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Journal Dienstag, 15.12.2015

Scheißtag. Morgens fielen zwei Bahnen aus, nach 25 Minuten warten am Bahnhof war die dritte Bahn unglaublich überfüllt. Dann nerviger Büroarbeitstag mit mehreren unschönen Situationen und der Nachricht, dass mein Urlaub nächste Woche abgelehnt wurde. Das bedeutet, Arbeiten gehen bis zum einschließlich 23. und keine ruhigen drei Tage mit Jott und Herrn Schnuffke.
Auf der Rückfahrt in der S-Bahn einen Schwächeanfall gehabt, so richtig mit Umgebungsrauschen und schwarz vor Augen werden und alles drumherum verpassen und taumeln und gerade so noch auf den Beinen halten können. Unglaublich gruselig, das kannte ich bislang nur vom Blutabnehmen vor ein paar Jahren, aber in freier Wildbahn passierte das noch nie. Morgen früh also erstmal zum Hausarzt.
Der Zeitpunkt kommt super gelegen, natürlich wird jetzt im Büro angenommen dass ich blau mache.

Auf diesem Wege, unbekannterweise und wohl wissend das sie das nicht liest: Vielen, vielen Dank, junge Frau aus der S75 für Deine Hilfe, Deine netten Worte und das Wasser. Sollten wir uns mal sehen, hast Du was gut bei mir.

Am Abend Bustickets für die Zeit zwischen den Jahren gebucht. Ich werde Jott und Herrn Schnuffke bei der Familie lassen und zu Hause ein paar Unterlagen bearbeiten und aktualisieren.

Herr Schnuffke wird nur sehr langsam gesund und hustet und schnieft zwar weniger, aber immer noch. Jott war heute bei der etwas ratlosen Kinderärztin und erfuhr, dass Herr Schnuffkes obere Atemwege komplett verschleimt sind, er aber immerhin keine Lungenentzündung hat. Morgen gibt es einen neuen Arzttermin und gegebenenfalls stärken Hustensaft und was zum Inhalieren.

Alles Krampf gerade. Ich hoffe, das wird bald besser.

Nachtrag: Hach. Da wird einem doch gleich warm ums Herz.

Ich muss die Geschichte nicht erzählen. Sie ist auch so da.

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Journal Montag, 14.12.2015

Herr Schnuffke und ich waren heute bis in den Nachmittag hinein allein. Jott war zu einem wichtigen Termin außer Haus und so schmissen wir zwei Männer den Laden.

Nach einem kurzen Aufwacher um halb Sechs schlief Herr Schnuffke bis dreiviertel Elf. Ich nutzte die Zeit, um neben ihm im Bett liegend zu lesen, dem Kind immer mal wieder über die Wange zu streicheln und mich daran zu ergötzen wie er dabei im Schlaf lächelte.

Blaues Chamäleon
Die Zeit bis zu Jotts Eintreffen verbrachten wir mit Kerzen angucken, Milch- und Gemüsebrei essen, rumrollen üben, krabbeln üben, sabbern perfektionieren, tragen und getragen werden und dem Grübeln darüber, weshalb der Windelinhalt rot war.
Gegen Mittag wurde Herr Schnuffke immer stiller, das änderte sich als Jott endlich wieder kam.

Nachmittags nochmaliger Einkauf von diversen Kleinigkeiten, die es Samstag nicht in den Einkaufswagen geschafft haben. Wir finanzieren vermutlich mittlerweile alleine die DM-Filiale um die Ecke.

Abends das immer stärker werdende Gefühl, das ich nicht wirklich auf’m Damm bin (warm und kalt gleichzeitig, schlapp, Gliederschmerzen)- vielleicht bekomme ich auch Zähne? Passend dazu wollte Herr Schnuffke nicht schlafen und kämpfte und kömpfte und kämpfte und strapazierte unsere Nerven stark. Es ist faszinierend, dass ein Tag mit Kind so voller Gegensätze sein kann. Hier das schlafende, niedliche Kind, dort das greinende kleine Ungeheuer (teilweise aber auch niedlich, nur eben anders).

Verantwortungsvoll und vernünftig früher ins Bett, hoffentlich richtet die Nacht das Unwohlsein.

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Journal Sonntag, 13.12.2015

Vor Frau und Kind aufgestanden, Geld und Brötchen geholt, den Spüler ausgeräumt und mit dem Bummelbus zum Flughafen Schönefeld gefahren. Fast hätte ich den Bus verpasst, die entsprechende Haltestelle ist nämlich zweigeteilt: Eine für die Tram, die andere für Busse. Das wusste ich aber nicht, weil ich drei Mal im Jahr Tram und ein Mal im Jahr Bus fahre. Ging aber alles gut, wohlorganisiert (Hahaha. Hahahaha. Hehe. Jeder der mich kennt lacht jetzt.) wie ich bin war ich eh zu früh dran und konnte noch zur richtigen Haltestelle flitzen.

In Schönefeld landete während meiner Busfahrt Frau Rabe vom Rabensalat. Die habe ich dort mit Sack und Pack und Kind und Kegel abgeholt und mich ihr als Lastenmuli zur Verfügung gestellt. Das war von Nöten, da sie allein mit zwei Kindern und vier Koffern unterwegs war und das beim Umsteigen etwas problematisch gewesen wäre. Als ich das im Vorfeld hörte, war ich einerseits von der Toughness beeindruckt- mich stresst das Kind schon auf einer halbstündigen Autofahrt ungemein, und sie macht eine mehrstündige Reise- und dachte mir andererseits, dass ich mich in so einer Situation über helfende Hände freuen würde. Außerdem: Wann hat man in der heutigen Zeit denn schon die Gelegenheit, einer damsel in distress zu helfen? Also eben zugesagt, beim Ankommen in Schönefeld und Abfahren im Hauptbahnhof und auch dazwischen zu helfen. Ursprünglich wollten wir sogar noch brunchen gehen, aber beim Nachdenken über die Situation (nach besagter mehrstündiger Reise mit eventuell genervten Kindern und viel Gepäck und Berliner Winterwetter- böiger, kalter Ostwind, Regen, 3°- hätte ich an einem Adventssonntag keine Lust, durch Berlin zu tingeln und nach einem Plätzchen zum Frühstücken zu suchen) dachte ich mir eine Alternative aus, die gern angenommen wurde.

Wir fuhren also von Schönefeld mit dem Bummelbus zu mir nach Hause, stellten Jott und Herrn Schnuffke der Rabenfamilie vor und frühstückten in aller Ruhe im warmen Wohnzimmer, mit dem Wissen das sowohl eine saubere Toilette als auch ein Wickeltisch verfügbar waren.

Babyalarm

Als Jott und ich im Vorfeld darüber sprachen, fand ich das Vorhaben merkwürdig. ‚Ner wildfremden Frau aus’m Internet einen halben Sonntag opfern? Beim Abholen in Schönefeld und beim Erzählen neben dem Frühstücken fühlte sich das aber alles richtig an. Jetzt auch noch.

Nach dem Frühstück fuhren die drei Raben und ich bei Berliner Winterwetter zum Hauptbahnhof. Was sich so locker flockig liest, dauerte etwas länger als eine Stunde und ließ mich des Öfteren wünschen, größer und muskulöser zu sein und mehr Kondition zu haben. Wenn Jott und ich später so eine Reise mit unseren vielen Kindern und noch mehr Gepäck unternehmen, kaufen wir davor ein bis n Mulis und mieten einen Mulitreiber.

Mikrowellenschreibtisch
Den restlichen Sonntag nach Heimkehr verbrachte ich komplett mit Herrn Schnuffke: Auf dem Boden auf seiner Spielmatte, im Bett beim vergeblichen Versuch ihn zum Nachmittagsschlaf zu animieren, leicht wippend mit dem schlafenden Herrn Schnuffke in der Trage vor meinem standing desk der Mikrowelle mit dem MacBook darauf (optimale Höhe!), am Wickeltisch, kniend vor der Badewanne und sitzend beim Abendessen.

Herr Schnuffke möchte nur noch in Bauchlage baden. Wir haben das heute mal wieder ausprobiert und der Wechsel in jede andere Position wurde mit Geschimpfe quittiert. Also nur noch in Bauchlage baden. Wenn das Kind nur leichter wäre… Mit seinen ungefähr zehn Kilo wird längeres Halten langsam ungemütlich, vor allem wenn er nass ist und rumzappelt. Einen Oktopus einfangen ist vermutlich ähnlich schwierig.

Ich bin heilfroh, dass ich morgen frei habe und eventuell länger als dreiviertel Sechs schlafen kann.

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Journal Samstag, 12.12.2015

Dieses Kind, ey. Da hat Herr Schnuffke den ganzen Tag blendende Laune, bezuckert die Familie bei der Geburtstagsfeier seines Großvaters und ist das fröhlichste Kind der Welt, nur um sich auf der Autofahrt zurück nach Hause (nach Einbruch der Dunkelheit) in ein Heul- und Schreimonster zu verwandeln. Alle Tricks (Singen, Nuckel und Spielzeug reichen, den Maxi-Cosi abdunkeln, Licht anmachen) halfen nicht. 30 Minuten Dauergeschreie. Einigermaßen gewirkt hat das Hinhalten des Smartphones, zumindest reduzierte sich die Schreianzahl. Nach Ankunft zu Hause habe ich erstmal einen Schnaps gebraucht.

Unsere neue Mikrowelle wurde heute geliefert. Damit hat das Herumhantieren mit dem Babykostwärmer (totaler Scheiß, ein unglaublicher Fehlkauf) beziehungsweise das langsame Erwärmen der Breibecher in kochendem Wasser ein Ende.

Ich hoffe, das Kind bleibt ein Leben lang so fröhlich und offen, wie es jetzt ist. Er hat heute mit seinen Großeltern geschäkert, ganz viel gelacht, sich gekringelt, herumgedreht, gespielt, noch mehr gelacht, zwischendurch rumgehustet und geschnieft, gegluckst, gequietscht… Tolles Kind.

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Essensplan

Essensplan KW 50/51

Tag Gericht
Samstag
Sonntag Bauerntopf
Montag Spaghetti Bolognese
Dienstag Feldsalat mit Linsen und Schafskäse
Mittwoch Caprese-Auflauf mit Gnocchi
Donnerstag Erbsen-Kartoffel-Suppe
Freitag Balinesischer Bratreis
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Journal Donnerstag, 10.12.2015

Herrn Schnuffke geht es besser, er röchelt nicht mehr ganz so erbärmlich. Das ist gut für ihn und gut für uns, die letzte Nacht war für uns drei anstrengend.

Im Büro dieses Video auf Schleife gehört und auf dem kleinen Bildschirm laufen lassen. Dieses Solo (bei 3:28 gehts los)- ich krieg den ganzen Tag über Gänsehaut vom Hören und Gucken.

Danke, Frau Thaerigen!

Abends beim Friseur gewesen, jetzt ein Kilo leichter. Nun noch der Barbier-Termin nächste Woche und Weihnachten kann kommen.

Humans of New York ist eine der großartigsten Seiten im Internet. Ach was, DIE großartigste Seite, ich lege mich fest. Neben den Fotos und Geschichten passieren rund um diese immer mal wieder großartige Dinge, so auch heute Nacht: Der Präsident der Vereinigten Staaten drückt unter dem Foto eines syrischen Flüchtlings sein Mitgefühl aus und heißt ihn in den USA willkommen. Das ist doch krass. Selbst wenn es Polit-Marketing ist- bei deutschen Politikern kann ich mir so etwas leider nicht vorstellen.

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Journal Mittwoch, 9.12.2015

Böses Gehuste gestern Abend von Herr Schnuffke. Jott und ich beschlossen, die Nacht abzuwarten und heute morgen zu entscheiden ob wir ihn erneut zur Kinderärztin bringen oder nicht.
Noch in der Nacht war die Entscheidung klar, der Husten geht inzwischen leicht rasselnd und strengt den kleinen Spatz spürbar an (OH GOTT MEIN ARMES KLEINES BABY). Da Jott den Vormittag in Terminen feststeckte, zu denen Herr Schnuffke sie eigentlich hätte begleiten sollen, ging ich mit ihm zum Arzt, wurde beruhigt dass es nichts schlimmes sei (gut!) und dass es an den Zähnen liegen könnte. Ah. Ja. An den Zähnen. Geeeenau. Das Unleidlichkeiten, Infekte und sonstige Unschönheiten an den wachsenden Zähnen liegen sollen, hören wir seit Ende September– und seitdem sind die Beißerchen kein Mü weiter herausgekommen. Naja, vielleicht ja jetzt. Oder das ist so eine Art Kinderarzt-Joker- wenn irgendwas komisch ist, sinds eben die Zähne.

Wenn sich bis Freitag keine Besserung einstellt, sollen wir mit dem Kind nochmal vorbei kommen. Jott und ich drücken die Daumen, dass wir das nicht müssen weil Herr Schnuffke bis dahin wieder einigermaßen auf dem Damm ist.

Beim Arzt aufs Kind krank geschrieben worden, das ans Büro gemailt und nichts weiter dabei gedacht. Das war ein Fehler, man sollte im Leben immer weiter denken. Gegen Mittag folgte ein Anruf aus dem Büro und das Ende vom Lied war, dass ich kurz darauf im Home Office saß und die inzwischen wieder eingetrudelte Jott das Kind hütete. Dieses „Aufs Kind krank schreiben“ ist offenbar eine komplizierte Sache. Hätte ich mal früher die entsprechenden Passagen im Sozialgesetzbuch gelesen. Oder nicht angenommen, dass „sowas“ einfach wäre. Naja, aus Fehlern lernt man. Jetzt habe ich eben fünf Stunden gearbeitet und drei nicht und irgendwie wird sich das schon bemerkbar machen.

Am Abend war Herr Schnuffke zumindest soweit bei Laune, dass er ein wenig robben konnte. Ich stützte seine Füße ab, er macht auf den glatten Dielen Frosch-Schwimm-Bewegungen mit den Beinen und so rutschten wir durchs halbe Wohnzimmer. Das hat Spaß gemacht und Lust auf die ersten Krabbelversuche.

Momentan pendeln sich die Abende so ein, dass ab ungefähr 21 Uhr Kind, Haushalt und Magen soweit versorgt sind dass ich in Ruhe an den Rechner gehen kann. Jetzt muss ich nur noch die zwei Stunden bis zum Schlafen gehen soweit optimieren, dass zumindest ein Teil davon mit produktiver Arbeit ausgefüllt wird.

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Journal Dienstag, 8.12.2015

Herr Schnuffke und ich waren heute Vormittag bei einer Krabbelgruppe. Nach dem ungefähr zweistündigen Spielen und Gucken schlief Herr Schnuffke binnen einer halben Minute nach Verlassen der Räumlichkeiten in seiner Trage ein. Tatsächlich war ich kaum zur Tür raus, als auch schon die Augen zufielen. Ich konnts ihm nachvollziehen- gegen ein Mittagschläfchen hätte ich durchaus nichts gehabt.

Davor und danach Home Office: Je 25 Minuten arbeiten, dann 5 Minuten Baby gucken. Am Nachmittag die Zuschaltung zu einem Team-Meeting und die Entdeckung, dass das MacBook Pro scheinbar keine gescheiten Lautstärke-Regler für das integrierte Mikrofon hat und auch keinen Audio-Eingang für ein externes Mikrofon besitzt. Daher durften auch die Nachbarn zwei Stockwerke über uns an der Konversion teilhaben.

Ebenfalls am Nachmittag wurden die Weihnachtsgeschenke für die Familien geliefert. Nach dem Klingeln an der Haustür passierte erstmal nichts, etwas später drang Lärm aus dem Treppenhaus in die Wohnung der sich Stufe für Stufe verstärkte. Letztendlich stand unser kleiner DHL-Paketbote mit einem Stapel Pakete vor der Wohnungstür, der fast so hoch ist wie er groß. Ich muss mir angewöhnen, für solche Gelegenheiten immer ein paar Münzen und kleine Scheine bereit zu haben, um Trinkgeld geben zu können.
Aber wir sehen ihn ja sicherlich nicht zum letzten Mal.

Beim morgendichen Podcast-Hören die Leitmotiv-Folge mit Frau Mierau gehört und gut unterhalten worden. Das muss eine sehr putzige Situation sein, die eigene Partnerin zu Themen zu interviewen die einen selbst unmittelbar betreffen.

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Journal Dienstag, 7.12.2015

Heute ein Gespräch mit dem Chef, ob ich möglicherweise zwei Urlaubstage aus 2016 vorziehen kann um ab dem 21. durchgehend zwei Wochen Urlaub nehmen zu können. Prinzipiell ist das machbar, es hängt aber davon ab ob dem Urlaubsantrag generell stattgegeben wird. Ich hoffe es sehr, die Tage vor Weihnachten werden über die Festtage gesehen die ruhigsten Tage sein, und die möchte ich gern nur mit Frau und Kind verbringen.

Weiter mit Pomodoro gearbeitet. Die heutigen Aufgaben ließen sich dafür sehr gut nutzen, ich habe seit einiger Zeit wieder aktiv entwickeln können und dadurch die Möglichkeit, relativ strukturiert und planmäßig vorgehen zu können.
Dieses System sagt mir sehr zu, beziehungsweise der dahinter stehende Ansatz: Aufgabe formulieren, Zähne zusammenbeißen und loslegen.

Eine Minute vor Feierabend rief ein Kunde an. Was für ein Timing! Zum Rückruf fünf Minuten später war er dann auch nicht mehr da. Dann halt morgen früh.

Es wird Zeit, mich auf Weihnachten einzustimmen: Am Nachmittag liefen die Weihnachtskonzerte 2013 und 2012 des Chors des King’s College in Cambridge.
Ich möchte eines Tages live diesem Konzert zuhören; das muss ein wirklich wunderschönes Erlebnis sein.

Zum Ausgleich gibts morgen die etwas, ähm, schwungvollere Version von Bad Religion.

Herr Schnuffke war heute wohl den ganzen Tag nölig, wollte kuscheln und immerzu gestillt werden. Gibt es einen Sechs-Monats-Schub? Vielleicht möchte er wirklich noch vor Weihnachten aus der 74 herauswachsen, um neue Klamotten zum Fest abzustauben.

Vor kurzem stolperte ich über einen Persönlichkeitstest, genauer gesagt den Myers-Briggs-Typenindikator. Der sagt, das ich ein INFP bin. Beim Lesen der Beschreibung entdeckte ich jedenfalls eine ganze Menge an zustimmenden Punkten. Allerdings vermute ich, dass dieser Test wie alle Persönlichkeitstest im Endeffekt wie ein Horoskop funktioniert- mit genügend schwammigen und allgemeingültigen Aussagen wird sich jeder irgendwo finden.

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Journal Sonntag, 6.12.2015

Momente, in denen Jott und ich ein wenig religiös („Herrgott*, das ist doch jetzt nicht Dein Ernst, Herr Schnuffke!?“) werden: Wenn das Kind am Sonntag um viertel Sechs in der Früh fröhlich vor sich hin erzählt und anscheinend wach ist. Nach ein wenig schaukeln, ruhig zusprechen und einer Verlagerung des Kindes auf meine Bettseite und unter meine Bettdecke zeigten sich die Götter des Schlafes aber gnädig, Herr Schnuffke schlief nochmal ein, drängte mich im Schlaf an den Bettrand und schlief schlussendlich bis halb Zehn.

Hätten wir so nicht gedacht.

Wir müssen Herrn Schnuffke weniger füttern, so langsam wächst er aus der 74 heraus.

Gegen Mittag auf einen Bummel auf dem „Weihnachtsflohmarkt“ in Friedrichshagen gewesen. Große Enttäuschung, denn besonders weihnachtlich war da nichts. Und das Angebot bestand nur aus Ramsch. Nach einer Runde über den Flohmarkt liefen wir die Bölschestraße hoch und wieder runter, kauften für Herr Schnuffke dank eines Gutscheins sündhaft teure (aber auch sehr, sehr schöne) Babyklamotten (Mütze, Strumpfhose und Mitwachshose für 60 Euro… Is‘ ja wie bei reichen Menschen hier!) und fuhren anschließend wieder nach Hause. Dort gabs erstmals Brei mit Mango- das Kind lernt exotische Früchte wesentlich früher als ich kennen.

Gegen Abend wurde Herr Schnuffke nölig, also ab in die Trage mit ihm und in der Wohnung rumgehüpft beziehungsweise das Abendessen vorbereitet. Ging alles wunderbar, einzig höhere Küchenflächen wären ein Traum- dank Kinderkopf im Blickfeld sehe ich nicht, was ich schneide.

Weil Christian vom Jawl neulich „Grill den Henssler“ empfahl, gucken wir das gerade. Allerdings nicht mit voller Konzentration, nebenbei versuchen wir im Wechsel den Drucker an Jotts Rechner einzurichten und scheitern bis jetzt.
Die Sendung jedenfalls ist ganz nett, sehr putzig war wie die mir unbekannte Schauspielerin ohne BH (braucht die gerad Publicity?) vor lauter Kochanstrengung gar nicht in der Lage war die Fragen von Moderatorin Ruth Moschner zu beantworten. Ansonsten ist das schön chaotisch, wir müssen nicht jede Minute hingucken und großartig mitdenken müssen wir auch nicht.
Ganz gut also als Sonntags-Ausklang.

* Blasphemie!