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WMDEDGT?

Journal Samstag, 5.12.2015 – WMDEDGT 12/15

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Nichts spannendes gemacht: Mit Herrn Schnuffke mehrere Male Lebensmittel und Windeln für die kommende Woche einkaufen gewesen und dabei einen Rossmann-Gutschein bei DM einzulösen versucht; ein wenig an einem Webprojekt gearbeitet während Jott, Jotts Mama und Herr Schnuffke in der Weltgeschichte herumfuhren; Kopfschmerzen bekommen, Schmerztabletten genommen; weiter am Webprojekt gearbeitet, irgendwann tablettenbedingt fast auf dem Schreibtischstuhl eingeschlafen; per Telefon verständigt worden dass das Kind im Auto (es war mal wieder dunkel draußen) Amok läuft, das brüllende und tobende Kind aus dem Auto abgeholt und beruhigt, etwas gespielt, dann gewickelt und umgezogen; Abendessen mit Jott eingenommen; Wohnung aufgeräumt; Mandarinen gegessen; Diablo 3 gespielt.

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Journal Donnerstag, 5.11.2015 – WMDEDGT 11/15

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Der Wecker klingelt um 5.47 Uhr (Sie erinnern Sich, mein Tick), drei Minuten später stehe ich in der Dusche und 15 Minuten später produziere ich ungeplant Überraschungsrührei für Jott und Jotts Mama (ich ess keine Eier).
Überraschungsrührei

Heute habe ich Home Office, deswegen war eigentlich abgemacht mit den beiden Damen zu frühstücken. Ich hab aber Hunger, weil ich inzwischen an so frühes Essen gewöhnt bin. Also doch allein gefrühstückt, etwas später Jott und Herrn Schnuffke einen guten Morgen gewünscht und festgestellt, dass das Kind ganz schön warm ist. Scheint die gestrige Impfung also doch anzuschlagen. Das Fiebermessen beim Wickeln ergibt 38,5°. Das Kind scheint allerdings nicht nach mir zu kommen, es verhält sich nämlich wie immer und erzählt (quietscht, gluckst, lacht und blubbert) beim Wickeln und anschließenden Frühstück mit Jott und Jotts Mama von seinen Träumen. Ich gehe derweil an den Rechner und beginne mit der Arbeit (just kidding, ich lese erstmal die Twitter-Nacht-Timeline nach, das mache ich normalerweise morgens in der Bahn und darauf möchte ich nicht verzichten). Danach gehts aber los mit der Arbeit.

Zu den ersten Aufgaben gehört das Anlegen von aussagekräftigen ToDos für die Kollegen. Im Büro befinden sich gerade mehrere Projekte in der heißen Phase und zu meinen Aufgaben gehört es, den Überblick über noch offene Aufgaben zu behalten und die Arbeit im Team aufzuteilen.
Nachdem das erledigt ist, setze ich meine eigene Entwicklungsarbeit fort. Eines unserer Projekte sieht das Redesign eines sehr großen Portals vor. Ich arbeite seit ein paar Wochen daran, hatte die letzten zehn Tage allerdings kaum Zeit dafür und möchte die Ruhe im Home Office nutzen um einige Fehler zu beseitigen. Dafür muss ich relativ ungestört sein, und das bin ich im Büro sehr selten.

Zwischendurch nölt Herr Schnuffke rum. Er ist heute sehr kuschelbedürftig und möchte ständig bei Jott angelegt werden. Von mir lässt er sich nur kurzzeitig beruhigen. Irgendwann am späten Vormittag bemerke ich, dass es im Wohnzimmer sehr ruhig geworden ist, sehe nach und entdecke, dass Herr Schnuffke neben Jott schläft. Das macht er normalerweise nicht, er muss also wirklich ziemlich angeschlagen von der Impfung sein. Jott nutzt die Zeit, um Pizza für sich zu bestellen, während ich mir die Reste vom gestrigen Blumenkohl-Linsen-Curry warm mache.

Nach dem Mittag geht es weiter mit den Arbeiten am Redesign des Portals. Die Fehler konnte ich zum größten Teil beheben, so dass die Nutzung der Website auf dem Smartphone wieder möglich ist. Eine Funktion ist allerdings weiterhin kaputt. Da sie meiner Meinung nach nur mit Programmier-Kenntnissen zu lösen ist die ich noch nicht habe, schreibe ich ein Ticket und eine Erinnerung, einen Kollegen um Hilfe zu bitten. Danach beginnt das Testen der verschiedenen Seiten des Portals: Ungefähr 100 Unterseiten müssen in verschieden großen Browserfenstern angeschaut werden. Dabei entdecke ich einige alte Fehler, die auch auf der momentan in Nutzung befindlichen Portal-Website bestehen, und behebe diese. Das soll ich zwar eigentlich nicht, weil es nicht zum Kern der Redesign-Aufgabe gehört, aber ich kann diese Fehler einfach nicht ignorieren.

Gegen 16 Uhr unterbreche ich die Arbeit. Jott und ich fahren mit Herrn Schnuffke zu einer KiTa-Besichtigung in der etwas entfernteren Nachbarschaft. Auf der Fahrt stehen wir im Stau, so dass wir zu Fuß vermutlich genau so schnell gewesen wären. Naja.
Die KiTa-Führung ist recht kurz, danach wissen Jott und ich dass wir Herrn Schnuffke dort nur betreuen lassen möchten wenn wir keinen anderen KiTa-Platz bekommen.

Jott fährt im Anschluss zu ihrem Rückbildungskurs, ich laufe mit Herrn Schnuffke in der Trage durch die Dämmeung nach Hause. Unterwegs treffen wir Jotts Mama, die uns entgegen kommt. Zusammen gehen wir noch Kartoffeln für den Babybrei kaufen.

Zu Hause nutze ich die Zeit bis zu Jotts Rückkehr, um mit Herrn Schnuffke zu spielen. Inzwischen scheint das Fieber verschwunden zu sein, er ist wieder normal kühl und putzmunter. Das Baden lassen wir trotzdem ausfallen.

Ab halb Sieben quengelt Herr Schnuffke rum, er ist müde und hat Hunger. Weil wir nicht genau wissen, wann Jott wieder da ist, versuchen wir ihn mit Obstbrei zu trösten, den mag er allerdings nicht. Also schnappt sich Jotts Mama das Kind und läuft in der Wohnung auf und ab. Ich lege zum ersten Mal heute die Füße hoch und lese ein paar Rss-Feeds. Zum Glück kommt Jott kurz darauf zurück, so dass wir Herrn Schnuffke bett- und stillfertig machen und das Abendessen für uns zubereiten können.

Nach dem Essen ziehe ich mich für ’ne gute Stunde nochmal an den Rechner zurück und überprüfe die Code-Einspielungen der Kollegen zu den ToDos von heute morgen. Dann organisiere ich meine eigene Arbeit für morgen, erfasse meine Zeiten und schaue auf The Wirecutter nach, ob es ein Update im Kamera-Bereich für Fotografie-Anfänger gibt. Ich glaube, ich hätte ganz gern eine Kamera, und mache mich daher ein wenig schlau diesbezüglich.

Zwischendrin weint Herr Schnuffke im Schlafzimmer. So wie es aussieht, hat er noch Hunger. Also muss Jott wieder einspringen, da Abends noch gestillt wird und wir das so beibehalten möchten. Das Weinen und Schreien wiederholt sich noch mehrere Male, bis wir selbst ins Bett gehen.

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Journal Montag, 5.10.2015 – WMDEDGT 10/15

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

6:22 Uhr Wecker klingeln, 6:28 Uhr aufstehen, 6:38 Uhr aus der Dusche kommen, anziehen, in die Küche taumeln, Kaffee und Frühstück zubereiten, nebenbei den Geschirrspüler aus- und wieder einräumen, diversen Kram zusätzlich per Hand abwaschen. Beim Frühstücken WR473 mit Freibäcker Arnd Erbel fast zu Ende hören.

Halb Acht tappst die schlaftrunkene Jott mit einem ebenso schlaftrunkenen Herrn Schnuffke in den Armen in die Küche. Ich nehme ihr das Kind zum Wickeln ab und beschnuffle das warme, muschelige und noch sehr verschlafene Baby (OH GOTT DAS IST DAS ALLERBESTE AUF DER GANZEN WELT). Dann Windeln wechseln und das Kind für den Tag anziehen, anschließend der inzwischen frisch gewaschenen Jott zum Stillen in die Arme drücken.

Um kurz vor Acht verlasse ich das Haus, nehme kurz nach Acht Uhr die S-Bahn Richtung Innenstadt, steige gegen zehn vor halb Neun am Ostkreuz in die Stadtbahn um und zehn nach halb Neun Uhr am Alexanderplatz wieder aus. Dann zu Fuß weiter Richtung Gendarmenmarkt.

Kurz vor Neun schlage ich im Büro auf, begrüße die schon anwesenden Teammitglieder und beginne mit der Arbeit. Weil meine Teamleiterin sich verspätet, leite ich gegen 10 Uhr unser tägliches Morgenmeeting, verteile ein paar Aufgaben, bespreche anstehende Termine mit dem Team und schicke dann alle anderen inklusive mir an die Arbeit zurück. Kurz danach eine Mini-TelKo mit dem Dienstleister unseres Kunden, bei der wir ein paar Detailfragen zu einer Programm-Schnittstelle abklären. Anschließend die aus der TelKo resultierenden Erkenntnisgewinne in ToDos packen, nebenbei gleich noch den Status des einen aktuellen Projekts aktualisieren und mich freuen, dass nur noch zwei kleinere Aufgaben offen sind.

Direkt danach aktualisiere ich meine allgemeine Projekte-Stände-Liste, kommuniziere das Ergebnis an meine Teamleiterin und erfahre nebenbei vom Chef, dass unser Feedbackgespräch verschoben werden muss. Also mehrere Ausweichtermine genannt, den neuen Gesprächstermin in Sack und Tüten gebracht und 13:10 Uhr mit der Mittagspause begonnen. Weil das Feedbackgespräch inkl. Mittagessen geplant war, ich also kein Essen mitgebracht hatte, muss ich zum Bäcker unten im Haus gehen, wo die Schlange einmal quer durch den Laden reicht und ich fast eine Viertelstunde warten muss bis ich bedient werde.

Von Jott kommt die Info, dass Herr Schnuffke zu Mittag Möhrenbrei aß und sehr begeistert davon war.

13:50 Uhr ist die Pause zu Ende, ich sitze wieder am Rechner und mache irgendwelchen Kram an den ich mich nicht mehr erinnere. Kurz nach Drei dann der Nachmittagskaffee und die Einarbeitung in ein neues Projekt, bei dem ich auf eigenen Wunsch hin seit langer Zeit wieder aktiver mitentwickeln werde. Zwischendurch immer mal wieder Team-Rückfragen beantworten, Anrufe führen/ entgegennehmen und Mails verwalten. Mittendrin schickt Jott ein Video von Herrn Schnuffke, in dem zu sehen ist wie er sich in einem Anlauf vom Rücken auf den Bauch dreht. 18:12 Uhr verlasse ich das Büro, telefoniere auf dem Weg zum Alex mit Jott und kläre ab, was ich für das heutige Abendessen mitbringen kann. Eigentlich hatten wir bei Rewe Lebensmittel bestellt, aber aus Geiz eine Lieferzeitspanne zwischen 14:30 Uhr und 21 Uhr angegeben (so kostet die Lieferung nur 2,nochwas Euro und nicht 5 oder so). Ich beschließe, dass wir das nicht mehr machen, sondern dann so richtig dekadent die kürzere Zeitspanne wählen. Wenn schon, denn schon.

Gegen halb Sieben steige ich am Alex in die S-Bahn, verpasse am Ostkreuz um eine Minute meine Bahn an den Stadtrand, warte neun Minuten auf die nächste Bahn und komme kurz nach Sieben am Heimatbahnsteig an. Schnell einkaufen, dann nach Hause. Vor der Tür steht das Rewe-Lieferauto. Also hoch in die Wohnung flitzen, Frau und Kind hallo sagen und zurück an die Tür laufen um dem Lieferanten öffnen. Einkäufe entgegen nehmen, dem Lieferanten ein Zwei-Euro-Stück Trinkgeld mitgeben (ich weiß nie, ob das angemessen ist- prinzipiell bezahle ich ja gerade für die Leistung, mir die Einkäufe in die Wohnung liefern zu lassen, aber die Lieferanten werden mit Sicherheit nicht üppig bezahlt und freuen sich vermutlich über Trinkgeld- ich hoffe halt, dass sie sich von zwei Euro nicht verarscht fühlen) und dann die Einkäufe verräumen und die Küche vom Tag aufräumen. Zwischendrin kommt Jott wieder reingetappst, drückt mir das nicht schlafen wollende Kind in die Arme und beginnt, das Abendessen zu machen. Es gibt Röstbrot mit selbstgemachter Avocado-Creme.

Nach dem Abendessen, es ist so gegen 20:15 Uhr, wird das Kind nochmal gestillt. Dabei tut es so, als ob es tief und fest schlafen würde, nur um kurz nach dem ins Bett legen zu jammern. Ich biete Jott an, das Kind in der Trage umherzutragen, damit es einschläft. Also stapfe ich von 20:40 Uhr bis 21:15 Uhr durch die verdunkelte Wohnung, höre dabei die aktuelle Episode „Die Show nur für Fans“ (Achtung, Link führt zu einer MP3-Datei, die automatisch abspielt) von Sanft und Sorgfältig und versuche, möglichst wiegend zu laufen.

Gegen viertel Zehn versuchen wir, das selig schlafende Kind aus der Trage in den Schlafsack zu legen. Natürlich wacht es dabei auf. Jott nimmt sich der Sache an und kuschelt das Kind eine weitere halbe Stunde in den Schlaf, während ich auf die Couch gehe, ein Eis esse und etwas verschnaufe. Als das Kind endlich richtig schläft und Jott wiederkommt, gucken wir noch eine halbe Stunde eine Wiederholung von The Big Bang Theory und beschließen dann, ins Bett zu gehen. Beim Aufstehen fällt mir ein, dass ich den Tag noch verbloggen möchte, mache dies und gehe also erst gegen 23:15 Uhr ins Bett.

Ende Jelände.