Wieder eine leicht unruhige Nacht. Ich wache inzwischen bei jedem leisen Geräusch aus dem Babyphone auf, weil ich mir einbilde zu hören, wie Herr Schnuffke aus seinem Bett krabbelt.
Heute Nacht war das nicht der Fall, er schlief nur etwas unruhig.
Einige Zeit nach unserem Umzug ins Wohnzimmer wachte Herr Schnuffke auf Grund seiner verstopften Nase auf und schlief nur schlecht wieder ein. Er versuchte andauernd, seine Hände- obwohl schön warm- unter mich zu schieben, und schlief erst ein als ihm das geglückt war.
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Weil eine Taschenlampe mit Wackelkontakt zu seinem derzeitigen Lieblingsspielzeug gehört, lernt Herr Schnuffke schon frühzeitig eine grundlegende Art der Reparatur von technischen Geräten: Draufhauen. Funktioniert bei besagter Taschenlampe wunderbar, danach leuchtet sie wieder.
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Seit dem letzten Magen-Darm-Effekt mache ich eine Koffein-Entwöhnung und trinke seitdem keine koffeinhaltigen Getränke mehr. Morgens macht mir das nichts aus, da werde ich durch die Dusche und das Frühstück wach. Schlimm ist es am Nachmittag und Abends, das Mittagstief schlägt erbarmungslos zu und am Abend fallen mir bereits ab 20:30 Uhr die Augen fast zu.
Den Oktober möchte ich die koffeinfreie Zeit noch durchziehen, ab November soll es wieder Kaffee geben. Ich freu mich schon drauf.
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Die letzten Tagen über fiel es mir schwer, mich im Büro auf meine jeweilige Aufgabe zu konzentrieren. Heute hatte ich keine Lust auf ineffektives Herumarbeiten mehr und reaktivierte die Pomodoro-Technik. Das half, der heutige Tag war produktiv wie lange nicht mehr.
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Die Hausverwaltung hat ihr Nicht-Reagieren auf unseren Einspruch gegen die Mieterhöhung mit personeller Unterbesetzung wegen Urlaub und überhaupt begründet. Seit Mitte August. Is‘ klar… Außerdem drohte der Mitarbeiter, mit dem Jott am Telefon sprach, recht unverblümt mit dem Gang vor Gericht.
Gut, dass wir eine Mietangelegenheiten abdeckende Rechtsschutzversicherung haben.
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Seit zwei, drei Wochen erkennt Herr Schnuffke seine Eltern auf Fotos. Er zeigt dann darauf und sagt, je nach Person, „Mama“ oder „Papa“ oder „Mampa“ (er ist sehr effizient). Nach dem heutigen Abendessen guckten wir beim Einräumen in den Kühlschrank auf ein Foto von uns dreien (beim Treckerfahren auf dem Erdbeerhof). Auf unsere Frage, wo auf dem Foto denn Mama/ Papa seien, zeigte er auf uns- und auf die Frage, wo auf dem Bild denn Herr Schnuffke sei, auf sich. Das ist total cool, offenbar weiß er inzwischen wie er aussieht und kann das auf Fotos wiedererkennen.
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Was schön war: Das Mittagessen! Es gab die Reste der Buletten mit Mischgemüse vom Sonntag, und das war an diesem grauen und verregneten Tag genau richtig.
