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Journal Donnerstag, 16.3.2017

Hurra, der Magen-Darm-Infekt ist überstanden! Ich bin symptomfrei und nicht mehr ganz so schlapp wie die letzten Tage. Heute gab es normales Essen, das vertrug ich gut. Und außer M. und mir ist tatsächlich niemand angesteckt worden- das grenzt an ein Wunder.

M. klammert weiterhin extrem bei Jott. Sobald sie den Raum verlässt, fängt er an zu weinen, läuft ihr hinterher und lässt sich von niemand anderem als ihr beruhigen. Außerdem will er dauernd auf ihren Arm und getragen werden, was vor allem außerhalb der Wohnung schlecht funktioniert- Jott hat immer noch Probleme mit ihrer Kaiserschnittnarbe und sich vor zwei Tagen auch noch die Schulter/ den Arm gezerrt/ verhoben/ wasauchimmer. Wir sind etwas ratlos, woher die Verlustängste so plötzlich kommen und wie wir ihnen begegnen sollen.

Beim Vorbereiten der Nacht-Flaschen kochend heißen Tee über die Hand geschüttet. Autschn.

Ich bin ein bisschen stolz auf mich: Abends fütterte ich J. und G. parallel (mit einer von Jott gezeigten Methode, die macht das ja öfter: Beide Zwillinge werden in die Wippen gesetzt, dann setzen wir uns auf einen Stuhl davor, können die Arme auf den Beinen ablegen und den Zwillingen die Flaschen in den Mund halten) und brachte danach, während G. wach war, J. zum Einschlafen und ins Bett.

Was schön war: Beim spazieren gehen Frühlingsboten entdecken. Überall.

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Journal Mittwoch, 15.3.2017

M. reißt jetzt, zu Jotts Verdruss und meiner grenzenlosen Begeisterung, beim Essen von Nudeln die gabelbewehrte Hand hoch und brüllt „NUDELN!“. Wo er das bloß her hat?

Von mir. Ich habs vorgemacht, er hats nachgemacht, dann haben wir das noch drei, vier Mal geübt und jetzt sitzt es.

Eventuell muss ich die Erzieherinnen in der KiTa vorwarnen.

Abendbrotszenen.

M. guckt zum Fensterbrot, wo Mango, Birnen, Äpfel und anderes Obst liegen.

M: „Bango“
M: „Bambo“
M: „Manbo“
M: „Mango“
M, wunderbar deutlich: „Mango!“
J, nicht ganz anwesend, und wunderschön betont: „Möchtest Du eine Birne?“

Vor dem rausgehen. Jott zieht die Zwillinge an, ich suche M., um auch ihn anzuziehen (Angina hin oder her- ein bisschen frische Luft muss sein). Aus dem Wohnzimmer klappert und klimpert es, ich kann die Geräusche nicht zuordnen und eile hin (wer weiß, was das Kind schon wieder anstellt).

Und dann liegt M. unter dem Spielbogen für die Zwillinge, greift nach den Greifringen und Glocken und all dem Kram, der da herunterhängt, spielt damit, guckt verträumt und freut sich einen Ast, als er mich wahrnimmt.

Zwischen den ganzen lustigen und schönen Momenten hat uns M. heute- wie auch schon gestern- in den Wahnsinn getrieben. Entweder ist er rotzfrech und hört nicht (wohlwissend übrigens, das sehen wir ihm an), oder er greint und jammert.

Ich schwanke zwischen „Kind, ich schmeiß dich raus!“ und „An mein Herz, du kleiner lustiger Schelm!“.

Was schön war: Spazieren gehen zu 5. Nicht so weit wie gewünscht, weil ich M. tragen musste und das ganz schön schlauchte, aber immerhin: Wir waren alle 5 draußen und haben die Sonne genossen.

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Journal Dienstag, 14.3.2017

M. hat zusätzlich zum- inzwischen offenbar wieder abklingenden, zumindest sieht es so aus- Magen-Darm-Infekt eine Angina und ist den Rest der Woche krank geschrieben.

Ich bin ebenfalls bis Freitag krank geschrieben, wenn die Symptome bis dahin nicht aufhören, soll ich nochmal hin. Ich hoffe allerdings, mit Hausmitteln und Schonkost und richtiger Medizin klarzukommen.
Nervig ist die Schlappheit. Nach dem Gang zur Hausärztin war ich erstmal k.o..

Die Zwillinge sind derzeit einfacher zu handhaben als M.. Der klammert unglaublich bei/ an Jott und ist außerdem sehr, sehr weinerlich, wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft.

‚Tschuldigung, viel passiert hier gerad nicht. Wir sind mit Klarkommen mit drei Kindern und, in M.s und meinem Fall, mit Gesund werden, beschäftigt.

Was schön war: Händchenhalten mit Jott und M. beim Sandmann-Gucken.

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Journal Montag, 13.3.2017

Fix und alle nach dem Tag mit den drei Kindern. Jetzt schnell ins Bett.

Morgen gehts zum Arzt. Vormittags ich, nachmittags M. Während bei mir der Durchfall einfach nicht aufhören will, hat es M. mit Durchfall und Erbrechen offenbar schlimmer erwischt.

Was schön war: Der Moment, als alle Kinder schliefen.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 12.3.2017 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 11./12. März 2017 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Der Tag war so mittelprächtig. Einerseits gab es viele schöne Momente mit Jott und den Zwillingen, andererseits ging es mir heute erheblich schlechter als gestern.
Als meine Eltern M. wieder zu uns brachten, bestätigten sich meine Befürchtungen- auch M. hatte sich das Wochenende über übergeben müssen und hatte Durchfall. Das spricht dann doch eher gegen einen verdorbenen Magen und für einen Magen-Darm-Infekt. Außer, wenn es einen Zusammenhang mit dem Zahnen gibt- aber davon habe ich noch nie etwas gehört, nur von Durchfall.

Babysport. Den Kopf können sie beide schon gut halten.
Soviel Sport macht müde. Ganz rechts lag ich vor dem Foto noch, bis mich Jott zum Essen weckte.
Weil die beiden ständig ihre Nuckel ausspucken und dann rummosern, werden ihre Schnuffelkuscheltiere als Nuckelhalter genutzt. Klappt ganz gut.
Wieder an der frischen Luft. Auch heute schliefen beide recht fix im Wagen ein.

Was schön war: Ein kurzes Schläfchen zusammen mit den Zwillingen vor dem Mittagessen. Und: Wir (über-)leben auf den Tag genau 12 Wochen mit den Zwillingen.

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Journal Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 11.3.2017

Nach einem Fütterungseinsatz um halb Fünf behielt ich G. bei mir, zusammen schliefen wir bis 7 Uhr (also quasi ausschlafen). Den Morgen verbrachten Jott und ich damit, die Zwillinge anzuhimmeln- Jott hatte ihnen Latzhosen angezogen, und die beiden sahen darin einfach super aus. Nach dem Füttern waren J. und G. auch gut drauf und strahlten uns um die Wette an. Als sie müde wurden, beruhigte ich sie mit Nuckel und Handauflegen auf ihrer Spieldecke- das ist auch neu, dass das einfach so geht. Und weil ich so gut bin in dem, was ich tue, beruhigte ich mich gleich mit und ruhte nur mal kurz meine Augen aus

Nachdem wir die Zwillinge am Vormittag erneut gefüttert hatten, spazierten wir alle zusammen ins Forum Köpenick, erledigten diversen Kram, und ich kaufte mir endlich eine neue Jacke. Wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv- ich bin nun also auch so ein Funktionsjackenspießer.

Wieder zu Hause kochte Jott Spaghetti Bolognese, dann fütterten wir die Zwillinge erneut, und danach testete ich meine neue Jacke bei einem ausgiebigen Spaziergang mit den Zwillingen (und sorgte so für ein bisschen me time für Jott). Wir liefen durch die Mittelheide nach Friedrichshagen, ich aß ein Eis (Tartufo + Tiramisu), und zurück gings mit der S-Bahn.

Abends Haushalt + die letzten 3 Folgen der 2. Staffel von Gotham. Nach einem halben Jahr sind wir endlich fertig damit :)

Gibt es etwas schöneres als fröhliche, lachende Kinder?
Kuscheltier und Nuckel müssen immer dabei sein.
Beide Kinder schliefen von allein im Wagen ein und ließen sich so eine gute halbe Stunde durch die Gegend kutschieren, bevor sie wieder aufwachten. Letzte Woche schob ich den leeren Kinderwagen einhändig den selben Weg- G. in der Trage, den schreienden J. auf dem Arm. Wie auf dem Foto abgebildet, ists mir lieber.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Sich klar zu werden über die Entwicklung der Zwillinge. Noch vor vier Wochen wäre es undenkbar gewesen, dass beide friedlich im Wagen einschlafen.

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Journal Freitag, 10.3.2017

Kein Magen-Darm, aber dafür den Magen verdorben.

(Zum Glück. Nicht auszudenken, wenn ich die Kinder und Jott angesteckt hätte.)

Alles außer Sitzen war heute etwas anstrengend, mir war doch recht elend. Dank Aktivkohletabletten musste ich wenigstens nicht alle halbe Stunde aufs Klo rennen, das hat die Sache sehr entspannt.

Die Zwillinge werden von Tag zu Tag toller:

  • J. hat heute eine Dreiviertel Drehung geschafft
  • G. rudert vor Freude mit den Armen, wenn sie einen von uns ins Sichtfeld bekommt
  • J. und G. kommunizieren über Glucksen mit uns, wenn wir mit ihnen Geräusche machen
  • J. schlief heute sowohl in seiner Wippe, als auch auf der Spieldecke, als auch im Bett ein- nur mit Nuckel und Kuscheltier und ohne, dass Jott oder ich großartig etwas machen mussten.
  • G. schlief ebenfalls ebenfalls in Wippe und Bett, brauchte aber noch das Händchenhalten mit uns.

Irgendwann in meinen noch recht frühen Internettagen, es war so 2007, glaube ich, wurde mir die Band Equilibrium empfohlen. Damals hörte ich die ein bisschen und vergaß sie recht schnell wieder, es war nicht meine Musik (zu dem Zeitpunkt hörte ich eher Rock, Punk Rock und Ska, Metal war mir meist zu hart). Vor ein paar Wochen nun shufflete mir Spotify ein paar Tracks von Equilibrium in mein Mixtape-Radio. Und was soll ich sagen, ich bin angefixt. Ganz toll find ich derzeit das hier:

Wenn Sie Pagan Metal/ Power Metal mögen, hören Sie doch rein.

Gelacht (ich brauch das nämlich auch, sehr oft sogar. Jott nicht ganz so oft, sie ist deutlich sozialer als ich).

In der Timm-Thaler-Rezension von Herrn Buddenbohm eine interessante Feststellung gelesen:

Wobei, das wurde mir dann erst im Gespräch nach dem Film klar, meine Generation mit dem Teufel selbst noch mehr Inhalt verbunden hat. Da müsste man vermutlich kulturgeschichtlich weit ausholen, aber offensichtlich ist es so, dass der Teufel als Inbegriff des Bösen, als höllisches Drohszenario und Fürst der Finsternis, als Gottseibeiuns mit Heulen und Zähneklappern einfach nicht mehr recht zieht.
[…] Mittlerweile haben sich so viele Horrorfilmbösewichte in Zeichentrick-, Sammelkarten- oder Plüschpuppenversionen in den Kinderzimmern angesiedelt, da muss man schon etwas auffahren, um noch wohliges oder wirklich furchtsames Schaudern zu erzeugen. Der Teufel jedenfalls ist heute eher eine der Figuren aus dem Kasperletheater, und das ist nun einmal albern und etwas für kleinere Kinder. Da hat sich etwas verschoben, das Böse ist heute anderswo, es ist nicht mehr unten in der Hölle.

Da habe ich mir noch nie drüber Gedanken gemacht, aber beim Lesen dann doch: Wenn ich an das ultimativ Böse denke, dann ist das nicht der Teufel. Sondern eher jemand wie Voldemort, oder Sauron, oder eben tatsächlich einer der unzähligen Bösewichte aus diversen Filmen, Serien und Büchern. Ich glaube, das liegt an der Vielzahl von Optionen, die es mittlerweile für das Böse gibt (ohne da allzu fundiert Ahnung zu haben), sowie ihrer Abbildung- etwas Greifbares, Sichtbares macht nicht soviel Angst wie die Idee des Teufels, die es vor vielleicht 100 Jahren noch gab.

Sterben tut weh: Ein Palliativmediziner redet Klartext ist ein ausgezeichnetes Interview mit Prof. Sven Gottschling über seinen Beruf als Palliativmediziner, über Schmerzen, und letztendlich auch den Tod.

Über Geduld bei trotzenden Kindern. Meine große Schwäche. Ich bin nicht geduldig. Ich bin sehr schnell sehr angenervt. Gut zu sehen, dass es anderen genauso geht. Inklusive schlechten Gewissen.

Was schön war: Nicht mehr alle halbe Stunde aufs Klo zu müssen. Es sind die einfachen Dinge…

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Journal Donnerstag, 9.3.2017

Mit der Hoffnung, dass die gezeigten Symptome von nicht mehr ganz guten Mittag- oder Abendessen kamen, und keinen Magen-Darm-Infekt ankündigen, ins Bett.

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Journal Mittwoch, 8.3.2017

Die zweite Nacht in Folge sehr früh aufgewacht, in Verbindung mit dem späten Zubettgehen von gestern Abend keine gute Mischung. G. bekam nur schwer Luft durch die Nase (die Erkältung) und schlief nur in der Senkrechten, also an Jott/ mir, gut. In allen anderen Positionen schwoll ihr anscheinend sofort die Nase zu.

Der heutige Anwaltstermin war spannend und lehrreich. Und hat leider gezeigt, dass die Mieterhöhung nach Einschätzung des Anwalts rechtens ist, da sowohl vom Mietspiegel als auch den Mieterhöhungsregularien (nur alle 15 Monate max. 15% Erhöhung) gedeckt. Die Empfehlung lautete daher ganz klar, die Klage anzuerkennen und nicht vor Gericht zu gehen, um Geld zu sparen im Vergleich zu einer sehr wahrscheinlichen Niederlage.

M. wachte Abends mehrmals auf und war nur durch Jott zu beruhigen. Die holte ihn irgendwann in das große Elternbett im Schlafzimmer, weil er nur bei ihr aufhörte zu weinen. So schläft (hoffentlich) sie nun mit allen drei Kindern in einem Zimmer. Das verspricht, eine spannende Nacht zu werden.

Was schön war: Meine Mama brachte M. heute nach Hause, blieb danach noch ein bisschen und versorgte M., während Jott und ich uns um die Zwillinge kümmerten.

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Journal Dienstag, 7.3.2017

Orrr dieser vermaledeite Moro-Reflex. J. wachte gegen 22 Uhr auf, bekam von mir eine Flasche und hängt seitdem in der Trage vor meinem Bauch. Er schläft zwar, schreckt aber alle drei Minuten hoch und reißt die Arme hoch.
Ich hoffe, der Reflex verliert sich bald. Sollte ja eigentlich demnächst so sein.

Ich bin zu schlecht gelaunt, um großartig was zu schreiben. Ich will ins Bett und kann dank J. nicht, das nervt mich.

Der kleine Eisbär aus dem Berliner Tierpark ist gestorben. Wie schade.

Was schön war: Jott fand heute tagsüber die Zeit, schon diverse Erledigungen zu machen, die ansonsten ich am Abend übernommen hätte.