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Journal Montag, 4.1.2016

Unschöner Nebeneffekt der Kälte: An unseren Fenstern kondensiert die Feuchtigkeit, der untere Rand der Fensters ist gerade nach der Nacht regelmäßig nass. Mir ist zwar schleierhaft, wie das bei Innenraumtemperaturen von ~20 Grad und Raumfeuchtigkeit von ~40% (wir haben zur Kontrolle der Werte Hygrometer in Schlafzimmer, Wohnzimmer und Kinderzimmer) passieren kann, aber es ist so und das ist natürlich unschön. Zum einen wegen der Nässe an sich, zum anderen weil es die Gefahr von Schimmel birgt. Ich hoffe, dass eine Anpassung unseres Lüftverhaltens Besserung bringt: Von einmal Stoßlüften für 10 bis 15 Minuten am Abend wechseln wir auf zwei- bis dreimaliges Stoßlüften über den Tag verteilt.
Das ist einer der großen Nachteile an unserer Altbau-Wohnung: Die Dämmung/ Isolierung ist echt schlecht. Daran können wir zwar nichts ändern, aber wenn wir damit leben müssen können wir wenigstens die Symptome eindämmen.

Erster Arbeitstag nach der Weihnachtspause. Meine Teamleiterin war krank, in Abstimmung mit dem Team habe ich einen Schlachtplan für die Woche entwickelt und Aufgaben zugewiesen. Am Freitag müssen wir zwei Projekte teilausliefern (WARUM?!?) und daher muss priorisiert und abgewägt werden.

Die Heizung im Büro funktioniert nicht richtig. Die Mieter unter uns heizen soviel, dass der Druck in der Heizung nicht ausreicht um das nötige Wasser zu uns in die 4. Etage zu transportieren. In Verbindung mit einer abgestellten Heizung über die letzten anderthalb Wochen*, einem Flachdach und großen Glasfronten sind die Räumlichkeiten ausgekühlt.
Zum Glück hatte ich mir von Jott Leggins ausgeliehen, um auf dem Arbeitsweg nicht zu frieren. Die habe ich den Tag über anbehalten- zusammen mit Jacke, Schal und Mütze. Hoffentlich steigt die Temperatur über Nacht, noch ein Tag mit steifen Fingern Code schreiben muss nicht sein.

Beim abendlichen Umziehen hat Herr Schnuffke einen Rappel gekriegt und sich jedes Mal, wenn er auf dem Rücken zum Ausziehen, Wickeln und Anziehen abgelegt wurde, auf den Bauch gedreht. Nach drei Mal fand ich das witzig, nach fünf Mal nicht mehr ganz so und als sich das Spielchen dann zog und zog hätte ich das Kind am liebsten zum Mond geschossen. Auch mit vereinten Kräften (nach einiger Zeit bat ich Jott um Hilfe, geteiltes Leid ist halbes Leid) konnten wir das Kind nur mühsamst bändigen.

Das muss man sich mal vorstellen, da kommen zwei 1,8nochwas-Meter große Erwachsene nicht mit so einem kleinen Scheißer zurecht.

Ich muss in solchen Momenten viel ruhiger werden. Innerlich zu kochen ist weder für mich gut noch für das Kind, das natürlich merkt das etwas nicht stimmt und nicht unruhiger und zappeliger wird.
Und ich muss mir hinter die Ohren schreiben, dass die abendliche (halbe) Stunde mit Herrn Schnuffke nicht automatisch schön sein wird, sondern dass es eben auch mal blöd läuft und nervig ist.

Auf Jotts Initiative probieren wir Overnight-Oats aus. Morgen früh gibt es Schwarzwälder Kirsch Proats und ich bin zum einen auf den Geschmack gespannt und zum anderen, wie lange so eine Portion sättigt.

He. Hehehe. Hehe. Meine morgentlichen Gedanken beim Verabschieden von Jott und Herrn Schnuffke- die dann beide noch ’ne ganze Weile schlafen können- zu Ende gedacht: Sleeping.

* Interessenfrage: Was ist sinnvoller? Das Büro anderthalb Wochen auf moderater Temperatur zu heizen oder aber zwei bei drei Tage alle Heizungen auf Höchststufe bollern zu lassen (und zusätzlich die Angestellten verärgern/ riskieren das sie krank werden)?

2 Antworten auf „Journal Montag, 4.1.2016“

Hallo Lena, danke für die Links. An dieser Anleitung habe ich damals™ unsere Heiz- und Lüftstrategie ausgerichtet (zufälligerweise befindet sich pop64.com in meinem Feedreader…). D.h. wir heizen regelmäßig und auch moderat :) Das Problem sind eher die Kältebrücken in Form der Fenster.

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