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Journal Montag, 22.8.2016

Herr Schnuffke schlief die Nacht erneut bei Jott, diesmal auch etwas ruhiger.

Um den Morgen für uns alle zu entzerren, stand ich etwas früher auf und bereitete in der zusätzlichen Zeit Herrn Schnuffkes KiTa-Frühstück vor. Das mache ich morgen wieder, so ist es entspannter.

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Die Fahrt zur Arbeit mit dem Schienenersatzverkehrsbus verlief gut. Die Busse kamen in Karlshorst kurz nach Einfahren der S-Bahn an und waren außerdem zahlreich, so dass Herr Schnuffke und ich in einen fast leeren Bus einsteigen konnten. Die Rückfahrt verlief ähnlich gut.
Ich würde sagen, morgen nehmen wir die zusätzlichen 10 bis 15 Minuten Fahrtzeit wieder in Kauf.

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Ansonsten… Hm ja. Arbeit eben, und danach Alltag zu Hause. Herr Schnuffke wollte Abends wieder nicht schlafen, er wehrte sich mit Klauen und Zähnen. Ich verstehs nicht.

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Was schön war: Die ruhige halbe Stunde am Morgen, bevor Jott und Herr Schnuffke um 6 Uhr aufstanden.

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Journal Sonntag, 21.8.2016

Die Nacht zu heute war sehr ruhig. Zumindest für mich, denn Herr Schnuffke „schlief“ heute Nacht bei Jott im Schlafzimmer, während ich im Wohnzimmer lag. „schlief“ schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, weil er, wie in letzter Zeit üblich, wiederholt hochschreckte, rumzappelte und, wenn überhaupt, nur unruhig schlief. Die Augenringe von Jott heute morgen sprachen Bände.

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Um Jott die Möglichkeit zu geben, sich noch einaml hinzulegen und auch, um das Kind zu beschäftigen, spazierten Herr Schnuffke und ich am Vormittag nach Friedrichshagen. Herr Schnuffke lief eine beträchtliche Wegstrecke selbst, kickte Eicheln durch die Gegend (ich bin noch nicht ganz sicher ob absichtlich oder nicht, er hatte auf jeden Fall Spaß als sie wegrollten), zertrampelte seine erste Nacktschnecke (DAS war ein dicker Brocken, ich sags Ihnen) und sammelte unterwegs Schätze (Eicheln, als er keine Lust mehr auf Eichelfußball hatte) ein.
Zum Abschluss gabs ein Sesam-Tartufo-Eis bei Da Dalt in Friedrichshagen, bevor wir nach Hause zurückfuhren.

Sesam und Tartufo

Dort hatte sich Jott in der Zwischenzeit nicht hingelegt, sondern zum einen Hosen für Herrn Schnuffke und die Zwillinge genäht (die Zwillingshosen sind ’ne 50/56, das ist so WINZIG!) und zum anderen ein vorzügliches Mittagessen zubereitet. Diese Frau, ey <3

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Nach dem Mittagessen hätte Herr Schnuffke eigentlich Mittagschlaf machen sollen, nach der Nacht und dem schlaflosen Vormittag- im Buggy hatte er nicht schlafen wollen- war er nämlich hundemüde. Aber nein, der Herr zog es vor 45 Minuten lang gegen den Schlaf anzukämpfen, gegen Ende mit Weinen und Schluchzen. Als Jott ihn dann auf den Arm nahm, war er innerhalb von fünf Minuten weggetreten. Leider nur eine halbe Stunde, also auch nicht genug.

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Am Nachmittag fuhren wir mit unseren Nachbarn von oben ins Driss im Wunderland. Dort verbrachten wir den Nachmittag, aßen Waffeln (Jott, Herr Schnuffke) und veganen Apfelkuchen (ich) und sahen den Kindern (Herrn Schnuffke) beim Spielen zu (Jott) oder spielten mit ihnen (ich).
Das Café ist schön. Jott kannte es bereits, ich noch nicht. Nach dem heutigen Nachmittag würde ich dort erneut hinfahren und auch mal die marokkanischen Gerichte ausprobieren.

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Abends dann zum Glück kein langer Einschlaf-Kampf, nach dem Abendbrot schlief Herr Schnuffke recht fix ein. Zum Ausgleich für den ersparten Stress stieß ich mir, als ich ihn nach Hochschrecken und Weinen beruhigte, den Fuß und schälte mir den halben Nagel vom kleinen Zeh (NEU- jetzt mit Ekelcontent!). Aber: Ich war so leise und dezent im Leiden und Schimpfen und Herumhopsen, dass Herr Schnuffke nicht aufwachte, sondern auf meinem Arm weiterschlief.

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Was schön war: Die ruhige Nacht.

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Journal Samstag, 20.8.2016

Wieder eine arg besch…eidene Nacht. Das wird langsam zur Regel hier, ich kann mich nicht erinnern wann wir zuletzt wirklich Ruhe hatten als das Kind im Bett war. Herr Schnuffke wacht seit einiger Zeit wiederholt Abends auf und weint, zusätzlich Nachts. Wir wissen nicht, was ihm fehlt und was ihn quält, es gibt auch nichts das zuverlässig Abhilfe schafft. Wenn er wach wird, gehen wir zu ihm, nehmen ihn aus dem Bett, beruhigen ihn, legen ihn zurück (selten, klappt bei mir derzeit gar nicht) oder legen ihn in unser Bett neben uns. Danach ist er mal kürzer, mal länger ruhig, dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Zusätzlich zappelt er neben Jott weiterhin wesentlich stärker herum als neben mir, so dass wir über kurz oder lang ins Wohnzimmer ausweichen damit etwas Ruhe einkehrt.

Diese Situation ist unglaublich belastend. Es ist das Unwissen, was Herrn Schnuffke fehlt und wie wir ihm helfen können, das uns tatsächlich zermürbt. Gepaart mit Müdigkeit und einer latenten Angenervtheit, weil das Kind eben Abend für Abend und Nacht für Nacht jammert und weint und es scheinbar keine Besserung gibt. Er kann ja auch gar nichts dafür, aber nach den letzten Wochen fällt es schwer sich das immer und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

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Herr Schnuffke und ich gingen heute morgen zum Bäcker- alle beide zu Fuß. Das lief (no pun intended) gut, bis auf den Umstand das er an jeder Pfütze anhielt und mehrfach umkehrte, um zu einer Pfütze zurückzulaufen.
Es scheint, als ob wir zumindest für so kurze Strecken (~500m) den Buggy nicht mehr benötigen. Zumindest wenn wir genug Zeit haben. Und das Kind munter ist. Und es keine Pfützen gibt.

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Das Wetter ist maximal unschön. Eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit (75% in der Wohnung, MEINE HAARE KRINGELN SICH!) und Temperaturen um die 25° sorgten für einen Waschkücheneffekt. Die Wohnung hat sich auch wieder aufgeheizt, was einem ruhigen Kindsschlaf auch nicht unbedingt zuträglich ist.

Hoffentlich wirds bald Herbst.

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Um die Ecke war gestern Abend eine Wohnungsbesichtigung, zumindest nehme ich an das es sich um eine handelte. Mehrere offensichtlich nicht zusammengehörende Menschen/ Paare standen, teils mit A4-Mappen in der Hand, kurz vor 18 Uhr auf der Straße und warteten anscheinend auf Einlass.
Was auffiel: Die wartenden Menschen waren ein bunter Mix durch mehrere Ethnien (ich hoffe, das kann man so sagen ohne jemandem auf den Schlips zu treten)- und das fällt in Köpenick, im Vergleich zu Mitte und drumherum, immer noch auf. Wir beobachten schon seit ungefähr zwei, drei Jahren eine Zunahme von Menschen mit anderer Hautfarbe oder beispielsweise Kopftuch im Straßenbild. Vielleicht sorgt ja die Gentrifizierung innerhalb der Szenebezirke (oder der Flüchtlingsstrom) für deren Zuzug.

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Jott und ich haben ein Wirtschaftskonto, von dem die Fixkosten (Miete, Strom, Internet usw.) und die variablen Kosten (vor allem Lebensmittel/ Drogerie) abgehen. Während die Fixkosten ein überschaubarer Posten sind, da Summe und Zeit eben feststehen, schwanken die variablen Posten teils stark und erlauben keine realistische Budget-Planung. Zusätzlich sorgt dies dafür, dass immer mal wieder einer von uns zusätzlich zu den fest eingeplanten Überweisungen auf das Wirtschaftskonto eine Sonderzahlung vornehmen muss, damit das Wirtschaftskonto gedeckt ist. Das passierte in letzter Zeit zu unserem Verdruss recht häufig.
Damit das nicht zur Gewohnheit wird, haben wir deshalb beschlossen, uns ein Wochenbudget von 100 Euro für Lebensmittel/ Drogerie zu setzen. Der Plan ist, über kurz oder lang so zu wirtschaften- eventuell auch mit Hilfe eines Haushaltsbuches-, dass wir mit diesem Geld auskommen und so diesen Teil der variablen Kosten fixieren können. Um einen besseren Überblick über das Geld zu bekommen, haben wir außerdem beschlossen, unser Wochenbudget einmal in der Woche abzuheben und damit bar zu bezahlen.

In der ersten Versuchswoche hat das nicht funktioniert, wir haben ungefähr 30 Euro mehr ausgegeben als uns eigentlich zur Verfügung stand. Wir haben heute viele Dinge gekauft, die normalerweise lange halten und nicht im Wochenturnus verbraucht werden (Windeln, Kartuschen für den SodaStream, langlebige Lebensmittel wie Nüsse und Haferflocken und sowas). Idealerweise geben wir dafür in der nächsten Woche weniger Geld aus.

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Überhaupt, das liebe Geld. Ich wüsste sehr gern, wieviel andere Familien im Schnitt im Monat ausgeben, um besser einschätzen zu können ob wir einen extravaganten Luxuslebensstil führen oder aber doch eher normal leben. Nur: Über sowas redet kaum jemand. Die einzige Vergleichsmöglichkeit, die ich habe, ist einer meiner Kollegen. Bei dem sind die Gegebenheiten etwas anders als bei uns (mehr Kinder, ältere Kinder, lebt nicht in Berlin), wodurch ein Vergleich erschwert wird.

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Was schön war: Mit Jott und Herrn Schnuffke spazieren gehen.

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Journal Freitag, 19.8.2016

Die nächste Woche wird in punkto Arbeits- und KiTa-Weg interessant. Auf Grund von Bauarbeiten am Ostkreuz wird der Zugverkehr zwischen den Bahnhöfen Karlshorst und Ostkreuz ausgesetzt, Herr Schnuffke und ich müssen dieses Teilstück umgehen. Es existieren zwar reichlich Alternativrouten, aber die haben alle das ein oder andere Makel. Vermutlich werden wir am Montag einfach die Busse des Schienenersatzverkehrs ausprobieren und das beibehalten oder aber am Montag Nachmittag/ Dienstag Alternativen suchen. Es führen zwar viele Wege nach Mitte, aber diese sind- gerade mit Buggy und darin befindlichen Kind- teils umständlich.

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Als ich gestern den Dauerauftrag für unsere Miete anpassen wollte, fiel mir ein interessanter Satz auf dem Schreiben der Hausverwaltung ins Auge. Dort steht sinngemäß, dass die den Mietspiegel unterstützende Orientierungshilfe zur Spanneneinordnung nicht herangezogen wird, da sie laut irgendeinem Gerichtsurteil kein Bestandteil des Mietspiegels ist. Da unsere Miete den für unsere Wohnung zutreffenden Miet-Mittelwert bereits erheblich übersteigt, kann sich die Hausverwaltung nicht auf eine nicht mehr ortsüblichen Miete berufen (das tut sie nämlich), ihr fehlt nämlich ohne die Orientierungshilfe zur Spanneneinordnung die entsprechende Grundlage dafür.
Ich habe also ein Schreiben aufgesetzt und der Mieterhöhung widersprochen. Mal gucken was nun passiert und wie die Mieterhöhung begründet wird.

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Der erste richtige Arbeitstag mitsamt KiTa-Begleitprogramm war knackig. Herr Schnuffke und ich waren von 7 bis 18 Uhr außer Haus und bei Ankunft zu Hause beide k.o.. Wir müssen uns beide schnell daran gewöhnen, damit dieser Ablauf einfacher wird.

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Was schön war: Zusammen mit Herrn Schnuffke ein Freitags-Franzbrötchen auf dem Heimweg essen (außerdem habe ich das Brötchen als Bestechung benutzt, um das Kind in den Buggy zu setzen, da wollte er nicht rein).

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Journal Samstag, 11.6.2016

Strikte Aufgabenteilung am Vormittag: Für außerhäusige Besorgungen waren Herr Schnuffke und ich zuständig, für innerhäusige Jott. Während wir also Brötchen holten und diverse Einkaufstouren erledigten, räumte Jott die Wohnung auf und kochte Mittagessen.

Am frühen Nachmittag fuhr ich mit S-Bahn, SEV und U-Bahn zu einer ehemaligen Mitauszubildenden nach Kreuzberg zur Geburtstagsfeier. Als alle Gäste versammelt waren, brachen wir zu einer Sehenswürdigkeiten-Schnitzeljagd durch Mitte auf und liefen die folgenden Stunden durch die Stadt. Zu den entsprechenden Sehenswürdigkeiten gab es jeweils Hintergrundinformationen und ein kleines Rätsel, bei dessen Lösung das nächste Ziel enthüllt wurde. Als wir 20:15 Uhr am Potsdamer Platz ankamen und das Ende noch nicht in Sicht war, verabschiedete ich mich und fuhr nach Hause. Das dauerte von dort aus dann auch nur 75 Minuten.

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Während ich Berlin-Touri spielte, traf meine Mama bei uns zu Hause ein und ließ sich von Jott einweisen in Babyphone-Nutzung, Herrn Schnuffkes Abendbrot-Vorlieben und Baby-zu-Bett-geh-Ritualen. Jott war nämlich den Abend ebenfalls auf einem Geburtstag, daher babysittete meine Mama Herrn Schnuffke. Das war für uns alle eine Premiere, die supergut ablief. Als ich zu Hause ankam, schlief das Kind und meine Mama las entspannt eine Zeitung im Wohnzimmer. So muss das.

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Was schön war: Herr Schnuffke lief fünf Schritte vom Stuhl zum Wohnzimmertisch ohne Begleitung und ohne festhalten, und ich habs live gesehen.

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Journal Freitag, 10.6.2016

Und dann isses mit einem Mal soweit: Ab morgen gehe ich neun Wochen keiner Erwerbsarbeit nach, sondern bin nur für das Kind (und die Frau, und vielleicht auch mich) da. Und als ob das nicht schon spannend genug wäre, beginnt am Montag die KiTa-Eingewöhnung von Herrn Schnuffke.

Ich freu mich auf diese neun Wochen und bin gespannt, was wir alles erleben.

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Journal Donnerstag, 9.6.2016

Die Erdbeerzeit hat begonnen! Zumindest sind die beiden Erdbeerhäuschen am Bahnhof Köpenick und im Forum Köpenick seit ein paar Tagen auch bis Abends geöffnet und verkaufen ihre Ware. Die nächsten Wochen werden wir uns daher hauptsächlich von Erdbeeren ernähren.

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Man kommt ja zu nichts: Schweren Herzens kündigte ich heute mein Abo der Brand Eins. Die ungelesenen Ausgaben stapeln sich zusammen mit mehreren Büchern und einigen ebenfalls ungelesenen GeoEpoche-Ausgaben. Wie ich auch in der Abo-Kündigung schrieb: Es fehlen Zeit und Muße zum Lesen.

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Heute war der vorletzte Tag vor der Elternzeit. Hurra! Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, Jott ist doch ziemlich k.o. und auch gesundheitlich angeschlagen.

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Herr Schnuffke hat ein neues Spielzeug, einen kleinen Ball. Sobald der Ball davon hüpft, hüpft Herr Schnuffke ebenfalls: Er geht auf die Knie und wippt auf und ab. Außerdem krabbelt er wahnsinnig gern dem Ball hinterher und bringt ihn zurück. Das ist sehr praktisch, so können wir das Kind wunderbar auspowern.

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Was schön war: Zusammen- zu Dritt- zum Abendbrot Erdbeeren essen.

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Journal Mittwoch, 8.6.2016

Herr Schnuffke schlief bis halb Acht. Hat das späte Einschlafen auch etwas Gutes. Ich bevorzuge allerdings deutlich sein früheres Zubettgehen, ansonsten sinkt mein Freizeitanteil auf Null.

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Ich habe das Gefühl, ich könnte 100 Stunden schlafen und die Müdigkeit würde trotzdem nicht verschwinden. Ich hoffe, dieses Gefühl verschwindet während der Elternzeit.

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Die letzte Woche ausgebrochene Erkältung hält sich hartnäckig. Momentan huste und schniefe ich rum und klinge nicht ganz gesund. Das ist irgendwie witzig: Letzte Woche konnte ich, scheinbar unbemerkt, für zwei Tage kaum Krauchen und hielt mich mit Neuranidal und viel Schlaf halbwegs einsatzfähig, während bei drei Hustern, einem Nieser und zweimal Nase putzen sich sofort nach der Gesundheit erkundigt wird.

Ich sollte eindeutig mehr über meine Befindlichkeiten klagen. Nicht nur hier, sondern auch in echt.

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Hoch leben die langen Öffnungszeiten von Supermärkten! Wenn es die nicht gäbe, wäre ich heute um 21 Uhr ziemlich aufgeschmissen gewesen und hätte morgen früh inmitten von schmutzigen Geschirrbergen frühstücken müssen (geht, ist aber unentspannt). Unser Geschirrspülmittel war aufgebraucht, und weil ich nach der Arbeit vergaß neues zu kaufen musste ich eben später nochmal los.

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Was schön war: Mit den Kolleginnen in der Mittagspause auf den Markt gehen, eine ordentliche Portion Bolognese und ein großes Stück Kirschkuchen holen.

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Journal Dienstag, 7.6.2016

Merke: Wenn das Kind von 17:15 Uhr bis 17:45 Uhr schläft, wird der Abend sehr, sehr lang und nervenaufreibend. Also genau das richtige nach einer halb durchwachten Nacht, in der das Kind entweder auf oder sehr, sehr nah an mir schlafen wollte.

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Was schön war: Der morgendliche Blick aus dem Fenster. Alles ist ruhig, alles ist still, der Tag beginnt gerade erst.

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Journal Montag, 6.6.2016

Herr Schnuffke hat eine Erkältung und verteilt großflächig Schnodder. Mein schwarzes T-Shirt, das ich während des Zu-Bett-Bringens trug, glitzert wie nach einer Schneckenorgie.

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Ein kränkelndes Kind schläft unruhig. Daher zogen wir beide heute Nacht wieder ins Wohnzimmer, nachdem er uns eine Stunde lang immer wieder aus den Einschlafphasen wachgeweint hatte. Wirklich gut schlief er nach dem Raumwechsel allerdings auch nicht, dementsprechend gerädert war ich heute im Büro.

Das war aber ein gute Härtetest für meinen neuen Wachmacher Koawach. Mir war vor kurzem nach Kakao, daher probiere ich das jetzt aus und bin bislang positiv angetan. Wenn der Effekt von Koffein und Zucker verfliegt, falle ich zwar in ein großes Loch, aber da die Anzeichen ja gut erkennbar sind schaffe ich es, den Pegel konstant zu halten.

(Ab wann muss ich mir Sorgen machen, in eine Sucht abzurutschen?)

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Heute brach die letzte Arbeitswoche vor der Elternzeit an. Ich bin gespannt, was sie für mich bereithält.

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Nachdem Sabaton vorerst durchgenudelt ist, höre ich mich derzeit durch das Künstlerradio von Olli Schulz und entdecke dabei Bosse für mich.

Gänzlich unbekannt war er mir nicht, aber bislang hatte es noch nicht „Klick“ gemacht. Das ändert sich gerade, vor allem durch die Lieder seines neuen Albums. Gute Musik.

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Bislang dachte ich „Ich kann doch nicht schon um [21 Uhr | 21:30 Uhr | 22 Uhr] ins Bett gehen, nur weil das Kind früh aufsteht/ unruhig schläft!“.

Jetzt denke ich: Oh doch. Ab einem gewissen Müdigkeitslevel ist das egal.

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Was schön war: Das frisch zubereitete Frühstücks-Käsebrötchen extra ohne Ei und Wurst nur für mich bei Lunchtime.