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Journal Mittwoch, 7.12.2016

Als Herr Schnuffke und ich am Montag zum Ostkreuz liefen, schneite es ganz zart vor sich hin. Heute lernte ich: Das war gar kein natürlicher Schnee, sondern „nur“ Industrieschnee. Sachen gibts.
Was in dem Zusammenhang auch faszinierend: Bis gestern kannte ich Industrieschnee nicht. Dann las ich bei Frau Novemberregen drüber, und heute steht es in der BZ. Sachen gibts².

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Der heutige Arbeitsweg war ok, es hat sich ausgezahlt eine Bahn früher zu nehmen. Wir liefen 6:45 Uhr los und waren so tatsächlich noch etwas früher unterwegs als viele Schüler. Da die Anschlussbahnen auch alle relativ pünktlich kamen, waren wir tatsächlich nur ungefähr 15 Minuten länger als sonst unterwegs.

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Herr Schnuffke drängt derzeit auf Selbstständigkeit. Er möchte ganz viel selbst und allein erledigen. Es beginnt bei Kleinigkeiten wie dem Schälen von Mandarinen, setzt sich fort über das Benutzen von Treppen- da braucht er meine Hand nur noch, wenn er gerade keine Lust zum Treppensteigen hat- und endet bei der Verabreichung von Medikamenten. Als ich ihm nämlich die Augentropfen gegen die Bindehautentzündung gab, hatte ich eines Abends keine Lust auf Geschrei und Kampf und habe ihm lange und ausführlich erklärt, was es mit den Tropfen auf sich hat. Das die ihm helfen, dass das überhaupt nicht schlimm ist und ganz schnell geht. Dann hat er die Tropfen in meiner Hand angeschaut, hat sie mit ein wenig Überredung auch selbst in die Hand genommen und etwas damit gespielt. Als wir soweit waren, fragte ich ihn, ob er sich nicht selbst die Tropfen verabreichen wolle (mit ein wenig Unterstützung von Papa), und siehe da- er wollte. Es hat zwar dann noch etwas Überredungskunst benötigt, weil ihn mittendrin der Mut verließ, aber schlussendlich hat er sich die Tropfen selbst an die Augen gesetzt und ich habe mit ihm zusammen auf die Flasche ge- und somit einen Tropfen heraus gedrückt.

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Für unseren neuen Kinderwagen benötigen wir noch ein Schloss. Der Kinderwagen wird im Hausflur stehen, dort können wir ihn leider nicht an einem Haken oder einem Ständer anschließen. Da im Endeffekt jeder ins Haus reinkommt (einfach irgendwo klingeln, „Ich bins!“ oder „Die Post!“ rufen und reingelassen werden) und theoretisch mit dem Kinderwagen raus spazieren kann, sollten wir zumindest dafür sorgen das ein eventueller Diebstahl nicht zu einfach gemacht wird. Tjo, und da wirds schwierig: Was für ein Schloss nehmen wir? Ich würde ja auf eines mit VdS-Siegel zurückgreifen, allerdings sind die beiden einzigen Kettenschlösser echt schwer… Zweieinhalb Kilo sind ’ne Hausnummer. Ich muss da nochmal ’ne Nacht drüber schlafen.

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Vor kurzem bestellte ich Alepposeife. Ich war- und bin- neugierig, wie eine Seife aus Olivenöl und Lorbeeröl funktioniert, und ob sie wirklich so gut für die Haut ist (mehr Infos dazu im sehr ausführlichen Beitrag Guide: Welche Aleppo-Seife passt zu mir?). Momentan habe ich mehrere Problemchen, vielleicht verschwinden die ja durch die Seife.

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Das Eisbärenbaby im Tierpark macht Purzelbäume <3 (via Berliner Zeitung)

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Was schön war: Eine kostenlose Bolognese vom Markt- meine Stempelkarte war voll :)

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Journal Dienstag, 6.12.2016

Großer Schreck gestern Abend: Kurz nachdem ich mich hingelegt hatte, begann Herr Schnuffke mordsmäßig zu weinen und ließ sich auch kaum beruhigen- weder durch mich noch durch Jott. Wir entdeckten recht schnell den Grund: Offenbar hatte er sich an der Befestigung seiner Rausfall-Sicherung den Kopf gestoßen und dabei ein bisschen Haut abgeschürft. Das ist natürlich schlimm, wenn man im Halbdunkel mit dollen Kopfschmerzen aufwacht, die scheinbar einfach so da sind und nicht besser werden.
Nach einer guten Viertelstunde gelang es Jott, ihn zu beruhigen und ihn bei uns im Bett zum Einschlafen zu bringen.
Weil die beiden im Wechsel husteten, zog ich relativ fix ins Wohnzimmer um und war drei Sekunden nach hinlegen eingeschlafen.

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Heute Nacht war der Nikolaus da und hinterließ für jeden von uns eine Kleinigkeit in den Schuhen. Herr Schnuffke fand das am Morgen nur mäßig spannend: Nach einem schnellen Blick auf die glitzernde Verpackung seines kleinen Schoko-Nikolauses stürmte er weiter in die Küche zum Frühstück.

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Seit der letzten Woche haben wir einen neuen Stuhl für Herrn Schnuffke. Es ist ein Hauck Alpha+, der großen Anklang findet. Endlich kann Herr Schnuffke selbst auf seinen Stuhl (und auch wieder herunter) klettern, niemand muss ihn mehr heben.

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In der letzten Woche brach bei Herrn Schnuffke ein neuer Zahn durch. Diesmal unten neben den Schneidezähnen. Nun hat er oben die vier mittleren Schneidezähne, dann sowohl links als auch rechts eine Lücke und darauf folgend je einen Backenzahn, und unten die beiden mittleren Schneidezähne und links einen weiteren Schneidezahn.

Hoffentlich folgt der vierte, rechte untere Schneidezahn recht bald. Drei Zähne nebeneinander sehen sehr unsymmetrisch aus.

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Der KiTa- und Arbeitsweg gestaltete sich heute nicht ganz so schlimm wie gestern. Wir fuhren mit der Straßenbahn bis zum S-Bahnhof Adlershof, nutzten ab da die S-Bahn bis Tempelhof und stiegen dort in die U-Bahn um. Immer noch eine ziemliche Odyssee, immer noch alles überfüllt, aber wir waren nur rund 20 Minuten länger als sonst unterwegs.
Morgen nehmen wir eine Straßenbahn früher, dadurch fahren wir hoffentlich vor den Schülern, die zur nullten oder ersten Stunde in der Schule sein müssen.

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Am Abend planten Jott und ich die Geburt, die Kinderbetreuung, den Großelterneinsatz, die Weihnachtstage und den Wechsel ins neue Jahr. Immer für unterschiedliche Szenarien- wir wissen ja nicht, wann die Zwillinge zur Welt kommen und auf welche Art.
Wir sind jetzt etwas besser vorbereitet, in den kommenden Tagen wird die Verwandtschaft final eingewiesen.

Beim ersten Kind war das irgendwie einfacher.

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Was schön war: Auf dem Heimweg supergut durchzukommen. Alles in einem Rutsch, quasi, und sogar noch etwas fixer als heute morgen.

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Journal Freitag, 2.12.2016

Im Büro präsentierten ein Kollege und ich heute dem gesamten Team unsere Optimierungen an mehreren Prozessen, die wir uns in den letzten Wochen ausgedacht und in enger Abstimmung mit vielen Beteiligten verfeinert hatten. Ich war davor etwas nervös, denn Neuerungen sind ja immer so eine Sache. Nach der Präsentation gab es aber viel positives Feedback und eine rege Diskussion im Team, wir konnten genau die Punkte, an denen der Kollege und ich noch nicht hundertprozentig zufrieden waren, zur Zufriedenheit aller festzurren.
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die neuen Prozesse sich in der Praxis bewähren.

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Herr Schnuffkes Bindehautentzündung ist offenbar überstanden. Meine Mama berichtete heute fröhlich, dass erstmals seit gut zwei Wochen beide Augen wieder klar waren. Die Augensalbe scheint also besser anzuschlagen als die Augentropfen. Wir werden sie zur Sicherheit noch ein paar Tage weiter auftragen und dadurch hoffentlich ausschließen, dass die Bindehautentzündung wiederkehrt.

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Das überlebende Eisbärbaby im Berliner Tierpark wächst und gedeiht. Das sind gute Nachrichten, ich hoffe ja ihm mit drei Kindern im Frühjahr 2017 einen Besuch abstatten zu können.

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Als Prügel zur Schule gehörten – Ein Artikel über Schule in den 50er. Seitdem hat sich einiges getan- zum Glück.

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Oben und unten – Über Perspektiven.

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Was schön war: Den Abend mit Jott couchen und bei „Küss den Frosch“ mit den Zehen im Takt wackeln zu „Ganz nah dran“ (Almost there).

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Journal Donnerstag, 1.12.2016

Der Trockner ist da, Jott und ich sind unangemessen stark begeistert.
Trockner
Jott wusch direkt nach Aufbau eine Ladung 60°-Wäsche (Socken, Unterwäsche, Bettwäsche), stopfte sie danach in den Trockner und freute sich. Ich mich auch.
Etwas schockiert waren wir lediglich, als wir das Flusensieb des Trockners nach dem ersten Durchgang direkt ausleeren konnten- es war übervoll.

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Einerseits vermisse ich Herrn Schnuffke sehr, andererseits genieße ich es, beim nachmittäglichen Arbeiten nicht zwangsläufig auf die Zeit achten zu müssen. Auch das Lesen in der Bahn ist schön, mein Feedreader hat schon lange nicht mehr so wenige ungelesene Beiträge angezeigt.
Ab Sonntag ist das Kind wieder da, ich freu mich jedenfalls jetzt schon drauf.

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Die nächste Woche wird vom Arbeitsweg her anstrengend. Die Bahn nimmt auf der Strecke der S3 bzw. den daneben verlaufenden Gleisen der Regionalbahn ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb, deswegen fährt die S3 die gesamte kommende Woche nicht zwischen Köpenick und Ostkreuz. Der Ersatz-Busverkehr soll ungefähr eine halbe Stunde für die Strecke brauchen, das ist meiner Erfahrung nach gerade im Berufsverkehr etwas wenig.
Ich werd mir das mit Herrn Schnuffke am Montag mal angucken und ansonsten vermutlich auf die Straßenbahn ausweichen und über Adlershof oder Schöneweide fahren.

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Mein Körper schaltet auf Wintermodus um und unterstreicht das mit Heißhungerattacken auf Fleisch, fettiges und kalorienreiches. Jetzt heißt es durchhalten bis zur normalen Weihnachtsfresserei.

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Ich kaufte heute ein günstiges Mono-Headset von Panasonic. Alles ist besser als weiterhin verrenkt beim Telefonieren tippen zu müssen.

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Mir gefallen die Monats-Start-Beiträge von Carola. Drum überlege ich mal, was bei mir so im Dezember ansteht.

Im Dezember werde ich…

  • … höchstwahrscheinlich Vater von Zwillingen werden (ins neue Jahr wird Jott sie vermutlich nicht mitnehmen)
  • … Weihnachten vermutlich zu fünft feiern
  • … hoffentlich an der Firmenweihnachtsfeier teilnehmen
  • … mich mit vielen langjährigen Bekannten zum Adventsessen treffen
  • … vor Silvester aus Berlin flüchten
  • … Herrn Schnuffke die Weihnachtsgeschichte vorlesen
  • … Geschenke für Jott kaufen
  • … Nikolaus für Jott und Herrn Schnuffke sein
  • … zusammen mit Jott alles für eine ruhige und besinnliche Zeit zwischen den Jahren vorbereiten
  • …. mich um Geschenke für Januar-Geburtstagskinder im Bekanntenkreis kümmern
  • … Weihnachten relativ ungeplant auf mich zukommen lassen- derzeit wissen wir schlicht nicht, wie die Festtage ablaufen werden. Das ist ein Novum.
  • … den üblichen Jahres-End-Koller hoffentlich nicht aufkommen lassen.

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Eine deutsche Mittelschichtsfamilie hat folglich derzeit kaum eine Chance, selbst wenn sie sehr sparsam lebt, aus eigener Kraft ein Haus oder eine Wohnung in mittelguter Lage in einer der großen deutschen Städte zu kaufen. Es sei denn, sie gewinnt a: im Lotto, b: gründet ein Start-up und verkauft es sehr gewinnbringend oder c: sie erbt.

Unsere Hoffnungen liegen auf dem Lottogewinn. Der eventuell geplante Eigenheimzuschuss (mit drei Kindern könnten wir tatsächlich 20.000 Euro beanspruchen…) würde, genau wie in der Beispielrechnung, nur einen minimalen Bruchteil der tatsächlichen Kosten decken.

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Was schön war: Viel mit Jott erzählen. Es ist ja doch etwas ruhiger gerade.

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Journal Mittwoch, 30.11.2016

Ich telefoniere im Büro recht häufig und muss mir nebenbei des Öfteren Notizen machen. Das geschieht direkt am Rechner, weil ich so direkt in meine ToDo-Liste/ ein Ticket-System/ das Firmenwiki/ die Notizapp reinschreiben kann. Bislang klemmte ich mir dazu das Telefon zwischen Ohr und Schulter und tippte halb verrenkt mehr schlecht als recht.

Dieser Zustand sollte ein Ende haben, und so suchte ich heute Abend nach einem Headset. Mein Wunschgerät erfüllt die folgenden Kriterien:

  • Verwendung mit DECT-Telefon möglich, d.h. EINEN 2,5mm-Klinken-Anschluss. Notfalls auch EINEN 3,5mm Klinken-Anschluss, dann bräuchte ich einen zusätzlichen Adapter.
  • Kein separater Mikrofon-/ Kopfhörer-Klinkenstecker
  • Bügel-Halterung, nix In Ear oder Nackenbügel
  • Stereo (beide Ohren), damit ich im Großraumbüro nicht ein Ohr zuhalten muss
  • Idealerweise mit Noise Canceling
  • Vernünftiger Preis, ich dachte an ~50 Euro (die Schmerzgrenze wären ~70 Euro für ein Gerät, das ALLES kann)
  • Kein China-Indien-NoName-Hersteller

Eigentlich ging ich davon aus, dass das kein Problem sei. Ich meine, hey, ein Büroheadset eben. Das kann ja nicht so kompliziert sein.

Nachdem ich eine Weile suchte, wurde mir klar, dass es doch kompliziert ist. Es gibt nämlich meinen Recherchen zu Folge schlichtweg keine bezahlbaren Büroheadsets, die das können was ich möchte. Nur schweineteure Profi-Geräte ab ~150 Euro- und das ist mir dann doch etwas zu viel (ich rechne nicht damit, das Geld vom Arbeitgeber wiederzubekommen).

Nun heißt es, Abstriche machen…

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Die beste Entscheidung der beiden vergangenen Tage war das Anziehen von langen Unterhosen. Es ist doch etwas frisch geworden?

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Jott war heute beim Frauenarzt. Die Zwillinge sind ordentlich groß und schwer geworden:
SIE: ~48cm, ~2500g
ER: ~49cm, ~2700g
Es geht ihnen gut, sie liegen weiterhin richtig und gucken sich an.

Am kommenden Montag findet die Geburtsplanung statt, in der Jott auf eine Geburts-Einleitung um die 38. Woche herum insistieren wird (außer, der Krankenhaus-Ultraschall entspricht wider Erwarten nicht den bisherigen Messungen und die Zwillinge sind doch noch itzibitzi miniklein und brauchen noch Zeit). Die Beschwerden werden allmählich zu groß- angefangen beim nicht mehr lange schlafen können über nicht mehr liegen/ sitzen/ stehen können bis hin zu Problemen beim Anziehen von Hosen, Strümpfen und Schuhen…

Wenn also alles nach Plan verläuft, sind wir noch ungefähr zweieinhalb Wochen zu Dritt. Das ist irgendwie merkwürdig.

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Derzeit liste ich im Büro meine Aufgaben auf. Nicht die theoretischen laut Jobbeschreibung, sondern die tatsächlichen. Zumindest versuche ich es, denn das ist ziemlich schön schwer. Ich bin zwar den ganzen Tag im Büro und arbeite, aber beim Um- und Beschreiben dieser Tätigkeiten tue ich mich schwer- zumindest mit einigen. Am einfachstes ist es noch, zu beschreiben was ich als technischer Ansprechpartner für die Kunden leiste, oder was ich als Entwickler mache. Aber ansonsten? Wie beschreibe ich die Mischung aus „Augen und Ohren offen halten, Sachen wissen, Probleme (mit Lösungsvorschlag) an die richtigen Leute herantragen, Informationen filtern/ verarbeiten/ weitergeben, Abläufe optimieren, Terminierungen eintakten“?

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Heute Abend gab es Nuckelsuppe.

Nuckelsuppe

Vorbereitungen auf und für die Zwillinge.

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Irgendwo™ im Internet stieß ich vor kurzem auf 40 Stunden. Auf der Seite werden Interviews mit Leuten zu ihren Berufen geführt. Bislang war jedes Interview, das ich gelesen habe, superspannend und interessant und teilweise auch lehrreich (beispielsweise mit Pfarrerin Johanna Thode, das hat bei mir einen Aha-Effekt ausgelöst).
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Interview mit Undine de Rivière (Domina) und Ralph Mundt (Müllmann). Da schwingt bei beiden, obwohl sie grundverschiedene Jobs haben, so eine Zufriedenheit mit durch- das beides so komplett und total in Ordnung ist. Und das in Berufen, die für mich gar nicht so „normal“ wirkten (das verrät vermutlich einiges über mich).

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Was schön war: Ganz viel im Internet lesen.

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Journal Dienstag, 29.11.2016

Auf dem Arbeitsweg das wunderschöne Licht der Morgendämmerung bewundert, in einem ersten Gedanken daran gedacht, dass es gut wäre eine anständige Kamera dabei zu haben und in einem zweiten, dass das der Fall ist- ich hatte vergessen, die Kamera nach dem Wochenende aus dem Rucksack zu nehmen.

So ergab sich die Chance, morgens ein paar Schnappschüsse zu machen.
Fernsehturm

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The struggle is real: Jotts Oberteile haben kapituliert. Der Zwillingsbabybauch ist zu groß. Nachdem wir uns gestern vor Saturn begrüßt hatten, waren ihre ersten Worte die Bitte, doch mal ihr Oberteil kräftig nach unten zu ziehen. Ihre Arme seien zu kurz und kämen nicht mehr bis ganz unter den Bauch…

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Herr Schnuffke war heute beim Arzt. Er hat tatsächlich nur eine Bindehautentzündung. Laut Ärztin wird die durch seine Dauererkältung beeinflusst, zusätzlich hat er sich vermutlich beim Augenreiben nochmals infiziert. Unschön.
Statt Augentropfen, die nicht gewirkt zu haben scheinen, bekam er Augensalbe und Nasentropfen verschrieben, und soll die Woche noch nicht in die KiTa gehen.

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Kaum hat man Morgens und Abends in der Bahn Zeit zum Lesen, schon nimmt die Anzahl der ungelesenen Einträge im Feedreader drastisch ab. Irre.

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Schreck am Abend: Jott berichtete von periodisch wiederkehrenden Rückenschmerzen und einem komischen Allgemeingefühl. Ich war mental sofort bei „DIE ZWILLINGE KOMMEN“. Bis jetzt ist allerdings noch nichts passiert, und Jott hat auch keine Rückenschmerzen mehr. Puh. Etwas Zeit können sich die Zwillinge ruhig noch lassen.

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Auf columbuseye.uni-bonn.de/live/ werden in Echtzeit Bilder von der die Erde überfliegenden ISS gestreamt.

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Über Anarchosyndikalismus, die Mehrheitsgesellschaft, Alternativen und irgendwie auch Rotwein schreibt der Kiezneurotiker und trifft dabei einen wunden Punkt. Denn die Welt verbessere ich im Beruf nichtmal ansatzweise, eher im Gegenteil… Aber immerhin kann ich dank des Berufs arschteuren Kaffee kaufen und so ein wenig die Menschen unterstützen (oder mir das zumindest einreden), die an einer besseren Welt arbeiten.

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Was schön war: Das 2014er-Weihnachtskonzert des Kings College Choir anzuhören. Erwähnte ich, dass ich Weihnachtslieder mag?

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Journal Montag, 28.11.2016

Habemus Trockner! Jott und ich trafen uns heute nach der Arbeit vor der Köpenicker Saturn-Filiale, legten uns eine Mini-Strategie zurecht, wendeten die an und erwarben unser Wunschmodell samt Transport und Installation nochmals reduziert. Hurra!
Am Donnerstag wird der Trockner geliefert, wir freuen uns auf die erste Fuhre Wäsche, die trocknerweich aus der Maschine kommt.

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Endlich wieder Weihnachtslieder! Seit letzten Freitag schwirrte mir Hark! The Herald Angels sing als Ohrwurm im Kopf herum, am Sonntag kam Oh Holy Night hinzu. Und da die Adventszeit nun offiziell begonnen hat, kann ich spöttisch-fragende Blicke von Jott ignorieren und weiter Weihnachtslieder vor mich hin summen.

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Am vergangenen Samstag kam endlich jemand, um das leckende Wasserrohr in unserem Keller abzudichten. Der ganze Vorgang hatte sich gezogen, weil die Sachlage kompliziert war: Die Eigentümerin des Hauses hatte im Sommer des vergangenen Jahres an der Hausverwaltung vorbei eine Firma beauftragt, Geschäftsräume im Erdgeschoss in Wohnraum umzuwandeln. Im Zuge dessen wurden neue Abwasserrohre im Keller verlegt.
Bei einem dieser Abwasserrohre war eine Dichtung falsch herum gesetzt- fragen Sie nicht-, und das führte dazu das ein und ein Viertel Jahr später mit einem Mal das Dusch-Abwasser der Nachbarn unter uns in unseren Keller lief (zum Glück war es die Dusche und nicht das Klo- so roch es immer nett nach Shampoo).
Weil der damals tätigen Firma wohl das Recht auf Nachbesserungen zugebilligt werden musste, die sich aber nicht meldeten, und die Hausverwaltung nicht involviert war, passierte eine ganze Weile nichts. Ich musste erst ein wenig beim Hausmeister drängeln, bevor der Haus- und Hof-Sanitärbetrieb eingreifen durfte. Und eben das passierte am vergangenen Samstag.

Für ein Kinderbett war es da allerdings schon zu spät- das hatte einen Tag lang in der Wasserpfütze gestanden, bevor wir über das laufende Wasser informiert wurden und es retten konnten. Die Beine waren da schon aufgequollen, nachdem ich es in Sicherheit gebracht hatte bildete sich in den feuchten Stellen Schimmel. Das wird uns die Hausverwaltung ersetzen müssen…

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Ich betrieb die letzten Tage ein wenig Frustshopping und habe nun ein Bartöl, Beard Balm, eine Wildschweinborstenbartbürste (was für ein wunderschönes Wort!) und Nagelhautcreme (die ist bei mir immer trocken und lädt dadurch zum Herumfitzeln und -pulen ein).
Vor allem in Bartöl, Beard Balm und Wildschweinborstenbartbürste setze ich große Hoffnungen: Vielleicht wird der Bart mit regelmäßiger Anwendung mal nicht-struppig, sondern geschmeidig und glatt. Die Testphase starte ich nach dem Scheren Stutzen morgen früh.

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Herr Schnuffke entspannt sich bei meinen Eltern. Leider ist keine Besserung der Augen in Sicht, daher wird meine Mama morgen zu meiner ehemaligen Kinderärztin gehen und ihn untersuchen lassen. Mal schauen, was die rausfindet.
Ich mache mir jedenfalls Sorgen, dass wir dem Kind zu viel zumuten (lange Fahrtzeiten zur und von der KiTa, lange Zeit in der KiTa, nicht genügend Zeit zur Stressverarbeitung) und es das durch diese Bindehautentzündung kompensiert.

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Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil meine Mama eingesprungen ist und das kranke Kind betreut, während ich im Büro bin. Ich sollte mich doch um das kleine kranke Mäuschen kümmern…

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Mein Tag startete heute morgen wie zu Ausbildungszeiten: Mit einer gut 90-minütigen Bahnfahrt nach Berlin rein. Es ist fast zehn Jahre her, dass ich diese Fahrten regelmäßig auf mich nahm, aber die Pendler-Bahn-Atmosphäre ist immer noch die selbe: Gespenstisch still für so viele Menschen, alle sind mit ihren Zeitungen/ Büchern/ elektronischen Endgeräten (da hat sich die Zahl sehr zugunsten letzterer verschoben in den letzten zehn Jahren) beschäftigt.
Ich genoss die ruhige Fahrt ohne Umsteigen sehr und las meinen Feedreader beinahe leer.

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Was schön war: Wieder bei Jott sein.

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Journal Freitag, 25.11.2016

23:54 Uhr, ich arbeite seit gut zweieinhalb Stunden im Home Office. Selten war ein Feierabend und das Bett wohler verdient als heute.

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Journal Donnerstag, 24.11.2016

Noch vier Wochen bis Weihnachten. Herrje. So langsam sollte ich mir Gedanken machen, was ich Jott schenke- von meinem Hinweis, dass sie ja zwei wunderbare Kinder von mir austragen darf, hat sie sich wenig beeindruckt gezeigt.

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Herr Schnuffke schlief zum ersten Mal seit Wochen in seinem Bett die Nacht durch. Vermutlich müssen wir von diesem Wunder eine ganze Weile zehren, bis es wieder vorkommt.

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Heute morgen schien die Bindehautentzündung besiegt zu sein. Beide Augen waren normalfarbig, nur minimal verklebt und nicht mehr verquollen. Wir frohlockten und fuhren guten Mutes zur KiTa/ ins Büro.

Kurz nach 11 Uhr dann der Anruf: Bitte abholen, Herr Schnuffke habe verklebte Augen, Durchfall und sei allgemein nicht auf’m Damm- er habe nichtmal mit seiner Lieblingsfreundin* gespielt!

Mhm ja. In den Augen war tatsächlich etwas Sekret, sie waren auch etwas geröteter. Der Rest… Naja. Ich vermute, Herr Schnuffke war nach der langen Zeit allein mit Jott und mir etwas überfordert von seiner KiTa-Gruppe. Als ich ihn nämlich nach dem KiTa-Mittagessen abholte, war er supergut gelaunt und fröhlich, wenngleich etwas müde. Er schlief dann auch in der Bahn ein und ließ sich zu Hause aus dem Buggy heraus in sein Bett legen (der Tag ist im Kalender angekreuzt, ja).

* Die Gruppenjüngste. Wohl ein superfröhliches Kind, alle Kinder mögen sie. Sobald Herr Schnuffke die KiTa sieht, sagt er ihren Namen.

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Am Nachmittag liefen wir wieder zum Arzt. Diesmal wurde ein Augen-Abstrich gemacht, dessen Ergebnis uns am Montag mitgeteilt wird. Ich ließ mir vorsorglich schon einmal eine Gesundschreibung für die KiTa geben, ich rechne nämlich damit das die Bindehautentzündung über das Wochenende vollends verschwinden wird.

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Nach dem Arztbesuch spazierten wir durch das Märchenviertel zurück, guckten Bagger (Herr Schnuffke) und Häuser (ich) an und machten allerlei Faxen (Herr Schnuffke, ich). Als das Kind keine Lust auf Laufen mehr hatte, setze ich es mir auf die Schultern und merkte nach ein paar Minuten nur noch, wie Herr Schnuffke sanft von links nach rechts und zurück schwankte- er döste da oben.

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Mit dem Büro habe ich die Regelung getroffen, dass ich mich für den angebrochenen heutigen Tag nicht aufs Kind krank schreiben lasse, sondern erst morgen. Die fehlenden Stunden für den heutigen Tag arbeite ich einfach Abends/ ganz früh morgens raus. Stundenweises Home Office.

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Die Hausverwaltung hat uns schon wieder eine Mieterhöhung geschickt. Im Anschreiben der gleiche Wortlaut wie beim letzten Mal.

Morgen geht unsere Antwort- diesmal als Einschreiben mit Rückschein- raus… Mal gucken, was passiert.

Von Nachbarn von uns, deren Miete vor kurzem auch erhöht wurde, erfuhren wir, dass die Eigentümerin von den Mieteinnahmen wohl die Pflegekosten ihrer Mutter bezahlen muss. Deshalb habe sie die Hausverwaltung wohl angewiesen, soviel wie möglich aus dem Haus zu holen…

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Was schön war: Der Spaziergang mit Herr Schnuffke.

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Journal Mittwoch, 23.11.2016

Herr Schnuffke und ich blieben auch heute noch zu Hause. Das linke Auge war noch ziemlich lädiert. Im Laufe des Tages besserte sich das etwas, die regelmäßige Verabreichung von Augentropfen zeigt Wirkung.
Morgen geht er wieder in die KiTa und ich kann mich im Büro erholen.

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Nachdem die erste Tageshälfte katastrophal verlief (sowohl Herr Schnuffke als auch ich schliefen die Nacht nicht so viel, deswegen waren wir am Vormittag beide sehr schlecht drauf), wurde der Tag nach dem (Vor-)Mittagschlaf des Kindes besser. Wir sangen viel zusammen- auch mit Jott-, spazierten wie an den vergangenen Tagen lang und ausgiebig durch die Mittelheide und pflegten das entzündete linke Auge.

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Was schön war: Beim Abendessen zu dritt in wechselnder Besetzung Mah Nà Mah Nà singen. Herr Schnuffke war voll dabei und ging voll ab.