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Journal Donnerstag, 15.9.2016

Dieses „Zubettbringen des Kindes einschlafen“ sollte verboten werden. Heute passierte es schon wieder: Herr Schnuffke war an mich gekuschelt, es war dunkel, warm, ich schloss nur kurz die Augen… und wachte erst eine Dreiviertelstunde später auf, als Jott ins Zimmer guckte. Meh.

Prinzipiell ist das ja nicht schlimm, aber dadurch verschiebt sich alles am Abend (Home Office, Haushalt) nach hinten.

Herr Schnuffke hat heute in der Bahn einer fremden Frau an den Po gefasst. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, wie die Hand ausgestreckt war. Zum Glück nahm die Frau es nach dem ersten Schreck mit Humor.
Das war mir etwas unangenehm. Ich finde es schon nicht gut, wenn Herr Schnuffke in der Bahn die Gegenstände anderer Leute anfasst und versuche, ihn abzulenken sobald er Anstalten macht, etwas anzufassen. Das funktioniert nicht immer, ich kontrolliere das Kind ja nicht sekündlich. Aber bislang waren es eben nur Gegenstände, Menschen waren noch nie in Reichweite. Die Frau heute schon.

Das Abgeben und Abholen im Kindergarten funktioniert inzwischen super. Keine Tränen mehr, stattdessen geht Herr Schnuffke am Morgen gut gelaunt in seinen Gruppenraum und läuft beim Abholen am Nachmittag freudestrahlend auf mich zu. Das Feedback der Erzieherinnen ist auch durchweg positiv, er macht sich richtig gut: Ist fröhlich, isst fröhlich, schläft gut, beschäftigt sich selbstständig, sucht nicht mehr andauernd die Nähe der Erzieherinnen…
Das macht es leichter, ihn über so eine lange Zeit fremdbetreuen zu lassen.

Was schön war: Ein Männerabend mit Herrn Schnuffke. Jott war außer Haus.

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