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Journal Dienstag, 6.10.2015

Eine Stunde verschlafen. Beschlossen, mich nicht zu stressen sondern den Tag ganz normal zu starten und halt eine Stunde später mit der Arbeit anzufangen. Also eine Mail geschrieben und dann in Ruhe gefrühstückt, Jott geweckt, das Kind gewickelt und losgefahren.

Im Büro mehrere unschöne Momente, die mich immer mal wieder am Job (ver)zweifeln lassen. Aber nichts, was sich nicht wieder einrenken lässt.

Pünktlichst Feierabend gemacht, zu Hause das Kind gerade noch vor dem zu Bett gehen erwischt, flink in die Schlafsachen gesteckt und durch die Wohnung getragen, während Jott das Abendessen zubereitete.

Abends die Überweisung auf das gemeinsame Wirtschaftskonto erhöht, damit Jott ihre monatliche Rate nach unten korrigieren kann. So schön Elterngeld ist, aber 65% sind eben nur 65%. Mir graust es ein wenig vor meinen zwei Monaten, wenn allein 300 bis 400 Euro für die Begleichung der Fixkosten fehlen- von eventuellen variablen Zusatzausgaben ganz abgesehen.

Im Anschluss hingesetzt und etwas über eine Stunde damit verbracht, eingerostetes Wissen aufzufrischen. Wenns im Büro nicht passiert, muss ich eben beginnen mich privat weiterzubilden.

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Journal Sonntag, 4.10.2015

Ruhiger Sonntag mit Notfall-Einkauf (Eis, Käse) und Elternbesuch am Nachmittag.

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Journal Freitag, 2.10.2015

Freitag ist der Tag der Woche, an dem ich regelmäßig um 21 Uhr ins Bett fallen möchte. Es ist mir absolut schleierhaft, wie Menschen es schaffen gerade am Freitag Abend weg zu gehen und Party zu machen. Das könnte ich frühstens am Samstag. Wenn ich auf sowas Lust hätte.

Zur Feier des Tages haben Jott und ich ein romantisches Abendmenü gegönnt.

Man muss sich auch mal was gönnen.

Ein von Herr Paul (@herrpaul_) gepostetes Foto am

Jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich gehe schlafen.

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Journal Donnerstag, 1.10.2015

Nachts mit Monsterkopfschmerzen from hell aufgewacht. Leichte Panik, nach Einnahme einer Neuranidal wieder eingeschlafen. Am Morgen dann keine akuten Schmerzen mehr, aber den ganzen Tag schwer zu beschreibende Kopfschmerzen gehabt: Als sei das Gehirn zu klein für den Kopf und schwanke daher bei Bewegungen gegen die Schädelinnendecke. Eine weitere Neuranidal dämpfte die Beschwerden, gegen Abend verschwanden sie.
Den ganzen Tag Heißhunger gehabt, teils so schlimm dass ich gelegentlich sehr, sehr unleidlich wurde als gerade einmal nichts zu essen verfügbar war. Insgesamt gefressen wie ein Scheunendrescher.

Selbst leicht betäubt regt mich das Umsteigen am Ostkreuz noch auf. Ich mach drei Kreuze im Kalender, wenn die Bauarbeiten in den kommenden zwei Jahren beendet werden und das Elend hoffentlich, HOFFENTLICH ein Ende hat.

Montag einen Termin für ein erbetenes Feedbackgespräch mit dem Chef bekommen. Bis dahin wird mit Jott geübt, ich habe nämlich die nervige Angelegenheit in solchen Gespröchen alles anzusprechen außer den Punkten, die ich eigentlich sagen möchte.

Dank Vorarbeit im Laufe der Woche heute bereits um 16 Uhr nach Hause. Jott geht zum Rückbildungskurs, währenddessen betreue ich das Kind. Heute waren wir Einkaufen und haben gelernt, wie viele verschiedene Honigsorten für viel, viel Geld es bei Denns gibt. Das Kind ist allerdings noch nicht unbedingt kooperativ, meiner Bitte um das Zeigen einer günstigeren Honigsortenalternative kam es nicht nach so dass ich selbst die Augen aufhalten musste. Das müssen wir also noch üben.

Auf dem Weddinger Berg geht es um Langzeitstillen aus Sicht des Vaters.
Das finde ich interessant, da Herr Schnuffke gestillt wird und Jott und ich gerad nicht so recht wissen wie lange das so weitergehen kann. Prinzipiell finde ich Stillen gut, es gehört für mich als Mann ja auch nicht viel dazu- ich bin aus der Nummer raus. Das Kind probiert zwar gelegentlich in einem Anfall von Heißhunger, an allen möglichen und unmöglichen Stellen an mir zu saugen, ist mit dem Ergebnis aber in 100% der Fälle nach kurzer Zeit sehr, sehr unzufrieden (ich übrigens auch- da ich zu Knutschflecken neige, sehe ich danach aus wie ein Teenie mit erster Freundin).
Jedenfalls ist Stillen aus meiner naiven Weltsicht heraus die natürlichste Art, einen Säugling- die nicht ohne Grund so genannt werden- zu ernähren. Abgesehen davon ist ordentliche Nahrung für Jott günstiger als irgendwelche Fläschchen, womit wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ob die propagierten Vorteile des Stillens darüber hinaus den Tatsachen entsprechen, kann ich natürlich nicht beurteilen- da tun sich immerhin auch die Experten schwer- aber geprägt bin ich natürlich trotzdem davon. Und zu guter Letzt ist Stillen an sich eine recht einfache Sache: Brust raus, Baby ran, gluck gluck (dass das, gerade am Anfang der Stillkarriere, nicht so unbedingt stimmen muss, lassen wir mal ausgeklammert). Wenn es das nicht schon gäbe, würde es vermutlich von convenience foodistas erfunden werden.
Außerdem sollte ein weiterer Pro-Grund für das Stillen nicht vergessen werden: Die Chance, entblößte Brüste zu sehen, steigt stark an.

Die andere Seite der Medaille hab ich weiter oben schon kurz angerissen- ich bin da raus. Komplett. Bei einem der intimsten Dinge, die zwischen Eltern und Kind stattfinden, bin ich als Mann komplett weg vom Fenster. Das ist nicht zu ändern, wurmt mich aber trotzdem gelegentlich. Natürlich gefährdet Stillen weder meine Rolle als Vater noch als Mann, noch wird meine Beziehung zum Kind dadurch weniger herzlich. Mir geht es da vielmehr um das Gefühl, mich derzeit noch nicht in dem Maße wie Jott um Herrn Schnuffke kümmern zu können- und das find ich doof. Alles andere krieg ich mit ein bisschen Übung schon hin, das wird ja auch Frauen nicht in die Wiege gelegt, aber das von mir oben genannte natürliche Ernähren? Nope.

Daher freue ich mich darauf, wenn das Kind irgendwann auch andere Nahrung zu sich nimmt und bin, solange das nicht der Fall ist, trotzdem zufrieden. Von daher stimme ich aus ganzen Herzen mit Johnny überein*:

Und irgendwann kommt der Tag, an dem das Stillen vielleicht einfach aufhört. Weil die Mutter es entscheidet oder weil das Kind es so entschieden hat. Und ich? Ich bin dann immer noch Vater einer Tochter und wünsche mir, dass sie alles bekommt, was sie braucht. So einfach ist das.

* Abgesehen von der Tochter-Geschichte. Vielleicht bei den nächsten Kindern.

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Journal Mittwoch, 30.9.2015

Sehr merkwürdiges Ereignis heute Abend: Mit einem Mal verschwamm alles vor dem rechten Auge, ich hatte arge Probleme beim Fokussieren. Nach gut einer halben Stunde gings dann wieder halbwegs, nur dass Kopfschmerzen einsetzten. Laut Symptomen habe ich also eventuell Migräne (oder einen Schlaganfall- aber an sowas will ich alter Hypochonder nicht denken). Sehr creepy, das. Richtig schreiben kann ich jedenfalls nicht mehr: Allein für die nichtmal 100 Wörter hats gerade EWIG gedauert, weil ich komplett falsche Wörter schreibe beziehungsweise falsche Buchstaben in die Wörter reinmische. Also lieber ins Bett und ausschlafen und morgen früh ist wieder alles in Ordnung.

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Journal Dienstag, 29.9.2015

Von einem positiven Standpunkt aus betrachtet ist es total toll, dass ich das Kind nach dem nach Hause kommen um 20 Uhr noch wach erleben durfte und noch mehr als eine Stunde mit ihm kuscheln konnte.

Von einem negativen Standpunkt aus betrachtet ist es sehr nervig, nach mehr als zwölf Stunden nach Hause zu kommen, das nicht schlafen wollende Kind in der Trage eine gute Stunde durch die Wohnung in den Schlaf zu schaukeln, die Trage abzunehmen, und beim Schlafsack-Anziehen das Kind wieder aufzuwecken.

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Journal Montag, 28.9.2015

Es wird Zeit für meine große blaue Überdecke und den Zugluftstopper vor dem Türschlitz. Die 16° oder 17° im Schlafzimmer sind mir des Nachts zu kalt.

Sehr lustlos zur Arbeit gefahren und dort den Tag mit Sachen aufarbeiten verbracht. Kurzzeitig überlegt, einfach alle Mails, Chats und Tasks als „gelesen“/ „erledigt“ zu markieren. Furchtbar schlechtes Gewissen ob der Unmotivation gehabt: Es gibt genügend Menschen, die gern zu den eigentlich traumhaften Bedingungen (angemessenes Gehalt, warmes Büro, keine körperliche Arbeit, relativ geregelte Arbeitszeiten) arbeiten möchten, es aber nicht können- und ich Jammerlappen beschwer mich aus einem nicht so einfach definierbaren Gefühl der Unzufriedenheit heraus.

Nach Hause gekommen und das Kind kurz vor dem zu Bett gehen erwischt. Er hatte allerdings nur Augen für Jott, die ihn gerade stillte. Damit beschränkte sich mein Kontakt zum Kind auf das morgentliche Wickeln. Hurra! Nicht.

Mich sehr über den neusten Lunarbaboon-Comic Chapter amüsiert, beim Hören und Sehen von Sie mögen sich von Shaban & Käptn Peng gleichermaßen irritiert und begeistert gewesen. Das ist ein ziemlich gutes Gleichnis für eine Beziehung. Glaub ich. Ich kenn mich da nicht so aus.

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Journal Sonntag, 27.9.2015

Ausgiebiges Frühstück mit der jungen Nachbarsfamilie von oben.  Sie scheinen weiterhin nett zu sein. Grobe Verabredung für ein weiteres Treffen gemacht.

Den letzten Tag vor dem Wiederaufnehmen der Arbeit genossen, etwas gespielt, etwas an der eigenen OwnCloud-Instanz gebastelt, Domains transferiert, Admin-Kram in eigener Sache gemacht. Es wäre schön, wenn dieses Herumpuzzeln sich stärker im Arbeitsleben finden könnte. Aber vermutlich muss ich dazu einige Stellschrauben drehen.

Herr Schnuffke wurde heute das erste Mal in der großen Badewanne gebadet. Ganz großes Kino für ihn: So viel Platz, so viel Wasser! Der überraschte Gesichtsausdruck ist unglaublich schön, wenn er merkt dass er nahezu schwerelos ist und herumplanschen kann.

Es geht unwahrscheinlich auf die Knie und den Rücken, vor der Badewanne hockend vornübergebeugt das Kind zu halten. Diese vermaledeite Unsportlichkeit.

Beim Trockenrubbeln und -föhnen die Haarbürste auf das Kind fallen gelassen und genau die Stirn getroffen. Großes Geschrei ob des Schrecks und plötzliches Schmerzes bei Herrn Schnuffke, weiche Knie beim Papa. Ich will gar nicht wissen wie das wird, wenn dem Kind tatsächlich etwas passiert.

Zum Tagesausklang mit Jott die verpassten letzten beiden Folgen Gotham angeschaut und wieder gut unterhalten worden.

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Journal Donnerstag, 24.9.2015

Ich habe heute todesmutig den Angel-Vac-Nasensauger an mir selbst getestet (getreu dem Motto: Wenn mein Kind das nutzen soll, muss es erst den Papa-Eignungstest bestehen). Das Ergebnis (Achtung, ekliger Wortwitz) ließ sich sehen. Sekundenschnell war meine Nase frei, und das ohne zusätzliches Miteinsaugen von Gehirnmasse (glaube ich- ich fühle mich zumindest nicht dümmer als vorher). Wenn das Kind also doch mal vor sich hin schnoddert, kann der Nasensauger zum Einsatz kommen.

Mit dem Kind in der Trage beim Bäcker. Die Frage ob das Kind schläft verneine ich mit „Nee, der schläft tagsüber nicht mehr“. Zu Hause angekommen schläft das Kind tief und fest.

Vermutlich hat Herr Schnuffke beim Bäcker zugehört und musste seinem Vater beweisen, dass er falsch lag: Heute war nämlich ein Schlaftag, was ich dazu nutzte um etwas exzessiver als sonst zu spielen. Momentan wieder einmal Diablo 3. Dabei gemerkt, dass der Spiele-Laptop spätestens nächstes Jahr ausgetauscht werden muss- abgesehen vom zerbrochenen Display-Scharnier hat er einfach nicht genügend Power zum Bekämpfen größerer Monsterhorden. Aber gut, nach sechs oder sieben Jahren ist das durchaus in Ordnung.

Den Abend dazu genutzt, mich etwas über ssh keys zu belesen und die für diverse Server einzusetzen. Außerdem plane ich, eine eigene OwnCloud-Instanz aufzusetzen um die Verwandschaft mit Babybildern versorgen zu können- da muss auch einiges vorbereitet werden.

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Journal Mittwoch, 23.9.2015

Schnell schnell, ehe der Akku vom Laptop entladen ist…

Wir haben heute NICHTS gemacht. Außer Käsespätzle. Das war schön. Beides.

Ich bin ’ne faule Sau, schon klar, aber gerade jetzt wo diese nervige Erkältung tatsächlich langsam am abklingen ist, genieße ich den Umstand, mit Frau und Kind gemeinsam zu Hause zu sein und ganz entspannt in den Tag leben zu können. Schön, dass das noch vier Tage so weitergeht.