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Freitag, 24.06.2022

Geschlafen wie ein Stein. Die frische Bergluft war eine willkommene Abwechslung, die Nacht-Temperatur (paulfreundliche ~14°C) auch.


Nach dem Frühstück gings zum gemeinsamen Vormittag mit den anderen Kolleg:innen des Geschäftsbereichs. Wir fuhren mit der Seilbahn ein paar Meter den Berg hoch zu einer Zwischenstation. Dort mussten wir in ausgelosten Grüppchen verschiedene Aufgaben erfüllen (Maßkrugweitschieben, mit verbundenen Augen unter Anleitung der Teamkameraden ein Zelt aufbauen, Bierkästen stapeln uvm). War ein lustiger Zeitvertreib, ich hatte Spaß. Zwischendurch bestaunte ich die Berge, fotografierte Blumen und Wiesen, lief fröhlich durch die Gegend und unterhielt mich mit Kolleg:innen.

Nach dem Mittagessen (Kaltverpflegung, Wraps und belegte Brötchen) wollten wir eigentlich mit der Seilbahn zum Gipfel fahren. Leider stürmte es zu sehr, auf Grund der hohen Windgeschwindigkeiten von 80km/h musste die Seilbahn den Betrieb zum Gipfel aussetzen. Runter gings aber zum Glück noch– wobei wir vermutlich auch hätten laufen können, so hoch waren wir noch nicht.


Überraschte Gesichter bei vielen Kolleg:innen und mir, als wir erfuhren dass es in Österreich offenbar kein Pfandsystem gibt– unsere Plastiktrinkflaschen kamen sämtlichst in den Mülleimer. Sehr ungewohnt.


Nachmittags hatte ich mich für eine Alpenwanderung eingetragen (es gab auch noch eine E-Bike-Fahrt, einen lockeren Spaziergang zu einer Almhütte, einen Ausflug in die James-Bond-Ausstellung in Sölden und einen Klettersteig– die Wanderung holte mich am meisten ab). Mit einem Tourguide wanderten wir von 1930m Höhe (Obergurgl) zur Küppelehütte auf 2300m Höhe und anschließend wieder zurück. Das war zwar ein bisschen anstrengend- ich schnaufte so vor mich hin beim Aufstieg–, aber superschön. Ich konnte mich an der Landschaft gar nicht sattsehen. Wir liefen auf alten Haflinger-Trampelpfaden, auf denen die Bauern früher Güter transportierten. Das war für mich Flachland-Stadtkind sehr abenteuerlich, teils waren die Wege nur fußbreit und es ging knapp daneben steil den Hang hinunter. An zwei, drei Stellen nahm ich auch die Hände zu Hilfe– gerad beim Abstieg liefen wir über sehr steile Serpentinen-Wege, wo ich mich dann gern an den Steinen abstützte. Auf unserem Weg überquerten wir viele Bäche, kletterten über Steine, sahen Alpenkühe und sogar echte wilde Murmeltiere (bitte nicht lachen, ich kenn die nur aus dem Zoo), was mich umso mehr begeisterte.

Unser Guide erzählte uns viel über Fauna und Flora und die menschliche Besiedlung des Ötztals, ich lernte einiges dazu.

Nach gut dreieinhalb Stunden war die Wanderung leider schon wieder beendet. Wir tranken alle zusammen noch ein Radler in der Zirbenalm, bevor es zurück ins Hotel ging– wir mussten uns ja für die Abendveranstaltung frisch machen.


Nach duschen und kurz Füße hochlegen gings wieder zur Zirbenalm zurück. Dort fand unser Abendevent statt, geplant war ein Abendessen mit anschließender Party. Ich war guten Willens, diesmal länger zu bleiben, hielt das aber nicht so lange durch/aus– in der kleinen Hütte war es unfassbar laut, ich verstand mein eigenes Wort nicht. Nach dem Abendessen und dem ersten Cocktail (der ganz schön Bumms hatte…) nutzte ich also wieder eine ruhige Minute und verdrückte mich (noch zwei, drei solche Veranstaltungen und ich bin als der Typ bekannt, der immer einen Polnischen macht).

Während ich gegen 23 Uhr im Bett lag, kam mein Zimmernachbar G gegen 3:30 Uhr zurück- er hatte ordentlich Party gemacht und es bis zum Ende ausgehalten.

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