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Journal Mittwoch, 24.5.2017

Hoch die Hände, Wochenende!

Heute ist wieder einer der verdammten Tage (3…2…1 – 🎶 OHRWURM), an denen gefühlt einfach nichts passierte. Gibts ja auch. Mal gucken, ob es doch mehr als diese drei Zeilen werden.

M. ist derzeit im Papageien-Modus. Wenn wir mit ihm sprechen, wiederholt er stur das gesagte. Beispiel gefällig?

Ich: „M, möchtest Du was trinken?“
M: „Möchtest… Du… was trinken?“
Ich: „Nein, ich will wissen ob Du Durst hast!“
M. „Du… Durst hast?“

Und so geht das hin und her.

Die Punkte hinter dem „Du“ sind Absicht- mit den Personalpronomen hapert es. Wenn er beispielsweise sagen möchte „Kann ich auch ein Gummibärchen haben?“, dann sagt er „Du auch Gummibärchen haben?“. Mal gucken, wann sich das legt.

Auf dem Rückweg konnte ich heute nicht über den Gendarmenmarkt laufen, da waren die Vorbereitungen auf den abendlichen Kirchentagsgottesdienst in vollem Gange. Also drumherum. Da war ein Polizei-Aufgebot… Sehr gruselig. Schwer bewaffnete Einsatzkräfte mit kugelsicheren Westen, Betonsperren, überall mittendrin betont cool aussehende schwarz gekleidete Herren mit nicht so ganz unauffälligen Ausbuchtungen an Hüfte/ unter dem Sakko… Das hinterlässt einen schalen Beigeschmack.

M. trotzte heute in der Bahn. Das volle Programm: Schreien, auf den Boden fallen lassen, dicke Krokodilstränen… Das war mir unangenehm. Ich muss noch rausfinden, wie ich in so einer Situation souverän reagieren kann.

Der Grund, übrigens: Ich ließ ihn den Sitz neben einem anderen Fahrgast nicht ständig hoch und runter klappen.

Die Zwillinge waren heute Abend so müde, dass sie quasi sofort nach dem Hineinlegen ins Bettchen schliefen. Jott berichtete, dass die beiden seit ungefähr 15 Uhr nicht geschlafen hatten- sie waren also zum Zeitpunkt des Zubettbringens um die dreieinhalb bis vier Stunden wach. Da kann man dann schonmal rechtschaffen müde sein als Baby.

Beim Umziehen von G. und J. machte ich wieder einmal die Entdeckung, wie unterschiedlich die beiden sind: Während J. bereits loslacht, wenn man ihn lustig anguckt, und auch sonst für jeden Spaß zu haben ist- ganz toll ist übrigens Wangen prustern, da pinkelt er sich fast ein vor Lachen-, ist es bei G. echt schwer, ihr ein richtiges Lachen zu entlocken. Sie „kichert“ gelegentlich, lacht aber tatsächlich äußerst selten aus vollem Herzen. Und auch nicht immer bei den selben Sachen- mal findet sie beispielsweise Kitzeleien am Bauch sehr lustig, mal überhaupt nicht.

M. kann jetzt zum Abschied „Hau rinn, Keule!“ sagen. Bald ist er bereit für die Straße.

🔗 German town name endings – Diverse Karten zur geografischen Verteilung der Endungen von Städten hier in Deutschland. Überrascht hat mich die Verbreitung von „itz“ und „ow“, die zu 99% im Osten vorkommen.

🔗 Berlin 2025 – Wir werfen einen Blick in die Zukunft – Die Berliner Zeitung wagt sich an Prognosen, wie Berlin im Jahr 2025 aussehen könnte bzw. wie das Leben hier aussehen kann. Mal gucken, was da noch so kommt an Artikeln.

🔗 Searching for Syria ist eine Koproduktion von Google und dem UNHCR, die „die drängendsten Fragen zur syrischen Flüchtlingskrise“ beantworten möchte. Ich habs noch nicht geschafft, mir alles anzuschauen, finde es aber bislang gut umgesetzt und tatsächlich sehr aufschlussreich- kurz und knapp wird tonnenweise Wissenswertes zum Krieg in Syrien, seinen Ursachen und seinen Auswirkungen vermittelt.

Was schön war: ‚Ne außerplanmäßige Bratwurst teilen mit M. nach der KiTa. Das Kind hatte Hunger (hat er so gesagt, mit großen Bambi-Augen).

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Journal Dienstag, 23.5.2017

Was passiert, wenn man am Vorabend bis in die Puppen wach bleibt und trotzdem normal aufsteht? Richtig, man ist müde. „Man“ bin in diesem Fall ich, und ich mache echt dumme Sachen. Dabei hatte ich noch Glück, die Kinder haben uns die ruhigste Nacht seit langem beschwert. Wir mussten nur ein Mal gegen 3 Uhr eine Flasche geben, ansonsten konnten wir schlafen.

Das verkürzte Zubettgeh-Ritual von M. funktioniert super. Nach einer Geschichte und ein wenig Kuscheln geht Jott aus dem Zimmer, und in 3 von 5 Fällen schläft M. dann auch recht fix ein. Manchmal müssen wir nochmal rein, weil er ein wenig jammert, aber das steht in keinem Verhältnis zur teilweise stundenlangen Einschlafbegleitung, die es davor gab.

📹 Ein ganz normaler Tag aus unterschiedlichen Sichtweisen.

Eine an die tatsächlichen geographischen Gegebenheiten angepasste Karte des Berliner S-und U-Bahnnetzes.

Die Zutaten von natürlichen Lebensmitteln.

Was schön war: Kuscheln mit M. auf dem KiTa-Weg.

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Journal Montag, 22.5.2017

Mini-Aussetzer beim Umsteigen am Ostkreuz: Ich blickte nach unten, sah keinen M. an meiner Hand und dachte schon leicht panisch „Oh Shit, Du hast das Kind verloren“- bis mir einfiel, dass M. bei Jott ist und ich ja allein war.

Heute war der Fitnesstracker bei einem normalen Arbeitstag mit im Einsatz. Und es ist schon krass zu sehen, dass ich in manchen Stunden nichtmal auf 100 Schritte komme- weil ich eben am Rechner klebe und arbeite… Dank Anfahrtsweg und Rumgewusel zu Hause komme ich aber trotzdem auf mehr als die 10.000 Schritte Tagessoll. Überhaupt, das Rumgewusel: Sonntag setzte ich ja keinen Fuß vor die Tür und lief nur in der Wohnung rum- und kam am Ende des Tages trotzdem auf 9000 Schritte- ohne extra im Kreis gelaufen zu sein. Das 10.000-Schritte-Ziel ist also eigentlich nichts, was ich nicht ohne große Mühen erreichen kann.

Am späten Nachmittag kehrte Jott mit den Kindern zurück. Wir sind somit wieder vereint. Der Preis für meine Erholung war allerdings hoch- Jott ist k.o. und ging VON SICH AUS und FREIWILLIG halb Acht ins Bett (das grenzt an ein Wunder).

Entgegen aller Planungen werde ich dieses Jahr erneut in Elternzeit gehen, nicht erst Anfang 2018. Von Mitte Juli bis Mitte September bin ich zu Hause und betreuen M. während der KiTa-Schließzeit und übernehme im Anschluss seine Eingewöhnung. Ich bin gespannt wie das wird und hoffe, auch mal mit den Zwillingen zu einer Krabbelgruppe o.ä. gehen zu können :)

Die Zwillinge sind ziemlich erkältet. Offenbar hab ich sie letzte Woche beim Rausgehen etwas zu leicht angezogen.

M. durfte heute mit seiner Urgroßmutter im Hühnerstall nach Eiern suchen und fand sogar selbst ein Ei. Das hätte ich gern gesehen :)

Beim zweiten Zubettbringen von M. (das erste übernahm Jott, dann schlief M. aber noch lange nicht und greinte herum) eine Sternstunde meiner Elternkarriere erlebt. Zum wiederholten Mal weinte M. und rief nach Mama (mir unverständlich, er war den ganzen Tag mit ihr zusammen) und ließ sich nicht so recht beruhigen. Also redete ich ihm beruhigend zu und sagte ihm, dass ich verstehe, dass er traurig/ ängstlich/ besorgt ist weil Mama nicht da ist. Und das es ja total okay sei, wenn er das ist. Und das er das doch bitte unbedingt zeigen solle, weil es sein gutes Recht ist. Und das wir ihn, auch wenn er weint und schluchzt und nicht schlafen kann, total lieb haben.

Und siehe da- nach drei Minuten (ungelogen!) wurde er ruhig, kuschelte ein bisschen mit mir und legte sich dann FREIWILLLIG in sein Bett und schlief kurz darauf ALLEINE ein.

Da war ich schon ein bisschen stolz auf mich.

Hoffentlich habe ich beim nächsten Einschlafkampf auch wieder die Ruhe dafür.

Ich hatte recht lange das Problem, das mein Telefon eingehenden Anrufern vermittelte, dass ich nicht verfügbar sei. Nach langem Herumgooglen fand ich eine Lösung für dieses Problem: (irgendwas mit LTE-Frequenzen und so, ich kriegs nicht mehr zusammen, es ist auch nicht so wichtig). Jedenfalls half es, die LTE-Verbindung zu deaktivieren. Seitdem ich das getan habe, kann ich wieder telefonieren, habe aber teils erhebliche Probleme mit dem mobilen Internet- an vielen Orten, an denen ich mich befinde, gibt es nämlich kein HSDPA+, sondern „nur“ UTMS, und das reicht inzwischen für die meisten Web-Anwendungen nicht mehr aus… Ich habe also die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Ohrwurm des Tages: Turisas mit „Stand up and fight„.

Was schön war: Die Familie wieder begrüßen zu können.

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Journal Sonntag, 21.5.2017

Ich ließ es heute gemächlich angehen: Ausgeschlafen, in Ruhe gefrühstückt, die Wohnung aufgeräumt (2 Ladungen Wäsche verräumt, 2 Ladungen Wäsche gewaschen und getrocknet, stellenweise Staub gewischt, Dinge und Sachen verräumt, allgemein aufgeräumt, das Bett abge- und bezogen, den Windeleimer geleert, Müll weggebracht, den Spüler aus- und wieder eingeräumt, Küchenschubladen aufgeräumt), ein Paket vom Nachbarn geholt, meinen Elternzeit- und Elterngeld-Antrag fertig gemacht, den Brief mit den Kind-Krank-Meldungen für die Krankenkasse eingetütet, viel Internet gelesen (s. dazu weiter unten), einen Speiseplan für die vier freien Tage am Ende der Woche erstellt und den dazugehörigen Einkaufszettel geschrieben, diversen Kleinkram geplant (ich teste dazu parallel sowohl Google Keep als auch die Tasks aus dem Kalender) und es mir ansonsten gut gehen lassen.

War schön.

Ein Hoch auf Anrufprotokolle etc.. Wir hatten ja Ende letzten Jahres den Wasserschaden im Keller. Aus Gründen haben wir uns darum eine ganze Weile nicht gekümmert, bis mir Ende April einfiel, dass da ja mal langsam was passieren müsste. Weil wir die Infos, wer für den Schaden verantwortlich war, verschusselt hatten, machte ich mich bei der Hausverwaltung schlau wie die Firma hieß, rief die entsprechende Firma an und ließ mir versprechen, mich zurück rufen zu lassen.

Das passierte aber bislang nicht.

Gestern wiederum fiel mir ein, dass da noch irgendwas offen war. Das Problem: Ich wusste WIEDER nicht, wer die entsprechenden Ansprechpartner waren, weil ich den Kritzelzettel mit den Notizen des Telefonats Ende April zwischenzeitlich verlegt/ entsorgt hatte.

ABER, so erinnerte ich mich, mein Smartphone müsste ja die Telefonate in den Anrufprotokollen gespeichert haben! Und über die Telefonnummer könnte ich ja bei Google quasi rückwärts nach der Firma suchen…
Also schaute ich in das Anrufprotokoll, fand aber nur das Gespräch mit der Hausverwaltung. Hm, komisch. Aber gut, ich könnte ja für den betreffenden Tag und den Folgetag mal in den Browserverlauf gucken, ob da was drin ist. War es aber nicht- noch komischer. Den Grund dafür fand ich recht schnell, ich hatte irgendwann mal aus Datenschutzparanoia sämtliche Protokollierungen in Apps und Programmen durch Google abgestellt (und offenbar ist die Such- und Adressleiste oben in Chrome nochmal was anderes als eine „normale“ Google-Suche), das half mir allerdings nicht weiter.

Innerlich stellte ich mich also darauf ein, am Montag nochmal mit der Hausverwaltung telefonieren zu müssen. Das ist immer unerfreulich, weil die Leute da NOCH verpeilter sind als ich.

ABER die Zweite: Heute morgen erinnerte ich mich an noch etwas: Die ausführende Firma saß in der Pettenkoffer Straße in Berlin. Über Branchenverzeichnisse müsste es doch möglich sein, den Namen herauszufinden? Und während ich also brav Pettenkoffer Straße in den Suchschlitz eingab, hatte ich einen Geistesblitz: Was, wenn ich vom Festnetztelefon angerufen habe? Das mache ich gelegentlich aus nur in dem Moment nachvollziehbaren Gründen.
Und- BINGO! Im Festnetztelefon fand ich schnell eine unbekannte 030er-Nummer, googlete die und bekam die entsprechende Firma raus. Diesmal war ich so schlau, mir das alles aufzuschreiben, damit die Informationen nicht wieder verloren gehen.

Morgen kann ich den Leuten also mal auf den Zahn fühlen, weshalb die versprochene Rückmeldung bislang ausblieb.

Ach, Facebook… Ach, Internet. Was ist aus Dir geworden?

[…] a leaked confidential document prepared by Facebook that revealed the company had offered advertisers the opportunity to target 6.4 million younger users, some only 14 years old, during moments of psychological vulnerability, such as when they felt “worthless,” “insecure,” “stressed,” “defeated,” “anxious,” and like a “failure.”

Beim Stöbern in meinen Bildern eines meiner Lieblingsbilder und langjährigen Desktop-Hintergrund wiedergefunden: Farewell Kiss.

Kann die geneigte Leserschaft Dienste empfehlen, bei denen ich so ein Bild mehr oder weniger hochwertig (ich kenn mich nicht aus damit, für mich heißt das: dickeres Papier, satte Farben, evtl. Glanz?) ausdrucken lassen kann?

Eventuell bin ich doch nicht so ganz unvoreingenommen, wie ich dachte: These Profound Photos Masterfully Turn Racial Stereotypes On Their Head – Verkehrte Welt, dachte ich beim Betrachten des Nagelstudio-Bildes. D’oh! Die beiden anderen erzeugen bei mir im Kopf nicht dieses „Verkehrte Welt“-Gefühl, vermutlich weil ich weitaus öfter an Nagelstudios vorbei komme als an unfassbar vielen Puppen oder gut situierten Hispanics. (via)

Die Mundraub-Karte listet öffentliche Obst- und Gemüse- öhm… Bäume? Sträucher? Felder? Pflanzen- also irgendwie alles- auf. Mal schauen, ob ich mir nicht mal den Mirabellenbaum an der Wuhle bei uns anschaue… (nicht, das ich wüsste, wie ein Mirabellenbaum aussieht).

Was schön war: Die Ruhe.

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Journal Samstag, 20.5.2017

Grauslige Nacht. Im Schlafzimmer war es trotz Lüften warm (~24°C), das trug weder zu unserem noch zum Schlafkomfort der Zwillinge bei. Letzte waren außerdem ordentlich verrotzt und röchelten vor sich hin, so das der Fitnesstracker für heute Nacht viele unschöne rote Wach-Balken anzeigte.

Zusätzlich musste ich mehrmals aufs Klo…

… scheine aber- stand: Jetze- doch keinen Magen-Darm-Infekt zu haben. Oder doch? Ich weiß es nicht. Nachts hatte ich jedenfalls Bauchkrämpfe und musste flitzen, hatte aber ansonsten keine Probleme. Heute tagsüber gings dann wieder. Ich fühlte mich zwar krank, aber das kann auch an der seit einer Woche unterdrückten Erkältung oder meiner Sonnenallergie (sobald ich mich nach dem Winter an die Sonne begebe, reagiert meine Haut) oder einfach dem Schlafmangel und dem Stress gelegen haben.

Ich wär jedenfalls nicht böse drum, wenn da nichts mehr kommt.

Jott schnappte sich heute die Kinder und fuhr mit ihnen zu ihrem Papa und seiner Frau in der Nähe von Magdeburg. Schien ihr sinnvoller in Anbetracht der Gesamtsituation.

Ich nutzte die freie Zeit und verschlief den Nachmittag.

Drei Häuser weiter brannte heute tagsüber in einer Wohnung die Küche komplett aus. Verletzt wurde wohl glücklicherweise niemand. Vom Fenster aus konnte M. der Feuerwehr bei der Arbeit zugucken.

Ich halte mich ja für technisch recht fit. Umso entsetzter war ich nach Lesen von Chrome and Firefox Phishing Attack Uses Domains Identical to Known Safe Sites über „gefälschte“ Web-Adressen. Da würde ich wohl auch drauf reinfallen, wenn Url und https-Häkchen im Browser angezeigt werden.

Zusammenfassung: In der Domain herrpaul.me wird das „e“ durch ein dem „e“ zum verwechseln sehendes Unicode-Zeichen ersetzt:

What we have done above is used ‘e’ ‘p’ ‘i’ and ‘c’ unicode characters that look identical to the real characters but are different unicode characters.

Gruselig.

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Hausapotheke

Magen-Darm-Infekt

  • Auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten -> Am besten Wasser, das Kind immer wieder zum Trinken animieren
  • Wenn das Kind nicht trinken möchte, soll es crushed Ice/ Eiswürfel lutschen
  • Ernährung: Schonkost! Geriebener Apfel, Zwieback, wenn die schlimmste Phase vorbei ist: Nudeln ohne alles, Stampfkartoffeln mit Möhrenstampf, geriebene Möhren, Bananen- alles was stopft und hilft, den Stuhl wieder fester zu machen
  • Keine Milchprodukte, kein Obst, kein Süßkram- egal wie viel das Kind bettelt
  • Durchfall und Erbrechen ohne ärztliche Rücksprache nicht medikamentös verhindern -> Die Viren/ Bakterien müssen erstmal raus
    • Ausnahme: Das Kind kommt vor lauter Erbrechen nicht zum Essen/ Trinken/ Schlafen
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Hausapotheke

Bindehautentzündung

  • Augen mit Kochsalzlösung durchspülen, wenn das Kind zeitgleich zur Bindehautentzündung eine Erkältung hat die Nase gleich mit
  • Augen mit einen sauberen, warmen, feuchten Lappen reinigen- idealerweise für jedes Auge ein eigener Lappen
  • Euphrasia etc. brauchts nicht, Kochsalzlösung reicht vollkommen aus
  • Wenn nach drei Tagen keine Besserung eintritt/ der Zustand (auch vor den drei Tagen) schlecht ist, direkt zum Arzt -> Antibiotika
  • Augentropfen am besten zu 2./ wenn das Kind schläft verabreichen, ansonsten hilft Ablenkung (Fernsehen, aus dem Fenster gucken) -> Alternative: Augensalbe, kann aber genauso schwierig ans Kind zu bringen sein
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Journal Freitag, 19.5.2017

Halb Sechs durch G.s Geräuschkulisse beim Befüllen ihrer Windel geweckt worden. Schlimmes ahnend, sprang ich auf, nahm das putzmuntere und inzwischen fröhlich quietschende kleine Mädchen hoch und lief ins Wohnzimmer, um sie zu wickeln. Aber zu spät, die zwei Minuten hatten bereits gereicht- der Nacht-Body und der Schlafsack waren nicht zu retten, und G. hatte sich so gründlich eingesaut das ich sie direkt in die Wanne steckte.

Ein gelungener Start in den Tag sieht anders aus.

Aber immerhin: So müssen wir nur noch zwei Kinder am Wochenende baden.

In dem Zusammenhang: Was für ein geniales Teufelszeug ist eigentlich Gallseife? Ich hab damit noch JEDEN Fleck rausbekommen, es ist der Wahnsinn.

Langsam, sehr langsam, scheint die Situation besser zu werden. Jott war heute nicht mehr komplett ausgeknockt, und die Kinder haben zwar immer noch keinen festen Stuhl, aber es ist auch kein Durchfall mehr (Achtung; unappetitlich: Mehr so Richtung Fango-Packung). Sie schaffen es zwar immer noch, sich und ihre Klamotten komplett zu bekacken, aber die Frequenz in der das passiert ist enorm runtergegangen.

Vor allem M. müssen wir bis Montag Morgen wieder richtig gesund kriegen, damit er in die KiTa gehen kann.

J. kann robben! Sowohl vorwärts als auch rückwärts. Ich entdeckte das heute eher zufällig, als er wiederholt an anderen Stellen (weiter hinten, weiter vorne) lag als ich ihn hingelegt habe.

M. tut mir ein bisschen leid. Wir haben ihn, wie vom Arzt empfohlen, auf eine Diät bestehend aus geriebenen Apfel und Brot, Toast, Brötchen und Pizzabrötchen ohne alles (keine Zeit zum Kochen, die Lieferdienste freuts) umgestellt, und das sagt ihm eher weniger zu. Heute Vormittag erwischten wir ihn, wie der mit der Hand im Vorratsschrank nach etwas Essbarem suchte…

Morgen gibt es für ihn Nudeln ohne alles, das sollte ihm mehr zusagen.

Um ihm das Essen ein bisschen schmackhafter zu machen, kam Jott auf die großartige Idee, mit Ausstechformen Figuren in den Toast zu stechen. Das kam super an, M. aß voller Freude die verschiedenen Toast-Tiere.

Dem Putzmann haben wir abgesagt- es ist so schon schlimm trubelig in der Wohnung… Dementsprechend sieht es allerdings auch aus. Aber gut, das hat halt gerade keine so hohe Priorität.

Die Humana Heilnahrung gibt es offenbar ausschließlich im 300g-Beutel. Das entspricht ungefähr zehn Flaschen und deckt gerade mal einen Tag Zwillings-Ernährung ab… Wir haben also einen entsprechend großen Vorrat an Päckchen angelegt.

Unseren Nachbarn von oben wurde ihr Buggy aus dem Hausflur geklaut. Hoffentlich bleiben unser Buggy und der Zwillingskinderwagen an Ort und Stelle. Ist zwar beides durch die Hausrat-Versicherung gegen Diebstahl versichert, aber das wäre eine neue Baustelle die wir ungern eröffnen möchten.

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Journal Donnerstag, 18.5.2017

Die verdammten Kinder bringen das beste, aber auch das schlechteste in mir zum Vorschein. Heute eher die schlechten Seiten, vor allem Nachts und Vormittags wechselten sich Phasen von „Ich setz euch alle aus! mit „Welcher Vollidiot kam nur auf die Idee, drei Kinder und dann auch noch in so kurzem Abstand in die Welt zu setzen?“ (klaro, iche) ab. Manchmal fällt mir das liebevoll und empathisch sein sehr, sehr schwer- vor allem, wenn ich permanent angeschrien werde, müde bin, nachts zweieinhalb Stunden vom Schlafen abgehalten werde, immer alles gleichzeitig passieren muss, ich von zu vielen zu erledigenden Dingen überfordert bin und doch eigentlich Jott den Rücken freihalten möchte.

Jott hat’s schwer erwischt. Sie lag heute den ganzen Tag flach, so blass hab ich sie lange nicht mehr gesehen. Der Magen-Darm-Infekt in Verbindung mit wetterbedingten Kreislaufschwierigkeiten hat sie völlig ausgeknockt.

Nach einer äußerst unerfreulichen Nacht- die Kinder, Jotts Zustand- und einem mindestens genauso unerfreulichen Morgen- die Kinder, Jotts Zustand, meine K.o.-heit- gings ab dem Vormittag. Jott hatte nämlich bei meiner Mama um Hilfe gebeten, wir hätten das sonst nämlich nicht geschafft. Meine Mama kam dann auch superfix, und ab da wurde es besser. Ein weiteres Paar Hände genügte, um mit allen Kindern in den Hof verschwinden zu und Jott so ausruhen lassen zu können.

Der Kinder-Durchfall schafft mich. Egal wie eng die Windeln sind, an irgendeiner Stelle kommt immer was durch. Ich konnte heute bei jedem Windelwechseln auch das betroffene Kind umziehen. Dabei kam leider heraus, dass wir von den zu schnell gestiegenen Temperaturen überrascht wurden- wir haben kaum passende Sommerklamotten für die drei Kinder.

Von der Kinderärztin wurde uns heute die Humana Heilnahrung gegen Durchfall empfohlen. Also direkt auf dem Nachhauseweg vom Arzt gekauft und um 12 Uhr verfüttert. Was ich zu spät merkte: Diese Flaschennahrung ist dickflüssiger als unsere normale, d.h. aus den normalen Saugern kommt nichts raus… Also hieß es improvisieren- mit einem Messer schlitzte ich bei zwei Saugern die Öffnung etwas auf und konnte den Kindern so schnell helfen.

Ich hoffe inständig, dass es Jott morgen wieder besser geht.

Ich freu‘ mich gerad über jeden Furz, den ich lassen kann- heißt das doch, dass ich offenbar noch recht gesund bin und keinen Durchfall hab.

Was schön war: Halb Acht schliefen alle Kinder und auch Jott, ich konnte die üblichen Tagesabschlussarbeiten in völliger Ruhe erledigen.

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Journal Mittwoch, 17.5.2017

Wie wir zum ausklingenden Wochenende noch dachten „Ok, Magen-Darm, das dauert zwei Tage, spätestens Mittwoch ist der Spuk vorbei“, und jetzt ist der Mittwoch rum und zwei von drei Kindern haben immer noch Durchfall, eins von den zwei Durchfall-Kindern hat heute Abend zusätzlich noch gekotzt, und dann ist Jott schon den Tag über sehr flau und krank zu Mute, und es wird nicht besser bei ihr, ganz im Gegenteil- mitten im Zubettbringen von M. musste ich mit einem Mal übernehmen, weil sie, naja, unpässlich wurde.

Es ist, Verzeihung- und nein, das ist kein absichtlicher Wortwitz- zum Kotzen.

Vermutlich müssen wir mit den beiden noch kranken Kindern morgen also nochmal zum Arzt- eines davon ist J., und bei Säuglingen ists ja dann doch nochmal etwas kritischer als beim „großen“ M..

Offenbar müssen wir bei jeder bescheuerten Krankheit der Kinder damit rechen, eine Woche im Beruf auszufallen. Bindehautentzündung? 5 Tage. Magen-Darm? 5 Tage. Mini-Popel-Infekt? 5 Tage. Herrje, immer wenn ich im Büro wieder halbwegs im Stoff stehe und sich alles normalisiert hat, falle ich erneut aus. Wie soll das erst im nächsten Jahr werden, wenn die Zwillinge ihr erstes KiTa-Jahr beginnen und Jott wieder arbeiten muss?

Damit Jott ein bisschen Ruhe hatte, ging ich am Nachmittag mit allen Kindern in den Hof. Die Zwillinge lagen auf ihrer Decke, guckten und schliefen (J.), M. spielte im Sand und ich rotierte zwischen allen Kindern hin und her.

Lief besser als gedacht. Vielleicht machen wir das morgen wieder, wenn Jott zu sehr durchhängt.

Jott hat ihren Twitter-Account wieder gelöscht- es fraß ihr zu viel Zeit. Sehr schade. Aber ich kanns verstehen. Seit ein paar Wochen schaue ich auch bei mir etwas genauer hin und hinterfrage mein Nutzungsverhalten, und es geht schon ganz schön viel Zeit für die diversen Kanäle drauf.

Ich möchte gern die Zeit um eine Woche vordrehen können- in der Hoffnung, dass wir nächste Woche um diese Zeit alle gesund sind und uns auf das verlängerte Wochenende freuen. Jott und ich sind jetzt schon, nach fünf Krankheitstagen, mit den Nerven am Ende, und werden immer dünnhäutiger und ausgepowerter.

Zum Geburtstag bekam ich von Jott einen Fitnesstracker, der neben sportlichen Aktivitäten auch die Schlafphasen aufzeichnet. In der Nacht zu heute testete ich diese Funktion erstmals.

In der Wach-Phase zwischen 1:30 Uhr und 2:30 Uhr quengelte erst M., und dann wachten, genau als er wieder ruhig schlief, die Zwillinge auf (super Timing, ganz unironisch- quasi ein Wach-Abwasch). Insgesamt fühlte ich mich heute morgen etwas weniger zerschlagen als gestern- das kann in der kommenden Nacht gern wieder so sein.

Was schön war: Die recht ruhigen zwei Stunden im Hof- die Kinder sind halt alles Draußen-Kinder, sobald sie den Himmel sehen sind sie entspannter.