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Urlaubs-Ende

Nach der letzten Kometen-Session ein bisschen schlau gemacht, wie ich ein besseres Foto hinkriege. Wider Erwarten war das gar nicht schwer: Alles, was ich brauchte war ein Stativ– denn mit Stativ lässt sich die Belichtungszeit von 3 Sekunden handgehalten auf bis zu 30 Sekunden erhöhen.
Also bastelte ich mir aus Lego-Bausteinen der Kinder sowie einem Küchenbrett ein Stativ samt Unterlage, legte mich gegen Mitternacht in den Sand, visierte den Kometen an, änderte die Belichtungszeit et voila…

Die letzten Urlaubstage verbrachten wir in Karls Erdbeerhof in Rövershagen (wetterbedingt) sowie am Strand (auch wetterbedingt). Gegen Ende der Woche schwächelte J ein wenig. Wir sind uns nicht sicher, ob er ggf. ein bisschen viel Sonne abbekam, sich eine Erkältung einfing, einfach nur Heimweh hatte oder sein aktueller Entwicklungsschub einen krönenden Abschluss fand. Vielleicht wars ja eine Kombination aus allem zusammen, es sprechen Gründe sowohl dafür als auch dagegen. Auf jeden Fall war er heute morgen wieder deutlich fitter als die letzten Tage und taute auf der Heimfahrt auf bis hin zum überdrehten, quatschigen. Mal schauen, wie es morgen aussieht.

Die Heimfahrt verlief unspektakulär (wenn man von aufgedrehten Kindern absieht, die Jotts Konzentration beim Fahren arg störten). Dank rechtzeitiger Warnung konnten wir einen unfallbedingten Stau auf der A11 hinter’m Kreuz Uckermark rechtzeitig umfahren und flutschten so überall gut durch. Auf der anderen Seite hatten die Leute nicht so viel Glück, wir fuhren an mehreren Monster-Staus vorbei.

Zuhause die ersten Fuhren Wäsche weggewaschen und getrocknet, die Bringmeister-Lieferung angenommen, Sachen verräumt und Blumen bei den urlaubenden Nachbarn gegossen, die während unseres Urlaubs auf unsere Blumen aufpassten.
Am Ende des Tages waren wir sehr durch, daher war es umso erfreulicher das die Kinder relativ schnell schliefen und wir in Ruhe „The Old Guard“ netflixen konnten.

Große Unlust auf Arbeit und Alltag.

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Urlaubs-Update

Samstag fuhren Jotts Mama, ihr Bruder und seine Freundin wieder zurück nach Hause. Dafür reiste eine befreundete Familie an, so dass wir auch seitdem in bester Gesellschaft im Urlaub sind. Gab es vorher fünf Erwachsene und drei Kinder, sind es nun vier Erwachsene und vier Kinder.

Ab Samstag Mittag besserte sich das Wetter: Von wolkig, kalt und größtenteils trocken über teils bedeckt und kalt (immerhin trocken) über sonnig und kalt (weiterhin trocken) zu sonnig und warm (immer noch trocken!). Wir waren die letzten Tage daher viel bis sehr viel am Strand. Die Kinder lieben es und beschäftigen sich den lieben langen Tag mit Rumrennen, Möwen jagen, Muscheln sammeln, Buddeln, ins Wasser laufen, aus dem Wasser laufen, ins Wasser hüpfen, aus dem Wasser hüpfen, Badehosen und -anzüge munter durchwechseln, Eis essen, überhaupt ESSEN (eine Verpuppung müsste demnächst bevorstehen), braun werden und in wechselnden Kombinationen spielen/streiten/versöhnen.

Was wir als Eltern am Strand machen: Nach den Kindern gucken, mitlaufen und -hüpfen, Sandburgenbauen, Sandburgenbauen anleiten, Möwen vom Essen verjagen, Kinder und uns Eincremen, Eis kaufen…

Des Nächtens Neowise angeschaut und fotografiert. Einerseits nur ein kleiner Lichtpunkt, andererseits aber ein einmaliges Erlebnis.

Mini Metro für mich entdeckt. Das macht super viel Spaß, lässt sich zwischendurch und länger spielen und ist ein schöner Zeitvertreib.

Ich werde langsam braun. Der erste Sonnenbrand ist vorbei, dank abschälender Oberschenkelhaut bin ich nun quasi eine Pellkartoffel (Brüller, ich weiß). Die unvermeidliche Sonnenallergie klingt auch langsam ab.
Die Kinder finden die Hautfetzen super und möchten sie wie kleine Knabberfische abziehen. Des einen Leid, des anderen Freud.

Die Kinder sind gewohnt frech, hören nicht und provozieren/reißen munter sämtliche Grenzen ein. Wenn die KiTa nächsten Montag wieder beginnt, wird das ein Freudenfest.

Nachdem die Kinder Abends endlich schlafen– nicht ohne regelmäßig nochmal aufzudrehen und sämtliche Erwachsenen in den Wahnsinn zu treiben– setzen wir uns an den großen Esstisch, holen Knabbereien und Getränke (heißer Shit gerade: Schweppes Wild Berry und Lillet Rosé auf Eis) raus, spielen Rommé, erzählen und haben eine gute Zeit.
Das ist dann auch die Erklärung für die ausbleibenden Einträge– ich geh dann lieber mit Jott ins Bett, als noch den Tag zu verarbeiten.

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Journal Freitag, 10.7.2020 – 🌧️

Schlechtwettertag. Aber so richtig. Den ganzen Tag Regen, Wind und Kälte, nasse Regenklamotten, unausgelastete Kinder, angespannte Nerven.
Nachmittags waren die Matschsachen der Kinder endlich getrocknet und wir konnten, als es nur nieselte, eine Runde auf den Spielplatz und die Kinder rumrennen lassen. Danach wurde es ein wenig besser.

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Journal Donnerstag, 9.7.2020

Schlechtwettertag. Vormittags nieselte es nur ganz fein und erträglich, da waren die Kinder und ich am Strand um Muscheln zu sammeln.

Als der Niesel stärker wurde, setzte ich die Kinder in den mitgenommenen Bollerwagen und zog sie zum Ferienhaus zurück. Sie fanden das toll und spielten Pokémontrainer, die imaginären Pokébälle flogen nur so umher.

Über Mittag wurde es zusehends ungemütlicher, es regnete sich ein. Wir blieben folglich drin und machten nur noch vor dem Abendbrot einen kurzen Ausflug nach draußen (Spielplatz/Pfützenhüpfen), damit die Kinder ihre überschüssige Energie loswerden konnten.

Diverse „Ich mach nie wieder Urlaub mit diesen Kindern“-Momente. M hört nicht, diskutiert ohne Ende, stellt alles in Frage, fühlt sich dauernd ungerecht behandelt und schreult bei jeder Kleinigkeit los. J bockt wie ein Irrer, wenn er seinen Willen nicht kriegt. G ist rotzfrech, hört nur minimal besser als M. Gemeinsam können sie nicht, ohne sich aber auch nicht– Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Jede Kleinigkeit kann zum Anlass genommen werden, sich daran hochzuziehen und frei zu drehen.
Fernsehen bekommt ihnen gerade überhaupt nicht, aber wenn der Fernseher aus bleibt kleben sie uns am Hacken und wir haben keinen Moment Ruhe.
Unausstehliche Gören.

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Journal Mittwoch, 8.7.2020

Dreiviertel Sieben mit J aufgestanden. Während er auf Kika Elefant und Maus guckte, konnte ich den Blogbeitrag für Dienstag schreiben und das Frühstück für den Rest der Familie vorbereiten. Als nächstes kamen G und Jotts Mama, dann irgendwann M und Jott weckten wir zum Frühstück.
Was übrigens den Start in den Urlaubstag unglaublich viel besser macht:

Ja, wir haben sowohl die Kaffeemühle als auch die Kaffeemaschine als auch den Kaffee mitgenommen. Das letzte Jahr war uns eine Lehre– da war die Kaffeemaschine unterpowert und brauchte eine Dreiviertelstunde, bis der Kaffee durchgelaufen war.

Vormittags spazierten wir alle auf dem Deichweg nach Zingst, um uns die Seebrücke und das Ortsinnere anzuschauen. Wobei „spazieren“ das falsche Wort ist– wir kämpften uns vielmehr durch den Wind, der auch gestern wieder ziemlich blies.
Auf der Seebrücke hielten wir es nicht lange aus, ungeschützt war der Wind wesentlich stärker und die Kinder beschwerten sich, dass ihnen kalt sei. So blieb es bei eimnmal Seebrücke hoch und runter laufen, ein paar Fotos machen und der Tauchergondel beim Abtauchen zuschauen. Ich würd da auch gern mal rein, allerdings weiß ich nicht ob es eine gute Idee ist mit Fremden eine halbe Stunde in einem geschlossenen Raum zu stecken. Wenn irgendwo Virus-Aerosole rumschwirren können, dann doch bestimmt dort?


Wieder runter von der Seebrücke durften die Kinder eine Runde Karussell fahren, es gab ein Stärkungseis für alle und dann erkundeten wir Zingst.

Große Freude meinerseits, weil ich große Mengen Kirschen an einem Kirschstand kaufen konnte.

Mit zunehmenden Tagesverlauf wurden die Kinder immer quengeliger und rebellischer. Auch ein kleiner Snack zwischendurch konnte daran nichts ändern, die Stimmung kippte. J quengelte und steigerte sich in einen Bock hinein, weil er gefühlt zu kurz kam bzw. ungerecht behandelt wurde (M hoppste über drei Steine weg und balancierte auf einem Rasenkantenstein, J wollte auch, kam aber nicht dazu und verweigerte sich im Anschluss allen Balancier-Möglichkeiten) und G heulte, weil sie von drei Erwachsenen zusammengefaltet wurde weil sie partout nicht hörte.
Weil wir noch einkaufen mussten für das Abendessen– Grillfleisch und -würste in tierisch und vegan– teilten wir uns also auf– Jott und ich gingen mit zwei heulenden und bockenden Kindern ins Ferienhaus zurück. Zu allem Überfluss fiel G auch noch hin und schlug sich das Knie auf. Als sie deswegen auf den Arm durfte, brannten bei J vollends die Sicherungen durch und wir mussten mit einem brüllenden, gelegentlich um sich schlagenden Kind das mantraartig „Auf Mamas Arm!“ wiederholte während seine Schwester vor Schmerzen weinte und schniefte, durch halb Zingst laufen. Im Ferienhaus selbst beruhigte er sich ebenfalls nicht, sondern bockte, heulte und schrie weiter. Er hat dann die Augen zu, wiederholt immer wieder das selbe und ist völlig in seiner Welt, aus der er nur rauskommt wenn er bekommt was er woll (was wir aus naheliegenden Gründen aber nicht geben möchten). Absolut zum Kotzen, Jott und ich waren vollends bedient.
Irgendwann und irgendwie schaffte Jott es dann doch, ihn zu beruhigen und wir beschlossen, erstmal eine etwas verspätete Mittagsruhe einzulegen um alle zu verschnaufen. Als wir alle ein bisschen geruht hatten, gingen Jotts Mama und ich mit den Kindern an den Strand. Zum Baden war es eindeutig zu kalt (14°C Luft, 16°C Wasser), aber mit den Füßen rein war okay.


Lange hielten wir es allerdings nicht aus, und als J einmal ins Wasser gefallen war kehrten wir zum Ferienhaus zurück.

Abends gemeinsames Grillen, im windgeschützten Hof ließ es sich ein bisschen aushalten.

Später dann allein spazieren gewesen während Jott die Kinder ins Bett brachte. Podcast hören und laufen halfen, den Tag zu verarbeiten.

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Journal Dienstag, 7.7.2020

Die erste Nacht im Ferienhaus war gut: Die Kinder schliefen, wie sie schlafen sollten– M und J in ihrem Zimmer in ihren Betten, G in ihrem Bett neben Jotts Mama, Jott und ich in unserem Zimmer. Es war recht frisch, wir hörten das Meer rauschen und es war echt finster (das sind wir aus Berlin nicht gewohnt), und so schliefen wir gut und lange (zumindest ich, Jott wachte kurz nach 7 auf, ich erst halb Neun).
Nach einen ausgiebigen Frühstück gingen wir– Jott, ihre Mama, ich– mit den Kindern auf einen großen Spielplatz nahe des Ferienhauses, um dort ein bisschen Zeit totzuschlagen. Es war nämlich noch recht frisch und bedeckt, was sich aber gegen Mittag ändern sollte.

Als die Sonne dann etwas länger raus kam, gingen wir ins Ferienhaus zurück, packten unsere Siebensachen in den hauseigenen Bollerwagen und zogen mit Sack und Pack zum Strand. Heute war es etwas frischer als gestern (Luft 16°C, Wasser 17°C), aber in der Sonne und hinter dem Windfang ging es leidlich.

Am Strand dann das volle Sommerprogramm: Baden, Buddeln, in der Sonne liegen, immer wieder und wieder vor den Wellen auf den höheren Strand flüchten und dabei doch langsam nass werden, Kleckerburgen bauen, Löcher graben, Muscheln sammeln, Eis und Pommes essen…
Die Kinder hatten einen Heidenrespekt vor dem Wasser und den Wellen, das war auch ganz gut so. Direkt beim ersten Anbaden wurde M– das Wasser war knietief– von einer Welle umgeschobst und kam dann gar nicht so schnell wieder auf die Beine, weil der Sog recht stark war und beständig neue Wellen anrollten. Großer Schreck für ihn, der aber nicht lange vorhielt– die Verlockung des Wassers war zu groß.
Die Zwillinge, vor allem J, ließen sich unter großen Quieken durch die Wellen ziehen und hüpften an unserer Hand auch selbst durch. Immer und immer wieder, sehr ausdauernd. Wirklich lange draußen waren sie nie, nach spätestens einer Viertelstunde am und im Windfang ging es wieder runter ans Wasser.
Zwischendrin gab es Eis vom umherziehenden Eisverkäufer (früher war das deutlich günstiger… für vier– keins für mich, ich boykottierte die Mondpreise– Eise wurden 13!!! Euro fällig) und eine Portion geteilte Pommes (hoffentlich günstiger, beim Kauf war ich nicht dabei).

Gegen 16 Uhr zogen dann immer mehr Wolken auf, was wir als Zeichen nahmen aufzubrechen. Im Ferienhaus durften die Kinder eine Runde Analog-Fernsehen gucken (inklusive Verwunderung über nicht-auswählbare Sendungen und großer Begeisterung für die Werbung), Jott und ihre Mama fuhren nochmal Einkaufen und G und ich räumten den Bollerwagen aus. Nachdem er einigermaßen leer war, war Gs weitere Aufräumbereitschaft allerdings schlagartig zu Ende: So ein leerer Bollerwagen, den man umher schieben kann, ist definitiv spannender als auf den Wäscheständer zu hängende Badeklamotten, Handtücher, Strandtücher und Badeschuhe.

Nach Rückkehr von Jott und ihrer Mama gabs Abendessen. Die zwei Pakete Nudeln (1kg) reichten gerade so aus, Seeluft und Bewegung machten nicht nur die Kinder ordentlich hungrig. Anschließend Kinder ins Bett bringen– ihre üblichen Faxen haben sie von zu Hause mitgenommen, das war genauso ein Krampf wie immer– und dann wurde gekniffelt und Rommé gespielt.

Guter Tag, gern wieder.

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Journal Montag, 6.7.2020

Abreise- & Ankunftstag. Wir schafften es tatsächlich, beinahe pünktlich gegen 10 Uhr von zu Hause aufzubrechen. Das war zwar mit ein bisschen Stress und Hektik verbunden, aber so scheinen Urlaube nunmal zu starten.
Die Fahrt selbst war relativ unspektakulär: Die Kinder quengelten moderat, die Straßen waren bis auf einen Stau vor dem Kreuz Uckermark (hier gab es kurz bevor wir durch mussten einen Unfall eines Geisterfahrers mit einer Urlauberfamilie– da wurde uns kurzzeitig etwas anders) frei. Am Rastplatz Brohmer Berge waren wir mit Jotts Mama, ihrem Bruder und dessen Freundin– die drei werden eine Woche Urlaub mit uns machen– verabredet und trafen sie dort auf ungefähr halber Strecke. Das restliche Teilstück fuhren wir, dort wo es ging, gemeinsam und kamen gut in Zingst an. Den Schlüssel zum Ferienhaus durften wir etwas früher als eigentlich festgelegt abholen, coronabedingt mussten wir keine Bar-Kaution zahlen.
In Zingst selbst traten sich im Stadtzentrum die Menschen gegenseitig auf die Füße. Wir sahen weder Masken noch eingehaltene Abstände. Das bestätigte später am Tag auch Jott, als sie vom ersten Einkauf zurück kam. Zumindest hier oben scheint Corona im Großen und Ganzen überwunden zu sein.

Nach Auspacken und Verräumen fuhren Jott, ihr Bruder und seine Freundin einkaufen. Jotts Mama und ich schnappten uns die Kinder und gingen runter zum Strand. Die Kinder kannten, als wir über den Dünenübergang rüber waren, kein Halten mehr und galoppierten davon– wer kann es ihnen verdenken. Die Zwillinge sahen zum ersten Mal das Meer, und auch Ms letzter Ostseeurlaub lag ja schon eine Weile zurück.
Das Wetter war eigentlich ganz gut– 19°C Luft, 19°C Wasser, allerdings war der Wind unangenehm stark und auch kalt. Die Kinder durften daher nur mit den Füßen ins Wasser, das reichte aber auch fürs erste aus. So liefen wir dann mit vor Freude quietschenden Kindern zwei Strandabschnitte entlang, bevor wir in einem Bogen zum Ferienhaus zurück kamen.
Die fröhlichen, sich freuenden Kinder zu sehen entschädigte für einiges, das war toll.