[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 10./11. Dezember 2016 verlinkt.]
Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.
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Ich werde durch einen pieksigen Schmerz im Ohr und ein „Papa?“ geweckt. Herr Schnuffkes Zeigefinger kitzelt mein Trommelfell. Als ich die Augen aufmache, blicke ich auf die ungefähr drei Millimeter entfernte Nase des Kindes. Etwas benommen ziehe ich Herrn Schnuffkes Hand weg und schaue auf die Uhr- vielleicht lohnt es sich ja noch, Herrn Schnuffke wieder zum Einschlafen zu bewegen- und weiß sofort, dass der Versuch sinnlos wäre- es ist 8:13 Uhr. Drei Minuten später kommt dann auch schon Jott ins Wohnzimmer. Im Gegensatz zu mir ist sie richtig wach- diese merkwürdigen Morgenmenschen…
Es ist aber ganz gut, dass wir nicht länger geschlafen haben, denn heute fahren wir zu meinen Eltern ins Brandenburgische zum Geburtstagfeiern und wollen so ungefähr 11:15 Uhr los.

Beim Kaffeemahlen für das Frühstück tanzt Herr Schnuffke zum Krach der Kaffeemühle. Offenbar ist das Musik in seinen Ohren. So wie das Schienengerumpel von Straßenbahnen oder die Bus-Fahrgeräusche. Bei denen wippt er im Buggy auch immer herum.
Nach dem Frühstück macht Jott irgendwas und Herr Schnuffke und ich gucken uns sein neues Weihnachtswimmelbuch an. Beim Anblick der als Schafe verkleideten Kinder auf der Krippenspiel-Seite auf dem Bild oben macht Herr Schnuffke immer „Mäh“, das ist sehr putzig.

Als Jott zu uns stößt, verabschiede ich mich ins Badezimmer zum Rasieren, Duschen und Nägelschneiden. Ich will ja ordentlich aussehen. Irgendwann höre ich aus dem Wohnzimmer den Film „Die Eiskönigin“, und sofort fange ich im Kopf an zu singen. Gegen so einen Ohrwurm hilft bekanntlich nur, das entsprechende Lied komplett zu hören, und so wird „Lass jetzt los“ meine akustische Begleitung beim Nägelschneiden.

Fast pünktlich fahren wir los und kommen pünktlich zum Mittagessen (Gefüllte Babypute, Rotkohl, Klöße). Nach dem Essen macht Herr Schnuffke Mittagschlaf mit meinem Papa, und auch ich schlafe fast auf der Couch ein- weil es so gut geschmeckt hat, habe ich eventuell ein minimales bisschen zuviel gegessen und bin im Fresskoma. Ein starker Kaffee hilft, wach zu bleiben.
Nach (nochmal) Kaffee und Kuchen gehen Herr Schnuffke, mein Bruder und mein Papa noch ein bisschen zum Spielen nach draußen, und dann ist es auch schon wieder Zeit für die Heimfahrt.

Herr Schnuffke fährt immer noch nicht gern im Dunkeln Auto, lässt sich aber von gemeinsam mit Jott geschmetterten Weihnachtsliedern beruhigen. Besonders gut gefällt ihm das „Trallalalala“ aus „Lasst uns froh und munter sein“, das kräht er bei allen folgenden Liedern dazwischen.
Zu Hause wird gebadet, Abendbrot gegessen und dann schafft es Jott mit Hilfe eines Benjamin-Blümchen-Hörspiels, Herrn Schnuffke innerhalb von 20 Minuten ins Bett zu bringen. Der Wahnsinn. Morgen, wenn Jott Abends nicht da ist, werde ich das auch probieren.
Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.
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Joy to the World ist eines meiner absoluten Lieblingsweihnachtslieder. Zumindest in der Chor-Version mit ordentlich Bums und Stimmung dahinter.
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Was schön war: Geburtstag feiern :)
