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Journal Dienstag, 25.7.2017

Ich fühle mich so unglaublich ausgelaugt und matt, ich hoffe das geht bald wieder weg.

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Journal Montag, 24.7.2017

Erster Tag ohne Medizin. Ging. War nicht schön, aber ging. Jetzt trotzdem mit den Hühnern M ins Bett, um ein paar Mützen Schlaf zu holen.

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M ist völlig zerstochen. Offenbar hat er genauso süßes Blut wie seine Mama und die Mücken fahren voll auf ihn ab. Ich krieg das in unserem Schlafzimmer gar nicht mit, aber offenbar müssen hier Nachts Myriaden Mücken einfallen und das arme Kind zerstechen. Das einzige Fenster ohne Fliegengitter geschlossen zu halten brachte leider nichts- zum einen wird die Luft dann arg schnell unschön, zum anderen sind die Viecher bereits drin.

M trägts mit Fassung, kann dadurch „Mückenstich“ nahezu perfekt aussprechen und wehrt sich, obwohl es juckt, vehement gegen den BiteAway-Stift.

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Am Vormittag schnappte ich mir die Zwillinge zu einem kleinen Spaziergang. Google sagt, dass die Strecke exakt 4km lang ist und man dafür ungefähr 48 Minuten einplanen solle (scheint mir realistisch, bislang lieferte Google mir immer recht genaue Zeitangaben). Ich brauchte für die insgesamt 8km hin und zurück nahezu zweieinhalb Stunden und einige Pausen und lief die letzte halbe Stunde arg auf dem Zahnfleisch. Ich hasse es, so schlapp zu sein.

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J ist seit vielen Wochen unausstehlich. Sobald wir uns nicht mit ihm beschäftigen, meckert er in einer Tour und steigert sich ins Heulen hinein. Jeden verdammten Tag wieder von früh Morgens bis Abends. Die einzigen Pausen sind seine Schlaf-Zeiten.
Jott glaubt, dass es daran liegt, dass er noch nicht den finalen Dreh raus hat wie er sich aufsetzen/ krabbeln kann, und er deshalb frustriert ist weil es nicht vorwärts geht. Ich hoffe inständig, dass sie Recht hat, und das J endlich mal auf den Trichter kommt wie zumindest eines von beiden funktioniert.

J ist eigentlich ein total goldiges Kerlchen. Lacht gern und viel, macht Faxen, vergöttert seinen großen Bruder und ist, wenn man ihn zu handhaben weiß (viel Nähe, wenig Trubel, ganz viel Struktur und Routine), recht umgänglich. Das Schlimme ist: All das wird- für mich- durch das Dauermeckern getrübt. Ich ertrage die ständige Mecker- und Motz-Geräuschkulisse und das übermäßige Beschäftigen mit ihm nicht mehr lange- auch, weil seine Geschwister darunter leiden.

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Nach dem Mittagessen wollten wir eigentlich in den Heimattierpark auf dem Bierer Berg fahren und uns dort mit einer Freundin von Jott und ihrem Sohn treffen, der ungefähr im selben Alter wie M ist. Als wir jedoch dort ankamen, hatte es gerade zu regnen begonnen, und die diversen Wetter-Apps waren sich einig, dass es noch eine ganze Weile weiter regnen sollte (davor hatten sie allerdings auch gesagt, dass es erst am Abend regnen sollte…). Wir disponierten also um und fuhren direkt zu Jotts Freundin, wo die Zwillinge fleißig im Wechsel eine Spieldecke bespuckten und M und sein vier Wochen jüngerer Kumpel durch die Wohnung flitzten. Das war auch ganz schön und vor allem kompatibler zu meiner Erholung.

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Comic: Carrying Stuff. Wir sind ja auch immer beladen wie die Packesel, wenn wir mit den Kindern rausgehen…

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Ganz, ganz großartige Datenvisualisierung der Berliner Morgenpost: So tickt Berlin an Deiner Linie. Zu jeder Haltestelle von S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus und BVG-Fähren wurden Statistiken ausgewertet und grafisch dargestellt. Ich kann also beispielsweise gucken, wie das Mietgefälle entlang der S3 („meiner“ S-Bahn-Linie) ist, oder wie das Verhältnis zwischen alten und jungen Menschen ist, oder aber wo mehr „echte“ Berliner leben als Zugezogene (Spoiler: Ab Karlshorst dominieren die „echten“ Berliner).

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Was schön war: Während der Autofahrt zum Bierer Berg schliefen alle drei Kinder. Diese Ruhe!

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Journal Samstag, 22.7.2017, und Journal Sonntag, 23.7.2017

So ausgeknockt hat’s mich schon lange nicht mehr. Den gestrigen Tag überstand ich gerade so mit Medikamenten, nur um dann am Abend zusammen mit M ins Bett zu fallen und sofort einzuschlafen. Blöde Sommergrippe/ Erkältung/ wasauchimmeresist.

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Heute morgen erwachte ich etwas erholter (hoffentlich geht’s nun wieder bergauf). Zwar reichlich matschig, aber eben nicht mehr völlig zerschlagen. Nach dem Frühstück (und einer erneuten Ration Aspirin Complex) spazierte ich deshalb mit den Zwillingen den Elberadweg entlang und genoss den Wind und den perfekten Untergrund für die Kinderwagen-Reifen (der Wagen rollte tatsächlich wie von selbst). Als ich zum Mittag wieder „zu Hause“ (ließ: Bei Jotts Papa) war, war ich allerdings reichlich k.o. und war sehr erfreut, dass ich zusammen mit M Mittagsschlaf machen durfte. M war wohl genauso müde wie ich, binnen weniger Minuten schliefen wir tief und fest. Als Jott uns gegen 15:30 Uhr weckte, war ich jedenfalls sehr erstaunt, dass wir so lange geschlafen hatten.

Am Nachmittag feierten wir zusammen mit der Mama der Frau von Jotts Papa Geburtstag. M ernährte sich hauptsächlich von Kuchen, Eis und Kakao, spielte Fangen und mit den Babyspielzeugen („Meine Elefanten! Meine Giraffen!“) und war ein sehr glückliches Kind.
Zum Abend brachten Jott, M und ich die Zwillinge nach Hause, und nachdem Jott sie gefüttert hatte, ging sie mit M noch einmal zur Geburtstagsfeier zurück, während ich die Babys ins Bett brachte, ein bisschen aufräumte und dann mit dem in der Zwischenzeit heimgekehrten M ebenfalls ins Bett ging.

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Was schön war: Spazieren gehen und die Landschaft genießen.

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Journal Mittwoch, 19.7.2017, bis Freitag, 21.7.2017

Die letzten Tage hat mich eine etwas stärkere Erkältung außer Gefecht gesetzt- dank entsprechender Medikamente gehts inzwischen allerdings wieder. Ich bin zwar noch etwas sehr schlapp, aber das wird sich hoffentlich in den nächsten Tagen legen.

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Am Mittwoch, dem vermutlich heißesten Tag des Jahres, verließen wir Jotts Mama in Magdeburg und fuhren zu Jotts Papa aufs Dorf. Den ganzen Tag über war mir unwohl, am Abend ging ich nach Einnahme einer starken Schmerztablette früh zusammen mit M zu Bett… und wachte am Donnerstag mit Fieber und „Ich ziehe mich in eine einsame Höhle zurück, um dort zu sterben“-Gefühl auf. Das besserte sich auch im Laufe des Tages jeweils nach Einnahme von Medikamenten nur kurzzeitig, so das ich im Endeffekt die meiste Zeit irgendwo saß/ lag und kaum etwas tun konnte.

So geballt hatte ich das zuletzt im Januar, als ich die Grippe hatte. Unser Ferien-Umzug ist natürlich ein großartiger Zeitpunkt für einen nahezu Totalausfall, so das zum „Ich ziehe mich in eine einsame Höhle zurück, um dort zu sterben“-Gefühl auch noch Schuldgefühle gegenüber Jott kamen, die ganz viel alleine wuppen musste.
Immerhin M konnte ich ihr ab der zweiten Tageshälfte abnehmen- wir machen zusammen ausgiebig Mittagsschlaf und dann durfte er mich (und seine Plüschtiere) auf der Couch verarzten und versorgen (tat er auch ganz rührend).

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Heute gings mir etwas besser als gestern, ich konnte immerhin Kleinigkeiten übernehmen und Nachmittags zu Familienbesuchen im Dorf mitkommen (ein <3 an die Aspirin-Produktlinie). Begrüßungsumarmungen und Händeschütteln wehrte ich ab, meine Keine dürfen ruhig bei mir bleiben.

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Fürs Protokoll:

  • J hat sich in den Vierfüßler hochgedrückt.
  • M sagte seinen ersten Sieben-Wort-Satz „Ich glaube, das Wasser ist noch warm?“. Wir können dann wohl mit dem Zählen aufhören, er spricht halt jetzt richtig.
  • G ist gekrabbelt.
  • Jott ist eine ganz großartige Frau und ich bin immens stolz auf sie.

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Auf dem Scheunendach von Jotts Papa wollte sich am Mittwoch Nachmittag ein Storch niederlassen, nach ein paar gezielten Steinwürfen nahm er davon Abstand (bitte keine Babys mehr hier).

Natürlich warfen wir nicht wirklich Steine, stattdessen machten wir „Kscht kscht, fort mit Dir“. Oder so..

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Schlafenszeit, M grunzt auch schon.

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Was schön war: Abends noch ein bisschen mit der Familie beim Grillen zusammensitzen.

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Journal Dienstag, 18.7.2017

Baklava gekauft (Safran Backwaren & Konditorei). Viel mit den Zwillingen spazieren gewesen. Dabei durch halb Magdeburg (nur minimal übertrieben, diese Stadt ist echt klein) gelaufen. Mehrfach kurz vor dem Nervenzusammenbruch gestanden, weil die Zwillinge heute wirklich, wirklich überhaupt nicht pflegeleicht waren und tatsächlich keine fünf Minuten Ruhe herrschte (IMMER WAR IRGENDWAS). Nachmittags mit M auf den Wasserspielplatz am Schelli (auch sehr zu empfehlen) gelaufen, unterwegs ein Eis gekauft (M möchte tatsächlich immer genau das Eis essen, das ich mir kaufe) und anschließend viel mit M gespielt.

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Nach unserem Urlaub werden wir die Sportaufsätze auf den Kinderwagen montieren- egal, ob die Zwillinge dann allein sitzen können oder nicht (wir können die ja glücklicherweise in der Liegeposition benutzen). Vor allem J ist, wenn er liegen muss, unglaublich schlecht gelaunt. Das bessert sich tatsächlich, wenn er sitzt.

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Das Erfolgsrezept für einen langen M-schen Mittagsschlaf: Viel Bewegung am Vormittag. Heute war Jott mit ihm auf de Spielplatz. Auf dem Heimweg sagte er von sich aus, dass er gern mit Oma Mittagsschlaf machen möchte. Er schlief dann auch nahezu zwei Stunden (der Glückliche!).

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Morgen werden wir Jotts Mama verlassen und zu ihrem Papa weiterfahren. Mich gruselt es vor der Reaktion der Zwillinge auf die neue, ungewohnte Umgebung.

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Auf dem Spielplatz konnte ich heute ein Baby beobachten, dass tatsächlich fast 45 Minuten am Stück auf seiner Decke lag, in die Gegend guckte, ein bisschen vor sich hin gluckste und mit sich und der Welt so im Reinen war, dass seine Mutter neben ihm ein Buch lesen konnte.
Irre, was es so alles gibt- die Zwillinge schaffen es ungefähr, sich 5 Minuten zu beschäftigen, und wollen dann Action von und mit uns.

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Was schön war: Alle Kinder schliefen ~20 Uhr, ~21 Uhr war der Haushalt fertig- Freizeit!

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Journal Montag, 17.7.2017

Ich möchte mich gern das nächste halbe, dreiviertel Jahr im Alltag verkriechen, nur noch Routine leben. Einzig das scheint für ein halbwegs reibungsloses Leben mit den Zwillingen zu funktionieren.
Jegliche Abkehr von unseren Routinen machen alles unfassbar anstrengend und nervenzehrend und bringen mich viel zu oft dazu, am Ende eines Tages vom Leben auf einer einsamen Insel zu träumen.

Ich würde so gern die Zeit vordrehen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Zwillinge so ungefähr anderthalb Jahre alt sind- ab diesem Zeitpunkt wurde bei M auch vieles schöner.


Den Vormittag verbrachten wir den größten Teil des Tages drinnen, das Wetter war eher unerfreulich. Vor dem Mittagessen ging ich mit den Zwillingen einkaufen und wurde bestaunt wie ein Kalb mit zwei Köpfen- in Magdeburg scheint ein Vater mit Zwillingskinderwagen eine noch größere Sensation zu sein als in Berlin. Nach dem Mittag gings in den Magdeburger Zoo. M schlief im Auto ein, um ihn nicht großartig zu wecken packte ich ihn nach dem Aussteigen in die Trage. Glücklicherweise wachte er dann doch recht fix auf, die 16 oder 17 Kilo machen sich recht fix bemerkbar (getragen vor Bauch und Brust, auf dem Rücken mochte er bislang er nicht, das müssten wir nochmal probieren).
Auf der Rückfahrt wäre M fast eingeschlafen, das konnten wir aber durch Clips auf YouTube gucken (Gummibären-Bande, Chip und Chap…) und laut mitsingen verhindern (wir Rabeneltern…). Die Alternative wäre ein Abends lange wacher M gewesen, das hätte mir den Rest gegeben.

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Während die Zwillinge diese Nacht wie zu Hause schließen (d.h. G ohne Unterbrechung bis 5 Uhr, J mit Pause bis 6 Uhr), schlief M schlecht. Er wälze sich andauernd hin und her, schniefte und schnaufte und stöhnte und stemmte wiederholt seine Füße gegen mich (kann ich nicht ausstehen). Hoffentlich wirds in der kommenden Nacht besser.

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Während J tagsüber nicht schlafen konnte, aber wenigstens Abends fix und problemlos einschlief, drehte G am Abend auf und musste mehrmals ins Bett gebracht werden. Irgendwann setzte ich mich mit ihr auf den Balkon und schaukelte sie stoisch EWIG, das half.

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Kiki schreibt vom Sport. Und dem ganzen Drumherum.

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Berliner Polizisten haben sich nach der dicken Party in Bad Segeberg vor ein paar Tagen neue Abzeichen sticken lassen. Ich schwanke zwischen „Geil, wie lustig“ und „Öh… Vollpfosten, damit können sie doch nicht wirklich rausgehen“.

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Größter Lacher der letzten Tage. Ich gestehe: So gehts mir auch recht oft…

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Was schön war: Zusammen mit Jott und M „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ singen. M singt sowas wie „Wer hat Nuss Nuss Nuss, wer hat Nuss Nuss Nuss“, und das ist schon sehr niedlich.

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Journal Freitag, 14.7.2017

G bekam im Laufe des gestrigen Abends Fieber, wohl als Reaktion auf die Impfung. Als sie kurz vor 2 Uhr aufwachte und Hunger hatte- ungewöhnlich, normalerweise schläft sie bis ~4:30 Uhr durch-, war das Fieber allerdings wieder gesunken. Vielleicht war sie deshalb so lange munter- nach der Flasche brauchte es eine Dreiviertelstunde, bis sie endlich wieder schlief.

Heute morgen bemerkte ich nur noch eine leichte Schwellung an der Einstichstelle der Impfung, ansonsten gings ihr gut.

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Ich werde auch während der Elternzeit um 5 Uhr aufstehen und mich morgens allein um die Kinder kümmern. Nach der Elternzeit muss ich eh wieder früh raus, da ist eine Umgewöhnung für zwei Monate nicht sinnvoll.
Außerdem kann ich mich so in Ruhe fertig machen, die Zwillinge (hoffentlich) entspannt füttern, ihnen beim Spielen zugucken und Jott kann noch ein bisschen schlafen.

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Die Reparatur der gesplitterten Rückkamera-Abdeckung war erfolgreich, die Bildqualität hat sich stark verbessert. Ohne Dreck auf der Linse werden die Fotos tatsächlich heller & schärfer, wer hätte das gedacht…

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Wir besuchten heute zu fünft das Sommerfest der neuen KiTa. M brauchte ein wenig, um aufzutauen, tanzte dann aber über den Rasen, kletterte auf Klettergerüsten herum und sang lauthals zu „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ mit (<3).

Außerdem hielt er den Zwillingen- auch bekannt als miese, kleine Eisdiebe- eine Standpauke, als sie versuchten, Eis bei ihm zu schnorren („Nein G, nicht anfassen. Mein Eis!“ – „MEIN ARM“ – „Stop J“ usw. usf.).

Das wird noch lustig.

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Die diesjährige Erdbeer- und Kirschsaison ist enttäuschend. Man merkt beim Essen, dass ganz viel Sonne fehlt. Drum gabs heute Kirschen aus der Türkei, die süß und aromatisch schmeckten. M war begeistert, der aß heute zum zweiten Mal Kirschen (gestern zum ersten Mal) und war ganz fasziniert von diesen neuen Früchten mit dem Stein drin.

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Wir machten heute ALLE, also ALLE FÜNF, Mittagschlaf. Jott und M im Elternschlafzimmer- offenbar braucht M Mittagschlafgesellschaft-, die Zwillinge und ich im Wohnzimmer. Wie es bei Jott und M lief, weiß ich nicht, aber ich musste die Zwillinge erst einmal trennen, bevor sie einschlafen konnten. Davor krabbelten sie auf-, unter-, ineinander, kabbelten sich und versuchten, auf mich raufzukrabbeln. Also durfte die nicht ganz so müde G noch ein bisschen auf dem Boden herumrobben, während J und ich schonmal die Augen zumachten. Als G dann langsam müde wurde- J schlief zu diesem Zeitpunkt bereits ’ne halbe Stunde- schnappte ich sie mir, einschlaufschaukelte sie und legte mich anschließend zusammen mit ihr wieder zu J auf die Couch.
Eine Dreiviertelstunde konnten wir so schlafen, dann wurde G- die tagsüber sowieso nur in 20- bis 40-Minuten-Intervallen schläft- wach und verlangte nach Abwechslung.

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Während ich zu Beginn der Woche erkältet war, hat es seit gestern auch Jott erwischt. Zum Glück scheints auch bei ihr ein leichter Infekt zu sein- also nichts, was ein paar über den Tag verteilte Gläser Aspirin Complex nicht richten könnten.
Der erholsame Mittagschlaf (zumindest für sie, ich fühlte mich danach eher noch k.o.-er) war da das Sahnehäubchen.

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Was schön war: Beim Vormittagsspaziergang unserem DHL-Boten begegnen und dem ein Paket mitgeben können. So sparte ich mir den Weg in die Postfiliale :)

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Journal Dienstag, 11.7.2017

Was für ein Tag. Vormittags erreichte Jott und mich die Zusage für die Riesen-Wohnung in Top-Lage in Friedrichshagen. 🍾

Dann allerdings rechneten wir nochmal alles im Detail durch, bekamen noch ein paar zusätzliche Informationen rein und mit einem Mal sah es nicht mehr ganz nach 🍾 aus.

Die folgenden Tabellen verdeutlichen das Dilemma ein wenig (die Zahlen entsprechen nur im Verhältnis den echten Kosten):

Kostenübersicht alte Wohnung:
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 371
Miete 663
Fixkosten gesamt 1033
Rest nach Miete 1466

Der Ist-Stand. Bombe. Für die variablen Kosten (Lebensmittel/ Drogerie/ Bekleidung Kinder/ Sprit/ Eis) ist genug Geld da.

Kostenübersicht mit Miete der neuen Wohnung
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 371
Miete 1327
Fixkosten gesamt 1698
Rest nach Miete 802

Der Soll-Stand, wenn wir die neue Wohnung mieten. Da sind bereits die weggefallenen KiTa-Gebühren für M mit einberechnet.

Die Deckung der variablen Kosten wäre gerade noch so gewährleistet.

Kostenübersicht neue Wohnung + zusätzliche KiTa-Gebühren Zwillinge
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 527
Miete 1327
 Fixkosten gesamt 1854
Rest nach Miete 646

Der Soll-Stand, wenn wir die neue Wohnung mieten und für die Zwillinge KiTa-Gebühren anfallen.

Mit den restlichen 646 Euro im Monat können wir die variablen Kosten nicht abdecken.

 

Zusätzlich müssten wir einen Kredit aufnehmen für Kaution/ Umzugsunternehmen/ Einbauküche/ minimale Wohnungseinrichtung (streichen, Dusche einbauen…). Wir gehen hier von ungefähr 10.000 Euro aus, abzustottern über 4 bis 6 Jahre.

Und mit erhöhter Miete, den Kreditkosten und einer eventuell noch nach oben korrigierten Heizkostenpauschale (Altbau, teils alte Fenster, ein nicht optimal gedämmtes angebautes Zimmer) müssen wir Abstand von dieser Wohnung nehmen- zu unsicher erscheint uns das alles.

In einem halben Jahr, wenn Jott wieder in Lohn und Brot steht, könnte die Lage wieder anders aussehen- aber das ist alles noch zu ungewiss.

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Ich warte übrigens auf Post von der Elterngeldstelle- bislang kam noch nichts. Es sieht also so aus, als ob zum Beginn der Elternzeit kein Elterngeld da ist. Zum Glück habe ich noch ein paar Rücklagen.

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Am vorletzten KiTa-Tag von M fand heute ein Gespräch über seine Entwicklung mit einer seiner Erzieherinnen statt. Fazit: M ist ’ne coole Socke und von der Gesamtentwicklung ein halbes bis ein Jahr seiner Zeit voraus (d.h. er kann Dinge und Sachen, die 90% der anderen Kinder erst mit zweieinhalb bzw. drei Jahren können).
Das wusste ich natürlich (natürlich!) schon. Es aber von anderen zu hören, ist sehr schön.

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Was schön war: Die anschlagenden Medikamente gegen die Erkältung.

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Journal Montag, 10.7.2017

Pünktlich zur letzten Arbeitswoche stellt sich eine Erkältung ein. Um die idealerweise bereits im Keim zu ersticken, versuch ich an Schlaf rauszuholen was geht…

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Journal Freitag, 7.7.2017

Heute vor zehn Jahren. Jott und ich warten am U-Bahnhof Turmstraße auf die Ankunft des 245ers, um zum Deutsch-Französischen Volksfest zu fahren. Wir treffen uns seit ein paar Wochen, die Dinge laufen gut, wir verstehen und mögen uns. Wir quatschen, irgendwann die naive Frage, wie unsere Situation ist, wie es denn weitergehe… Und dann stellen wir eben fest, dass wir ja jetzt doch irgendwie zusammen sind, Freund und Freundin, ein Pärchen.

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Heute, vor 16 Stunden. Die Nacht war unruhig, die Kinder schliefen schlecht. Ich bin müde, Jott ist müder. Während ich die Zwillinge füttere, duscht Jott. Nach dem füttern gehe ich ins Bad, gebe Jott einen Kuss, sage „Alles Gute zum Zehnjährigen, [insert Kosename here]“, ernte verwirrte Blicke und dann ein Lächeln.

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Wenns das Lächeln in erneut zehn Jahren immer noch gibt, bin ich ein glücklicher Mann.


Von Jott und den Zwillingen aus dem Büro abgeholt worden. Jott brachte Eis für die Kollegen mit, und dann stellte ich den anwesenden Team-Mitgliedern Frau und Kinder vor. Das war ganz nett mitanzusehen, ich glaube ich habe meine Teamleiterin, selbst Mama von anderthalb Kindern, noch nie so strahlen sehen.

Nächsten Mittwoch kommen die drei nochmal ins Büro, anders bekomme ich den ganzen Kram für Ms KiTa-Abschied und meinen Elternzeit-Abschied nicht in die Stadt (mit dem Auto ist keine Option).

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Die Zwillinge aßen heute Mittag erstmals Nudeln, und wenn ich Jotts Aussagen richtig interpretiere, fanden sie das beide richtig, richtig toll.

… und in einem Jahr sitzen dann alle drei Kinder bei uns am Küchentisch und essen selbstständig. Das wird großartig.

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Ich verstehe nicht so recht, was das Anzünden von Autos mit dem Protest gegen den G20-Gipfel zu tun hat. In diversen Videos, die momentan umhergehen, sieht man, wie selbst schrapelige Kleinwagen in Flammen aufgehen. Was soll das? Wenn ich mir vorstelle, dass unser Auto abgefackelt wird, und was da alles dran hängt… Ich habe Verständnis für friedliche Proteste gegen den Gipfel, aber nicht für die mutwillige Beschädigung von Eigentum anderer.

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Wieso dauern zwei Minuten auf der Bus-Anzeigetafel selten zwei Minuten? – weshalb die elektronischen Anzeigetafeln an Bus- und Bahnhaltestellen anzeigen, was sie anzeigen, und was DAISY damit zu tun hat.

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Was schön war (lange sträflich vernachlässigt, dabei gibt es doch jeden Tag mindestens einen schönen Moment, sei er auch noch so flüchtig): Abends zusammen auf der Couch sitzen und Vaiana gucken.