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Journal Freitag, 10.2.2017

Weil ich J. gestern Nacht partout nicht beruhigen und zum Schlafen bringen konnte, übergab ich ihn gegen viertel Eins an Jott. Das ist nämlich unser Deal- wenn wir nicht weiterkommen, spannen wir den anderen ein. Wir sind ja eine kleine Herde und niemand muss allein klarkommen. Bei, oder genauer, auf Jott schlief er dann wohl recht bald ein.

M., Jott und ich haben ein Lied: Zur Melodie von You Don’t Win Friends With Salad singen wir „KiTa KiTa KiTa“, immer wieder und wieder, und hampeln dabei herum. M. ist davon hingerissen und singt inzwischen halbwegs melodie-sicher mit.

Überhaupt, so langsam weiß er wohl, was singen ist- „Grün sind alle meine Kleider“ (das singen wir oft) und das Sandmann-Lied kann er schon sehr gut mitsingen.

Nach der KiTa gings mit G. zum Kinderarzt. Die Nägel ihrer großen Zehen wachsen ins Fleisch, nicht nur ein bisschen sondern so richtig. D.h. ihre großen Zehen sind vorn verschorft und gnubbelig und so toll findet sie es auch nicht, wenn man sie anfasst.
Außerdem holte ich eine Überweisung für Physiotherapie/ Osteopathie für die Zwillinge ab und leierte die Ausstellung eines Attests für die Schrei-Ambulanz an. Das können wir am Dienstag abholen.

Jott und ich gaben heute einigen Passanten was zum Gucken: Zur KiTa hatte mich J. in der Trage begleitet, zum Arzt musste ich aber mit G.. Also trafen uns Jott und ich, tauschten die Kinder, und gingen wieder getrennter Wege.

Der nächste Schrei-Ambulanz-Termin wird am Montag stattfinden. Ohne mich, ich werde Arbeiten gehen- für Jott ist ja gesorgt, ihr Bruder kommt vorbei. Weitere Termine lassen sich hoffentlich mit der Arbeitszeit und M.s KiTa vereinbaren.

Der Putzmann (gibt es ein besseres Wort dafür?) war heute wieder da, die Wohnung glänzt. Jott und ich haben beschlossen, dass wir den weiter beschäftigen werden. Die Familienpflegerin soll sich nämlich nicht um den Haushalt kümmern, sondern Jott die Kinder für ein paar Stunden abnehmen und ihr ein bisschen Ruhe gewähren.

Jott telefonierte heute gefühlt 100 Anbieter für Haushaltshilfen/ Familienpflege an und niemand, wirklich NIEMAND in ganz Berlin hat derzeit Kapazitäten. Wir könnten nun also jemanden beschäftigen, finden aber niemanden (schon seit einiger Zeit, Jott ruft nicht erst seit gestern an). Es ist eine ungünstige Kombination aus Köpenick (so weit raus fährt nicht jeder), Grippe- und Erkältungszeit (hohe Krankenstände) und dem Zeit-Kontingent von 4 Stunden am Tag/ 5 Tage die Woche (macht wohl auch nicht jeder mit, keine Ahnung warum).
Am Montag rufen wir nochmal „unsere“ Sozialarbeiterin vom KJGD an, vielleicht hat die noch Ideen.

Ganz was anderes: Seitdem ich meine Hände ausschließlich mit der Alepposeife wasche, benötige ich keine Handcreme mehr. Scheint was dran zu sein an der Rückfettung.

Was schön war: Weil die Zwillinge überraschend seit 17 Uhr schliefen, konnte ich Chicorée-Salat zubereiten und in Ruhe essen, ein Stündchen baden gehen und sogar noch ein wenig im Internet rumsurfen. Toll.

10 Antworten auf „Journal Freitag, 10.2.2017“

Die Osteopathie hat bei uns damals aus der nie schlafenden, unzufriedenen und immer schreienden Großen innerhalb einer halben Stunde (ok, plus zwei/drei angekündigte Übergangshorrortage) ein nicht mehr schreiendes Baby gemacht – immer noch nur das nötigste schlafend (das hat sich bis heute, 14 Jahre später, im Übrigen nicht geändert!) aber in der wachen Zeit ist sie seither immerhin umgänglich und meist zufrieden ;-)
Ich drücke alle Daumen!
LG Tina

Hallo & herzlich willkommen Tina! Auf den selben Effekt hoffen wir auch. Zumindest ein bisschen. Laut Kinderärztin liegen bei beiden kleine Blockaden vor, ggf. wird ja einiges besser wenn die gelöst wurden.

Mich würde mal interessieren, was die Ärztin zu den eingewachsenen Zehen gesagt hat bzw. was man da tun kann. Mein Jüngster hat das auch, allerdings noch nicht so soll und wir sollen vorerst nur mit Desinfektionsspray behandeln…
Ansonsten Gratulation zur glänzenden Wohnung, Putzhilfen sind was Tolles, nur schade, dass die Wirkung immer nur so kurz anhält ;)
Mamamaj

Sinngemäß sagte sie, dass das recht normal ist. Wir sollen die Füße baden und danach, wenn die Haut schön weich ist, sie nach außen wegmassieren. Zusätzlich gab es eine antibakterielle Lösung, um Infektionen zu verhindern, die sollen wir nach der Massage auftragen. Und die Zehennägel sollen wir lang wachsen lassen und, ebenfalls wenn sie weich sind, ein bisschen so „hinbiegen“, dass sie nicht in die wunden Stellen pieken (nach Möglichkeit).

Zu den Zehen: unser Putz (mittlerweile 2 jährig) hatte das auch als er ein paar Wochen alt war. Sah aus, als wären die Zehennägel plötzlich eingewachsen. Wir sollten laut unsrer Kinderärztin ein paar Tage lang Fußbäder mit Betaisodona Lösung machen. Davon ging die Entzündung weg. Was aber wirklich half, war, dass wir dem Kindchen die Strumpfhosen seitdem konsequent nur noch umgedreht anzogen. Also Innenseite nach außen. Diese Kettelnaht zwischen Zehen und Rist drückte nämlich. Übrigens bei allen nur irgendwo verfügbaren Strumpfhose unterschiedlichster Erzeuger. Bis heute ziehen wir dem Kind die Strumpfhosen nur so an. Wenn in der KITA wer unsren „Fehler“ korrigiert, rächt sich das sofort mit Druckstellen/Entzündung.
Vielleicht lässt es sich bei euch such so relativ einfach in den Griff bekommen.

Alles Gute auch sonst!

Guten Abend!
Beim Lesen dieses Blog-Artikels (http://www.2kindchaos.com/high-need/12-kriterien-high-need-dr-sears) zu so genannten High Need-Babys musste ich an euch bzw. die Beschreibungen eurer Zwillinge denken…am Ende sind´s vielleicht einfach nur Babys, die sich sehr schweren Herzens von der gebärmütterlichen Rundumversorgung mit Nahrung, Wärme, Enge und all dem verabschieden.
Und noch einen Gedanken zu einem Post von vor ein paar Tagen hatte ich: ihr seid nicht zartbesaitet, sondern wohl eher hartgesotten und sehr stark, glaube ich. Denn andere Zwillingseltern haben vielleicht keine weiteren oder schon ältere Geschwisterkinder, Großeltern, Tanten, Onkel im gleichen Haus, Job auf Eis gelegt oder schlicht keinen Kanal in die Öffentlichkeit, so dass man von deren ebenso vollgepacktem Alltag was mitbekommen würde.
Viele Grüße von einer mitfühlenden Leserin, die vor Kurzem Aleppo-Haarseife für sich entdeckt hat

Das kann gut sein, dass den Babys die- auch kaiserschnittbedingte- Umstellung schwer fällt. Wir hoffen trotzdem, dass sie sich so langsam an „unsere“ Welt gewöhnen und es leichter wird :)

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Aleppo-Haarseife? Die wollte ich auch mal ausprobieren.

Hallo! Vorrangig aus ökologischen Gründen (weniger Plastikverpackungen im Bad) hab ich mir die zugelegt, dann auch wegen der Inhaltsstoffe (übersichtlich, weniger als sonst oft, kein Erdbeer- oder sonstiges künstliches Parfüm). Nach ca. 3-4 Wochen Benutzung bin ich echt zufrieden mit meinen Haaren und der fast noch komplett vorhandenen Seife: leichter Glanz, waschen alle 3 Tage reicht…

Aus den selben Gründen stieg ich auf Alepposeife um. Dann muss ich das Seifenrepertoire demnächst um die Haarwaschseife erweitern :)

Gab es bei Ihnen nach der Umstellung irgendwelche unangenehmen Nebeneffekte?

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