Kategorien
Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 6.5.2017

Vormittags: Flohmarkt -> Klamotten und Schaukelelch kaufen für alle Kinder
Nachmittags: Gemeinsam spazieren gehen nach Friedrichshagen, Eis essen und freuen über das viele grün
Abends: Dr. Strange aufer Couch.
Immer mal wieder Zwischendrin: Das Gold-Handy einrichten.

(Verzeihen Sie die Form, aber es ist schon wieder VIEL ZU SPÄT.)

Mittagsbrei. Wenn Jott füttert, essen die beiden ganz gut- bei mir leider noch nicht. 🌰🌰
Wir haben ein neues Familienmitglied. M. wird sich freuen.
<3
So grün kann es mitten in Berlin sein.
Sesam & Mon Cherie & Tartufo & Dunkle Schokolade
Beim Essen abgelichtet werden und doof gucken: ✅

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Kategorien
WMDEDGT?

Journal Freitag, 5.5.2017 – WMDEDGT 5/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

3:17 Uhr (ich weiß das, weil ich immer auf die Uhr gucke wenn sich eines der Kinder meldet- ich muss ja rausfinden, ob sich ein eventuelles erneutes Hinlegen noch lohnen könnte) wacht J. auf und hat HUNGER. Jott, die von sowas immer eher wach wird als ich, bereitet Flaschen zu, ich zieh mir eine Sweat-Jacke über (ich frier nachts immer) und füttere J. Jott schnappt sich derweil die schlafende G., weckt sie und gibt ihr ebenfalls die Flasche.
‚Ne gute halbe Stunde später sind wir fertig und können wieder schlafen.

5:09 Uhr klingelt der Wecker. Sehr im Tran schalte ich den aus und wache 5:33 Uhr wieder auf, diesmal nicht ganz so tranig. Da ist wohl in der Zwischenzeit eine Tiefschlafphase zu Ende gegangen. Ich springe (hehe, is‘ klar…) auf, gehe duschen, mach mich tagfein und wandere Zehn vor Sechs weiter in die Küche. Dort: Kaffee, Frühstück, auf dem Arbeitsrechner Mails und Chats checken und die Timing2-App installieren.

Halb Sieben steht Jott mit G. im Arm in der Küche. Ich gebe G. die Flasche, Jott duscht währenddessen. Als ich mit G. fertig bin, bekommt der inzwischen ebenfalls wache J. seine Flasche, Jott frühstückt währenddessen. Als J. und Jott mit Trinken respektive Essen fertig sind, mache ich mich auf den Weg ins Büro- das müsste so gegen halb Acht gewesen sein.

Während der Bahnfahrten lese ich im Feedreader und auf Twitter, vom Alex aus laufe ich weiter zum Hausvogteiplatz und genieße die 15 Minuten Fußmarsch sehr.

8:34:42 Uhr (das hat mir die Zeiterfassungs-App verraten) beginne ich meinen Arbeitstag, ich gebe die getrackten Zeiten des Vortags ins firmeninterne Tool ein. Gerade als ich fertig bin (8:46:38 Uhr, wieder Timing2), ruft einer unserer Kunden mit einem Notfall an. Unser Kunde ist Dienstleister für eine andere Firma (es ist etwas kompliziert…), nennen wir sie V. Und die Firma V. hat bei unserem Kunden offenbar in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wegen Nicht-Gefallens die Entfernung eines etwas (total untertrieben) aufwändigeren Features aus einem gemeinsamen Projekt erbeten. Besagtes Projekt soll aber genau heute um 12 Uhr abgeschlossen werden- aber weil unser Kunde eine riesige Firma mit durchdefinierten Prozessen und Workflows ist und verschiedene Abteilungen am Abschluss des Projekts gearbeitet haben, können diese Prozesse und Workflows nicht mal eben so angehalten werden. Es ist also völlig illusorisch, der Bitte von Firma V. nachzukommen.
Es folgt jedenfalls eine gute halbe Stunde emsiger Kommunikation meinerseits mit unserem Kunden und Projektmanager-Kollegen, dann müssen wir auf weitere Rückmeldung unseres Kunden warten.

Ich nutze die Zeit zur Termin-Abstimmung für einen Ersthelfer-Lehrgang, den ich von meiner Agentur aus besuchen werde. 9:30 Uhr beginne ich mit der Entwicklungsarbeit an einem anderen Projekt, muss aber recht schnell wieder aufhören: 10 Uhr findet das tägliche Statusmeeting meines Teams statt. Jeder sagt kurz, was er am Vortag gearbeitet hat, an welcher Stelle es eventuell Probleme gibt, und gibt anschließend einen Ausblick auf den aktuellen Tag.

10:36:21 Uhr (jaja, ich find das halt cool) besprechen zwei Kolleginnen und ich die Anpassung bestimmter Inhalte auf der Websites eines unserer anderen Kunden. Die Darstellung der Seite auf mobilen Endgeräten (sprich: Tablets und Smartphones) soll angepasst werden. Wir besprechen die notwendigen Schritte und ihren ungefähren Aufwand für unsere Entwickler. Der Aufwand wird später in Stunden und Geld umgerechnet und an den Endkunden kommuniziert, dieser kann dann zustimmen und die Entwicklungsarbeit beauftragen, oder eben nicht.

Nach diesem Termin (10:48:32 Uhr) setze ich die Entwicklungsarbeit am Projekt von vor dem täglichen Statusmeeting fort und kann das mehr oder weniger bis zur Mittagspause (13:20:17 Uhr – 13:38:58 Uhr) relativ unterbrechungsfrei durchziehen.
Nach der Pause geht es weiter wie davor: Code schreiben und die Änderungen im Browser angucken. Highlight des Nachmittags ist ein Stück Rhabarber-Streuselkuchen, den ich mir von einer Kollegin erbeten habe.

Kurz nach 16 Uhr habe ich einen wichtigen Teilschritt beim Entwickeln abgeschlossen, und weil ich sowieso normalerweise 16 Uhr Feierabend mache, lasse ich den metaphorischen Stift fallen, klappe das MacBook zu, rufe innerlich „Hoch die Hände, Wochenende!“ und verlasse das Büro.

Den Fahrtweg nutze ich erneut zum Lesen. Als ich ~17:15 Uhr am Bahnhof Köpenick ankomme, ist der Feedreader fast leer, und zwei, drei Artikel sind von der „Später lesen“-Liste verschwunden.

Zu Hause verabreicht Jott den Zwillingen gerade den Abendbrei. Ich schnappe mir ein Schälchen und einen Babylöffel und füttere J.. Der hat aber keine große Lust, von mir Essen zu bekommen, und so gestaltet sich das etwas zäh… Nach der Raubtierfütterung steckt Jott die Zwillinge in ihre Schlafanzüge, ich bereite währenddessen das Abendessen (Salat + gebratene Chorizo) zu.
Beim Essen gucken die Zwillinge zu und unterhalten sich und uns.

Ungefähr 18:15 Uhr bringe ich die Zwillinge ins Bett. Heute funktioniert es wieder ganz gut, eine Viertelstunde später bin ich damit fertig und kann Jott in der Küche noch ein wenig zur Hand gehen. Gegen 19 Uhr sind wir fertig.

Da ich gestern auf Grund des Zahnarzt-Termins etwas später ins Büro kam, setze ich mich nochmal an den Arbeitsrechner und beende bis 20:45 Uhr das Entwicklungsprojekt von heute Nachmittag. Danach spiele ich mit der Timings2-App herum: Für erfasste Zeiten lege ich Projekte an, bereinige Tätigkeitsbeschreibungen, erstelle Projektkategorien und -abhängigkeiten und schaue mir die Diagramme und Exporte an.
Nebenbei laufen am Arbeitsrechner Software-Updates durch, für sowas ist ja normalerweise keine Zeit.

Viertel Zehn wechsle ich ans private MacBook Air und lasse den Tag ausklingen (YouTube, Blogs lesen, WmDedgT-Beitrag schreiben). Und jetzt, gegen Dreiviertel Elf am Abend, gehe ich schlafen.

So sieht die Timings2-App für heute aus:

Tages-Übersicht. Im Balkendiagramm wird ersichtlich, zu welcher Tageszeit ich an welchem Projekt gearbeitet habe. Im linken Kreisdiagramm darunter wird die Projektverteilung abgebildet, rechts davon sind die benutzten Apps und Programme.
Eine detaillierte Auflistung der benutzen Programme. Wenn ich die Einstellungen rechts verändere, kann ich mir sogar die genutzten Seiten/ Verzeichnisse ausgeben lassen.

Heutiger Ohrwurm. Den Kindern schon zum Frühstück vorgesummt: Iron Maiden – Fear of the Dark.

Vor ein paar Tagen wurde ein neues Primitive Technology Video veröffentlicht: Water Powered Hammer (Monjolo). Eine spannende Verbindung: Eine mit Steinzeit-Technologien erstelle Maschine.

Was ich an den Videos generell interessant finde: Ich bekomme einen Eindruck davon, wie mühsam das Leben vor Urzeiten gewesen sein muss. Jedes kleine Werkzeug muss langwierig hergestellt werden, es gibt keine Maschinen, die einem Arbeit abnehmen…

Was schön war: Nach dem Abendessen hielten Jott und ich je einen Zwilling auf den Beinen und ließen die Zwillinge sich angucken und anfassen. Mittlerweile freuen sie sich, wenn sie sich sehen, und lachen und zappeln richtig.

Kategorien
Journal

Journal Donnerstag, 4.5.2017

M. verblüfft mich immer wieder. Heute morgen vor unserem Zahnarzt-Termin guckten wir eine Autozeitung an („Papa Auto gucken?!“). So weit, so gut (naja- Autozeitungen zählen nicht unbedingt zu meiner Lieblingslektüre). Aber: M. konnte mehrfach sagen, dass unterschiedliche Autos weiß oder blau oder rot waren. D.h. er zeigte, wenn ein blaues Auto in der Zeitung auftauchte, mit dem Finger drauf und sagte sowas wie „Auto blau“. So ein schlaues Kind :)

Überhaupt ist das gerade ein superspannendes Alter. Seine Fortschritte zu sehen ist unglaublich faszinierend. Wie er die Welt erkundet, wie er kommuniziert, zu verstehen versucht, seine Selbstständigkeit entdeckt… Total großartig.

Der Zahnarzttermin lief klasse (zumindest für M., ich habe zum ersten Mal seit X Jahren eine minikleine Karies-Stelle und muss nochmal hin). M. öffnete widerstandslos den Mund und ließ seine Zähne anschauen. Während meiner Untersuchung war er ein Vorzeige-Kind und durfte nach unserem Termin sogar in die Zahnarzt-Schatzkiste greifen und sich eine Zahnpasta aussuchen.

Weil es mir kürzlich auffiel: Bei M. haben wir ständig nach allen möglichen Entwicklungsschüben gegooglet, uns belesen und und und. Jetzt, mit drei Kindern, passiert das eigentlich gar nicht mehr. Irgendwas ist eh immer, Zeit haben wir auch nicht, und von daher vertrauen wir darauf das schon alles passt. Und viel haben wir ja auch bei M. gelernt.

M. wurde heute von meiner Mama abgeholt und wird ein verlängertes Wochenende im Brandenburgischen verbringen. Jott und ich haben also nur die Zwillinge zu versorgen und somit die nächsten Tage hoffentlich etwas mehr Luft als sonst.

Heute Abend jedenfalls schliefen die Kinder vor 19 Uhr, und die Wohnung war auch zum Großteil… „okay“.

Zur Zeiterfassung im Büro nutze ich derzeit Tyme2. Das ist ’ne schöne, aufgeräumte App, die aber einen Nachteil hat: Zum Erfassen von Zeiten muss ich die Erfassung manuell beginnen/ beenden. Das vergesse ich teilweise, und dann ist die Verwunderung am Nachmittag groß, was ich am Vormittag gemacht habe.
Daher fand ichs ganz spannend, als ich kürzlich über Timing 2 las. Timing 2 überwacht im Endeffekt den Rechner und trackt automatisch, was man so alles macht. Das geht runter bis auf die Inhalte in Apps, d.h. ich kann mir sogar auswerten lassen welche Websites ich besuchte und wieviel Zeit ich darauf verbrachte. Das ist einerseits gruselig, andererseits im Büro recht spannend.

Heute Abend installierte ich die App (irgendwas muss ich in der vielen freien Zeit ja machen) auf dem Privatrechner und schaue sie mir seitdem an. Morgen steht ein Test damit auf dem Arbeits-MacBook an, ich bin sehr gespannt.

Comic: Get Comfy. Weils mit M. beim Einschlafen und Abends und Nachts so furchtbar wahr ist.

Comic: Energy. Sehr gelacht, an Jott geschickt. Nicht mehr lange, und das wird hier auch so sein. Mit drei herumrennenden Kindern wird das sehr, sehr spaßig. Andererseits: Fitnessstudio und oder Sport brauchen wir so vermutlich nicht mehr.

Was schön war: Abends Döner essen mit Jott, während sich die Zwillinge im Hintergrund unterhielten.

Kategorien
Journal

Journal Mittwoch, 3.5.2017

Vier-Tage-Wochen sind großartig. Wieso wurde das noch nicht flächendeckend eingeführt?

Der Magen-Darm-Infekt in M.s KiTa-Gruppe flaut ab, heute gab es keine neuen Fälle. Scheint, als wäre M. zur genau richtigen Zeit seinem Zahn-Infekt erlegen. Glück im Unglück, quasi- auf ’ne neue Runde Übergeben und Durchfall kann ich sehr gut verzichten.

Weil wir nicht genug Baustellen haben, versuchen wir ab sofort, M. nachts nicht mehr ins Elternschlafzimmer zu holen, sondern ihn im Fall der Fälle in seinem Bett zu beruhigen, damit er dort weiterschläft. Bei uns im Ehebett zappelt er nämlich ewig rum und rückt vor allem Jott unglaublich auf die Pelle (ständiges Anfassen, klägliches „Maaamaaaa“-Rufen, am liebsten in den Bauch zurückkriechen). Das muss ja nicht sein.

Letzte Nacht haben wir das erstmals durchgezogen, so halb zumindest. Er kam nämlich erst zu uns ins Schlafzimmer, brachte Jott mit seinem Gezappel und Getue fast zur Weißglut- und da muss echt EINIGES passieren, Jott ist die Ruhe in Person- und wurde daher ausquartiert. Ich brachte ihn in sein Bett, setzte mich neben ihn und brauchte, glaube ich, nur so 15 Minuten, bis er wieder tief und fest schlief.

Beim Zusammensuchen von Unterlagen fand ich uralte Bilder von Jott und mir aus 2007. Da waren wir gerade frisch zusammen gekommen und noch blutjunge 20 Jahre alt. Heißt: Dieses Jahr bin ich 1/3 meines Lebens mit der großartigsten Frau der Welt zusammen <3

Die Zwillinge spachtelten heute jeweils ein Dreiviertel Gläschen Abendbrei weg, brauchten daher keine Flasche und schliefen Zehn nach Sieben in ihren Betten. So muss das.
19:45 Uhr schlief auch M., und weil Jott heute tagsüber schon ’ne ganze Menge vorbereiten konnte, hatten wir quasi ab 20 Uhr Freizeit.

Sehr gerührt über den wunderbaren Kommentar von Frau Nessy in ihrer kommentierten Linkliste:

Eines der besten Tagebuchblogs ist das von Herrn Paul. Herr Paul und seine Frau Jott wohnen in Berlin und haben drei Kinder im Windelalter, darunter Zwillinge. Ich bewundere die Familie (stellvertretend für viele Familien), denn es ist mir ein Rätsel, wie man mit so wenig Schlaf und einer so hohen Taktung beim Kinderversorgen, Arbeiten, Pendeln und Das-Leben-Organisieren klar kommen kann, ohne unmittelbar ein Burnout zu erleiden. […]

Hach. <3

Sehr anrührendes Video von Jimmy Kimmel über die Geburt und den Herzfehler seines Sohnes. Gegen Ende wird sehr deutlich, wie sehr Politik das Private beeinflussen kann.

Das Video erinnert mich daran, wie wir im Kreißsaal waren. Jott war dizzy vom Kaiserschnitt, ich wusste nicht so recht was so vor sich geht, und dann kam jemand zu uns und sagte, dass J. erstmal auf die Neonatologie muss, weil er unter der Geburt Sauerstoff-unterversorgt war und Probleme bei der Atmung hat. Scheiß Situation. Man sitzt liegt steht da und weiß erstmal nicht weiter.

Die wunderbare Kiki hat zur Feier ihres 10jährigen Twitter-Jubiläums ein gratis Bären-Downloadpaket veröffentlicht.

Danke :)

Was schön war: M.s Mütze war heut in der KiTa verschollen- und so hatte ihm seine Betreuerin fürs Rausgehen aus seinem großen weiten Schlauchschal ein Schal-Kopftuch gebastelt, damit die Ohren im kalten Wind nicht frieren. Sah großartig aus.

Kategorien
Journal

Journal Dienstag, 2.5.2017

Nachtrag zum gestern empfohlenen ewig langen Interview mit Florian Leibert: Ein Aspekt stieß mir ungut auf. Er sagt nämlich „Man muss heute aber kontinuierlich lernen und wachsen.“. Klingt ja erstmal gut, aber was, wenn man das nicht möchte/ kann? Solche Fälle gibt es offenbar in seiner Welt nicht.

Ohrwurm, den ganzen Tag schon:

Diese vermaledeiten Recruiter werden auch immer dreister. Ich bekomme bei Xing viele, viele Anfragen von Recruitern- ich habe Glück, Menschen mit meinem beruflichen Profil müssen sich keine großen Sorgen um den nächsten Job machen-, die meistens nur Spam (Massenanschreiben, wechselnde Anreden im Anschreiben, Schreibfehler) sind. Der Herr aus diesem Beispiel ist einer davon:

Sinngemäß so „Ja hömma, mach doch mal meinen Job für lau für mich!“

Nach Feststellung von M.s KiTa-Tauglichkeit (kein Fieber, normaler Husten, nicht zu weinerlich) am Morgen innerliches Champagner-Flaschen-Öffnen. Also nicht zu Hause bleiben, sondern ab in die KiTa/ ins Büro.

Jott und ich haben unisono festgestellt, dass wir zwar die Kinder ganz gern haben, es uns aber einfach nicht erfüllen würde, sie den ganzen Tag zu betreuen, und dass wir insgesamt doch ganz gern arbeiten gehen und die Kinder dann in guten Händen wissen möchten.

In M.s KiTa-Gruppe geht seit der vergangenen Woche ein Magen-Darm-Infekt um, heute war nur die Hälfte der Kinder anwesend.

Hoffentlich erwischt es uns nicht

Dieser M.. Beim Treppauflaufen zur Wohnung stellte er sich „Paaapaaaaa“quengelnd vor mich.

Ich so: „M., was willste?“
Er so: „…“
Ich so: „M, wenn Du was möchtest, sollst Du es sagen und nicht quengeln.“
Er so: „…“
Ich so: „Möchtest Du getragen werden? Dann sag das bi-“
Er so, freudestrahlend, quietschig, enthusiastisch, mich unterbrechend: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaa“

Und dann musste ich lachen und konnte ihm nicht sagen, dass er doch nicht quengeln, sondern einfach Bescheid sagen soll.

Wenn M. gern mehr von etwas hätte, sagt er „Nuch mehr?“. Putziges Kind.

Heute beim Abendessen, Szene 1. M. hat sein Käsebrot gegessen und stellt fest, dass Jott und ich uns angeregt unterhalten und ihn gerade nicht beachten. Was macht das gerissene Kind? Streckt heimlich seine Hand nach dem Camenbert aus, greift sich das Stück und steckt es sich betont unauffällig in den Mund…

Heute beim Abendessen, Szene 2. M. so, nachdem er beim Camenbert-Moppsen erwischt wurde und gern noch mehr Käse hätte:

via GIPHY

Auf das „Nein, Du hattest gerade ein großes Stück!“ folgte eine Oscar-verdächtige vorgeschobene Unterlippe und ein „Wie kannst Du mir das antun?“-Blick.

So ein manipulatives kleines Kerlchen <3

Die Zwillinge bekamen heute Abend erstmals Abendbrei. Eigentlich sollte es den erst ab ungefähr Mitte Mai geben, aber aus Gründen (sie haben wohl beide recht viel rumgequengelt, sagte Jott), durften sie heute Brei essen. Mal gucken, wie es ihnen bekommt.

Den gestrigen Ausflug haben die beiden wesentlich besser verkraftet als beim letzten Mal (da folgte auf den Tag im Brandenburgischen eine sehr, sehr, sehr unruhige Nacht). Diesmal schliefen sie ganz normal und machten uns weniger Trubel als M.., der im Schlaf seine Roundhouse Kick Skills zu verbessern suchte.

Jott bekam nach einer Vertragsverlängerung ihr neues Handy zugeschickt und überließ mir großzügig ihr altes. Sobald ich Zeit für die Konfiguration habe, bin ich also im Besitz eines goldenen Samsung Galaxy S6 mit Blümchen-Cover.

Ganz großes Tool-Kopfschmerz-Fuckup im Büro. Etwas funktionierte nicht, beim Fehler suchen und beheben bekam ich ganz furchtbare Kopfschmerzen weil es so ein „Tool A hat Abhängigkeiten nach Programm B in Version C und läuft nur bei Vollmond“-Ding war.

Dieser ganze Computerkram kann schon ordentlich nerven. Wie meinte ein Kollege neulich auf meine Feststellung, dass etwas ganz bestimmt funktionieren wird weil wir es nur von A nach B kopieren und zum Laufen bringen? „Aber das ist IT, irgendwas funktioniert immer nicht“.

In Gedanken bei der Schlimmen Helena. Viel Kraft.

Was schön war: Die Zwillinge waren Dank Jotts Kinder-müde-Spiel-Fähigkeiten superfix eingeschlafen, und dann war auch kaum noch was zu erledigen in der Küche. Ich wiederhol mich, aber Jott ist definitiv toll.

Kategorien
Journal

Journal Montag, 1.5.2017

In den Mai tanzte hier zum Glück niemand, zum Monatswechsel schliefen wir alle recht ruhig im Schlafzimmer und träumten von Sonne, blauen Himmel und Temperaturen über 15°C.

Wir verbrachten den Tag bei meinen Eltern im Brandenburgischen. Die vier zusätzlichen Hände, die bei Kindesbetreuung und Kochen anpackten, sorgten für eine entspannte Zeit.

Was, wenn es anfängt zu denken?:

Der Deutsche Florian Leibert entwickelt das Betriebssystem der nächsten industriellen Revolution. Wie gerät man aus einer Schweinfurter Informatik-AG ins Silicon Valley?

Irrer Lebenslauf. Krasser Typ. Und tatsächlich ein Werdegang, der eher nach Film als nach Realität klingt. Aber das ist in dem Bereich ja häufiger so.

Ganz andere Ecke: Das Herz des Kirmesboxens

Die Boxbude von Charly Schultz ist derzeit auf der Frankfurter Dippemess – die eigentliche Show ist der Betreiber.

Kenn ich nicht, fand ich spannend.

Was schön war: Am Ende des Tages nur so halb-k.o. zu sein.

Kategorien
Journal

Journal Sonntag, 30.4.2017

Nachtrag zu gestern: Natürlich lassen wir die Zwillinge nach dem Rausgehen nicht allein. Sobald einer von beiden weint oder jammert, gehen wir wieder rein, beruhigen ihn/ sie und gehen wieder raus. Idealerweise, ohne ihn/ sie hochnehmen zu müssen, aber wenn es gar nicht anders geht auch mit Hochnehmen.

Im Endeffekt sollen die Zwillinge über kurz oder lang lernen, sich selbst mit ihren Kuscheltieren/ Nuckeln zu beruhigen und in der Gewissheit, dass die Eltern da sind wenn was ist, einschlafen.

Heute lief das Zubettbringen übrigens ziemlich schlecht. G. war noch sehr aufgeregt von ihrem ganzen Herumgerolle am Tag, wollte im Bett weiterrollen. Sie kam nicht zur Ruhe und hielt mit ihrem Gemecker J. vom Schlafen ab. Ich musste mehrmals rein, nach einer Weile übernahm zum Glück Jott.

Halb Acht an einem Sonntag Morgen sind die Straßen arg leer. Ich weiß das, weil ich mit den Zwillingen spazieren war.
J. hatte mich kurz nach 6 Uhr geweckt, und weil Jott und M. und G. noch friedlich schliefen, nahm ich den leise vor sich hin glucksenden J., ging Duschen, schlich zurück ins Schlafzimmer und nahm die vorbereiteten Flaschen und auch G. mit nach draußen. Nachdem ich G. wachgekuschelt hatte, fütterte ich die beiden- dank der Wippen geht das gleichzeitig-, zog ihnen die Schlafanzüge aus und die Tagesbekleidung an und spazierte mit ihnen erst zum Bäcker und dann durch das noch schlafende Köpenick.

Halb 9 rief dann Jott an, wir verabredeten uns zum Frühstück um 9 Uhr zu Hause.

Nach der 10-Uhr-Fütterung zog ich wieder mit den Zwillingen los. Jott und M. bereiteten in der Zwischenzeit das Mittagessen vor, und als ich kurz nach 12 Uhr wieder zu Hause war, gabs Chicken tikka Masala nach Jamie Oliver.
Bis dahin war der Tag recht entspannt (aus meiner Sicht zumindest, Jott habe ich noch nicht gefragt), aber ab da ging es bis zum Abend bergab. Im Endeffekt hatte es damit zu tun, dass ab dem Mittag alle drei Kinder wieder zusammen waren, der mittagschlaflose M. hundemüde und quengelig war, und wir keine richtige Ruhe in den Laden reinbekamen.
Kurzzeitig entspannt war die Lage nur, als die Zwillinge im Wagen schliefen und M. ein Schokoeis aß (wir fuhren Nachmittags alle 5 zu Da Dalt nach Friedrichshagen, um die Kinder nochmal an die frische Luft zu bringen). Danach war wieder Chaos.

Morgen fahren wir zu meinen Eltern ins Brandenburgische. Jott und ich brauchen etwas Entlastung. Die 5 Tage mit allen drei Kindern schlauchen ganz schön. Ein normales Wochenende stecken wir ja inzwischen ganz gut weg, aber das sind auch nur 2 Tage…

M. scheint wieder völlig genesen zu sein. Er war heute fieberfrei und aktiv wie eh und je. Der KiTa am Dienstag steht hoffentlich nichts im Wege.

Was schön war: Fliegende Zwillinge! Während G. ein langsames Auf und Ab bevorzugt (d.h. über meinen Kopf hoch und runter heben), steht J. total darauf, gerade durch die Luft zu gleiten.

Kategorien
Journal

Journal Samstag, 29.4.2017

Nach einem Paracetamol-Zäpfchen schlief M. die Nacht über recht gut, die erste Hälfte sogar im eigenen Bett. Heute Morgen hatte er nur noch 38,5°C Fieber, und im Laufe des Vormittags blieb die Temperatur konstant und sank zum Abend hin. Dafür begrüßte uns die Ursache des Infekts: Ein winziges Stückchen Eckzahn lugte links oben hervor.
M. selbst war heute deutlich munterer als gestern und musste am Nachmittag bereits wieder rausgehen und rumlaufen, weil er ansonsten nicht ausgelastet gewesen wäre.

Um bei den Zwillingen nicht die selben Probleme beim Zubettbringen zu haben wie bei M., sorgen wir bei ihnen dafür, dass sie sich ans Einschlafen ohne Körperkontakt im eigenen Bett gewöhnen. Dazu legen wir sie jeder in sein Bett, ziehen eine Spieluhr auf, geben ihnen einen Nuckel und halten noch 10 bis 15 Minuten Händchen. Danach kriegt jeder einen Kuss und dann gehen wir aus dem Schlafzimmer.
Jott macht das bereits seit ein paar Tagen, ich habe es heute zum ersten Mal probiert. Es lief fantastisch- nach ungefähr 20 Minuten schliefen J. und G.. Ohne Schaukeln, ohne endloses Herumlaufen. Total großartig.

Jott buk heute eine Apfeltarte, die unglaublich gut war. Eigentlich sollte es ein Irischer Apfelkuchen werden, aber der Teig reichte hinten und vorne nicht, und so improvisierte Jott. Die Tarte war der Hammer: Die Äpfel waren leicht karamellisiert, und auf dem Teig war eine dünne Schicht von dickflüssigen, süßen Apfelsaft. Ich muss mich arg zusammenreißen, nicht darüber herzufallen.

Die Zwillinge wachten heute erst Nachts um halb Vier auf. Weil absehbar war, dass sie dadurch etwas länger als 5 Uhr/ 6 Uhr schlafen würden, stellte ich zur Feier des Tages den Wecker aus und konnte so bis Dreiviertel Sieben schlafen. Sehr erholsam.

Seit einiger Zeit hilft M. Jott und mir beim Zubereiten der Mahlzeiten. Heute schnitten wir zusammen Kartoffeln in Spalten und hantierten dazu mit einem scharfen Messer herum. M. war Feuer und Flamme, sehr vorsichtig und sehr glücklich, als alle Kartoffeln kleingeschnitten waren.
Beim anschließenden Essen wollte er dann seine Kartoffelspalten selbst in kleine, mundgerechte Stücke schneiden- ich durfte (erst) nicht helfen und musste zusehen. Erst, als er an der Kartoffelschale scheiterte, durfte ich mit anfassen.

M. kann jetzt hüpfen. Ein bisschen zumindest. Wir übten heute beim Nachmittagsspaziergang ein bisschen. Mir fiel dabei auf, dass ich seit mindestens 20 Jahren nicht mehr gehüpft bin- dementsprechend ungelenk sah das vermutlich aus… Aber M. hatte großen Spaß, als wir so um die Wette hüpften.

8:30 Uhr guckten Jott und ich heute das erste Mal auf die Uhr, seufzten, und murmelten sowas wie „Noch 11 Stunden…“
Wenn alle drei Kinder gleichzeitig unserer Aufmerksamkeit bedürfen, ist das verdammt anstrengend.

Es gibt ein Follow Up zum Notification-Artikel, den ich vor ein paar Tagen verlinkte: Living Better In The Age Of Notifications – How to be less distracted by your phones and pay more attention

Ich habe mir testweise eine App installiert, die meine Smartphone-Nutzung trackt. Ich bin einerseits sehr gespannt auf die Ergebnisse- und fürchte mich andererseits etwas davor.

Was schön war: Das High Five mit Jott, als alle Kinder 19:30 Uhr schliefen.

Kategorien
Journal

Journal Freitag, 28.4.2017

Was ich gestern vergaß: G. kann sich ebenfalls auf den Bauch drehen. Und im Gegensatz zu J. reicht ihr das nicht, nein. Sie möchte direkt losrobben: Kaum auf dem Bauch gelandet, hebt sie den Po hoch und strampelt mit den Beinen. J. ist da entspannter, er guckt sich auf dem Bauch die Gegend an und freut sich.

Eine große Schwierigkeit bei drei so kleinen Kindern: Wenn eines krank wird, kann es mitunter schwer fallen, ihm die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es braucht. M. geht es weiterhin dreckig (das Fieber sinkt nicht, wir müssen ihm regelmäßig Fiebersaft im Wechsel mit Zäpfchen geben), aber wir kommen kaum dazu ihm die Ruhe und Nähe zu geben die er braucht, weil ja auch noch die Zwillinge da sind… Ich werde die Zwillinge morgen sehr viel spazieren fahren, damit Jott und M. allein zu Hause sind und etwas Ruhe einkehren kann.

Wenn das Fieber morgen (das wäre Tag 3 mit nahezu 40°C Fieber) nicht sinkt, müssen wir eine Kinderarztpraxis finden, die am Wochenende geöffnet hat, oder aber direkt ins Krankenhaus fahren.

Gestern Abend sehr leichtsinnig etwas zu lange wach geblieben. Den Fehler mache ich heute nicht noch einmal…

Was schön war: J. und G. beim Herumpurzeln zuschauen.

Kategorien
Journal

Journal Donnerstag, 27.4.2017

Heute erst mit allen drei Kindern zum Kinderarzt und danach (aus organisatorischen Gründen) mit M. zum Paul-Arzt. Ergebnis: Alle drei Kinder haben (vermutlich) den selben Infekt abbekommen. M. hat es am schlimmsten erwischt, der hustet und schnieft und hat sehr hohes Fieber. Im Laufe des Tages stieg es auf fast 40°C, sank allerdings nach Nurofen-Saft und dann nach einem sehr ausgiebigen Nachmittagsschlaf noch einmal.
Die Zwillinge haben zum Glück kein Fieber, husten und schniefen aber auch. Sehr schlimm klingt es bei J., der ist allerdings auch (bislang) das theatralischste der Kinder (wenn man das bei Säuglingen schon so sagen kann- er ist jedenfalls derjenige, der aus einer Mücke immer einen Elefanten macht).

Ich selbst bin für heute und morgen krank geschrieben und habe den Hinweis bekommen, mich zu erholen. Naja. Ich werde es wie bei der Grippe vor einem Vierteljahr handhaben: Fiebersenker/ Schmerzmittel und dann irgendwie durch den Tag kommen. Tatsächlich habe ich mich heute mehrmals ins Büro gewünscht, da ist es ruhiger und ohne die Pendelei wäre es auch erholsamer…

Beim Warten auf die Ärztin haben wir die Gunst der Stunde genutzt und M. gemessen. Er ist mit seinen 22 Monaten inzwischen 91cm groß… Unser Riesenbaby.

Jott bekam heute ein Paket mit einem Katzen-Stofftier, das sich M. direkt unter den Nagel riss. Weil Jott das Plüschtier aber erst waschen wollte, sagte sie das auch so. Und was passierte? M. kletterte vom Stuhl, nahm die Katze, lief ins Badezimmer, sagte zur Katze (oder zu sich, wer weiß das schon so genau) „Ärmel hoch!“, schob sich die Pullover-Ärmel hoch und wollte doch tatsächlich die Katze waschen. Das war das niedlichste, was er seit langem gemacht hat.

Etwas später wurde die Katze dann mit Weintrauben, Mango und Tomaten gefüttert.

M.s Spracherwerb ist unglaublich. Er plappert nicht mehr nur nach, sondern bildet richtige Sätze, drückt Beobachtungen aus, formuliert seinen Willen und nutzt seit ein paar Tagen sogar Personalpronomen. Zwar noch nicht richtig, aber „Du“ und „Ich“ auseinanderhalten ist ja auch schwer.

Es ist unglaublich beeindruckend, ihm beim Lernen und Verstehen zuzusehen.

Der geplante Regionalbahnhof in Köpenick braucht noch ein bisschen… Sehr schade.

Was schön war: Definitiv die Katzen-Aktion. So süß!