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Journal Dienstag, 11.7.2017

Was für ein Tag. Vormittags erreichte Jott und mich die Zusage für die Riesen-Wohnung in Top-Lage in Friedrichshagen. 🍾

Dann allerdings rechneten wir nochmal alles im Detail durch, bekamen noch ein paar zusätzliche Informationen rein und mit einem Mal sah es nicht mehr ganz nach 🍾 aus.

Die folgenden Tabellen verdeutlichen das Dilemma ein wenig (die Zahlen entsprechen nur im Verhältnis den echten Kosten):

Kostenübersicht alte Wohnung:
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 371
Miete 663
Fixkosten gesamt 1033
Rest nach Miete 1466

Der Ist-Stand. Bombe. Für die variablen Kosten (Lebensmittel/ Drogerie/ Bekleidung Kinder/ Sprit/ Eis) ist genug Geld da.

Kostenübersicht mit Miete der neuen Wohnung
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 371
Miete 1327
Fixkosten gesamt 1698
Rest nach Miete 802

Der Soll-Stand, wenn wir die neue Wohnung mieten. Da sind bereits die weggefallenen KiTa-Gebühren für M mit einberechnet.

Die Deckung der variablen Kosten wäre gerade noch so gewährleistet.

Kostenübersicht neue Wohnung + zusätzliche KiTa-Gebühren Zwillinge
Geldeingang Wirtschaftskonto 2500
Fixkosten ohne Miete: 527
Miete 1327
 Fixkosten gesamt 1854
Rest nach Miete 646

Der Soll-Stand, wenn wir die neue Wohnung mieten und für die Zwillinge KiTa-Gebühren anfallen.

Mit den restlichen 646 Euro im Monat können wir die variablen Kosten nicht abdecken.

 

Zusätzlich müssten wir einen Kredit aufnehmen für Kaution/ Umzugsunternehmen/ Einbauküche/ minimale Wohnungseinrichtung (streichen, Dusche einbauen…). Wir gehen hier von ungefähr 10.000 Euro aus, abzustottern über 4 bis 6 Jahre.

Und mit erhöhter Miete, den Kreditkosten und einer eventuell noch nach oben korrigierten Heizkostenpauschale (Altbau, teils alte Fenster, ein nicht optimal gedämmtes angebautes Zimmer) müssen wir Abstand von dieser Wohnung nehmen- zu unsicher erscheint uns das alles.

In einem halben Jahr, wenn Jott wieder in Lohn und Brot steht, könnte die Lage wieder anders aussehen- aber das ist alles noch zu ungewiss.

Ich warte übrigens auf Post von der Elterngeldstelle- bislang kam noch nichts. Es sieht also so aus, als ob zum Beginn der Elternzeit kein Elterngeld da ist. Zum Glück habe ich noch ein paar Rücklagen.

Am vorletzten KiTa-Tag von M fand heute ein Gespräch über seine Entwicklung mit einer seiner Erzieherinnen statt. Fazit: M ist ’ne coole Socke und von der Gesamtentwicklung ein halbes bis ein Jahr seiner Zeit voraus (d.h. er kann Dinge und Sachen, die 90% der anderen Kinder erst mit zweieinhalb bzw. drei Jahren können).
Das wusste ich natürlich (natürlich!) schon. Es aber von anderen zu hören, ist sehr schön.

Was schön war: Die anschlagenden Medikamente gegen die Erkältung.

19 Antworten auf „Journal Dienstag, 11.7.2017“

Hallo Paul ,
Habt ihr es schon mal versucht, Zuschuss für die Kita zu bekommen ? Wenigstens bis deine Frau wieder arbeitet? Wir haben hier eine ähnliche Situation wie ihr und man kann ja mal ( hier ist das Landratsamt zuständig ) anrufen und vorab fragen ob Möglichkeit besteht . Unsere Einnahmen sehen etwas wie eure aus und wir haben nur zwei Kinder in der Kita ( gleicher Abstand wie eure und 2 in Schule ). Die Kosten wurden bei uns voll übernommen bis ich mein Studium beendet habe ( hoffentlich morgen ;-)!) . Danach habe ich noch Zeit einen Job zu finden . Familie zur Hilfe haben wir nicht . Ansonsten hätten wir hier auch ein großes Problem und den Teufelskreis ohne Kita keinen Job und ohne Job keine Kita . So habe ich das auch erklärt . Dass ich ansonsten dem Staat weitaus mehr auf der Tasche liegen muss , wenn ich mein Studium nicht. Beenden kann . Und deine Frau hat Zwillinge und kann ein paar Stunden sicher brauchen damit sie psychisch stabil bleibt und sich auf die Arbeit vorbereiten kann … oder so ähnlich . Nein im Ernst, man muss etwas rum diskutieren . Aber es gibt ganz andere Leute , die das alles bezahlt bekommen und das ist es mehr als fair, wenn Familie wie ihr auch mal etwas Unterstützung bekommt . Es ist ja nicht für lange …;-)
Viel Glück euch !

Hallo und herzlich willkommen Sandra :) Wir bekommen bereits eine Geschwisterermäßigung, deswegen zahlen wir ab November für die Zwillinge nur 50 EUR pro Kind KiTa-Gebühr im Monat.
Die Zahlen in der Tabelle spiegeln nicht unsere Einnahmen wider, sondern sind im Prinzip willkürlich gewählte Werte, die lediglich in Relation zu unseren tatsächlichen Einkommen/ Ausgaben stehen.

Für etwaige andere Hilfs-Angebote verdienen wir zum Glück zu gut :)

In Berlin ist doch Kita ab 1 kostenlos ab August. Sind die Zwillinge nicht irgendwann im
Winter geboren?

Nope. In Berlin ist die KiTa für Kinder, die vom 1.1.2015 bis 30.9.2016 geboren wurden, ab 1.8.2017 beitragsfrei. Da fallen die Zwillinge noch nicht drunter :) J und G sind zum 1.8.2018 beitragsfrei.

Oha, die Rechnung ist eindeutig. Jott hat keinen Job, in den sie zurück kehren wird? Das wäre ja sonst zeitgleich mit dem Kita-Beginn der Zwillinge und daher berechenbar… Den Umzug würde ich mir dann an Ihrer Stelle ebenfalls auf jeden Fall verkneifen. Leben über die eigenen Verhältnisse ist gerade mit drei Kindern bestimmt keine gute Idee. Schon bei dem Gedanken werde ich ganz nervös.
Ich fühle ein großes „Schade!“ für Sie. Aber die nächste Wohnung kommt bestimmt.

Hab mal gerade auf twitter nachgelesen. Wenn das größte Problem die Umzugskosten sind, könnten Sie es wirklich mal mit Crowdfounden versuchen. Sie kennen ja ein paar Bloggerinnen mit enorm viel Reichweite, das könnte eventuell was bringen! Oder ist der Stand hier auf dem Blog aktueller als auf twitter, und es hapert dann doch eher an den Fixkosten?

Jott wird im Januar ins Berufsleben zurückkehren, allerdings ist da noch einiges unklar/ schwammig. Daher können wir aktuell nicht mit ihrem vollen Gehalt rechnen. Deswegen würde es, zumindest für einige Monate, an den Fixkosten knirschen, sich dann aber wieder regulieren.

Eine Crowdfunding-Kampagne zu starten widerstrebt mir. Das sollen Leute machen, die es nötiger haben als wir.

Ob Du es so nötig hast, dass ich Dir etwas geben würde, ist ja dann meine Entscheidung.

Du kannst auch ein Tauschgeschäft daraus machen. Ich würde einen Stadtspaziergang mit Dir und mit den Kids durch Berlin buchen, wenn ich das nächste Mal in der Stadt bin. Dort, wo es diese super Eissorten gibt, die Du manchmal auf Instagram postest.

Ich geb Dir dann so viel, wie es mir wert ist.

Oh! Das tut mir leid. Das klang anfangs so hübsch euphorisch. :-( Ich habe ganz offensichtlich nicht die leiseste Ahnung von Berliner Wohnpreisen, halte aber eure Überlegungen für höchst vernünftig. Kauf oder Mietkauf ist wahrscheinlich völlig illusorisch? Also das Geld statt in -hohe- Miete in Kreditraten zu stecken? Wie gesagt- ich habe keine Ahnung von Berliner Immobilien und ob es bei euch so etwas wie Wohnbauförderungen für junge Familien gibt.

Kauf in Berlin selbst ist nicht drin (es sei denn, man hat SEHR viel Glück und findet was okayes). Für die Kreditsumme, mit der wir rechnen können, kriegt man nichts gescheites mehr. Höchstens noch im Umland, aber da wirds auch langsam knapp (es sei denn, man nimmt laaaaange Fahrtwege in Kauf).

Schade um die Wohnung, aber Sie haben Recht: Wenn’s knirscht, lassen Sie die Finger weg, denn es ist immer irgendwas. Sie wollen auch mal in den Urlaub fahren, die Waschmaschine geht kaputt, drei Kinder brauchen dauernd neue Kleidung und irgendwann fast gleichzeitig Fahrräder…
Ich drücke die Daumen, dass die nächste Gelegenheit bald kommt – wir hatten in einer anderen Großstadt auch Glück, es ist also möglich! :-)

Sie wollen auch mal in den Urlaub fahren, die Waschmaschine geht kaputt, drei Kinder brauchen dauernd neue Kleidung und irgendwann fast gleichzeitig Fahrräder…

Jepp, genau das haben wir in unsere Überlegungen miteinbezogen.

Wir werden schon was finden. Oder uns etwas anderes einfallen lassen.

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