[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]
Halb Drei krächzt M „Waaaaas triiiinkeeeen“, kriegt einen Magic Cup mit Tee und schläft nach einem Minischluck weiter. Eine halbe Stunde später melden sich G und J, kriegen ihre Flasche und schlafen auch weiter. Gutes Timing.
Die Wecker klingeln halb Sechs. Schnell ins Bad, duschen, dann Frühstück und Kinder wecken/ tagfein machen/ aufbrechen. Kurz nach 7 Uhr stehen wir vor der Haustür und watscheln pinguinesk zum Auto- es ist schweineglatt. Nach dem Verladen der Kinder fährt Jott die drei in die KiTa, ich begebe mich auf den Weg ins Büro. Am Bahnhof beim Bäckerauto Brot für uns gekauft (ein großes Mischbrot, ein kleines Kastenbrot mit Leinsamen- reicht zwei Tage). Eine Spandau-Bahn erwischt, d.h. kein Umsteigen in Warschauer Straße. Dafür ist die Bahn brechend voll, umfallen geht schonmal nicht. Aber immerhin Lesen auf dem Handy.
Nach dem Ausstieg am Alex (~7:45 Uhr) das übliche Jott-Telefonat. Ich genieße das ja sehr, mit ihr zu erzählen während sie ins Büro fährt und ich auf Schusters Rappen durch Mitte laufe.
Ankunft Büro kurz nach 8 Uhr. Rechner hochfahren, Mails angucken, einen Hinweis auf abgelehnte Zeiterfassungs-Einträge finden und erstmal im (immer noch recht neuen) Tool nachgucken, wo man das ändern kann. Anschließend Selbst-Organisation und Aufgabenlisten-Abarbeiten. Sehr erfolgreich, kurz vor dem täglichen Standup des Teams bin ich gut organisiert, habe mehrere Bälle an Ansprechpartner auf Kundenseite weiter gespielt und mich auf zwei Telkos im Laufe des Tages vorbereitet.
10 Uhr das übliche Standup. Heute mit zwei per Telefon zugeschalteten Kolleg:innen. Aus mir nicht mehr ganz nachvollziehbaren Gründen wurde keine Telefonkonferenz geschaltet, sondern jeder Gesprächsteilnehmer mit einem separaten Apparat angerufen. Es werden also zwei Telefone in den Raum gehalten. Funktioniert, ist aber dem Sprachverständnis nicht unbedingt zuträglich.
Im Anschluss Urlaubs-Organisation. Wir müssen den Resturlaub aus 2017 in Q1/18 nehmen. Das schaffe ich nicht, also schließe ich mich mit der HR-Kollegin kurz, ob die Woche nach Ostern auch noch okay ist (ja, ists). Ich hab dann also Anfang April ein paar freie Tage.
Danach: Projektarbeit. Ein Kunde hat uns zu einer Funktion auf seiner Website einen Fehler gemeldet, und gemeinsam beim Untersuchen des Fehlers stellen wir noch weiteres Fehlverhalten fest. Ich erkläre einem Kollegen die Fehler und bitte ihn, sich das etwas genauer anzusehen und mir so ungefähr zu sagen, wie aufwändig die Fehlerbehebung sein wird. Die dabei herauskommende Zahl muss ich später an den Kunden kommunizieren.
Mit Projektarbeit geht es bis zur Mittagspause auch weiter. Nichts spektakuläres, es ist gerade nur Projektverwaltung. Nebenbei führe ich ein, zwei Telefonate, schreibe drei, vier Mails und dann ists Pause. Es gibt die Reste vom Indisch bestellen gestern. Ich genieße die Ruhe im Pausenraum, außer mir ist keiner da- es ist mit 14 Uhr auch schon etwas spät.
Direkt nach der Pause findet die erste Telko statt, für die ich mich am Vormittag vorbereitet habe, und nach einer guten Viertelstunde die nächste. Danach ists es kurz nach 15 Uhr. Zeit, das Büro zu verlassen und die Kinder abzuholen.
Nach dem Fußmarsch zum Alex gehts mit der S3 nach Friedrichshagen. Unterwegs erfahre ich, dass ich Glück habe: Die S3 fährt nur im 20-Minuten-Takt, ich hab glücklicherweise nahezu minutengenau eine der drei pro Stunde fahrenden Bahnen erwischt.
Vom S-Bahnhof Friedrichshagen gehts die Bölschestraße runter zur KiTa. Unterwegs begegnen mir verdächtig viele Leute mit einer Eiswaffel. Paul Holmes kombiniert und kombiniert und kommt zu dem Schluss, dass Da Dalt nach dem Winter wieder geöffnet haben muss. Und so ist es auch. Darum wird angeeist:

Das erste Eis der Saison ist ein Zimt-Sesam-Eis und schmeckt ausgezeichnet.
Kurz darauf komme ich in der KiTa an. Bei dem tollen Wetter (9°C, Sonnenschein) sind die Kinder alle im Garten, das macht die Abholung leichter weil sie bereits angezogen sind. Ich muss nur noch Brotdosen, Trinkflaschen und Rucksäcke holen und dann gehts nach Hause.
Auf dem Weg zur Straßenbahn grunzen wir im Wechsel vor uns hin, und in der Bahn klettert M am Fenster herum, während die Zwillinge ihn begeistert anfeuern.
Gegen 17:15 Uhr kommen wir zu Hause an. Während ich die Kinder ausziehe, kommt auch Jott. Sie verschwindet in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten, während die Kinder und ich spielen.
Beim Abendessen selbst drehen die Zwillinge ungeheuer am Rad, schreien und kreischen und heulen herum und verschmähen ihr Abendbrot. Nachdem Jott ihnen eine Flasche gemacht hat, wird es besser und wir können in Ruhe (so mehr oder weniger) gemeinsam essen.
Anschließend bringt Jott die Zwillinge ins Bett. M und ich gehen ins Bad, wo ihm einfällt, dass er nur von Mama die Zähne geputzt haben möchte. Okay. Während Jott ihn übernimmt, räume ich in der Küche auf, und als Jott bei M fertig ist, laufe ich schnell nochmal ums Eck zu Rewe, um Kaffee zu kaufen. Wir haben keinen mehr und einen Morgen ohne Kaffee überstehe ich nicht.
Als ich wiederkomme, muss ich zu M ins Schlafzimmer. Der ist gaaar nicht müde und will gaaar nicht schlafen, sondern spielen und zu Mama ins Wohnzimmer. Ich kann ihn überzeugen, gemeinsam mit mir wieder ins Schlafzimmer zu gehen, wo er dann 20 Minuten später tief und fest schläft. Während er sich an mich kuschelt, bestelle ich eine größere Fuhre Kaffee.
Nahezu zeitgleich mit Abschicken der Bestellung meldet sich Bringmeister mit dem Wocheneinkauf bei Jott. Den verräumen wir gemeinsam, bereiten danach noch Frühstück für die Kinder und uns vor, und dann heißt es Bett für Jott und Blogbeitrag schreiben für mich.


