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Journal Mittwoch, 26.4.2017

Irgendeiner fieser KiTa-Keim hat M. und mich erwischt. M. bekam gestern Abend Fieber, das den heutigen Tag über anhielt und bis auf 39,5°C stieg. Ich wachte heute morgen mit Halsschmerzen, Fieber und Kreislauf auf. Also kein Büro, keine KiTa.

Erholungsversuche zu Hause waren, bis auf eine kleine Pause am Vormittag, zum Scheitern verurteilt. Da war Jott mit den Zwillingen außer Haus und M. schlief auf mir ein, was ich nutzen konnte um ebenfalls 20 Minuten zu schlafen.

Zum Glück hab ich für die Nacht noch Tropfen der Grippe im Januar/ Februar. M. hat einen Schuss Nurofen-Saft bekommen und schläft, immer mal wieder unterbrochen von Husten-Anfällen.

Morgen gehen wir alle zum Arzt. Auch J. und G., die beiden husten und schniefen nämlich ganz schön vor sich hin.
Einzig Jott hat nichts, ich hoffe das bleibt so.

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Journal Dienstag, 25.4.2017

Die Zwillinge haben ab Mitte November einen KiTa-Platz in der KiTa von M.! HURRA! PARTY!

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Diesmal wird Jott wird die Eingewöhnung übernehmen. Das wird so spannend!

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich mir nicht auch ein bisschen Sorgen machen würde: Zum Jahreswechsel sind die Zwillinge zwei Wochen aus der KiTa raus, zum neuen Jahr muss Jott wieder arbeiten… Da darf nichts unvorhergesehenes passieren.

Ach ja, ich rechne damit das wir Weihnachten 2017 alle krank sind weil die Zwillinge tödliche KiTa-Keime nach Hause bringen.

Im Büro gestern und heute ingesamt so um die acht Stunden eine Aufgabe bearbeitet und als Ergebnis ungefähr drei Zeilen Code gelöscht und zwei Zeilen hinzugefügt (keine Untertreibung). Manchmal ist der Weg besonders steinig und schwer und die einfachste Lösung dann doch nicht ganz so einfach umzusetzen.

Abends mit Money Money (kann ich sehr empfehlen) unser gemeinsames Wirtschaftskonto „verwaltet“. D.h. Ausgaben und Einnahmen kategorisiert, um endlich mal einen detaillierten Überblick vor allem über die Ausgaben zu bekommen. Wir wollen ja demnächst™ (wann auch immer das ist) in eine größere Wohnung umziehen und ein größeres Auto kaufen und da kann es so als ersten Schritt nicht schaden, möglichst detailliert über die Ausgaben Bescheid zu wissen- auch im Hinblick auf eventuelle Anpassungen am „Zahlungsmodell“ (also was Jott und ich pro Monat auf das Wirtschaftskonto überweisen).

Bester Vergleich zum Ablegen schlafender Babys und Kleinkinder.

Ein recht langer, aufschlussreicher Text über diverse Benachrichtigen (Apps, E-Mails, Chats- sie wissen schon). Weshalb es sie gibt, was sie mit unserem Gehirn machen: The Age of Notifications and Attention-Deficits

Ich stelle bei neuen Apps, Programmen und generell erst einmal alle Benachrichtigungen aus. Das führte dazu, dass Jott sich irgendwann über lange Reaktionszeiten bei WhatsApp beschwerte, weswegen ich sie gewissermaßen auf die Whitelist setzte. Aber ansonsten werden maximal die kleinen Badges mit der Anzahl der ungelesenen Benachrichtigungen angezeigt (und wenn ich die komplett ausschalten könnte, würde ich es tun)- mein Smartphone brummt und summt und bimmelt im Idealfall nicht. Weil es eben furchtbar ablenkt und gewissermaßen schreit „GUCK MICH AN“.

Jott ist toll.

Was schön war: Morgens ins Schlafzimmer kommen und die ganze Bande niedlich friedlich schlafend vorfindend.

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Journal Montag, 24.4.2017

J. hat sich heute erstmals allein auf den Bauch gedreht. 🎉🎊

Danach war er wohl etwas arg aufgeregt und musste von Jott beruhigt werden.

M. und ich waren heute morgen so leise, dass Jott und G. bis Dreiviertel Sieben schlafen konnten. J. hatte ich gegen halb Sieben rausgeholt, der guckte mit großen Augen ins Halbdunkel, gluckste gelegentlich und freute sich (komisches Kind).

Sollten also mal alle Stricke reißen, werden wir Ninjas.

Comic Panel: Instagram. So ungefähr läuft das hier teilweise mit den Bildern für 12von12 oder das Wochenende in Bildern ab- es sind eher schöne Momentaufnahmen.

Was schön war: M. und ich waren rechtzeitig zu Hause, um bei der Abendfütterung mitmachen zu können. Also ich. M. wuselte währenddessen durchs Wohnzimmer.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 23.4.2017 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 22./23. April 2017 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Ein noch entspannterer Tag als gestern. Heute schliefen die Zwillinge bei Jott bis 6 Uhr, ich hatte tatsächlich eine ganze Stunde nur für mich :) Das bedeutete, dass nach Duschen, Küche vorbereiten, Tee kochen etc. noch 20 Minuten Zeit zum Lesen waren- das gabs schon ’ne ganze Weile nicht mehr.

Nach der Vormittagsfütterung ging ich mit J. und G. spazieren. Wie gestern war das Wetter grottig und äußerst aprillig, von sturmböengepeitschten Regen über Hagel zu strahlenden Sonnenschein (teilweise tatsächlich im 5-Minuten-Takt) war alles dabei. Jott und M. kochten uns in der Zwischenzeit Mittagessen (Kichererbsencurry), Jott musste aufpassen das M. nicht schon vor dem Kochen alle Kichererbsen aufaß.

Die Zwillinge bekamen wieder Möhrenbrei zum Mittag. Heute fütterte ich J., der das Auflöffeln und Runterschlucken besser beherrscht als seine Schwester, heute aber keine große Breilust hatte und mit ein paar kleinen Tricks zum Essen gebracht werden musste.

Nachmittags kam eine Bekannte von Jott zu Besuch. Nach Kaffee und Kuchen lüftete ich die Zwillinge und mich nochmal aus. Diesmal regnete es nur, allerdings ausgiebiger. Und es waren gefühlt 10°C weniger als am Vormittag.
Wieder zu Hause wurden alle Kinder gebadet (Badewasserfarbe heute: Rot), die Zwillinge bekamen ihre Abendflasche, und waren danach so nett, uns andere in Ruhe Schnittchen essen zu lassen. Während Jott und M. sich dabei Zeit ließen, beeilte ich mich und brachte innerhalb von ungefähr 20 Minuten sowohl J. als auch G. zu Bett (Rekord!).
Der hundemüde M. wurde von Jott fertig gemacht & zu Bett gebracht, nach einer halben Stunde schlief auch er. 20:15 Uhr waren daher alle Kinder im Bett und der Haushalt erledigt. Das hatten wir auch lange nicht mehr.

Große Freude über Sophie la Girafe bei G.
Ob es ein Zufall ist, dass in M.s Puppenwagen zwei Puppen sitzen? Ein Junge (?) und ein Mädchen?
Santa’s little Helper: M. befüllt mit großer Freude Socken, Schuhe, Hosenbeine und Ärmel mit Kram.
Symbolbild Badetag.
G. hat die coolste Frisur von uns allen: Einen astreinen Iro.
Schnittchen vor Zwillingen. Ein Versuch, die Zubettgehzeit zu entzerren.

Was schön war: Zu merken, dass dieses Wochenende zum Großteil recht entspannt war. Klar, mit drei Kindern ist das Leben anstrengend, aber wir haben einerseits Strukturen geschaffen (und schaffen sie immer noch), in denen wir uns alle bewegen können, und die Zwillinge machen enorme Fortschritte in punkto Umgänglichkeit.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 22.4.2017

Müde. Müdemüdemüde.

Eigentlich war der Tag, bis auf die letzte Stunde bevor alle Kinder schliefen, recht entspannt. Jott und ich standen, nicht ganz freiwillig, wieder früh auf, versorgten uns und die Zwillinge, warteten auf M.s Erwachen und aßen dann ein Impro-Frühstück (keine Margarine, keine Butter, keine Brötchen. Danach wurden die Zwillinge gefüttert, die Kaufland-Lebensmittellieferung in Empfang genommen und im Anschluss lief ich, dem Mistwetter zum Trotze, mit J. und G. spazieren. Jott und M. kochten in der Zwischenzeit Mittagessen und buken Kuchen.

Zur Mittagszeit verfütterte ich erstmals Möhrenbrei an G.. Die hat das Essen im Gegensatz zu J. noch nicht so drauf; während er seinen Brei einatmete, spuckte G. die Hälfte wieder aus und ließ sich ziemlich viel Zeit. Nach den Zwillingen aßen auch wir, dann zogen ich Jott und M. ins Kinderzimmer zurück. M. sollte, wenn er schon keinen Mittagschlaf machte, so doch wenigstens etwas runterkommen und leise vor sich hinspielen. Ich räumte währenddessen die Küche auf, fütterte die Zwillinge, trank einen Kaffee und las ein bisschen auf Twitter.

Am Nachmittag liefen wir alle zusammen ins Forum Köpenick, um Schuhe und ein Baby für M. zu besorgen. Der zeigt nämlich seit einiger Zeit ein gesteigertes Interesse an Puppen und ihrer Versorgung. Im Forum kauften wir eine Puppe und einen Puppenwagen für M., aßen ein Eis- M. stibitzte sich sowohl die Reste von Jotts als auch meinem Eis, der gerissene kleine Gauner- und freuten uns über M.s Begeisterung für seinen Puppenwagen.

Zuhause dann Zwillinge füttern, Abendbrot essen, Sandmann gucken, Kinder ins Bett bringen und den üblichen Abend-Haushaltskram.

Der Faxenclown (links im Bild) wird angehimmelt.
Hagel, Graupel, Nieselregen. Aber was solls, die Kinder liegen warm und trocken in den Wannen und ich hab meine Regenjacke und bin winddicht eingemummelt.
G.
J.
Himbeer-Rhabarber-Streuselkuchen (InspirationRezept)
Tu mal lieber die Möhrchen…
Eine arg müde G. schläft tatsächlich in ihrer Wippe ein, während ich ihren Bruder füttere.
Hasi braucht unbedingt eine Windel, nachdem er aufs Klo gesetzt wurde.
Die Gang unterwegs.
Da lässt man ihn ein, zwei Mal am Eis lecken, und schwuppdiwupp hält er es in der Hand und nickt huldvoll und gnädig, wenn man ihn bittet, doch nochmal dran lecken zu dürfen.
„Alles schick Puppe?“
Flaschen befüllen mit allen drei Kindern im Hintergrund.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: M., wie er sich ganz fürsorglich auf dem Nachhauseweg zur Puppe im Puppenkinderwagen runterbeugt und „Alles schick Puppe?“ fragt, anschließend mit dem Kopf nickt und beruhigt weitergeht.

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Journal Freitag, 21.4.2017

Dieser M.. Heute morgen zog er in der S-Bahn mit einem Mal seine Oberteile hoch, streckte seinen Bauch raus und rief „Kille Kille Dickibauchi“. Das wiederholte er noch drei, vier Mal, bis ich ihn dazu bewegen konnte damit aufzuhören.

Es hat mich viel Mühe gekostet, nicht die restliche Fahrt über zu lachen.

In Anbetracht des Umstands, dass ab ~1 Uhr M. bei uns schlief, bekamen wir den Rest der Nacht noch verhältnismäßig viel Schlaf. Nachdem M. nämlich nach der Zwillingsfütterung (~2:15 Uhr) wieder eingeschlafen war, schlief er bis halb Sieben weiter. Und auch J. wachte erst gegen 6 Uhr auf. Einzig G. war die Ausreißerin: Ihre Nase war um 5 Uhr wieder verstopft (das häuft sich zu dieser Zeit, sehr merkwürdig), so dass sie und ich zusammen das Schlafzimmer verließen und eine vergnügte Stunde miteinander verbrachten.

Ich bin generell überrascht, wie gut es eigentlich nachts läuft. Mein tägliches Schlafpensum liegt zwischen fünf und sechs Stunden, das ist doch mehr als gedacht. Und wenn ich es jetzt noch schaffe, Abends früher ins Bett zu gehen, legt sich irgendwann eventuell auch mal die Müdigkeit.

Apropos: Heute war es dann doch etwas schlimmer mit der Müdigkeit als die letzten Tage, was zu verschiedenen lustigen Vertippern („formularbieren“ statt „formulierbaren“ u.a.) im Büro führte…

Abends kolossal genervt worden von J., der sich beim Einschlafen hin und her wand, versteifte, mittendrin kotzte und sich nicht entspannen wollte. Und danach von M., der eine geschlagene Stunde herumzappelte, sich immer wieder selbst hochputschte und einfach nicht runterkommen wollte. Ich mach sowas in Zukunft nicht mehr mit, das macht mich irre. Wenn er nach einer halben Stunde nicht schläft, soll er halt irgendwas in seinem Bett/ seinem Zimmer machen, aber dann ohne mich.

Was schön war: Am Morgen in aller Ruhe mit G. herumalbern.

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Journal Donnerstag, 20.4.2017

Manchmal gibts so Tage, da ist das gerade alles zu viel. Die ewige Pendelei, der wenige Schlaf, dass Funktionieren müssen, die Arbeit, dass ich die Zwillinge unter der Woche eigentlich kaum sehe, dass die einzigen Zeiten mit M. unsere Bahnfahrten sind, dass Jott und ich uns bis auf ganz wenige Ausnahmen nur über Organisatorisches austauschen können…
Gestern war so ein Tag. Zusätzlich hatte ich Kopfschmerzen und dann war da noch M., der ohne Punkt und Komma herumplapperte und gestern so gar nicht hören wollte.

Ich tat also das einzig richtige: Nachdem die wichtigsten Erledigungen am Abend gemacht waren, ging ich halb Zehn ins Bett und schlief einfach alles weg.

Hat funktioniert, heute morgen sah die Welt besser aus.

Danke an all die netten Worte (und Klammern).

M. wurde heute von seiner Erzieherin gelobt, weil er so toll aufs Klo geht (aus der Reihe „Dinge, über die sich nur Eltern freuen“). Das höre ich natürlich gern, scheint unser „Training“ doch Wirkung zu zeigen. Wir haben zu Hause jedenfalls auch großen Erfolg mit dem regelmäßigen Aufs-Klo-Setzen von M.
In der KiTa ist er wohl damit noch eines von ganz wenigen Kindern und demzufolge ein Vorbild in seiner KiTa-Gruppe, das andere Kinder zum Toilettengang animiert. Wenn M. nämlich aufs Klo geht, dackeln offenbar zwei, drei andere Kinder mit.

Luxus kann einen ganz schön verwöhnen. Weil am Montag der Kaffee knapp wurde, brachte Jotts Papa eine Packung mit. Und die schmeckt auch ganz okay, aber… das gewisse Etwas fehlt, und nach dem Trinken bleibt so ein leicht unangenehmer Geschmack im Mund zurück, und etwas bitter ist er durch die sehr dunkle Röstung auch.
Ich freu mich auf den Limu (bester Kaffee <3), den ich am Wochenende wieder in die Mühle fülle.

„I forgot how weird all of this is.“ – How to have sex when you have young children

Wie Impfungen und Herdenimmunität funktionieren.

Was schön war: Den Sonnenaufgang bei strahlend blauen Himmel verfolgen. Hieß zwar, das es wieder arschkalt war, aber es sah schön aus.

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Journal Mittwoch, 19.4.2017

Tage, an denen sich das alles als großer Fehler anfühlt.

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Journal Dienstag, 18.4.2017

Die Kinder waren in der Nacht gnädig zu uns. J. meckerte zwar gegen 23:30 Uhr etwas, ließ sich aber schnell beruhigen und schlief weiter. Gegen 3 Uhr wurde G. unruhiger, was wir zum Anlass nahmen, die Zwillinge zu wecken und zu füttern. Gerade als ich bei G. die Flasche absetzte, hörte ich M. durch das Babyfon „Papa?“ fragen- er schien allerdings im Schlaf zu sprechen, denn danach kam nichts mehr.
Von halb 4 bis um 5 konnten wir dann nochmal schlafen, dann jammerte G. wegen ihrer verstopften Nase. Weil das nur zehn Minuten vor meinem Weckerklingeln war, stand ich auf und nahm sie mit ins Badezimmer, um Jott noch ein bisschen Ruhe zu gönnen. Die feuchtheiße Luft beim Duschen schien G. gut zu tun, nachdem ich nämlich fertig geduscht hatte, war ihre Nase wieder frei und sie plapperte mich fröhlich an.
M. schlief bis halb 7 und schien mich des Nachts nicht vermisst zu haben. Und das beste: Als G. und ich ihn morgens weckten, war er muschelig warm; der Arm-und-Bein-Schlafsack scheint gut zu sein.

M. hat seinen ersten 4-Wort-Satz gesagt: „J. auch Laster spielen“- gut anderthalb Monate nach dem ersten 3-Wort-Satz. So ein schlaues Kind.

Die Zwillinge aßen heute insgesamt ein Gläschen Karottenbrei zum Mittag- inzwischen finden sie das richtig lecker. Jetzt muss sich nur noch ihre Verdauung an den Brei gewöhnen- momentan stinken ihre Pupse und die Windeln zum Himmel.

Im Büro ließ ich mir von einer seit einer Woche verheirateten Kollegin von ihrer Hochzeit erzählen, freute mich sehr über ihre Begeisterung und dachte an fröhlich Jotts und meine Hochzeit vor mehr als fünf Jahren zurück.

Herrn Buddenbohm ist der Beifang aus den Fugen geraten– zum Glück.

In meinem Facebook-Feed tauchten diese Schwarzweiß-Fotos aus Berlin-Kreuzberg aus den Siebziger Jahren auf. So viele Ruinen! So autoleere Straßen! So viele Kinder, die einfach auf und mit der Straße spielen!

Was M. so singt:

Was schön war: Auf dem Heimweg saßen M. und ich in der S-Bahn neben einem älteren Herren, der- das vermute ich anhand von Aussehen und Akzent- noch nicht so lange in Deutschland lebte und, so denke ich, gut ein Syrien-Flüchtling gewesen sein könnte. Der jedenfalls war von M. begeistert, die beiden lachten sich an, M. winkte und freute sich, und dann zeigte mir der Mann Bilder seine sechs Kinder und zeigte sich angemessen beeindruckt von meinen 3en.
Wie es seinen Kindern geht und ob sie auch hier leben, konnte ich nicht mehr fragen, denn dann mussten wir aussteigen.

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Journal Montag, 17.4.2017

M. ist erkältet und hustet und schnieft die ganze Zeit. Das war heute Nacht weniger schön und in den frühen Morgenstunden richtig blöd: Viertel Sechs wachte er auf und konnte hustenbedingt nicht mehr einschlafen. Als der Husten gegen 6 Uhr nachließ und er endlich wieder zur Ruhe kam, still im Bett lag und kurz vor dem Einschlafen war, kam Jotts Mama ins Zimmer, um die sich bis zum Bauchnabel bekackt habende G. zu wickeln. Da wars dann endgültig vorbei mit dem Nachtschlaf für M. und mich.

Immerhin war M. dadurch- und durch ausgiebiges Toben mit Jotts Bruder- nach dem Mittagessen so müde, dass er Mittagsschlaf machte. Ich brachte ihn ins Bett und schlief wohl ungefähr zeitgleich mit ihm ein.

Die Zwillinge waren den Vormittag über reichlich unentspannt. Um die Situation zu entschärfen, ging ich nach der 10-Uhr-Flasche mit ihnen spazieren, las beim Laufen ein wenig im Internet und aß ein Joghurt-Eis. Ungefähr zeitgleich schnappte sich Jotts Bruder M. und ging mit ihm in den Hof zum Spielen.
Als ich wiederkam, waren alle entspannter. Und zumindest G. schlief sogar noch ein bisschen weiter in der Kinderwagenwanne, so dass wir recht ruhig Mittag essen konnten (Jott hatte während des kinderfreien Vormittags gekocht).

Heute kam Jotts Papa zu Besuch, blieb bis zum Kaffeetrinken bei uns und fuhr danach wieder nach Hause. Jotts Bruder nahm er mit, so dass wir nun mit Jotts Mama wieder unter uns sind.

Spätestens ab Mai wird die Mütterpflegerin nicht mehr zu uns kommen. Jott ist dann tagsüber allein mit den Zwillingen. Uns gruselt es vor dieser Zeit.

M. trägt heute erstmals seinen Schlafsack mit Ärmeln und Beinen. Mit anderen Worten: Ich schlafe heute im Elternschlafzimmer und nicht neben ihm. Wir haben ihm das beim Abendessen gesagt und ihn gebeten, zu uns zu kommen wenn er nachts aufwacht. Dafür lassen wir auch die Türen des Kinderzimmers und des Elternschlafzimmers einen Spalt offen.
Ich bin gespannt, ob er tatsächlich aufstehen und zu uns laufen oder aber in seinem Bett sitzen bleiben und weinen wird.

Hoffentlich schlafen alle drei Kinder gut- mich erschöpft schon der Gedanke an die potenzierte nächtliche Aufwach- und Aufstehgefahr enorm.

Was schön war: Mittagsschlaf.