Wieder eine arg besch…eidene Nacht. Das wird langsam zur Regel hier, ich kann mich nicht erinnern wann wir zuletzt wirklich Ruhe hatten als das Kind im Bett war. Herr Schnuffke wacht seit einiger Zeit wiederholt Abends auf und weint, zusätzlich Nachts. Wir wissen nicht, was ihm fehlt und was ihn quält, es gibt auch nichts das zuverlässig Abhilfe schafft. Wenn er wach wird, gehen wir zu ihm, nehmen ihn aus dem Bett, beruhigen ihn, legen ihn zurück (selten, klappt bei mir derzeit gar nicht) oder legen ihn in unser Bett neben uns. Danach ist er mal kürzer, mal länger ruhig, dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Zusätzlich zappelt er neben Jott weiterhin wesentlich stärker herum als neben mir, so dass wir über kurz oder lang ins Wohnzimmer ausweichen damit etwas Ruhe einkehrt.
Diese Situation ist unglaublich belastend. Es ist das Unwissen, was Herrn Schnuffke fehlt und wie wir ihm helfen können, das uns tatsächlich zermürbt. Gepaart mit Müdigkeit und einer latenten Angenervtheit, weil das Kind eben Abend für Abend und Nacht für Nacht jammert und weint und es scheinbar keine Besserung gibt. Er kann ja auch gar nichts dafür, aber nach den letzten Wochen fällt es schwer sich das immer und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.
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Herr Schnuffke und ich gingen heute morgen zum Bäcker- alle beide zu Fuß. Das lief (no pun intended) gut, bis auf den Umstand das er an jeder Pfütze anhielt und mehrfach umkehrte, um zu einer Pfütze zurückzulaufen.
Es scheint, als ob wir zumindest für so kurze Strecken (~500m) den Buggy nicht mehr benötigen. Zumindest wenn wir genug Zeit haben. Und das Kind munter ist. Und es keine Pfützen gibt.
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Das Wetter ist maximal unschön. Eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit (75% in der Wohnung, MEINE HAARE KRINGELN SICH!) und Temperaturen um die 25° sorgten für einen Waschkücheneffekt. Die Wohnung hat sich auch wieder aufgeheizt, was einem ruhigen Kindsschlaf auch nicht unbedingt zuträglich ist.
Hoffentlich wirds bald Herbst.
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Um die Ecke war gestern Abend eine Wohnungsbesichtigung, zumindest nehme ich an das es sich um eine handelte. Mehrere offensichtlich nicht zusammengehörende Menschen/ Paare standen, teils mit A4-Mappen in der Hand, kurz vor 18 Uhr auf der Straße und warteten anscheinend auf Einlass.
Was auffiel: Die wartenden Menschen waren ein bunter Mix durch mehrere Ethnien (ich hoffe, das kann man so sagen ohne jemandem auf den Schlips zu treten)- und das fällt in Köpenick, im Vergleich zu Mitte und drumherum, immer noch auf. Wir beobachten schon seit ungefähr zwei, drei Jahren eine Zunahme von Menschen mit anderer Hautfarbe oder beispielsweise Kopftuch im Straßenbild. Vielleicht sorgt ja die Gentrifizierung innerhalb der Szenebezirke (oder der Flüchtlingsstrom) für deren Zuzug.
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Jott und ich haben ein Wirtschaftskonto, von dem die Fixkosten (Miete, Strom, Internet usw.) und die variablen Kosten (vor allem Lebensmittel/ Drogerie) abgehen. Während die Fixkosten ein überschaubarer Posten sind, da Summe und Zeit eben feststehen, schwanken die variablen Posten teils stark und erlauben keine realistische Budget-Planung. Zusätzlich sorgt dies dafür, dass immer mal wieder einer von uns zusätzlich zu den fest eingeplanten Überweisungen auf das Wirtschaftskonto eine Sonderzahlung vornehmen muss, damit das Wirtschaftskonto gedeckt ist. Das passierte in letzter Zeit zu unserem Verdruss recht häufig.
Damit das nicht zur Gewohnheit wird, haben wir deshalb beschlossen, uns ein Wochenbudget von 100 Euro für Lebensmittel/ Drogerie zu setzen. Der Plan ist, über kurz oder lang so zu wirtschaften- eventuell auch mit Hilfe eines Haushaltsbuches-, dass wir mit diesem Geld auskommen und so diesen Teil der variablen Kosten fixieren können. Um einen besseren Überblick über das Geld zu bekommen, haben wir außerdem beschlossen, unser Wochenbudget einmal in der Woche abzuheben und damit bar zu bezahlen.
In der ersten Versuchswoche hat das nicht funktioniert, wir haben ungefähr 30 Euro mehr ausgegeben als uns eigentlich zur Verfügung stand. Wir haben heute viele Dinge gekauft, die normalerweise lange halten und nicht im Wochenturnus verbraucht werden (Windeln, Kartuschen für den SodaStream, langlebige Lebensmittel wie Nüsse und Haferflocken und sowas). Idealerweise geben wir dafür in der nächsten Woche weniger Geld aus.
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Überhaupt, das liebe Geld. Ich wüsste sehr gern, wieviel andere Familien im Schnitt im Monat ausgeben, um besser einschätzen zu können ob wir einen extravaganten Luxuslebensstil führen oder aber doch eher normal leben. Nur: Über sowas redet kaum jemand. Die einzige Vergleichsmöglichkeit, die ich habe, ist einer meiner Kollegen. Bei dem sind die Gegebenheiten etwas anders als bei uns (mehr Kinder, ältere Kinder, lebt nicht in Berlin), wodurch ein Vergleich erschwert wird.
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Was schön war: Mit Jott und Herrn Schnuffke spazieren gehen.