Kategorien
Journal

Journal Freitag, 23.8.2019

Seit längerer Zeit wieder durchgeschlafen dank ebenfalls durchschlafender Kinder. Party!

Die Kinder wurden heute von Jott und mir gemeinsam gebracht, es gab keine Tränen bei der Abgabe. Ob das eine mit dem anderen zusammenhängt, weiß ich nicht– ist aber auch egal, Hauptsache ohne Stress wieder raus.

Jott und ich hatten gemeinsam Home Office. Das lief sehr gut: Jeder saß an seinem Ende des Küchentischs, guckte auf seinen Rechner, machte Arbeitsgeräusche, murmelte gelegentlich Verwünschungen und ab und an erzählten wir einen Schnack.

Sehr angenehme Home Office Partnerin, gern wieder.

Apropos Verwünschungen: Ich rechnete die letzten Tage für diverse Wartungsprojekte Aufwände ab. Weil da einige Kunden bzw. Projekte bei waren, die ich noch nicht kannte, warf ich also einen Blick in die jeweiligen Verträge, um die Basis unserer Arbeit kennen zu lernen. Zumindest versuchte ich das, denn… Ich sag mal so: Ein 15 Jahre lang historisch gewachsenes Datenlaufwerk, das n Bearbeiter und mindestens drei Umstrukturierungen hinter sich hat, bietet nicht unbedingt die besten Rahmenbedingungen, um schnell und zuverlässig wichtige Dokumente zu finden. Pro Projekt gibt es drei bis vier verschiedene Ordner, die alle mal vor langer Zeit ihren jeweiligen Sinn und Zweck hatten. Angebote in den einen Ordner, Bestellungen und Abrechnungen in den anderen Ordner, „öffentliche“ Informationen in noch einen anderen Ordner… Nette Idee (naja, nein, meiner Meinung nach), aber mittlerweile ist das halt alles vermischt und eine einzige pain in the ass.

Was auch spannend war: Bei drei, vier Projekten sind die Vertragsbedingungen etwas, ähem, fragwürdig. Falsche Stundensätze, Bezugnahme auf gar nicht gültige andere Verträge, mehrjährige gemeinsame Zusammenarbeit OHNE vertraglichen Unterbau… Wobei: In der Projektausübung stimmt dann wieder alles (also Stundensätze, Vertragshandhabung etc.), von Kunden- und von unserer Seite aus. Es läuft also, von daher ist ja dann doch wieder alles paletti.

Trotzdem erstmal irritierend.

Ich freu mich drauf, kommende Woche wieder regulär ins Büro zu fahren. Home Office ist ganz nett, aber ausschließlich zu Hause arbeiten ist nichts für mich. Ich beweg mich zu wenig, ich komm zu wenig raus, ich krieg kaum was aus‘m Büro mit… So ein fester Büroarbeitsplatz ist doch was ganz gutes.

… Ich hab sogar schon einen Essensplan inkl. Einkaufszettel aufgestellt, damit das Mittagessen für kommende Woche sicher gestellt ist. Call me Mr. Vorausschauend.

Immer, wenn ich sowas mache, denke ich drüber nach, aktiv Meal Prepping zu betreiben. Aber ach, was sieht immer so nach Arbeit aus…

Nachmittags mit den Zwillingen eine Runde spazieren gewesen und Boote geguckt. Köpenick hat schon schöne Ecken, vor allem Richtung Wasser/Altstadt.

M wird das Wochenende mal wieder bei meinen Eltern im Brandenburgischen verbringen. Das Wochenende könnte also eventuell etwas entspannter werden mit nur zwei Kindern.

Abends gecouched. Jott schlief beim Zubettbringen der Zwillinge ein, ich zockte bestimmt eine Stunde auf‘m Handy und machte sonst NICHTS. Das war schön.

Da fällt mir noch ein Erlebnis der letzten Tage ein, das Jott und mich ratlos zurück ließ. Die Tage fragte uns eine Frau, maximal Mitte 30, nach dem Weg. Wir wussten, dass die gesuchte Ecke von Köpenick ganz woanders war, konnten das aber nicht direkt beschreiben, weil wir da nie sind. Also Smartphone gezückt, Karte aufgemacht, Adresse eingegeben und der Frau gezeigt, dass sie ‘ne halbe Stunde vom Ziel entfernt ist. Sie vollzog das dann auf ihrem Handy nach, fragte noch wie sie zur nächsten Haltestelle käme und zog von dannen.

Was ich mich bei sowas immer frage: Wozu haben die Leute ein Smartphone, wenn sie es nicht (richtig) benutzen? Als die Frau die Route nachvollzog, kamen ein paar Systemdialoge, die darauf hinwiesen das sie zum ersten Mal die Karten-App mit Standort- und Routenfunktion nutzt.
Ich verstehe das nicht. Gerade wenn man bedenkt, dass sie maximal drei, vier Jahre älter war als Jott und ich.

2 Antworten auf „Journal Freitag, 23.8.2019“

Hallo Herr Paul,
Ich neme an dass das was Sie meal prepping nennen, ist das wöchentliche Erstellen eines Essens- und dem dazu gehörigen Einkaufsplan. Kann ich nur empfehlen, ich mach das seit 2013 und es entspannt ganz ungemein. Insbesonders wenn man das Ganze als Richtlinie ansieht (so “ohne Gewähr“mäßig). Der Plan berücksichtigt saisonales und zeigt auch regelmäßig wiederkehrende Sonderangebote bei den diversen Läden.
Für mich eine ca. 30-minütige Freitagsroutine am Computer.
LG

Wir planen unser Essen auch vor :) Mit Meal Prepping meine ich eigentlich, das aufs nächste Level zu heben– d.h. möglichst viele abwechslungsreiche Gerichte so zu planen und dann vorzukochen, das mit möglichst wenig Zeitaufwand gleich vier, fünf Gerichte herauspurzeln und alle Zutaten aufgebraucht werden. Das passiert so bei uns noch nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.