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Journal Mittwoch, 14.12.2016

Krank-Tag. Morgens brachte ich Herrn Schnuffke in die KiTa, fuhr wieder nach Hause und verschlief danach komatös den halben Tag.
Meine Mama holte ihn von der KiTa ab und nahm ihn mit nach Hause, so hatten Jott und ich noch ein bisschen Ruhe und konnten gemeinsam Kraft tanken.

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Journal Dienstag, 13.12.2016

Erkältungsbedingt nicht auf die Firmen-Weihnachtsfeier, sondern schweren Herzens nach Hause. Gleich lege ich mich mit Herrn Schnuffke zusammen ins Bett und hoffe, dass ich das schlimmste durch eine gehörige Mütze Schlaf abwenden kann.
Blöder könnte der Zeitpunkt nicht sein, eigentlich war Kräfte schonen angesagt für die vermutlich bald anstehende Geburt.

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12 von 12

Journal Montag, 12.12.2016 – #12von12 im Dezember

Heute war wieder ein #12von12-Tag. Informationen zu #12von12 gibts im Blog „Draußen nur Kännchen!„. Dort sind auch die anderen Teilnehmer des Dezembers aufgelistet.

Ich Schlaufuchs habe ein wenig getrickst: Da sich der KiTa- und Arbeitsweg in drei Etappen aufteilen lässt (Straßenbahn, S-Bahn, U-Bahn), gabs von jeder Etappe ein Foto. So habe ich heute Vormittag gut vorgelegt und schaffte es daher tatsächlich, alle 12 Bilder zu schießen!

Adventskalender sind eine großartige Erfindung. Findet auch Herr Schnuffke, der inzwischen vor Freude quietscht wenn ich unsere Adventskalender vom Kühlschrank hole.

Die erste Etappe: Straßenbahn fahren. Wir erwischen Jott sei Dank- sie kümmert sich morgens um das Kind, so das ich mich auf mich konzentrieren kann- die ganz frühe Bahn (kurz vor Sieben), die noch verhältnismäßig leer ist. Herr Schnuffke ist noch verhältnismäßig müde und daher recht ruhig.

Die zweite Etappe: Herr Schnuffke ist wacher und möchte ein Buch angucken. Nichts leichter als das, wir haben genügend Lesestoff bei. Die Auswahl läuft so: Ich frage ihn „Möchtest Du das Affenbuch?“ – Kopfschütteln. Dann „Möchtest Du das Käferbuch?“ – Kopfschütteln, und das halt weitergespielt bis ich endlich das richtige Buch erwische. Heute war es das Weihnachtswimmelbuch.

Die dritte Etappe. In der U-Bahn schaut sich Herr Schnuffke sein Affen-Ausziehbuch an und findet gefallen am Wort „Affenpapa“ (in schnuffkisch: „Apapa“).

In der KiTa sind wir die ersten, und weil wir so früh loskamen, haben wir viel Zeit. Das ist auch gut so, denn Herr Schnuffke möchte gern auf die Toilette gehen. Seit ein paar Tagen sagt er Bescheid, wenn er pullern muss (und wenn er pupst- „Pup!“). Nach einem ersten Fehlalarm und dem anschließenden Anziehen läuft er kurz darauf noch einmal ins KiTa-Bad, diesmal wird das Töpfchen seiner Bestimmung zugeführt.


Irgendwann ist das Kind dann aber leer und bei der Erzieherin abgegeben, so dass ich ins Büro gehen kann. Heute warten drei zu öffnende Türchen auf mich, das lässt den Montag nicht ganz so schlecht dastehen.


Gegen Elf meldet sich der Hunger lautstark zu Wort. Das Frühstück liegt schon wieder zu lange zurück… Zum Glück gibts in der Agenturküche Brötchen und Belag für ein zweites Frühstück- ansonsten müsste ich jetzt schon meine Mittagsbox plündern und würde den Nachmittag nicht überstehen.

Danach: Arbeit, dann Mittagspause, dann wieder Arbeit.


Am Nachmittag verteilt eine neue Kollegin Einstandsplätzchen. Schmecken super und sorgen in Verbindung mit Kaffee für einen Energieschub für die bald anstehende Schnuffke-Abholung.


Auf dem Weg zur KiTa laufe ich am Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt vorbei und freue mich wieder über diesen Postkartenkitsch.


Irgendwann auf der Heimfahrt geschossen. Wir sind eine fahrende Bibliothek.


Nach Abendbrot und Zähneputzen kommt das Sandmännchen. Mittlerweile sind Jott und ich bereits so konditioniert, dass wir beim Verstreuen des Schlafsandes um die Wette gähnen. Herrn Schnuffke ist das egal, der freut sich übers Fernsehen.


Während Jott das Kind ins Bett bringt, bereite ich das Frühstück und das Mittagessen für morgen vor…


… und packe danach eine Kliniktasche. Sicher ist sicher- Jott fühlt sich komisch.

Was schön war: Beim Buggy-Hochtragen Hilfe zu bekommen. 15 Kilo Herr Schnuffke und zehn Kilo Buggy krieg ich zwar auch allein gewuchtet, aber zu zweit ists wesentlich einfacher.

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Journal Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 11.12.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 10./11. Dezember 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Ich werde durch einen pieksigen Schmerz im Ohr und ein „Papa?“ geweckt. Herr Schnuffkes Zeigefinger kitzelt mein Trommelfell. Als ich die Augen aufmache, blicke ich auf die ungefähr drei Millimeter entfernte Nase des Kindes. Etwas benommen ziehe ich Herrn Schnuffkes Hand weg und schaue auf die Uhr- vielleicht lohnt es sich ja noch, Herrn Schnuffke wieder zum Einschlafen zu bewegen- und weiß sofort, dass der Versuch sinnlos wäre- es ist 8:13 Uhr. Drei Minuten später kommt dann auch schon Jott ins Wohnzimmer. Im Gegensatz zu mir ist sie richtig wach- diese merkwürdigen Morgenmenschen…

Es ist aber ganz gut, dass wir nicht länger geschlafen haben, denn heute fahren wir zu meinen Eltern ins Brandenburgische zum Geburtstagfeiern und wollen so ungefähr 11:15 Uhr los.


Beim Kaffeemahlen für das Frühstück tanzt Herr Schnuffke zum Krach der Kaffeemühle. Offenbar ist das Musik in seinen Ohren. So wie das Schienengerumpel von Straßenbahnen oder die Bus-Fahrgeräusche. Bei denen wippt er im Buggy auch immer herum.

Nach dem Frühstück macht Jott irgendwas und Herr Schnuffke und ich gucken uns sein neues Weihnachtswimmelbuch an. Beim Anblick der als Schafe verkleideten Kinder auf der Krippenspiel-Seite auf dem Bild oben macht Herr Schnuffke immer „Mäh“, das ist sehr putzig.


Als Jott zu uns stößt, verabschiede ich mich ins Badezimmer zum Rasieren, Duschen und Nägelschneiden. Ich will ja ordentlich aussehen. Irgendwann höre ich aus dem Wohnzimmer den Film „Die Eiskönigin“, und sofort fange ich im Kopf an zu singen. Gegen so einen Ohrwurm hilft bekanntlich nur, das entsprechende Lied komplett zu hören, und so wird „Lass jetzt los“ meine akustische Begleitung beim Nägelschneiden.


Fast pünktlich fahren wir los und kommen pünktlich zum Mittagessen (Gefüllte Babypute, Rotkohl, Klöße). Nach dem Essen macht Herr Schnuffke Mittagschlaf mit meinem Papa, und auch ich schlafe fast auf der Couch ein- weil es so gut geschmeckt hat, habe ich eventuell ein minimales bisschen zuviel gegessen und bin im Fresskoma. Ein starker Kaffee hilft, wach zu bleiben.

Nach (nochmal) Kaffee und Kuchen gehen Herr Schnuffke, mein Bruder und mein Papa noch ein bisschen zum Spielen nach draußen, und dann ist es auch schon wieder Zeit für die Heimfahrt.


Herr Schnuffke fährt immer noch nicht gern im Dunkeln Auto, lässt sich aber von gemeinsam mit Jott geschmetterten Weihnachtsliedern beruhigen. Besonders gut gefällt ihm das „Trallalalala“ aus „Lasst uns froh und munter sein“, das kräht er bei allen folgenden Liedern dazwischen.

Zu Hause wird gebadet, Abendbrot gegessen und dann schafft es Jott mit Hilfe eines Benjamin-Blümchen-Hörspiels, Herrn Schnuffke innerhalb von 20 Minuten ins Bett zu bringen. Der Wahnsinn. Morgen, wenn Jott Abends nicht da ist, werde ich das auch probieren.

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Joy to the World ist eines meiner absoluten Lieblingsweihnachtslieder. Zumindest in der Chor-Version mit ordentlich Bums und Stimmung dahinter.

Was schön war: Geburtstag feiern :)

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 10.12.2016


Nach Ausschlafen und Wachkuscheln (Herr Schnuffke und ich zogen des Nachts ins Wohnzimmer um) ziehen Herr Schnuffke und ich noch vor dem Frühstück los zu einem Noteinkauf: Brötchen, Fleischsalat und Klopapier werden dringend benötigt. Also ab zum nahen Rewe, dort zusätzlich zu den benötigten Sachen noch ein neues Glas Honig eingepackt und fix nach Hause.


Nach dem Frühstück gehen Jott und Herr Schnuffke ins Wohnzimmer und spielen mit einem Fischangelspiel, ich gehe derweil duschen und mache mich tagfein.
Anschließend tätigen Herr Schnuffke und ich unseren Wocheneinkauf. Zum ersten Mal dabei sind ein paar Beute von Naturtasche für Obst und Gemüse. Ich bin es leid, ständig Unmengen an Verpackungsmüll vom Einkaufen mit nach Hause zu bringen, und greife nun auf die Stoffbeutel an Stelle von Plastetüten aus dem Supermarkt zurück bzw. vermeide es gleich ganz, Obst und Gemüse einzupacken. Allerdings nur da, wo es sich eh anbietet- wenn was in Plaste verpackt ist, dann ist das halt so (leider ist das, gerade im Discounter, bei ziemlich vielen Dingen der Fall).


Wieder zurück vom Einkaufen, spielen Herr Schnuffke und ich im Wohnzimmer, während Jott in der Küche das Mittagessen vorbereitet (Nürnberger Würstchen an Rotweinzwiebelsauce mit Sauerkraut und Kartoffeln). Herr Schnuffke legt die Fische einzeln in das Holzgestell, anstatt sie mit der Magnetangel herauszufischen. Als alle Fische im Gestell drin sind, stellt er das Gestell an eine andere Stelle und beginnt erneut mit dem Hineinlegen der Fische. Damit- und mit Selfies machen- überbrücken wir die halbe Stunde bis zum Mittag.


Nach dem Mittagessen liefern sich Herr Schnuffke und wir einen Kampf um den Mittagschlaf. Irgendwann schafft es Jott, Herrn Schnuffke zum Einschlafen zu bewegen, und legt sich danach selbst hin. Ich putze derweil das Badezimmer. Unsere Haushaltshilfe wird dieses Jahr nicht mehr vorbei kommen, daher müssen wir nun wieder verstärkt selbst Hand anlegen.

15:30 Uhr wacht erst Herr Schnuffke auf, zehn Minuten später auch Jott. Zusammen essen wir Plätzchen, Dominosteine, gefüllte Schokolebkuchenherzen und Lebkuchen, und laufen danach alle gemeinsam ins Forum Köpenick, um die restlichen Einkäufe zu erledigen.
Herr Schnuffke ist arg quengelig, das ändert sich erst als wir Jott für eine Dickbauchpause zurück lassen und fix zur Post und zu Denns laufen. Allein mit mir ist Herr Schnuffke mit einem Mal wesentlich ruhiger.

Nach dem Einkauf im Forum Köpenick gehen wir noch zu DM. Dort zieht Herr Schnuffke alle Register: Erst macht er solange Theater, bis er einen kleinen Kinder-Einkaufswagen schieben darf, dann lässt er seinen Einkaufswagen stehen, nimmt Sachen raus und flitzt damit durch den DM. Als ich ihn kurz vor der Tür einfange, schmeißt er sich schreiend auf den Boden (was komme ich auch auf die blöde Idee, ihn nicht einfach nach draußen auf die Straße rennen zu lassen…). Mehrmals. Jott und ich sind irgendwann reichlich bedient…
Auf dem Weg nach Hause bieten wir Herrn Schnuffke an, auf seinen Buggy zu verzichten und selbst zu laufen. Das macht er auch gern, allerdings zieht es ihn immer wieder auf die Straße. Als ich ihn davon abhalte, geht das Geschrei wieder los. Kurz bevor wir zu Hause ankommen, sind meine Nerven so am Ende, dass ich wahlweise das Kind oder mich vor ein Auto werfen möchte (hab ich aber nicht gemacht- dafür gibts ein Bienchen für Selbstbeherrschung).

Dankenswerterweise übernimmt Jott nach der Rückkehr die Betreuung des Kindes, ich bereite das Abendessen zu.


Danach gucken wir alle zusammen Sandmann, im Anschluss bringt Jott Herrn Schnuffke ins Bett. 19:50 Uhr verschwinden die beiden in seinem Zimmer, 20:50 Uhr läuft Jott entnervt raus. Ich probiere ein halbes Stündchen mein Glück, dann setzen wir Herrn Schnuffke ins Wohnzimmer zu Jott auf die Couch. Guckt er halt mit Fernsehen, das ist uns dann auch egal.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Das Weihnachtslied für heute. Passend zum Tag und der Stimmung etwas… lebhafter.
Ja, das sind Bad Religion. Und sie singen ein Weihnachtslied. Sie singen sogar ein ganzes Album!

Was schön war: Ganz viele Fotos mit lachenden Kind schießen.

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Journal Freitag, 9.12.2016

Kinder, ey. Wer hat sich sowas nur ausgedacht.

Nach Abendessen und Sandmännchen gucken brachte ich Herrn Schnuffke zu Bett. Das heißt, ich habs probiert.
Eigentlich lief es ganz gut: Wir setzten uns in den Sessel, schauten zusammen sein Liederbuch an und ich sang ihm vor. Nach einer Weile war das Buch durchgeblättert und alle Lieder gesungen, und dann ging er von sich aus ins Bett, legte sich hin und ließ sich zudecken. Ich setzte mich neben ihn, ließ ihn mit meinem Arm kuscheln und erzählte ein bisschen mit ihm. Nach einer Weile erklärte ich ihm, dass ich den Arm bald wegnehmen würde, damit er schlafen kann, und wiederholte die Ansage noch zwei Mal, bis ich den Arm wegnahm. Das war okay für ihn, er drehte sich um, wurde immer ruhiger… und setzte sich mit einem Mal hin und war wieder aktiv. Und ich sah in seinem Gesicht wie er sich quält und wie müde er ist, aber nein, schlafen wollte er nicht.

Das wiederholte sich noch zwei weitere Male. Beim zweiten Mal aufsetzen krabbelte er aus dem Bett und lief zur Tür, weil er zu Jott wollte. Als ich ihn einfing, fing er an zu weinen… Als ich ihn wieder beruhigt hatte- ganz ruhig und langsam erklären, weshalb wir die Tür jetzt zumachen und das Mama im Wohnzimmer ist und immer da ist und das Papa auf ihn aufpasst und da ist bis er schläft- war inzwischen eine gute Stunde vergangen, meine Laune im Keller. Also nochmal erklären, dass Papa weiter da ist, neben seinem Bett bleibt, aufpasst, aber nun auch mal was für sich macht und ein wenig nebenbei liest. Das war auch okay, er drehte sich wieder um und war fast eingeschlafen, als er ZUM VERDAMMTEN DRITTEN MAL KURZ VOR DEM EINSCHLAFEN AUFSPRANG UND MIT EINEM MAL AUF DEN ARM WOLLTE. Und er ließ sich nicht beruhigen oder wieder hinlegen, und als ich mich weigerte, fing er an zu weinen. Klasse.

Ich versteh das Kind nicht. Und ich bin ehrlich, es nervt mich ungemein. Mag ja sein, dass er offenbar das Bedürfnis hat, nicht zu schlafen und somit nichts zu „verpassen“, aber irgendwann kollidiert das mit meinem Bedürfnis nach Feierabend. Mal früher, mal später, heute eher später.

Nach einer Stunde und einer Viertelstunde übernahm Jott zum Glück, ich war zu dem Zeitpunkt einfach nur noch stinksauer und wollte einfach nicht mehr.

An Abenden wie diesen habe ich ziemlich Schiss vor der Zukunft mit drei Kindern. Wenn das bei den Zwillingen auch so wird, dann gute Nacht- oder gerade nicht. Bei denen müssen wir wohl etwas anders machen als bei Herrn Schnuffke (aber was?), ansonsten…. Tja, ich weiß es nicht.

Das schlimmste ist: Mich gruselt es inzwischen vor den Abenden mit Herrn Schnuffke. Die Tage sind kein Problem, weder die Arbeitstage mit ihrer elenden Fahrerei noch die Wochenenden, nach denen ich eigentlich noch einen freien Tag ohne Kind bräuchte. Aber die Abende mit dem Schlaftheater. Nee. Die sind schlimm.
Und wenn Jott ihn ins Bett bringt/ bringen muss, habe ich ein furchtbar schlechtes Gewissen- die soll sich ja eigentlich schonen und nicht ’ne geschlagene Stunde im Kinderzimmer auf dem Boden sitzen müssen.

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Journal Donnerstag, 8.12.2016

Die [zensiert] [zensiert] [zen… ach, Sie verstehen schon was ich eigentlich sagen will] Berliner S-Bahn bekommt es nicht hin, ihr [zensiert] neues Stellwerk auf der S3 rechtzeitig in Betrieb zu nehmen. Bis Dienstag soll die Unterbrechung der S3 nun andauern.
https://twitter.com/sbahnberlin/status/806866138399440896

Während ich beim ersten Lesen des Tweets noch blanken Hass empfand, seufze ich inzwischen nur noch schicksalsergeben. Und ein gutes hats ja: Da in Tempelhof und am Ziel-U-Bahnhof kein Aufzug verfügbar ist, trainiere ich gleich noch ein paar Tage länger diverse Muskelpartien beim Treppauf- und Treppabtragen des Buggys…

Ich poste jetzt jeden Tag ein Weihnachtslied. Mit „The First Noel“ von Frank Sinatra fange ich an, um auch gleich ein bestimmtes Niveau vorzulegen.

Diese verdammte S-Bahn.

Ich mag Beiträge, in denen sich Eltern auskotzen. Dann fühle ich mich nicht allein. Und nicht als schlechtester Papa der Welt.

Herrgott, diese S-Bahn.

Heute morgen im Büro musste ich mich mit einem Mal zwingen, ganz ruhig zu atmen. Ein und Aus. Ein und Aus. Ein und Aus. Ein und- ES WIRD EINEN REBOOT VON DUCKTALES GEBEN!

Ich mag Ducktales.

Ich verteidige sie ja oft, aber gerade reichts mir. Dämliches Stellwerk. Dämliche S3. Dämliches viel zu großes Berlin.

Herr Schnuffke schläft in den letzten Tagen furchtbar schlecht ein, wacht meist gegen 23 Uhr auf und ist nur durch Jott zu beruhigen. Ich schaffe es derzeit gar nicht, ihn ins Bett zu bringen, an irgendeinem Punkt steht er auf, klettert aus dem Bett und läuft zu Jott ins Wohnzimmer. Wenn die Kinderzimmertür geschlossen ist, weint er solange, bis die Tür geöffnet wird. Jott und ich vermuten so ein bisschen rum, dass die lange Zeit bei meinen Eltern vielleicht etwas hart für ihn war und er sich nun verstärkt vergewissern muss, das Jott noch da ist.

Unser Kaisers wird ein Edeka. Das ist praktisch, bei Edeka kauf ich ganz gern ein.

Was schön war: Herr Schnuffke, wie er auf dem Heimweg in der Schönefeld-S-Bahn ein bisschen mit Alissia aus bella italia schäkerte.

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Journal Mittwoch, 7.12.2016

Als Herr Schnuffke und ich am Montag zum Ostkreuz liefen, schneite es ganz zart vor sich hin. Heute lernte ich: Das war gar kein natürlicher Schnee, sondern „nur“ Industrieschnee. Sachen gibts.
Was in dem Zusammenhang auch faszinierend: Bis gestern kannte ich Industrieschnee nicht. Dann las ich bei Frau Novemberregen drüber, und heute steht es in der BZ. Sachen gibts².

Der heutige Arbeitsweg war ok, es hat sich ausgezahlt eine Bahn früher zu nehmen. Wir liefen 6:45 Uhr los und waren so tatsächlich noch etwas früher unterwegs als viele Schüler. Da die Anschlussbahnen auch alle relativ pünktlich kamen, waren wir tatsächlich nur ungefähr 15 Minuten länger als sonst unterwegs.

Herr Schnuffke drängt derzeit auf Selbstständigkeit. Er möchte ganz viel selbst und allein erledigen. Es beginnt bei Kleinigkeiten wie dem Schälen von Mandarinen, setzt sich fort über das Benutzen von Treppen- da braucht er meine Hand nur noch, wenn er gerade keine Lust zum Treppensteigen hat- und endet bei der Verabreichung von Medikamenten. Als ich ihm nämlich die Augentropfen gegen die Bindehautentzündung gab, hatte ich eines Abends keine Lust auf Geschrei und Kampf und habe ihm lange und ausführlich erklärt, was es mit den Tropfen auf sich hat. Das die ihm helfen, dass das überhaupt nicht schlimm ist und ganz schnell geht. Dann hat er die Tropfen in meiner Hand angeschaut, hat sie mit ein wenig Überredung auch selbst in die Hand genommen und etwas damit gespielt. Als wir soweit waren, fragte ich ihn, ob er sich nicht selbst die Tropfen verabreichen wolle (mit ein wenig Unterstützung von Papa), und siehe da- er wollte. Es hat zwar dann noch etwas Überredungskunst benötigt, weil ihn mittendrin der Mut verließ, aber schlussendlich hat er sich die Tropfen selbst an die Augen gesetzt und ich habe mit ihm zusammen auf die Flasche ge- und somit einen Tropfen heraus gedrückt.

Für unseren neuen Kinderwagen benötigen wir noch ein Schloss. Der Kinderwagen wird im Hausflur stehen, dort können wir ihn leider nicht an einem Haken oder einem Ständer anschließen. Da im Endeffekt jeder ins Haus reinkommt (einfach irgendwo klingeln, „Ich bins!“ oder „Die Post!“ rufen und reingelassen werden) und theoretisch mit dem Kinderwagen raus spazieren kann, sollten wir zumindest dafür sorgen das ein eventueller Diebstahl nicht zu einfach gemacht wird. Tjo, und da wirds schwierig: Was für ein Schloss nehmen wir? Ich würde ja auf eines mit VdS-Siegel zurückgreifen, allerdings sind die beiden einzigen Kettenschlösser echt schwer… Zweieinhalb Kilo sind ’ne Hausnummer. Ich muss da nochmal ’ne Nacht drüber schlafen.

Vor kurzem bestellte ich Alepposeife. Ich war- und bin- neugierig, wie eine Seife aus Olivenöl und Lorbeeröl funktioniert, und ob sie wirklich so gut für die Haut ist (mehr Infos dazu im sehr ausführlichen Beitrag Guide: Welche Aleppo-Seife passt zu mir?). Momentan habe ich mehrere Problemchen, vielleicht verschwinden die ja durch die Seife.

Das Eisbärenbaby im Tierpark macht Purzelbäume <3 (via Berliner Zeitung)

Was schön war: Eine kostenlose Bolognese vom Markt- meine Stempelkarte war voll :)

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Journal Dienstag, 6.12.2016

Großer Schreck gestern Abend: Kurz nachdem ich mich hingelegt hatte, begann Herr Schnuffke mordsmäßig zu weinen und ließ sich auch kaum beruhigen- weder durch mich noch durch Jott. Wir entdeckten recht schnell den Grund: Offenbar hatte er sich an der Befestigung seiner Rausfall-Sicherung den Kopf gestoßen und dabei ein bisschen Haut abgeschürft. Das ist natürlich schlimm, wenn man im Halbdunkel mit dollen Kopfschmerzen aufwacht, die scheinbar einfach so da sind und nicht besser werden.
Nach einer guten Viertelstunde gelang es Jott, ihn zu beruhigen und ihn bei uns im Bett zum Einschlafen zu bringen.
Weil die beiden im Wechsel husteten, zog ich relativ fix ins Wohnzimmer um und war drei Sekunden nach hinlegen eingeschlafen.

Heute Nacht war der Nikolaus da und hinterließ für jeden von uns eine Kleinigkeit in den Schuhen. Herr Schnuffke fand das am Morgen nur mäßig spannend: Nach einem schnellen Blick auf die glitzernde Verpackung seines kleinen Schoko-Nikolauses stürmte er weiter in die Küche zum Frühstück.

Seit der letzten Woche haben wir einen neuen Stuhl für Herrn Schnuffke. Es ist ein Hauck Alpha+, der großen Anklang findet. Endlich kann Herr Schnuffke selbst auf seinen Stuhl (und auch wieder herunter) klettern, niemand muss ihn mehr heben.

In der letzten Woche brach bei Herrn Schnuffke ein neuer Zahn durch. Diesmal unten neben den Schneidezähnen. Nun hat er oben die vier mittleren Schneidezähne, dann sowohl links als auch rechts eine Lücke und darauf folgend je einen Backenzahn, und unten die beiden mittleren Schneidezähne und links einen weiteren Schneidezahn.

Hoffentlich folgt der vierte, rechte untere Schneidezahn recht bald. Drei Zähne nebeneinander sehen sehr unsymmetrisch aus.

Der KiTa- und Arbeitsweg gestaltete sich heute nicht ganz so schlimm wie gestern. Wir fuhren mit der Straßenbahn bis zum S-Bahnhof Adlershof, nutzten ab da die S-Bahn bis Tempelhof und stiegen dort in die U-Bahn um. Immer noch eine ziemliche Odyssee, immer noch alles überfüllt, aber wir waren nur rund 20 Minuten länger als sonst unterwegs.
Morgen nehmen wir eine Straßenbahn früher, dadurch fahren wir hoffentlich vor den Schülern, die zur nullten oder ersten Stunde in der Schule sein müssen.

Am Abend planten Jott und ich die Geburt, die Kinderbetreuung, den Großelterneinsatz, die Weihnachtstage und den Wechsel ins neue Jahr. Immer für unterschiedliche Szenarien- wir wissen ja nicht, wann die Zwillinge zur Welt kommen und auf welche Art.
Wir sind jetzt etwas besser vorbereitet, in den kommenden Tagen wird die Verwandtschaft final eingewiesen.

Beim ersten Kind war das irgendwie einfacher.

Was schön war: Auf dem Heimweg supergut durchzukommen. Alles in einem Rutsch, quasi, und sogar noch etwas fixer als heute morgen.

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WMDEDGT?

Journal Montag, 5.12.2016 – WMDEDGT 12/16

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Was für ein Tag… Aber fangen wir mal von vorne an.

Kurz nach Mitternacht mache ich es mir im Wohnzimmer bequem. Nicht etwa, weil Herr Schnuffke wach geworden ist, nein. Stattdessen kann ich nicht schlafen, weil Jott alle drei Minuten hustet. Und das, seitdem wir ins Bett gegangen sind- also kurz vor 23 Uhr.
Im Wohnzimmer ist es ruhiger, ich schlafe ein… und werde halb Drei von Herrn Schnuffke geweckt, der in seinem Bett sitzt und weint. Nachdem ich- reichlich desorientiert und nur zu einem Viertel wach- ihn zu mir geholt habe, hat er Probleme beim Einschlafen und möchte sich am liebsten in an unter auf mir verkriechen. So kann keiner von uns schlafen. Zum Glück hört diese Phase heute Nacht recht fix auf, gegen drei Uhr sind wir beide wieder eingeschlafen.

Eine erholsame Nacht ist aber anders, und als der Wecker halb Sechs klingelt, fühle ich mich ziemlich gerädert. Die nicht richtig heiß werdende Dusche tut das ihrige, um den Morgen perfekt starten zu lassen.
Danach kommt ein kleiner Lichtblick: Während Jott ebenfalls duscht- sie muss heute auch früh das Haus verlassen, weil sie zur Geburtsplanung nach Tempelhof muss-, wecke ich ganz langsam und vorsichtig Herrn Schnuffke: Mit Kitzelnn, anprustern, ins Ohr flüstern. Das findet er lustig und schlägt irgendwann lachend die Augen auf.

Nach einem schnellen Frühstück laufen Herr Schnuffke und ich gegen Viertel Acht zum Bahnhof Köpenick, von wo der Schienenersatzverkehr startet. Der Bus füllt sich recht fix, wir bekommen trotzdem noch unseren Wunschplatz in der Busmitte, wo die Kinderwägen und Rollstuhlfahrer einen reservierten Bereich haben.
Tjo, und dann beginnt das Drama. Offenbar sind nämlich 90% der S3-Pendler aufs Auto umgestiegen, der Bus kommt nicht vorwärts. Nach 40 Minuten haben wir gerade mal bis Karlshorst geschafft- das ist die Hälfte der Strecke. Zum Glück ist Herr Schnuffke entspannt, wir spielen, gucken Bücher an, schneiden Grimassen und irgendwann döst er auch ein bisschen.
Der Bus kommt nach Karlshorst noch schlechter voran. Die Rummelsburger Landstraße/ Köpenicker Chausee- eine der Haupteinfallstraßen von Köpenick nach Mitte- ist wegen diverser Bauarbeiten zum Großteil nur einspurig befahrbar, und zusätzlich sind eben mehr Autos als sonst auf der Straße. Auf Höhe des Heizkraftwerkes Klingenberg- bis Ostkreuz fehlt noch ungefähr ein Drittel des Weges- bietet der Busfahrer resigniert an, die Türen zu öffnen um mutigen Passagieren die Chance zu geben, zu Fuß ihr Glück zu versuchen. Ich zögere nicht und verlasse den Bus, Herr Schnuffke kommt auch mit (er hat auch keine Wahl, ich trage den Buggy). Die zweieinhalb Kilometer bis Ostkreuz schaffen wir in gut 20 Minuten, auf dem Weg überholen wir zu Fuß (!) mehrere SEV-Busse und unzählige Autos.
Vom Ostkreuz aus geht es dank fahrender Stadtbahn zügig weiter zur Friedrichstraße. Halb Zehn marschiert Herr Schnuffke mit seiner Brotdose in der Hand in seinen Gruppenraum in der KiTa, ich laufe danach fix ins Büro und komme dreiviertel Zehn an. Der KiTa- und Arbeitsweg hat sich also von ungefähr anderthalb Stunden auf locker zweieinhalb Stunden vermehrt. Das schlaucht.

Im Büro nehme ich pünktlich 10 Uhr am täglichen Statusmeeting meines Teams teil, danach frühstücke ich beim Prüfen von Mails und Chats. Endlich was in den Magen! Endlich Kaffee! Zwischendurch teste ich mein neues Headset und bin zufrieden: Es sitzt halbwegs gut, die Klangqualität ist okay, von daher passt das.
Dreiviertel Elf ruft mich Jott an und erzählt von ihrem Geburtsplanungstermin im Krankenhaus. Danach weiß ich mehr und freue mich.

Bis ~14:15 Uhr erledige ich organisatorisches, hole meine Zeiterfassung für den November nach (zum Glück muss ich nur die erfassten Zeiten von einem Tool ins andere eintragen, selbst das ist schon eine Herausforderung… Ich will gar nicht dran denken, was wäre wenn ich keine Zeiten erfasst hätte und das reproduzieren müsste), dann ist Mittagessen angesagt. Nach der Pause helfe ich einem Kollegen beim Lösen eines Darstellungsfehlers auf einer Website- bzw. sage ich ihm, was meiner Meinung nach das Problem verursachen könnte, und er gibt daraufhin einem Ansprechpartner beim Kunden Feedback (es ist kompliziert). Danach bereite ich bis zum Feierabend vom Kunden eingestellte Tickets in unserem Ticketerfassungssystem auf, um sie am Mittwoch morgen mit einem Kollegen sichten und die Bearbeitungszeit- und das Bearbeitungsbudget einschätzen zu können.

Gegen 16:15 Uhr verlasse ich das Büro, laufe zur KiTa und freue mich auf dem Weg dorthin über den Anblick des Weihnachtsmarktes auf dem Gendarmenmarkt in der Abenddämmerung. Das sieht teilweise schon arg kitschig aus- aber doch schön.
Halb Fünf schlage ich in der KiTa auf, hole Herrn Schnuffke ab und mache mich mit ihm auf den Heimweg. Im Büro habe ich mir zwar mehrere Alternativrouten angeguckt, entscheide mich aber dann, dem S3-SEV noch eine Chance zu geben. Vielleicht läufts ja am Abend besser?
Am Bahnhof Friedrichstraße müssen wir eine ganze Weile auf unsere Bahn warten, als sie ankommt schaffen wir es vor lauter Menschen gerade so einen halbwegs okayen Platz zu bekommen. Herr Schnuffke schlägt sich wieder wunderbar und lässt sich von der Enge und den vielen Menschen nicht irritieren.
Am Ostkreuz finden wir schnell die Haltestelle der SEV-Busse. Nach einer Wartezeit von ziemlich genau einer Minute kommt der Bus, wir können einsteigen. Das lässt sich gut an! Auch die Strecke ist nicht so verstopft wie am Morgen. Leider dauert die Busfahrt trotzdem ziemlich lange, wir brauchen ungefähr 50 Minuten vom Ostkreuz bis Köpenick (zum Vergleich: Die selbe Strecke dauert mit der S-Bahn 15 Minuten).
Kurz nach 18 Uhr kommen wir endlich am Bahnhof Köpenick an. Nach einem kurzen Abstecher ins Forum Köpenick- ich muss dem Nikolaus unter die Arme greifen, sein Knecht Ruprecht ist wohl krank geworden- kommen Herr Schnuffke und ich ~18:45 Uhr endlich zu Hause an. Jott hat, toll wie sie ist, bereits das Abendessen vorbereitet. Wir müssen uns nur noch an den gedeckten Tisch setzen.

Nach dem Abendessen- Herr Schnuffke verschmäht seine Stullen und isst lieber bei mir mit- waschen Herr Schnuffke und ich seine Hände und seinen Mund, putzen die Zähne und ziehen ihm anschließend den Schlafanzug an. Anschließend gucken wir die heutige Folge vom Sandmännchen, die Jott aufgezeichnet hat. Danach bringt Jott Herrn Schnuffke ins Bett. Ich ignoriere alle ToDos für den Abend und spiele am Computer, das habe ich mir heute verdient. Danach schreibe ich diesen Blogbeitrag, und jetzt- 21:44 Uhr- gehe ich ins Bett.

Morgen werden wir uns von den Straßen fern halten und die Straßenbahn nutzen. Die sollte nicht im Stau stecken bleiben.

Was schön war: Ganz viel mit Herrn Schnuffke in Bussen und Bahnen herumalbern. Man muss sich ja beschäftigen.