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Journal Freitag, 7.7.2017

Heute vor zehn Jahren. Jott und ich warten am U-Bahnhof Turmstraße auf die Ankunft des 245ers, um zum Deutsch-Französischen Volksfest zu fahren. Wir treffen uns seit ein paar Wochen, die Dinge laufen gut, wir verstehen und mögen uns. Wir quatschen, irgendwann die naive Frage, wie unsere Situation ist, wie es denn weitergehe… Und dann stellen wir eben fest, dass wir ja jetzt doch irgendwie zusammen sind, Freund und Freundin, ein Pärchen.

Heute, vor 16 Stunden. Die Nacht war unruhig, die Kinder schliefen schlecht. Ich bin müde, Jott ist müder. Während ich die Zwillinge füttere, duscht Jott. Nach dem füttern gehe ich ins Bad, gebe Jott einen Kuss, sage „Alles Gute zum Zehnjährigen, [insert Kosename here]“, ernte verwirrte Blicke und dann ein Lächeln.

Wenns das Lächeln in erneut zehn Jahren immer noch gibt, bin ich ein glücklicher Mann.


Von Jott und den Zwillingen aus dem Büro abgeholt worden. Jott brachte Eis für die Kollegen mit, und dann stellte ich den anwesenden Team-Mitgliedern Frau und Kinder vor. Das war ganz nett mitanzusehen, ich glaube ich habe meine Teamleiterin, selbst Mama von anderthalb Kindern, noch nie so strahlen sehen.

Nächsten Mittwoch kommen die drei nochmal ins Büro, anders bekomme ich den ganzen Kram für Ms KiTa-Abschied und meinen Elternzeit-Abschied nicht in die Stadt (mit dem Auto ist keine Option).

Die Zwillinge aßen heute Mittag erstmals Nudeln, und wenn ich Jotts Aussagen richtig interpretiere, fanden sie das beide richtig, richtig toll.

… und in einem Jahr sitzen dann alle drei Kinder bei uns am Küchentisch und essen selbstständig. Das wird großartig.

Ich verstehe nicht so recht, was das Anzünden von Autos mit dem Protest gegen den G20-Gipfel zu tun hat. In diversen Videos, die momentan umhergehen, sieht man, wie selbst schrapelige Kleinwagen in Flammen aufgehen. Was soll das? Wenn ich mir vorstelle, dass unser Auto abgefackelt wird, und was da alles dran hängt… Ich habe Verständnis für friedliche Proteste gegen den Gipfel, aber nicht für die mutwillige Beschädigung von Eigentum anderer.

Wieso dauern zwei Minuten auf der Bus-Anzeigetafel selten zwei Minuten? – weshalb die elektronischen Anzeigetafeln an Bus- und Bahnhaltestellen anzeigen, was sie anzeigen, und was DAISY damit zu tun hat.

Was schön war (lange sträflich vernachlässigt, dabei gibt es doch jeden Tag mindestens einen schönen Moment, sei er auch noch so flüchtig): Abends zusammen auf der Couch sitzen und Vaiana gucken.

3 Antworten auf „Journal Freitag, 7.7.2017“

Hach, wie schön! <3 Weiter so! Bei uns sind es seit letztem Freitag 23 Jahre -zu Schulzeiten zusammen gekommen- und erst 1 1/2 Kinder :-)

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