Kategorien
WMDEDGT?

Journal Dienstag, 5.6.2018 – #WMDEDGT 6/18

[Mehr WMDEDGT?-Einträge bei Frau Brüllen.]

4:15 Uhr mit G ins Wohnzimmer umgezogen, bis (verschlafen!) 6:15 Uhr weiter geschlafen. Trotzdem pünktlich los gekommen, Frühstück und Kaffee gabs dann eben erst im Büro. Dort unspektakuläres runterarbeiten bei bleierner Müdigkeit, nur unterbrochem vom täglichen Standup Meeting um 10 Uhr und einer längeren Mittagspause mit fast dem gesamten Team- wir haben seit vergangenen Freitag eine neue Kollegin und es hat sich mittlerweile etabliert, mit denen am Anfang ihrer Tätigkeit in großer Runde essen zu gehen. Wir waren im Otito und aßen sehr gut, einzig die Lautstärke war (für mich) ein Problem- aber zur Mittagszeit ist es halt überall in der Gegend trubelig und laut.
Nach der Pause weiter unspektakuläres runterarbeiten- die Müdigkeit blieb mir erhalten- unterbrochen von einer sehr schönen Mail: Der Kunde unterschreibt das Angebot (MEIN Angebot) in dem großen Projekt, das mich den Rest des Jahres begleiten wird. Das hat mich sehr gefreut.

16 Uhr gings nach Hause, in der Bahn stöberte ich ein wenig im Feedreader und guckte ansonsten aus dem Fenster.

Nach Ankunft zu Hause (~17 Uhr) bereitete ich die KiTa-Brotbüchsen für die Kinder und das Abendessen zu. Letzteres war heute entspannter als die letzten Tage, die Kinder gingen nicht so steil und es war beinahe ruhig und nett.
Anschließend wurden die Kinder gebadet, dabei blieben sie auch verhältnismäßig ruhig.

Ab ~20 Uhr, als alle Kinder im Bett waren, Küche aufräumen + Rezepte für div. Salate raussuchen + Lebensmittel bestellen + mit Jott auf der Couch hängen und nebenbei „This is us“ gucken.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Samstag, 5.5.2018 – #WMDEDGT 5/18 im Zeichen des Bocks

[Mehr WMDEDGT?-Einträge bei Frau Brüllen.]

Nachts halb Eins beginnt der Tag, zum Glück aber nur kurz. Die Zwillinge bekommen eine Flasche und eine frische Windel. J findet die Flasche toll, aber die Windel blöd, und beginnt zu bocken. Wieder das volle Programm: Versteifen, Schreien, Winden… Im Halbschlaf, mit vollem Bauch. Vom vielen Brüllen gestern ist er übrigens heiser.
Die Windel jedenfalls muss irgendwie unter viel Gefluche dran, dann lege ich das bockende Kind in sein Bett und gehe. Soll er plärren und Theater machen, ich will weiterschlafen. G scheint es jedenfalls nicht zu stören, die schläft.
Jott geht noch kurz zu ihm und versucht ihr Glück, aber sie kann ihn auch nicht beruhigen. Muss er wohl so runterkommen.

Das nächste Mal wache ich kurz nach Sieben durch das Babyphone auf. Zu dem Zeitpunkt sind Jott und M schon aufgestanden. Fix duschen, Frühstück, Kindergeschrei aushalten, kurz besorgt sein weil J nach einem Sturz blutet, und dann muss Jott auch schon zu ihrem für heute eingeplanten Ersthelfer-Kurs. Ich bleibe bei den Kindern im Kinderzimmer (mit den Lärmschutz-Kopfhörern, denn die drei sind momentan extreme Krachmacher), erkläre eine Million Mal, dass das Spielzeug für alle da ist und nicht reserviert wird (M ist da ganz groß drin- wenn er Spielzeug A weglegt und Spielzeug B nimmt, darf trotzdem niemand Spielzeug A nutzen), überstehe mehrere Anfälle von J (das Kind ist eine tickende Zeitbombe), tröste diverse Male M und G, weil sie sich beim Spielen halt ständig gegenseitig vor den Kopf hauen, und wünsche mich weit weg.
Gegen 10 Uhr schnappe ich mir die Kinder und gehe raus. Wir bringen Pakete zum Hermes-Paketshop, entsorgen Flaschen im Altglas und kaufen Heidelbeeren für das Mittagessen (Hefeklöße) ein.
M, der gern die Flaschen in die Container schmeißt, freut sich heute besonders, denn ich habe seinen Tritthocker mitgenommen. So kann er die Flaschen und Gläser einwerfen, die ich ihm hochreiche.

Auf dem Rückweg vom Einkaufen schlafen sowohl G als auch J ein. G wird beim Betreten des Hausflurs wieder wach, J nicht. Den kriege ich auch in der Wohnung partout nicht geweckt und lege ihn daher ins Bett zum Schlafen, während M und G und ich Mittag essen. Die Hefeklöße kommen bei beiden gut an, mir wird nur leider zu spät klar das 13 Klöße für uns drei wohl zu wenig sind…
Als M und G fast fertig sind, wacht J auf und ist ausnahmsweise mal guter Laune. Er isst auch zwei Klöße.
Gegen 13 Uhr ist das Mittagessen vorbei. Ich ziehe erst G für den Mittagsschlaf um und anschließend J. Beim Wickeln passiert, was passieren muss: Er beginnt wieder zu trotzen. Die neue Windel bekomme ich mit Müh und Not dran (sie sitzt mehr schlecht als recht, aber das muss halt reichen), aber bei den Schlafsachen habe ich keine Chance. Ich begnüge mich damit, ihn mit einer Decke zuzudecken, und hoffe das er die im Wutanfall nicht runterstrampelt und friert.

Während die Zwillinge Mittagsschlaf machen, darf M ein paar Folgen Löwenzähnchen gucken. Ich räume auf und setze mich dann zu ihm.

Zwischen halb und Dreiviertel Drei werden die Zwillinge wach. Das passt gut, wir sind für 15 Uhr zum Spazieren gehen verabredet. Ich schmeiß noch schnell ein paar TK-Laugenstangen fürs Vesper in den Ofen, ziehe den Kindern ihre Drinnen-Klamotten wieder an, begrüße die Spaziergangsverabredung, ziehe mit ihr zusammen den Kindern die Draußen-Klamotten an, und dann laufen wir ein bisschen durch die Gegend. M bekommt ein Eis spendiert und ist happy, die Zwillinge gucken in die Gegend.
Kurz vor 16 Uhr meldet sich Jott: Ihr Kurs ist vorbei, ob wir uns noch treffen wollen? Weil meine Mitspaziergängerin und ich noch nicht weit gekommen sind, passt das ganz gut. Wir laufen zurück, treffen Jott und gehen alle zusammen auf einen nahe gelegenen Spielplatz. Da toben (M, G, J) klettern M, G, J) und trotzen (J) die Kinder und spielen sich ordentlich müde.

~17:30 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Ms Ohren sind wohl schon müde, er hört mehrmals unsere STOP-Rufe nicht und darf sich eine Standpauke anhören über Gefahren im Straßenverkehr und das er doch bitte SOFORT anhalten soll, wenn wir rufen. Ob’s was bringt… Zu Hause dann Abendessen, Kinder ins Bett (J trotz bei Jott beim Wickeln), Freizeit. Gegen 20:30 Uhr gucken Jott und ich Coco (schöner Film, guckense den mal) und hängen noch ein bisschen auf der Couch ab.

Gegen 22:30 Uhr meldet sich erst G und dann auch J. J beginnt noch im Bett mit einem neuen Trotzanfall. Ich überlege, ihn einfach wieder hinzulegen (und einfach wegzulaufen, denn dieses Kind zermürbt mich mehr als alles andere auf der Welt), aber ich traue ihm zu die ganze Nacht zu brüllen, also nehme ich ihn lieber hoch. Als er die Flasche im Mund hat, beruhigt er sich immerhin wieder, und lässt sich anstandslos ins Bett legen.

Dann Blogbeitrag (jetzt) und Bett (gleich).

Ich bin tatsächlich geneigt, wegen Js Verhalten beim Kinderarzt aufzuschlagen. Diese extremen Trotzanfälle oder was immer es ist treten erst seit ein paar Tagen auf, seit er die Erkältung und das recht hohe Fieber hatte. Sie dauern ewig, er kann sich selbst in 90% der Fälle nicht beruhigen. Und heute beispielsweise hat er mehr gebockt als sich normal verhalten. Und das es schon im Halbschlaf beginnt, finde ich sehr merkwürdig- da sollte es doch eigentlich keinen Auslöser für geben?

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Donnerstag, 5.4.2018 – #WMDEDGT 4/18

[Mehr WMDEDGT?-Einträge bei Frau Brüllen.]

Der Tag fängt früh an- ich zocke kurz nach Mitternacht nämlich noch Monument Valley im Bett neben M.
. Das Spiel ist wunderschön, macht Spaß und gibt mir ordentlich was zu knabbern, ich bin nicht wirklich gut in solchen Puzzlespielen.

Nach zwei gespielten Level mache ich aber aus. Die Zwillinge werden zwar heute Nacht von Jotts Mama betreut, aber wer weiß wann die Nacht vorbei ist… M neigt ja auch dazu, an freien Tagen kurz nach Sechs aus dem Bett zu springen.
Heute zum Glück nicht, dafür wird die Nachtruhe aber kurz nach 5 Uhr von einem Vollhonk unterbrochen, der sein Motorrad auf dem benachbarten Parkplatz erst nicht anbekommt und anschließend eine geschlagene Viertelstunde im Leerlauf knattern lässt. Kurz vor 6 Uhr kann ich aber nochmal einschlafen und werde erst gegen 7 Uhr wieder geweckt. Diesmal von den Zwillingen, die marodierend durch die Wohnküche von Jotts Mama ziehen.

Fix aus’n Federn, Klamotten überschmeißen, Haare notdürftig richten, ab zum Bäcker, danach Duschen und dann: Kinder lüften! Ab auf den Spielplatz. Halb Zehn gehen wir los. M stürmt auf seinem Laufrad voran und animiert mich zum Mitrennen, während Jott und die Zwillinge im Buggy gemächlich hinterher traben.

Auf dem Spielplatz üben wir abwechselnd mit M klettern, lassen die Zwillinge schaukeln, rutschen und ebenfalls klettern und ignorieren nach Kräften dunkle Wolken und kalten Wind.

Halb 12 gehts zurück zu Jotts Mama. M ist noch nicht k.o. und flitzt auf dem Laufrad hin und her, ich muss mitrennen und bin mir sehr sicher, das heutige Tagesschrittziel locker zu erreichen.

Dann Mittagessen (Nudeln mit Tomatensauce), anschließend machen die Zwillinge Mittagsschlaf und wir anderen hauen uns auf die Couch/ in die Sessel und gucken ein bisschen Kinderfernsehn bzw. spielen an Laptops/ Smartphones rum. Ich komm endlich mal dazu, nach dem factory reset meines Smartphones noch ein paar Konten einzurichten, und richte das Dienst-Smartphone weiter ein.

Gegen Dreiviertel Drei fahren wir mit Sack und Pack (Kinder, Jotts Mama, ich sitze auf der Rück-Rückbank) aufs Dorf und besuchen Jotts Oma. Die ist ganz begeistert von ihren Urenkeln (von uns auch ein bisschen). Nach Kaffee (entkoffeeiniert, oh weh) und Kuchen gehen wir eine Runde spazieren. Auf dem Weg treffen wir fünf Familienmitglieder/ Freunde von Jott (und mir dann angeheirateterweise auch), sehen drei Storchennester (wenn uns nochmal ein Storch zu nahe kommt, machen wir kurzen Prozess), machen auf dem Dorfspielplatz halt und flitzen kurz vor der Abfahrt noch über den Elbdeich. Der wurde vor kurzem erneuert, hat seitdem einen asphaltierten Deichweg und bietet somit beste Voraussetzungen zum Laufrad-Fahren und rennen. Wir müssen nur ein bisschen aufpassen, dass wir vom Wind nicht vom Deich geweht werden, aber das gelingt uns zum Glück. Ansonsten ist’s supertoll: Sonne, Wind, rumflitzen.


Auf der Heimfahrt müssen wir ein bisschen aufpassen, damit M nicht einschläft- andernfalls wäre er am Abend ewig wach und das will keiner (außer ihm).

Bei Jotts Mama dann das Abendprogramm: Abendessen, Kinder ins Bett, bisschen zocken und dann früh ins Bett, das Herumgerenne macht müde.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Montag, 5.3.2018 – #WMDEDGT 3/18

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Halb Drei krächzt M „Waaaaas triiiinkeeeen“, kriegt einen Magic Cup mit Tee und schläft nach einem Minischluck weiter. Eine halbe Stunde später melden sich G und J, kriegen ihre Flasche und schlafen auch weiter. Gutes Timing.

Die Wecker klingeln halb Sechs. Schnell ins Bad, duschen, dann Frühstück und Kinder wecken/ tagfein machen/ aufbrechen. Kurz nach 7 Uhr stehen wir vor der Haustür und watscheln pinguinesk zum Auto- es ist schweineglatt. Nach dem Verladen der Kinder fährt Jott die drei in die KiTa, ich begebe mich auf den Weg ins Büro. Am Bahnhof beim Bäckerauto Brot für uns gekauft (ein großes Mischbrot, ein kleines Kastenbrot mit Leinsamen- reicht zwei Tage). Eine Spandau-Bahn erwischt, d.h. kein Umsteigen in Warschauer Straße. Dafür ist die Bahn brechend voll, umfallen geht schonmal nicht. Aber immerhin Lesen auf dem Handy.
Nach dem Ausstieg am Alex (~7:45 Uhr) das übliche Jott-Telefonat. Ich genieße das ja sehr, mit ihr zu erzählen während sie ins Büro fährt und ich auf Schusters Rappen durch Mitte laufe.

Ankunft Büro kurz nach 8 Uhr. Rechner hochfahren, Mails angucken, einen Hinweis auf abgelehnte Zeiterfassungs-Einträge finden und erstmal im (immer noch recht neuen) Tool nachgucken, wo man das ändern kann. Anschließend Selbst-Organisation und Aufgabenlisten-Abarbeiten. Sehr erfolgreich, kurz vor dem täglichen Standup des Teams bin ich gut organisiert, habe mehrere Bälle an Ansprechpartner auf Kundenseite weiter gespielt und mich auf zwei Telkos im Laufe des Tages vorbereitet.

10 Uhr das übliche Standup. Heute mit zwei per Telefon zugeschalteten Kolleg:innen. Aus mir nicht mehr ganz nachvollziehbaren Gründen wurde keine Telefonkonferenz geschaltet, sondern jeder Gesprächsteilnehmer mit einem separaten Apparat angerufen. Es werden also zwei Telefone in den Raum gehalten. Funktioniert, ist aber dem Sprachverständnis nicht unbedingt zuträglich.

Im Anschluss Urlaubs-Organisation. Wir müssen den Resturlaub aus 2017 in Q1/18 nehmen. Das schaffe ich nicht, also schließe ich mich mit der HR-Kollegin kurz, ob die Woche nach Ostern auch noch okay ist (ja, ists). Ich hab dann also Anfang April ein paar freie Tage.

Danach: Projektarbeit. Ein Kunde hat uns zu einer Funktion auf seiner Website einen Fehler gemeldet, und gemeinsam beim Untersuchen des Fehlers stellen wir noch weiteres Fehlverhalten fest. Ich erkläre einem Kollegen die Fehler und bitte ihn, sich das etwas genauer anzusehen und mir so ungefähr zu sagen, wie aufwändig die Fehlerbehebung sein wird. Die dabei herauskommende Zahl muss ich später an den Kunden kommunizieren.

Mit Projektarbeit geht es bis zur Mittagspause auch weiter. Nichts spektakuläres, es ist gerade nur Projektverwaltung. Nebenbei führe ich ein, zwei Telefonate, schreibe drei, vier Mails und dann ists Pause. Es gibt die Reste vom Indisch bestellen gestern. Ich genieße die Ruhe im Pausenraum, außer mir ist keiner da- es ist mit 14 Uhr auch schon etwas spät.

Direkt nach der Pause findet die erste Telko statt, für die ich mich am Vormittag vorbereitet habe, und nach einer guten Viertelstunde die nächste. Danach ists es kurz nach 15 Uhr. Zeit, das Büro zu verlassen und die Kinder abzuholen.

Nach dem Fußmarsch zum Alex gehts mit der S3 nach Friedrichshagen. Unterwegs erfahre ich, dass ich Glück habe: Die S3 fährt nur im 20-Minuten-Takt, ich hab glücklicherweise nahezu minutengenau eine der drei pro Stunde fahrenden Bahnen erwischt.

Vom S-Bahnhof Friedrichshagen gehts die Bölschestraße runter zur KiTa. Unterwegs begegnen mir verdächtig viele Leute mit einer Eiswaffel. Paul Holmes kombiniert und kombiniert und kommt zu dem Schluss, dass Da Dalt nach dem Winter wieder geöffnet haben muss. Und so ist es auch. Darum wird angeeist:

Das erste Eis der Saison ist ein Zimt-Sesam-Eis und schmeckt ausgezeichnet.

Kurz darauf komme ich in der KiTa an. Bei dem tollen Wetter (9°C, Sonnenschein) sind die Kinder alle im Garten, das macht die Abholung leichter weil sie bereits angezogen sind. Ich muss nur noch Brotdosen, Trinkflaschen und Rucksäcke holen und dann gehts nach Hause.
Auf dem Weg zur Straßenbahn grunzen wir im Wechsel vor uns hin, und in der Bahn klettert M am Fenster herum, während die Zwillinge ihn begeistert anfeuern.

Gegen 17:15 Uhr kommen wir zu Hause an. Während ich die Kinder ausziehe, kommt auch Jott. Sie verschwindet in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten, während die Kinder und ich spielen.
Beim Abendessen selbst drehen die Zwillinge ungeheuer am Rad, schreien und kreischen und heulen herum und verschmähen ihr Abendbrot. Nachdem Jott ihnen eine Flasche gemacht hat, wird es besser und wir können in Ruhe (so mehr oder weniger) gemeinsam essen.
Anschließend bringt Jott die Zwillinge ins Bett. M und ich gehen ins Bad, wo ihm einfällt, dass er nur von Mama die Zähne geputzt haben möchte. Okay. Während Jott ihn übernimmt, räume ich in der Küche auf, und als Jott bei M fertig ist, laufe ich schnell nochmal ums Eck zu Rewe, um Kaffee zu kaufen. Wir haben keinen mehr und einen Morgen ohne Kaffee überstehe ich nicht.
Als ich wiederkomme, muss ich zu M ins Schlafzimmer. Der ist gaaar nicht müde und will gaaar nicht schlafen, sondern spielen und zu Mama ins Wohnzimmer. Ich kann ihn überzeugen, gemeinsam mit mir wieder ins Schlafzimmer zu gehen, wo er dann 20 Minuten später tief und fest schläft. Während er sich an mich kuschelt, bestelle ich eine größere Fuhre Kaffee.
Nahezu zeitgleich mit Abschicken der Bestellung meldet sich Bringmeister mit dem Wocheneinkauf bei Jott. Den verräumen wir gemeinsam, bereiten danach noch Frühstück für die Kinder und uns vor, und dann heißt es Bett für Jott und Blogbeitrag schreiben für mich.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Montag, 5.2.2018 – #WMDEDGT 2/18

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Gut geschlafen, aber von „gesund“ kann nicht die Rede sein.

Jott fuhr heute bereits kurz nach 6 Uhr ins Büro, damit sie entsprechend früh wieder zu Hause sein konnte. Sie kam super durch und brauchte nur 15 Minuten zur Arbeit, davon träume ich ja.

Die Zwillinge und ich schliefen bis kurz vor 7 Uhr. Nach dem Aufstehen aßen wir Frühstück (G verschmähte alles bis auf Marmeladen-Toast, so wird das nie was mit der Stuhl-Normalisierung), dann spielten die Zwillinge bis zum Mittagessen. Ich saß währenddessen in eine Decke eingekuschelt auf dem Sessel im Kinderzimmer und stand nur auf, wenn sich die Kinder gegenseitig weh taten (als J hinfiel und sich den Kopf stieß, kam G lachen angelaufen und machte „Eiiiii Eeiiiii“ bei ihm- etwas grob, aber der gute Wille zählt).

Mittags Nudeln, für die Zwillinge ohne alles, für mich mit Pesto. Als die beiden nach dem Mittagessen im Bett lagen, legte ich mich, ohne auch nur noch einen aufräumenden Handschlag zu tun, auch hin. Nach ungefähr zwei Stunden waren die beiden wieder wach, ich babyphonebedingt auch. Wir spielten wieder ein wenig, bis es Vesper gab. Jott hatte gestern noch Griesschnitten vorbereitet, die mochte J ganz gern, G leider nicht. Sie aß dafür eine Laugenbrezel.

Gegen 15:15 Uhr kam Jott nach Hause, schnappte sich die Kinder und ging mit ihnen einkaufen/ spazieren. Ich legte mich wieder hin und schlief recht fix ein.

Zur Abendbrotzeit kam Jott wieder nach Hause. Ich half ihr, die Zwillinge in die Wohnung zu tragen, dann aßen wir zusammen Abendbrot. Jott brachte die Zwillinge ins Bett, ich räumte die Küche auf, und dann gings ins Wohnzimmer zum Tag ausklingen lassen.

Die Faschingskostüme für die Kinder sind da. G wird zum KiTa-Fasching als Bienchen gehen, M als Löwe und J als kleiner Tabaluga-Drache (oder er tauscht mit G, mal gucken was er toller findet).

Morgen hab ich einen Arzt-Termin. Das stand als einziger Punkt auf meiner ToDo-Liste für heute: Beim Arzt anrufen und abklären, wie ich einen Arztbesuch mit Zwillinge hinkriege. Normalerweise würde ich einfach in die Akutsprechstunde gehen. Die ist aber erst am späten Vormittag und da wartet man eine Weile im vollen, viren- und bakterienverseuchten Wartezimmer. Das wollte ich den Zwillingen ersparen, die gehen da kranker raus als sie reingehen und das muss ja nicht sein.
Zum Glück sah das die MFA am Telefon genauso und räumte mir noch einen Termin morgen, am frühen Vormittag, ein. So müssen wir im Idealfall nicht ewig im Wartezimmer warten und ich kann die Zwillinge in der hoffentlich kurzen Wartezeit davon abhalten, die Praxisräume auseinander zu nehmen.

G hat immer noch sehr flüssigen Durchfall. Das ist dann Tag 4, das dauert ganz schön. Wenn morgen keine Anzeichen von Besserung eintreten, werd ich wohl nochmal beim Kinderarzt anrufen und fragen, was man machen kann.

M kann noch ein paar Tage länger bei meinen Eltern bleiben. Das hilft enorm.

Ich will mir nicht vorstellen, wie es wäre, richtig krank zu Hause mit den Kindern zu sein. So ein grippaler Infekt haut zwar auch rein, aber das ist ja nichts ernstes und nach einer Woche wieder vorbei. Hoffentlich bleibt uns eine richtige Krankheit noch laaaaange erspart.

Jetzt wieder ins Bett, vielleicht klappt das Gesundschlafen ja heute Nacht besser.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Freitag, 5.1.2018 – #WMDEDGT 1/18

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

(Vor-?)Letzte Woche erinnerte mich Jott an einen Impftermin der Zwillinge für den 5.1.. Ich sagte „Jaja, weiß ich doch“. Jott fragte „Und Du hast dann Urlaub?“ – Und da fiel mir auf: Nö. Home Office ja, aber wenn ich mit den Kindern mitten am Tag zum Impfen muss, können sie nicht in die KiTa. Und wenn sie nicht in die KiTa können, sind sie zu Hause. Und zwei Einjährige und Home Office, nee, das beißt sich. Also fix doch noch Urlaub beantragt (Sinngemäß „Jo Frosneus zusamm‘, ich hab’n Baby-Arzttermin verbaselt, kann ich am 5. noch fix frei haben?“) und glücklicherweise bekommen.

Daher: Heute ein WmDedgT-Eintrag aus dem Urlaub. Mit den o.g. zwei Einjährigen. Die, um es vorab zu sagen, heute ein wenig fordernder waren als an den letzten Tagen…

Aber zum Anfang: Eine Viertelstunde vor Weckerklingeln (5:13 Uhr, gnah…) werden die beiden wach, bekommen eine „Hoffentlich schlaft ihr danach noch ’ne Stunde, Mama und Papa wollen sich erstmal fertig machen und in Ruhe frühstücken“-Flasche und werden wieder in die Betten gelegt. G schläft wieder ein, J dadadat vor sich hin. Da er ruhig bleibt und das Dadada immer mal wieder aussetzt, gehen wir davon aus, das er vor sich hindöst, und lassen ihn liegen.
Die angesagte Stunde später klingt J etwas wacher, und weil Jott und M eh gleich los müssen, wecken wir M in der Absicht, alle Kinder zusammen tagfein zu machen. Das klappt nicht so recht: M ist weinerlich³ und will sofort in die KiTa und die Zwillinge haben keine Lust auf neue Windeln oder Anziehen. Also wird ein wenig umdisponiert und gestrafft: M kommt zuerst dran und wird von Jott eine gute halbe Stunde früher als geplant in die KiTa gebracht, ich kämpfe mit den Zwillingen. Als J fertig angezogen ist, wetzt er erstmal fünf Mal laut quietschend und glucksend durch den Flur, da war offenbar eine Menge Energie über Nacht angestaut…

Anschließend Frühstück, und dann spielen wir noch eine gute Stunde. J ist ein wenig autoaggressiv drauf, der fällt mehrmals über seine eigenen Füße. Nach einem Sturz fließt Blut und ich seh mich einen Sekundenbruchteil lang schon in die Notaufnahme hetzen (wie eigentlich mit zwei Kindern, das Auto hat doch Jott?), doch dann siegt der „Ach, erstmal gucken, auf die Minute kommts im Notfall eher nicht an“-Paul und ich sehe, dass sich J nur die unteren Schneidezähne in den oben noch zahnlosen Kiefer gerammt hat. Sieht schlimmer aus als es ist, und nach ein paar Minuten des Tröstens, Streichelns und Wiegens merkt das auch J.

Gegen 9 Uhr stecke ich die Zwillinge in ihre Schneeanzüge und laufe mit ihnen zum Arzt. Klingt einfach, aber bis wir loskommen vergehen locker zwischen 20 und 30 Minuten, die Zwillinge haben nämlich auch keine Lust auf Schneeanzüge anziehen. Immerhin sind sie im Buggy zwei friedliche Lämmchen, was die Bäckerei-Verkäuferin zu dem Ausspruch bemüßigt, was das doch für artige Kinderleinchen seien- immer wenn sie die sehe, lächeln sie lieb und machen sonst nichts… Ich schnaube etwas, versichere ihr das die beiden es faustdick hinter den Ohren haben, und laufe marillentaschenessend weiter zum Arzt.

Dort ist alles easy, die Zwillinge benehmen sich wie Bilderbuchbabys und bezuckern alle Anwesenden. Die Impfung selbst- wider Erwarten statt der zweiten MMR die erste Pneumokokken, ich bin etwas verwirrt, aber die Ärztin (neu im Team) sagt sehr resolut, das muss so, weil sonst der Impfplan nicht eingehalten werden kann- geht fix vorbei, es fließen ein paar Tränen, aber das wars dann. Auf dem Nachhauseweg erfahre ich von Jott, dass wir uns bereits vor langer Zeit (also bei M) gegen die Pneumokokken-Impfung entschieden haben und die für die Zwillinge auch nicht vorgesehen hatten… Upsi. Natürlich haben wir genau DAS gestern Abend beim Durchgehen des Folgetages NICHT besprochen, na toll. Aber wirklich schlimm ists nicht, die Pneumokokken-Impfung wird ja auch von der StIKo empfohlen- dann haben die Zwillinge die halt.

Auf dem Heimweg schlafen J und G im Buggy ein, der Arztbesuch war wohl etwas zu anstrengend für sie. Ich kann dadurch in Ruhe Windeln und Co. einkaufen und zu Hause alles bereits in die Wohnung schleppen, ehe ich auch die Zwillinge nachhole.
~11:15 Uhr essen die nur so einigermaßen wachen (G ist beim Schuhe ausziehen im Sitzen eingeschlafen und wäre fast hintenüber gefallen) ihr Mittagessen (wir versuchen, so ungefähr den selben Zeitplan wie in der KiTa einzuhalten) und ein bisschen Obst zum Nachtisch und werden gegen 12:00 Uhr zum Mittagsschlaf in die Betten gesteckt. Endlich Ruhe! Endlich Mittagessen! Die letzte richtige Mahlzeit liegt bei mir immerhin gute sechs Stunden zurück… Ich verwurste, bzw. vernudle, vertomate, vermöhre, verzwieble ein paar Reste, wechsel mittendrin G die Windel (kann man die Uhr nach stellen: Zehn Minuten nach hinlegen kann sie gewickelt werden), bespreche mit meiner Mama die Abholung von M (der ist das Wochenende über im Brandenburgischen) und futter dann wie ein Scheunendrescher meine Nudeln.

Beim anschließenden Kücheaufräumen werde ich durch G unterbrochen: Die ist wach geworden und weint. Weil sie erst eine gute Stunde im Bett war, lege ich sie mir auf den Bauch, decke uns zu und döse ein bisschen mit ihr auf der Couch. Dabei schläft sie zum Glück wieder ein und schläft auch weiter, als 45 Minuten später J wach wird und das lauthals kundtut. Also Wechsel: G vorsichtig ins Bett, J raus. Der ist jetzt wach und will spielen. Als er dabei mit einem Mal erst angestrengt und dann besinnlich guckt, müssen wir zurück ins Kinderzimmer zum Wickeln. Dabei wird G wach, und so können die beiden bis zum Vesper gegen 15 Uhr noch ein bisschen das Kinderzimmer abreißen zusammen spielen.

15 Uhr Vesper, es gibt Plätzchenreste, Keksreste und Obstreste, und danach spielen wir wieder. Wirklich gut gelaunt sind die beiden dabei nicht, sie quengeln sehr viel und kleben an mir. Beim Herumklettern auf meinen Beinen fällt J wieder hin und stößt sich nochmal stark den Kopf. G „tröstet“ ihn, indem sie ihn mit einem großen Duplostein „streichelt“ und dabei „Eiiii… Eiiii“ sagt. Das macht die Sache für J nicht unbedingt besser, ich muss ihn erstmal vor G retten und dann selbst trösten.
Weil J kurz darauf zweimal ein bisschen spuckt, habe ich kurzzeitig die Sorge, dass er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hat, beruhige mich aber schnell wieder als ich die Symptome nachschlage (eventuell neige ich heute etwas zu Übertreibungen).

Irgendwann, es wird so gegen 16:30 Uhr sein, wird mir das ständige Genöle und Geweine der Zwillinge zu viel, mir brummt bereits der Schädel. Ich stecke die beiden in die Betten, lese ein paar Minuten in einem anderen Raum, räume Küche und Flur auf und als ich wieder ins Kinderzimmer gehe, stehen sich die beiden vergnügt in ihren Betten gegenüber und glucksen sich an. Sehr gut.
Ihre gute Laune nutze ich, indem ich ihnen nochmal ihre Anzüge anziehe und mit ihnen eine Runde spazieren gehe. Frische Luft wirkt Wunder, und außerdem kann ich so ein Retour-Paket von Jott aufgeben. Die hat in den letzten Tagen viel, sehr viel, für ihren neuen Job bestellt und schickt dementsprechend einiges zurück.

Als wir ~17:45 Uhr wiederkommen, ist Jott zu Hause. Wir essen gemeinsam Abendbrot, machen die Kinder bettfertig und gammeln den Rest des Abends rum (nach Küche aufräumen, Kleinkram erledigen, Wäsche legen). Ich zocke ein bisschen, Jott internettet, gemeinsam gucken wir „Sing“ zu Ende (hatten wir letzte Woche angefangen, super Film) und dann ists Schlafenszeit (Jott) oder Zeit, die WmDedgT-Frage zu beantworten (ich).

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Dienstag, 5.12.2017 – #WMDEDGT 12/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Schlaftechnisch war die Nacht spitze. Glaub ich. Is‘ schon ’ne Weile her. M war heute Nacht nicht ganz so übergriffig und beließ es bei niedlichen Ankuscheln (hab ich erzählt, dass ich vorletzte Nacht oder so seine Füße aufs Gesicht gedonnert bekommen habe?), und die Zwillinge kamen nur ein Mal gegen halb Drei. Eigentlich nur G, aber schlau wie wir sind haben wir J auch direkt eine Flasche gegeben, der wäre sonst eine halbe Stunde später aufgewacht.

Nach einem halbstündigen Verschlafen stand ich heute erst um 6 Uhr auf, ärgerte mich beim anschließenden Duschen über das immer noch nur lauwarme Wasser, frühstückte die Hälfte des vorbereiteten Oats und lief mit M etwas früher als sonst zur Straßenbahn, um die 60 noch zu kriegen. Beim letzten Mal kamen wir mit der ein bisschen besser durch, das wollte ich heute wiederholen. Leider stand sie heute auf dem Fürstenwalder Damm im Stau, wir kamen später an als sonst und ich verpasste meine übliche S-Bahn, nachdem ich M in der KiTa abgegeben hatte. Es sind nur zehn Minuten, aber das reicht schon für ganz andere Pendlerströme. Die 7:50-Uhr-S-Bahn ist einigermaßen leer, die 8-Uhr-Bahn ziemlich voll. Sitzen vs. Stehen. Heute war die 8-Uhr-S-Bahn noch voller als sonst, selbst in den normalerweisen recht leeren Wagen stapelten sich die Leute fast schon. Großartigst, so fahr ich gern in die Stadt.

Am Alex kämpfte ich mich raus, zog mich auf dem Bahnsteig wieder an, spazierte gemütlich ins Büro- ich war ja eh später dran, 5 Minuten mehr oder weniger waren dann auch egal- und startete 9 Uhr mit der Arbeit. Heute war es recht unspannend, ich arbeitete eine ToDo-Liste ab, telefonierte ein bisschen mit verschiedenen Ansprechpartnern verschiedener Kunden zu den selben Themen, nahm an einer größeren TelKo teil deren Inhalt sich auf meine Projekte auswirken kann, und wurde ansonsten ziemlich in Ruhe gelassen.

In der Mittagspause guckte ich mir ein sneak video von Jott an: Die hatte heimlich! aus der Garderobe! zugeschaut!, wie die Zwillinge sich in der KiTa zum Mittagessen füttern ließen. Denn, Trommelwirbel: Die beiden waren ja heute erstmals bis zum Mittag da- und sie machten sich richtig gut! Die Bezugserzieherin zeigte sich Jott zufolge sehr begeistert. Vielleicht läufts ja so gut, dass sie diese Woche auch noch den Mittagsschlaf in der KiTa machen können? Dann wären sie fertig eingewöhnt und wir könnten noch ein bisschen testen, wie es so läuft mit richtig früh bringen und richtig spät abholen (also unseren normalen Zeiten).

Etwas früher als sonst- HA! SPÄTA KOMM UND FRÜA GEHN, DIT IS JA ‚NE ARBEITSMORAL!- verließ ich das Büro und fuhr zur KiTa. Ich erwischte tatsächlich gut getaktet die 10 Minuten frühere Bahn und hatte dadurch in der KiTa mehr Zeit zum Abholen von M, was eine Maßnahme ist, meinen „Ich lasse mich nicht stressen“-Vorsatz in die Tat umzusetzen. Gegen 17:15 Uhr waren wir zu Hause und konnten direkt an den von Jott und ihrer Mama vorbereiteten Abendbrottisch purzeln. Das war sehr nett :)

Dann das übliche Abendprogramm: Alle Kinder ins Bett, aufräumen, Home Office, Freizeit. Erste Freizeitaktion war, aus dem Fenster AUF UNSER SUPERGEILES NEUES AUTO ZU GUCKEN, DAS JOTT HEUTE ABGEHOLT HAT. Jahaa, der Sharan ist da. Ich bin schon ganz aufgeregt auf die erste Fahrt- Jott sagt, es fühlt sich für sie als Fahrerin an wie ein Bus (mein gesungenes „Ein Hoch auf unser’n Busfahrer“ als Dankeschön fürs Auto abholen fand sie nicht lustig). Danach guckte ich mir die U-Hefte der Kinder an- heute war nämlich die U6 der Zwillinge. Allet paletti, die beiden sind altersgemäß entwickelt. Spannend zu sehen: Obwohl mir die beiden riesengroß und superschwer erscheinen, war M in dem Alter doch nochmal ein bisschen größer und schwerer (aber eben auch allein…)

Name Größe in cm Gewicht in kg
J 77 10,9
G 78 10,9
Ms U6, zum Vergleich 80 12,3

Jetzt Bett und schlafen.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Sonntag, 5.11.2017 – #WMDEDGT 11/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Sehr unschöne Nacht. Sowohl J als auch G benötigten je zwei Flaschen; ab 3 Uhr waren J und ich halbstündlich im Einsatz. Gegen halb 5 begann J, unregelmäßig im Schlaf zu weinen. Jott erbarmte sich heute, stand auf und ging mit dem Babyphone ins Wohnzimmer, während ich ausnahmsweise noch schlafen konnte.

Das nächste Mal wurde ich dreiviertel Acht wach, Jott weckte zum Frühstück. Nach ausreichend Kaffee und Brötchen bespaßte ich die Kinder, während Jott Muffins buk.
Gegen 10 Uhr hatten J und G dann genug vom Herumkrabbeln, Fangen spielen und in die Luft geworfen werden: Sie waren hundemüde und quengelig. Während die beiden schliefen, couchten Jott und ich ein bisschen. Leider wirklich nur ein bisschen, denn G wachte recht fix wieder weinend auf und ließ sich nicht beruhigen. Leider wurde dabei auch J wach, was zur Folge hatte, dass zwei immer noch sehr, sehr müde Babys bei Laune gehalten werden mussten. Das übernahm wieder ich, Jott kümmerte sich um das Mittagessen (Lasagne).
Kurz nach halb 12 bekamen die Babys ihr Mittagessen, was sich auf Grund ihrer Müdigkeit als etwas schwierig gestaltete. Während G futterte, als gäbe es kein Morgen, ließ J sich nur von Jott zum Essen überreden. Nachdem endlich aufgegessen war, steckten wir die beiden in ihre Betten. Eigentlich hätte ich erwartet, dass sie mit vollem Magen schnell einschlafen würden, stattdessen hüpften sie um die Wette, erzählten miteinander, klauten sich durch die Stäbe ihre Nuckel und spielten mit der Spieluhr (sie haben rausgefunden, dass durch Ziehen an der Schnur die Musik angeht). Das war Jott und mir dann aber erstmal egal, wir aßen in aller Ruhe unsere Lasagne und hofften, dass die Kinder irgendwann einfach umfallen würden.
Taten sie natürlich nicht, drum nahm ich sie, als wir fertig mit Essen waren, aus den Betten und ließ sie im Kinderzimmer spielen, bis Jott sie zum Einkaufen mitnahm. Die stürzte sich heute nämlich ins Getümmel der Verrückten, die am verkaufsoffenen Sonntag in die Geschäfte rannten. Ich genoss die ruhige Zeit und… räumte die Wohnung auf. Endlich mal keine Rücksicht nehmen auf herumkrabbelnde Kinder! Gute zweieinhalb Stunden sah die Wohnung nicht mehr ganz so schlimm aus, die Küche glänzte (bis auf den Boden, aber da wir noch Abendessen mussten mit M, wäre Wischen unsinnig gewesen), und Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner liefen.

Ungefähr gegen 16 Uhr steckten wir die Zwillinge in die Badewanne. Während G sich ruhig abschrubben ließ und dabei mit dem Badespielzeug spielte, planschte J so ekstatisch im Wasser herum, dass sowohl das Bad als auch ich klitschnass wurden und er jede Menge Wasser schluckte. Vom Planschen ließ er sich davon aber nicht abhalten… Selbst, als er vornübergebeugt das Gleichgewicht verlor, eine Vor- und Seitwärts-Rolle machte, störte das seine gute Laune nicht.
Als wir mit dem Baden fertig waren, wuselten die beiden in ihren Schlafanzügen durchs Wohnzimmer, während Jott und ich Dinge und Sachen machten (unter anderem Wäsche verräumen, die Küche fürs Abendessen vorbereiten).
Kurz vor 17 Uhr kamen meine Eltern mit M vorbei. Während wir uns unterhielten, stellte M heimlich seinen Bad-Hocker vor den Vorratsschrank in der Küche und stibitzte sich Schokolade, mit der er stolz zu uns ins Wohnzimmer lief. Ich war kurz davor, soviel Schlauheit zu belohnen, aber… Kein Süßkram so kurz vor dem Abendessen!

Als wir gegen 17:30 Uhr unser normales Abendprogramm starteten, verabschiedeten sich meine Eltern. Jott fütterte die Babys, M und ich aßen in der Küche Abendbrot. Danach das übliche: Kinder bettfertig machen, Kinder ins Bett bringen, Wohnung aufräumen, Kram erledigen (heute: Vier Ladungen Wäsche zusammenlegen) und dann, endlich endlich ENDLICH, ein bisschen Ruhe auf der Couch genießen.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Donnerstag, 5.10.2017 – #WMDEDGT 10/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Der Tag beginnt mit einer Babyfütterung irgendwann Nachts. Keine Ahnung wann, ich habs vergessen. Wie üblich braucht J seine Flasche- und, anders als sonst, eine neue Windel. Wir haben Windeln geschenkt bekommen, die nicht soviel aushalten wie unsere normalen Windeln, und damit das Kind nicht nass wird und friert, muss ’ne neue Windel ran. Allerdings nicht im Kinderzimmer, denn da schläft ja G… Wir schleichen ins Wohnzimmer, wo ich nur mit dem hereinscheinenden Licht der Straßenlaterne J wickle. Nicht zuviel trara machen, damit er nicht zu sehr wach wird und schnell wieder einschläft.

Sehr, sehr müde stehe ich dann morgens kurz nach 5 auf. Der Dummpaul von gestern Abend war nämlich erst ~23:15 Uhr im Bett, konnte dann wegen des sich hin und her wälzenden sowie hustenden Ms nicht schlafen und ist am heutigen Morgen ein müder Dummpaul. Leider lerne ich da nicht draus…
Nach dem Duschen krieg ich die Augen aber immerhin zumindest halb aus. Das ist auch ganz gut, denn J, der olle Frühaufsteher, ist wach und möchte gern andere Gesellschaft als die schlafende G haben. Weil es eh Zeit wird für die Morgenflasche, wird im Kinderzimmer gewickelt und angezogen. Dabei wacht dann auch G auf, reckt und streckt sich und schnnattert direkt los. G’schnatterinchen halt. Nach J ist G dran, dann ziehen wir in die Küche um. Während die Zwillinge ihre Morgenflasche bekommen, koche ich Kaffee, räume den Geschirrspüler aus und die Rucksäcke für M und mich ein (M: Frühstück, Vesper, Trinken, Hasi – Ich: Arbeitslaptop, Mittagessen) und lasse die mit Küchenutensilien spielenden Zwillinge dann für einen Moment allein, um Jott zu wecken.

Während ich im Schlafzimmer bin, bekotzt sich G ein bisschen, während Jott J aggro-wippt und sich fast aus der Wippe schmeißt. Egal, erstmal ist Kaffee, Frühstück und ein kurzer Blick zu Twitter rein angesagt. Kurze Zeit später setzen sich Jott und M zu mir an den Tisch. M ist jammerig und möchte Gummibärchen frühstücken. Weil die Zwillinge inzwischen rumkrakeelen, kriegt er die (einer von den dreien ist somit ruhig gestellt). Die Zwillinge verfrachte ich dann ins Wohnzimmer in den Babykäfig, damit sie ein bisschen krabbeln und spielen können. Leider wollen sie das aber nicht, sondern stehen an der Wand des Laufgitters und weinen. Naja, da müssen sie kurz durch, Jott wird ja, sobald M und ich weg sind, zu ihnen gehen. Die Geräuschkulisse ist dadurch allerdings ohrenbetäubend. Kurz versuche ich noch, die beiden durch Zähneputzen vor ihnen zu beruhigen (das finden sie faszinierend, vor allem wenn die rote Aufdruck-Kontrolleuchte leuchtet), aber das funktioniert auch nicht so recht.
Nachdem ich noch etwas durch die Wohnung wusel und Jott M fertig macht, brechen er und ich kurz vor 7 Uhr zur KiTa auf. An der Straßenbahnstation stellt sich M erstmal den anderen Wartenden vor („Ich heiße M Nachname!“) und kuschelt sich dann auf meinem Schoß an mich. Hätten wir das auch geklärt.

Die Abgabe in der KiTa läuft astrein. M muss inzwischen daran erinnert werden, sich von mir zu verabschieden, weil er direkt zu den anderen Frühbetreuungskindern lossprintet. Eines der Kinder aus seiner Gruppe, der P, ist auch immer so früh da, und so hat M direkt einen Spielkameraden und genießt das auch sehr („P ist mein Freund!“).
Nach der Verabschiedung laufe ich weiter zum nächsten S-Bahnhof. Wenn ich will/ muss, schaffe ich den Weg in genau 12 Minuten, aber nach dem Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass ich genau zwischen zwei S-Bahn-Abfahrtsterminen am Bahnhof ankommen werde, egal ob ich schnell oder langsam laufe. Also spaziere ich gemütlich zum S-Bahnhof Friedrichshagen, warte so nur drei Minuten und fahre mit der Bahn zum Alexanderplatz, laufe weiter zum Büro und komme dort gegen dreiviertel Neun an.

Es folgt ein recht stressiger Arbeitstag. Los gehts mit einem Kundentelefonat zu dem Projekt, auf dem ich als Projektleiter arbeite, dann folgen ein paar Mails, und dann folgt nach gut 20 Minuten im Büro die Entdeckung, die mir den Tag versauen wird. Der technische Dienstleister des Projektleiter-Projekt-Kundens hat nämlich seine seit gestern Mittag bestehenden Serverprobleme nicht in den Griff bekommen, ein Teil der Systeme unseres Kunden ist nicht erreichbar. Das ist potentiell gefährlich, da wir im worst case die von uns umgesetzten Features nicht auf eben jene Systeme aufspielen können, und das wiederum wäre sehr ungünstig für die Präsentation eben jener Features vor dem Vorstand des Kunden. Es ist zwar höhere Gewalt, aber ich WILL, dass dieses Projekt gut läuft- immerhin ist es das erste, auf dem ich offiziell und richtig als Projektleiter arbeite. Also ergaunere ich über drei Ecken die direkte Durchwahl eines Ansprechpartners beim technischen Dienstleister (das ist eine nicht so gern gesehene Abkürzung, normalerweise muss man mit dem Support telefonieren; und die wollen immer, dass man ein Ticket anlegt und eine Vorgangsnummer bekommt, und das dauert EWIG), bringe deren Einschätzung zum Serverproblem in Erfahrung (O-Ton: „Das ist knifflig, der [Fehler] ärgert uns. Wir hoffen ja, bis 17 Uhr durch zu sein.“ – Übersetzung: „Wir haben maximal eine Vermutung, was das für ein Fehler ist, wissen nicht, wie wir ihn beheben können, und können nicht sagen wie lange es dauert.“) und berate mich im Anschluss mit meiner Teamleiterin, wie wir mit dem Fehler umgehen. Wir entscheiden, die Features auf einer internen Testumgebung zur Verfügung zu stellen, wenn der technische Dienstleister bis zum frühen Nachmittag die Funktionalität der Kunden-Systeme nicht wiederherstellen kann. Dann informiere ich den Kunden, dass uns leider gerade die Hände gebunden sind, und skizziere ihm grob das weitere Vorgehen.

Danach switche ich auf ein anderes Projekt, auf dem ich als technischer Ansprechpartner und inoffizieller Projektleiter arbeite. Dort bespreche ich mit meinen Ansprechpartner auf Kundenseite einige alte Tickets und neue Ticketideen, und dann ists auch schon Zeit für das tägliche Standup-Meeting meines Teams.
Gegen 10:15 Uhr sind wir durch. Nun arbeite ich als Entwickler wieder auf dem ersten Projekt von heute morgen und vervollständige einige Funktionen bzw. behebe Fehler. Nach zwei Stunden bin ich damit durch, so lange konnte ich im Büro schon ewig nicht am Stück arbeiten.
Vor der Mittagspause prüfe ich bei meinem anderen Projekt noch Code-Anpassungen von Kollegen für die morgige Auslieferung eines Software-Pakets, und dann gehts zum Futtern ab in den Pausenraum.

Nach der Pause- das Zeiterfassungs-Tool meiner Wahl sagt, 13:44 Uhr- prüfe ich, ob der technische Dienstleister unseres Kunden den Fehler inzwischen vielleicht doch behoben hat. Nope, hat er nicht. Dann also Plan B. Die nächsten zwei Stunden arbeite ich daran, den Code-Stand zu portieren, werde dabei aber durch ein paar mir nicht ganz verständliche Fehler ausgebremst… Es kommt also alles zusammen. Kurz bevor ich los muss- M wartet in der KiTa auf mich!-, bitte ich einen Kollegen, der wesentlich tiefer in der Materie drinsteckt und auf dem Gebiet auch wesentlich mehr auf dem Kasten hat als ich, die Sache zu erledigen, und breche auf.

Auf dem Weg zum Alex frischt der Wind auf, die angekündigten Orkanböen treffen wohl bald ein. Am Alex selbst habe ich kurzzeitig Angst, von einem wild umherschwingenden Werbebanner erschlagen zu werden, schaffe es aber unbeschadet in die Bahn und freue mich (ja, immer noch!) auf eine unterbrechungsfreie Fahrt bis Friedrichshagen… Bis am Ostkreuz die Durchsage kommt, dass die S-Bahn nur noch bis Rummelsburg fährt, weil DER GESAMTE S-BAHN-VERKEHR in Berlin wegen des Sturms auf unbestimmte Zeit unterbrochen wird. Sch… Und das in Rummelsburg! Da kommt man ganz, ganz schlecht weg: Einmal nach Schöneweide (hilft mir nicht, weil die Straßenbahnen auch nicht mehr fahren sollen), einmal nach Marzahn (hilft mir nicht, weil ich da halt so gar nicht hin muss). Beim Verlassen des Bahnhofs weht es mich fast weg, aber das ist erstmal egal: Ich muss doch nach Friedrichshagen, M abholen! Zu Fuß würde es 2,5 bis 3h dauern, bei Ausfall des gesamten oberirdischen ÖPNV ein Taxi zu bekommen ist relativ unmöglich, meine Chancen vor KiTa-Schluss dorthin zu kommen liegen also bei ziemlich genau 0. Während ich in Richtung Köpenick loslaufe- irgendwas muss ich ja machen!-, beraten Jott und ich uns am Telefon: Jott ist selbst mit den Zwillingen unterwegs und könnte auch nur gerade so, mit viel Stress, Aufregung und nach Einschmeißen einer Anti-Ichfühlmichschlecht-Tablette, M abholen- das sollten wir nur im äußersten Notfall machen.
Wir kommen dann recht fix drauf, dass die einzige vernünftige Option ist, meine Mama zu fragen, die seit gestern Urlaub hat und morgen mit meinem Papa in den Urlaub fährt. Wir haben Glück: Sie kann M abholen, und das sogar noch innerhalb der KiTa-Öffnungszeiten. Nachdem das geklärt ist, laufe ich etwas entspannter durch den tosenden Sturm in Richtung Köpenick. Ich sehe mehrere Bäume umstürzen und Äste abbrechen und hoffe, dass das nicht gerade passiert, wenn ich drunter durchlaufe.

Nach ungefähr einem Viertel (optimistisch geschätzt) der Strecke versuche ich, mein Glück als Anhalter zu probieren. Habe ich noch nie gemacht, aber den Daumen rausstrecken und nett lächeln sollte nicht so schwer sein. Bevor ich das aber in die Tat umsetzen kann, sehe ich kurz hinter dem Heizkraftwerk Klingenberg einen älteren Mann sein Auto aus einer Einfahrt starten, spreche ihn an und kann- das nenne ich mal Glück!- eine Fahrt Richtung Köpenick rausschlagen. Hurra! Der erste Versuch als Anhalter, und dann gleich erfolgreich!
Die Fahrt verläuft recht gut. Die Straßen sind voll und das Gespräch nicht so erbaulich (AfD-Wähler, enttäuscht von der Politik, bevor die Ausländer was kriegen sollen erstmal die deutschen Obdachlosen was kriegen, früher war vieles besser, etc.- natürlich fallen mir all die Fakten, die ich so anlese, NICHT ein und ich kann nur doof herumstammeln…), aber hey, ich muss nicht durch den Sturm laufen.

Ziemlich genau auf die Minute 17:30 Uhr komme ich zu Hause an. Kurz darauf kommen auch meine Mama und M an, sodass wir komplett sind und zu Abend essen können. Während Jott noch bei M sitzt bzw. in der Küche herumräumt, bringe ich die Zwillinge ins Bett. Wir treffen uns kurz vor 19 Uhr für das Sandmännchen auf der Couch. Als das vorbei ist, gehe ich in die Küche, arbeite meine restliche Arbeitszeit (heute eine Stunde) auf und schreibe im Anschluss diesen Blogbeitrag.

Jetzt: Bett.

Kategorien
Elternzeit 2017 WMDEDGT?

Journal Dienstag, 5.9.2017 – #WMDEDGT 9/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Pünktlich halb Sechs werde ich durch Gs Geschnatter wach. Als ich ins Kinderzimmer komme, sitzt sie im Bett und erzählt vor sich hin. Das ist eine sehr niedliche Eigenschaft der Zwillinge: Im Normalfall liegen sie nach dem Aufwachen friedlich im Bett und „sprechen“. Mal miteinander, mal so vor sich hin.
J stören die Geräusche nicht: Er ist noch satt von der 4-Uhr-Flasche und schläft tief und fest (das war die erste Flasche, die wir seit einer Woche nachts geben mussten- voll gut). So muss ich erstmal nur einen Zwilling im Wohnzimmer versorgen. Nebenbei räume ich ein bisschen auf und lese ein paar Blogbeiträge.
Jott und M schlafen noch friedlich im großen Bett, die wecke ich wie üblich nicht.

7 Uhr wacht J auf. Ich bin mittlerweile mit G in die Küche umgezogen und hole J auch dahin. Er bekommt nochmal eine Flasche und dann spielen die Zwillinge mit Sieben, großen Holzlöffeln und Teigschabern in ihren Wippen. Einen Eindruck, wie das aussieht und wie es sich anhört, gibts bei Instagram.
Während ich noch überlege, ob ich schonmal ohne Jott und M frühstücke, öffnet sich die Tür und M purzelt hinein. Sind die beiden aufgewacht, sehr gut. Wir frühstücken in Ruhe zusammen- M muss heute erst später in die KiTa-, und dann dürfen die Kinder ein bisschen KiKa gucken, während Jott und ich uns fertig machen und ein paar Sachen erledigen.

10 Uhr fahren M und ich mit der Straßenbahn nach Friedrichshagen zur KiTa. Heute hat er keinen guten Tag und weint, das tut etwas weh und bedrückt mich. Aber gut, es muss halt sein.
Weil ich M nach dem Mittagessen wieder abhole und sich die Heimfahrt daher nicht lohnt, bleibe ich in Friedrichshagen: Mit einem Papaya-Eis von Da Dalt laufe ich zum Müggelsee, setze mich auf eine Bank in die Sonne und lese im Feedreader. Da haben sich schon wieder massig Beiträge aufgestaut.

Nach einer guten Stunde laufe ich zurück zur KiTa, hole M ab und fahre nach Hause mit ihm. Dort gibts Mittagessen (Kichererbsencurry). Aus irgendeinem mir nicht mehr geläufigen Grund bekommt M einen Heulanfall, in den der inzwischen todmüdde J einfällt (er ist da sehr sensibel- sobald M weint/ „weint“, steigt J ein).
Als sich J beruhigt hat, wird er daher ins Bett gelegt- G ist noch nicht müde- und danach versuche ich, auch M zum Mittagsschlaf zu animieren: Im Bett kuscheln, Buch vorlesen, ruhiger werden… Doch während ich nur mit Müh und Not die Augen aufhalten kann, will M auch heute partout nicht schlafen und haut irgendwann ins Wohnzimmer ab. Ich bin kurz versucht, die Augen zu schließen, will aber Jott nicht mit M und G allein lassen. Also ab in die Küche, Kaffee kochen und ein Pickup für den Blutzucker essen (und weil ich ein Schleckermaul bin und Bock drauf hatte).

Mit Kaffee und Käsekuchen (auch Bock drauf) gehe ich dann ins Wohnzimmer, wo Jott, M und G mittlerweile König der Löwen gucken. Während M mit großen Augen auf der Couch sitzt, ist G alles egal: Sie krabbelt durchs Wohnzimmer, setzt sich hin, stellt sich hin, und knabbert alles an was nicht bei Drei von uns weggenommen wird (sehr beliebt: Kabel, meine Hausschuhe, Ms Puzzle).

Gegen 15 Uhr wird J wieder wach, und während Simba gegen Scar kämpft, bekommen die Zwillinge ihren Nachmittagsbrei. Dann gehen wir raus, wieder spazieren. Der Weg führt uns nach Friedrichshagen (wir brauchen da echt eine Wohnung, dann müssen wir nicht mehr so oft hinlaufen…). Nach 2/3 des Weges schwächelt M, doch mit der Aussicht auf ein Eis können wir ihn zum weiterlaufen animieren (mein Kind!). Also machen wir alle zusammen einen Abstecher zu Da Dalt, essen- in meinem Fall noch- ein Eis (M macht das inzwischen richtig gut), fahren anschließend mit der S-Bahn zurück nach Köpenick und laufen den Rest des Weges nach Hause.

~18:15 Uhr (spät heute!) bekommen die Zwillinge ihr Abendbrot, danach isst der Rest der Familie. Es folgt das übliche Abendprogramm: Kinder ins Bett bringen, aufräumen. Kurz vor 20 Uhr (früh heute!) sind wir fertig und gucken zusammen zwei Folgen aus der 2. Staffel von Lucifer.

Das wars.

Was schön war: Einfach nur in der Sonne sitzen, gucken wie der Wind über den See weht und hören, wie das Laub in den Bäumen raschelt.