Kategorien
Journal

Journal Sonntag, 6.12.2015

Momente, in denen Jott und ich ein wenig religiös („Herrgott*, das ist doch jetzt nicht Dein Ernst, Herr Schnuffke!?“) werden: Wenn das Kind am Sonntag um viertel Sechs in der Früh fröhlich vor sich hin erzählt und anscheinend wach ist. Nach ein wenig schaukeln, ruhig zusprechen und einer Verlagerung des Kindes auf meine Bettseite und unter meine Bettdecke zeigten sich die Götter des Schlafes aber gnädig, Herr Schnuffke schlief nochmal ein, drängte mich im Schlaf an den Bettrand und schlief schlussendlich bis halb Zehn.

Hätten wir so nicht gedacht.

Wir müssen Herrn Schnuffke weniger füttern, so langsam wächst er aus der 74 heraus.

Gegen Mittag auf einen Bummel auf dem „Weihnachtsflohmarkt“ in Friedrichshagen gewesen. Große Enttäuschung, denn besonders weihnachtlich war da nichts. Und das Angebot bestand nur aus Ramsch. Nach einer Runde über den Flohmarkt liefen wir die Bölschestraße hoch und wieder runter, kauften für Herr Schnuffke dank eines Gutscheins sündhaft teure (aber auch sehr, sehr schöne) Babyklamotten (Mütze, Strumpfhose und Mitwachshose für 60 Euro… Is‘ ja wie bei reichen Menschen hier!) und fuhren anschließend wieder nach Hause. Dort gabs erstmals Brei mit Mango- das Kind lernt exotische Früchte wesentlich früher als ich kennen.

Gegen Abend wurde Herr Schnuffke nölig, also ab in die Trage mit ihm und in der Wohnung rumgehüpft beziehungsweise das Abendessen vorbereitet. Ging alles wunderbar, einzig höhere Küchenflächen wären ein Traum- dank Kinderkopf im Blickfeld sehe ich nicht, was ich schneide.

Weil Christian vom Jawl neulich „Grill den Henssler“ empfahl, gucken wir das gerade. Allerdings nicht mit voller Konzentration, nebenbei versuchen wir im Wechsel den Drucker an Jotts Rechner einzurichten und scheitern bis jetzt.
Die Sendung jedenfalls ist ganz nett, sehr putzig war wie die mir unbekannte Schauspielerin ohne BH (braucht die gerad Publicity?) vor lauter Kochanstrengung gar nicht in der Lage war die Fragen von Moderatorin Ruth Moschner zu beantworten. Ansonsten ist das schön chaotisch, wir müssen nicht jede Minute hingucken und großartig mitdenken müssen wir auch nicht.
Ganz gut also als Sonntags-Ausklang.

* Blasphemie!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.