Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 24.8.2016

Was für ein blöder Tag.

Beim Wickeln vor der KiTa-Übergabe wollte Herr Schnuffke mittendrin nicht mehr und startete, müde und gestresst wie er war, sein volles Kein-Bock-Programm. Er wand sich und schrie und sorgte dafür, dass die Wickelei zu einer langwierigen und stressigen Angelegenheit wurde.
Zusätzlich war der Wickeleimer im Kinderbad der KiTa übervoll, was ich erst bemerkte als die per Umlege-Hebel eigentlich versenkte Windel wieder hochkam und ihren Inhalt auf und im Eimer verteilte.
Ich hatte also meinen Spaß mit einem tobenden Kind und einem verdreckten Wickeleimer. Irgendwann waren beide Probleme gelöst, das Kind greinte zwar noch, hatte aber eine neue Windel und seine Klamotten an, und der Wickeleimer war halbwegs gesäubert.

Bei der Übergabe wurden wir mit „Na, kein so guter Morgen“ begrüßt. Die Erzieherin hatte, nur einen Raum weiter, natürlich Herrn Schnuffkes Theater, meine Beruhigsungsversuche und das irgendwann folgende „Kind, es reicht, HÖR AUF UND STRESS NICHT RUM“ gehört. Supergut.

Zu allem Überfluss hat dieses kleine Abenteuer fast 20 Minuten gedauert, so das ich wesentlich zu spät im Büro ankam und auch erstmal runterkommen musste, ich war ziemlich aufgelöst.

Der Bürotag selbst war dann immerhin recht entspannt, es war zwar chaotisch und viel zu tun, aber eben kein Vergleich zum morgendlichen „Stunt“, wie es auf Twitter ganz treffend genannt wurde. Ich musste mich nämlich erstmal abreagieren, und was eignet sich dazu besser als ganz viele 140-Zeichen-Nachrichten?

Nachmittags holten meine Mama und ich Herrn Schnuffke ab, er wird morgen nämlich von ihr mit zu meinen Eltern genommen, hat den Freitag frei und bleibt bis Sonntag dort. Das Abholen lief wie immer ab: Sobald mich Herr Schnuffke sah, begann er zu weinen und lief auf mich zu. Aber als wir im Auto- meine Mama fährt nicht mit den Öffis- saßen, drehte das Kind nochmal auf und quengelte die erste halbe Stunde der Fahrt in einer Tour, bis es endlich einschlief. Um 17 Uhr auch nicht mehr so toll, aber besser als das Weinen und Jammern.

Beim Abendessen dann ebenfalls das übliche Theater (ich bin etwas angenervt): Futterneid galore von Herrn Schnuffke, er wollte UNSER Essen aus unseren Händen haben, obwohl er haargenau das gleiche aß (sogar die Darreichungsform ist identisch). Aber das ist eben nicht gut genug.
Weil wir nicht nachgeben, gab es auch am Abendbrottisch wieder einen Wutanfall und Geschrei.

Das setzte sich auch beim Schlafen gehen fort, sobald wir beide uns ins Bett legten drehte das Kind wieder auf und ließ sich nicht beruhigen. Weder durch Singen noch Erzählen noch Kuscheln noch Tragen. Eine halbe Stunde ging das so, dann übernahm Jott. Die brauchte auch nochmal eine halbe Stunde, dann schlief das Kind endlich. Ich arbeitete in dieser Zeit meine Versäumnis vom Morgen nach.

Was schön war: Das frische Leinsamenbrot vom Bäcker. Das schmeckte klasse und war ein Lichtblick am Abend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.