Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 26.10.2016

Gestern Abend ließ ichs noch total krachen und lag erst halb Eins im Bett. Heute morgen um halb Sechs dann die Erkenntnis, dass das nicht so schlau war. Aber hey, mein anglo-normannisches Königreich hat sich in blutigen Kämpfen gegen Schotten, Waliser, Iren und Bretonen die Herrschaft über die britischen Inseln und die Bretagne gesichert und stößt in Richtung Aquitanien vor, während eine starke Flotte die Nordsee durchkreuzt und gegen dänische Seeräuber und Angriffsverbände vorgeht.

Erwähnte ich, dass ich in solchen Spielen sehr aufgehen kann? Und erst im Nachlesen der Spiel-Ereignisse, Völker und Hauptpersonen…

Herr Schnuffke schlief auf Grund eines Alptraums ab 23 Uhr bei uns im Bett. Leider schützte ihn das nicht vor einem weiteren Alptraum, mitten in der Nacht schreckte er panisch auf und ließ sich nur durch Anpusten aufwecken und durch viel Kuscheln zur Ruhe bringen.

Die Haltegurt-Löcher im Buggy-Fußsack befinden sich an genau den richtigen Stellen. Das elende Gefriemel mit den Gurten hat somit ein Ende. Hurra!

Jott war am Abend verabredet, Herr Schnuffke und ich waren nach langer Zeit mal wieder auf uns gestellt. Es lief super, aber als Jott nach Hause kam und noch drei Handgriffe im Haushalt tat war ich sehr froh. Ansonsten hätte ich nach dem Zubettbringen Herrn Schnuffkes noch ’ne ganze Weile aufräumen müssen.

Den folgenden Satz zu schreiben ist mir einerseits etwas peinlich, andererseits ist es auch gut so: Ich schnitt heute zum ersten Mal die Fingernägel von Herrn Schnuffke. Bislang hatte das Jott übernommen, ich war da auch überhaupt nicht böse drüber. Allerdings war da immer so ein Unwohlsein, weil es natürlich absolut ungerecht ist wenn nur sie das macht und ich mich da fein raushalte.
Also bestellte ich mir vor kurzer Zeit eine Linkshänder-Nagelschere (mit den Scheren für Rechtshänder kann ich nicht schneiden) und weihte sie heute erstmals ein.

Um es kurz zu machen: Herr Schnuffke hat noch alle Finger, keine Wunden und neun von zehn Fingernägel sind kurz geschnitten. Für den Daumen der rechten Hand reichten seine Stillsitzkapazitäten nicht mehr aus- ich brauchte ganz schön lange fürs Nägelschneiden, und irgendwann wurde sein Gezappel zu gefährlich für den Mann mit der Schere.

Herr Schnuffke mag Musik sehr gern und ist eine kleine Tanzmaus. Sobald er auch nur etwas ansatzweise melodisches hört, beginnt er zu tanzen.
Meine Eltern schwärmten uns bereits mehrfach vor, wie aufmerksam Herr Schnuffke klassischer Musik zuhöre und wie sehr er sich darüber freue.

Jotts Abwesenheit nahm ich darum als Chance wahr, ihn mit „meiner“ Musik bekannt zu machen. Wir hörten ein wenig Blind Guardian, Sabaton und Falconer, und Herr Schnuffke schien das ganz ok zu finden. Immerhin, immerhin.

Was schön war: Mir einen Herbstsalat zum Mitnehmen ins Büro ausdenken, Zutaten kaufen und ihn dann doch nicht machen müssen, weil ich die Reste von Jotts Mittagessen mitnehmen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.