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Elternzeit 2017 Journal

Journal Freitag, 14.7.2017

G bekam im Laufe des gestrigen Abends Fieber, wohl als Reaktion auf die Impfung. Als sie kurz vor 2 Uhr aufwachte und Hunger hatte- ungewöhnlich, normalerweise schläft sie bis ~4:30 Uhr durch-, war das Fieber allerdings wieder gesunken. Vielleicht war sie deshalb so lange munter- nach der Flasche brauchte es eine Dreiviertelstunde, bis sie endlich wieder schlief.

Heute morgen bemerkte ich nur noch eine leichte Schwellung an der Einstichstelle der Impfung, ansonsten gings ihr gut.

Ich werde auch während der Elternzeit um 5 Uhr aufstehen und mich morgens allein um die Kinder kümmern. Nach der Elternzeit muss ich eh wieder früh raus, da ist eine Umgewöhnung für zwei Monate nicht sinnvoll.
Außerdem kann ich mich so in Ruhe fertig machen, die Zwillinge (hoffentlich) entspannt füttern, ihnen beim Spielen zugucken und Jott kann noch ein bisschen schlafen.

Die Reparatur der gesplitterten Rückkamera-Abdeckung war erfolgreich, die Bildqualität hat sich stark verbessert. Ohne Dreck auf der Linse werden die Fotos tatsächlich heller & schärfer, wer hätte das gedacht…

Wir besuchten heute zu fünft das Sommerfest der neuen KiTa. M brauchte ein wenig, um aufzutauen, tanzte dann aber über den Rasen, kletterte auf Klettergerüsten herum und sang lauthals zu „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ mit (<3).

Außerdem hielt er den Zwillingen- auch bekannt als miese, kleine Eisdiebe- eine Standpauke, als sie versuchten, Eis bei ihm zu schnorren („Nein G, nicht anfassen. Mein Eis!“ – „MEIN ARM“ – „Stop J“ usw. usf.).

Das wird noch lustig.

Die diesjährige Erdbeer- und Kirschsaison ist enttäuschend. Man merkt beim Essen, dass ganz viel Sonne fehlt. Drum gabs heute Kirschen aus der Türkei, die süß und aromatisch schmeckten. M war begeistert, der aß heute zum zweiten Mal Kirschen (gestern zum ersten Mal) und war ganz fasziniert von diesen neuen Früchten mit dem Stein drin.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Wir machten heute ALLE, also ALLE FÜNF, Mittagschlaf. Jott und M im Elternschlafzimmer- offenbar braucht M Mittagschlafgesellschaft-, die Zwillinge und ich im Wohnzimmer. Wie es bei Jott und M lief, weiß ich nicht, aber ich musste die Zwillinge erst einmal trennen, bevor sie einschlafen konnten. Davor krabbelten sie auf-, unter-, ineinander, kabbelten sich und versuchten, auf mich raufzukrabbeln. Also durfte die nicht ganz so müde G noch ein bisschen auf dem Boden herumrobben, während J und ich schonmal die Augen zumachten. Als G dann langsam müde wurde- J schlief zu diesem Zeitpunkt bereits ’ne halbe Stunde- schnappte ich sie mir, einschlaufschaukelte sie und legte mich anschließend zusammen mit ihr wieder zu J auf die Couch.
Eine Dreiviertelstunde konnten wir so schlafen, dann wurde G- die tagsüber sowieso nur in 20- bis 40-Minuten-Intervallen schläft- wach und verlangte nach Abwechslung.

Während ich zu Beginn der Woche erkältet war, hat es seit gestern auch Jott erwischt. Zum Glück scheints auch bei ihr ein leichter Infekt zu sein- also nichts, was ein paar über den Tag verteilte Gläser Aspirin Complex nicht richten könnten.
Der erholsame Mittagschlaf (zumindest für sie, ich fühlte mich danach eher noch k.o.-er) war da das Sahnehäubchen.

Was schön war: Beim Vormittagsspaziergang unserem DHL-Boten begegnen und dem ein Paket mitgeben können. So sparte ich mir den Weg in die Postfiliale :)

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Elternzeit 2017

Journal Donnerstag, 13.7.2017

J erzählt seit heute Nachmittag. Jott war mit den Kindern bei einer Bekannten zu Besuch, und dort soll J mittendrin einfach so begonnen haben vor sich hin zu plappern.
Vielleicht liegts ja an dem Schreck, den ihm die Katze der Bekannten einjagte- Jott erzählte, dass J da schon fast panisch reagierte (armes Baby!).

Jetzt haben wir auf jeden Fall zwei plappernde Babys im Haus- total großartig.

Wir holten heute die zweite Sechsfach-Impfung für die Zwillinge und die zweite Windpocken-Impfung für M ab. Hoffentlich vertragen sie auch die zweite Impfung so gut wie die erste.

Als ich Jotts abgelegtes S6 übernahm, war die Glasabdeckung der Rückkamera gesprungen. Die Linse war in Ordnung, und die gesplitterte Abdeckung beeinträchtige weder die Fotoqualität (ganz wichtig!) noch ging von ihr Verletzungsgefahr aus (nicht ganz so wichtig).
Weil die gestrigen 12von12-Fotos allerdings ziemlich schlimm aussahen, prüfte ich die Rückkamera nochmal und siehe da- massig Dreck auf der Linse.

Und weil ich ja nun in Elternzeit MASSIG freie Zeit zur Verfügung habe, schnappte ich mir am Nachmittag M, lief mit dem ein bisschen durch die Gegend und kam- natürlich nicht ganz zufällig- beim örtlichen Handy-Reparatur-Shop vorbei.
Morgen kann ich das S6 abholen. Hoffentlich wird die Reparatur erfolgreich sein und die Bilder wieder besser.

Wenn ich sage „Wir machen jetzt Mittagschlaf“, versteht M offenbar „Wir werden jetzt möglichst aufgedreht und aktiv“.

Immerhin schlief er dann Abends fix ein.

Was schön war: Entspanntes Arbeiten am Morgen. Zwischen 6:30 Uhr und 7:30 Uhr erledigte ich noch einigen beruflichen Kleinkram. Jott und M schliefen, die Zwillinge wippten satt und zufrieden in ihren Wippen umher und hatten glänzende Laune. So muss das.

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12 von 12

Journal Mittwoch, 12.7.2017 – #12von12 im Juli

Heute war wieder ein #12von12-Tag. Informationen zu #12von12 gibts im Blog Draußen nur Kännchen!. Dort sind auch die anderen Teilnehmer aufgelistet.

Letzter Arbeitstag vor der Elternzeit, letzter KiTa-Tag in der alten KiTa, letzter KiTa-Tag vor der Schließzeit.

Wie man auf den Bildern sieht, fuhren wir heute zu 5. in die Stadt. Ansonsten hätte ich nicht alles wegbekommen, zuviel Kram musste geschleppt werden (Kuchen für die Kollegen, Kuchen für Ms Gruppe, Geschenke für die Erzieherinnen von Ms Gruppe, der normale Ballast, den man so mit sich rumträgt…). Das war ein Heidenaufwand und super stressig. Ich freu mich, dass das in der Form und in dem Umfang wohl nicht mehr notwendig sein wird.

Im Büro lockeres Runterarbeiten. Ein paar unvorhergesehene Sachen kamen nach einem Kundentelefonat noch rein, aber nichts kritisches. Alle Projektübergaben sind gemacht, und für Notfälle haben die Kollegen meine Telefonnummer.

In der KiTa wurde Ms Abschied gebührend gefeiert (Deko, Party, Kuchen). Inwieweit er verstand/ versteht, was da vor sich ging, weiß ich nicht. Das wird die Zeit zeigen.

Abends zur völlig aufgelösten, weil übermüdeten und geschafften, Jott zurückgekehrt, zur Feier des Tages Pommes gemacht und anschließend mal M zu Bett gebracht (inklusive Weihnachtslieder-Singen, das Kind bestand darauf).

Was schön war: Nicht zusammen mit G um 4:30 Uhr aufstehen müssen. Das übernahm heute mal Jott.

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Journal

Journal Dienstag, 11.7.2017

Was für ein Tag. Vormittags erreichte Jott und mich die Zusage für die Riesen-Wohnung in Top-Lage in Friedrichshagen. 🍾

Dann allerdings rechneten wir nochmal alles im Detail durch, bekamen noch ein paar zusätzliche Informationen rein und mit einem Mal sah es nicht mehr ganz nach 🍾 aus.

Die folgenden Tabellen verdeutlichen das Dilemma ein wenig (die Zahlen entsprechen nur im Verhältnis den echten Kosten):

Kostenübersicht alte Wohnung:
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 371
Miete 663
Fixkosten gesamt 1033
Rest nach Miete 1466

Der Ist-Stand. Bombe. Für die variablen Kosten (Lebensmittel/ Drogerie/ Bekleidung Kinder/ Sprit/ Eis) ist genug Geld da.

Kostenübersicht mit Miete der neuen Wohnung
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 371
Miete 1327
Fixkosten gesamt 1698
Rest nach Miete 802

Der Soll-Stand, wenn wir die neue Wohnung mieten. Da sind bereits die weggefallenen KiTa-Gebühren für M mit einberechnet.

Die Deckung der variablen Kosten wäre gerade noch so gewährleistet.

Kostenübersicht neue Wohnung + zusätzliche KiTa-Gebühren Zwillinge
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 527
Miete 1327
 Fixkosten gesamt 1854
Rest nach Miete 646

Der Soll-Stand, wenn wir die neue Wohnung mieten und für die Zwillinge KiTa-Gebühren anfallen.

Mit den restlichen 646 Euro im Monat können wir die variablen Kosten nicht abdecken.

 

Zusätzlich müssten wir einen Kredit aufnehmen für Kaution/ Umzugsunternehmen/ Einbauküche/ minimale Wohnungseinrichtung (streichen, Dusche einbauen…). Wir gehen hier von ungefähr 10.000 Euro aus, abzustottern über 4 bis 6 Jahre.

Und mit erhöhter Miete, den Kreditkosten und einer eventuell noch nach oben korrigierten Heizkostenpauschale (Altbau, teils alte Fenster, ein nicht optimal gedämmtes angebautes Zimmer) müssen wir Abstand von dieser Wohnung nehmen- zu unsicher erscheint uns das alles.

In einem halben Jahr, wenn Jott wieder in Lohn und Brot steht, könnte die Lage wieder anders aussehen- aber das ist alles noch zu ungewiss.

Ich warte übrigens auf Post von der Elterngeldstelle- bislang kam noch nichts. Es sieht also so aus, als ob zum Beginn der Elternzeit kein Elterngeld da ist. Zum Glück habe ich noch ein paar Rücklagen.

Am vorletzten KiTa-Tag von M fand heute ein Gespräch über seine Entwicklung mit einer seiner Erzieherinnen statt. Fazit: M ist ’ne coole Socke und von der Gesamtentwicklung ein halbes bis ein Jahr seiner Zeit voraus (d.h. er kann Dinge und Sachen, die 90% der anderen Kinder erst mit zweieinhalb bzw. drei Jahren können).
Das wusste ich natürlich (natürlich!) schon. Es aber von anderen zu hören, ist sehr schön.

Was schön war: Die anschlagenden Medikamente gegen die Erkältung.

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Journal Montag, 10.7.2017

Pünktlich zur letzten Arbeitswoche stellt sich eine Erkältung ein. Um die idealerweise bereits im Keim zu ersticken, versuch ich an Schlaf rauszuholen was geht…

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 9.7.2017 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 08./09. Juli 2017 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Beide Zwillinge sind seit ein paar Tagen erkältet, das schlägt sich arg auf die Schlafqualität nieder. Die Nasen sind nämlich vor allem Nachts mal wieder bombendicht verstopft, dazu quält sie ein fieser Husten. Heute Nacht war’s besonders schlimm, gegen 4 Uhr fing G an zu husten und zu schniefen und fing irgendwann so zu weinen an, dass Jott schlussendlich mit ihr ins Wohnzimmer ging, damit sie nicht auch noch den sehr unruhig schlafenden J weckte. Der Krach hatte allerdings gereicht, Jotts Mama zu wecken, die schlussendlich G mit zu sich ins Bett nahm und Jott und mir noch ein bisschen Ruhe ermöglichte (sonst hätte ich mich erbarmt, G übernommen und Jott wieder ins Bett geschickt). G schlief zum Glück kurz darauf wieder ein.

Drum stand ich heute dann auch nicht kurz nach Fünf mit dem Wecker auf, sondern drusselte noch ein bisschen vor mich hin und schlich mich erst gegen 6 Uhr aus dem Schlafzimmer. Jott ließ ich noch ein bisschen schlafen, die ist momentan, auch mit normalen Nächten, sehr k.o. und braucht die zusätzliche Ruhe.

Vormittags nutzten Jott und ich die Anwesenheit von Jotts Mama aus: Jott stellte bei Mamikreisel Unmengen an Babyklamotten ein, ich pusselte in der Wohnung herum und kam so auf über 5000 Schritte- allein durch Kram verräumen, hier was putzen, da was putzen, usw. usf.

Nachdem die Zwillinge ihren Mittagsbrei gegessen hatten, brachen wir alle zusammen auf: Jotts Mama fuhr zurück nach Magdeburg, Jott und ich zu einer Wohnungsbesichtigung in Friedrichshagen. Die Wohnung sah in der Anzeige ziemlich gut aus, entpuppte sich bei der Besichtigung allerdings als nicht so wirklich passend für uns.

Nach der Besichtigung schaukelten wir die Zwillinge im Kinderwagen in den Schlaf und aßen bei Tresoli in der Bölschestraße (sehr zu empfehlen) Mittag. Das war total toll: Im Kinderwagen schliefen die Babys, und am Tisch daneben saßen Jott und ich und konnten ganz entspannt erzählen und essen. Selbst als erst J und wesentlich später G wach wurden, lief es gut: Beide bekamen ein bisschen Focaccia, beschäftigten sich dann damit und guckten anschließend recht entspannt in die Gegend.

Am Abend brachten meine Eltern M zurück zu uns. Es ist schön, dass er wieder da ist.

Am Abend große Erschöpfung bei Jott und mir. Daher der Versuch, frühzeitig ins Bett zu gehen.

M hat heute nach dem Zähneputzen und Abtrocknen seinen ersten 6-Wort-Satz gesagt: „Meine Hände ist noch nicht trocken“. Stimmte auch, die waren noch feucht.
In den letzten Wochen hat sich sein Sprachgebrauch unwahrscheinlich verbessert- es ist jetzt tatsächlich möglich, kleinere Gespräche mit ihm zu führen. Und seinen Willen zu formulieren gelingt ihm auch immer besser.

Noch drei Arbeitstage, dann beginnt die Elternzeit. Hurra!

Bitte gehen Sie weiter. Es gibt hier nichts zu sehen.
Da laufen Jott und ich vollgefressen mit feinster Pizza zurück nach Köpenick. G nutzt die Zeit für ein Nickerchen, J guckt aufmerksam in die Gegend und passt auf seine Schwester auf.
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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 8.7.2017

Ich nahm heut ganztägig an einem Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle teil. Das hatte ich vor ungefähr zwei Jahren schon einmal mit Jott zusammen gemacht, der heutige Kurs diente der Auffrischung. War auch ganz sinnvoll, es kann nie schaden wenn man den Ernstfall bereits durchgespielt hat. Falls mal was mit den (eigenen oder fremden) Kindern sein soll, stehe ich hoffentlich nicht paralysiert da/ laufe panisch durch die Gegend.

Die Zwillinge wurden tagsüber von Jott und ihrer Mama betreut, ich übernahm nach Heimkehr. Während ich bespielte, fütterte und zu Bett brachte, fuhren Jott und ihre Mama zu Ikea und kauften Dinge und Sachen.

Satte, zufriedene Babys am frühen Morgen. Es ist 6:11 Uhr, die beiden haben gerade ihre Flasche bekommen und schnuffeln nun, schön zugedeckt, in ihren Wippen. Der Rest der Familie schläft noch.
Nach meiner Rückkehr vom Erste-Hilfe-Kurs finde ich die Zwillinge so vor. Sieht aus wie ein Mini-Fitnessstudio für Babys.
Reicht für die nächsten zwei Jahre.

Was schön war: Nahezu reglos (lediglich eisessend), die Füße von mir streckend, auf der Couch sitzen und sinnlos TV gucken, nachdem die Zwillinge eingeschlafen waren.

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Journal Freitag, 7.7.2017

Heute vor zehn Jahren. Jott und ich warten am U-Bahnhof Turmstraße auf die Ankunft des 245ers, um zum Deutsch-Französischen Volksfest zu fahren. Wir treffen uns seit ein paar Wochen, die Dinge laufen gut, wir verstehen und mögen uns. Wir quatschen, irgendwann die naive Frage, wie unsere Situation ist, wie es denn weitergehe… Und dann stellen wir eben fest, dass wir ja jetzt doch irgendwie zusammen sind, Freund und Freundin, ein Pärchen.

Heute, vor 16 Stunden. Die Nacht war unruhig, die Kinder schliefen schlecht. Ich bin müde, Jott ist müder. Während ich die Zwillinge füttere, duscht Jott. Nach dem füttern gehe ich ins Bad, gebe Jott einen Kuss, sage „Alles Gute zum Zehnjährigen, [insert Kosename here]“, ernte verwirrte Blicke und dann ein Lächeln.

Wenns das Lächeln in erneut zehn Jahren immer noch gibt, bin ich ein glücklicher Mann.


Von Jott und den Zwillingen aus dem Büro abgeholt worden. Jott brachte Eis für die Kollegen mit, und dann stellte ich den anwesenden Team-Mitgliedern Frau und Kinder vor. Das war ganz nett mitanzusehen, ich glaube ich habe meine Teamleiterin, selbst Mama von anderthalb Kindern, noch nie so strahlen sehen.

Nächsten Mittwoch kommen die drei nochmal ins Büro, anders bekomme ich den ganzen Kram für Ms KiTa-Abschied und meinen Elternzeit-Abschied nicht in die Stadt (mit dem Auto ist keine Option).

Die Zwillinge aßen heute Mittag erstmals Nudeln, und wenn ich Jotts Aussagen richtig interpretiere, fanden sie das beide richtig, richtig toll.

… und in einem Jahr sitzen dann alle drei Kinder bei uns am Küchentisch und essen selbstständig. Das wird großartig.

Ich verstehe nicht so recht, was das Anzünden von Autos mit dem Protest gegen den G20-Gipfel zu tun hat. In diversen Videos, die momentan umhergehen, sieht man, wie selbst schrapelige Kleinwagen in Flammen aufgehen. Was soll das? Wenn ich mir vorstelle, dass unser Auto abgefackelt wird, und was da alles dran hängt… Ich habe Verständnis für friedliche Proteste gegen den Gipfel, aber nicht für die mutwillige Beschädigung von Eigentum anderer.

Wieso dauern zwei Minuten auf der Bus-Anzeigetafel selten zwei Minuten? – weshalb die elektronischen Anzeigetafeln an Bus- und Bahnhaltestellen anzeigen, was sie anzeigen, und was DAISY damit zu tun hat.

Was schön war (lange sträflich vernachlässigt, dabei gibt es doch jeden Tag mindestens einen schönen Moment, sei er auch noch so flüchtig): Abends zusammen auf der Couch sitzen und Vaiana gucken.

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Journal Donnerstag, 6.7.2017

M wurde heute wieder von meiner Mama abgeholt und wird ein verlängertes Wochenende im Brandenburgischen verbringen. Soll heißen: Wir müssen uns für die nächsten Tage nur um die Zwillinge (und uns, aber wir sind ja schon groß) kümmern. Das sollte einen Ticken einfacher sein als alle drei Kinder im Haus zu haben.
Passend dazu kommt morgen Abend Jotts Mama zu Besuch und bleibt über das Wochenende. Das kommt uns sehr gelegen: Ich nehme am Samstag an einem Erste-Hilfe-Kurs bei Kindernotfällen teil, und so ist Jott nicht allein.

Im Büro von einer heimtückischen, unter der Treppe lauernden Taube erschreckt worden. Die flog auf, als ich die Treppe zur Dachterasse hinunter ging.

Jott und ich haben unsere Wirtschaftskonto-Überweisungen umgestellt. Bislang zahlten wir jeder, abhängig vom Einkommen, eine bestimmte Summe auf das Konto ein. Dadurch behielten wir ungleiche Summen als „Restbestand“ übrig. Das haben wir zum Juli geändert: Wir behalten beide exakt die selbe Summe zur privaten Verfügung, der Rest wandert komplett auf das Wirtschaftskonto. So ists gerechter.

Die Zwillinge wachsen und wachsen. Sie sind inzwischen bei Größe 80 angekommen, hoffentlich tragen sie die wie M etwas länger.

Parallel dazu tritt M in meine Fußstapfen: Er hat ziemlich große Füße und braucht inzwischen Schuhgröße 26…

Nach der Arbeit traf ich mich auf ein Eis mit Jott in Friedrichshagen. Sie kam vom Kennenlern-Gespräch mit der Erzieherin, die die Eingewöhnung für M und die Zwillinge machen wird. Ich bin nach Jotts Erzählungen gespannt auf die Dame.

Trauriger Vorfall: Direkt beim ersten Anlecken fiel mein Eis aus der Waffel- es war nicht fest genug in die Waffel gedrückt worden. Meine Reaktion lag irgendwo zwischen „Ich betrauere laut schluchzend den Verlust“ und „Ich weine innerlich, lasse mir aber nichts anmerken“.

(Ich kaufte mir dann ein neues Eis, das ich sehr, sehr vorsichtig aß)

Im Büro heute im Feedbackgespräch sehr viel positives Feedback bekommen.

G hat offenbar Bauchschmerzen und dadurch massive Einschlaf-Probleme. Inzwischen schläft sie, aber nur in Bauchlage und nur mit Nucki im Mund. Sobald der rausfällt, weint sie. Ich bitte um gedrückte Daumen fürs Verschwinden der Bauchschmerzen und eine ruhige Nacht für uns alle.

Deine Mudda. Ganz, ganz groß, und ganz, ganz schlimm. Bislang belächelte ich Artikel à la „Die Latte-Macchiato-Mütter aus’m Prenzl’berg“ ja- auch, weil ich sie ungefähr ein Mal im Jahr mitbekomme-, aber diese Sammlung an Bösartigkeiten macht mich sprachlos.

Über Privilegien.

Privilege means that some of us have advantages over others for any number of reasons we don’t control — like who we are, where we come from, the color of our skin, or certain things that have happened in our lives.

Sollte man sich immer mal wieder ins Gedächtnis rufen. Gerade dann, wenn man urteilen möchte (ich versage da ziemlich oft drin).

Twitter, die Tage. Meine Timeline ist ein Flausch-Orkan, aber einen Schritt weiter tobt der Mob.

Feuerwehrmann Marc Pinkernell erzählt über seinen Job.

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WMDEDGT?

Journal Mittwoch, 5.7.2017 – WMDEDGT 7/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

Die Nacht ist ganz okay. Dank meiner Marotte, immer aufs Handy zu gucken wenn ich wach bin, weiß ich, wann welches Kind kam. 0:44 Uhr weint M, muss aber nicht groß beruhigt werden. 3:09 Uhr ist J wach und hat HUNGER. Während ich ihn sanft auf dem Arm wiege, bereitet Jott ihm ’ne Flasche zu und füttert ihn. 4:37 Uhr steckt G den Kopf nach oben, lässt sich aber durch einen Nuckel beruhigen. 5:09 Uhr klingelt der Wecker, den ich im Halbschlaf ausschalte. 5:24 Uhr ist G wieder wach, diesmal so richtig. Ich stehe also leise auf, schnappe mir G, Ms Babyphone und die vorbereiteten Flaschen und ziehe ins Wohnzimmer. Dort wird G gewickelt und kann dann auf der Spieldecke spielen, während ich dusche.
Danach wecke ich J und Jott, und während ich beide Babys gleichzeitig füttere (ein Hoch auf die Wippen!), duscht Jott (gut) und zieht sich an (schade).

Danach das übliche: M wecken, Frühstücken, fertig machen, Aufbruch. Wir erwischen mit Müh und Not die Bahn um 7:37 Uhr. M hat keine große Lust auf Bahnfahren und will immer auf’n Arm. Das ist doof, mir ist ein bisschen schwindelig und die Bahn wackelt heute gefühlt mehr als sonst. Also hocken wir nur an der Tür. M mosert rum, gibt sich aber damit zufrieden sich auf mein Bein setzen zu können.

Nachdem ich M ~8:30 Uhr in der KiTa abgeliefert habe, laufe ich ins Büro. Unterwegs fängt es an zu regnen. Ich bin genervt, dieser Sommer kennt bislang nur die Extreme 30°C und aufwärts oder aber Mistwetter bei 18°C. Im Büro kaufe ich mir als erstes das Die Ärze Livealbum Die Nacht der Dämonen, das Hören muntert mich ein wenig auf. Ansonsten suche ich nach Arbeit, denn momentan ist eine eher ruhige Phase- es ist gar nicht schlecht, dass ich ab Mitte der kommenden Woche in Elternzeit gehe.

10:30 Uhr findet eine Telefonkonferenz mit einem unserer Kunden statt. Wir tauschen uns über den Projektstand aus, und dann kündigt unsere Ansprechpartnerin an, dass wir uns alle mal kennen lernen sollten. Das ist erfreulich, denn es beweist uns das die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden soll. Außerdem kündige ich meine Elternzeit an und erkläre, wer mich vertreten wird. Die Nachricht wird positiv aufgenommen, wir erzählen noch ein bisschen und dann ist die TelKo auch schon vorbei.

Danach erzählt eine Kollegin von ihrem Scrum-Lehrgang. Ich find das spannend und nötige sie, dazu ein Meeting abzuhalten, in dem sie ihre Learnings unter die Leute bringt.

Zwischenzeitlich sind in unserem Ticket-System neue Bugs vom Kunden eingestellt worden. Ich prüfe, wodurch die Fehler entstanden sind, und entscheide, ob die Behebung des Fehlers kostenpflichtig für den Kunden ist oder aber kostenfrei für ihn erfolgen kann- das ist, je nach Ticket, ein recht komplexer und teils auch langwieriger Vorgang, der aber relevant für die Projekt-Budgetierung ist.

Gegen 13 Uhr folgt eine kurze Mittagspause. Der Regen und auch die Wolken haben sich verzogen, und so setze ich mich auf die Dachterrasse, esse meine Stullen, lese ein bisschen Internet und hänge nebenbei in der Service-Hotline meiner Krankenkasse. Für die furchtbare Magen-Darm-Woche im Mai hat mein Arbeitgeber trotz Krankschreibung aufs Kind mein normales Gehalt weiter gezahlt, die Krankenkasse muss also kein Krankengeld überweisen. Ich komme nicht durch und gebe irgendwann mit dem Vorsatz, es später erneut zu versuchen, auf.

Nach der Pause projektmanage ich so vor mich hin, als die Scrum-Kollegin wiederkommt und mir Kuchen mitbringt. Hurra! Den verputze ich bei einer Tasse Kaffee, und komme dann auch bei der Krankenkasse durch. Nachdem die Situation geklärt ist, erfahre ich noch nebenbei, dass ich die Kind-Krank-Meldungen auch per Mail an eine spezielle E-Mail-Adresse schicken kann und damit nicht zum Briefkasten/ zur Post laufen muss. Nochmal hurra!

Weil heute Badetag für die Kinder ist, verlasse ich das Büro etwas früher, hole M aus der KiTa ab und fahre mit ihm nach Hause. Die Bahnen sind unglaublich voll, und M hat nur Flausen im Kopf bzw. möchte gern auf den Arm. Ungünstig, wenn man sich nichtmal richtig drehen kann weil die Leute dicht an dicht stehen. Ich schaffe es aber, ihn halbwegs ruhig zu halten. Am Ostkreuz drängeln wir uns durch die Menschenmassen und erwischen die Anschluss-Bahn nach Köpenick. Die ist leerer, M und ich ergattern jeder einen Sitzplatz. Bevor M nun wieder aufdreht, durch die Bahn flitzt oder Krach macht- danach ist mir heute nicht, mir ist immer noch (oder schon wieder?) etwas schwindelig- kann ich ihn überreden, ein Buch mit mir anzugucken. Er sucht sich selbst das Grüffelo-Buch aus und fiebert auch diesmal voll mit, als der Grüffelo auftaucht- inklusive „Oh nein! Oh nein!“ und weggucken. Fuchsspieß, gezuckerte Eule, Schlangenpüree, Maus auf Butterbrot und Grüffelo-Grütze hinterlassen Eindruck bei ihm, diese Worte murmelt er auf dem Heimweg vor sich hin.

In Köpenick bestelle ich beim fahrenden Becker ein Blech Kirschkuchen mit Streuseln für meinen letzten Arbeitstag vor der Elternzeit nächste Woche. Danach laufen M und ich nach Hause und wackeln (ich) und tanzen (er) dabei vor uns hin.
Die halbe Stunde früher gehen zahlt sich aus, M und ich kommen ~17:15 Uhr zu Hause an. Wir werden von Jott, den Zwillingen und Jotts Papa erwartet. Der hat eine Weiterbildung in Berlin und kann uns daher besuchen.
Schnell baden wir alle Kinder, dann gibts ~18:30 Uhr Abendbrot. Ich bringe die Zwillinge ins Bett, dann gucken wir zusammen das Sandmännchen (#teamjanundhenry). Danach verabschiedet sich Jotts Papa. Während Jott M ins Bett bringt, räume ich die Küche auf. Als Jott bei M fertig ist- er schläft noch nicht, liegt aber im Bett und erzählt noch ein bisschen vor sich hin- besprechen wir das nötigste und dann hat jeder Freizeit. Jott guckt Greys Anatomy, ich kümmer mich um den WmDedgT?-Eintrag.