Jotts Mama aus: Jott stellte bei Mamikreisel Unmengen an Babyklamotten ein, ich pusselte in der Wohnung herum und kam so auf über 5000 Schritte- allein durch Kram verräumen, hier was putzen, da was putzen, usw. usf.
Nachdem die Zwillinge ihren Mittagsbrei gegessen hatten, brachen wir alle zusammen auf: Jotts Mama fuhr zurück nach Magdeburg, Jott und ich zu einer Wohnungsbesichtigung in Friedrichshagen. Die Wohnung sah in der Anzeige ziemlich gut aus, entpuppte sich bei der Besichtigung allerdings als nicht so wirklich passend für uns.
Nach der Besichtigung schaukelten wir die Zwillinge im Kinderwagen in den Schlaf und aßen bei Tresoli in der Bölschestraße (sehr zu empfehlen) Mittag. Das war total toll: Im Kinderwagen schliefen die Babys, und am Tisch daneben saßen Jott und ich und konnten ganz entspannt erzählen und essen. Selbst als erst J und wesentlich später G wach wurden, lief es gut: Beide bekamen ein bisschen Focaccia, beschäftigten sich dann damit und guckten anschließend recht entspannt in die Gegend.
–
Am Abend brachten meine Eltern M zurück zu uns. Es ist schön, dass er wieder da ist.
–
Am Abend große Erschöpfung bei Jott und mir. Daher der Versuch, frühzeitig ins Bett zu gehen.
–
M hat heute nach dem Zähneputzen und Abtrocknen seinen ersten 6-Wort-Satz gesagt: „Meine Hände ist noch nicht trocken“. Stimmte auch, die waren noch feucht.
In den letzten Wochen hat sich sein Sprachgebrauch unwahrscheinlich verbessert- es ist jetzt tatsächlich möglich, kleinere Gespräche mit ihm zu führen. Und seinen Willen zu formulieren gelingt ihm auch immer besser.
–
Noch drei Arbeitstage, dann beginnt die Elternzeit. Hurra!
–


Journal Samstag, 8.7.2017
Ich nahm heut ganztägig an einem Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle teil. Das hatte ich vor ungefähr zwei Jahren schon einmal mit Jott zusammen gemacht, der heutige Kurs diente der Auffrischung. War auch ganz sinnvoll, es kann nie schaden wenn man den Ernstfall bereits durchgespielt hat. Falls mal was mit den (eigenen oder fremden) Kindern sein soll, stehe ich hoffentlich nicht paralysiert da/ laufe panisch durch die Gegend.
Die Zwillinge wurden tagsüber von Jott und ihrer Mama betreut, ich übernahm nach Heimkehr. Während ich bespielte, fütterte und zu Bett brachte, fuhren Jott und ihre Mama zu Ikea und kauften Dinge und Sachen.



–
Was schön war: Nahezu reglos (lediglich eisessend), die Füße von mir streckend, auf der Couch sitzen und sinnlos TV gucken, nachdem die Zwillinge eingeschlafen waren.
Journal Freitag, 7.7.2017
Heute vor zehn Jahren. Jott und ich warten am U-Bahnhof Turmstraße auf die Ankunft des 245ers, um zum Deutsch-Französischen Volksfest zu fahren. Wir treffen uns seit ein paar Wochen, die Dinge laufen gut, wir verstehen und mögen uns. Wir quatschen, irgendwann die naive Frage, wie unsere Situation ist, wie es denn weitergehe… Und dann stellen wir eben fest, dass wir ja jetzt doch irgendwie zusammen sind, Freund und Freundin, ein Pärchen.
–
Heute, vor 16 Stunden. Die Nacht war unruhig, die Kinder schliefen schlecht. Ich bin müde, Jott ist müder. Während ich die Zwillinge füttere, duscht Jott. Nach dem füttern gehe ich ins Bad, gebe Jott einen Kuss, sage „Alles Gute zum Zehnjährigen, [insert Kosename here]“, ernte verwirrte Blicke und dann ein Lächeln.
–
Wenns das Lächeln in erneut zehn Jahren immer noch gibt, bin ich ein glücklicher Mann.
Von Jott und den Zwillingen aus dem Büro abgeholt worden. Jott brachte Eis für die Kollegen mit, und dann stellte ich den anwesenden Team-Mitgliedern Frau und Kinder vor. Das war ganz nett mitanzusehen, ich glaube ich habe meine Teamleiterin, selbst Mama von anderthalb Kindern, noch nie so strahlen sehen.
Nächsten Mittwoch kommen die drei nochmal ins Büro, anders bekomme ich den ganzen Kram für Ms KiTa-Abschied und meinen Elternzeit-Abschied nicht in die Stadt (mit dem Auto ist keine Option).
–
Die Zwillinge aßen heute Mittag erstmals Nudeln, und wenn ich Jotts Aussagen richtig interpretiere, fanden sie das beide richtig, richtig toll.
… und in einem Jahr sitzen dann alle drei Kinder bei uns am Küchentisch und essen selbstständig. Das wird großartig.
–
Ich verstehe nicht so recht, was das Anzünden von Autos mit dem Protest gegen den G20-Gipfel zu tun hat. In diversen Videos, die momentan umhergehen, sieht man, wie selbst schrapelige Kleinwagen in Flammen aufgehen. Was soll das? Wenn ich mir vorstelle, dass unser Auto abgefackelt wird, und was da alles dran hängt… Ich habe Verständnis für friedliche Proteste gegen den Gipfel, aber nicht für die mutwillige Beschädigung von Eigentum anderer.
–
Wieso dauern zwei Minuten auf der Bus-Anzeigetafel selten zwei Minuten? – weshalb die elektronischen Anzeigetafeln an Bus- und Bahnhaltestellen anzeigen, was sie anzeigen, und was DAISY damit zu tun hat.
–
–
Was schön war (lange sträflich vernachlässigt, dabei gibt es doch jeden Tag mindestens einen schönen Moment, sei er auch noch so flüchtig): Abends zusammen auf der Couch sitzen und Vaiana gucken.
Journal Donnerstag, 6.7.2017
M wurde heute wieder von meiner Mama abgeholt und wird ein verlängertes Wochenende im Brandenburgischen verbringen. Soll heißen: Wir müssen uns für die nächsten Tage nur um die Zwillinge (und uns, aber wir sind ja schon groß) kümmern. Das sollte einen Ticken einfacher sein als alle drei Kinder im Haus zu haben.
Passend dazu kommt morgen Abend Jotts Mama zu Besuch und bleibt über das Wochenende. Das kommt uns sehr gelegen: Ich nehme am Samstag an einem Erste-Hilfe-Kurs bei Kindernotfällen teil, und so ist Jott nicht allein.
–
Im Büro von einer heimtückischen, unter der Treppe lauernden Taube erschreckt worden. Die flog auf, als ich die Treppe zur Dachterasse hinunter ging.
–
Jott und ich haben unsere Wirtschaftskonto-Überweisungen umgestellt. Bislang zahlten wir jeder, abhängig vom Einkommen, eine bestimmte Summe auf das Konto ein. Dadurch behielten wir ungleiche Summen als „Restbestand“ übrig. Das haben wir zum Juli geändert: Wir behalten beide exakt die selbe Summe zur privaten Verfügung, der Rest wandert komplett auf das Wirtschaftskonto. So ists gerechter.
–
Die Zwillinge wachsen und wachsen. Sie sind inzwischen bei Größe 80 angekommen, hoffentlich tragen sie die wie M etwas länger.
Parallel dazu tritt M in meine Fußstapfen: Er hat ziemlich große Füße und braucht inzwischen Schuhgröße 26…
–
Nach der Arbeit traf ich mich auf ein Eis mit Jott in Friedrichshagen. Sie kam vom Kennenlern-Gespräch mit der Erzieherin, die die Eingewöhnung für M und die Zwillinge machen wird. Ich bin nach Jotts Erzählungen gespannt auf die Dame.
Trauriger Vorfall: Direkt beim ersten Anlecken fiel mein Eis aus der Waffel- es war nicht fest genug in die Waffel gedrückt worden. Meine Reaktion lag irgendwo zwischen „Ich betrauere laut schluchzend den Verlust“ und „Ich weine innerlich, lasse mir aber nichts anmerken“.
(Ich kaufte mir dann ein neues Eis, das ich sehr, sehr vorsichtig aß)
–
Im Büro heute im Feedbackgespräch sehr viel positives Feedback bekommen.
–
G hat offenbar Bauchschmerzen und dadurch massive Einschlaf-Probleme. Inzwischen schläft sie, aber nur in Bauchlage und nur mit Nucki im Mund. Sobald der rausfällt, weint sie. Ich bitte um gedrückte Daumen fürs Verschwinden der Bauchschmerzen und eine ruhige Nacht für uns alle.
–
Deine Mudda. Ganz, ganz groß, und ganz, ganz schlimm. Bislang belächelte ich Artikel à la „Die Latte-Macchiato-Mütter aus’m Prenzl’berg“ ja- auch, weil ich sie ungefähr ein Mal im Jahr mitbekomme-, aber diese Sammlung an Bösartigkeiten macht mich sprachlos.
–
Privilege means that some of us have advantages over others for any number of reasons we don’t control — like who we are, where we come from, the color of our skin, or certain things that have happened in our lives.
Sollte man sich immer mal wieder ins Gedächtnis rufen. Gerade dann, wenn man urteilen möchte (ich versage da ziemlich oft drin).
–
Twitter, die Tage. Meine Timeline ist ein Flausch-Orkan, aber einen Schritt weiter tobt der Mob.
–
[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]
Die Nacht ist ganz okay. Dank meiner Marotte, immer aufs Handy zu gucken wenn ich wach bin, weiß ich, wann welches Kind kam. 0:44 Uhr weint M, muss aber nicht groß beruhigt werden. 3:09 Uhr ist J wach und hat HUNGER. Während ich ihn sanft auf dem Arm wiege, bereitet Jott ihm ’ne Flasche zu und füttert ihn. 4:37 Uhr steckt G den Kopf nach oben, lässt sich aber durch einen Nuckel beruhigen. 5:09 Uhr klingelt der Wecker, den ich im Halbschlaf ausschalte. 5:24 Uhr ist G wieder wach, diesmal so richtig. Ich stehe also leise auf, schnappe mir G, Ms Babyphone und die vorbereiteten Flaschen und ziehe ins Wohnzimmer. Dort wird G gewickelt und kann dann auf der Spieldecke spielen, während ich dusche.
Danach wecke ich J und Jott, und während ich beide Babys gleichzeitig füttere (ein Hoch auf die Wippen!), duscht Jott (gut) und zieht sich an (schade).
Danach das übliche: M wecken, Frühstücken, fertig machen, Aufbruch. Wir erwischen mit Müh und Not die Bahn um 7:37 Uhr. M hat keine große Lust auf Bahnfahren und will immer auf’n Arm. Das ist doof, mir ist ein bisschen schwindelig und die Bahn wackelt heute gefühlt mehr als sonst. Also hocken wir nur an der Tür. M mosert rum, gibt sich aber damit zufrieden sich auf mein Bein setzen zu können.
Nachdem ich M ~8:30 Uhr in der KiTa abgeliefert habe, laufe ich ins Büro. Unterwegs fängt es an zu regnen. Ich bin genervt, dieser Sommer kennt bislang nur die Extreme 30°C und aufwärts oder aber Mistwetter bei 18°C. Im Büro kaufe ich mir als erstes das Die Ärze Livealbum Die Nacht der Dämonen, das Hören muntert mich ein wenig auf. Ansonsten suche ich nach Arbeit, denn momentan ist eine eher ruhige Phase- es ist gar nicht schlecht, dass ich ab Mitte der kommenden Woche in Elternzeit gehe.
10:30 Uhr findet eine Telefonkonferenz mit einem unserer Kunden statt. Wir tauschen uns über den Projektstand aus, und dann kündigt unsere Ansprechpartnerin an, dass wir uns alle mal kennen lernen sollten. Das ist erfreulich, denn es beweist uns das die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden soll. Außerdem kündige ich meine Elternzeit an und erkläre, wer mich vertreten wird. Die Nachricht wird positiv aufgenommen, wir erzählen noch ein bisschen und dann ist die TelKo auch schon vorbei.
Danach erzählt eine Kollegin von ihrem Scrum-Lehrgang. Ich find das spannend und nötige sie, dazu ein Meeting abzuhalten, in dem sie ihre Learnings unter die Leute bringt.
Zwischenzeitlich sind in unserem Ticket-System neue Bugs vom Kunden eingestellt worden. Ich prüfe, wodurch die Fehler entstanden sind, und entscheide, ob die Behebung des Fehlers kostenpflichtig für den Kunden ist oder aber kostenfrei für ihn erfolgen kann- das ist, je nach Ticket, ein recht komplexer und teils auch langwieriger Vorgang, der aber relevant für die Projekt-Budgetierung ist.
Gegen 13 Uhr folgt eine kurze Mittagspause. Der Regen und auch die Wolken haben sich verzogen, und so setze ich mich auf die Dachterrasse, esse meine Stullen, lese ein bisschen Internet und hänge nebenbei in der Service-Hotline meiner Krankenkasse. Für die furchtbare Magen-Darm-Woche im Mai hat mein Arbeitgeber trotz Krankschreibung aufs Kind mein normales Gehalt weiter gezahlt, die Krankenkasse muss also kein Krankengeld überweisen. Ich komme nicht durch und gebe irgendwann mit dem Vorsatz, es später erneut zu versuchen, auf.
Nach der Pause projektmanage ich so vor mich hin, als die Scrum-Kollegin wiederkommt und mir Kuchen mitbringt. Hurra! Den verputze ich bei einer Tasse Kaffee, und komme dann auch bei der Krankenkasse durch. Nachdem die Situation geklärt ist, erfahre ich noch nebenbei, dass ich die Kind-Krank-Meldungen auch per Mail an eine spezielle E-Mail-Adresse schicken kann und damit nicht zum Briefkasten/ zur Post laufen muss. Nochmal hurra!
Weil heute Badetag für die Kinder ist, verlasse ich das Büro etwas früher, hole M aus der KiTa ab und fahre mit ihm nach Hause. Die Bahnen sind unglaublich voll, und M hat nur Flausen im Kopf bzw. möchte gern auf den Arm. Ungünstig, wenn man sich nichtmal richtig drehen kann weil die Leute dicht an dicht stehen. Ich schaffe es aber, ihn halbwegs ruhig zu halten. Am Ostkreuz drängeln wir uns durch die Menschenmassen und erwischen die Anschluss-Bahn nach Köpenick. Die ist leerer, M und ich ergattern jeder einen Sitzplatz. Bevor M nun wieder aufdreht, durch die Bahn flitzt oder Krach macht- danach ist mir heute nicht, mir ist immer noch (oder schon wieder?) etwas schwindelig- kann ich ihn überreden, ein Buch mit mir anzugucken. Er sucht sich selbst das Grüffelo-Buch aus und fiebert auch diesmal voll mit, als der Grüffelo auftaucht- inklusive „Oh nein! Oh nein!“ und weggucken. Fuchsspieß, gezuckerte Eule, Schlangenpüree, Maus auf Butterbrot und Grüffelo-Grütze hinterlassen Eindruck bei ihm, diese Worte murmelt er auf dem Heimweg vor sich hin.
In Köpenick bestelle ich beim fahrenden Becker ein Blech Kirschkuchen mit Streuseln für meinen letzten Arbeitstag vor der Elternzeit nächste Woche. Danach laufen M und ich nach Hause und wackeln (ich) und tanzen (er) dabei vor uns hin.
Die halbe Stunde früher gehen zahlt sich aus, M und ich kommen ~17:15 Uhr zu Hause an. Wir werden von Jott, den Zwillingen und Jotts Papa erwartet. Der hat eine Weiterbildung in Berlin und kann uns daher besuchen.
Schnell baden wir alle Kinder, dann gibts ~18:30 Uhr Abendbrot. Ich bringe die Zwillinge ins Bett, dann gucken wir zusammen das Sandmännchen (#teamjanundhenry). Danach verabschiedet sich Jotts Papa. Während Jott M ins Bett bringt, räume ich die Küche auf. Als Jott bei M fertig ist- er schläft noch nicht, liegt aber im Bett und erzählt noch ein bisschen vor sich hin- besprechen wir das nötigste und dann hat jeder Freizeit. Jott guckt Greys Anatomy, ich kümmer mich um den WmDedgT?-Eintrag.
Journal Dienstag, 4.7.2017
Js Verhalten weist derzeit parallelen zu den furchtbaren ersten drei Lebensmonaten der Zwillinge auf. Er schafft es nicht, selbstständig einzuschlafen, er jammert sehr viel, er schreit auch recht viel (aber das zum Glück wirklich weniger als früher) und wir haben teils Probleme, ihn zu beruhigen. Vermutlich steckt er tief, tief in einem Schub. Mal gucken was er nach Ende davon kann.
–
Wipp wipp hurra: Wie das so morgens in der Küche aussehen kann.
–
M ist wieder zu Hause. Meine Eltern brachten ihn beide zum Abendbrot wieder zu uns. Das wird allerdings nur ’ne kurze Woche im gewohnten Umfeld- am Donnerstag holen sie ihn schon wieder ab für das nächste lange Wochenende im Brandenburgischen.
–
Noch sechs Tage bis zur Elternzeit. Auch wenn die zwei Monate knüppelhart anstrengend werden, freu ich mich sehr drauf.
–
Gleichzeitig rückt die KiTa-Schließzeit näher. Noch weiß M nicht, dass die KiTa über den Sommer schließt und das er danach eine andere KiTa besuchen wird. Ich muss morgen mal die Erzieherinnen fragen, wie wir ihm das erklären können.
–
Der gestrige Ausbruch aus der Routine hat ganz schön geschlaucht- gestern Abend fiel ich absolut knülle ins Bett und schlief binnen weniger Sekunden ein.
–
Ein ganz spannender Beitrag zu den Auswirkungen, die die Ehe für alle haben kann: #EHEFÜRALLE: ALLES/NICHTS VERÄNDERT SICH
Wenn plötzlich nicht mehr rund 10 % Bevölkerungsanteil homosexuell sind, sondern 20 oder 30, weil die aus dem gesellschaftlichen Stigma resultierende Dunkelziffer plötzlich gut ausgeleuchtet im Zentrum der Gesellschaft steht? Und welche Auswirkungen das wiederum auf Geburtenraten, Geschlechterverhältnis und Gesellschaftshierarchien hat? Entsprechende Gesellschaftsmodelle in anderen Ländern sind viel zu jung, um die langfristigen Auswirkungen, die sich ja in vielen Bereichen oft erst nach Jahrzehnten zeigen, sichtbar zu machen.
Das ist übrigens einer der Gründe, weshalb ich das Blog von Meike Lobo so gern lese: Der Erkenntnisgewinn für mich ist sehr hoch. Ich lese da oft von Dingen, an die ich gar nicht denken würde. Ganz konkret, um auf das verlinkte Thema zurückzukommen: Ich freue mich über die Ehe für Alle, habe aber keinen Deut daran gedacht was das eventuell für die Gesellschaft bedeuten könnte, wenn eine „Randgruppe“ plötzlich keine Randgruppe mehr sein muss.
–
Warum man sich nicht selbst zerfleischen sollte, wenn man mal ausflippt: Heute schon ausgeflippt? Ein Rat an alle Mütter mit dünnen Nerven
Ich werde in der Öffentlichkeit immer als sehr ruhig und besonnen wahrgenommen. Bin ich aber nicht. Die Kinder bringen mich tagtäglich an meine Grenzen und auch mal darüber hinaus- und dann werde ich auch laut. Auch den Babys gegenüber. Im Normalfall fühle ich mich danach wie der schlechteste Vater der Welt und denke mir, dass die Kinder etwas besseres verdient haben.
–
Journal Montag, 3.7.2017
Heute keine Arbeit, sondern ein Erste-Hilfe-Kurs für Ersthelfer im Betrieb. Hab ich mich freiwillig für gemeldet, weil ich das wichtig finde.
Und weil ich da ja möglichst viel mitnehmen wollte, hab ich mich direkt für den Großteil der Übungen als Freiwilliger gemeldet. Meine Erfahrungen aus den bisherigen Erste-Hilfe-Kursen war nämlich, dass allein vom Zugucken nicht viel hängen bleibt.
–
Während ich da so mitten in Kreuzberg saß und mir erklären ließ, wie ich verunfallte Personen in die stabile Seitenlage bringe, Verbände anlege, und Menschen reanimiere, fiel mir ein, dass ich ja eigentlich mal gucken könnte wie weit Pasam Baklava von mir entfernt ist. Mit einem Besuch da liebäugel ich schon seit Ewigkeiten, seit ein Kollege in einem früheren Job anlässlich seines Geburtstags mal ’ne riesige Schachtel mit Süßkram mitgebracht hat. Aber ach, Schöneberg ist halt ewig von Köpenick entfernt und nach der Arbeit ist ja so ’ne Sache mit Kind und durchgetakteten Tagesablauf… Heute jedenfalls stellte ich fest, dass es nur 12 Minuten Wegzeit bis dorthin sind. Und als ich das feststellte, hatte ich einen Geistesblitz: Vor einiger Zeit las ich über die Konditorei Damaskus und fand das alles ganz interessant. Also direkt mal geschaut, wie lang der Fahrtweg dorthin ist, und, oh schön, 14 Minuten- und in Heimweg-Richtung. Das war noch viel besser als die 12 Minuten in Gegenrichtung.
Also fuhr ich nach dem Kurs in die Sonnenallee zur Konditorei Damaskus, bestellte ein kleines Probierpaket und ging mit ~400g Baklava und anderen Süßigkeiten wieder raus.

Zu Hause wurde gekostet, und was soll ich sagen: Ich bin jetzt ein sehr, sehr glücklicher Paul.
–
Ich suche einen Rucksack. Er soll stabil sein, viel Stauraum bieten, nicht total hässlich aussehen, und, ganz wichtig: Einen sehr gut belüfteten Rücken haben. Ich brauche ihn für die Arbeit, für Ausflüge mit bis zu drei Kindern, für kleinere Einkäufe…
Bislang habe ich drei Modelle gefunden, die ganz gut zu sein scheinen:
Hat die geneigte Leserschaft Empfehlungen? Gern auch andere Rucksäcke, ich suche ja noch.
[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 01./02. Juli 2017 verlinkt.]
Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.
–
Aus terminlichen Gründen (ich nehme morgen ganztägig an einem Erste-Hilfe-Kurs teil und kann M weder zur KiTa bringen noch ihn abholen) holte meine Mama M heute Vormittag ab und nahm ihn mit nach Hause. Um Jott ein wenig Zeit für sich einzuräumen, fuhr ich nach dem Mittagsbrei mit den Zwillingen in den Tierpark. Jott „genoss“ ihre freie Zeit mit einem starken Migräneanfall, als ich nach fast sechs Stunden wieder nach Hause kam, wankte sie gerade ins Bad. Jackpot.
Mit den Zwillingen im Tierpark liefs super. Wir wurden zwar angeguckt wie ein Kalb mit zwei Köpfen (ein Papa allein mit zwei Babys? IRRE!), aber das war mir recht egal. Ich war mit Tiere gucken und Babys bei Laune halten vollends beschäftigt.
Heute spielte auch das Wetter größtenteils mit. Nur, als ich aus dem Dickhäuterhaus kam, regnete es ein wenig, und beim Verlassen des Tierparks.
Mehr kann ich nicht schreiben, mein Gehirn schläft schon- ich bin wieder seit 5 Uhr wach und hatte keinen Nachmittagskaffee…







–
Jott liest sich gerade durch alte Beiträge und fand den Eintrag vom 8.2.2016. Das Bild… Das hätte uns ein Omen sein sollen.
Journal Samstag, 1.7.2017
Das erste Halbjahr 2017 ist vorbei. Es irritiert mich immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht.
–
Viel draußen gewesen. J, zahngeplagt und seit Tagen zusätzlich dauerhaft unzufrieden, wird draußen ruhiger und erträglicher.
Vormittags war ich mit den Zwillingen auf dem Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz– unser Besuch am letzten Wochenende hatte es mir angetan. Heute kaufte ich dort unser Mittagessen- Käse- und Gemüsecremes, Bratwürste, Pastane Açması (okay, das hab ich gegooglet um weltpaulischer zu wirken, auf’m Schild stand Butterkringel) und Kimchi (<3).
Nach besagten Mittagessen überredete ich M wieder zum Mittagsschlaf, schlief dabei selbst ein bisschen mit und brach nach der Nachmittagsflasche nochmal zu einem Spaziergang mit den Zwillingen auf. Wir fuhren an den überfluteten Erpewiesen vorbei, ich machte ein paar Babyfotos und dann gings mit der S-Bahn zurück zum Abendessen.
Abends guckte Jott einen Film, ich buchte nebenbei meine erfassten Zeiten für den Juni ins Arbeits-System.
–











